Masarykova univerzita Filozofická fakulta

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1 Masarykova univerzita Filozofická fakulta Katedra germanistiky, nordistiky a nederlandistiky Nemecký jazyk a literatúra Mgr. Alexandra Ančicová Phraseologie in der Boulevardpresse (am Beispiel von Kronen Zeitung und Nový čas) Bakalárská diplomová práca Vedúci práce: PhDr. Jiřina Malá, CSc. Brno, Jún 2012

2 Čestné vyhlásenie Prehlasujem, že som diplomovú bakalársku prácu vypracovala samostatne na základe vlastných teoretických poznatkov a s použitím uvedenej literatúry. Brno Mgr. Alexandra Ančicová 2

3 An dieser Stelle möchte ich mich bei der Betreuerin meiner Arbeit Frau PhDr. Jiřina Malá, CSc. für ihre wertvolle Ratschläge und kritische Bemerkungen bei der Durchführung dieser Arbeit herzlich bedanken. 3

4 Inhalt Einleitung Einführung in die Phraseologie Phraseologie und ihre Entwicklung Phraseologie im deutschsprachigen Raum Bestandteil der Phraseologie Hauptmerkmale der Phraseologie Paradigmatische Beziehungen innerhalb der Phraseologismen Klassifikation der Phraseologismen Verschiedene Auffassungen der Klassifizierung Klassifikation Syntaktische Klassifikation Semantische Klassifikation Mischklassifikation Phraseologismen und ihre Verwendung Die Funktion von Phraseologismen Phraseologismen im Text Variation Modifikation Pressesprache Einleitung in die Presse Die Sprachvarietäten Charakterisierung der Zeitungen Historische Entwicklung von der Presse

5 4.3. Boulevardpresse Historische Entwicklung Typische Merkmale Sprache der Boulevardpresse Phraseologismen in der Boulevardpresse Charakteristik der analysierten Zeitungen Nový čas Kronen Zeitung Einleitung in die Analyse Ergebnisse Vergleich der beiden Zeitungen Untersuchung der gefundenen Phraseologismen Verschiedene Arten von Phraseologismen Modifikationen Zusammenfassung Literaturverzeichnis:

6 Einleitung Das Thema meiner Bakkalaureatsarbeit ist Phraseologie in der Boulevardpresse: am Beispiel von Kronen Zeitung und Nový čas. Über Phraseologie kann man sagen, dass sie Bestandteil jeder Sprache ist nicht nur das, sie bildet auch den Bestandteil unseres täglichen Lebens. Ohne das man sich darüber bewusst ist, werden Phraseologismen von verschiedener Art bei fast jedem Gespräch benutzt. Es sind feste Wortverbindungen, mit welchen wir schon oft seit unserer Kindheit im Kontakt sind. Dabei sind sie für uns manchmal so trivial, dass man vergißt, wie originell und unverwechselbar sie die Sprache machen. Wenn man sich ein bisschen umschaut, wird man feststellen, dass es mehrere Quellen gibt, wo man die Phraseologismen entdecken kann. Eine von diesen sind die journalistischen Texte. Meine Arbeit konzentriert sich genau auf diese Quelle von Phraseologismen, wo man zahlreiche Möglichkeiten hat, die Benutzung von Phraseologismen zu beobachten. Als Typ von Zeitungen wurde die Boulevardpresse ausgewählt. Die Boulevardpresse hat eine lange Tradition und wird von Millionen von Menschen gelesen. Um meine Analyse auszuführen, wurden zwei Zeitungen, die österreichische Zeitung Kronen Zeitung und die slowakische Zeitung Nový čas, als Material für die Analyse genommen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich vor allem damit, die einzelnen Texte zu analysieren und herauszufinden, wie die Phraseologismen in den Texten und verschiedenen Situationen verwendet werden. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht vor allem die deutschsprachige Phraseologie und obwohl sich das Interesse dieser Arbeit vor allem um die österreichischen Texte und deren Analyse dreht, wird große Aufmerksamkeit auch den slowakischen Artikeln in Nový čas gewidmet um herauszufinden, ob man da eine Verbindung oder Ähnlichkeit mit Kronen Zeitung in der Verwendung von Phraseologismen entdecken kann. Die Arbeit ist in zwei Teilen gegliedert, einen theoretischen und einen praktischen Teil, die insgesamt aus fünf Kapiteln bestehen. Der theoretische Teil beschäftigt sich mit Phraseologie im Allgemeinen, sowohl mit den verschiedenen Konzeptionen und der Terminologie, als auch mit der Frage, wie man die Phraseologismen klassifizieren kann und anschließend auch, wie man sie verwenden kann. Als letztes Kapitel stellt sich die Pressesprache. Dieses Kapitel wirkt als eine Einleitung in die Pressesprache mit dem 6

7 Schwerpunkt, der sich an die Boulevardpresse konzentriert. Behandelt wird auch die Frage der Rolle von Phraseologismen, die sie in der Boulevardpresse spielen. Der praktische Teil bringt in den Vordergrund die beiden Boulevardzeitungen Kronen Zeitung und Nový čas. Mit einem Hinblick auf die Zeitungen wird kurz ihre Entwicklung beschrieben. Die Analyse von Texten und die Benutzung von Phraseologismen selbst, ist dann an konkreten Artikeln ausgeführt. Beide Zeitunge haben schon ihre elektronische Form, die als Quelle für diese Arbeit diente. Beim Schreiben dieser Arbeit bin ich vor allem aus deutschen und österreichischen Werken herausgegangen, wie auch von den erwähnten Zeitungen selbst, die durch eine Zeitspanne, zwischen Februar 2012 bis Mai 2012, an deren Internetseiten gesammelt wurden. Die untersuchten Texte werden in vier Themen gegliedert. Unter den untersuchten Themen werden die Politik, Sport, Nachrichten und Showbusiness gewählt. Bei der Analyse wird zuerst der Artikel gelistet und danach das Beispiel selbst. Um die Arbeit durchsichtig zu machen, werden die Beispiele aus den Zeitungen nicht direkt im Text zitiert, sondern nach Nummern gegliedert und im Quellenverzeichnis danach geordnet. Mit den verschiedenen Beispielen und Kommentaren will ich darauf hinweisen, wie oft man die Phraseologismen in einem Text finden kann und welche Funktion sie dabei ausfüllen. Wichtig ist, dass man sie auch in anderen Sprachen - auch wenn nicht in derselben Form - finden kann. Ohne Zweifel kann man sagen, dass die Phraseologismen einen wertvollen Teil jeder Sprache bilden und deswegen soll man den Phraseologismen auch die entsprechende Aufmerksamkeit schenken. 7

8 I. THEORETISCHER TEIL 1. Einführung in die Phraseologie Wenn man sich die einzelnen Sprachen anschaut, wird man feststellen, dass jede Sprache Phraseologismen aufweist. Phraseologismen sind besondere sprachliche Zeichentypen, die sich im Verlauf des Gebrauchs von Sprache herausbilden. (zit. nach: Burger 1982, S. 315). Verschiedene Regionen der Welt weisen spezifische Phraseologismen auf. Davon kann man ausgehen, dass man sich mit anderen Beispielen von Phraseologismen in Japan und in Deutschland treffen kann (vgl. Röhrich 1973, S. 32). Die Phraseologismen bereichern unseren Wortschatz und werden als Merkmal für die Differenzierung des Niveaus einer Sprache betrachtet. Die Phraseologismen können verschiedene Funktionen haben sowie verschiedene Formen. Es kann sich sowohl um Wortverbindungen handeln als auch um ganze Sätze. Die Phraseologie ist eine junge linguistische Teildisziplin, deswegen bieten sich die Fragen, was eigentlich die Phraseologie ist und womit sie sich beschäftigt. Sogar heute ist es schwierig, eine endgültige Antwort zu finden, und es wird immer noch viel darüber diskutiert. Die Disziplin hat aber bereits einen langen Weg der Entwicklung hinter sich Phraseologie und ihre Entwicklung Mit der Entwicklung von Phraseologie beschäftigen sich viele Linguisten. Zu den wichtigsten Namen gehören I. I. Černyševa, CH. Bally, V. V. Vinogradov sowie A.V. Kunin und viele andere. Es wird angenommen, dass die bedeutendsten Beiträge von den sowjetischen Forschern stammen, die dann weiter auch andere Phraseologieforschungen beeinflußt haben. Mehrere Arbeiten wurden gerade aufgrund sowjetischer Literatur aufgebaut. Die Situation war für die Entwicklung nicht ideal, trotzdem ist das Interesse für Phraseologie bedeutend gestiegen (vgl. Burger 1982, S. 1). 8

9 Es wurde behauptet, dass der Grundstein für Phraseologie von Ch. Bally in seinem Werk Traité de stylistique francaise im 1909 gelegt wurde (vgl. Pabst 2003, S. 12). Gründlich war aber die Theorie erst in sowjetischen Phraseologieforschungen berarbeitet (vgl. Fleischer 1982, S. 10). Danach erschienen neue Ansichten, dass die Phraseologie keine Teildisziplin mehr ist, sondern eine selbständige sprachwissenschaftliche Disziplin. Solche Stellungen werden von A. V. Kunin oder V. V. Vinogradov präsentiert (vgl. Mlácek 1984, S. 12). In der deutschen Sprachforschung wird Phraseologie als Teilgebiet der Lexikologie betrachtet (vgl. Fleischer 1982, S. 6). Womit genau sich die Phraseologie beschäftigen sollte, war auch nicht klar. Am Anfang standen im Zentrum der Forschung vor allem die Sprichwörter. CH. Bally hat angefangen auch andere feste Wortbindungen zu untersuchen (vgl. Mlácek 1984, S. 11). A. V. Kunin beschäftigte sich mit der Stabilität und teilt die Phraseologismen anhand ihrer struktursemantischen und morphologischen Eigenschaften ein. Mit der Zeit öffnet sich langsam die Frage, wie man Phraseologismen eigentlich aufgliedern kann. V. V. Vinogradov bietet eine der ersten Beispiele für eine mögliche Klassifizierung, die dann später von R. Klappenbach auch in die deutsche Forschung übertragen wurde (vgl. Fleischer 1982, S ). Nach diesem kurzen Überblick wird es klar, dass die sowjetische Forschung einen großen Beitrag für die Entwicklung der Phraseologie geleistet hat. Betroffen davon war natürlich auch der deutschsprachige Raum Phraseologie im deutschsprachigen Raum In dem deutschsprachigen Raum wird für einen der wichtigsten Forscher I. I. Černyševa gehalten. Ihr Name ist nicht nur mit der Entwicklung von Phraseologie im Allgemeinen verbunden, sondern auch mit der erste Gesamtdarstellung der deutschen Phraseologie 1 (vgl. Malá 1996, S. 32). 1 Eines ihrer Werke war die Frazeologija sovremennogo nemeckogo jazyka von

10 In der deutschen Forschung war die Aufmerksamkeit über die festen Wortverbindungen zuerst auf die Sprichwörter gerichtet. 2 Eröffnet wurde die Frage, wie man Sprichwörter abgrenzen kann. Für die Untersuchung dieser festen Wortverbindungen hat sich die Parömiologie, als Lehre von Sprichwörtern entwickelt. Der Umkreis von festen Wortbindungen hat sich langsam erweitert. Betrachtet wurden nicht mehr nur die Sprichwörter an sich, sondern auch andere Wortverbindungen wie z.b. geflügelte Worte, die als feste Wendung in der zweiten Hälfte 19. Jahrhundert G. Büchmann in seinem Buch Citatenschatz des Deutschen Volkes geprägt hat (vgl. Fleischer 1982, S ). Die Entwicklung der deutschen Phraseologie hat danach einen langen Weg durchgemacht. Nach Fleischer: Die ersten eingehenderen theoretischen Untersuchungen, in denen das Problem der Phraseologie in deutscher Sprache ausdrücklich thematisiert wird, stammen vorwiegend von Autoren aus der DDR. (zit. nach: Fleischer 1982, S. 23). Eine starke Intensivierung in der Phraseologieforschung ist wieder nur in den siebziger Jahren aufgetreten (vgl. Fleischer 1982, S. 25). Die Anzahl von Literaturquellen ist deutlich gestiegen. In den Vordergrund kamen die Namen wie L. Röhrich. 3 Dazu sind später Autoren beigetreten wie W. Fleischer und sein Werk Phraseologie der deutschen Gegenwartsprache von 1982, sowie Handbuch der Phraseologie von A. Buhofer, S. Sialm und H. Burger aus dem Jahr 1982 (vgl. Burger 2003, S. 9). Heute stehen im Zentrum der Phraseologie vor allem die Untersuchungen zur kommunikativen, pragmatischen und stilistischen Funktion von Phraseologismen, die kontrastive Phraseologie und wie sich die Phraseologismen in dem täglichen Leben verhalten (vgl. Fleischer 1982, S ). 2 Die älteste Umfassung stammt von M. F. Peters und hießt Der Teutschen Weissheit von Im Jahr 1836 kommt das Werk von K.F.W Wander: Das Sprichwort, betrachtet nach Form und Wesen für Schule und Leben, als Einleitung zu einem großen volkstümlichen Sprichtwörterschatz. 3 Sein Buch Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten ist noch in der heutigen Zeit von großer Bedeutung für die modernen Autoren und Forscher (vgl. Pabst 2003, S. 13). 10

11 1.2. Bestandteil der Phraseologie Mit der Entwicklung der Phraseologie musste man feststellen, wie man Phraseologie erklären kann, was der Gegenstand der Forschung ist, womit sie sich beschäftigen soll und was die primäre Einheit von Phraseologie darstellt. Phraseologie wird definiert als: Gesamtheit typischer Wortbindungen, fester Fügungen, Wendungen, Redensarten einer Sprache. (zit. nach: Duden 1, 1996, S. 1148). W. Fleischer beschrieb die Phraseologie als: Sprachwissenschaftliche Teildisziplin, die sich mit der Erforschung der Phraseologismen beschäftigt. Bestand von Phraseologismen in eine bestimmte Einzelsprache. (zit. nach: Fleischer 1982, S. 9). Unter Phraseologismus verstehen wir im Allgemeinen Wortverbindungen, die aus mehreren Worten bestehen. Was genau man als phraseologisch ansehen kann, wird von H. Burger beschrieben: Phraseologisch ist eine Verbindung von zwei oder mehr Wörtern dann, wenn die Wörter eine durch die syntaktischen und semantischen Regularitäten der Verknüpfung nicht voll erklärbare Einheit bilden, und wenn die Wortverbindung in der Sprachgemeinschaft, ähnlich wie eine Lexem, gebräuchlich ist. (zit. nach: Burger 1982, S. 1). Auch bei der Definition des Begriffs und der phraseologischen Einheit trifft man sich mit verschiedenen Einsichten. Es hängt eigentlich von dem Forscher ab, wie er die Phraseologie ansieht und was für ihn als phraseologische Einheit gilt. In der modernen Phraseologie wird für die phraseologische Einheit der Begriff Phraseologismus verwendet. Begegnen kann man auch solche Ausdrücke wie Redewendung, Redensart und Phrasem. Manche Autoren haben auch die Sprichwörter oder Idiome als die primären phraseologischen Einheiten betrachtet. Mit dem Problem der Vielfältigkeit haben sich unter anderen K. D. Pilz und H. Thun beschäftigt. H. Burger akzeptiert jedoch nur den Begriff Phraseologismus oder phraseologische Wortverbindung (vgl. Burger 1982, S. 2). Das Wort Phraseologismus wird sehr oft auch mit Idiom verwechselt. Das Wort Idiom erschien in der deutschen Sprache seit dem 17. Jahrhundert (vgl. Fleischer 1982, S. 9). Idiom ist:...eigentümliche Wortprägung, Wortbindung oder syntaktische Fügung, deren Gesamtbedeutung sich nicht aus den lexikalischen Einzelbedeutungen ableiten läßt. (zit. nach: Duden 1, 1996, S. 751). Von einigen Autoren wird gerade Idiom als der Grundbegriff für die phraseologische Einheit benutzt. Heute werden Idiome als die größte Gruppe innerhalb 11

12 von Phraseologismen angesehen. Sie werden als Teilklasse von Phraseologismen angeschaut, also als Phraseologismen im engeren Sinn (vgl. Burger 2003, S. 15). Sie werden in verschiedene Gruppen aufgeteilt, zum Beispiel ob es sich um verbale oder nominale Idiome handelt, ob es feste Phrasen oder Paarformeln sind. Trotzdem umfaßt die Phraseologie nicht nur idiomatische Verbindungen, sondern auch nicht idiomatische. Deswegen ist der Begriff Idiom als Hauptbegriff für phraseologische Einheit wahrscheinlich nicht der richtige. In diesem Fall bietet sich als die beste Wahl der Begriff Phraseologismus. Wenn wir über Phraseologismen sprechen, sind dabei die idiomatischen wie auch die nicht idiomatischen Wortverbindungen gemeint. Problematisch war gleichfalls der Entstehungsprozess der Phraseologismen. Für diese Erscheinung wurde der Begriff Phraseologisierung geprägt (vgl. Burger 1982, S. 318). Phraseologie kann bei der Kreierung von neuen Phraseologismen aus mehreren Quellen ausgehen. Sehr oft greift sie nach der Bibel, in die Antike, typisch ist auch Anlehnung an Fremdsprachen, Handlungen von Menschen oder historische Ereignisse Hauptmerkmale der Phraseologie Phraseologie ist eine sehr dynamische Disziplin und das sieht man am meisten bei der Entstehung von immer wieder neuen Phraseologismen oder bei der Aktualisierung von den alten. Schwer ist aber zu erkennen, wann es sich tatsächlich um einen Phraseologismus handelt und wann nur um einen Fehler. Die Forscher haben sich schon längere Zeit damit beschäftigt, wie man die Phraseologismen erkennen kann. Es war notwendig spezifische Merkmale zu abstimmen, nach denen man die Phraseologismen identifizieren konnte (vgl. Burger 1982, S ). Sie können Bildhaftigkeit, Festigkeit oder verschiedenen Grad von Expressivität aufweisen. Trotzdem wurde in der Praxis geprüft, dass nicht alle Eigenschaften und Merkmale immer beteiligt sind. Nicht jede Wortverbindung, die als idiomatisch angesehen wird, hat auch Festigkeit, was auch die Möglichkeit beweist, Modifikationen und Variationen zu erstellen, und nicht alle festen Wortverbindungen, die man unter 12

13 Phraseologismen einbeziehen will, weisen Idiomatizität auf. 4 werden bei Phraseologismen die folgenden Hauptmerkmale unterstrichen. Trotz dieser Bemerkungen Polylexikalität Eine der auffälligsten Eigenschaften bei Phraseologismen ist ihre Mehrgliedrigkeit. Es sind feste Wortverbindungen, die aus mehreren Komponenten bestehen, bei welchen es sich mindestens um zwei oder mehrere Wörter handeln sollte (vgl. Burger 2003, S. 15). Festigkeit Bei den Phraseologismen wird behauptet, daß sie feste Wortverbindungen sind. Das heißt, daß die Bedeutung von einem Phraseologismus genau in dieser Wortverbindung einen Sinn macht. Die Gesamtbedeutung des Phraseologismus ist an die Kombination einzelner konkreter lexikalischer Elemente gebunden. (zit. nach: Fleischer 1982, S. 41). Am stärksten kann man das sehen bei den unikalen Komponenten, die außerhalb des Phraseologismus keinen Sinn haben wie gang und gäbe. Sie werden als freie Wortverbindungen nicht mehr benutzt ( vgl. Burger 2003, S. 23). Idiomatizität Idiomatizitität ist ein Merkmal, mit dem die übertragene Bedeutung von Phraseologismen beschrieben wird. Nach dem Grad der Idiomatisierung kann man feststellen, ob es sich um Voll, Teil oder Null-Idiomatizität handelt. Für die Wortverbindungen die Idiomatizität aufweissen gilt: Ihre Gesamtbedeutung, die Bedeutung, die sie als lexikalisierte Einheit haben, entspricht nicht der Summe der Bedeutungen der einzelnen Wörter, aus denen sie Besteht. (zit. nach: Burger 1982, S. 3). 4 Unter solche Wortverbindungne zählen z. B. die Funktionsverbgefüge wie in Erfahrung bringen. 13

14 Lexikalisierung und Reproduzierbarkeit Die Lexikalisierung ist ein Prozess, bei dem die Phraseologismen in Wörterbüchern gespeichert werden. Verbunden mit der Lexikalisierung steht die Reproduzierbarkeit. H. Burger versteht darunter, dass wenn man einen Phraseologismus hört, kann man ihn auch verstehen und später danach wieder verwenden (vgl. Burger 2003, S. 19) Paradigmatische Beziehungen innerhalb der Phraseologismen Phraseologismen betrachtet man als Bestandteile einer Sprache. Sie weisen auch einige Merkmale wie Einzellexeme auf, was die Bildung von Antonymen oder Synonymen betrifft. Solche Erscheinungen werden als paradigmatische Beziehungen innerhalb der Phraseologismen anerkannt. Damit werden die Beziehungen gemeint, die innerhalb des Wortschatzes vorkommen (vgl. Fleischer 1982, S. 176). Unter diese Beziehungen gehört die Fähigkeit phraseologische Reihen zu bilden, Synonyme, Antonyme und die Bildung von Sachgruppen. Phraseologische Reihen sind gebildet aufgrund gemeinsamer Basiskomponenten in einem Phraseologismus. Es kann passieren, dass einige Phraseologismen an mehreren Reihen beteiligt sind. Die Reihen werden meistens an einem Substantiv oder Verb aufgebaut, welche als Basiskomponente benutzt sind (vgl. Fleischer 1982, S. 177). Die Phraseologismen die als Synonyme annerkant werden, verstehen wir solche Wortverbindungen, die eine wesentliche Übereinstimmung in der Bedeutung zeigen, obwohl sie sich in der stilistischen und syntaktischen Konstruktion unterscheiden. Sehr oft haben sie verschiedenen Grad von Expressivität (vgl. Fleischer 1982, S ). Eine andere Gruppe bilden die Antonyme. W. Fleischer definiert sie als: Phraseologismen können als lexikalisch-semantische Einheiten unterschiedlichen 14

15 Komponentenbestandes einander antonymisch gegenüberstehen. (zit. nach: Fleischer 1982, S. 185). Sie können auch zu Antonymen werden nur mit einem Austausch von Komponenten. 5 Unter paradigmatische Beziehungen werden auch die Sachgruppen gezählt. Diese Gruppen erstellen die Möglichkeit, die Phraseologismen nach thematischen sachlichen Prinzipen weiterzugliedern und zu gruppieren. Es können Phraseologismen sein, die aus dem Feld von Tieren oder Körperteilen ihre Komponenten nehmen (vgl. Fleischer 1982, S. 186). 5 Mit der Änderung von Komponenten: Mit dem Strom schwimmen und gegen dem Strom schwimmen, bekommen wir zwei verschiedene Bedeutungen. 15

16 2. Klassifikation der Phraseologismen Wie schon erwähnt in dem vorherigen Kapitel, die Phraseologie ist eine relativ junge Teildisziplin. Trotzdem hat sie sich in den letzten Jahren viel entwickelt. In der Phraseologieforschung galt bis jetzt als die wichtigste Frage, wie man die Phraseologie systematisieren und klassifizieren kann (vgl. Pabst 2003, S. 14). Deswegen war durchaus notwendig, dass sich auch eine entsprechende Terminologie und Klassifikation entwickelten. Die Phraseologismen kann man nach verschiedenen Gruppen gliedern. Ob es sich um Phraseologismen handelt, die mit einem Tier verbunden sind, und uns irgendwelchen Vergleich zeigen wie z.b. wie ein gerupftes Huhn aussehen, spezifische Phraseologismen, die mit Sport zusammenhängen wie in Form sein, Phraseologismen, welche die Gefühle ausdrücken wie für jmdn durchs Feuer gehen oder einen Menschen beschreiben wie z.b. einen Dicken Kopf haben/ machen. Die Aufteilung kann wirklich unterschiedlich sein. Auf Schwierigkeiten stößt man, wenn man anfängt sich mit der Frage zu beschäftigen, was man eigentlich als Phraseologismus betrachten kann, wie man die Phraseologismen klassifizieren soll und wo der Unterschied zwischen einem idiomatischen und einem nichtidiomatischen Phraseologismus besteht. Die zahlreichen Arbeiten und die erschienenen Theorien führten dazu, dass eine große Uneinigkeit auf dem Gebiet der Terminologie und Klassifizierung beherschte (vgl. Pabst 2003, S. 5). Um die Phraseologismen aber wirklich gut erfassen zu können, sind nach W. Fleischer unterschiedliche Auffassungen akzeptabel und sie sollten auch berücksichtigt werden (vgl. Fleischer 1982, S. 34) Verschiedene Auffassungen der Klassifizierung Die vielen Forschungsrichtungen in dem Bereich der Phraseologie hatten einerseits eine positive Auswirkung auf die Entwicklung der Phraseologieforschung, andererseits kann man sagen, dass die Vielfalt unübersichtliches Durcheinander verursacht hat. Mehrere Forscher haben festgestellt, dass die Phraseologismen nicht nur einen idiomatischen Charakter haben müssen. Von S. I. Ožegov wurde eine Theorie von Phraseologismen in dem engeren und 16

17 weiteren Sinne bearbeitet (vgl. Fleischer 1982, S. 11). H. Burger meint darunter, dass man nicht nur die festen Phrasen und Idiome als Phraseologismen untersuchen sollte, sondern auch solche Wortverbindungen, die als Kommunikationsformeln oder Funktionsverbgefüge klassifiziert werden (vgl. Burger 2003, S ). Einer anderen Meinung sind die Autoren wie R. Eckert und K. Günther, die unter Phraseologismen nur Idiome und Phraseotexteme 6 verstehen, aber die nicht idiomatischen Wortverbindungen unter Mehrwort-Lexik gliedern (vgl. Burger 2003, S. 35). Die Abgrenzung zu schaffen ist nicht einfach, so wie auch zu versuchen eine fixe Klassifizierung zu benutzen. Die Klassifikation von Phraseologismen kann von mehreren Seiten betrachtet werden. V. V. Vinogradov kommt mit einer semantischen Klassifizierung, bei der man die Phraseologismen nach ihrer Motiviertheit kategorisiert 7 (vgl. Pabst 2003, S. 12). E. Agricola konzentriert sich auch meist auf die semantischen Kriterien und unterscheidet freie, lose und feste Wortverbindungen (vgl. Fleischer 1982, S ). Andere Ansichten konzentrieren sich auf die syntaktische und morphologische Funktion von Phraseologismen. U. Fix beobachtet das Verhalten von Phraseologismen im Satz, A. Rothkegel konzentriert sich mehr auf die Strukturbeschreibung. I. I. Černyševa hat mehrere Kriterien berücksichtigt wie die Verknüpfungsart der Komponenten, die grammatische Struktur und auch die Bedeutung als Zusammenwirken von Struktur (vgl. Fleischer 1982, S ). Trotzt der Meinungsverschiedenheiten betonen Autoren wie H. Burger und W. Fleischer, dass der Bereich von Phraseologie nicht leicht abgrenzbar werden kann und man benötigt, dass die Grenzen relativ offen bleiben (vgl. Fleischer 1982, S. 26). Sonst kann es passieren, dass nicht alle wichtigen Teilgruppen mitgerechnet werden. 6 Unter Phraseotextemen werden in diesenm Fall solche Wortverbindungen verstanden wie Sprichwörter und geflügelte Worte. 7 Pabst unterscheidet zwischen völlig unmotivierte, motivierte und völlig motivierte Phraseologismen. Weiter wird dazu in den folgenden Seiten erwähnt (vgl. Pabst 2003, S.12). 17

18 1.2. Klassifikation Die unterschiedlichen Klassifizierungen hängen von jedem Autor ab. Meistens treffen wir uns aber mit einer Art von Kombination zwischen semantischer und syntaktischer Klassifizierung. Die weitere kurze Annäherung geht meistens von Burgers Klassifikation der Phraseologismen aus, die sich auf syntaktische, semantische und Mischklassifikation konzentriert Syntaktische Klassifikation Bei dieser Klassifizierung stellt man sich meistens die Frage, wie sich die Phraseologismen in einem Satz verhalten und welche Position sie als Satzglied annehmen. Es gibt Phraseologismen, die einen selbständigen Satz bilden und keine Verbindung zu dem Kontext brauchen und solche die an den Kontext gebunden sind und einer Valenz unterworfen sind (vgl. Burger 1982, S ). Eine ähnliche Klassifizierung wurde auch von W. Fleischer geprägt. Diese Klassifikation kennt man als die morphologisch-syntaktische Klassifizierung. Diese Klassifizierung basiert dann darauf:...daß die in Frage kommenden Phraseologismen nach ihrem Verhältnis zu den in Wortklassen geordneten Wörtern gruppiert werden können. (zit. nach: Fleischer 1982, S. 143). In diesem Fall kann man sich mit mehreren Arten der Phraseologismen treffen aber die meist entwickelten sind die verbalen, adverbialen und substantivischen Phraseologismen (vgl. Fleischer 1982, S ) Semantische Klassifikation Aus der semantischen Hinsicht wird nachgeschaut, ob man die Gesamtbedeutung des Phraseologismus aus der Bedeutung einzelner Komponenten erstellen kann. In diesem Fall werden die Phraseologismen meist nach dem Grad der Idiomatizität gegliedert. Es wird unterschieden zwischen teilidiomatischen, vollidiomatischen und nicht idiomatischen Phraseologismen, wobei wir unter den nicht idiomatischen Phraseologismen solche Beispiele verstehen, die durch eine minimale semantische Differenz zwischen phraseologischer und wörtlicher Bedeutung charakterisiert werden (vgl. Burger 2003, S. 32). Natürlich gibt es 18

19 solche Wortverbindungen, die unter Phraseologismen gerechnet werden, obwohl sie keine Idiomatizität aufweisen wie Funktionsverbgefüge (vgl. Pabst 2003, S. 43). Mehrere Autoren sehen solche Fälle als keinen Phraseologismus an, trotzdem werden sie von vielen Forscher wie z. B. W. Fleischer in den Bereich von der Phraseologie mitgerechnet. W. Fleischer nennt diese nicht idiomatischen Erscheinungen Nominationsstereotype 8 (vgl. Fleischer 1982, S. 63). Als Gegenbegriff zur Idiomatizität wird die Motiviertheit verstanden. Die Motiviertheit wird auch als Grundbegriff für die Differenzierung von semantischen Klassen ausgeprägt. Unter diesem Begriff verstehen wir:...daß die Bedeutung eines Phraseologismus aus der freien Bedeutungen der Wortverbindungen oder aus den Bedeutungen der Komponenten verstehbar ist. (zit. nach: Burger 2003, S. 66). Unterscheidet wird zwischen movierten, teilmotivierten oder unmotivierten Phraseologismen. Als motiviert gilt z.b. Dank sagen, als teilmotivierte der blinde Passagier und als unmotiviert betrachtet man dann z.b. gang und gäbe oder sich in den Haaren liegen. Von H. Burger werden sie auch als direkt motivierte, teil-motivierte, metaphorisch motivierte und unmotivierte Phraseologismen gegliedert (vgl. Burger 1982, S. 4). Es hängt damit zusammen, dass einige Komponenten eine freie Bedeutung auch außerhalb Phraseologismen haben und andere nur in einer spezifischen Konstruktion erkennbar sind. Davon kann man ausgehen: daß das Verhältnis zwischen der wörtlichen und der phraseologischen Bedeutung eines Phraseologismus nicht immer gleich geartet ist. (zit. nach: Burger 1982, S. 4). Die Differenzierung besteht darin, ob sich die Bedeutung eines Phraseologismus völlig, teilweise oder gar nicht auf die Bedeutung der einzelnen Komponente bezieht. Bei den unmotivierten Phraseologismen sieht man die Wörter als semantisch leer (vgl. Pabst 2003, S ) Mischklassifikation Im Prinzip geht es bei dieser Klassifizierung darum, sich nicht an eine Klassenbildung zu konzentrieren sondern eine Vermischung von mehreren zu schaffen. Dieses Konzept hat 8 Nominationsstereotype sind:...wortverbindungen, deren Gesamtsemantik, durch die wendungsexterne Semantik ihrer Komponenten gegeben ist,... (zit. nach: Fleischer 1982, S. 63). W. Fleischer unterscheidet darunter z.b. nichtidiomatisierte Wortpaare wie Tag und Nacht. 19

20 auch I. I. Černyševa vertreten und H. Burger fand sie auch als die beste Variante (vgl. Burger 1982, S. 30). Bei dieser Klassifikation werden dann die folgenden Klassen von Phraseologismen unterschieden. Phraseologische Ganzheiten Als phraseologische Ganzheit werden solche Wortverbindungen gemeint, derer Gesamtbedeutung nicht aus der freien oder phraseologischen Bedeutung der einzelnen Komponenten kommt (vgl. H. Burger 1982, S. 31) Meist sind sie auch völlig unmotiviert wie jm einen Bären aufbinden. Phraseologische Verbindungen und bevorzugte Analysen In diesem Fall wird über solche Verbindungen gesprochen, bei welchen die Wörter so zusammen verbunden sind, dass sie genau in dieser Verbindung eine spezielle Bedeutung haben. Die Rede ist über Wortverbindungen wie blinder Passagier, schwarzer Mark oder kalter Krieg (vgl. Burger 1982, S. 31). Modellbildungen Modellbildungen:...sind nach einem Strukturschema gebildet, dem eine konstante semantische Interpretation zugeordnet ist und dessen autosematische Komponenten lexikalisch frei besetzbar sind. (zit. nach: Burger 2003, S. 44). Es geht um eine Art von Muster wie X und X oder von X zu X also Beispiele wie von Zeit zu Zeit oder Stein und Stein. Die Besetzung mit Wörtern ist dabei mehr oder weniger frei (vgl. Burger 2003, S. 44). Zwillingsformeln Zwei Wörter werden durch eine Konjunktion aneinander gebunden, so dass sie ein Paar erstellen wie klipp und klar. Solche Wortverbindungen werden als Zwillingsformeln oder Paarformeln bezeichnet. Typisch für sie ist die Alliteration und der rhythmische Klang (vgl. 20

21 Burger 2003, S. 45). Bei W. Fleischer werden sie als phraseologische Wortpaare identifiziert, die von zwei der gleichen Wortart angehörenden Wörtern gebildet werden (vgl. Fleischer 1982, S. 111). Solche Phraseologismen müssen keine Idiomatizität aufweisen. Komparative Phraseologismen Es handelt sich um Vergleiche, deren Aufgabe ist es bestimmte Eigenschaften in den Vordergrund zu stellen. Die Bedeutung der Wortverbindung kommt durch die Bedeutung von einzelnen Komponenten heraus (vgl. Burger 1982, S ). Unter komparativen Phraseologismen verstehen wir z.b. Dumm wie Bohnenstroh. Oft haben diese Wortverbindungen einen pejorativen und scherzhaften Ton. Streckformen des Verbs - Funktionsverbgefüge Es sind solche Phraseologismen:...deren Substantiv ein Abstraktum ist und deren Verb in seiner Bedeutung von der des frei verwendeten Verbs abweicht. Meist, aber nicht immer, existiert daneben ein synonymes einfaches Lexem. (zit. nach: Burger 1982, S. 37). Als Beispiel kann man solche Ausdrücke wählen wie Hilfe leisten. Phraseologische Termini Die Phraseologieforscher haben unterschiedliche Wahrnehmungen von Phraseologismen. Für einige Forscher gelten als Phraseologismen nur die festen Wortverbindungen, die Idiomatizität aufweisen und für andere auch die nicht idiomatischen Wortverbindungen. So ist es auch bei den phraseologischen Termini. Deswegen werden sie von vielen Autoren nicht zu den Phraseologismen gerechnet. Meist sind es Wortverbindungen aus fachsprachlicher Sphäre wie die Mouse anklicken, welche man in der Komputersprache benutzt. Sie werden als direkt motiviert verstanden (vgl. Burger 2003, S ). Feste Phrasen 21

22 Es handelt sich um ganze phraseologische Sätze, wobei aber der textlinguistische Anschluß an den Kontext durch Pronomina oder sonstige verweisende Elemente gewährleistet ist. (zit. nach: Burger 1982, S. 39) beispielsweise: Da liegt der Hase im Pfeffer und nun hat es aber zwölf geschlagen. Sprichwörter und Gemeinplätze Die Sprichwörter sind eine Art von Überzeugungen und Werten, die bei einer bestimmten Kultur und in bestimmter Zeit entwickelt wurden (vgl. Burger 2003, S. 102). Die Form eines Sprichwortes beschreibt man als: Ein Sprichwort hat die Form eines abgeschlossenen Satzes in fester und unveränderlicher Formulierung. (zit. nach: Röhrich 1973, S. 9). Sie haben eine lehrhafte Funktion, die sich auf das praktische Leben bezieht (vgl. Fleischer 1982, S. 80). Es geht prinzipiell um eine Volksweisheit. Einige Autoren verstehen die Sprichwörter nicht als eine Gruppe von Phraseologismen, weil sie schon unter Parömiologie untersucht werden (vgl. Pabst 2003, S. 22). Man findet aber auch Ausnahmen. H. Burger sieht in den Sprichwörtern eine wichtige Gruppe von Phraseologismen, weil sie auch viele phraseologische Merkmale wie Polylexikalität oder Idiomatizität aufweisen (vgl. Burger 2003, S. 123). Weitere Gruppe bilden die Gemeinplätze. Auf den ersten Blick sind die Gemeinplätze sehr ähnlich mit Sprichwörtern. Es geht um satzwertige Formulierungen, die an den Kontext angeschlossen werden müssen. Mit Gemeinplätzen versucht man eine Selbstverständlichkeit oder eine Tatsache zu beschreiben wie etwa: Wir sind alle nur Menschen. Es fehlt dabei jedoch die Bildlichkeit wie bei Sprichwörtern (vgl. Burger 1982, S. 40). Spezielle Klassen In der Phraseologie begegnet man sich natürlich noch mit anderen Klassen von Phraseologismen. Speziell werden dann die Kinegramme behandelt. Sie werden definiert als:...konventionalisiertes nonverbales Verhalten sprachlich gefaßt und kodiert. (zit. nach: Burger 2003, S. 46). Als Beispiel für ein Kinegramm kann man die Achseln zucken oder die Daumen drücken verwenden. 22

23 Zu Phraseologismen werden auch die so genannten geflügelten Worte gerechnet. In der Vergangenheit hat man zu den geflügelten Worten Redensarten aus literarischen Werken eingeordnet. Heute stellen auch Filme oder Werbungen die Quellen dar (vgl. Burger 2003, S. 46). Sie sind als Resultate von Zitaten einer historischen oder literarischen Figur entstanden (vgl. Malá 1996, S ). Sehr oft benutzt ist die Wortverbindung die Würfel sind gefallen. Ein berühmtes Zitat von G. I. Caesar. Bei der Klassifizierung von Phraseologismen gibt es wirklich mehrere Merkmale die man betrachten kann und nach welchen man dann die Phraseologismen auch unterscheidet, deswegen wie es bereits von anderen Autoren vermerkt wurde, soll man sich nicht nur auf eine Klassifizierung konzentrieren, sondern auch die anderen Theorien wahrnehmen. 23

24 3. Phraseologismen und ihre Verwendung Man betrachtet die Phraseologismen als Schmuck der Sprache. Sie dienen als Mittel für die Kommunikation wie z.b. Routineformeln oder Grussformeln. Man kann eine Person, ihre Eigenschaften, Persönlichkeit sowie auch eine Situation oder Handlung beschreiben. Wenn man die Phraseologismen verwenden will, muss man sie auch gut beherrschen. Natürlich gibt es verschiedene Faktoren, die das Verstehen von Phraseologismen beeinflussen. Man kann sie irgendwo hören, lesen oder die Bedeutung wird gelernt (vgl. Burger 1982, S. 219). Dass man die Phraseologismen kennt, muss nicht unbedingt heißen, dass man sie auch richtig verwenden kann Die Funktion von Phraseologismen Die Funktion von Phraseologismen ist nicht nur der Sprache an der Originalität zu geben und zu zeigen, wie der Autor kreativ ist, sondern sie geben der Sprache eine Art von Auflockerung, Dynamisierung, Humor, Ironie und natürlich Expressivität und Bildlichkeit. Eine der wichtigsten Funktionen von Idiomen ist die Funktion zu Emotionalisierung und Expressivität (vgl. Burger 2003, S ). Die Expressivität zeigt vor allem die persönliche Engagierung. Diese Engagierung kann man auch durch den Stil erkennen, ob man salopp oder vulgär spricht. Die Phraseologismen zeigen ihren Wert auch in anderen Bereichen. Aus pragmatischer Sicht können sie als Indikator des sozialen Verhältnisses dienen (vgl. Fleischer 1982, S. 221) oder als Zusamenfassung von Erfahrungswissen wie z.b. die Sprichwörter (vgl. Burger 1982, S. 142). Auch H. Burger unterscheidet Phraseologismen mit einer pragmatischen Funktion und in Verbindung damit teilt er sie nach ihrer kommunikativen Funktion in verschiedene pragmatische Gruppen. Es gibt einige Beispiele, die sich nur an eine bestimmte Situation knüpfen. Am Bahnhof hört man oft feste Phrasen wie Bitte einsteigen (vgl. Burger 1982, S ). Dazu rechnet er auch solche Wortverbindungen wie Rourineformeln, Grussformeln und auch metasprachliche Formulierungen wie wahrscheinlich. 24

25 Diese kurz beschriebenen Funktionen von Phraseologismen geben alle Vorausichte dafür, dass die Phraseologismen auch im Alltagsleben verwendet werden können. Die jungen Leute verwenden nicht mehr so häufig die Sprichwörter als ihre Großeltern, trozdem kann man in jeder Gruppensprache, die sich entweder durch das Alter oder durch die Lokation unterscheiden, eine Verwendung von Phraseologismen entdecken (vgl. Burger 1982, S ) Phraseologismen im Text Die Phraseologismen können eine schriftliche oder gesprochene Vewendung haben. Die Funktion von Phraseologismen im Text ist unterschiedlich. Wie schon erwähnt, sie können einen lockeren, scherzhaften Ton mitbringen, Expressivität in den Vordergrund rücken und eine Beleidigung hinter eine Camouflage stecken. Mit derartiger Benutzung trifft man sich oft in literarischen Texten und in der Presse, besonders in der Boulevardpresse. Was man aber bemerken kann ist, dass die Autoren im Text sehr oft mit Phraseologismen spielen. Es ist auch ein Zeichen für ihre Kreativität. Oft verändern sie auch seine Struktur (vgl. Burger 1982, S. 90). Diese Funktion weist darauf hin, dass man sie nicht nur als feste Wortverbindungen annehmen soll, sondern dass sie auch einen hohen Grad von Variabilität und Modifikation aufweisen Variation Bei Variationen geht es um die Existenz von mehreren Formen eines und desselben Phrasems oder Phraseologismus, wobei die Bedeutung dieselbe bleibt. Die Änderungen beinflussen die formale Struktur des Phraseologismus, aber nicht seine Bedeutung (vgl. Mlácek 1984, S ). Es können lexikalische wie auch syntaktische Veränderungen sein. Die Variation kann in der Form von verschiedenen Verkürzungen, Zahlen, Verwendungen oder Komponentenänderungen vorkommen. Zum Beispiel der Phraseologismus seine Hand von etw. herauslassen, kann also auch in der Form seine Hände von etw. herauslassen erschienen (vgl. Burger 2003, S. 25). 25

26 Diese Eigenschaft nennt man Variabilität. H. Burger versteht die Variabilität als:...spielraum, innerhalb dessen formale Veränderungen des Phraseologismus möglich sind, ohne dass die phraseologische Bedeutung verloren geht, wobei dieser Spielraum lexikographisch erfasst werden kann und soll. (zit. nach: Burger 1982, S. 67). Kurz gesagt, unter Variationen verstehen wir eine lexikograpisch etablierte Veränderung. Genau hier zeigt sich der erste Unterschied zwischen Variationen und Modifikationen, wobei man unter Modifikationen solche Veränderung versteht, die viel mehr als ein Wortspiel betrachtet werden und darum nicht in Wörterbüchern gespeichert sind. Trozdem ist es oft schwer die Grenze zwischen diesen beiden Besonderheiten zu setzen (vgl. Malá 1996, S. 34). H. Burger sieht dies aber als eine bewusste stilistische Intention (vgl. Burger 1982, S. 69) Modifikation Abwandlungen eines Phraseologismus, die nicht mehr in den Rahmen von Varianten fallen, bezeichnen wir als Modifikationen. (zit. nach: Burger 1982, S. 69). Man kann unterscheiden zwei Typen von Modifikationen. Eine, bei denen die äußere Form von Phraseologismen umgebildet wird und eine, die die Form relativ ungestört lässt, aber die Bedeutung ändert sich (vgl. Burger 1982, S. 89). Auch die Modifikation von einem Phraseologismus kann verschiedene Formen haben, die dann zu der Aktualisierung von Texten dienen. Die Aktualisierung ist ein Zeichen der Innovation. Es gibt unterschiedliche Modifikationen, die zur Aktualisierung von einem Phraseologismus führen. Erwähnen kann man die lexikalische Substitution, wo ein Wort gegen ein anderes ausgetauscht wird, Hinzufügung eines Adjektivs wie z.b. auf die amerikanische Karte setzen, die oft in journalistischen Texten vorkommt, dann die sogenannte Abtrennung, wo ein Element isoliert wird, wie das Ohr, über das er mich gehauen hat. Weiter kann man erwähnen die Verkürzung, die typisch für Schlagzeilen ist, Kontrastierung, die oft in den politischen Propagandas erschien wie z.b. grosses Mehr-kleine fische und auch Häufung oder Kontamination von zwei verschiedenen Phraseologismen (vgl. Burger 1982, S ). 26

27 Im Allgemeinen geht es um Veränderungen, die für die Zwecke eines Textes hergestellt werden. Im weiteren zeigt sich die Rolle von Variationen und Modifikationen besonders in publizistischen Texten relevant (vgl. Malá 1996, S. 34). Der Unterschied zwischen den beiden Erscheinungen kann sehr klein erschienen, trotztdem sind sie ein wichtiges Mittel der Pressesprache. 27

28 4. Pressesprache Die vorherigen Kapitel haben sich mehr den Phraseologismen gewidmet um eine kurze Übersicht über die Phraseologie zu geben. Die Massenmedien sind eine weitreichende Quelle für zahlreiche Wortverbindungen, zu welchen natürlich auch die Phraseologismen gehören. Phraseologismen sind ein wichtiges Mittel der Pressesprache. Die Sprache der Massenmedien beeinflußt unser tägliches Leben und deswegen soll man der Sprache auch eine zuständige Aufmerksamkeit widmen Einleitung in die Presse Unter Massenmedien sollten nicht nur Rundfunk oder Fernsehen verstanden werden, sondern auch die Zeitungen, die ganz am Anfang standen und die auch über eine eigene Sprache verfügen. Als ein wichtiges gemeinsames Merkmal gilt jedoch, dass sie eine Art von Kommunikation vermitteln, die aktuellen Informationen weitergeben, unterhalten und die Fähigkeit zu überzeugen aufweisen. Der Bereich, von welchem die Informationen genommen sind, kann von verschiedener Größe sein. Es muss sich nicht nur um politische Nachrichten handeln, sondern auch um Wissenschaft, Sport, Kultur und andere. Die Bereiche haben ihre eigenen Vokabeln, die typisch für dasjenige Gebiet sind und sollten dem Leser bekannt sein, um den Text auch zu verstehen (vgl. Burger 1990, S ). Die Texte der Massenmedien, darunter meinen wir vor allem die Presse, können verschiedene Funktionen haben sei es eine informative Funktion, die Meinung zu beeinflussen, oder nur einfach eine unterhaltende Funktion (vgl. Burger 1990, S ) Die Sprachvarietäten Obwohl in der deutschen Pressen bzw. in den deutschen Massenmedien vor allem Hochdeutsch benutzt wird, sollte man die anderen Varietäten nicht vernachlässigen. Eine 28

29 wichtige Rolle vertreten die Mundarten in Österreich, in der Schweiz und in einigen spezifischen Regionen. Diese Differenzierung, spiegelt sich natürlich auch in den Zeitungen wider ab, nur wahrscheinlich nicht so oft wie im Radio oder Fernsehen (vgl. Burger 1990, S. 215). Die Sprachvarietäten zeigen ihre eigenen spezifischen Besonderheiten, die sie vom Hochdeutsch unterscheiden. Manchmal muss es nicht so offenbar sein, andersmal kann es dazu kommen, dass man die Vokabeln nicht mehr versteht. Besonders in Österreich oder in der Schweiz haben die Sprachvarietäten eine starke Position, wie in Zeitungen so auch in anderen Massenmedien (vgl. Burger 1990, S. 240). Die analysierten österreichsiche Zeitungen weisen einige Besonderheiten da. Benutzt wurden Wörter wie Spital anstatt Krankenhaus, Buben anstatt Junge oder Jänner und nicht Januar Charakterisierung der Zeitungen Historische Entwicklung von der Presse Selbstverständlich hat auch die Presse eine gewisse Entwicklung hinter sich. In früheren Zeiten waren die Zeitungen sehr oft vom literarischen Stil beeinflußt. Die Nachrichten klangen mehr als eine Erzählung oder ein Brief und obwohl eine Information weitergeleitet wurde, ging es mehr um die Entspannung des Lesers. Der Journalismus wurde erst Anfang des 19. Jahrhunderts zu einem festen Beruf gemacht ( vgl. Burger 1990, S. 8-14). Eine große Rolle in der Entwicklung von Zeitungen spielte die Erfindung vom Telegraf. Die Nachrichtübertragung wurde professioneller und - da der Telegraf viel zu teuer war - waren die Nachrichten immer kurz und sehr sachlich. Danach wurde die Zeitung langsam zu einem Massenkommunikationsmittel, wie wir es im heutigen Sinne verstehen, umgewandelt. Sie war billig, verfügbar für die Mehrheit und täglich erhältlich (vgl. Burger 1990, S ). 29

30 Kurze Charakteristik der Zeitung Für die Zeitungen ist typisch, dass sie öffentlich sind und für eine große Menge verfügbar. Viele Zeitungen sind nur für ein Publikum bestimmt und danach wird auch der Inhalt ausgewählt. Wichtig ist, sich den Lesern und ihrem Geschmack anzupassen, wie es sich oft bei der Boulevardpresse zeigt (vgl. Lüger 1995, S ). Die Zeitungen haben mehrere Funktionen. Die wichtigste Funktion ist jedoch, über einen Bericht zu referieren, der durch einen Berichter vermittelt wird. Der Berichter geht davon aus, dass der Leser den Text auch versteht. Solche Kommunikation zu starten benötigt z. B. einen Grad vom sprachlichen, enzyklopädischen und episodischem Wissen 9 (vgl. Lüger 1996, S. 99). Die Zeitungen können verschiedene Form und Orientation haben und können in verschiedener Zeitlinie erscheinen, von Tageszeitungen bis zu monatlichen Magazinen, einige erscheinen nur einmal oder zweimal pro Jahr. Die Art, wie eine Information weiter vermittelt wird, hat sich später auch geändert. Früher waren die Informationen direkt durch eine Person mitgeteilt. In der heutigen Zeit benutzt man neben den direkt vermittelten Informationen als Quellen auch verschiedene Agenturen. 10 Wenn mehrere Zeitungen von derselben Quelle die Berichte schöpfen, kann es passieren, dass einige Artikel ähnliche Stellen in manchen Berichten haben. Die seriösen Tageszeitungen geben meistens die Quellen wo man auch später zugreifen kann an. In der Boulevardpresse ist es ein bisschen anders. Dabei trifft man sich mit Informationen, die häufig nicht begründet sind und die sehr oft auch falsch vermittelt werden Boulevardpresse Die Boulevardpresse gehört zu einer Art von Massenmedien, die vor allem an die emotive Seite von Menschen appelliert. Sehr oft präsentiert sie sich als skandalös, weit von seriös und oft enthält sie unbegründeten Informationen. 9 Unter episodischem Wissen verstehen wir, dass der Leser die aktuellen Zusammenhänge kennt und diese auch verwenden kann. 10 Die Seite deint auch, als eine Quelle für zahlreiche Informationen. 30

31 Die freie Meinungsäußerung ist sehr wichtig im Journalismus, aber bei Zeitungen, die von Millionen von Menschen gelesen werden, kommt diese Freiheit auch mit einer Haftbarkeit. Über die Boulevardpresse wird oft gesagt: Die Grundsätze journalistischer Ethik spielen in der Praxis dieser Blätter kaum mehr eine Rolle. (zit. nach: Burger 1990, S. 99). Die Texte einer Boulevardzeitung übetreiben oft und manchmal sind gar nicht wahr. Trotzdem bleibt die Boulevardpresse der meist verkaufte Typ von Zeitungen Historische Entwicklung Das Wort Boulevard hat historische Wurzeln in Frankreich. Es hat mehrere Bedeutungen. Boulevard wurde als Benennung für eine Promenade benutzt oder für eine breite Straße mit Bäumen. Für die Zeitung wurde dieser Begriff am Anfang für solche Presse benutzt, die direkt auf der Straße verkauft wurde, mit einer lauten Ausrufung von den neuesten Sensationen und der Titelseite (vgl. Kohuťár 2006, S. 13). Der Straßenverkauf ist zuerst im 19. Jahrhundert erschienen. Typische Merkmale für die ersten Boulevardzeitungen waren, dass sie billig und somit für die Massen verfügbar waren. Die Boulevardpresse erschien zum ersten Mal in Amerika. Weil solche Zeitungen damals sehr billig waren, hat man sie als Pennypress bezeichnet. In Deutschland wurden sie als Groschenpresse bekannt und zum Beispiel in der Tschechoslowakei als šestáková tlač (vgl. Kohuťár 2006, S ) Typische Merkmale Für die Boulevardpresse ist typisch, dass sie von vielen Trends beeinflußt ist und dem Leser genau das anbietet, wonach er sucht. Die moralische Hinsicht geht danach zur Seite (vgl. Kohuťár 2006, s. 13). In der heutigen Zeit basiert die Zeitung oft an Gerüchten, präferiert Unglücke und Naturkatastrophen, präsentiert dem Publikum Gewalt und Verbrechen. 11 Auch in der Slowakei ist es nicht anders, was auch die Statistiken bestätigen (vgl. Kohuťár 2006, s ). 31

32 Boulevard ist einfach kommerziell orientiert und soll die Menschen vor allem unterhalten. Viele können aber von seiner Rücksichtlosigkeit betroffen werden. Eine wichtige Rolle spielt bei dieser Zeitung die visuelle Seite des Ganzen, aber vor allem der Titelseite. Ihre Aufgabe ist es, bei dem Leser Interesse aufzuwecken. Im Endeffekt bekommt die Graphik der Zeitung mehr Aufmerksamkeit als die Grammatik selbst. Typisch sind große Buchstaben in dem Titel und zahlreiche Bilder und Fotos, welche die Emotionen hervorrufen sollen (vgl. Kohuťár 2006, S ). Die Zeitung bietet nur kurze billige Informationen. Die Qualität von Nachrichten ist nicht mehr primär, sondern wichtig ist die Attraktivität. Also anders wie in der soliden Presse, welche sich mehr den Nachrichten widmet und wichtige Informationen überträgt (vgl. Burger 1990, S. 343) Sprache der Boulevardpresse Boulevard hat eine an sich spezielle Sprache. Die Texte sind von kurzen einfachen Sätzen gebildet, wobei viele davon Fragesätze und Ausrufesätze sind (vgl. Lüger 1996, S. 32). In der Sprache der Boulevardpresse spielt eine wichtige Rolle der Appell an den Leser und vor allem an seine Emotionen. Um den Leser auch zu unterhalten, werden für die Auflockerung Wortspiele, Idiomatik, Metaphorik und weitere Sprachschmück benutzt. Selbst die Wörter, die von den Autoren benutzt werden, sind oft salopp oder umgangssprachlich, sehr oft verwendet werden auch Vulgarismen und verschiedene, meist sehr übertriebene, Vergleiche (vgl. Lüger 1996, S. 33). Damit kann man feststellen, dass die Sprache einer Boulevardzeitung einen sehr emotional gefärbten Wortschatz benutzt. Die Boulevardpresse konzentriert sich vor allem nicht darauf, was gesagt wurde, sondern wie man es gesagt hat (vgl. Burger 1990, S ). Der Reporter sollte als Mensch präsentiert sein:...er sieht die Sache so, wie der Leser sie sieht, und bietet sich damit auch als Identifikationsfigur für den Rezipienten an. (zit. nach: Burger 1990, S. 15). Die Texte in der Boulevardpresse sollten nicht mit komplizierten Sätzen aufgebaut werden. Man soll sie leicht verstehen. Deswegen werden in den Texten meist die gekürzten 32

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