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1 wgkk.at WGKK-Ratgeber 2015 Ihre Gebietskrankenkasse im Überblick WGKK-Ratgeber 2015 Ihre Gebietskrankenkasse im Überblick

2 Impressum Herausgeber & Druck: Wiener Gebietskrankenkasse Wienerbergstraße Wien Redaktion & Gestaltung: Öffentlichkeitsarbeit Stand: Jänner Auflage 2015 Nachdruck oder Vervielfältigung nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Wiener Gebietskrankenkasse gestattet. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Bildquellen: Bilderbox, Shutterstock und WGKK.

3 Vorwort Liebe Leserinnen! Liebe Leser! Mit dem jährlichen Ratgeber der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) haben Sie eine Broschüre in Händen, die einen umfassenden Überblick gibt, welche Leistungen die WGKK für Sie und Ihre Angehörigen erbringt. Diese soziale Sicherheit ist für viele Menschen in Österreich bereits zur Selbstverständlichkeit geworden: Immerhin sind 99,9 Prozent unserer Bevölkerung durch die soziale Krankenversicher ung geschützt. Ihre solidarische Ausrichtung verhindert, dass Krankheit zur Kostenfalle wird. Das bedeutet: Der Zugang zur bestmöglichen Gesundheitsversorgung steht allen offen unabhängig davon, wie hoch das individuelle Einkommen ist. In vielen Staaten, in denen das Gesundheitssystem privatisiert ist, können gesundheitliche Probleme dagegen schnell zur finanziellen Belastung werden. Im Gegensatz dazu bieten die sozialen Krankenversicherungen, so auch die WGKK, einen einfachen Zugang zu umfassenden Leistungen. Das großstädtische Umfeld mit seinen zum Teil hohen gesundheitlichen Belastungen und die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Stichwort: angespannter Arbeitsmarkt stellen die WGKK vor besondere Herausforderungen. Die unterschiedlichen strukturellen Rahmenbedingungen führen auch dazu, dass sich das finanzielle Gleichgewicht zwischen den einzelnen Krankenversicherungsträgern verschoben hat. Für unsere Versicherten hat das jedoch keine Auswirkung. Sie können weiterhin, wie gewohnt, jene Leistungen in Anspruch nehmen, die sie für ihre Gesundheit brauchen. Die WGKK betreut als größter Krankenversicherungsträger Österreichs 1,2 Millionen Versicherte und rund Angehörige. Mit ihren umfangreichen Gesundheitseinrichtungen und Außenstellen leistet sie verlässlich einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Wiener Bevölkerung. Unser Ziel ist es, kompetent in Sachen Gesundheit zu sein und die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden durch verstärkte Information, wohnortnahe Betreuung und Service-Ausbau zu verbessern. Einen weiteren Schritt in diese Richtung wollen wir mit der optischen Neugestaltung des Ratgebers setzen. Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre, mit freundlichen Grüßen Hofrat Ing. Mag. Erich Sulzbacher Generaldirektor Mag. a Ingrid Reischl Obfrau 1

4 Inhaltsübersicht Vorwort 1 Leistungsüberblick 4 2 VORSORGE 5 Gesundheitsförderung und Prävention 5 Zeckenschutzimpfung 11 Vorsorgeuntersuchung 12 Jugendlichenuntersuchung 13 MITVERSICHERUNG 14 Beitragsfreie Mitversicherung 14 Beitragspflichtige Mitversicherung 24 e-card für mitversicherte Angehörige 26 KRANKHEIT 27 Ärztliche Hilfe 27 Wahlärztinnen/Wahlärzte 30 Psychotherapie 32 Heilmittel (Medikamente) 33 Generika 36 Befreiung von der Rezeptgebühr 38 Heilbehelfe und Hilfsmittel 39 Medizinische Maßnahmen der Rehabilitation 42 Anstaltspflege (Spital) 44 Medizinische Hauskrankenpflege 47 Transportkosten 48 Krankengeld 55 Ärztliche Betreuung im Urlaub 58 MUTTERSCHAFT 64 Mutterschaftsleistungen (Versicherungsfall der Mutterschaft) 64 Wochengeld 65 Kinderbetreuungsgeld 67 Mutter-Kind-Pass 70

5 Inhaltsübersicht ZÄHNE 71 Zahnbehandlung 71 Zahnersatz und Kieferregulierung 71 BEITRÄGE 75 Beitragssätze der Sozialversicherung 75 Sozialversicherungsbeitrag ist nicht gleich Krankenkassenbeitrag 75 Wie hoch ist der Krankenversicherungsbeitrag? 76 Höchstbeitragsgrundlagen 76 Geringfügigkeitsgrenzen 76 FREIWILLIGE VERSICHERUNG 79 Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung 79 Selbstversicherung in der Krankenversicherung 81 INFORMATION UND SERVICE 85 Ombudsmann 85 Website 86 Versichertendatenauszug 88 e-card 89 ELGA 90 Wofür wird der Krankenversicherungsbeitrag verwendet? 93 Versichertenstand 94 Leistungsinformation (LIVE) 95 WGKK-Veranstaltungen 96 WGKK-Broschürenservice 97 Zentrale und Außenstellen 100 Gesundheitszentren 103 Zahngesundheitszentren 104 Hanusch-Krankenhaus 105 WGKK-Servicestellen 106 Stichwortverzeichnis

6 Leistungsüberblick Vorsorge Brustkrebsfrüherkennung Jugendlichenuntersuchung Vorsorgeuntersuchung Neu Zeckenschutzimpfung Krankheit Ärztliche Hilfe Psychotherapie Heilmittel (Medikamente) Heilbehelfe und Hilfsmittel Medizinische Maßnahmen der Rehabilitation Anstaltspflege (Spital) Medizinische Hauskrankenpflege Reise- und Transportkosten Krankengeld Ärztliche Betreuung im Urlaub (In- und Ausland) Mutterschaft Mutterschaftsleistungen (Versicherungsfall d. Mutterschaft/Sachleistungen) Wochengeld Mutter-Kind-Pass Zähne Zahnbehandlung Zahnersatz und Kieferregulierung 4

7 Vorsorge Gesundheitsförderung und Prävention Betriebliche Gesundheitsförderung Die WGKK bietet kostenlose Unterstützung und Beratung bei der Umsetzung von Gesundheitsförderungsprojekten in Betrieben. 1 Ziel der betrieblichen Gesundheitsförderung ist es, das körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten und mit allen geeigneten Mitteln zu stärken. Nähere Informationen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung: Telefon: Service Stelle Schule der WGKK Die Service Stelle Schule der WGKK ist eine Anlauf- und Kontaktstelle für Schulen, zur Unterstützung gesundheitsförderlicher Aktivitäten auf Schulebene. Schulen werden bei der Planung und Durchführung beraten und begleitet und können zudem Informationsmaterialien anfordern, um eine maßgeschneiderte und individuelle Gesundheitslösung zu erarbeiten. Daneben bietet die WGKK verschiedene Workshops, unter anderem zum Thema Ernährung und Bewegung in Schulen an. Darüber hinaus ist die WGKK eine der Trägerinstitutionen des Wiener Netzwerks Gesundheitsfördernde Schulen. Nähere Informationen zur Service Stelle Schule : Telefon:

8 Vorsorge 1 Mundgesundheitsförderung in Wiener Kindergärten und Volksschulen Ziel des gemeinsam von der WGKK und der Wiener Gesundheitsförderung GmbH aus dem Landesgesundheitsförderungsfonds finanzierten Projektes zur Mundgesundheitsförderung in Wiener Kinder gärten und Volksschulen ist es, bei Kindern, Eltern und Betreuungspersonen das Bewusstsein für die Bedeutung gesunder Zähne zu fördern und damit zu einer Verbesserung der Zahngesundheit der Wiener Kinder beizutragen. Das Projekt besteht aus einem zahnmedizinischen und einem zahnpädagogischen Teil. Der pädagogische Teil beinhaltet beispielsweise das Erlernen einer effektiven Mundhygiene mit Hilfe geschulter Zahngesundheitserzieherinnen/-erzieher in Form von Gruppenprophylaxe (gemeinsames Zähne putzen). Darüber hinaus wurde das Zahntheater Im Mund geht s rund entwickelt, das den Kindern mit spielerischen Mitteln die Grundregeln der Mundhygiene näherbringt. Nähere Informationen zur Zahngesundheitsförderung: Telefon: Website: 6

9 Vorsorge Raucherentwöhnung Die WGKK bietet unterschiedliche Möglichkeiten zur Raucher entwöhnung an. 1 Das Rauchfrei Telefon: Motivation für Menschen, die sich für Raucherentwöhnung interessieren oder rauchfrei bleiben möchten unter Anrufende erhalten Informationen zum Thema Tabakentwöhnung sowie Unterstützung bei der konkreten Planung und Umsetzung des Rauchstopps. Hier bekommen aber auch tabakentwöhnte Personen die Möglichkeit, Rückfällen durch eine Nachbetreuung vorzubeugen. Raucherberatungsstellen bieten in allen vier Gesundheitszentren nach Voranmeldung Einzelberatung oder Gruppentherapien an. In erster Linie wird die Nikotinabstinenz und in zweiter Linie die Reduktion des Tabakkonsums angestrebt. Stationäre Rauchertherapie Starken Raucherinnen und Rauchern wird eine stationäre Therapie zur Tabakentwöhnung mit entsprechender Nachbetreuung angeboten. Rauchfrei Telefon Telefon: Website: WGKK-Raucherberatung (Adressen Seite 103) Gesundheitszentrum Wien-Mitte Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf Gesundheitszentrum Wien-Süd Gesundheitszentrum Wien-Nord 7

10 Vorsorge 1 Brustkrebs-Früherkennung: früh erkennen das Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm Am 1. Jänner 2014 startete das qualitätsgesicherte Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm früh erkennen, das alle Mammographie-Angebote zur Früherkennung von Brustkrebs vor 2014 ablöst. Das neue Programm bringt viele Vorteile für Frauen: Frauen zwischen 45 und 69 Jahren können nach der Terminvereinbarung bei einem radiologischen Standort, der am Programm teilnimmt, nur mit ihrer e-card zur Früherkennungsmammographie gehen. Die e-card ist alle zwei Jahre dafür freigeschaltet. Die Frauen erhalten alle zwei Jahre einen Einladungsbrief, der sie an die Untersuchung erinnert. Einladung oder ärztliche Zuweisung ist nicht erforderlich. Frauen im Alter von 40 bis 44 Jahren und ab 70 Jahren können sich bei der Telefon-Serviceline oder über ein Online-Formular auf zum Programm anmelden. Sie gehen mit der Einladung, die sie ca. eine Woche nach der Anmeldung erhalten, und ihrer e-card zur Früherkennungsmammographie. Eine ärztliche Zuweisung ist nicht erforderlich. Umfassende Qualitätskriterien für die Untersuchung wie eine standardisierte Doppelbefundung nach dem 4-Augen-Prinzip sowie neueste technische Geräte und verbindliche Zertifizierungen für die am Früherkennungsprogramm teilnehmenden Radiologinnen und Radiologen sichern die hohe Qualität des Programms. Das neue Programm richtet sich an gesunde Frauen ab 40 Jahren ohne Anzeichen einer Brustkrebserkrankung. Die diagnostische Mammographie bei Beschwerden, Krankheitsverdacht, bei einer Brustkrebserkrankung oder im Rahmen der Nachsorge und bei familiär erhöhtem Risiko erfolgt weiterhin mit Zuweisung durch eine Ärztin/einen Arzt. Kontakt: Österreichisches Brustkrebs-Früh erkennungsprogramm: Kostenlose Telefon-Serviceline: (Mo Fr von 08:00 bis 18:00 Uhr) Website: 8

11 Vorsorge Ernährungsberatung In den Gesundheitszentren und im Hanusch-Krankenhaus der WGKK werden Ernährungs- und Diätberatungen angeboten. Mit einer entsprechenden Zuweisung der betreuenden Ärztin/des betreuenden Arztes können Versicherte an Einzelberatungen oder Gruppenschulungen teilnehmen. Informationen und Hilfestellungen gibt es bei generellen Fragen rund um gesunde Ernährung wie auch bei Übergewicht und Adipositas oder unterschiedlichsten Krankheitsbildern, bei denen Ernährung ein zentraler Punkt ist. 1 Richtig essen von Anfang an! Wien Eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung spielt eine wichtige Rolle in der Schwangerschaft und im Säuglingsalter. Sie legt den Grundstein für ein genussvolles und gesundes Essverhalten im Jugend- und Erwachsenenalter. Im Rahmen von kostenlosen Ernährungsworkshops in ganz Wien möchte die WGKK die Entwicklung hin zu einem gesunden Ernährungs verhalten unterstützen. Workshop I: Ernährung in der Schwangerschaft für Schwangere und ihre Familien Wir sprechen über den eigenen Essalltag. Wir geben Ernährungsempfehlungen für die Schwangerschaft. Wir verkosten gemeinsam verschiedene Lebensmittel. Wir geben Ernährungstipps bei Schwangerschaftsbeschwerden. Wir informieren über Beratungsstellen zum Thema Karenz und Kinderbetreuungsgeld. Wir bieten Raum für persönliche Fragen und Diskussionen. 9

12 Vorsorge 1 Workshop II: Ernährung in der Stillzeit und Beikost für Babys (für Schwangere und Familien mit Babys) Wir sprechen über die ausgewogene Ernährung der Mutter in der Stillzeit. Wir beschäftigen uns mit der frühen Geschmacksentwicklung des Kindes. Wir geben Empfehlungen zum Einstieg in die Beikost und besprechen die wichtigsten Nährstoffe, die das Baby braucht. Wir verkosten gemeinsam verschiedene Babybreie. Wir informieren über Beratungsstellen zum Thema Karenz und Kinderbetreuungsgeld. Wir bieten Raum für persönliche Fragen und Diskussionen. Anmeldung: Telefon: Informationen zum Projekt: Telefon: Termine: Website: 10

13 Vorsorge Therapie Aktiv Diabetes im Griff Therapie Aktiv Diabetes Was ist diabetes im mellitus? Griff ist ein Langzeitbetreuungsprogramm für Patientinnen/Patienten Die Wörter Diabetes mellitus bedeuten vermehrte Ausscheidung von zuckerhaltigem Urin wörtlich: honigsüßer Durchfluss. Diabetes mellitus, mit Diabetes bekannt als Zuckerkrankheit, ist eine chronische mellitus Typ 2 ( Zuckerkrankheit ). Stoffwechselerkrankung, gekennzeichnet durch dauernde Erhöhung der Blutzuckerkonzentration. Der erhöhte Blutzuckerspiegel kann durch Insulinmangel und/oder durch die verminderte Wirksamkeit des Es soll Typ-2-Diabetikerinnen/Diabetikern vorhandenen Insulins (= Insulinresistenz) verursacht Mit Therapie zu einer Aktiv Diabetes intensiveren Betreuung durch die Ärztin/den Arzt und zu mehr im Griff wurde ein werden. Behandlungsprogramm für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 ins Leben gerufen. folgeerkrankungen Hotline: (+43 1) Wissen über die Krankheit verhelfen. Folgeerkrankungen sind die Folge ständiger oder wiederkehrender hoher Blutzuckerwerte. Diese Spät- Web: komplikationen bedeuten Veränderungen an den Blutgefäßen und Nerven. Sie treten nicht zwangs- Gemeinsam mit der Ärztin/dem Arzt werden sinnvolle und läufig auf und können heutzutage durch eine gute ärztliche Therapie, die kompetente Begleitung durch Diabetesberater, sowie Ihre aktive Mitarbeit weitgehend vermieden werden. erreichbare Therapieziele festgelegt, die bei den regelmäßigen Untersuchungen Wodurch können geprüft, spätkomplikationen verändert auftreten? und aktualisiert hoher Blutdruck Übergewicht werden. Bewegungsmangel erhöhte Blutfette (Cholesterin und Triglyceride) Rauchen Blutgerinnungsstörungen etc. Weiters besteht die Möglichkeit, an Schulungen in Kleingruppen teilzunehmen. großen und Dadurch kleinen Gefäße (Makro- und sollen Mikro- die Behandlung Welche folgeerkrankungen gibt es? Allgemein kann gesagt werden, dass sowohl die angiopathie) als auch das Nervensystem (Neuropathie) geschädigt werden können. Gefährdete optimiert und Begleit- Organe/Körperteile und sind Folgeerkrankungen dabei das Herz, das Gehirn, IMPRESSUM: hinausgezögert oder verhindert 1. Auflage 2007 die Beine, die Augen, die Nieren und die Nerven. Verantwortlich für den Inhalt: STGKK & WGKK werden. diabetes im Griff information für typ-2-diabetiker 1 Nähere Informationen zu Therapie Aktiv : Telefon: Zeckenschutzimpfung Die WGKK leistet zu den Kosten der Zeckenschutzimpfung (aktive Immunisierung) gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis einen Kostenzuschuss von zwei Euro. 11

14 Vorsorge 1 Vorsorgeuntersuchung Die Vorsorgeuntersuchung steht einmal jährlich allen Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr kostenlos zur Verfügung, die ihren Wohnsitz in Österreich haben also auch jenen, die nicht versichert sind. Gegen Vorlage der e-card oder gegen Vorlage eines Vorsorgeuntersuchungskrankenscheines (erhältlich in allen WGKK-Kundencentern/ Bezirksstellen) kann die Vorsorgeuntersuchung u. a. in den Gesundheitseinrichtungen der WGKK (Adressen siehe Seite 103) oder bei Vertragsärztinnen/Vertragsärzten für Vorsorgeuntersuchung in Anspruch genommen werden. Bei der Vorsorgeuntersuchung werden die häufigsten beeinflussbaren Gesundheitsrisiken wie Übergewicht, Bluthochdruck, Rauchen und Bewegungsmangel abgeklärt. Im Mittelpunkt stehen nicht abstrakte Zahlen, sondern das persönliche Risikoprofil der untersuchten Teilnehmerinnen/Teilnehmer, die auf diese Weise erfahren, wie es um ihre Gesundheit steht. Die Patientinnen und Patienten können so selbst entscheiden, was sie für sich tun möchten z.b. mehr Bewegung, bewusste Ernährung, Verzicht auf Nikotin und maßvoller Umgang mit Alkohol. Im internationalen Vergleich steht Österreich mit dem Vorsorgeuntersuchungs-Angebot an der Spitze: Kein anderes Gesundheitssystem bietet eine derart umfassende Leistung. Informationsfolder gibt es in allen WGKK-Außenstellen oder als Download im Internet unter Gehen Sie zur Vorsorgeuntersuchung Ihrer Gesundheit zuliebe! Nähere Informationen zur Vorsorgeuntersuchung: Website: Hotline:

15 Vorsorge Jugendlichenuntersuchung Die Jugendlichenuntersuchung ist vorgesehen für pflichtversicherte ( berufstätige) Jugendliche ( Lehrlin ge) im Alter zwischen dem 15. und dem vollendeten 18. Lebensjahr. Zur Überwachung ihres Gesundheitszustandes werden die Jugendlichen mindestens einmal jährlich zu einer ärztlichen Untersuchung eingeladen. Gleichzeitig mit der Einladung der Jugendlichen zu dieser Untersuchung wird ein Informations schreiben an den/die Dienstgeber/in übermittelt. Das Leistungsspektrum der Jugendlichenuntersuchung umfasst eine körperliche Unter suchung sowie eine Harnkontrolle. Auf Wunsch ist zusätzlich eine Blutuntersuchung vorgesehen. Darüber hinaus wird auf gesunde Lebensweise hingewiesen, eine Raucherberatung angeboten sowie über weitere Möglichkeiten (z.b. First-Love-Ambulanz) informiert. Weiters erfolgt eine Aufklärung über die regelmäßigen Auffrischungen diverser Impfungen. 1 Jugendlichen-Untersuchungsstelle der WGKK: Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf 6., Mariahilfer Straße Telefon:

16 Mitversicherung 2 Beitragsfreie Mitversicherung Der Kreis der geschützten Personen ist größer als der Kreis der Versicherten der WGKK. Leistungen aus der sozialen Krankenversicherung gebühren nicht nur den Versicherten, sondern auch für die meisten Angehörigen ohne zusätzliche Beitragsleistung für bestimmte Familienmitglieder (Angehörige). Voraussetzungen für die Angehörigeneigenschaft gewöhnlicher Aufenthalt im Inland (Ausnahme: Kinder und Enkelkinder während einer Schul- oder Berufsausbildung im Ausland) keine Krankenversicherung nach dem ASVG oder einem anderen Gesetz kein Anspruch auf Krankenfürsorge gegenüber einer Krankenfürsorgeeinrichtung eines öffentlich-rechtlichen Dienstgebers (z.b. Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien) vorgesehen Antragstellung persönlich, entweder im Kundencenter Wienerberg/Erdgeschoß oder in jeder Außenstelle der WGKK per Post per Fax per (Adressen, Faxnummern und -Adressen ab Seite 100) Das jeweilig erforderliche Antragsformular für die Gewährung von Leistungen für Angehörige (Mitversicherung) können Kundinnen und Kunden entweder telefonisch in jeder Außenstelle der WGKK anfordern (Adressen ab Seite 100) oder auf der WGKK-Website unter herunterladen. Welche Unterlagen für die Mitversicherung von Angehörigen zusätzlich zum jeweiligen Antrag erforderlich sind, ist der nachfolgenden Übersichtstabelle zu entnehmen. Unter bestimmten Voraussetzungen entfällt die Antragstellung für die Verlängerung der Mitversicherung von ehelichen, unehelichen, legitimierten und Wahlkindern, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. 14

17 Mitversicherung Für die automatische Verlängerung der Mitversicherung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: 1. Das Kind ist bei der WGKK gemeldet 2. Für das Kind besteht ein bescheidmäßig zuerkannter Anspruch auf Familienbeihilfe Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, teilt das Finanzamt der WGKK auf elektronischem Weg mit, dass weiterhin ein Anspruch auf Familienbeihilfe für das Kind über das 18. Lebensjahr hinaus besteht. In diesem Fall verlängert die WGKK automatisch die Mitversicherung des Kindes. Die Vorlage des Nachweises über die Anspruchsdauer auf Familienbeihilfe ist somit nicht mehr erforderlich. 2 Wird für das Kind keine Familienbeihilfe bezogen, ist es notwendig die entsprechenden Nachweise zu übermitteln. Kriterien für die Angehörigeneigenschaft Die Übersichtstabellen auf den folgenden Seiten informieren über die Personen, die als Angehörige gelten die notwendigen Voraussetzungen die Dauer der Mitversicherung die erforderlichen Unterlagen 15

18 Mitversicherung 2 Personenkreis eheliche Kinder legitimierte Kinder Wahlkinder (Adoptivkinder) uneheliche Kinder einer weiblichen Versicherten uneheliche Kinder eines männlichen Versicherten Stiefkinder KINDER (ENKEL/INNEN) BIS ZUR keine Voraussetzungen Vaterschaft durch Urteil/ Anerkenntnis festgestellt Enkelkinder ständige Hausgemeinschaft mit der/dem Versicherten Pflegekinder 16 unentgeltliche Verpflegung durch die Versicherte/den Versicherten Pflegeverhältnis beruht auf einer behördlichen Bewilligung Kinder, wenn sie mit dem Versicherten bis zum 3. Grad verwandt oder verschwägert sind und von der/vom Versicherten gepflegt und erzogen werden ständige Hausgemeinschaft mit der/dem Versicherten

19 Mitversicherung VOLLENDUNG DES 18. LEBENSJAHRES Dauer (Befristung) Vollendung des 18. Lebensjahres, darüber hinaus siehe Rubrik: Kinder nach Vollendung des 18. Lebensjahres Benötigte Unterlagen Geburtsurkunde (berichtigte) Geburtsurkunde (berichtigte) Geburtsurkunde Geburtsurkunde 2 Vollendung des 18. Lebensjahres, darüber hinaus siehe Rubrik: Kinder nach Vollendung des 18. Lebensjahres (Die Mitversicherung wird für die Dauer von drei Jahren vorgemerkt, danach ist die neuerliche Vorlage der Meldezettel erforderlich) Geburtsurkunde Vaterschaftsnachweis Geburtsurkunde Heiratsurkunde/ Partnerschaftsurkunde Meldezettel des Kindes Meldezettel der/des Versicherten Geburtsurkunde der Enkelin/des Enkels Geburtsurkunde des Elternteiles Meldezettel der Enkelin/des Enkels Meldezettel der/des Versicherten Geburtsurkunde Antragsformular Geburtsurkunde amtliche Pflegebewilligung Urkunde zum Nachweis des Verwandtschafts- oder Verschwägerungsverhältnisses Meldezettel des Kindes Meldezettel der/des Versicherten 17

20 Mitversicherung 2 Personenkreis KINDER NACH VOLLENDUNG Kinder gelten bis zur Vollendung des Unter folgenden Voraussetzungen kann sich Voraussetzungen wenn sich das Kind in einer Schulausbildung oder Berufsausbildung befindet Schul- oder Berufsausbildung, welche die Arbeitskraft des Kindes überwiegend beansprucht Studium im ersten Studienabschnitt Studium wird ernsthaft und zielstrebig betrieben Studium im zweiten Studienabschnitt Studium wird ernsthaft und zielstrebig betrieben wenn das Kind wegen Krankheit oder Gebrechen erwerbsunfähig ist wenn das Kind erwerbslos ist seit Vollendung des 18. Lebensjahres (bzw. seit Ablauf der Schul- oder Berufsausbildung) seit Vollendung des 18. Lebensjahres (bzw. seit Ablauf der Schul- oder Berufsausbildung) 18

21 Mitversicherung DES 18. LEBENSJAHRES 18. Lebensjahres als Angehörige. der Krankenversicherungsschutz verlängern Dauer (Befristung) max. bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres (Befristung: des Kalenderjahres, in welches das Ende der vorgelegten Schulbesuchsbestätigung fällt) max. bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres (Befristung: des Kalenderjahres, in welches das Ende der vorgelegten Studienbestätigung fällt) max. bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres (Befristung: des Kalenderjahres, in welches das Ende der vorgelegten Studienbestätigung fällt) individuell Zusätzlich benötigte Unterlagen für die Mitversicherung von Kindern bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres Schulbesuchsbestätigung wenn für das Kind FB*) bezogen wird, der Nachweis darüber wird keine FB*) bezogen: Fortsetzungsbestätigung als ordentlich Studierende/Studierender Bestätigung des Studienerfolges im Studienjahr 20xx (Erfolgsnachweis im Ausmaß von mindestens acht Semesterwochenstunden oder mindestens 16 ECTS-Punkten) im ersten Studienjahr nicht erforderlich wenn für das Kind FB*) bezogen wird, der Nachweis darüber wird keine FB*) bezogen: Fortsetzungsbestätigung als ordentlich Studierende/Studierender aktueller ärztlicher Befundbericht 2 höchstens für 24 Monate Nachweis über die Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung bzw. des beendeten Studiums. *) FB = Familienbeihilfe 19

22 Mitversicherung 2 EHEGATTIN/EHEGATTE ODER EINGETRAGENE Personenkreis Voraussetzungen Ehegattin/Ehegatte oder eingetragene Partnerin/eingetragener Partner Personenkreis Eine haushaltsführende Angehörige/ein haushaltsführender Angehöriger aus dem Kreis der Eltern, Wahl-, Stief- und Pflegeeltern, der Kinder, Wahl-, Stief- und Pflegekinder, der Enkelkinder oder der Geschwister Nichtzutreffen der Ausschlussgründe (siehe Aufzählung Seite 24) HAUSHALTSFÜHRENDE ANGEHÖRIGE/ Voraussetzungen seit mindestens zehn Monaten bestehende Hausgemeinschaft mit der/dem Versicherten unentgeltliche Haushaltsführung durch die/den Angehörigen es lebt keine arbeitsfähige Ehegattin/kein arbeitsfähiger Ehegatte oder eingetragene Partnerin/eingetragener Partner der/des Versicherten im gemeinsamen Haushalt Nichtzutreffen der Ausschlussgründe (siehe Aufzählung Seite 24) 20

23 Mitversicherung PARTNERIN/EINGETRAGENER PARTNER Dauer (Befristung) unbefristet Benötigte Unterlagen Heiratsurkunde oder Partnerschaftsurkunde HAUSHALTSFÜHRENDER ANGEHÖRIGER Dauer (Befristung) Benötigte Unterlagen unbefristet (Mitversicherung wird für die Dauer von drei Jahren vorgemerkt, danach ist die neuerliche Vorlage der Meldezettel erforderlich) Urkunden zum Nachweis des Verwandtschaftsverhältnisses Meldezettel der/des Angehörigen Meldezettel der/des Versicherten 2 21

24 Mitversicherung 2 Personenkreis Eine Lebensgefährtin/ ein Lebensgefährte Personenkreis Eine pflegende Angehörige/ein pflegender Angehöriger (Ehegattin/Ehegatte oder eingetragene Partnerin/eingetragener Partner; Personen, die mit der pflegebedürftigen Person in gerader Linie oder bis zum vierten Grad der Seitenlinie verwandt oder verschwägert sind; Kinder, Wahl-, Stief- und Pflegekinder; Eltern, Wahl-, Stief- und Pflegeeltern; Enkelkinder; Geschwister sowie haushaltsführende Lebensgefährtin/Lebensgefährte) LEBENSGEFÄHRTIN / Voraussetzungen seit mindestens zehn Monaten bestehende Hausgemeinschaft mit der/dem Versicherten unentgeltliche Haushaltsführung durch die Angehörige/den Angehörigen es lebt keine arbeitsfähige Ehegattin/kein arbeitsfähiger Ehegatte oder eingetragene Partnerin/ eingetragener Partner der/des Versicherten im gemeinsamen Haushalt Nichtzutreffen der Ausschlussgründe (siehe Aufzählung Seite 24) PFLEGENDE/R Voraussetzungen Die/der Angehörige pflegt die Versicherte/den Versicherten ð mit Anspruch auf Pflegegeld zumindest in Höhe der Stufe 3 nach 5 des Bundespflegegeldgesetzes oder nach den Bestimmungen der Landespflegegeldgesetze ð unter ganz überwiegender Beanspruchung der Arbeitskraft ð nicht erwerbsmäßig ð in häuslicher Umgebung 22

25 Mitversicherung LEBENSGEFÄHRTE Dauer (Befristung) unbefristet (Mitversicherung wird für die Dauer von drei Jahren vorgemerkt, danach ist die neuerliche Vorlage der Meldezettel erforderlich) Benötigte Unterlagen Meldezettel der Lebensgefährtin/des Lebensgefährten Meldezettel der/des Versicherten Identitätsnachweis 2 ANGEHÖRIGE/R Dauer (Befristung) unbefristet (Mitversicherung wird für die Dauer von drei Jahren vorgemerkt, danach ist die neuerliche Vorlage der Unterlagen erforderlich) Benötigte Unterlagen Heiratsurkunde oder Partnerschaftsurkunde Urkunden zum Nachweis des Verwandtschafts- oder Verschwägerungsverhältnisses Nachweis über den Bezug des Pflegegeldes 23

26 Mitversicherung 2 Ausschlussgründe von der Angehörigeneigenschaft Die Ehegattin/der Ehegatte oder die eingetragene Partnerin/der eingetragene Partner, haushaltsführende oder pflegende Angehörige, andere Verwandte oder die Lebensgefährtin/der Lebens gefährte gelten nur dann als Angehörige, wenn sie nicht zu folgendem Personenkreis zählen: Personen, die dem Kreis der freiberuflich selbständig Erwerbstätigen (u. a. Ärztinnen/Ärzte, Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälte, Patentanwältinnen/Patentanwälte, Notarinnen/Notare, selbständige Apothekerinnen/ Apotheker, Wirtschaftstreuhänderinnen/Wirtschaftstreuhänder) angehören All diese Personen auch dann, wenn sie eine Pension nach dem Bundesgesetz über die Sozialversicherung freiberuflich selbständig Erwerbstätiger oder nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz oder nach dem Notarversicherungsgesetz beziehen oder eine Alters-, Berufsunfähigkeitsoder Todesversorgungsleistung aus einer Einrichtung ihrer gesetzlichen beruflichen Vertretung beziehen Grenzgängerinnen/Grenzgänger, d. h. Personen, die im Ausland eine Erwerbstätigkeit ausüben, die im Inland eine Pflichtversicherung in einer gesetzlichen Krankenversicherung begründen würde oder eine Pension auf Grund dieser Erwerbstätigkeit beziehen; dies gilt entsprechend für eine Beschäftigung bei einer internationalen Organisation und den Bezug einer Pension auf Grund dieser Beschäftigung Diese Regelung gilt für alle Angehörigen (d. h. über den oben angeführten Personenkreis hinaus auch für die Kinder und Enkel). Beitragspflichtige Mitversicherung Für mitversicherte Ehegattinnen/Ehegatten, eingetragene Partnerinnen/eingetragene Partner und haushaltsführende Personen ist ein Zusatzbeitrag einzuheben, wenn die mitversicherte Person nicht ein im gemeinsamen Haushalt lebendes Kind erzieht (auch Wahl-, Stiefund Pflegekinder oder Enkel) oder in der Vergangenheit mindestens vier Jahre hindurch ein im gemeinsamen Haushalt lebendes Kind erzogen hat (darunter fallen auch Kinder- 24

27 Mitversicherung erziehungszeiten aus einer vorherigen Beziehung oder als alleinerziehender Elternteil) oder selbst Anspruch auf Pflegegeld ab der Stufe drei hat oder eine Versicherte/einen Versicherten pflegt, die/der Anspruch auf Pflegegeld ab der Stufe drei hat; weiters wenn die versicherte Person nicht Krankengeld, Wochengeld, Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezieht oder soziale Schutzbedürftigkeit festgestellt wird 2 Zusatzbeitrag Der Zusatzbeitrag beträgt 3,4 Prozent der Beitragsgrundlage. Als Beitragsgrundlage gilt bei durch eine Erwerbstätigkeit Pflichtversicherten das sozialversicherungspflichtige Erwerbseinkommen inklusive Sonderzahlungen, das aus den in der Sozialversicherungsdatenbank des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger gespeicherten Beitragsgrundlagen zu ermitteln ist: ð heranzuziehen ist die Jahresbeitragsgrundlage des zweitvorangegangenen Kalenderjahres (für 2015 also die Jahresbeitragsgrundlage für 2013) ð liegt die Jahresbeitragsgrundlage für dieses Kalenderjahr (2013) nicht vor, ist die Jahresbeitragsgrundlage des vorhergehenden Kalenderjahres (2014) zu übernehmen ð sind solche Jahresbeitragsgrundlagen nicht vorhanden, wird das aktuelle sozialversicherungspflichtige Erwerbseinkommen (2015) berücksichtigt in der Krankenversicherung pflichtversicherten Pensionistinnen/Pensionisten der aktuelle monatliche Pensionsbezug zuzüglich der Sonderzahlungen in der Krankenversicherung Selbstversicherten die für die Selbstversicherung herangezogene Beitragsgrundlage mehrfach Pflichtversicherten die Beitragsgrundlage aus jedem einzelnen Versicherungsverhältnis 25

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