NRW.BANK.Ideenwettbewerb für Kommunen Wettbewerbsbeiträge

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1 NRW.BANK.Ideenwettbewerb für Kommunen 2011 Wettbewerbsbeiträge

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3 Inhaltsverzeichnis Kategorien Stadt Aachen SWITCH verkürzte Berufsausbildung für Studienabbrecher Clever mobil in Aachen StädteRegion Aachen Systematischer Einsatz von KWK-Anlagen Stadt Ahlen Wohnen im Alter in meiner Stadt Stadt Altena Entwicklungs- und Handlungskonzept Altena 2015 Eventaufzug zur Burg Altena Lennestraße wir reduzieren den Leerstand Verwaltungskooperation der Kommunen Nachrodt-Wiblingwerde und Altena Aktive Nachbarschaften Stadt Arnsberg Arnsberger Lern-Werkstatt Demenz Handlungskonzept Zukunft Wohnen in Arnsberg Bürgerzentrum Bahnhof Alt-Arnsberg Medizinisches Weiterbildungszentrum Kaiserhaus NRW.BANK.Ideenwettbewerb 3

4 Dem Klimawandel begegnen! Renaturierung der Ruhr und ihrer Nebengewässer BEATE Beratungsoffensive Energetische Altbausanierung Stadt Bad Berleburg Bürger- und Seniorenservice Meine Heimat Stadt Bad Driburg Entwicklungsleitbild Wohnen Stadt Bad Laasphe Innenstadtentwicklung Bad Laasphe Stadt Baesweiler Energetische Sanierung Gymnasium Baesweiler Bergisches Städtedreieck dreipunktnull Wupperschiene Erlebnisse am Fluss Ehrenamt: Gastgeber Kreis Borken Sanierungsberatung als Rundum-Sorglos-Paket NRW.BANK.Ideenwettbewerb

5 Stadt Brühl Sanierung Schlossparkstadion im PPP-Verfahren Stadt Coesfeld Industriepark Nord.Westfalen Effizienz im Grünen Stadt Dortmund Energiesparberatungen in einkommensschwachen Haushalten Ameisenfonds Handlungsprogramm Klimaschutz Forum Dortmunder Gartenkultur Konsultationskreis Energieeffizienz und Klimaschutz Stadt Drensteinfurt Gemeinsame Wärmeversorgung durch Solarenergie und Wärme aus Abluft und Abwasser Sportanlage Erlfeld und Erlbad (Freibad) eine solarthermische Großanlage Solarpotenzialkataster Stadt Duisburg Mieterführerschein Mikrofinanzierung als Instrument der Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Stadt Eschweiler Einheitliche Fassadensanierung NRW.BANK.Ideenwettbewerb 5

6 Stadt Gelsenkirchen Auf gute Nachbarschaft! Stadt Gütersloh Netzwerk Neu im Kreis Gütersloh Kreis Gütersloh KiWi Wirtschaft kinderleicht Stadt Hamm LKW-Routing im Hammer Straßennetz Im Westen was Neues: Bürgerbeteiligung zum Stadtentwicklungskonzept Stadt Herdecke Einführung eines wirkungsorientierten Haushalts Stadt Herzogenrath Mehrgenerationenwohnen in der Innenstadt Stadt Hiddenhausen Jung kauft Alt junge Menschen kaufen alte Häuser Stadt Hilden Entwicklung einer Wohnbaulandstrategie NRW.BANK.Ideenwettbewerb

7 Stadt Ibbenbüren STEP Stadt Kirchlengern Barrierefreier Energie- und Umweltlehrpfad Stadt Köln SenioAss ehrenamtliche Assistenz für Menschen mit Demenz Stadt Königswinter PPP-Projekt Feuerwehrgerätehaus Königswinter-Oberdollendorf Stadt Lemgo StadtWald Stadt Lennestadt HANAH-Servicebüro für Familien und Senioren Kreis Lippe Lippe 2020 gemeinsam in die Zukunft Stadt Lünen Unser Lüner SchauKasten NRW.BANK.Ideenwettbewerb 7

8 Stadt Moers Neubau des Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrums Stadt Mönchengladbach Bleichwiese Stadt Monschau Energetische Sanierung und bauliche Erneuerung des Vennbades Stadt Münster Intelligente eid-formulare Rhein-Kreis Neuss Kult(o)hr-App: Mobilität und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen Energielabor Rhein-Kreis Neuss Kreis Recklinghausen Kreishaussanierung mit der Einführung von non-territorialen Bürostrukturen Stadt Remscheid Wald Stadt Rheda-Wiedenbrück Rheda-Wiedenbrück begleitet den demografischen Wandel NRW.BANK.Ideenwettbewerb

9 Stadt Rheinberg Dr. Haus -Sanierungsberatungskampagne Stadt Rheine Netzwerk WIND-WEST EWG-Monitoring Rhein-Sieg-Kreis KITA Vital Stadt Rietberg Klimapark Rietberg Stadt Schermbeck Schermbeck für Schermbecker Stadt Soest Seniorenbeirat Soest Stadt Solingen Bergischer ThinkTank NRW.BANK.Ideenwettbewerb 9

10 Stadt Stadtlohn Installation eines BHKW am Frei- und Hallenbad Aufstellung und Realisierung eines Elektromobilitätskonzeptes Kreisstadt Unna Unit Erstes Mehrgenerationenwohnprojekt: die Salier Quartiersentwicklung Zukunft Gartenvorstadt Kreis Unna Haus Opherdicke als Ort der Begegnung mit Kunst, Kultur und Natur mobil&job Stadt Velen-Ramsdorf Kultur braucht Spielraum Kreis Viersen Bildungsoffensive 2020 im Kreis Viersen Stadt Vreden Solarpark Vreden Stadt Willich Bürgerdarlehen Bürger für Bürger NRW.BANK.Ideenwettbewerb

11 Stadt Winterberg Oversum Vital Resort Winterberg Stadt Witten Sanierung und Nutzungsverdichtung des Rathauses unter den Bedingungen des Nothaushaltsrechts Stadt Wuppertal Elberfelder Nordstadt/Ölberg Quartiersaufwertung durch neu gegründete Wohnungsgenossenschaft Demografie-Check Urlaub für das eigene Auto und Folgeprojekte zur Mobilität und zur CO 2 -Reduzierung Neubau des Umweltbildungszentrums Station Natur und Umwelt in Wuppertal Kontakt Impressum NRW.BANK.Ideenwettbewerb 11

12 Die Kategorien im Überblick Wohnen & Leben Innovative Prozesse, Projekte und Produkte, die die Anforderungen der kommunalen Daseinsvorsorge mit den Anforderungen an die solide Finanzierung der Kommune in Einklang bringen und damit deren Zukunftsfähigkeit sicherstellen können Gelungene Beispiele für neue Formen der Bürgerbeteiligung, insbesondere in Planungsverfahren Neue Ansätze in der Wohnraumentwicklung, die ein qualitätsvolles und bezahlbares Wohnen ermöglichen Beispiele von good practice, um zum Beispiel durch Investitionen in soziale Projekte und in die Jugendarbeit zur Prävention und damit zur Senkung späterer Sozialkosten beizutragen Initiativen, die Bildungsangebote sowie das Zusammenleben von verschiedenen Kulturen in ihrer Kommune als einen Erfolgsfaktor für ein sich entwickelndes Gemeinwesen organisieren und unterstützen Beispiele für die gelungene Zusammenführung von Wohnraumentwicklung, sozialer Infrastrukturmaßnahmen und nachhaltiger Finanzierung im Sinne einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung 12 NRW.BANK.Ideenwettbewerb

13 Entwickeln & Schützen Neue Prozesse, Projekte und Produkte, die zur Schonung von Ressourcen in den Bereichen Umwelt, Klima und Energie führen Initiativen zur Förderung von technischen und organisatorischen Innovationen in der kommunalen Verwaltung Ideen und Beispiele für nachhaltige Mobilitätskonzepte in den Kommunen Gründen & Wachsen Neue Ideen für das partnerschaftliche und verantwortungsbewusste Miteinander von Unternehmen, Bürgern und Verwaltung Innovative Initiativen, die sich der Erschließung, Förderung und gesellschaftlichen Nutzbarmachung des wirtschaftlichen Potenzials einer Kommune oder Region verschrieben haben Neue Ansätze aus der kommunalen Verwaltung, die dazu dienen, das Förderpotenzial von EU, Bund und Land zielgerichtet und nachhaltig für die Wirtschaft ihrer Region auszuschöpfen NRW.BANK.Ideenwettbewerb 13

14 Aachen SWITCH verkürzte Berufsausbildung für Studien abbrecher zum/zur Fachinformatiker/-in für Anwendungsentwicklung (IHK) Gründen & Wachsen. Im Schnitt beendet etwa jeder fünfte Studierende sein Studium ohne Abschluss. In technischen Disziplinen sind es bis zu 50 Prozent. Gleichzeitig besteht ein flächendeckend erhöhter Bedarf an Fachkräften in verschiedenen Branchen. Hier sind alle Kommunen gefordert, Fachkräfte durch attraktive Angebote anzuziehen und den Standort auch für Unternehmen attraktiv zu halten. Mit SWITCH können Studienabbrecher in nur 18 Monaten eine duale Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (IHK) absolvieren. Es handelt sich um ein bundesweit einzigartiges Modellprojekt, das sich an junge Menschen richtet, die ein Studium in einem MINT-Fach (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik) begonnen, aber nicht abgeschlossen haben. Auch Studienabbrecher aus anderen Fächern, die über Kenntnisse im Bereich Hardware- und Softwaresysteme verfügen, werden angesprochen. Durch SWITCH bilden Unternehmen bereits vorqualifizierten Nachwuchs in kürzester Zeit zu Fachkräften aus und gewinnen somit meist hoch motivierte Auszubildende. Studienabbrecher bekommen eine zweite Chance auf einen Berufsabschluss und dies in der Hälfte der üblichen Zeit. Somit werden Studienabbrecher, die gegebenenfalls wieder zurück an den Herkunftsort gegangen wären, am Standort Aachen gehalten. Und auch für Unternehmen gilt die gute Versorgung mit qualifiziertem Personal als Standortfaktor. Ingesamt 22 Unternehmen haben sich auf Anhieb gemeldet. Bereits 40 Bewerbungen von Studienabbrechern sind eingetroffen. Das Projekt wird ohne Fördergelder umgesetzt. 14 NRW.BANK.Ideenwettbewerb

15 Aachen Clever mobil in Aachen Mobilitätsmanagement für die RWTH Aachen Entwickeln & Schützen. Die Ziele der Luftreinhalteplanung in Aachen sollen vor allem durch eine verbindliche Einführung von Mobilitätsmaßnahmen realisiert werden, die eine Verschiebung der Verkehrsmittelwahl hin zu umweltfreundlichen Verkehrsmitteln bewirken. Der Luftreinhalteplan der Stadt Aachen soll damit richtungsweisend und nachhaltig wirken. Die Stadt Aachen will die Emissionssenkung mit möglichst vielen Partnern aus Industrie, Handel, Gewerbe, Dienstleistungssektor, Wissenschaft und Lehre bewirken. Der Grundgedanke: die zahlreichen Verursachergruppen mit einzubeziehen, um so die Belastung durch Einzelne möglichst gering zu halten. So wird die Luftqualität spürbar und effektiv verbessert. Insgesamt umfasst der Aachener Luftreinehalteplan knapp 40 Einzelmaßnahmen. Diese Liste ist offen, das heißt der Katalog ist nicht abgeschlossen, sondern wird fortlaufend aktualisiert, ergänzt und fortgeschrieben. Der Luftreinhalteplan der Stadt Aachen hat sowohl in der Politik als auch in der Bürgerschaft eine breite Akzeptanz gefunden. Die Maßnahmen im Bereich Mobilität zielen speziell auf die Mobilitätswahl der Berufspendler ab. Beispielhaft wurde für die Technische Hochschule in Aachen ein Mobilitätsmanagementkonzept erarbeitet. Mobilitätsbeeinflussende Maßnahmen sollen direkt bei der Planung neuer Objekte berücksichtigt werden. Durch den Luftreinhalteplan mit den aufgeführten Einzelmaßnahmen konnte ein Gesamtkonzept angestoßen werden, das dazu beiträgt, die stadtklimatische Situation nachhaltig zu verbessern. Ein wesentlicher Meilenstein ist die Unterzeichnung eines Job-Ticket-Vertrages in Zusammenarbeit mit kommunalen Verkehrsunternehmen. Der Vertragsabschluss wurde durch die Erarbeitung eines PKW-Stellplatzkonzeptes für die RWTH unterstützt. NRW.BANK.Ideenwettbewerb 15

16 StädteRegion Aachen Systematischer Einsatz von KWK-Anlagen Entwickeln & Schützen. Die StädteRegion Aachen hat bereits zwölf Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in städteregionalen Gebäuden installiert. Noch liegen für die Anlagen keine detaillierten Wirtschaftlichkeitsanalysen vor. Der Einsatz von Blockheizkraftwerken (BHKW) in kleineren Gebäuden der StädteRegion und in Wohngebäuden der eigenen Wohnungsbaugesellschaft ist notwendig, um Modellprojekte für private Investoren zu schaffen und die Technologie weiter zu fördern. Die StädteRegion wird im Rahmen der Umsetzung des städteregionalen Klimaschutzkonzeptes eine Evaluierung der bestehenden Anlagen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Wirkungsgrad vornehmen. Der Einsatz von weiteren BHKW-Anlagen (Stichwort Mini-BHKW ) in kleineren Gebäuden insbesondere Kindertagesstätten und in Wohngebäuden der eigenen Wohnungsbaugesellschaft wird von der StädteRegion Aachen insbesondere für 2011/12 angedacht. Hierbei wird versucht, gegebenenfalls mit einem Hamburger Anbieter eine Kooperation einzugehen. 16 NRW.BANK.Ideenwettbewerb

17 Ahlen Wohnen im Alter in meiner Stadt Wohnen & Leben. Das Wohnen vor allem im Alter entscheidet wesentlich über die Lebensqualität. Künftig werden mehr ältere Menschen nach Wohnsituationen suchen, die zu ihren spezifischen Bedürfnissen passen die Wohnangebote müssen sich entsprechend ausdifferenzieren. Dabei gilt es, Versorgungssicherheit und -gerechtigkeit zu gewährleisten und das sozialpolitische Prinzip Ambulant vor stationär zu verwirklichen. Eine Arbeitsgruppe von Bürgern erarbeitete ein Konzept für ein Mehrgenerationenwohnen. Nach Besichtigung anderer Projekte in der Umgebung wurden Informationen ausgewertet und ein Verein gegründet. Im Anschluss fand der Verein ein hervorragendes Grundstück und eine ambitionierte Architektin. Jetzt wird das Projekt als Nachbarschaftshaus Westfalendamm 4 mit einem gemeinnützigen Bauverein umgesetzt. Dieses Haus ist ein Paradebeispiel für die Entwicklung einer innovativen Wohnform. Die Menschen konnten ihre Wünsche einbringen, das Grundstück liegt nahe der Innenstadt in einem Umfeld mit Geschäften, Dienstleistungen sowie einem Grüngürtel. Es macht den Verantwortlichen Mut, dass auch weitere kreative und bedarfsgerechte, attraktive Wohnangebote in Ahlen entstehen werden. Wesentlich ist die Beteiligung der Akteure, die sich konkret für neue Wohnformen vor Ort einsetzen möchten. Die Diskussion über Wohnalternativen wird in einer Facharbeitsgruppe geführt, die aus Vertretern der Pflegedienste, stationären Anbietern, Investoren, Architekten und Betreibern besteht sowie der Stadtentwicklungs- und der Sozialplanung. NRW.BANK.Ideenwettbewerb 17

18 Altena Entwicklungs- und Handlungskonzept Altena 2015 mit dem Regionale-Projekt 2013 Eventaufzug zur Burg Altena Gründen & Wachsen. Altena kämpft mit den erheblichen Folgen des Strukturwandels. Wegen fehlender Expansionsmöglichkeiten gaben zahlreiche Betriebe den Standort Altena auf die Arbeitsplatzverluste zogen erhebliche Wanderungsverluste nach sich. Gleichzeitig sind in Altena die Folgen des demografischen Wandels schon früher als in anderen Kommunen sichtbar geworden. Besonders betroffen von den Negativentwicklungen der letzten Jahre ist der Einzelhandel in der Innenstadt. Die örtliche Kaufkraftbindung ist in den vergangenen Jahren von 70 auf 60 Prozent gefallen. Das ständig schlechter werdende Erscheinungsbild der Innenstadt verhindert dabei auch alle Bemühungen außerhalb um eine Attraktivitätssteigerung als Standort. Ziel des Gesamtprojektes Altena 2015 mit dem Regionale-Projekt Eventaufzug ist deshalb, eine umfassende soziale, ökonomische und ökologische Modernisierung der Stadt, die die Strukturprobleme des Schrumpfungsprozesses bewältigt und dabei den tief greifenden demografischen Veränderungen Rechnung trägt. Eine zentrale Forderung des Konzeptes Altena 2015 ist es, Stadt und Burg Altena miteinander zu verzahnen. Aufgrund der schwierigen Erreichbarkeit der Burg ist das Besucherpotenzial bei weitem nicht ausgeschöpft. Wegen fehlender Verbindung nehmen gleichzeitig die meisten Burgbesucher die Innenstadt nicht wahr. Die Stadt Altena und der Märkische Kreis als Eigentümer der Burg wollen deshalb mit einem durch den Burgberg geführten Aufzug eine direkte Verbindung zwischen Burg und Innenstadt herstellen. Der Zugang zu dem ehemaligen Luftschutzstollen soll zu einem besonderen Erlebnisraum gestaltet werden. Der geplante Erlebnisaufzug mit der einzigartigen Edutainment-Inszenierung in einem alten Luftschutzstollen wird zukünftig mehr Passanten in den nördlichen Teil der Innenstadt leiten. Dort hat der herkömmliche Einzelhandel keine Zukunft mehr mit einer Leerstandsquote von knapp 50 Prozent. Mit dem starken Frequenzbringer eröffnen sich hier aber sehr gute Chancen, erfolgreich eine Mischung aus Kunst, Handwerk, Gastronomie und touristisch orientiertem Einzelhandel anzusiedeln. 18 NRW.BANK.Ideenwettbewerb

19 Altena Lennestraße wir reduzieren den Leerstand Wohnen & Leben. Der gravierende Strukturwandel der letzten Jahrzehnte hat vor allen Dingen in der Innenstadt Altenas erhebliche Folgen. Betriebe konnten nicht expandieren, Arbeitsplätze gingen verloren, viele Bürger wanderten ab. Gleichzeitig sind die Folgen des demografischen Wandels in Altena schon früher als in anderen Kommunen sichtbar geworden. Besonders betroffen von der Negativentwicklung ist der Einzelhandel in der Innenstadt viele Ladenlokale stehen leer. Das Projekt soll mit dem zu realisierenden Eventaufzug der Burg Altena eine Revitalisierung der Innenstadt im Bereich der Fußgängerzone fördern. Im Bereich der Lennestraße befindet sich der größte Teil der etwa 25 leer stehenden Ladenlokale. Fast alle Ladenlokale bieten nur eine geringe Verkaufsfläche; ein Großteil dieser Lokale kann zudem nicht zusammengelegt werden, um eine attraktivere Fläche zu bilden. Die Beseitigung des Leerstandes wird in die Hände der Bürgerschaft gelegt. Sie wird dabei unterstützt, im Eingangsbereich zum Eventaufzug einige auf den touristischen Bedarf zugeschnittene Ladenlokale anzubieten, die unter gemeinsamer Verwaltung eines Vereins koordiniert werden. Die Geschäfte sollen ehrenamtlich und gegebenenfalls von Menschen im Rahmen von beruflichen Fördermaßnahmen geführt werden. Es sollen die Möglichkeiten von Berufsförderprogrammen und der Integration von jungen Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt genutzt werden. Durch die Mitwirkung bereits bestehender bürgerschaftlicher Initiativen soll eine nachhaltige Beratung und Unterstützung sowie bürgerschaftliche Verankerung erzeugt werden. NRW.BANK.Ideenwettbewerb 19

20 Altena Umfassende Verwaltungskooperation der Kommunen Nachrodt-Wiblingwerde und Altena Wohnen & Leben. Bedingt durch knappe Finanzmittel und den demografischen Wandel, stehen die beiden Nachbarkommunen Nachrodt- Wiblingwerde und Altena vor fundamentalen Herausforderungen. Die Haushalte der Kommunen stehen vor enormen Belastungen, sind in der mittelfristigen Finanzplanung nicht ausgeglichen und kämpfen mit schrumpfenden Einwohnerzahlen. Beide Kommunen rechnen mit einer ungünstigen Entwicklung der Altersstruktur. In der Vergangenheit wurden bereits zwischen den Nachbarkommunen auf verschiedenen Ebenen Gespräche zu Fragen und Möglichkeiten interkommunaler Zusammenarbeit geführt. In einem gemeinsamen Workshop wurde ein Prozess vereinbart, der eine Kooperation in möglichst vielen Verwaltungsbereichen bei Erhalt der Selbstständigkeit als Ziel setzt. Als globale Ziele der interkommunalen Zusammenarbeit wurden definiert: Optimierung von Qualität und Quantität der Verwaltungsleistung Senkung der Kosten Modernisierung der Verwaltung Erhalt von Einrichtungen Sicherung der Bürgernähe und der Wirtschaftlichkeit Beitrag zur Haushaltskonsolidierung Strategische Möglichkeit der Zukunftssicherung Die aus Politik und Verwaltung gebildete Lenkungsgruppe hat ihre Arbeit begonnen. Eine Arbeitsgruppe tagt seitdem unter Leitung der Bezirksregierung, um die Aufgabenfelder in den Blick zu nehmen. Aktuell stehen dabei die Handlungsfelder Schulen, soziale Hilfen, Standesamt, Baubetriebshöfe sowie Gebäudemanagement in der Diskussion. Zudem steht die Frage im Mittelpunkt, wie es gelingen kann, durch die Zusammenlegung von kommunalen Funktionen für die Bürger als Leistungsabnehmer öffentliche Leistungen und Einrichtungen dauerhaft sicherzustellen. Die Information und Beteiligung der Bürger im gesamten Prozess ist für die Umsetzung bedeutsam. Daher haben die Verwaltungen vorgeschlagen, einen Prozessschritt Bürgerpartizipation zu etablieren. Somit können die Bürger noch vor der Bewertung der Gesamtergebnisse durch den Rat und vor der Umsetzungsphase eingebunden werden. 20 NRW.BANK.Ideenwettbewerb

21 Altena Aktive Nachbarschaften: Generationentreff Knerling und Leerstand im Dorf Dahler Bürger werden Einzelhändler Wohnen & Leben. Die Stadt Altena ist durch einen Bevölkerungsrückgang von 23 Prozent die am härtesten vom demografischen Wandel betroffene Stadt in NRW. Bis 2025 wird die Stadt auf voraussichtlich circa Einwohner schrumpfen. Vor dieser Herausforderung wurden verschiedene Lösungsansätze entwickelt. Die Umsetzung erfolgt in mehreren Projekten, die im Gesamtprojekt Altena eine Stadt für alle Generationen zusammenlaufen. Ziel ist es, die soziale Infrastruktur vor Ort in den Nachbarschaften zu stärken und leer stehende Gebäude in ländlichen Regionen sowie die Nachbarschaften wiederzubeleben. Bewohner des Stadtgebiets Knerling gingen der Frage nach, wodurch sich gute Nachbarschaft auszeichnet. Es wurde ein Fragebogen in Zusammenarbeit mit den Bürgern erstellt und an einem Aktionstag von Nachbarn mit Nachbarn ausgefüllt. Im Mittelpunkt des Interesses: eine leer stehende Grundschule, für deren Wiederbelebung die Bürger ein Konzept erstellten. Im Juli 2010 wurde der Generationentreff Knerling eröffnet. Das benötigte Renovierungsgeld konnte über die Teilnahme an einer Projektausschreibung eines Vereins erreicht werden. Der Generationentreff Knerling ist Teil der Bürger initiative und des Seniorenbüros Stellwerk das Generationenbüro für Altena. Die Dahler Dorfinitiative ist Teil der Bürgerinitiative und des Seniorenbüros Stellwerk das Generationenbüro für Altena. Nachdem die Knerlinger Initiative bekannt wurde, wurde das Gespräch seitens einiger Dahler Bewohner gesucht. In einer ersten Ideenrunde standen ein leer stehendes Ladenlokal und das fehlende Frischeangebot im Mittelpunkt des Interesses. Nach Erstellung eines Konzeptes wurde ein leer stehendes Ladenlokal im Dorfkern wieder genutzt und durch ehrenamtliche Verkäufer betrieben. Außerdem soll hier eine Ehrenamtsbörse etabliert werden. NRW.BANK.Ideenwettbewerb 21

22 Arnsberg Arnsberger Lern-Werkstatt Demenz Wohnen & Leben. Demenz ist der Oberbegriff für eine Reihe von Erkrankungen, in deren Folge die physische und kognitive Leistungsfähigkeit zurückgeht. Da die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung mit steigendem Alter zunimmt, ist für die Zukunft bedingt durch die Bevölkerungsentwicklung mit einem deutlichen Anstieg von Demenzerkrankungen zu rechnen. Dabei stellen diese Erkrankungen schon heute eine große gesellschaftliche Herausforderung dar. Mit dem Projekt Lern-Werkstatt Demenz nimmt Arnsberg seine Verantwortung der kommunalen Daseinsvorsorge für alle Bürger wahr. Es werden sämtliche Bereiche berücksichtigt, die den Demenzkranken betreffen und sich auf seine Versorgung und Lebensqualität auswirken. Um die Informations- und Beratungsmöglichkeiten in der Stadt zu verbessern, wurde ein Schwerpunkt auf die Erschließung und Vermittlung konkreter Hilfen gelegt. Es wurden Beratungsstützpunkte eingerichtet, die Informationen zu Hilfen und Angeboten für Demenzkranke und Angehörige bereithalten. Im Stadtgebiet entstehen neue Kooperationsformen. Die Stadt als neutraler Akteur hat die Möglichkeiten, Verbände, Institutionen und Unternehmen zusammenzubringen. Im Vordergrund steht dabei die Verknüpfung von professionellen Strukturen und zivilgesellschaftlichen Hilfen. Durch die Einbeziehung der Bürgergesellschaft wird die Lebensqualität von demenzkranken Menschen wesentlich verbessert. Zusammen mit Bürgern, Unternehmen und Institutionen werden Aktivitäten und Projekte entwickelt. Das Projekt stellt demenzkranke Menschen und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Hier bringen alle Arnsberger Ideen ein. Die Erfahrungen werden in Form eines Handbuches öffentlichkeitswirksam weitergegeben. 22 NRW.BANK.Ideenwettbewerb

23 Arnsberg Handlungskonzept Zukunft Wohnen in Arnsberg Wohnen & Leben. Der demografische Wandel, die zunehmende Individualisierung unserer Gesellschaft, die wirtschaftlichen Folgen der Globalisierung und nicht zuletzt ökologische und klimatische Herausforderungen auch auf lokaler Ebene führen zu bedeutenden Veränderungen im Themenfeld Wohnen und einer nachhaltigen Entwicklung der Wohnungsmarktlandschaft. Die Stadt Arnsberg hat mit seinem Handlungskonzept Zukunft Wohnen in Arnsberg eine zielgerichtete Entwicklung angestoßen. Das Handlungsprogramm verzahnt konzeptionelle Arbeiten, räumliche Planungen und umsetzungsorientierte Maßnahmen miteinander. Dabei liegt die Steuerung bei der querschnittsorientierten Stadt und den parlamentarischen Gremien. Ein Arbeitskreis Neue Wohnformen bündelt die Einzelinteressen von Bürgern und entwickelt Ideen für künftige Projekte und Projektansätze. Abgeleitet aus der Landesinitiative IdEE Innovation durch Einzeleigentümer wird derzeit gemeinsam mit einem örtlichen Verein ein lokales Netzwerk in Arnsberg aufgebaut. Es wurden unter anderem ein Wohnungsmarktbeobachtungssystem aufgebaut, Befragungen zu Wanderungsmotiven, Wohnraumsituation und Veränderungswünschen durchgeführt, runde Tische Wohnen eingerichtet, eine Wohnbaulandstrategie entwickelt, vereinsgestützte Seniorenwohnprojekte begleitet, eine Präsentation von Wohngebieten im Bestand im Internet erstellt und Berufseinpendler gezielt angesprochen. NRW.BANK.Ideenwettbewerb 23

24 Arnsberg Bürgerzentrum Bahnhof Alt-Arnsberg Wohnen & Leben. In einem Gebäudeflügel des Bahnhofs Alt-Arnsberg wurden rund 440 Quadratmeter Nutzfläche für bürgerschaftliches Engagement bereitgestellt. In Eigenleistungen der Stadt Arnsberg sind hier Seminarräume entstanden, die für bürgerschaftlich getragene Projekte, Initiativen und Vereine sowie für Selbsthilfegruppentreffen und dergleichen genutzt werden. Mit dem Umbau des gesamten Bahnhofsgebäudes Alt-Arnsberg inklusive der Bahnhofshalle zum Bürgerzentrum wird das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt Arnsberg unterstützt und gebündelt. Die aus Fördermitteln organisierte Sanierung und Umgestaltung des Gebäudes ist im Juni 2011 abgeschlossen. Dann werden die weiteren Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Alle Räumlichkeiten sind multifunktional nutzbar. Ein elektronisches Raumbelegungssystem ermöglicht eine flexible Nutzung der Räume für unterschiedliche Initiativen, Vereine und Projekte bürgerschaftlichen Engagements. Neben der baulichen Herausforderung stellt die Bewirtschaftung der neuen Räume eine besondere Herausforderung dar. Hierbei müssen die Veranstaltungen der parallel stattfindenden Gruppen aufeinander abgestimmt und gleichzeitig die multifunktionale Nutzung der Räume dauerhaft gesichert werden. Das Bürgerzentrum Bahnhof Alt-Arnsberg soll künftig der Dreh- und Angelpunkt des bürgerschaftlichen Engagements in der Stadt werden. Kinder-, Jugend- und Seniorenengagement, aber auch bürgerschaftliches Engagement von Projekten, Initiativen und Vereinen sollen dort gefördert werden. Bereits während der Um- und Ausbauphase des Bahnhofsgebäudes wurden die Wünsche und Ansprüche der einzelnen Vereine und Initiativen abgefragt und bei den Planungen weitestgehend berücksichtigt. 24 NRW.BANK.Ideenwettbewerb

25 Arnsberg Medizinisches Weiterbildungszentrum Kaiserhaus Gründen & Wachsen. Deutschland befindet sich im Wandel durch die demografische Entwicklung, die Individualisierung der Gesellschaft und die Globalisierung. Innerhalb des Landes führen diese Veränderungen auch zu Problemen außerhalb der Ballungszonen. Die quantitativ und qualitativ ausreichende medizinische Versorgung in der Region um Arnsberg war problematisch. Die Lösung: eine geschickte Nutzung vorhandener Potenziale und Ressourcen, deren Vernetzung und Weiterentwicklung. Mit der Arbeitsgemeinschaft Intensivmedizin (AIM) und dem Cardio Tours Kongressdienst hat die Stadt Arnsberg bundesweit führende Akteure im Bereich der Aus- und Weiterbildung im Themenfeld Intensiv- und Notfallmedizin. Ausgangspunkt und Zielsetzung für das Projekt Medizinisches Weiterbildungszentrum Kaiserhaus war die Sicherung des Standortes Arnsberg für diese Akteure bei gleichzeitiger Verbesserung der Rahmenbedingungen für das medizinische Angebot in der Region. Die Stadt Arnsberg konnte mithilfe des Landes NRW eine verkehrlich gut angebundene, innenstadtnahe Gewerbeimmobilie erwerben. In dem ehemaligen Innenhof des Gewerbestandortes wurde ein Veranstaltungsbereich für Tagungen, Seminare und Kongresse errichtet. Die Aufteilung und Ausstattung des Veranstaltungsbereiches ist gezielt auf die Interessen der Gesundheitswirtschaft, vor allem im Bereich Aus- und Weiterbildung ausgerichtet. Die räumliche Konzentration hat zu einer intensiven Zusammenarbeit aller Akteure im Gesundheitsbereich geführt und die Voraussetzungen für unterschiedliche Veranstaltungen (Aus- und Weiterbildung, Messen, Patiententage) geschaffen. Auch die Umsetzung eines nächsten Schritts zur Sicherung der medizinischen Versorgung in der Region der Zusammenschluss der drei Arnsberger Krankenhäuser wird durch die Möglichkeiten des Kaiserhauses ergänzt. Gemeinsam mit den Aus- und Weiterbildungsaktivitäten anderer Anbieter in der Region wird die gesamte Aus- und Weiterbildung im Kaiserhaus konzentriert. NRW.BANK.Ideenwettbewerb 25

26 Arnsberg Dem Klimawandel begegnen! Renaturierung der Ruhr und ihrer Nebengewässer Entwickeln & Schützen. Anfang bis Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die Ruhr zum Zweck des Hochwasserschutzes und der Landnutzung begradigt und ausgebaut. Auch Nebengewässer waren betroffen. Die Folge: eine schnellere Abführung der Hochwasserwellen, mit Schäden an den Unterläufen und kleineren Gewässern. Um den Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie gerecht zu werden, sind Maßnahmen zur Herstellung des guten ökologischen Zustands an vielen Flüssen erforderlich. Arnsberg hat sich dieser Problematik an der Ruhr im Vergleich zu anderen Kommunen frühzeitig angenommen und verbindet mit der Umsetzung eine Vielzahl positiver Effekte. Neben den ökologischen Verbesserungen sind der verbesserte Hochwasserschutz, die Attraktivitätssteigerung des Stadt- und Landschaftsbildes, die Verbesserung der Naherholungsfunktionen und des touristischen Angebots zu erwähnen. Besonders bemerkenswert: Die Bürger haben ihren Fluss wiederentdeckt und die Maßnahmen durchweg als Verbesserung empfunden. An der Ruhr wurden abschnittsweise insgesamt sieben Kilometer Flusslauf renaturiert. Durch die Renaturierungen wird den Gewässern mehr Raum gegeben durch Rückverlegung von Ufersicherungen und Aufweitung des Abflussquerschnitts. Damit wird bei gleichzeitig kostengünstigem Hochwasserschutz ein höherer ökologischer Nutzen erzielt. Die gegebenenfalls noch erforderlichen technischen Hochwasserschutzmaßnahmen fallen geringer und somit kostengünstiger aus. Auch kleinere Gewässer sind insbesondere in den Ortslagen umgebaut worden. Durch Aufweitung und Zurücknahme von Nutzungen aus den Uferbereichen wurden die Bäche ökologisch optimiert und gleichzeitig zur Aufnahme und schadlosen Abführung drohender Starkregenereignisse verbessert. Dadurch ist Anwohnern die Angst vor Starkregenereignissen genommen und ihnen ein Stück Lebensqualität zurückgegeben worden. Es wurden insgesamt 2,7 Kilometer Bachläufe renaturiert. 26 NRW.BANK.Ideenwettbewerb

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