Vier Länder auf dem Weg zur Kriminalprävention in der Stadtentwicklung

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1 EU-Projekt Planning urban Security Vier Länder auf dem Weg zur Kriminalprävention in der Stadtentwicklung With the financial support from the Prevention of and Fight against Crime Programme of the European Union European Commission Directorate-General Home Affairs

2 VORWORT Uwe Schünemann, Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport Planning urban Security Planen urbaner Sicherheit : Dieser Titel steht für ein internationales Projekt zur Kriminalprävention im Städtebau, das seit 2009 unter der Verantwortung des Landeskriminalamtes Niedersachsen gemeinsam mit ausländischen Kooperationspartnern durchgeführt wird. Seit nahezu zehn Jahren beschäftigt sich das Land Niedersachsen mit der Verbesserung der Lebensqualität durch geplante Sicherheit in Stadt und Land. Daher freue ich mich, dass mit dem vorliegenden Projekt im Rahmen einer EU-Rahmenpartnerschaft, die das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport, vertreten durch das Landespräsidium für Polizei, Brand- und Katastrophenschutz, mit der Europäischen Kommission vereinbart hat, die niedersächsische Perspektive nebst vieler inzwischen gesammelter Erfahrungen nunmehr auch auf europäischer Ebene intensiv erörtert wird. Herausgeber: Landeskriminalamt Niedersachsen Zentralstelle Prävention Am Waterlooplatz 11 D Hannover Germany Titelbild: Manchester, New Development Canal Designed by: tabasco.media, Hannover Niedersachsen All rights reserved. No part of this publication may be reproduced, stored in a retrivial system, or transmitted in any form or byany means, electronic, mechanical, photocopying, recording, scanning or otherwise without the permission in writing thelka NI, Waterlooplatz 11, D Hannover This publication refl ects the views only of the author, and the European Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein. Die öffentliche Sicherheit zählt zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Nicht zuletzt die Herausforderungen des demografi schen Wandels sind der Grund dafür, das Thema als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu betrachten. Hierbei ist insbesondere auch auf die unterschiedlichen Belange der Bevölkerung einzugehen. Unbestreitbar ist die lokale Situation für das Sicherheitsempfi nden eines jeden Einzelnen ausschlaggebend. Daher setzt das Land Niedersachsen bei den entsprechenden Planungen schon seit langem nicht nur auf die Verbesserung der sicherheitstechnischen Ausstattung. Darüber hinaus werden die Menschen, die Nachbarschaft und die städtebauliche Situation in die notwendigen Überlegungen mit einbezogen. Das Sicherheitsbedürfnis und die Kriminalitätslage lassen sich durch gezielte kriminalpräventive Maßnahmen im Städtebau in erheblichem Umfang positiv beeinfl ussen. Durch zahlreiche Projekte ist es in den niedersächsischen Klein-, Mittel- und Großstädten gelungen, die Wohnqualität und die Sicherheit zu verbessern. Durch bestehende Kooperationen der Polizei mit den Planungsbeteiligten vor Ort werden Probleme frühzeitig erkannt, im direkten Kontakt besprochen und unmittelbar behoben. Dabei fl ießen die polizeilichen Erkenntnisse, die sich aus fachspezifi schen Chancen- und Risikobewertungen ergeben, in die jeweiligen Planungsprozesse ein. Seit 2009 bringt die niedersächsische Landespolizei ihre Erfahrungen auf dem Gebiet der städtebaulichen Kriminalprävention in die europäische Diskussion ein und vergleicht diese mit den Aktivitäten der Projektpartner aus Großbritannien, Österreich und Polen. Das Projekt Planning urban Security hat gezeigt, dass der von Niedersachsen eingeschlagene Weg in die richtige Richtung weist. Es gilt nun, das Wissen aller an Stadtplanung und Städtebau Beteiligten weiter zu verstetigen und zu vertiefen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Land dafür Sorge trägt, dass die Menschen in Niedersachsen sicher leben und sich sicher fühlen und die Attraktivität des Landes als Wohn- und Wirtschaftsstandort nicht zuletzt aufgrund dieser Sicherheit auch in Zukunft erhalten bleibt. Ich danke allen am Projekt beteiligten Partnern für ihr engagiertes und kreatives Mitwirken. With the financial support from the Prevention of and Fight against Crime Programme of the European Union European Commission Directorate-General Home Affairs 2 3

3 PLANNING URBAN SECURITY (PLUS) PLANEN URBANER SICHERHEIT UMSETZUNG DES PROJEKTES Das Projekt Planning urban Security PluS entstand auf Initiative des Landeskriminalamtes Niedersachsen (LKA NI). Im Rahmen des EU-Programms Prevention of and Fight against Crime der Europäischen Union und der Rahmenpartnerschaft des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport (MI), vertreten durch das Landespräsidium für Polizei, Brand- und Katastrophenschutz (LPPBK) mit der Europäischen Kommission wurde das Projekt in den Jahren durchgeführt. Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat auf Grundlage ihrer bis dahin gemachten Erfahrungen eine Projektskizze Best-Practice-Beispiele zum Thema Kriminalprävention im Städtebau angefer- kriminalpräventiver Maßnahmen aus den tigt. Die Projektskizze basiert Partnerländern auf Erkenntnissen aus dem niedersächsischen Modellprojekt Sicheres Wohnen in Niedersachsen, das in den Jahren vom LKA mit Modellstandorten aus Hannover, Göttingen und Lingen durchgeführt wurde. Ziel des EU-Projektes ist es, kriminalpräventive Instrumente und Maßnahmen für den Städtebau aus den Projektpartnerländern Deutschland, Großbritannien, Österreich und Polen zu bündeln und zu analysieren, aus ihnen neue Ansätze zu entwickeln und für weitere Mitgliedsstaaten der EU zu generalisieren. Der europäische Mehrwert des Projektes liegt darin, die Europäischer Mehrwert: Erkenntnisse aus dem Projekt Alle EU-Mitgliedsstaaten allen Mitgliedsstaaten zur profitieren von den Verfügung zu stellen, so dass Erkenntnissen Länder, die noch nicht oder nur wenig Kenntnis im Umgang mit Kriminalprävention im Städtebau haben, schon während der Projektlaufzeit aber auch nach Beendigung von den Ergebnissen profi tieren können. Letztendlich geht es um die Verbesserung der Lebensbedingungen der Nutzer und Nutzerinnen unter der Perspektive eines friedlichen und möglichst konfl iktfreien Zusammenlebens und dem Zusammenspiel von gebauter Umwelt und sozialräumlichem Engagement. Innerhalb des EU-Projekts Planning urban Security werden die umfangreichen lokalen Konzepte der Kriminalprävention im Städtebau in den Partnerstädten Hannover, Manchester, Szczecin und Wien einer empirischen Untersuchung unterworfen. Anhand eines Forschungsleitfadens geht es um die Verknüpfung von Wohnen und Sicherheit im Quartier. Es werden sowohl baulich-räumliche als auch sozialräumliche Strukturen in konkreten Projektgebieten untersucht, anhand derer das Sicherheitsempfi nden der Wohnbevölkerung widergespiegelt wird. Allen Untersuchungsgebieten gemein ist, dass sie gesellschaftlichen Veränderungsprozessen aufgrund demografi scher Entwicklungen unterliegen, deren Auswirkungen aber unterschiedlich spürbar sind. Die ausführlichen Forschungsergebnisse sind in den Projektberichten Initial Report und Interim Report zusammengefasst. Der Final Report erscheint im Juni Die begleitenden Berichte zum Projekt stehen unter zum download bereit Der Umgang mit kriminalpräventiven Maßnahmen im Städtebau in Europa unterscheidet sich je nach politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen voneinander. Einige Länder können bereits auf Erfahrungen im Umgang mit Kriminalprävention im Städtebau zurückgreifen, andere Länder hingegen stehen eher am Anfang der Umsetzung. Die Akzeptanz konkreter Maßnahmen ist in den Ländern je nach gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen unterschiedlich. Während z. B. die Kameraüberwachung in einigen Ländern auf eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung trifft, stößt diese Art der Überwachung in anderen Ländern eher auf Ablehnung. Der prozesshaft kommunikative Ansatz in Deutschland setzt Die Projektpartner eher auf kleinräumige Untersuchungen, die durch die verfolgen unterschiedliche Ansätze der Erstellung eines Lagebildes Kriminalprävention und die Kooperation unterschiedlicher AkteurInnen vor Ort geprägt ist. Österreich verfolgt u.a. einen sozialräumlichen Ansatz durch Beobachtungen in der Raumaneignung und Aktionsraumforschung. Die englischen Partner haben weiträumige Erfahrungen mit der Kriminalprävention durch räumliche Gestaltung Crime Prevention Through Environmental Design Methode (CPTED) gesammelt. Polizeiorganisationen aus Polen beziehen sich auf die Broken Windows Theorie von James Wilson und Geroge C. Kelling (1982), so identifi zieren sie Hot-Spots und werden dann in den Einzelbereichen tätig. 4 5

4 WISSENSCHAFTLICHE STATEMENTS ZUR KRIMINAL- PRÄVENTION IM STÄDTEBAU Prof. Dr. Paul Ekblom Professor at the University of the Arts London Research Centre on Design Against Crime, based at Central Saint Martins College of Arts and Design Crime prevention in urban development - A societal challenge Societies throughout the world are faced with ever more problems to resolve. Climate change, water shortage, economic diffi culties, peak oil, ageing population in regions like Europe, or alternatively fast-growing youthful population in regions like Africa or the Middle East, and crime and terrorism. Crime and terrorism in particular often result from diverse societal failures and confl icts, and wherever they occur make things signifi cantly worse. Solutions to the problems may conflict (for example, extra lighting for security increases our carbon footprint), interfere with other values and policies (for example, aesthetics or accessibility) or at least compete for fi nite resources. Solutions must themselves be resilient and sustainable, and Solutions must themselves must not interfere with the wider be resilient and sustainable sustainability of people, planet and profit the so-called triple bottom line of development. Given these pressures to create solutions and these constraints upon what can be done, the only feasible approach to improving the quality of urban living is through planning, design and engineering, and good management including self-management. But effective application of these processes is by no means guaranteed. A number of conditions are necessary for success: good data and analysis on patterns and trends in crime at different geographical and temporal scales; good understanding of the causes of crime and terrorism and how these interact with development-related factors and the wider local context; suffi cient capacity to anticipate and plan for change; clear, rigorous concepts for how to intervene through (among other approaches) environmental planning and design; a valid, reliable and wide-ranging evidence base; a signifi cant innovative capacity; adequate powers, incentives and resources to lead people and organisations towards solutions; full involvement of residents and other stakeholders; and a political climate that is receptive and durable. Prof. Dr. Paul Ekblom Paul Ekblom studierte Psychologie und promovierte am University College London (UCL). Als Wissenschaftler arbeitete er mehrere Jahre im britischen Innenministerium. Zu seinen Aufgaben gehörte die Entwicklung von innovativen Methoden zur Kriminalprävention. Auf internationaler Ebene ist Prof. Ekblom in verschiedenen Netzwerken aktiv, so z. B. im EU Crime Prevention Network, Europol, Council of Europe, Australian Institute of Criminology, Government of Abu Dhabi und der UN. Er ist langjähriger Mitarbeiter im Zentrum für angewandte Kriminologie und Gastprofessor an der University of Huddersfi eld und im Department of Security and Crime Science am UCL. Seine weiteren Betätigungsfelder beziehen sich auf die Entwicklung von praxisbezogenen Maßnahmen der Kriminalprävention, insbesondere die Bereiche der Sicherheit im Städtebau, Terrorismusbekämpfung und Reduzierung von Tatgelegenheitsstrukturen. Weitere Informationen erhalten Sie unter: Prof. Dr. Dr. Herbert Schubert Professor für Soziologie und Sozialmanagement an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln Kriminalpräventive Ansätze in der Stadtentwicklung Ende der 1990er Jahre wurde die Städtebauförderung mit dem Programm Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf Soziale Stadt zu einem integrierten Ansatz der umfassenden Quartiersentwicklung weiterentwickelt. In städtebaulich kritischen und sozial prekären Stadtquartieren wurde ein Zusammenhang zwischen Raumgestalt und sozialer Solidarität festgestellt. In der offenen Form der Großsiedlung, wie sie für die Stadterweiterungen der 1960er und 1970er Jahre typisch war, verselbständigten sich die Gebäude und unterstützten kaum das soziale Zusammenleben. Im Kontext städtebaulicher Mängel wiesen viele dieser Gebiete Zeichen der Unordnung und subjektiver Unsicherheit unter der Bevölkerung auf sie hatten den Charakter von Stadtgebieten mit einem hohen Unsicherheitspotenzial. Die Bauabteilung des zuständigen Ministeriums in Niedersachsen (heute: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration) begann daher in den Jahren 2001/2002 den Blick vom (potenziellen) Täter weg zu richten und sich dem Angst erzeugenden Signal des städtischen Raumes zuzuwenden. Mangelhafte Gestaltungsqualitäten des Raumes signalisieren Tatgelegenheiten, also Orte der Angst und Orte mit erhöhter krimineller Ereigniswahrscheinlichkeit. In den angelsächsischen Ländern hatte sich für deren Beseitigung bereits der Ansatz einer situativen Prävention bei der Stadtgestaltung (CPTED: Crime Prevention Through Environmental Design) etabliert: Sicherheit soll dabei vor allem durch die architektonische, freiraumplanerische sowie städtebauliche Gestaltung von Siedlungen erzeugt werden. In Deutschland und insbesondere auch in Niedersachsen fand diese Abtrennung einer situativen von einer sozialen Prävention keine Akzeptanz. Der situative und der sozialpolitische Ansatz wurden deshalb zu einem integrierten Präventionsansatz mit mehreren Handlungsebenen zusammengefasst. Neben der städtebaulichen Kriminalprävention werden darin die Förderung der Nachbarschaft, ein kommunales bzw. wohnungswirtschaftliches Belegungsmanagement und die Durchführung sozialpädagogischer Integrationsmaßnahmen gleichwertig betrachtet. Prof. Dr. Dr. Herbert Schubert Der promovierte Sozialwissenschaftler und habilitierte Raumwissenschaftler ist seit 1999 Professor für Soziologie und Sozialmanagement an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln. Seit 10 Jahren leitet er den Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt SOZIAL RAUM MANAGEMENT der Fachhochschule Köln. In der Sicherheitspartnerschaft im Städtebau in Niedersachsen führt er die wissenschaftliche Begleitung durch und ist berufenes Mitglied des Landespräventionsrates Nordrhein-Westfalen. Weitere Informationen erhalten Sie unter: Im niedersächsischen Ansatz werden drei Schutzdimensionen besonders betont: (1) eine gute städtebauliche Form und architektonische Gestaltung sowie technische Sicherungsqualitäten, (2) gelebter sozialer Der niedersächsische Ansatz: Drei Schutzdimensionen Schutz in der Nachbarschaft und unter den Bewohner/innen, (3) Engagement der Eigentümer und anderer Institutionen für die Siedlung und den Raum. Mit dem letzten dimensionalen Aspekt ist eine neue Governance-Perspektive verknüpft. 6 7

5 DIE PROJEKTPARTNER Landeskriminalamt Niedersachsen Der Governance -Begriff repräsentiert eine politische Steuerung, unter der diese nicht mehr traditionell auf staatliche Institutionen fi xiert bleibt, sondern auch die mitwirkende Rolle der zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Akteure betont. Die Bedeutung hierarchischer Strukturen nimmt ab und die Bedeutung dezentraler Verantwortung zu, indem staatliche, freigemeinnützige, private und zivilgesellschaftliche Akteure Sektoren, Ressorts und Organisationen übergreifend kooperieren und sich über gemeinsame Problemdefi nitionen und Handlungsziele verständigen. Nach diesem neuen Verständnis entstand die Sicherheitspartnerschaft im Städtebau in Sicherheitspartnerschaft im Städtebau Niedersachsen ; seit 2005 in Niedersachsen wirken darin 19 Verbände der Kommunen, der Wohnungswirtschaft, der Planungsprofessionen und zivilgesellschaftlicher Interessengruppen mit der Bauabteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration zusammen. Ein erstes Produkt der Sicherheitspartnerschaft stellt das Niedersächsische Qualitätssiegel für sicheres Wohnen dar (seit 2010/2011); es soll Impulse für Lebensqualität in der Wohnung und im Wohnumfeld setzen. Es handelt sich um einen Qualitätsrahmen, den Wohnungsunternehmen, Investoren und Kommunen als Entwicklungsstrategie nutzen können, um Wohnungsbestände und Wohnquartiere zu entwickeln. Das Qualitätssiegel wird nicht als singulärer Preis für die Anerkennung vereinzelter Leuchttürme verstanden, sondern als Qualitätsziel für die Siedlungsentwicklung in Niedersachsen. Damit bewegt sich der niedersächsische Ansatz der Kriminalprävention im Städtebau in die Richtung der urbanen Resilienz herzustellen. Denn es gibt Bezüge zu neueren Perspektiven der Vulnerabilitäts- und Resilienzforschung : Vulnerabilität bildet als Verletzlichkeit von Menschen und Gegenständen angesichts von Gefährdungen die Risikoseite ab und Resilienz als widerständige, strukturstabilisierende, regenerative Reaktionen auf Gefährdungen oder Schädigungen die andere (Schutz-) Seite der Medaille. Die Entwicklung der Kriminalprävention im Städtebau in Niedersachsen verfolgt das Ziel, die gebaute Umwelt, die Kultur des Zusammenlebens und die Bewohnerschaft resilienter zu machen. Das Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA NI) ist in seiner jetzigen Ausrichtung eine zentrale Dienststelle der niedersächsischen Landespolizei zur Sicherung der Zusammenarbeit in kriminalpolizeilichen Angelegenheiten mit dem Bund und den Ländern sowie innerhalb des Landes Niedersachsen. Die Aufgaben des LKA NI lassen sich in drei Kategorien zusammenfassen: Ermittlungs-, Unterstützungs- und Zentralstellenaufgaben. Zu den Zentralstellenaufgaben gehören auch die Bereiche Prävention und Beratung sowie die Forschung. Neben anderen Aufgaben der präventiven Arbeit (Jugend, Gewalt, Drogen usw.) hat sich der Bereich Kriminalprävention im Städtebau in den letzten Jahren etablieren können. Uwe Kolmey Präsident des Landeskriminalamtes Niedersachsen In dem Projekt PluS hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, als Polizei präventive Aufgaben zu übernehmen. Wenn es uns gelingt, Tatgelegenheiten zu reduzieren, wird auch die Aufgabe der Strafverfolgung geringer ausfallen. Aber nicht nur die Reduzierung der Kriminalität ist dabei von Bedeutung sondern auch die vorausschauende Betrachtung potentieller Gefahrenquellen. Wir haben unseren Weg ausgebaut und wissen, dass ein sicheres Wohnumfeld die Lebensqualität der Bewohner und Bewohnerinnen erhöht. Die Perspektive der Polizei ist dabei ein Baustein in einer Reihe von Aktivitäten, die zu einer attraktiven und bedarfsgerechten Wohnumfeldgestaltung und Stadtentwicklung beitragen kann, die originäre Aufgabe der Stadtplanung und Stadtgestalt überlassen wir aber den Experten aus der Planung. Als Kenner der Kriminalitätslage können wir unser Wissen in Form von Kriminalitätsanalysen einbringen und eine gemeinsame Strategie in Richtung Sicheres Wohnen in Niedersachsen leisten. In dem Projekt hat sich gezeigt, dass man global denken und lokal handeln muss, daher wird sich das Landeskriminalamt Niedersachsen auch weiterhin an europäischen Gedankenmodellen beteiligen und die Erkenntnisse auf die niedersächsische Ebene beziehen. Wir werden auch in Zukunft über den Tellerrand schauen, um von den Erkenntnissen anderer Länder zu profi tieren und um unsere Erfahrungen in den Prozess zur Gestaltung effektiver Sicherheitsarchitektur einzubringen. Gilde-Carée/Ihmeplatz Gilde-Carée/Stephanusstraße 8 9

6 DAS PROJEKTGEBIET Deutschland Hannover Hannovers Wohnqualitäten werden von jeher stadtteilbezogen betrachtet. Jeder einzelne der 51 Stadtteile hat seine eigene Wohnqualität, die in der Imagekampagne Hannover heißt zu Hause nach außen getragen wird. Seit 2003 verfolgt die Stadtverwaltung die strategische Zielsetzung, den Wohnstandort Hannover für die Einwohner und Einwohnerinnen attraktiver zu gestalten. Im deutschen Beitrag geht es thematisch um die Verknüpfung von Sicherheit und Wohnen in einem gemischten Stadtteil Hannovers, Linden-Mitte. Durch seine Ausprägung als Arbeiterstadtteil und seine geografi sch abgrenzende Lage zum Stadtgebiet von Hannover, durch die beiden Flüsse Leine und Ihme hat sich Linden bis heute seine Besonderheit als eigenständiger Stadtteil erhalten können. Das Projektgebiet weist eine unterschiedliche Gebäudestruktur (von gründerzeitlichen Gebäuden aus den 1890er Jahren über Großwohnstrukturen des Ihmezentrums aus den 1970er Jahren bis hin zu neu gebauten Reihenhäusern) mit unterschiedlichen Besitzverhältnissen (Miete und Eigentum) auf. Das Projektgebiet ist verkehrstechnisch gut angebunden. Der ÖPNV ist gut ausgebaut, Bus- und Bahnlinien verbinden das Projektgebiet in regelmäßigen Taktzeiten mit dem Zentrum und den angrenzenden Stadtteilen. Die Bevölkerung ist altersmäßig durchmischt, hier leben 15,4 % Jugendliche unter 18 Jahre und 16 % ältere Menschen ab 60 Jahre. Mit 68 % dominiert die Altersgruppe der jährigen den Stadtteil und liegt dabei über dem Stadtdurchschnitt mit 60 %. Die Bevölkerungsentwicklung in Linden-Mitte ist konstant, die demografi schen Veränderungen sind weniger durch Abwanderung als von Alterung und Mischung geprägt. So leben 22,9 % Einwohner und Einwohnerinnen mit Migrationshintergrund und 16,3 % Ausländer und Ausländerinnen in Linden-Mitte 1. Das Vereinsleben in Linden- Mitte ist stark ausgeprägt. So gibt es sowohl traditionelle Schützen- und Karnevalsvereine als auch zahlreiche Sportvereine und multikulturelle Vereine z. B. für türkische und deutsche BewohnerInnen. Auch das bürgerschaftliche Engagement gilt in Linden als überdurchschnittlich gut. In Linden-Mitte besteht die Furcht vor Verdrängungsprozessen alteingesessener Bevölkerungsgruppen durch Aufwertung der Wohn- und Geschäftshäuser (Gentrifikation). Auch wenn das Sicherheitsgefühl der Wohnbevölkerung insgesamt positiv bewertet wird, werden Probleme im Bereich nachbarschaftlicher Konflikte und antisoziales Verhalten im öffentlichen Raum bemängelt. Bisherige Aktivitäten auf dem Gebiet der Kriminalprävention im Städtebau Der Bereich Kriminalprävention im Städtebau gehört seit 10 Jahren zu den Zentralstellenaufgaben des LKA NI. Modellprojekt Sicheres Wohnen in Niedersachsen : Hier wurden Standards und Vorgaben für die kriminalpräventive Arbeit der Polizei entwickelt, um die ortsverbundenen Akteure und Akteurinnen bei der Um- bzw. Neugestaltung von Quartieren zu Fragen der Sicherheit und der Kriminalitätsverhütung beraten zu können. Das LKA NI ist es seit 2005 Mitglied in der Sicherheitspartnerschaft im Städtebau (SIPA). Mit der Absicht, die Lebensqualität, Attraktivität und Sicherheit der Städte und Gemeinden zu steigern, hat die SIPA in einer Vereinbarung einen elf Punkte Plan aufgestellt. Die SIPA hat weiterhin einen Kriterienkatalog für die Vergabe eines Qualitätssiegels für Sicheres Wohnen in Niedersachsen entwickelt und weitet den Fokus auf öffentliche Infrastrukturen aus. Es existieren Kooperationen zwischen Polizei und Handwerk, z. B. durch das Netzwerk Zu Hause sicher oder durch die Einführung der Errichterlisten: Sicherheit und Handwerk. In zahlreichen Städten und Gemeinden wurden lokale Sicherheitspartnerschaften zwischen Bürgermeister und Polizei geschlossen. Die Beteiligung der Polizei an vereinzelten Planungsprozessen ist durch die gesetzliche Vorgabe der Baugenehmigungsverfahren Träger öffentlicher Belange an vereinzelten Planungsprozessen vorgesehen. Das LKA ist Projektkoordinator des EU-geförderten Projektes Planning urban Security von (Dirk Behrmann, Dr. Anke Schröder) Eleonorenstraße 1 10 Der Anteil der Migranten und Migrantinnen (29,7%) und Ausländer und Ausländerinnen (21,4%) 11 ist im gesamten Stadtbezirk Linden-Limmer insgesamt erheblich höher.

7 DIE PROJEKTPARTNER University of Salford Manchester Die University of Salford (UoS) hat über Studierende aus über 100 Ländern, die in einer der drei Colleges studieren (College of Arts and Social Sciences, College of Health and Social Care, College of Science and Technology. Die UoS ist bekannt durch die enge Verbindung zur Industrie, zum Handel und zu den Künsten. Das Design Against Crime Solution Centre ist eine einzigartige Kooperation zwischen der University of Salford und der Greater Manchester Police. Das Solution Centre forscht, entwickelt und liefert Ergebnisse für die praktische Anwendung von gestaltungsbasierter Kriminalitätsprävention um Entscheidungsträgern bei der Suche nach Lösungen für Probleme und Fragen zur Kriminalität, antisozialem Verhalten und Terrorismus im 21. Jahrhundert zu unterstützen. Das Design Against Crime Solution Centre befasst sich mit drei Themenbereichen: (1) Design Against Crime (DAC); (2) Designing Against Terrorism und (3) Socially Responsible Design. Dr. Caroline Davey, Andrew Wooton Direktoren des Design Against Crime Solution Centre der Universität of Salford / Manchester Crime and insecurity are important social issues that impact on wellbeing and quality of life. In collaboration with public and private sector stakeholders, governments are addressing these issues both at a national and European level. Engagement with leading practitioners in the fi eld of crime prevention is essential, if a real impact on crime and quality of life is to be made. In 2003, the University of Salford set up a unique partnership with Greater Manchester Police (GMP) and Greater Manchester Against Crime (GMAC) the Design Against Crime Solution Centre. In PluS, the University welcomed the opportunity to work in partnership with the LKA in Lower Saxony a police organisation at the forefront of efforts in Germany to embed crime prevention within urban planning and design and to continue working with existing partners in Austria and Germany, as well as to establish new police crime prevention contacts in Poland. Professor Martin Hall University of Salford Vice Chancellor states (example quote from the VC): Over the past 12 years, the University has formed strong links with Greater Manchester Police through research collaborations to explore issues of crime, feelings of insecurity and urban design. The University welcomed the opportunity to expand this fi eld of design policy research in Europe, and establish a similar relationship with the LKA in Germany. that may act as examples of good practice for other European countries. In parallel, research conducted by PluS partners has revealed alternative approaches and examples of good practice from which organisations in the UK might learn. This has also enabled Salford researchers to refl ect on the underpinning ideas, assumptions and paradigms that inform the UK approach to crime prevention. In a previous European project, the Design Against Crime Solution Centre developed a method to promote the exchange of best practice across Europe. In the PluS project, Salford researchers have been able to progress this work, developing the Planning Urban Security Capability Maturity Model. The Maturity Model is tailored to the European approach to crime prevention, and is helping to guide efforts to improve crime prevention delivery in Germany. Development of the model has benefi ted from the feedback of European partners who are also practitioners in the fi eld. Together, the PLuS project team has been able to develop a model that functions across different European contexts and languages. Deansgate Locks The University of Salford recognised that participation in the PluS project was in line with the institution s mission:... to become renowned for the quality of its engagement, humanity, global reach and leadership in research, innovation and education. (University of Salford mission statement) The Design Against Crime Solution Centre is located within the School of Art & Design at the University of Salford. Through the PluS project, Salford researchers have been able to communicate the value of design in addressing social issues, and help integrate design practice and thinking within crime prevention in Germany a context that, as we have found through the PLuS project, differs signifi cantly from the UK. Through the PluS project, the Solution Centre has been able to track the ongoing development of the Design for Security service, and to identify aspects of their working process (what has become called the Manchester Model ) Castlefi eld 12 13

8 DAS PROJEKTGEBIET Großbritannien Manchester Das Bombenattentat der IRA aus dem Jahr 1996 zerstörte Quadratmeter hochwertiger Einzelhandelsflächen in Manchester. Mit europäischen Mitteln und Mitteln der Regierung Großbritanniens wurde das Gebiet neu aufgebaut und Gebäudeteile zu öffentlichen Bereichen umgewidmet. Im Jahr 2003 war Manchester eine der Top-Fünf Shopping-Metropolen Großbritanniens. Das Projektgebiet befi ndet sich innerhalb einer fest defi - nierten Unterteilung des Auswertungsbereichs des Lower Layer Super Output Area (SOA) Manchester 016A. In Manchester 016A wird insbesondere die Verknüpfung von Wohnen in der Innenstadt unter der besonderen Situation der Night-Time-Economy thematisiert. Die Bevölkerungsstruktur besteht hier aus young urban professionals, also jungen, berufstätigen Akademikern, die in der Regel (noch) keine Kinder haben und das urbane Leben in der Innenstadt Manchesters suchen und genießen. Die Innenstadt ist trotz einer relativ hohen Kriminalitätsrate in der vorfamiliären Lebensphase ein begehrter Wohnstandort. Laut den Daten der Greater Manchester Police aus den Jahren 2008 und 2009 gab es in dem Projektbereich 674 Straftaten und 473 Unfälle. Die auftretenden Konfl ikte der Nachtgesellschaft und der erwerbstätigen Wohnbevölkerung scheinen sich nicht gegenseitig auszuschließen. Die Verkehrsanbindung im Projektgebiet ist hervorragend. Der Bahnhof Deansgate liegt an der Hauptverkehrsverbindung und eine Haltestelle des Straßenbahnunternehmens Metrolink befi ndet sich innerhalb des Projektsgebiets. Ein gebührenfreier Pendelbus in der Innenstadt Manchesters, der Metroshuttle 2, hält im Gebiet in der Whitworth Street West. Die Erwachsenen im Stadtviertel Manchester 016A sind überwiegend Angestellte im Arbeitsverhältnis (45 %) oder noch in Schul- oder Berufsausbildung (31 %). Die sozioökonomischen Daten wurden durch eine Zählung von 2001 erfasst. Sie wurden auf Grundlage der Beschäftigung aller Erwachsenen im Alter von 16 bis 74 Jahren vorgenommen. Hinsichtlich ihres Bildungshintergrundes hat die Mehrzahl der Einwohner und Einwohnerinnen eine Hochschulausbildung. Nach den in der Zählung von 2001 erhobenen Daten verfügt 43 % der Bevölkerung über einen akademischen Grad. Die Mehrheit 84 % der Einwohner und Einwohnerinnen in Manchester 016A wurden in GB geboren. Das Gebiet schließt keine große Minderheitsbevölkerung ein. Bisherige Aktivitäten auf dem Gebiet der Kriminalprävention im Städtebau Manchester kann auf eine Vielzahl themenbezogener Aktivitäten zurückgreifen. Neben polizeilichen Aktivitäten zur kriminalpräventiven Gestaltung gibt es Maßnahmen zur Bekämpfung von alkohol- und drogenbezogenen Problemen, Erhöhung der Sicherheit für Bargeldverkehr, Bekämpfung der Fahrzeug- und Einzelhandelskriminalität, zu Kriminalität und antisozialem Verhalten im öffentlichen Raum und zur Bekämpfung von Kriminalität in Wohngebieten 2. Auswahl: Secured By Design Geleitet durch die Association of Chief Police Offi cers (ACPO). Diese Initiative ermutigt die Bauindustrie Großbritanniens, in der Bauplanung kriminalpräventive Maßnahmen anzuwenden. Der Status Secured By Design wird den Baumaßnahmen verliehen, die den notwendigen Gestaltungs- und Sicherheitskriterien entsprechen. Architectural Liaison Offi cer (ALO) der Greater Manchester Police (GMP) Acht Verbindungsbeamte werden für Bauangelegenheiten eingesetzt. Sämtliche Team-Mitglieder haben Erfahrung in der Bauindustrie. Die ALOs werten alle wichtigen Pläne aus, die dem Greater Manchester s Planning Authority für die Baugenehmigung vorgelegt werden. GM Clubsafe Eine Plakette, die draußen an einem Nachtlokal mit Schankerlaubnis hängt, bedeutet: Hier gibt es kostenloses Trinkwasser. Das Personal im Eingangsbereich ist geschult und erkennt Drogenprobleme und leistet Erste Hilfe. Es existiert ein Erholungsbereich abseits der Haupttanzfl äche. Door Safe Scheme Das Sicherheitspersonal und Personal im Eingangsbereich werden von der Polizei geprüft, nehmen an einer Schulung teil und erhalten eine Zulassung. Training in Life-saving Qualifi zierung von Thekenpersonal zu Rettungszwecken. Pedestrianised streets & zones Straßen mit hoher Konzentration von (betrunkenen) Menschen werden in den Freitag- und Samstagnächten vorübergehend in Fußgängerzonen umgewandelt. CCTV in the public realm Manchester hat ein fl ächendeckendes CCTV-System und einen polizeilich besetzten Kontrollraum. Graffi ti prevention and removal Es wird eine Belohnung für das Anzeigen von Graffiti Vandalen ausgesetzt. Eine Initiative der Stadtverwaltung entfernt aufgesprühte rassistische Graffiti und Hassbotschaften innerhalb 24 Stunden. Slate Wharf The design of shutters Die Stadtverwaltung rät von Kaufl äden mit leeren Schaufenstern, geschlossenen Rollläden oder unschönen Sicherheitsvorrichtungen ab. Transforming public space through art Ein kurzzeitiges Beleuchtungsprojekt, das Schlüsselgebäude eine Nacht lang anstrahlt. Footprint leafl et Ein Merkblatt zur Einbruchsprävention in Form eines Fußabdrucks wird durch das offene Fenster geworfen und macht den Bewohner bewusst, dass sie einbruchgefährdet sind. (Dr. Caroline Davey, Andrew Wootton) 2 14 Aus Platzgründen kann hier nur eine Auswahl der Aktivitäten dargestellt werden 15 (die ausführliche Aufl istung befi ndet sich im Initial Report und steht unter zum Download bereit).

9 DIE PROJEKTPARTNER Donau-Universität-Krems DAS PROJEKTGEBIET Österreich Wien Donau-Universität-Krems Die Donau-Universität Krems hat sich auf universitäre Weiterbildung spezialisiert und bietet transferfähige und anwendungsorientierte Forschung in den Bereichen Wirtschaft und Management, Kommunikation, IT und Medien, Medizin und Gesundheit, Recht, Verwaltung und internationale Beziehungen, Kultur- und Bildungswissenschaften sowie Bauen und Umwelt. Dabei setzt die Weiterbildungsuniversität gezielt auf neue interdisziplinäre Querverbindungen und zukunftsträchtige Spezialgebiete. Zudem ermöglicht die Forschungsarbeit intensive Kooperationen mit Unternehmen und anderen öffentlichen Institutionen. Die drei Fakultäten der Universität arbeiten in der Forschung über ihre Fachgrenzen hinweg zusammen. Das Department für Bauen und Umwelt führt wissenschaftliche Studien durch, begleitet Produktentwicklungen und ist in der Normung und Politikberatung tätig. Ein Schwerpunkt bildet dabei der Bereich Facility Management und Sicherheit. Dr. Helmut Floegl Leiter des Zentrums für Facility Management und Sicherheit an der Donau-Universität-Krems Das PluS-Projekt brachte mit seinem Fokus auf Gestaltung, dem infrastrukturellen Angebot und der Sozialstruktur entscheidendes Wissen über die Wirkung von Gestaltung und Management von Stadtquartieren auf die Sicherheit am Beispiel unseres Untersuchungsgebiets in Wien im Vergleich mit den Untersuchungsgebieten in Hannover, Manchester und Stettin. Unsere wichtigste Erkenntnis: Sicherheit wird einerseits durch Schaffung und Pfl ege als sicher empfundener Räume und andererseits durch eine kluge Steuerung der sozialen Kontrolle erreicht. Das österreichische Forschungsgebiet des Stadtteils Floridsdorf liegt in der nordöstlichen Peripherie der Stadt Wien. Heute bezeichnet Floridsdorf den 21.Bezirk der Stadt Wien (insgesamt 23 Bezirke), Heimat für etwa Einwohner und Einwohnerinnen mit einer Größe von 44,5 Quadratkilometern. Aufgrund der Urbanisierung und Industrialisierung erfuhr Floridsdorf seit Ende des 19. Jahrhunderts ein starkes Wachstum. Obwohl heute noch 50 % des Gebietes als landwirtschaftliche Fläche genutzt werden, hat sich eine Vielzahl von industriellen und kommerziellen Unternehmen in Floridsdorf niedergelassen und macht den Bezirk damit zu einem der populärsten Gebiete auch für die Entwicklung des Wohnungsmarktes sowie von Büro- und Geschäftsgebieten in Wien. Das Projektgebiet umfasst das historische Zentrum des Bezirks Floridsdorf, einschließlich des Bahnhofs und dessen Vorplatz sowie zahlreiche Wohnbebauungen und Infrastruktureinrichtungen. Das Gebiet stellt einen wichtigen Verkehrsknoten für den öffentlichen Personenverkehr dar (Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen) und einen Knotenpunkt für Pendler aus Städten und Dörfern im Norden und Osten Wiens. Bahnhof Wien/Floridsdorf Am Zentrum für Facility Management und Sicherheit der Donau-Universität Krems erforschen wir Themen und lehren Anwendungswissen des Managements der Facilities, das sind die Liegenschaften, Gebäude und Infrastrukturen in Unternehmen, Organisationen und öffentlich-rechtlichen Körperschaften. Wir wollten immer schon herausfi nden, wie Sicherheit als wichtiges Querschnittsthema, durch entsprechende Planung und Management von gebauten, öffentlich zugänglichen Strukturen geschaffen und erhalten werden kann. Das EU-Projekt Planning urban Security mit seinem europäischen Kontext war für uns die ideale Forschungsplattform die Antworten auf diese Frage zu fi nden. Paul-Speiser-Hof Das Gebiet wird durch Nutzungsvielfalt charakterisiert und umfasst: die Ufergebiete am Fluss Donau und das Erholungsgebiet am See (Alte Donau); ein Bürohochhaus; ein Wohngebiet, das am besten als Gartenstadt beschrieben werden kann; einen großen Wohnkomplex aus den 1931/32er Jahren, der als Teil des Gemeindewohnbaus der Sozialdemokraten ( Paul-Speiser-Hof ) gebaut wurde. Die aktuellen Neustrukturierungen der Bahnhöfe stellt die überwiegend ältere Bevölkerung in den Gemeindewohnbauten aus den 1930er Jahren vor große Herausforderungen, da der Bahnhofsvorplatz als zentraler Ort stark frequentiert wird. Neben dem Reiseverkehr dient der Bahnhof als Treffpunkt junger Menschen, neben Alkoholkonsum im öffentlichen Raum fi ndet auch Drogenhandel statt. Bodenstedtergasse 16 17

10 DIE PROJEKTPARTNER Voivodeship Police Headquarter Szczecin Bisherige Aktivitäten auf dem Gebiet der Kriminalprävention im Städtebau In Österreich ist das Thema Kriminalprävention allgemein von geringerer Wichtigkeit. Öffentliche Diskussionen über Methoden und Verantwortlichkeiten der Kriminalprävention sind selten. Alle unter der Schlagzeile der Kriminalprävention offiziell besprochenen Tätigkeiten sind ausschließlich mit der Polizei verbunden. Alle anderen Aktivitäten, die in anderen europäischen Ländern in die Diskussion der Kriminalprävention eingebunden sind, wie soziale Themen, Gemeinschaft und Sozialfürsorge-Dienstleistungen werden ebenfalls in Wien umgesetzt, aber nicht unter dem Begriff der Kriminalprävention. Polizeiarbeit ist eindeutig von der Sozialarbeit und vom Gesundheitswesen getrennt. In Wien gibt der Polizeiberatungsdienst Auskunft über passende Verhaltensmaßnahmen für den individuellen Selbstschutz. Sie geben Auskunft über technischen Einbruchschutz elektronische und mechanische Sicherheitsgeräte einschließlich Sicherheitstüren, Schlössern, Gitter- und Alarmsystemen. Grundlagen der Kriminalitätsprävention durch Gestaltung des öffentlichen Raumes Crime Prevention Through Environmental Design (CPTED) fl ießen seit 1995 in die Broschüre Richtlinien für eine sichere Stadt der Magistratsabteilung zur Förderung und Koordination von Frauenangelegenheiten ein. (Dr. Günter Stummvoll, Mag. Alexander Neumann) Grünstreifen Bodenstedtergasse Voivodeship Police Headquarter Szczecin Die Voivodeship Police Headquarter Szczecin ist eine Polizeiorganisation in Westpommern. Der Aufgabenbereich der polnischen Polizei ist in drei Bereiche unterteilt: Strafverfolgung, Prävention und unterstützende Tätigkeiten der Polizei in einer Reihe von Organisations-, Logistik- und technischen Aufgaben. Nach umfangreichen Reformen handelt die Polizei auf der Grundlage eines Polizeigesetzes vom April Als uniformierte Einheit wurde sie im Dienste der Gesellschaft und zur Sicherung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit der Bürger bestimmt. Andrzej Szrajber Specialist of City Police Group for Crime Prevention, Juvenile and Pathology at the Department of Prevention of the Voivodeship Police Headquarter Szczecin The process of transformations in state and phenomenons in society consist of several elements; some of them are crucial and some are of lower significance, but they are tightly connected in a chain of reasons and results. In these conditions, social structure faces new expectations, different needs and responsibilities. These changes generate particular threats for various groups and social stratums, and modify the criminology picture in state. Dynamics of crime development, new modus operandi, motives and targets - all these demand implementation of modern methods of crime prevention. Innovative forms of crime prevention use education to train proper behaviour in order to avoid becoming a victim. Such activities in shape of national wide preventive programmes aim at elimination of negative external circumstances. In Poland, this branch of crime prevention is implemented within Security Space Programme, involving plenty of elements in the process. Security Space Programme demands cooperation of various stakeholders and additional agreements between authorities responsible for public order. It indicates one long-term target for the whole cooperative structure and requires very legible division of responsibilities. Participation in Planning urban security project has been the possibility Poland never hesitated to take. In accordance to Maturity Model, for the moment Poland develops crime prevention at the level of building awareness. Indeed, there is a strong need within Polish authorities to increase the knowledge on range and effectiveness of crime prevention. Attitude to security issues is still stigmatized with stereotypes. Responsibility for public security is laid completely on state structures, which does not facilitate the development of crime prevention. In order to modify existing model, it is necessary to widely present examples of good practice from MS partners. It must be underlined that surveys (both, qualitative and quantitative) which have been carried within PluS project thanks to EU co-fi nancing brought great added value of this project for Poland. Questionnaires provided current information on social needs, inhabitants expectations and possible threats. Participation in PluS project granted also with familiarity on current situation in particular MS as far as crime prevention is concerned. Exchange of knowledge and experience will allow Poland to implement necessary changes in effective and successful way. Cooperation within PluS project gifted the advantage Poland would avoid mistaken solutions. Due to the fact the needs and expectations in partner states for crime prevention on international level are known and clear, Poland is able to adjust public order issues to widely accepted European standards

11 DAS PROJEKTGEBIET Polen Szczecin Die Projektpartner aus Szczecin haben den Titel Szczecin your future begins here gewählt. Daran abzulesen sind die Folgen der demografischen Entwicklung aufgrund hoher Abwanderungsraten der Wohnbevölkerung und dem Rückgang der Geburtenzahlen bis Der wirtschaftliche Aufschwung Polens ab 2008 ermöglichte erstmals eine Rückkehr der Bevölkerung. Um Sicherheit und Schutz der öffentlichen Ordnung gewährleisten zu können, ist zweifellos die Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen erforderlich, darunter sollten nicht nur die zuständigen Behörden, sondern auch die Einwohner und Einwohnerinnen gehören. Bisherige Aktivitäten auf dem Gebiet der Kriminalprävention im Städtebau Der architektonische Stil von Szczecin ist überwiegend durch die Stilrichtungen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der ersten Jahre des 20. Jahrhunderts geprägt. In vielen Stadtteilen, insbesondere in der Stadtmitte, die durch die Bombardierung zerstört wurde, überwiegt der Soziale Realismus nach Das aktuelle Stadtbild ist geprägt durch einen Investitionsstau. Die Fassaden der meist gründerzeitlichen Wohnhäuser werden in Teilen erneuert, für eine ganzheitliche Sanierung fehlen jedoch die erforderlichen Mittel. Das Projektgebiet umfasst das Stadtviertel eines Altbaugebietes im Zentrum von Szczecin. Es besteht aus Gebäudetypen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, aus Mietshäusern mit Innenhofbebauungen. Dieses Stadtviertel ist durch örtliche Verkehrsmittel wie Busse und Straßenbahnen gut mit dem modernen Teil der Stadt verbunden. Aus Mangel an anderen Möglichkeiten spielt sich das soziale Leben im Projektgebiet schwerpunktmäßig in den Innenhöfen der Mietshäuser ab. Diese sind leider nicht gut gepfl egt. Schmutzig, grau und unpassend gestaltet, halten sie die Einwohner und Einwohnerinnen eher davon ab, ihr Wohnumfeld zu nutzen. Aufgrund eines niedrigen Integrationsniveaus bestehen besondere soziale und wirtschaftliche Probleme. Sichtbar wird dies durch Perspektivenmangel und Kriminalität die hohe Arbeitslosenquote und ein Überschuss an ungenutzter Zeit sowie übermäßiger Alkoholkonsum verleitet die Betrunkenen dazu, sich in den Eingangstoren der Gebäude zu versammeln. Nicht selten werden gerade dort Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten begangen. Die Folge ist häufi g ein verstärktes Unsicherheitsgefühl anderer Anwohner und Anwohnerinnen. Auf Grundlage der nationalen Entwicklungsstrategie für Polen für die Jahre mit dem Titel Schaffung einer integrierten Gesellschaft und ihrer Sicherheit wird die Zusammenarbeit zwischen den Behörden gefördert, um das System der öffentlichen Sicherheit zu entwickeln. Das Konzept bezieht sich auf örtliche Bezüge und unterstützt Tätigkeiten um problematische Kriminalität einzugrenzen. Das polnische Nationalprogramm mit dem Titel Zusammen mehr Sicherheit wurde geschaffen, um die Anzahl der Ereignisse und Verhaltensweisen, die am häufi gsten für die Öffentlichkeit von Belang waren und ein Gefühl von Bedrohung erweckten, zu reduzieren. Seit dem Jahr 2008 ist die polnische Polizei in dem European Crime Prevention Network vertreten, das durch einen Beschluss des EU-Rates ins Leben gerufen wurde. Darin geht es darum, kriminalpräventive Maßnahmen in den Mitgliedstaaten der EU zu fördern und Mittel zur Verfügung zu stellen, durch die bewährte Verfahrensweisen in der Kriminalitätsprävention, überwiegend traditionelle Kriminalität, mitgeteilt bzw. gemeinsam genutzt werden könnten. Im Jahr 2007 wurden in Szczecin drei Wohnsiedlungen gebaut, die auf der Grundlage der Standards von Kriminalitätsprävention durch räumliche Gestaltung (CPTED) entwickelt wurden. (Dorota Silewicz, Andrzej Szrajber) Szczecin/Nähe Plac Grunwaldzki Szczecin/Innenhof Szczecin/Innenstadt 20 21

12 ERKENNTNISSE AUS DEM PROJEKT Nationale/lokale Ergebnisse Die dargestellten Projektbeschreibungen geben einen Überblick über die bestehenden lokalen Rahmenbedingungen im Umgang mit kriminalpräventiven Maßnahmen im Städtebau. Dabei wird deutlich, dass man in einigen Ländern bereits von einer Tradition kriminalpräventiver Ansätze im Städtebau sprechen kann, während sich der Umgang in anderen Ländern Ein europäischer Gedanke viele länderspezifische Ansätze als ausbaufähig darstellt. Diese unterschiedlichen Rahmenbedingungen stehen stellvertretend für die Vielfalt und Divergenz weiterer Länder der Europäischen Union. Quantitative Bevölkerungsbefragung Kein kausaler Zusammenhang zwischen Wohndauer und erhöhtem Sicherheitsgefühl Innerhalb des Projekts Planning urban Security wurde eine quantitative Bevölkerungsbefragung mit dem Fokus auf Viktimisierungserfahrungen sowie zur Kriminalitätsfurcht und Sicherheitsempfi nden in den Untersuchungsgebieten durchgeführt. Anhand von Hypothesen zur Verknüpfung von sozialer Verankerung und Identifi kation mit dem Stadtteil in Verbindung mit einem höheren Sicherheitsgefühl wurde eine internationale Auswertung vorgenommen. Festgestellt wurde, dass das Sicherheitsgefühl in den Ländern unterschiedlich ausgeprägt ist. Zum Beispiel konnten die Hypothesen, dass sich Menschen, die länger im Wohngebiet wohnen und sich über eine lange Wohndauer mit dem Stadtteil identifi zieren und sich ergo sicherer fühlen nicht bestätigt werden. In einzelnen Ländern konnten jedoch auch Parallelen festgestellt werden, so sind junge Männer am häufi gsten Opfer von Gewalt im öffentlichen Raum. Ältere Menschen hingegen haben größere Angst Opfer von Kriminalität zu werden, obwohl sie in den letzten 12 Monaten geringere Viktimisierungserfahrungen gemacht haben 3. Detaillierte Ausführungen zu den landesspezifi schen und nationalen Auswertungen können dem Interim Report entnommen werden. (www.plus-eu.com) Qualitative Befragung von Experten und Expertinnen Anschließend erfolgte eine qualitative Erhebung, in der Interviews mit professionell beteiligten Institutionen und Personen stattfanden. Diese wurden anhand eines strukturierten Leitfadens über Möglichkeiten der Einbeziehung kriminalpräventiver Maßnahmen im Städtebau befragt. Diese qualitative Befragung vor Ort ergab ergänzende Hinweise zur Problemlage vor Ort. In den Untersuchungsgebieten wurde gleichermaßen festgestellt, dass keine auffallend hohe Kriminalität zu verzeichnen ist. Verallgemeinert kann aber festgestellt werden, dass Alkoholkonsum sowie Dreck und Schmutz auf öffentlichen Straßen und Plätzen und das Herumhängen von Jugendlichen und Gruppen als verunsichernd eingeschätzt wird. Deutlich treten jedoch auch hier lokalspezifi sche Probleme auf, die von den Verantwortlichen vor Ort in den Untersuchungsgebieten entwickelt werden müssen, denn nur orts- und genderspezifi sche Lösungen können die Situation verbessern. Während von den Befragten in Hannover vor allem sozialräumliche Projekte favorisiert werden, sind in Szczecin vor allem baulich-räumliche Veränderungen erwünscht. In Manchester setzen die Interviewten vor allem auf den Fortbestand bestehender Kooperationen, in Wien auf ein funktionierendes Stadtteilmanagement. Fazit aus der empirischen Phase Lösungsansätze auf lokaler Ebene Nach der Zusammenstellung bisheriger Aktivitäten in den Ländern sowie der Auswertung der Bevölkerungsbefragungen und den Interviews mit den Experten und Expertinnen vor Ort ist deutlich geworden, dass ein wichtiges Instrument zur Berücksichtigung kriminalpräventiver Maßnahmen im Städtebau die Entwicklung und Umsetzung von Kriterien und Maßnahmen auf der lokalspezifi schen Planungsebene ist. Wirkungsvolle Maßnahmen für lokale Denn nur wenn die Bedingungen vor Ort erkannt werden, Akteure können maßgeschneiderte und wirkungsvolle Maßnahmen entwickelt werden. Auf der Umsetzungsebene sind demnach die Verantwortungsträger vor Ort auszumachen und in die Planung und Umsetzung konkreter Projekte zu beteiligen. Das Projekt Planning urban Security - PluS hat sich zum Ziel gesetzt, übertragbare Instrumente und Maßnahmen für die Kriminalprävention im Städtebau zu entwickeln. Festgestellt wurde, dass trotz länderspezifi scher Unterschiede und lokaler Ansätze ein internationales Interesse an der Kriminalprävention im Städtebau besteht und der Wunsch nach verstärktem Informationsaustausch und umsetzbare Handlungsstrategien vorhanden ist. Aus der Erkenntnis heraus, dass die konkreten Maßnahmen zwar vor Ort entwickelt Instrumente für Prozessabläufe und werden müssen, die Ansatzpunkte aber durchaus auf Entscheidungsstrukturen internationaler Ebene übertragen werden können, haben sich die Projektpartner und -partnerinnen auf bestehende Strukturen der verantwortlichen Institutionen und Verwaltungen und auf Prozessabläufe konzentriert. Begleitet wurde die Weiterführung des Projektes mit der Fragestellung: Welche Voraussetzungen sind erforderlich, um kriminalpräventive Maßnahmen in Planungsprozesse implementieren zu können? Welche Maßnahmen müssen getroffen werden, um zur Professionalisierung der Akteure und Akteurinnen beizutragen? Wer muss an Prozessen beteiligt werden, um kriminalpräventive Maßnahmen umzusetzen? Aus dieser Fragestellung heraus wird ein Qualifizierungsmodell zur urbanen Sicherheit in vier Entwicklungsschritten zur Kriminalprävention in der Stadtentwicklung vorgeschlagen. Vier Schritte zur Entwicklung der Kriminalprävention in der Stadtentwicklung Das Qualifi zierungsmodell zur Kriminalprävention in der Stadtentwicklung richtet sich an all diejenigen, die für sich Kriminalprävention im Städtebau als Möglichkeit zur Reduzierung von Straftaten und Stärkung des Sicherheitsempfi ndens der Bevölkerung erkennen. Prinzipiell geht es um die eigene Einschätzung auf unterschiedlichen Verantwortungsstufen oder nationalen Strukturebenen. Der Stadtteil wie die Gesamtstadt als auch das (Bundes-) Land kann sich innerhalb des Modells verorten. Die Entscheidung, ob eine Professionalisierung erforderlich ist, ist abhängig von der Notwendigkeit, ein höheres Level zu erreichen. Kriminalprävention in der Stadtentwicklung bietet die Möglichkeit, Straftaten zu reduzieren und das Sicherheitsempfinden zu stärken Bei der Einstufung ist zu berücksichtigen, dass das Ziel des friedlichen Miteinanders, der objektiven sowie der subjektiven Sicherheit nicht erst mit Stufe 4 erreicht ist. Die Hochstufung ist abhängig von der Kriminalitätsrate bzw. von auftretenden Delikten und antisozialem Verhalten vor Ort. Besteht ein Problem, kann das Erklimmen eines nächsten Levels erforderlich sein. Um einen Anhaltspunkt zu bekommen, wie das nächste Level zu erreichen ist, werden Hilfsanleitungen in Form von so genannten Must Haves (zwingend notwendig) und Could Haves (optional) gegeben, also Voraussetzungen die erforderlich sind und solche die förderlich sein können um die nächste Ebene zu erreichen. Die jeweilig notwendigen Kriterien und konkreten Maßnahmen müssen vor Ort entwickelt werden. Best Practice Beispiele aus anderen Ländern sind hilfreich, um Anregungen und Ideen zu bieten. Zur stärkeren Identifi kation ist eine eigene Kriterienentwicklung jedoch empfehlenswert In Manchester konnten keine Aussagen getroffen werden, die Fallzahlen der älteren Menschen waren zu gering. 23

13 DAS QUALIFIZIERUNGSMODELL IM ÜBERBLICK Zunehmende Professionalisierung Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen Kriminalprävention im Städtebau Reaktion Anstieg Kriminailität und soziale Unordnung Prävention Auslösendes Ereignis /Impuls Level 1 Initiieren Einmaliges (Pilot-) Projekt mit einem Bezug zu bestehenden Unsicherheiten oder Kriminalität Must Haves: Level 2 Übertragen Einbindung kriminalpräventiver Maßnahmen entlang der strategischen Planung und in Entwicklungsprojekten Must Haves: Level 3 Managen Einbindung kriminalpräventiver Maßnahmen in alle Planungs- und Bauprozesse (Bau- und Objektplanung) Must Haves: Level 4 Must Haves: Einbetten Kriminalpräventive Maßnahmen als integraler Bestandteil von Planungsund Entwicklungsprozessen Bewusstsein über Kriminalitäts-/Sicherheitsprobleme auf Entscheidungsebene schaffen (z. B. durch kriminologische Regionalanalyse, Wohnungsmarktanalyse, Bevölkerungsbefragung oder kriminalpräventive Projekte) Beratungsteam mit erforderlichen Autoritäten und Engagement und Kenntnis über Kriminalprävention im Städtebau ausstatten Zugang zu geeigneten Hilfsmitteln, Kriterien und Best-practice Beispielen herstellen Could Haves: Kriminalprävention im Städtebau durch Öffentlichkeitsarbeit und mediale Präsenz befördern Kriterien der Kriminalprävention im Städtebau in Auswahlverfahren für alle an Planung Beteiligte beachten (z. B. über Expertenlisten Architekten und Architektinnen sowie Stadtplaner und -planerinnen mit besonderen Fähigkeiten) Wissens- bzw. Handlungslücke Erklärter (kommunaler) politischer Wille für die Implementierung kriminalpräventiver Maßnahmen in der Stadtentwicklung Mitwirkung von Entscheidungsträgern einer Organisation bei der Verankerung von Kriminalprävention in der Stadtentwicklung (Polizei, Planung, andere Verantwortliche) Anschauungsbeispiele für die Umsetzung kriminalpräventiver Maßnahmen darstellen Abgestimmte Vereinbarungen und Kriterien zur Verankerung kriminalpräventiver Maßnahmen in strategischen Stadtentwicklungsprojekten Verfügbarkeit von ausgebildeten Experten und Expertinnen für die Vermittlung kriminalpräventiver Maßnahmen in der Stadtentwicklung Zugang zu und Unterstützung von Experten und Expertinnen: Zugang zu Kriminalitätsdaten und Möglichkeiten zur Interpretation schaffen Fähigkeiten erlangen, Beratungen und Beurteilungen anzubieten Zugang zu abgestimmten Richtlinien und goodpractice Beipielen Could Haves: Anreize über Auslobung und Prämierungen guter Beispiele schaffen Wissens- bzw. Handlungslücke Transparente und (korruptionsfreie) Planungsprozesse Lokal organisierte Stadt- und Planungsabteilung, die eine aktive Rolle bei der Kriminalprävention in der Stadtentwicklung einnimmt Abgestimmte Vereinbarungen und Kriterien zur Verankerung der Kriminalprävention in der Stadtentwicklung in Planungsprozessen Bewerber werden auf die Berücksichtigung von kriminalpräventiven Kriterien aufmerksam gemacht, Prüfung der Anwendung durch Experten Bestätigung wirksamer Kriterien für die Beurteilung von Entwicklungsprozessen (vermittelt über die Website, Broschüren und Anleitungen) Ausreichende Anzahl an Experten und Expertinnen, um den Bedarf zu decken Could Haves: Unterstützende Gesetzgebung und Regelwerke auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene Wissens- bzw. Handlungslücke Einbindung kriminalpräventiver Maßnahmen und Sicherheitsaspekte in einem frühen Planungs- und Bauprozess, Unterstützung durch alle Beteiligten (umfasst Kosten und Qualität) Experten und Expertinnen sind in den Prozessablauf eingebunden und stehen nicht nur beratend zur Seite Erfordert das Wissen über Entwicklungsprozesse und die Fähigkeit interdisziplinärer Wissensvermittlung z. B. Planung oder Polizei Abgestimmtes Vorgehen zur routinemäßigen Berücksichtigung kriminalpräventiver Maßnahmen in alle Stadtentwicklungsprozesse Zugang zu und Förderung von Experten und Expertinnen der Kriminalprävention Zugang zu Kriminalitätsstatistiken und Fähigkeit zur Interpretation Erwerb und Erhalt von Wissen und Fähigkeiten kriminalpräventiver Maßnahmen Could Haves: Gebührenpfl ichtiger Beratungsservice für das Themenfeld Kriminalprävention in der Stadtentwicklung Darstellung von kleinräumigen Kriminalitätslagebilder und kriminologischen Regionalanalysen als Entscheidungshilfen Qualitätsmanagement (Kontrolle über Evaluierung) 24 25

14 AUSBLICK STATEMENTS LOKALER AKTEURE UND AKTEURINNEN IN NIEDERSACHSEN Dirk Behrmann, Dr. Anke Schröder Projektleiter und Projektmanangerin des Projekts Planning urban Security im Landeskirminalamt Niedersachsen Durch das entwickelte Qualifi zierungsmodell ist es gelungen, übertragbare Instrumente für die Implementierung der Kriminalprävention in die Stadtentwicklung abzuleiten. Um den jeweiligen Prozess zu initiieren, können Veränderungen anhand vorhandener Meldesysteme festgestellt werden. Denkbar sind z. B. so genannte SWOT-Analysen (Strenghts, Weaknesses, Opportunities and Threats - Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen), Wohnungsmarktbeobachtungssysteme, Bevölkerungsbefragungen oder Regionalanalysen. Companies need to ensure that their business process become more mature in other words, that they are capable of delivering higher performance over time. (Hammer 2007) 4 Durch den Einbau einer Variablen zur Kriminalitätslage könnte das entsprechende Meldesystem auf Veränderungen aufmerksam machen und anschließend Handlungsbedarf in die Alltagsorganisation signalisieren. In einem nächsten Schritt müssten konkrete Maßnahmen entwickelt werden und in bestehende Institutionen einfl ießen. Zur weiteren Vertiefung der prozesshaften Implementierung kriminalpräventiver Maßnahmen in die Stadtentwicklung könnte im Folgenden eine Analyse vorhandener Entscheidungsstrukturen und Umsetzungsstrategien in Kommunen und Organisationen stattfi nden. Diese Analyse kann auf bewährte Strategien aufbauen, die z. B. aus der Wirtschaftswissenschaft in Stadtplanungsprozesse übertragen werden können. Städte sollten versuchen, ihre Prozessabläufe für die Einbettung kriminalpräventiver Maßnahmen in die Stadtentwicklung zu verbessern. Die kommunalen Verantwortungsträger müssen sicher stellen, dass sie in der Lage sind, im Laufe der Zeit höhere Leistungen im Sinne der Qualitätsverbesserung in Wohnnachbarschaften zu erbringen. Kriminalprävention in der Stadtentwicklung ist ein Querschnittsthema, das sich dazu eignet, ein friedlicheres Miteinander im Wohnumfeld und im Stadtquartier zu fördern. Carsten Ens Verband der Wohnungswirtschaft Niedersachsen/ Bremen, zuständig für Medienarbeit und Veranstaltungsorganisation, Vorstandsmitglied im Landespräventionsrat bis 2010, Vertreter in der Sicherheitspartnerschaft im Städtebau Der vdw Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen/Bremen vertritt die Interessen von rund 170 Wohnungsunternehmen. Die Verbandsmitglieder sind sozialorientierte Unternehmen die sich als verlässliche und verantwortungsvolle Vermieter für breite Schichten der Bevölkerung einsetzen. Die wohnungswirtschaftliche Praxis zeigt seit einigen Jahren, dass neben den vier Wänden zunehmend auch andere Faktoren bei der Wahl des Wohnstandortes eine Rolle spielen: die Attraktivität der Nachbarschaft bzw. des Wohnquartiers wird u. a. an Kriterien wie Sicherheit und Sauberkeit gemessen. Mit dem Thema Sicheres Wohnen beschäftigt sich der vdw seit Ende der 1990er Jahre intensiv. Bereits 1998 wurden in einer großen Tagung in Bremen Fragen rund um die Sicherheit im Wohnquartier erörtert. Adressaten waren damals vornehmlich die Wohnungswirtschaft, Stadtplaner, Architekten, Polizei und Politik. Heute sitzen diese Akteure in der Sicherheitspartnerschaft im Städtebau in Niedersachsen an einem Tisch. Aus der ersten Initiative des vdw ist im Verlauf der Jahre somit ein Netzwerk erwachsen, in dem mit unterschiedlicher Expertise und durchaus auch mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen dennoch an einem gemeinsamen Ziel gearbeitet wird: die Sicherheit und sei es nur die gefühlte Sicherheit in den Wohnquartieren nachhaltig zu stärken. Das bisher in Niedersachsen Erreichte kann Vorbildcharakter für andere Bundesländer haben. Zu beachten bleibt dennoch: konkret wirken kriminalpräventive Ansätze vor allem im räumlich begrenzten lokalen Kontext. Verschiedene Instrumente werden hier oder dort ganz unterschiedliche Wirkung erzielen. Alle Akteure auf Landesebene, die sich mit Kriminalprävention und Städtebau befassen, insbesondere natürlich der Landespräventionsrat und die Sicherheitspartnerschaft, sollten daher Städte und Gemeinden in die Lage versetzen, fl exible Netzwerke zu installieren, die sich projektbezogen mit sehr konkreten Aufgabenstellungen befassen Hammer, Michael (2007): The Process Audit, Harvard Business Review, April

15 Susanne Wolter Stellvertretende Geschäftsführerin Landespräventionsrat Niedersachsen Die Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden defi niert sich ganz erheblich über den Grad an objektiver Sicherheit und über das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Kommunale Kriminalprävention in Niedersachsen kann durch ihre fachübergreifende Arbeitsweise einen ganzheitlichen Beitrag zur kriminalpräventiven Stadtentwicklung leisten. Seitens der kommunalen Präventionsgremien in Niedersachsen besteht ein besonderes Interesse am Themenkomplex Sicherheit im öffentlichen Raum. Hierzu zählen Phänomene wie Vandalismus, Schmutz, öffentlicher Alkoholkonsum oder Jugendgewalt, die vor allem das subjektive Sicherheitsgefühl beeinträchtigen. Um die kommunalen Präventionsgremien künftig noch mehr in die Stadtentwicklung einzubinden, gilt es, die entsprechenden Beteiligungsmöglichkeiten stärker auszubauen. Darüber hinaus müssen durch Beratung und Fortbildung die Methoden, Verfahren und Instrumente der kriminalpräventiven Stadtentwicklung weiter an die Fachleute vor Ort vermittelt werden. Der Landespräventionsrat Niedersachsen (LPR) im niedersächsischen Justizministerium steht für einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz in der Kriminalprävention. Zu seinen 265 Mitgliedsorganisationen zählen kommunale Präventionsgremien, landesweit tätige nichtstaatliche Organisationen, wissenschaftliche Einrichtungen sowie Ministerien und Behörden. (www.lpr.niedersachsen.de). Rita Salgmann Dezernatsleiterin im Landeskriminalamt Niedersachsen für die Bereiche Gewalt, Eigentum, Prävention und Jugendsachen Die Ergebnisse aus dem EU- Projekt PluS sind für uns in dreierlei Hinsicht von Bedeutung. Erstens wird es darum gehen, die Ergebnisse in unsere Polizeiorganisation zu verstetigen und zu verbreiten. Unsere Aufgabe ist dabei klar umrissen. Wir werden die Erkenntnisse in alle Polizeidienststellen das Flächenlandes Niedersachsen bringen, denn dort erfolgt die Umsetzung zur Kriminalprävention im Städtebau. Zweitens werden wir die Erkenntnisse auf unsere örtlichen Gegebenheiten anpassen. In Niedersachsen haben wir einige städtische Agglomerationsräume aber zahlreiche ländlich geprägte Bereiche, auch dort sollen die Ergebnisse zur Anwendung kommen. Drittens werden wir die Wohnungsbauperspektive auf kommunale Infrastrukturen ausweiten. Die Kommunen melden uns Problemlagen, die vor allem an Schnittstellen in den öffentlichen Raum festzustellen sind, wie z. B. Bahnhöfe und deren Vorbereiche, Haltestellen oder auch Unterführungen. Diesen Anforderungen werden wir uns als Polizei und als Netzwerkpartner stellen. Castlefi eld

16 ABBILDUNGSNACHWEIS Dirk Behrmann: Bahnhof Wien/Floridsdorf Melissa Marselle: Titelblatt, Deansgate Locks, Castlefi eld 3 Ostland Wohnungsgenossenschaft eg: Gilde-Carée/Stephanusstr. Anke Schröder: Gilde-Carée/Ihmzentrum, Eleonorenstraße, Castlefi eld, Slate Wharf Castlefi eld 1, Paul-Speiser-Hof, Bodenstedtergasse, Grünstreifen, Bodenstedtergasse, Szczecin/Nähe Plac Grunwaldzki, Szczecin/Innenstadt, Szczecin/Innenhof 30 31

17 Herausgeber: Landeskriminalamt Niedersachsen Zentralstelle Prävention Am Waterlooplatz 11 D Hannover Mai 2012 Niedersachsen With the financial support from the Prevention of and Fight against Crime Programme of the European Union European Commission Directorate-General Home Affairs

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