Vorlesung Arbeitsgestaltung im Büro

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1 Vorlesung Arbeitsgestaltung im Büro Dr. Wilhem Bauer Stefan Rief Jörg Castor Termine im SS Trends und Lösungsansätze) Nachhaltige Bürogestaltung Forschungs- und Entwicklungcampus Praxisbeispiel: Exkursion zu IBM nach Ehningen Nr. 1 Fraunhofer IAO Workspace Innovation Analyse der Arbeits- und Prozessanforderungen von Individuen, d Gruppen und Organisationen Themenspektrum Identifikation von Optimierungspotenzialen Forschung zu - und Entwicklung von innovativen, produktivitätsförderlichen Arbeits-, Technologieund Raumkonzepten für... Monitoring und Analyse von organisatorischen und technologischen Innovationen Zukünftige Bürowelten Zukünftige Hotels Zukünftige Zukünftige Zukünftige Zukünftige Laborwelten Banken/FDLs Health / Care Lernwelten Nr. 2

2 Synergien durch Forschung und Beratung Leistung Beratung Methoden Demonstration, Seminare, Workshops, Befragungen, Strategieentwicklung, Konzeptentwicklung, Umsetzungsplanung, Change Management Ergebnisse Corporate Real Estate Strategie, New Work Konzept, Gebäude-/Büro-konzept, Belegung, etc. Entwicklung Produktszenarienentwicklung, Konzeption, prototypische Realisierung, Evaluation (Labor und Feld) Produktszenarien, Produktkonzepte, Modelle (physisch und virtuell), Demonstratoren Forschung Expertengespräche, Delphi-Befragungen, Schlüsselfaktoren, lf Trendbe- Szenarienentwicklung, Trendexploration, schreibungen, Globalszenarien, Empirische Felduntersuchungen Benchmarks, Eintrittswahrscheinlichkeiten Nr. 3 Zunahme von wissensintensiven Dienstleistungen Enorme Bedeutung von Informationen und Wissen als Produktionsfaktoren in den Industrienationen Anteil der deutschen Erwerbstätigen in Informationsberufen nach dem Vier-Sektorenmodell der OECD bereits über 50 % Überproportionaler Anstieg der Erwerbstätigen in wissens- intensiven Dienstleistungen und weiterer Rückgang im Produktionsbereich erwartet Strukturwandel:»Vier-Sektoren-Modell« Anteil in % Landwirtschaft a t Produktion Prognose Informationsberufe ca. 55 % Dienstleistungen Jahr Quelle: Dostal, 2004 ca. 22 % ca. 21 % ca. 2 % Nr. 4

3 Innovationsverbund OFFICE 21 Gründung als branchenübergreifendes Verbundprojekt Einweihung des Office Innovation Center in Stuttgart Szenarioweiterentwicklung GENIUS Eröffnung der Interactive Creativity Landscape 2001 Buch OFFICE 21 E-Work Studie Entwicklung der Globalszenarien METROPOLIS, EDEN und ORION ImmoCheck Office Commander COMET Space Move Studie zu Office Performance Szenarioweiterentwicklung GENIUS II International Office Survey Nr. 5 Office Innovation Center der Fraunhofer-Gesellschaft Nr. 6

4 Projektbeispiele BMW AG, Leipzig»Zentralgebäude Neues Werk Leipzig«Beratung bei der Entwicklung und Implementierung einer Büroorganisation und von Ausstattungskonzepten für das Zentralgebäude und Funktionen in den angrenzenden Technologien; Bezug Mitte 2004 DaimlerChrysler AG, Sindelfingen»New Office EVZ«Beratung bei der Entwicklung eines Arbeits- und Bürokonzeptes für das Entwicklungs- und Vorbereitungszentrum im Werk Sindelfingen (heute Mercedes Technology Center); Bezug Ende 1999 Deutsche Bank AG, Frankfurt, Stuttgart und London»Deutsche Bank Smart Office«Development and Implementation of a Corporate Real Estate & Services Strategy at Deutsche Bank; Konzeptentwicklung Mitte 2002, danach Roll Outs in Frankfurt, Stuttgart, London u. a. Deutsche Telekom AG, Ulm»Internet User Help Desk«Konzeption und Beratung bei der Umsetzung einer innovativen Leitzentrale Internet der Telekom Ulm; Bezug Frühjahr 2003 Nr. 7 Projektbeispiele FinanzIT, Hannover»dvg office 21«Strategische Beratung bei der Entwicklung und Realisierung eines innovativen Arbeits- und Bürokonzeptes im Rahmen des Neubauvorhabens dvg Hannover; Bezug Frühjahr 2000 Siemens VDO Automotive AG, Regensburg»Arbeitswelt 2010«Entwicklung eines innovativen Bürokonzeptes für das Technologiezentrum der Siemens Automobiltechnik in Regensburg; Bezug Mitte 2001 IBM Deutschland GmbH, Stuttgart»IBM e-place«arbeitswissenschaftliches Begleitung und Monitoring zum Projekt der IBM über die Einführung von Flexiblen Arbeitsplätzen für die Hauptabteilung LG Liegenschaften im Rahmen einer Erprobungsphase für die IBM Hauptverwaltung in Stuttgart; Bezug Sun Microsystems GmbH, Heimstetten bei München»Sun Flexible Office Headquarter Germany«Beratung bei der Entwicklung eines flexiblen Büros für den Neubau der Sun Microsystems GmbH in Heimstetten; Bezug Ende 2001 Nr. 8

5 Überblick Trends und Herausforderungen Im globalen Wettbewerb Lösungen für qualitätsvolle ll Büros Realisierung produktiver Bürolösungen Nr. 9 Megatrend Globalisierung Intensivierung des internationalen Wettbewerbs: Hohe Wachstumsraten in Asien, v. a. China und Fusionen und Aufbau von Kompetenznetzwerken: Zulieferintegration, Kundenintegrierte Produktentwicklung, Wertschöpfungsnetzwerke Privatisierung und Deregulierung: Private Public Partnership (PPP), Mittelstandsorientierung, Erweiterte Handlungsspielräume Nr. 10

6 Megatrend Demographische Entwicklung Schrumpfende Bevölkerung: Sehr geringe Geburtenrate führt trotz Zuwanderung zu weiterem Bevölkerungsrückgang Zunehmende Alterung der Bevölkerung: Sinkende Kinderzahlen und steigende Lebenserwartung Starke Wanderung: Abwanderung in strukturschwachen ländlichen Gebieten; Zuwanderung ins Umfeld der Ballungsräume Zunahme Nicht-deutschsprachiger: Mehr Zuwanderer als Geburten, Weltoffene Gesellschaft, Kulturvielfalt Nr. 11 Megatrend Wissen, Kreativität und Lernen Wissen und Kreativität als neuer Produktionsfaktor: Old Work wird zu New Work, z. B. Voith Papiermaschinen (Wissensfabrik) Ubiquitäre Verfügbarkeit von Information: Beeinflussung aller Lebens- und Arbeitsbereiche Lifelong Learning: Notwendigkeit zum kontinuierlichen Lernen, asynchrone Arbeits-Biographien Bedingungen der Kreativen: Technologie, Kultur, Toleranz, Kulinarik, Talente Nr. 12

7 Megatrend Flexibilisierung und Mobilität Flexibilisierung der Arbeit: Hohe Volatilität der Wirtschaftszweige, Abnahme Normalarbeitsverhältnisse, Zunahme Free-Lancing Flexibilisierung von Arbeitszeiten: Lebens-Arbeitszeit-Modelle, Sabbaticals, 24h-Followthe-Sun-Work, Flex-Löhne Zunehmende Mobilität: Globale Einsatzorte, Mobiles Kreativ-Potenzial, Dezentrale Dienstleistungserbringung Nr. 13 Handlungsbedarf»Produktivität und Wirtschaftlichkeit«Engagement im Job Von je 100 Arbeitnehmern in Deutschland [2002] sind [%] % 69 % 16 % Quelle: Gallup-Studie, Engagierte Mitarbeiter Unengagierte Mitarbeiter Aktiv unengagierte Mitarbeiter... sind loyal, sehr produktiv, empfinden Arbeit als befriedigend... machen Dienst nach Vorschrift, sind dem Unternehmen nicht wirklich verpflichtet... sind verstimmt, zeigen ihre negative Einstellung zu ihrer Arbeit und dem Arbeitgeber gegenüber oftmals sehr deutlich, unproduktiv, innere Kündigung vollzogen) Nr. 15

8 Handlungsbedarf»Produktivität und Wirtschaftlichkeit«Nutzungsintensität von Bürogebäuden Maximal mögliche Nutzungszeit eines Bürogebäudes (365 Tage x 24 Std. = Std./Jahr) [%] A 72 B Nutzungszeit bei 5-Tage-Woche (6.264 Std./Jahr) 61 B C 25 D A C D Nutzungszeit nach Abzug von Urlaub und Feiertagen (5.328 Std./Jahr) Nutzungszeit bei 10-Stunden-Tag (2.220 Std./Jahr) Nr. 16 Handlungsbedarf»Humanität und Ergonomie«Zustand der Büroarbeitsplätze in Deutschland 35 % mit Mängeln [6 Mio.] Quelle: Deutsches Büromöbel Forum, Nr. 17

9 Flexibilisierung der Arbeit und des Lebens»Old WorkOld Life«Hierarchische Unternehmen mobil Starre Abteilungsstrukturen Fachlich orientierte Einzelarbeit Ort Starre Arbeitszeiten Anwesenheitskontrolle Einzelanweisung Zeit von Arbeit Struktur Papierflut dezentral Trennung von Arbeit und Freizeit flexibel»new WorkNew Life«Flache Hierarchien Flexible interdisziplinäre Teams Prozess- und Projektarbeit Ad hoc-arbeit Zielvereinbarung MBO Selbstverantwortung für komplexe Aufgaben Digitalisierung Zusammenwachsen von Arbeit und Freizeit Nr. 18 Was ist Büro? Nr. 19

10 Work where you are? No! Work where I want! Nr. 20 Also: Work where you want! Nr. 21

11 Überblick Trends und Herausforderungen Im globalen Wettbewerb Lösungen für qualitätsvolle ll Büros Realisierung produktiver Bürolösungen Nr. 22 Das Büro als System Arbeitsorganisatorisches Umfeld, Einflussfaktoren von Außen und Zielgrößen Büro Steigende Komplexität von Prozessen Technisierung von Prozessen Mensch Technik Organisation Gesellschaftlicher Wandel Globalisierung Kundennähe/Arbeiten an verteilten Orten Performance & Produktivität Wohlbefinden & Arbeitszufriedenheit Nr. 23

12 Ganzheitliche Arbeitsgestaltung Informations-und Kommunikations - technologie Management/ Aufbau-- und Prozess- - organisation Process Process Performance IT-Support Performance Services/Dienstleistungen Service Performance Mitarbeiter Team Human Performance Wohlbefinden Building and Space Performance Gebäude, Raum und Arbeitsplatz Nr. 24 Grundmodell zur Produktivitätsbestimmung Performance = Ausbringungsmenge (Output) Einsatzmenge (Input) Eine hohe Performance zeigt sich dadurch, dass... eine bestimmte betriebliche Leistung mit dem geringstmöglichen Einsatz an Mitteln erzielt wird, oder... mit gegebenen Mitteln die bestmögliche Leistung erzielt werden kann. Nr. 25

13 Einflussfaktoren der Office Performance IuK-Technik Bürokonzept Büromöbel Prozessplanung und -steuerung Arbeitstypologie Qualifikation & Erfahrung Wissensmanagement Motivation Unternehmenskultur und -führung Wohlbefinden Arbeitsumgebung Entlohnung & Incentives Kommunikation Teamstruktur & Nachbarschaften Veränderungsbereitschaft & Kreativität Nr. 26 Strategisches Produktivitäts-Management vor dem Hintergrund einer Systemkostenbetrachtung im Büro In erster Linie sind Menschen für Ergebnis und Kosten verantwortlich! Gebäude & Einrichtung Betrieb Technologie Personal Quelle: BOSTI Associates, % 5% 10% 80% Nr. 27

14 Innovation und Kommunikation Kreative Mitarbeiter sind wichtig, aber alleine bewirken sie wenig, denn 80 % aller wirklich innovativen Ideen entstehen in der persönlichen Kommunikation. Tom Allen, MIT Nr. 28 Stetige Zunahme der Kommunikationsflächen 23,8% -8,3% + 8,9% 32,7% Quelle: DEGI Research (2003) Nr. 29

15 Kreativität das Ergebnis von Impulsen in Gruppen Kreativität als Interaktion eines Individuums mit seinem sozio-kulturellen Kontext Komplexität als Impulsgeber für Interaktion, Kommunikation und Kooperation Interaktionshäufigkeit insbesondere auch mit Team-Fremden als Innovationsindikator Zufälligkeit der Interaktion als Kristallisationspunkt der Kreativität Stimulation und Reiz-Vielfalt als Erfolgsfaktoren der Kreativität in Gruppen Nr. 30 Anforderungen an moderne Büros Alt / abn nehmend neu / zu unehmend org Kosten Ordnung Kreativität station Repräsentativität Lernförderlichkeit Privatheit Offenheit tät Flexibilit Vertra aulichkeit Verantwortung Hierarchie Kontrolle Informiertheit Work-Life- Balance Selbstganisation Geschwindig- keit Selbs organis Nr. 31

16 Bürokonzepte in der zeitlichen Entwicklung im Raum An nzahl Arbeitsplätze i > 20 ~ 5~ Großraumbüro Zellenbüro Gruppen-/ Teambüro Kombi-Büro Non-Territoriales Bürokonzept Business Club Zeitpunkt der Einführung Nr. 32 Bürokonzepte im Wandel hoch Kombi-Büros, Business Clubs und reversible flexible Büros sind im Trend Bedeutungsgrad einzel Bürokonzepte bei Neuba lner auten gering Zeit Quelle: Dresdner Bank Immobiliengruppe, 2003 Nr. 33

17 Geschlossene Raumstrukturen Voraussetzungen geschlossener Raumstrukturen Zellenbüro bei hohem Konzentrationsbedarf bei hohem h Grad an Vertraulichkeit i aus Image- / Repräsentationsgründen wenn störende Geräuschpegel entstehen Realisierung möglich in Form von Kombibüro Einpersonen-Zellenbüro Mehrpersonen-Zellenbüro Kombibüro (Einzelraum) Kombibüro (Doppelraum) Nr. 34 Offene Raumstrukturen Voraussetzungen offener Raumstrukturen zur Förderung direkter Kommunikation zur Betonung des Wir-Gefühls bei tendenziell niedrigeren Anforderungen an die akustische und visuelle Ungestörtheit wenn Bedarf für unterschiedliche Arbeitsplatzqualitäten besteht Realisierung möglich in Form von Gruppenbüros Großraumbüros Multispace-Büros non-territorialen Bürokonzepten Nr. 35

18 Mehrzonen-Büro als atmende Arbeitslandschaft Interaktion Aufenthalt tem mporär stati ionär Teamarbeit mit temporären Arbeitsteams Kreativarbeit im Teamraum Teamarbeit mit geschlossenen Arbeitsteams kooperativ Hot Desking Mobile Working Kommunikation Arbeitsweise Homeworking Konzentrierte Einzelarbeit konzentriert Mobilität Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Kommunikation, Interaktion und Konzentration Nr. 36 Non-territoriale Bürokonzepte & Multispace Voraussetzungen für non-territoriales Arbeiten Plug-and-Work (Notebook) Free Seating Telephonie jeder an jedem Platz Mobiler persönlicher Stauraum (Caddy, Pilotenkoffer) Clean-Desk-Policy Gemeinsamer Stauraum Gemeinsame Infrastruktur Nr. 37

19 Das Flexible Büro (non-territoriales Büro) Plug & Work mit Notebook oder PIN-Zugang zum Desktop Cordless Telefonie mit DECT-/Headsets oder Chipcard-Telefon Tlf Persönliche Rollcontainer/ Pilotenkoffer Clean Desk Policy Gemeinsamer Stauraum Gemeinsam genutzte Infrastruktur Hohe Flächeneffizienz (Einsparung bis zu 35%) Reduzierung Umzugskosten (Einsparung bis zu 50%) Atmende Organisation (Kontextabhängige Nachbarschaften: Projekte, Cross-funktionale Zusammenarbeit etc.) Lernendes Unternehmen über Köpfe (Lernen von wechselnden Nachbarn) Produktivitätssteigerung (Beispiele zeigen bis zu 20%) Nr. 38 Reversible und nutzungsflexible Raumkonzepte Deutlicher Rückgang der klassischen Arbeitsplatzorganisation Ein Drittel der Arbeitsplätze in flexibler Nutzung Non-territoriale Arbeitsplätze mehr als verdreifacht Quelle: DEGI Research, 2003 Im Bürobereich wird ein deutlicher Anstieg nutzungsflexibler Raumkonzepte prognostiziert. Nr. 39

20 Modellrechnung Flächenbedarf für verschiedene Bürokonzepte Bürokonzept Zellenbüro Gruppenbüro Desksharing [m² Bürofläche] [Mitarbeiter] [Arbeitsplätze] e] [m² / MA] 15,3 11,5 9,2 Sharingrate 70% 1:1,4 Nr. 40 Büroflächenvergleich nach Hierarchieebenen m² ,4 IAO, Office Index 2000; Branchenübergreifend, Quelle: IAO Amerikanische Studien; Quelle: Neufert Bauentwurfslehre, 34. Auflage 23 Umfrage innerhalb der 22 Bankenbranche; Quelle: KPMG 14 9, ,5 12,5 Bankenvergleich; Quelle: VÖB 13 6,7 15 Nr. 41

21 Bürokonzepte im Vergleich 0 Kriterium Konzentration/ Ungestörtheit Kommunikation/ Synergieffekte Image/ Repräsentativität Privatsphäre Teambindung Positiv Neutral Negativ Ein-Personen Zellenbüro Mehr-Pers. Zellenbüro Kombi-Büro Non-Territor. Bürokonzept Gruppenbüro Großraumbüro Anpaßbarkeit/organisatorische Flexibilität 0 Nr. 42 Kernfaktoren hoher»office Performance«sehr starker Einfluß Einflußstä ärke p < *** Ergebnis der Regressionsanalyse zum Office-Performance-Index [iperf] [R 2 = 67,1 %] kein Einfluß 0 Nutzerstudie OFFICE Performance 2002, n: 980 positiver Zusammenhang negativer Zusammenhang Nr. 43

22 Einfluss der Büroform auf Performance und Motivation 0,4 Office-Performan ce-index [iperf] Mittelw werte 0,3 0,2 0,1 MW iperf ges = 4,45 0-0,1-0,2-0,3-0,4-0,32-0,25-0,09 + 0,02 + 0,03 + 0,10 + 0,11 + 0,13 MW = 5,31 Arbeits-Motiv vation Mittelwert e Großra B Kombib büro Einzelb büro 2-Person nenüro B Dop ppelüro Kombib Mehrperson nenüro B Grupp penüro B umüro Büroform men- Mix Nutzerstudie OFFICE Performance 2002, n: 980 Nr. 44 Einfluss der Jobtypen auf Performance und Motivation 0,4 Office-Performance-In ndex [iperf] Mittelwerte e 0,3 0,2-0,2-0,3 + 0,35 0,1 + 0,14 MW + 0,07 iperf ges = 4,45 0 MW = 5,31-0,01-0,09-0,1-0,31 Typ A: Stationär Typ B: Im Büro, wechselnd Typ C: Mobil & Variabel Arbeits-Motivatio on Mittelwerte Nutzerstudie OFFICE Performance 2002, n: 980 Nr. 45

23 Kernfaktoren zur Beurteilung von Wohlbefinden im Büro sehr starker Einfluß 0.8 lußstärke t ] Ergebnis der Regressionsanalyse zum Wohlbefindlichkeits-Index [iwohl] [R 2 = 75,2 %] p < *** Bereinigte Einfl [ ß-Wert kein Einfluß Nutzerstudie Soft Factors 2003, n: 706 positiver Zusammenhang negativer Zusammenhang ( je mehr desto besser) ( je weniger desto besser) Nr. 46 Bürokonzept vs. Büro-Attraktivität & Wohlbefinden keits-index [iwohl] Wohlbefindlichk Mittelwerte [ 0,8 Schlussfolgerung: p = 0,000 *** 0,6 Kombi-Büros, Büroformen-Mix und Einzelbüros zeichnen sich durch eine überdurchschnittliche 0,4 Büro-Attraktivität aus. Gleiches gilt für den + 0,35 + 0,38 Wohlbefindlichkeits-Index in diesen Büros! + 0,12 0,2 + 0,09 + 0,28 + 0,27 MW -0,02 iwohl = 5,32-0,2-0,4-0,6-0,8-0,42-0,61-0,38-0,28-0,19-0,21-0,16 + 0,70 + 0,50 0,8 0,6 0,4 0,2 MW ibüro = 4,69-0,2-0,4-0,6-0,8 Mehrperso onen- Büro Gruppen büro Großraum täts-index [ibüro] Büro-Attraktivi Mittelwerte [ büro 2-Perso onen- Büro Dop ppel- Kombi- -Büro büro Büroform men- Mix -Büro Einzel Kombi- Nutzerstudie Soft Factors 2003, n: 706 Nr. 47

24 Wesentliche Faktoren der Büro-Attraktivität Materialitäts-Index 34% Individualisierungs-Index 11% Raumproportionen-Index 9% Mobilitäts-Index 8% Funktion./Ergonomie-Index 7% Klima-/Geruchs-Index 6% Nutzerstudie Soft Factors 2003, n: 706 CorporateCulture-Index C 5% Unruhe-Index 4% Kontroll-Index 4% Licht-Index 4% Technikintegrations-Index 3% Dekorations-Index 2% Ausblick 1% Innensicht-Index usw. Nr. 48 Materialwirkungen negative Wirkung positive Wirkung Glas Textilien Holz Metall ß = 0.23 ß = 0.20 ß = 0.12 ß = 0.10 (Sicht-)Beton ß = 0.02 Kunststoff ß = Nutzerstudie Soft Factors 2003, n: 706 Nr. 50

25 Zusammenhang von»mobilität«und»wohlbefinden«hochsignifikante, positive Korrelation (r=0.223***). Mit zunehmender Mobilität (häufigere Ortswechsel, Möglichkeit zur Nutzung unterschiedlicher Arbeitsorte/Arbeitsplätze) ist eine Verbesserung des Wohlbefindens feststellbar! Wohlbefindlichk keits-index Mittelwerte [iwohl] + 0,8 + 0,4 MW iwohl = 5,31 0-0,4-0,8-1,2 r = 0.223*** [n = 692] ,6 1 sehr statisch Mobilitäts-Index [imobil] 6 7 sehr mobil Nutzerstudie Soft Factors 2003, n: 706 Nr. 51 Erwartete Entwicklung von mobiler Arbeit Die Verbreitung von Telearbeit klassischer Prägung stagniert. Gelegentliche ( supplementäre ) und mobile Telearbeit verbreiten sich zunehmend. Eine steigende Zahl von Telearbeitern arbeitet mit Laptop und Handy ausgestattet mit Zugriff auf den Firmenserver - im Büro, auf Reisen, im Hotel, beim Kunden, Zuhause - tagsüber, am Abend, am Wochenende, im Urlaub... Weitere Zunahme mobiler Telearbeit aufgrund technischer Enabler (UMTS) und ökonomischer Treiber wahrscheinlich. Telearbeit entwickelt sich zum multi-local e-work. Nr. 53

26 Innovationen für das mobile Arbeiten Schnell steigende Rechenleistung und Bandbreiten ermöglicht neue mobile Anwendungen, z. B. Videokonferenzen. Displays werden leuchtstärker bei geringem Stromverbrauch (z. B. OLED). Displays werden flexibel, was neue Gerätetypen ermöglicht (z. B. E-Ink). Drahtlose Vernetzung mit anderen Clients und Netzen (via Bluetooth, WLAN, UMTS). Computer werden integriert in Alltagsgegenstände (z. B. Brille) und Kleidung (Wearable Computing). Durch intelligente Akku-Technologien und kabellose Stromversorgung steigt die Mobilität der Geräte (z. B. Brennstoffzellentechnologie). Philips Research Siemens Nr. 54 Unterstützung kreativer Teamarbeit Interaktive elektronische Wandflächen als Touch- und Multi- Touch-Oberflächen. Tischoberfläche als»elektronisches Papier«. Interaktive, mobile Flachbildschirme als elektronisches Schreibpult. Mobile, funkvernetzte Interaktionsgeräte für kollaboratives kreatives Arbeiten. Virtuelle Realität wird mobiler zur Visualisierung komplexer Zusammenhänge. Nr. 55

27 Flexible Räume für vernetztes Arbeiten Touch-Down Arbeitsplätze integrieren mobile Mitarbeiter, Kunden und Partner. Offene Stukturen fördern die Kommunikation zwischen den Kollegen. Kommunikationsbereiche und Lounges fördern das»zusammen Arbeiten«und das Networking zwischen den Kollegen. Stimulation und Rückzugsmöglichkeiten bieten die Chance zu neuen Ideen und zum Tanken neuer Energien. Sicheres Wireless LAN und public Hotspots ermöglichen den Zugriff auf Dokumente und s. Nr. 56 Ziele für das Zentralgebäude BMW Leipzig (Auszug) Vernetzung der Technologien Internes und externes Kommunikationszentrum Integration verschiedener Funktionsbereiche und Hierarchieebenen Adaptierbarkeit an eine evolutionäre Organisation Förderung des Wissens- und Informationsaustausches Förderung horizontaler Kommunikation Förderung vertikaler Kommunikation Förderung prozessübergreifender Kommunikation Individualität innerhalb einer starken CI Nr. 60

28 Werkslayout und Position des Zentralgebäudes Verkehrsströme im Werk BMW Group Nr. 61 Herausforderung Zentralgebäude Modell von Zaha Hadid Förderanlagen Montage Rohbau y Lack x Flächenvariation BMW Group Dimension Open-Space Nr. 62

29 Projektbegleitung Analysephase Dynamik Kultur Zeitanteile Kommunikation Stauraum Corporate Standards Gebäude Spezifika Specials Arbeits-/Bürokonzept Arbeitsplatztypen Sondertypologien»Leitplanken«Szenarioerstellung Standards Information /Change Herstellerauswahl Kolloquium Layout / Belegung Produktportfolios Pilotierung Workshops Bewertung QS Verdichtung Controlling Konzeptoptimierung Kommunikation Ausschreibung Vergabe Specials Performance-Check Nr. 63 Arbeits- und Bürokonzept Zentralgebäude Strukturierung von Flächeneinheiten/Kaskaden mit durchlässigen Raumgliederungselementen zur Definition von Verkehrswegen und Arbeitsbereichen Raumgliederungselemente dienen sowohl zur Verringerung von Störeinflüssen, als auch als notwendige Hängeflächen Individualisierungsmöglichkeiten und Anpassbarkeit innerhalb der einzelnen Arbeitsbereiche (z.b. Face-to-Face oder Back-to-Back-Aufstellung) Keine Gliederung der Flächen mit Schrankelementen (Verzicht auf Raumgliederungssysteme) aufgrund des geringen Stauraumbedarfs Konzeptspezifische Herstellerlösungen Nr. 64

30 Arbeits- und Bürokonzept Zentralgebäude Hohe Kongruenz und Überführbarkeit der AP-Typen, d.h. eine Tischgröße (inkl. CATIA-Plätze). Ein AP-Typ in Variationen»Think Tanks«für hochkonzentrierte Einzelarbeit und formelle/vertrauliche Besprechungen (2-3 Personen) in der Arbeitsumgebung, spontan nutzbar Zusätzliche Anpassung an arbeitsorganisatorische Belange über Zuordnung von weiteren Sondertypologien (z.b.»think Tanks«). Halboffene Besprechungbereiche für (6-10) Teilnehmer, spontan nutzbar Besprechungsräume (>10) Personen, im allgemeinen Pool buchbar, geschlossene Ausführung Nr. 65 Standardarbeitsplatz im Zentralgebäude Form - kurze Besprechungen - hohe Adaptionsfähigkeit - Formensprache ZG Screen - Hängefläche - Privatheit - Raumgliederung Technikintegration ti - Docking-Station -Steckplätze - Leuchte (Raumhöhen) - Flatscreenholder Nr. 66

31 Kommunikation und Arbeitsbeziehungen Fraunhofer IAO, Kommunikationsmatrix BMW Leipzig 2004 MIT, Thomas Allen 1984 Räumliche Struktur prägt entscheidend die direkten Arbeits- und Kommunikationsbeziehungen, aber aktuell Forschungsrückstand Nr. 67 Kommunikationsportfolio im Zentralgebäude Kommunikation nsintensität maximal intensiv 3/5 6/K 7/K 5/7 5/6 4/5 3/6 6/7 2/3 3/7 4/6 2/7 3/4 2/6 4/7 2/5 1/5 2/4 1/3 1/6 1/7 1/4 1/ >250 Beziehungen oberhalb der Diagonalen prägen die räumliche Zuordnung im ZG Beziehungen unterhalb, insbesondere im unteren linken Quadranten können im Einzelfall durch eine räumliche Anordnung bewusst gestärkt werden Nr. 68

32 Deutsche Telekom - Internet User Help Desk - Ulm Nr. 71 Kontakt Dr. Wilhelm Bauer Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO Nobelstraße 12, Stuttgart Fon: +49 (0711) Fax: +49 (0711) Stefan Rief Fon: +49 (0711) Fax: +49 (0711) Büro: Fraunhofer Office Innovation Center Rosensteinstraße 22-24, Stuttgart Office Innovation Center, Stuttgart Nr. 72

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