New Office Concepts Innovative Arbeits- und Bürowelten für Performance und Wohlbefinden

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1 New Office Concepts Innovative Arbeits- und Bürowelten für Performance und Wohlbefinden Alexander Rieck Stuttgart, 16. Januar 2006 AXR 1

2 Fraunhofer-Gesellschaft Fraunhofer-Gesellschaft zu Förderung der angewandten Forschung e. V. Präsident: Gründungsjahr: 1949 Mitarbeiter: Träger: Hans-Jörg Bullinger Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. e. h. Dr. h. c. Bund und Länder Kennzeichnende Merkmale: Anwendungsorientierte Forschung Projekte zielen auf wirtschaftliche, sozial gerechte und umweltverträgliche Entwicklung der Gesellschaft Privatwirtschaftliche und öffentliche Auftraggeber Auftraggeber in Industrie und Dienstleistung Internationalisierungsstrategie Finanzvolumen: Organisation: Mio. Euro, davon 900 Mio. Euro Vertragsforschung 80 Forschungseinrichtungen, davon 57 Institute an 40 Standorten Institutsverbünde, Themenverbünde, Allianzen, Innovationszentren, Anwendungszentren, Demonstrationszentren AXR 2

3 Fraunhofer IAO www. iao.fraunhofer.de Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart Institutsleiter: Dieter Spath Univ.-Prof. Dr.-Ing. Gründungsjahr: IAO 1981 / IAT 1991 Geschäftsfelder / Forschungsthemen: Unternehmensstrategien und Business Processes Innovative Arbeitswelten und Human Resources Customer Communication and Care Enterprise Information Systems and Networking E-Business Multimediasysteme und Lernwelten Mitarbeiter: Finanzvolumen: 230 Vollzeit-Mitarbeiter, 400 studentische Hilfskräfte 32 Mio. Euro (IAO und IAT) Virtual Engineering Integrierte Softwareentwicklung Entwicklung und Management von Dienstleistungen AXR 3

4 Verbundforschung am Fraunhofer IAO Organisations- und Moderationskompetenz: Branchenübergreifende Verbundprojekte zur Zukunft der Arbeit Methodenkompetenz: Szenarioentwicklung, Roadmaps, Benchmarking, Best- Practice Analysen und Studien (z. B. Office Performance, Banken im Aufbruch, Filial- BSC) Marketingkompetenz: Foren, Veranstaltungen und Wissenschafts-PR (Bücher, Zeitschriftenartikel, Telemedien) Entwicklungs- und Umsetzungskompetenz: Tool- und Produktentwicklung (z. B. ImmoCheck, Office Commander); Demonstrationszentren und Testfelder (Lab Innovation Center, Office Innovation Center) Innovationsnetzwerk LAB 21 AXR 4

5 Innovationsoffensive OFFICE 21 Gründung als branchenübergreifendes Verbundprojekt Einweihung des Office Innovation Center in Stuttgart Szenarioweiterentwicklung GENIUS Eröffnung der Interactive Creativity Landscape 2001 Technologieroadmap 2012 Neues Buch OFFICE 21 Entwicklung Next Generation Internet Entwicklung Entwicklung der Globalszenarien METROPOLIS, EDEN und ORION ImmoCheck Office Commander COMET Space Move Zusammenfassende Veröffentlichung im Buch OFFICE 21 Office Performance Studie und Check-Software Szenarioweiterentwicklung GENIUS II AXR 5

6 Aktuelle Projektpartner OFFICE 21 AXR 6

7 Handlungsbedarf»Produktivität und Wirtschaftlichkeit«Engagement im Job Von je 100 Arbeitnehmern in Deutschland [2002] sind [%] % 69 % 16 % Quelle: Gallup-Studie, Engagierte Mitarbeiter Unengagierte Mitarbeiter Aktiv unengagierte Mitarbeiter... sind loyal, sehr produktiv, empfinden Arbeit als befriedigend... machen Dienst nach Vorschrift, sind dem Unternehmen nicht wirklich verpflichtet... sind verstimmt, zeigen ihre negative Einstellung zu ihrer Arbeit und dem Arbeitgeber gegenüber oftmals sehr deutlich, unproduktiv, innere Kündigung vollzogen) AXR 7

8 Handlungsbedarf»Produktivität und Wirtschaftlichkeit«Nutzungsintensität von Bürogebäuden A Maximal mögliche Nutzungszeit eines Bürogebäudes (365 Tage x 24 Std. = Std./Jahr) [%] B Nutzungszeit bei 5-Tage-Woche (6.264 Std./Jahr) 61 C Nutzungszeit nach Abzug von Urlaub und Feiertagen (5.328 Std./Jahr) D Nutzungszeit bei 10-Stunden-Tag (2.220 Std./Jahr) 0 A B C D AXR 8

9 Handlungsbedarf»Humanität und Ergonomie«Zustand der Büroarbeitsplätze in Deutschland [2001] 35 % mit Mängeln [6 Mio.] Quelle: Deutsches Büromöbel Forum, 2001 AXR 9

10 Megatrend Globalisierung Intensivierung des internationalen Wettbewerbs: Hohe Wachstumsraten in Asien, v.a. China und Indien Fusionen und Aufbau von Kompetenznetzwerken: Zulieferintegration, Kundenintegrierte Produktentwicklung, Wertschöpfungsnetzwerke Privatisierung und Deregulierung: Private Public Partnership (PPP), Mittelstandsorientierung, Erweiterte Handlungsspielräume AXR 10

11 Megatrend Demographische Entwicklung Schrumpfende Bevölkerung: Sehr geringe Geburtenrate führt trotz Zuwanderung zu weiterem Bevölkerungsrückgang Zunehmende Alterung der Bevölkerung: Sinkende Kinderzahlen und steigende Lebenserwartung Starke Wanderung: Abwanderung in strukturschwachen ländlichen Gebieten; Zuwanderung ins Umfeld der Ballungsräume Zunahme Nicht-deutschsprachiger: Mehr Zuwanderer als Geburten, Weltoffene Gesellschaft, Kulturvielfalt AXR 11

12 Megatrend Wissen, Kreativität und Lernen Wissen und Kreativität als neuer Produktionsfaktor: Old Work wird zu New Work, z.b. Voith Papiermaschinen (Wissensfabrik) Ubiquitäre Verfügbarkeit von Information: Beeinflussung aller Lebens- und Arbeitsbereiche Lifelong Learning: Notwendigkeit zum kontinuierlichen Lernen, asynchrone Arbeits-Biographien Bedingungen der Kreativen: Technologie, Kultur, Toleranz, Kulinarik, Talente AXR 12

13 Megatrend Flexibilisierung und Mobilität Flexibilisierung der Arbeit: Hohe Volatilität der Wirtschaftszweige, Abnahme Normalarbeitsverhältnisse, Zunahme Free-Lancing Flexibilisierung von Arbeitszeiten: Lebens-Arbeitszeit-Modelle, Sabbaticals, 24h-Followthe-Sun-Work, Flex-Löhne Zunehmende Mobilität: Globale Einsatzorte, Mobiles Kreativ-Potenzial, Dezentrale Dienstleistungserbringung AXR 13

14 Flexibilisierung der Arbeit und des Lebens»Old»Old Work«WorkOld»Old Life«Life«Hierarchische Unternehmen mobil mobil Starre Abteilungsstrukturen Fachlich orientierte Einzelarbeit Ort Starre Arbeitszeiten Anwesenheitskontrolle Einzelanweisung Zeit von Arbeit Struktur Papierflut Trennung von Arbeit und Freizeit dezentral dezentral flexibel flexibel»new»new Work«WorkNew»New Life«Flache Hierarchien Flexible interdisziplinäre Teams Prozess- und Projektarbeit Ad hoc - Arbeit Zielvereinbarung MBO Selbstverantwortung für komplexe Aufgaben Digitalisierung Zusammenwachsen von Arbeit und Freizeit AXR 14

15 Die Anforderungen ändern sich... Forschung und Entwicklung Zulieferer Partner Dienstleister Produktion Verwaltung AXR 15

16 ...»Hybride Arbeitswelten«entstehen Forschung und Entwicklung Produktion Verwaltung Quelle: BMW, 2004 AXR 16

17 Wandel der Anforderungen in der Wissensarbeit Bedeutung Abnahme [»Alt«] Zunahme [»Neu«] Flexibilität Offenheit Transparenz Mobilität Kosten Monostrukturen Kreativität Produktivität Repräsentativität Hierarchie Geschwindigkeit Dezentrale Verantwortung Lernen Kontrolle Ordnung Zentrale Steuerung Wohlbefinden Selbstmanagement Work-Life- Balance Vertraulichkeit, Geheimhaltung Informiertheit, Informelle Strukturen Abgrenzung / Privatheit AXR 17

18 First we shape our buildings, and then they shape us. Winston Churchill, 1949 Büros kreativer zu gestalten heißt, die alten Regeln über Raumanalysen und -aufteilungen zugunsten großzügiger Anordnungen aufzugeben. Günter Behnisch, 1995 AXR 18

19 Ganzheitliche Arbeitsgestaltung Informations-und Kommunikations - technologie Management/ Aufbau-- und Prozess- - organisation Process Process Performance IT-Support Performance Mitarbeiter Team Services/Dienstleistungen Service Performance Human Performance Wohlbefinden Building and Space Performance Gebäude, Raum und Arbeitsplatz AXR 19

20 Innovation und Kommunikation Kreative Mitarbeiter sind wichtig, aber alleine bewirken sie wenig, denn 80 % aller wirklich innovativen Ideen entstehen in der persönlichen Kommunikation. Tom Allen, MIT AXR 20

21 Geschlossene Raumstrukturen Geschlossene Raumstrukturen bei hohem Konzentrationsbedarf bei hohem Grad an Vertraulichkeit aus Image- / Repräsentationsgründen wenn störende Geräuschpegel entstehen Zellenbüro Kombibüro Realisierung möglich in Form von Einpersonen-Zellenbüro Mehrpersonen-Zellenbüro Kombibüro (Einzelraum) Kombibüro (Doppelraum) AXR 21

22 Bürokonzepte Anzahl Arbeitsplätze im Raum > 20 ~ 5~ Zellenbüro Kombi-Büro Zeitpunkt der Einführung AXR 22

23 Offene Raumstrukturen Offene Raumstrukturen zur Förderung direkter Kommunikation zur Betonung des Wir-Gefühls bei tendenziell niedrigeren Anforderungen an die akustische und visuelle Ungestörtheit für Gruppen- und Teamarbeit Realisierung möglich in Form von Gruppen-/Teambüros Großraumbüros AXR 23

24 Bürokonzepte Anzahl Arbeitsplätze im Raum > 20 ~ 5~ Großraumbüro Zellenbüro Gruppen-/ Teambüro Kombi-Büro Zeitpunkt der Einführung AXR 24

25 Gemischte Raumstrukturen Gemischte Raumstrukturen zur Förderung direkter Kommunikation zur Betonung des Wir-Gefühls zur Kombination unterschiedlicher Aufgaben- und Tätigkeitsprofile für Gruppen- und Teamarbeit als Basis flexibler Nutzungskonzepte Realisierung möglich in Form von Business Club Multispace-Office AXR 25

26 Bürokonzepte Multispace-Office Anzahl Arbeitsplätze im Raum > 20 ~ 5~ Großraumbüro Zellenbüro Gruppen-/ Teambüro Kombi-Büro Business Club Zeitpunkt der Einführung AXR 26

27 Multispace-Office als atmende Arbeitslandschaft Interaktion Aufenthalt temporär stationär Teamarbeit mit temporären Arbeitsteams Kreativarbeit im Teamraum Teamarbeit mit geschlossenen Arbeitsteams kooperativ Arbeitsweise Hot Desking Mobile Working Kommunikation Homeworking Konzentrierte Einzelarbeit konzentriert Mobilität Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Kommunikation, Interaktion und Konzentration AXR 27

28 Multispace-Office als atmende Arbeitslandschaft Gemischte Raumstrukturen zur Förderung direkter Kommunikation zur Betonung des Wir- Gefühls zur Kombination unterschiedlicher Aufgaben- und Tätigkeitsprofile für Gruppen- und Teamarbeit als Basis flexibler Nutzungskonzepte AXR 28

29 Das Flexible Büro Plug & Work mit Notebook oder PIN-Zugang zum Desktop Cordless Telefonie mit DECT-/Headsets oder Chipcard-Telefon Persönliche Rollcontainer/ Pilotenkoffer Clean Desk Policy Gemeinsamer Stauraum Gemeinsam genutzte Infrastruktur Hohe Flächeneffizienz (Einsparung bis zu 35%) Reduzierung Umzugskosten (Einsparung bis zu 50%) Atmende Organisation (Kontextabhängige Nachbarschaften: Projekte, Cross-funktionale Zusammenarbeit etc.) Lernendes Unternehmen über Köpfe (Lernen von wechselnden Nachbarn) Produktivitätssteigerung (Beispiele zeigen bis zu 20%) AXR 29

30 Modellrechnung Flächenbedarf für verschiedene Bürokonzepte Bürokonzept Zellenbüro Gruppenbüro Desksharing [m² HNF] [Mitarbeiter] [Arbeitsplätze] [m² / MA] 15,3 11,5 9,2 Differenz [%] 0 24,8 39,9 Differenz [%] 0 20 Sharingrate 70% 1:1,4 Maximales Potenzial AXR 30

31 Reversible und nutzungsflexible Raumkonzepte Deutlicher Rückgang der klassischen Arbeitsplatzorganisation Ein Drittel der Arbeitsplätze in flexibler Nutzung Non-territoriale Arbeitsplätze mehr als verdreifacht Quelle: DEGI Research, 2003 Im Bürobereich wird ein deutlicher Anstieg nutzungsflexibler Raumkonzepte prognostiziert. AXR 31

32 Das Büro als System Arbeitsorganisatorisches Umfeld, Einflussfaktoren von Außen und Zielgrößen Büro Steigende Komplexität von Prozessen Technisierung von Prozessen Mensch Technik Organisation Gesellschaftlicher Wandel Globalisierung Kundennähe/Arbeiten an verteilten Orten Performance & Produktivität Wohlbefinden & Arbeitszufriedenheit AXR 32

33 0,4 0,3 0,2-0,1-0,2-0,3-0,4 Doppel- Kombibüro 2-Personen- Büro Mehrpersonen- Büro Gruppen- Büro Großraum- Büro Kombibüro Einzelbüro Büroformen- Mix Arbeits-Motivation Mittelwerte Einfluss der Büroform auf Performance und Motivation 0,1 MW iperf ges = 4,45 0-0,32-0,25-0,09 + 0,02 + 0,03 + 0,10 + 0,11 + 0,13 MW = 5,31 Office-Performance-Index [iperf] Mittelwerte Nutzerstudie OFFICE Performance 2002, n: 980 AXR 33

34 Einfluss der Jobtypen auf Performance und Motivation 0,4 Office-Performance-Index [iperf] Mittelwerte 0,3 0,2 0,1 + 0,14 MW + 0,07 iperf ges = 4,45 0 MW = 5,31-0,01-0,09-0,1-0,2-0,3-0,31 Typ A: Stationär Typ B: Im Büro, wechselnd + 0,35 Typ C: Mobil & Variabel Arbeits-Motivation Mittelwerte Nutzerstudie OFFICE Performance 2002, n: 980 AXR 34

35 Kernfaktoren hoher Office-Performance sehr starker Einfluß Ergebnis der Regressionsanalyse zum Office-Performance-Index [iperf] [R 2 = 67,1 %] p < *** 0.05 Bereinigte Einflußstärke [ ß-Wert ] kein Einfluß 0 Unnötige Erschwernisse Arbeits-Motivation Work-Life-Balance Zugriff auf Informationen Anerkennung der Arbeitsleistung Bescheid wissen Team-Stimmung Störungen insgesamt positiver Zusammenhang negativer Zusammenhang Nutzerstudie OFFICE Performance 2002, n: 980 AXR 35

36 Bürokonzept vs. Büro-Attraktivität & Wohlbefinden Wohlbefindlichkeits-Index Mittelwerte [iwohl] 0,8 0,6 0,4 0,2 MW iwohl = 5,32-0,2-0,4-0,6-0,8 p = 0,000 *** Schlussfolgerung: Kombi-Büros, Büroformen-Mix und Einzelbüros zeichnen sich durch eine überdurchschnittliche Büro-Attraktivität aus. Gleiches gilt für den Wohlbefindlichkeits-Index in diesen Büros! + 0,12 + 0,09-0,42-0,61-0,38-0,28-0,19-0,21-0,02-0,16 + 0,35 + 0,38 + 0,28 + 0,27 + 0,70 + 0,50 0,8 0,6 0,4 0,2 MW ibüro = 4,69-0,2-0,4-0,6-0,8 Büro-Attraktivitäts-Index Mittelwerte [ibüro] Mehrpersonen- Büro Gruppenbüro Großraumbüro 2-Personen- Büro Doppel- Kombi-Büro Einzelbüro Büroformen- Mix Kombi-Büro Nutzerstudie Soft Factors 2003, n: 706 AXR 36

37 Kernfaktoren zur Beurteilung von Wohlbefinden im Büro sehr starker Einfluß 0.8 Bereinigte Einflußstärke [ ß-Wert ] p < *** Ergebnis der Regressionsanalyse zum Wohlbefindlichkeits-Index [iwohl] [R 2 = 75,2 %] Corporate-Index Technikintegrations-Index Mobilitäts-Index Unruhe-Index Dekorations-Index [ kein Kernfaktor, da nicht signifikant!] kein Einfluß 0 Büro-Attraktivitäts- Index Präsenz-Index Nutzerstudie Soft Factors 2003, n: 706 positiver Zusammenhang ( je mehr desto besser) negativer Zusammenhang ( je weniger desto besser) AXR 37

38 Zusammenhang zwischen Mobilität und Wohlbefinden Hochsignifikante, positive Korrelation (r=0.223***). Mit zunehmender Mobilität (häufigere Ortswechsel, Möglichkeit zur Nutzung unterschiedlicher Arbeitsorte/Arbeitsplätze) ist eine Verbesserung des Wohlbefindens feststellbar! Wohlbefindlichkeits-Index Mittelwerte [iwohl] + 0,8 + 0,4 MW iwohl = 5,31 0-0,4-0,8-1,2 r = 0.223*** [n = 692] -1,6 1 sehr statisch Mobilitäts-Index [imobil] sehr mobil Nutzerstudie Soft Factors 2003, n: 706 AXR 38

39 Wichtige Cluster in Bezug auf den»büro-attraktivitäts-index«büro-attraktivitäts-index [ibüro] Mittelwerte 0,8 0,6 Individuelle JA 0,4 Regulierung Weitestgehend möglich 0, [%] 100 MW Beleuchtung ibüro = 4,69 Verschattung -0,2 Raumklima Luftqualität -0,4-0,6-0,8 Geräuschkulisse -1,0 [n = ] Individualität + 0,58 Individuelle Einstellung der Arb.umgebung -0,51 Vorbestimmte Einstellungen d. Arb.umgebung p < 0,05 ** sehr geringe Büro-Attraktivität durchschnittlich sehr hohe Büro-Attraktivität AXR 39

40 Wichtige Cluster in Bezug auf den»büro-attraktivitäts-index«0,8 0,6 0,4 0,2 MW ibüro = 4,69-0,2-0,4-0,6 p < 0,05 ** Büro-Attraktivitäts-Index [ibüro] Mittelwerte -0,8-1,0 Materialität + 0,75-0,98 Ergonomie & Funktion + 0,48-1,00 Klima & Geruch + 0,53-0,92 Lichtqualität + 0,43-0,86 + 0,49-0,75 Individualität + 0,58-0,51 Hochwertiges Ambiente Minderwertiges Ambiente Raumproportionen Qualitäts- Möblierung Minimal- Möblierung Frisch Stickig Gute Lichtverhältnisse Schlechte Lichtverhältnisse Weite im Büro Enge im Büro Individuelle Einstellung der Arb.umgebung Vorbestimmte Einstellungen d. Arb.umgebung sehr geringe Büro-Attraktivität AXR 40 durchschnittlich sehr hohe Büro-Attraktivität

41 Wie setzt sich der»materialitäts-index«zusammen? Materialitäts- Index Wertigkeit des Büroraumes Repräsentativität Gepflegtheit Farbtemperatur / Materialwirkung Ästhetik der Möblierung AXR 41

42 Soft Success Factors the human resource Shift of the age structure Shift of the creativity in age approach Knowledge experience Open minded high lack of experience lack of creativity Closed minded low low 35 high Alter Altersaufbau der Bevölkerung Deutschlands am und am AXR 42

43 SOFT FACTORS a multidimensional approach motivators work/activity motivation working atmosphere / teaming guidance / corporate culture identification working concepts work-life-balance etc. Soft Factors Individual level personality Intelligence / creativity Social competence characteristics of the job health etc. office ambiance quality of the building quality of space quality of the office environment design / representation wellness-/ service-offer etc. AXR 43

44 Der Kreativitätsprozess Die 4 Phasen Problem Präparationsphase: Problem(feld)erfassung Informationsgewinnung und -fixierung Konvergentes Denken Inkubation: Intuitive Kombination der Information Intuitive Wahl des Lösungsansatzes Illumination: Gedankenblitz Laterales Denken Vgl. H. Kebele, Sp. 1167, H. Frey (1999), S.22 Evaluation: Verifikation der Lösung Präzisierung Produkt AXR 44

45 Der Kreativitätsprozess Mentale Ebene Wachsein: konvergentes/ vertikales Denken der linken Gehirnhälfte Beta Präparations- und Evaluationsphase AKTIVIERUNG Ruhezustand/ Entspannung: divergentes/ laterales Denken der rechten Gehirnhälfte Alpha Kreativraum Inkubations- und Illuminationsphase ENTSPANNUNG Schlaf/ Traum: tiefe Trance, Unterbewußtsein Tiefschlaf: Nirvana Theta Delta AXR 45

46 SOFT FACTORS a multidimensional approach space geometries and proportions Goldener Schnitt Proportionen proportions several views and studies from the antiquity to the beginning of the 20. Century Golden section The golden section is the division of a distance where the entire distance behaves to the larger section like the larger section behaves to the smaller one. Crowding Symmetries and the golden section are considered as the general basis of beauty and fair balance. AXR 46

47 SOFT FACTORS a multidimensional approach air and smell Olfaktory control group Enrichment of flavours Influence of flavours in sales rooms on the duration of stay of the shop customers AXR 47

48 SOFT FACTORS a multidimensional approach alternation, adaptability and individuality The influence of alternation Mice in a varied Environment control group Kempermann, 1997 stimulation Humans are influenced by different stimulations. Dynamics of the environment as a stimulation are already proven by the psychology. AXR 48

49 SOFT FACTORS a multidimensional approach sounds Sound worlds Acoustic noise and noise effects are sufficiently examined and classified. The emotional effect of sound is defined but difficult to classify. Different scientists work on recording sounds and on producing differentiated sound worlds. This is so far a neglected topic in the office. The automotive industry inserts the acoustic design consciously (e.g. the banging of the door is noticed as good processing; full sound of engine in connection with an sound-arranged exhaust is equated with a strong engine). AXR 49

50 SOFT FACTORS a multidimensional approach design and corporate identity Image building High-quality space design and complex architectures as well as extensively reconditioned and characteristic old buildings are inquired despite approximately 15% of higher renting. Certain industries and their coworker predominantly identify themselves with special architectures. (Reinhard Fleurkens, Eureal) AXR 50

51 Good Practice für innovative Büros BMW AG, Leipzig»Zentralgebäude Neues Werk Leipzig«Beratung bei der Entwicklung und Implementierung einer Büroorganisation und von Ausstattungskonzepten für das Zentralgebäude und Funktionen in den angrenzenden Technologien; Bezug Mitte 2004 DaimlerChrysler AG, Sindelfingen»New Office EVZ«Beratung bei der Entwicklung eines Arbeits- und Bürokonzeptes für das Entwicklungs- und Vorbereitungszentrum im Werk Sindelfingen (heute Mercedes Technology Center); Bezug Ende 1999 Deutsche Bank AG, Frankfurt, Stuttgart und London»Deutsche Bank Smart Office«Development and Implementation of a Corporate Real Estate & Services Strategy at Deutsche Bank; Konzeptentwicklung Mitte 2002, danach Roll Outs in Frankfurt, Stuttgart, London u. a. Deutsche Telekom AG, Ulm»Internet User Help Desk«Konzeption und Beratung bei der Umsetzung einer innovativen Leitzentrale Internet der Telekom Ulm; Bezug Frühjahr 2003 AXR 51

52 Good Practice für innovative Büros FinanzIT, Hannover»dvg office 21«Strategische Beratung bei der Entwicklung und Realisierung eines innovativen Arbeits- und Bürokonzeptes im Rahmen des Neubauvorhabens dvg Hannover; Bezug Frühjahr 2000 IBM Deutschland GmbH, Stuttgart»IBM e-place«arbeitswissenschaftliches Begleitung und Monitoring zum Projekt der IBM über die Einführung von Flexiblen Arbeitsplätzen für die Hauptabteilung LG Liegenschaften im Rahmen einer Erprobungsphase für die IBM Hauptverwaltung in Stuttgart; Bezug Siemens VDO Automotive AG, Regensburg»Arbeitswelt 2010«Entwicklung eines innovativen Bürokonzeptes für das Technologiezentrum der Siemens Automobiltechnik in Regensburg; Bezug Mitte 2001 Sun Microsystems GmbH, Heimstetten bei München»Sun Flexible Office Headquarter Germany«Beratung bei der Entwicklung eines flexiblen Büros für den Neubau der Sun Microsystems GmbH in Heimstetten; Bezug Ende 2001 AXR 52

53 If everything is under control you are just not driving fast enough. Stirling Moss AXR 53

54 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! AXR 54

55 Kontakt Dipl.-Ing. Alexander Rieck Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO Nobelstraße 12, Stuttgart Büro: Fraunhofer Office Innovation Center Rosensteinstraße 22-24, Stuttgart Fon: +49 (0711) Fax: +49 (0711) Office Innovation Center, Stuttgart AXR 55

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