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1 Willkommen zur BION-Ringvorlesung! 1

2 Zentrum für Entwicklungsforschung - Partner im BION-Netzwerk 2

3 Biodiversität im Kontext Menschlicher Entwicklung: Wie kann Nachhaltigkeit gelingen? Dr. Lisa Biber-Freudenberger & Dr. Jan Henning Sommer 3

4 Millenniums- Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (MDGs)

5 Entwicklung Ad Absurdum? 5

6 Entwicklung und Biodiversität Wo ist das Problem? Entwaldung Verschmutzung Klimawandel Zerschneidung 6

7 Entwicklung und Biodiversität Wo ist das Problem? [Rockström et al. 2009] [UNEP WCMC, MEA 2005] 7

8 [Barthlott et al. 2014] [Sanderson et al. 2005] Human Footprint low high after Sanderson et al., 2002 [Global Hotspots, Conservation International 2002]

9 [Barthlott et al. 2014] [IPCC 2013] +4 C Scenario (2100) < Capacity of species richness 0 > +150 [Sommer et al. 2010]

10 Entwicklung und Biodiversität Wo ist das Problem? Biodiversität Ökosystemare Dienstleistungen Nahrung Energie Luftreinigung Wasseraufbereitung Erholung Menschliches Wohlbefinden

11 Wer ist wie weit entwickelt und warum? Entwicklungsstand (HDI 2002) Ökologischer Fussabdruck (2002) 11

12 Entwicklung führt zu Biodiversitätsverlust: aber nicht am gleichen Ort Menschliche Entwicklung führt zu höherem Konsum aber nicht unbedingt zu Umweltzerstörung (Human Footprint Index) Umweltkosten werden externalisiert. [Freudenberger et al. 2010]

13

14 Modelliertes Wachstum des chinesischen Fleischkonsums pro Kopf Source: USDA Production, Supply and Distribution database and projections

15

16 [Phalan et al PLOS ONE]

17 Millenniums- Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (MDGs)

18

19 Wie kann Nachhaltigkeit gelingen? #1 Beseitigung von Armut #2 Beseitigung von Hunger #3 Gesundes Leben und Wohlbefinden #4 Qualitativ hochwertige Ausbildung für alle #5 Gleichberechtigung von Männern und Frauen #6 Wasser und Hygiene für alle #7 Erschwingliche und nachhaltige Energie #8 Ökonomisches Wachstum und Arbeit für alle #9 Technologien von denen alle profitieren #10 Verringerung der Ungleichheit zwischen Ländern #11Sichere Städte und Gemeinschaften #12 Verantwortungsvoller Konsum und Produktion #13 Bekämpfung des Klimawandels #14 Schutz und nachhaltige Nutzung der Meere #15 Schutz und nachh. Nutzung der terrestrischen Ökosysteme #16 Friedliches Zusammenleben #17 Globale Partnerschaften zur Erreichung der Ziele 19

20 Wie kann Nachhaltigkeit gelingen? In Entwicklungsländern: Natürliche Ressourcen nachhaltig nutzen Biologische Vielfalt erhalten Gesetzliche Standards sichern Wissen und Know-How aufbauen In entwickelten (Industrie-) Ländern Informieren und eigenen Konsum überprüfen Folgen des eigenen Verhaltens im In- und Ausland in Entscheidungen mit einbeziehen Gesellschaftlicher Wandel durch alle 20

21 Facing the challenge: Aktivitäten am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)

22 BION-Ringvorlesung Das ZEF betreibt Forschung, Ausbildung und Politikberatung und ist: international tätig und vernetzt interdisziplinär (Sozial-, Wirtschaftsund Naturwissenschaftler kooperieren) bis teilweise transdisziplinär. D.h. es wird eine Brücke gebaut zwischen: den wissenschaftlichen Disziplinen Forschung und Politik Forschung und Praxis.

23 ZEFs Organisationsstruktur A Politischer und kultureller Wandel (A.-K. Hornidge) B Ökonomischer und technologischer Wandel (J. von Braun) C Ökologie und Management natürlicher Ressourcen (C. Borgemeister) ZEF s internationale Doktorandenprogramm (G. Manske)

24

25 Forschungsprojekte am ZEF

26 Entwicklung trotz Biodiversität oder sogar Entwicklung durch Biodiversität? Umweltverträglichkeitsprüfungen in Bolivien Vermarktung Wildkaffee in Äthiopien Kompetenzzentrum Klimawandel und Landnutzung in Westafrika 26

27 ZEFs internationales Doktorandenprogramm Über 500 Studierende aus mehr als 90 Ländern haben teilgenommen. ZEF hat inzwischen ein weltweites ZEF-Alumni Netzwerk. Kooperationen mit über 100 Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit

28 Karrieren von ZEF Alumni aus Entwicklungsländern (n=197) 11% 5% 5% Working in another developing country Working in the home country 8% 10% 61% International organizations, World Bank, CGIAR, UN Postdoc position OECD country Working / living in OECD countries

29 Schlussfolgerungen 1. Es ist eine der größten Herausforderungen für die Menschheit Entwicklung und Biodiversitätserhalt gleichzeitig zu erreichen 2. Gleichzeitig sind Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen die Grundlage für menschliche Entwicklung 3. Zielkonflikte zwischen Naturschutz und menschlicher Entwicklung erfordern ein integriertes und angepasstes Landmanagement 4. Inter- und transdisziplinäre Ansätze, die Auswirkungen auf allen Ebenen berücksichtigen, sind am vielversprechendsten um diesen Herausforderungen zu begegnen 5. Einen echten Wandel kann es nur geben, wenn er von der gesamten Gesellschaft getragen wird. 29

30 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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