CAQ im Produktions-Prozess

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1 CAQ im Produktions-Prozess Qualitäts- und Produktivitätssteigerung durch (Teil-) Automation von Inbetriebnahme-Prozessen Wolfgang Portugaller

2 CAQ im Produktions-Prozess Qualitäts- und Produktivitätssteigerung durch (Teil-) Automation von Inbetriebnahme-Prozessen Die Herausforderung Für Produzenten mechatronischer Apparate und Geräte gibt es heute keine zufrieden stellende CAQ Standard-Lösung, um Inbetriebnahme-Prozesse der gefertigten Geräte und Apparate zu automatisieren. Manche Unternehmen entwickeln Insel-Lösungen für den Eigenbedarf. Solche Insel-Lösungen sind teuer. Oft fehlt die erforderliche Software-Engineering Kompetenz, um ein solche Lösungen nachhaltig zu entwickeln, zu warten und an geänderte Anforderungen anzupassen. Niedrige Stückzahlen und große Vielfalt bei den produzierten Geräten und Apparaten sind ein weiterer Grund, warum sich Eigenentwicklungen zur Automation für einen einzelnen Produzenten nicht rechnen. Inbetriebnahme-Prozesse für Kleinserien und geringe Stückzahlen werden also nach wie vor hauptsächlich manuell ausgeführt. Damit bleibt viel Qualitäts- und Produktivitätspotenzial ungenutzt. Manuelle Arbeitsschritte sind personalintensiver und fehleranfälliger. Die Erfassung geeigneter Betriebsdaten für Steuerung und Kontrolle der Inbetriebnahme-Prozesse kosten zusätzliche Produktivität. Die Ziele Standardisierte Werkzeuge 2Top <ing> löst dieses Problem. Auf der Grundlage standardisierter Werkzeuge kann der Produzent mit geringem Aufwand automatisierte Inbetriebnahme Prozesse für individuelle Geräte realisieren und damit unmittelbar spürbare Verbesserungen in der Produkt-Qualität aber auch in der Prozess-Qualität des Produktions-Prozesses erzielen. Ob Bargeld verarbeitende Automaten oder Bedien-Panels für bildgebende Medizintechnik, ob einfache Check-Listen oder komplexe Interaktionen mit dem zu testenden Gerät, mit 2Top <ing> bekommt der Produzent für unterschiedlichste Anforderungen eine wiederverwendbare, modulare und flexible Basis, um seinen Inbetriebnahme-Prozess zu automatisieren. Einbindung der Prozesse und Reklamation Weil 2Top <ing> modular konzipiert ist, hat der Produzent damit gleichzeitig eine Basis für die Automation seiner - und seiner Reklamations-Prozesse. Der Produzent kann Inbetriebnahme Prozessschritte (beispielsweise funktionale eines Gerätes) in seinen -Prozessen (z.b.: funktionaler von Geräten im Feld) ebenso wiederverwenden wie in seinen Reklamations-Prozessen 1

3 (z.b. zur Erhebung des Gerätestatus bei Einlangen eines fehlerhaften Gerätes). Der Produzent senkt durch diese Mehrfachverwendung von Prozessschritten in anderen Prozessen die Kosten der Implementierung weiter. Auswertung der Prozessdaten Die im Inbetriebnahme-Prozess, im -Prozess und im Reklamations-Prozess angefallenen Daten werden in einer Datenbank gespeichert. Damit kann der Produzent diese Daten sowohl für standardisierte Berichte als auch für ad hoc Analysen nutzen. Ohne zusätzlichen Aufwand stehen die erforderlichen Informationen für eine pro-aktive Steuerung dieser Prozesse zur Verfügung. Setzen neben dem Produzenten auch seine Lieferanten und/oder seine Kunden 2Top <ing> ein, ist technisch ein nahtloser Austausch der jeweiligen Daten möglich. Niedrige Einstiegshürde stufenweiser Ausbau Der Produzent kann 2Top <ing> schon in einfachen Konfigurationen nutzbringend einsetzen; die Einstiegshürde kann bereits mit geringen Investitionen übersprungen werden kann. Ein schrittweiser Ausbau des Systems ist jederzeit möglich. Dadurch kann der Produzent den Ausbau des Systems bestmöglich seinen Anforderungen anpassen. Das Projekt Die Entwicklung von 2Top <ing> soll als Kooperationsprojekt von Entwicklungs-Partnern und Anwendungs-Partnern erfolgen. Die Anwendungs-Partner bestimmen mit ihren konkreten Anforderungen die Prioritäten und tragen mit ihrem Know-How dazu bei, eine für alle Anwendungs- Partner optimale Lösung zu realisieren. Die Entwicklungs-Partner übernehmen die Koordination der Anforderungen der Anwendungs-Partner und die Realisierung der abgestimmten Inhalte. Die Finanzierung des Projektes soll durch Fördermittel unterstützt werden. Entwicklungs-Partner Das Projekt wird von den Entwicklungs-Partnern (2Top) und smart itsolutions gmbh (smits) in Zusammenarbeit mit der Software Competence Center Hagenberg GmbH (scch) umgesetzt. Die Projektkoordination wird von 2Top und smits wahrgenommen. 2Top und smits werden in Abstimmung mit den Anwendungs-Partnern bei einschlägigen Fördergebern Fördermittel für das Kooperationsprojekt beantragen. 2Top und smits verfügen über geeignetes Fachpersonal. Ihre Software Ingenieure haben reiche Erfahrung in der Realisierung solcher Entwicklungsprojekte. Von den Entwicklungs-Partnern 2Top und smits wurden bereits einzelne Teile von 2Top <ing> realisiert. Eine erste Version von 2Top <ing> läuft bei einem Produzenten im Echtbetrieb. 2

4 Anwendungs-Partner Es werden weitere Produzenten mechatronischer Geräte und Apparate als Anwendungs-Partner für dieses Kooperationsprojekt gesucht. Die Gemeinschaft der Anwendungs-Partner soll ein möglichst breites Feld an unterschiedlichen Geräten und Apparaten abdecken, um die Synergien unter den Anwendungs-Partnern bestmöglich nutzen zu können. Anwendungs-Partner profitieren mit ihrer Teilnahme an diesem Kooperationsprojekt dadurch, dass sie für ihre konkreten Anforderungen eine Lösung bekommen, die durch die Abstimmung mit anderen Anforderungen einen hohen Grad an Standardisierung aufweisen. Diese Standardisierung wirkt sich für den einzelnen Anwendungs-Partner in einer Kostensenkung aus. Gleichzeitig bekommt der Anwendungs-Partner mit 2Top <ing> ein System, auf dessen Basis die Automation von Prozessschritten für andere Geräte mit deutlich niedrigerem Aufwand realisierbar ist. Aufwände, die dem Anwendungs-Partner im Rahmen dieses Kooperationsprojektes entstehen, können aus Fördermitteln teilweise kompensiert werden. Projektrealisierung Die Projektkoordination wird von 2Top und smits wahrgenommen. Das Projekt wird in Iterationen realisiert. Nach jeder Iteration steht den teilnehmenden Anwendungs-Partnern 2Top <ing> mit neuen, nutzbringenden Funktionalitäten zur Verfügung. Die Anwendungs-Partner haben damit die Möglichkeit, ihr Feedback frühzeitig und strukturiert in den Entwicklungsprozess einzubringen. Verglichen mit herkömmlichen Entwicklungsprozessen ist frühzeitiges Feedback von den Anwendern bei der iterativen Vorgehensweise willkommen und erwünscht. Inhalt und Dauer 1 einzelner Iterationen werden zwischen den Entwicklungs-Partnern und den Anwendungs-Partnern abgestimmt. Einladung Wenn Ihr Unternehmen Interesse an der Mitwirkung an diesem Kooperationsprojekt hat, laden wir Sie ein, uns unter einer der u.a. Adressen zu kontaktieren! Gerne informieren wir Sie über weitere Details des Kooperationsprojektes in einem persönlichen Gespräch. Wolfgang Portugaller 1 Die Dauer einer Iteration kann mit ca. 4 Wochen angenommen werden. 3

5 Anhang: Projektkonzeption 2Top <ing> beim Produzenten Abbildung 1 zeigt den Einsatz von 2Top <ing> bei einem Produzenten mechatronischer Geräte. Ein Toolset bestehend aus mehreren es kann in Verbindung mit Geräte- bzw. Komponentenspezifischen -Modulen zum individueller Geräte verwendet werden. Unterschiedliche Tools sind speziell an die Anforderungen der jeweiligen Prozesse angepasst. Jede kann potenziell für unterschiedliche Hardware-Plattformen zur Verfügung stehen. Modul beinhaltet spezifische für das, etc. Sowohl von der Repair (im Rahmen des Reklamations-Prozesses), der (im Rahmen des -Prozesses) als auch von der (im Rahmen des Inbetriebnahme-Prozesses) kann das Modul verwendet werden, um die Funktionalität eines zu testen. Jedes -Modul kann mit jeder eingesetzt werden. -Module sind austauschbar und wiederverwendbar. Die Interaktion zwischen dem -Modul und dem zu testenden Gerät erfolgt direkt, über einen er oder über geeignete -Adapter. 2Top <ing> - Corporate Scope Repair Shop QA ing <Corporate> PPS Repair Results Analysis / Reporting Device C Definitions Repository Results Warehouse er adapter <Supplier> <> Device C, Tel. +43 (699) Top - <ing> 4/21/2009 Abbildung 1: 2Top <ing> - Einsatz bei einem Produzenten. ergebnisse werden in einer Datenbank gesammelt und zusammen mit Informationen aus anderen Quellen (hier, das unternehmenseigene ERP, aber auch Daten von Lieferanten und/oder Kunden) gemeinsam in ein - Warehouse transformiert. 4

6 2Top <ing> für Analyse und Berichtswesen Abbildung 2 zeigt einen Ausschnitt von Möglichkeiten der Verwendung der Ergebnisse von Auswertungen Berichten und Analysen. Berichte sind standardisierte und vordefinierte Auswertungen, während mit Analyse die ad-hoc Untersuchung der vorhandenen Datenmenge gemeint ist. Berichte können in unterschiedlichen Formaten (hier: Präsentationen, Mail, Tabellen, etc.) für verschiedene Zielgruppen zur Verfügung gestellt werden. Das Management eines Unternehmens hat Aufgaben der Steuerung und Kontrolle wahrzunehmen; die Entwicklung kann Erkenntnisse aus der Auswertung der Daten in Produktverbesserungen einfließen lassen (es verfügen ja etliche Produzenten mechatronischer Geräte und Apparate über eigene Entwicklungs-Kapazitäten); die Archivierung von Prozess-Daten wird durch etliche Normen vorgeschrieben; in vielen Unternehmen wird eine offene Informations-Politik praktiziert Mitarbeiter-Information ist ein wesentliches Element dabei; und letztlich wollen auch Kunden Informationen über die für sie produzierten Geräte und Apparate. 2Top <ing> - Analysis & Reporting Management Development Archive Employees <Corporate> PPS Mail Spreadsheet Publish Analysis & Reporting Documents Repository Results Warehouse Presentation Web Page File System Export <Supplier> <>, Tel. +43 (699) Top - <ing> 4/21/2009 Abbildung 2: 2Top <ing> - Analysen und Berichte 5

7 2Top <ing> in der Wertschöpfungskette Abbildung 3 zeigt 2Top <ing> im Rahmen der Wertschöpfungskette. Wenn Lieferanten und/oder Kunden ebenfalls 2Top <ing> einsetzen, können alle Beteiligten in dieser Wertschöpfungskette Nutzen daraus ziehen. -Module können von Lieferanten und Produzenten und auch von Kunden und Produzenten gemeinsam genutzt werden. 2Top <ing> - Supply Chain Supplier Manufacturer QA ing QA ing QA ing QA ing Outgoing Incoming Outgoing Incoming Shared Manufacturer Shared delivers delivers Assembling, Tel. +43 (699) Top - <ing> 4/21/2009 Abbildung 3: 2Top <ing> - Einsatz in der Wertschöpfungskette So kann für den funktionalen von ein -Modul Shared entwickelt werden, das sowohl beim Lieferanten als auch beim Produzenten eingesetzt wird. Ebenso wie die Nutzung von -Modul Shared gemeinsam erfolgt, kann auch die Entwicklung dieses -Moduls geteilt werden. Darüber hinaus besteht zusätzlich das Potenzial, dass die gewonnenen Erkenntnisse in Form der generierten Daten gemeinsam genutzt werden. Hat der Produzent Komponenten zu Geräten assembliert, testet er sie mit -Modulen für dieses Gerät. Im obigen Beispiel verwendet der Produzent ein -Modul, das er gemeinsam mit dem Kunden verwendet sowie ein eigenes -Modul Manufacturer. Der Kunde verwendet zum von das gemeinsam genutzte -Modul wie auch ein eigenes -Modul. 6

8 2Top <ing> in und Reklamation Abbildung 4 zeigt 2Top <ing> im übergreifenden Reklamations-Prozess. Verwendet der Kunde 2Top <ing>, kann er mit seiner - authentische Fehlermeldungen erzeugen, die der Produzent im eigenen Bereich nachvollziehen kann. Fehlermeldungen, die durch wiederholbare -Module erzeugt werden, haben eine höhere Authentizität als Fehlermeldungen, die in Prosa-Form verfasst werden. 2Top <ing> - and Repair Supplier Manufacturer Repair Shop Repair Shop Issue Device Issue Repair Repair Shared Manufacturer Shared returns returns Disassembling, Tel. +43 (699) Top - <ing> 4/21/2009 Abbildung 4: 2Top <ing> - und Reklamation Gleiches gilt für die Kommunikation zwischen Produzent und Lieferant. Erkennt der Produzent in der vom Lieferanten gefertigten Komponente einen Grund zur Reklamation, kann eine vollständige Fehlermeldung durch Verwendung des gemeinsam genutzten -Modul authentisch kommuniziert werden. 7

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