Neujahrsapéro 4. Januar Jugendtourismus - «Lebensversicherung» einer Destination

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1 Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Jugendtourismus - «Lebensversicherung» einer Destination Neujahrsapéro 4 Januar 2012 David Bühler Gastgeber Backpackers Villa Sonnenhof 1

2 Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Jugendtourismus - «Lebensversicherung» einer Destination Themen: 1 Backpackers Villa Sonnenhof Hostel in Interlaken 2 Verein Interlaken Hostels & Adventure 3 World Youth Student & Educational Travel Confederation (WYSE) 4 Handlungsbedarf im Berner Oberland 1998: Eröffnung der Herberge mit 70 Betten in ehemaligem Altersheim 2006: Ausbau auf 90 Betten, jährlich ca Logiernächte 2009: Eröffnung Erweiterungsbau, neu total 190 Betten 2010: Logiernächte, 2 Mio Umsatz, 1300 Stellen-% 2

3 «Die Villa unter den Herbergen» - Auszug aus dem Leitbild -Wir sind das gediegenste Jugendhotel der Jungfrau Region -So wie ihr von den Menschen behandelt werden möchtet, so behandelt sie auch -Mit unserem ökologischen Handel im Alltag engagieren wir uns für die Bewahrung der Schöpfung mit dem Menschen im Mittelpunkt Unser Angebot - Zimmer mit 2-7 Betten / Übernachtung mit Frühstück / keine Gastronomie - «All inclusive»: Frühstück, Bettwäsche, Lockers, Gästeküche, Wi-Fi, Bödelibad - Buchungsstelle (Bergbahnen & Adventure), Getränkebistro, Waschküche - Für Gruppen separate Küche und Aufenthaltsräume 3

4 Hohe Qualität keine Frage des Preisniveaus - Qualitäts-Gütesiegel für den Schweizer Tourismus, Stufe 2 seit HOSCAR als bestes Hostel der Schweiz (2009 & 2010) - Gästeratings: «Definitely will return with my family», «Would like to visit again», «Interlaken ist the perfect spot for whole range of amazing experiences» Wir wirtschaften nachhaltig: ökonomisch & - Betrieb ist wirtschaftlich selbsttragend - Gewinne bleiben in der Unternehmung und werden wieder investiert - Verein als Trägerschaft: Gast steht im Fokus nicht Shareholder 4

5 ökologisch - Seit 2002: 100% Ökostrom - Neubau im Minergiestandard, 50 m 2 Sonnenkollektoren : Eröffnung E-Tankstelle : 100% klimaneutraler Betrieb zertifiziert durch MyClimateorg /99: 6'912 LN-Entwicklung 1998/ /11 (je ) Australien Asien Afrika Südamerika Nordamerika Restl Europa UK Deutschland Schweiz 99/00: 13'706 00/01: 17'449 01/02: 17'676 02/03: 16'453 03/04: 16'299 04/05: 17' /06: 20' /07: 22' /08: 24' /09: 22' /10: 42' /11: 48'130 5

6 Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Backpackers Villa Sonnenhof Zusammenfassung: - Jugendtourimus ist grosser Wachstumsmarkt - Hohe Qualität ist auch auf tiefem Preisniveau möglich daraus folgen gute Ratings, welche animieren selber wieder zu kommen und Freunde auf den Betrieb und den Ort aufmerksam zu machen - Ökonomie und Ökologie gehen Hand in Hand Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Interlaken Hostels & Adventure Verein: - gegründet Mitglieder: 8 Backpacker-Hostels + 16 Adventure-/Freizeitfirmen - Ziele: - Gemeinsamer Marktauftritt (Web, Prospekt, Messen) - Interessenvertretung in Politik & Tourismus (TOI Vorstand) - Förderung der Zusammenarbeit unter den Mitgliedern - Budget: ca /Jahr - Geschäftsführung (50%): Tanja Schäfli - Präsident: David Bühler 6

7 LUFT: - Interlaken ist eines der besten Flugreviere Europas - Jährlich gehen rund Gäste mit einem Interlakner Anbieter in die Luft - Paragliding, Hanggliding, Skydiving ERDE: - Rund Personen buchen ein Angebot aus dem Bereich «Erde» - Segway- und E-Bike-Touren, Bungy-Sprünge, Klettern, Seilpark 7

8 WASSER: - Nach der Luft das zweitstärkste Segment des Adventuresports in Interlaken - Rund Gäste suchen jährlich den Spass im Wasser - River Rafting und Canyoning Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Interlaken Hostels & Adventure Hostels - Nr 1 der Schweiz (Interlaken hat klar am meisten Hostelbetten) - Das Berner Oberland hat die grösste Dichte an privat geführten Hostels (Mitglieder «Swiss Backpackers», Jugendherbergen & weitere) Adventure - Nr 1 in Europa, ja sogar auf der nördlichen Erdhalbkugel (nur Neuseeland verfügt über vergleichbares Angebot) - Klares USP 8

9 Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Wirtschaftliche Bedeutung 8 Hostels: Logiernächte pro Jahr - 10% aller LN in Interlaken Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Wirtschaftliche Bedeutung Gesamte Wertschöpfung der Hostel-Gäste: 20 Mio/Jahr davon ca ¼ in der Beherbergung (5 Mio/Jahr) 9

10 Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Gästeumfrage Hostels - Zwischen Juni 2010 und August Fragebogen / 9842 Reisende - Rücklaufquote von 13% Aufenthaltsorte vor und nach Interlaken - Nur 4-5% der Gästen kommen direkt von zu Hause - Fast die Hälfte der Gäste kommt/geht direkt aus dem Ausland Für 1/3 der Gäste ist Interlaken der einzige Stopp in der Schweiz auf Ihrer Europa-Reise! 10

11 Motivation zur Reise nach Interlaken (Doppelnennungen möglich) - Interlaken ist die «Nature-City» zwischen Paris und Rom! - Ein gutes Drittel kommt wegen der Adventure-Aktivitäten - Ein weiteres Drittel wegen eines Top-Gipfels (Jungfraujoch, Schilthorn) - Seen und Schiffe werden von ¼ der Gäste als Reisegrund genannt 11

12 Benutztes Verkehrsmittel (Doppelnennungen möglich) - Fast 80% der Gäste sind mit der Bahn unterwegs - Weniger als 20% im motorisierten Individualverkehr - Weniger Gäste aus CH, D, UK als in den Hotels - Dafür sind die Fernmärkte klar stärker in den Hostels vertreten (USA, Kanada, Südkorea, Australien & Neuseeland) 12

13 - ¾ der Gäste sind zwischen 20 und 35 Jahren alt, dh die Hostels beherbergen klar die jungen Gäste und sind Ergänzung zur Hotellerie - Der Jugendtourismus ist der «Nachwuchsbringer» für die Destination - Der Schlussbericht der Umfrage kann kostenlos bezogen werden 13

14 Neujahrsapéro 4 Januar 2012 World Youth Student & Educational Travel Confederation (WYSE) Weltweit grösste Organisation im Bereich Jugend- & Studentenreisen - Not-for-profit Organisation - Affiliate Member bei der UNTWO Mitglieder in 120 Ländern - Arbeit in 8 Sektoren 14

15 Auszüge aus «Youth and student travel market» - Die internationalen Ankünfte sind im Jugend- und Studentenreisemarkt von von 136 auf 187 Mio gestiegen - Das entspricht heute 20% der weltweiten Reisen (1990: 15%) - Backpackers wandeln sich zu «Flashpackers» - Online Buchungsmaschinen sind sehr wichtig - Junge Reisende sind starke Botschafter für Destinationen Sie sind gewandt im «social networking» und berichten online bereits während der Reise - Sie sind am Anfang ihrer «Entscheidungs- und Konsumjahre» und haben noch 50 Jahre vor sich - Im Durchschnitt unternehmen Junge jährlich eine lange + eine kurze Reise Beliebteste Backpacker Destinationen 3 der Top 6 Destinationen sind Nachbarländer von uns! 15

16 Jugendbevölkerung (15-24 Jahre) - Der grösste Anteil der Jungen wohnt in Asien (riesiges Potential) - Europa eher abnehmend Potential im Backpacker/ Budget Travel Bereich 16

17 Zusammenfassung zum Bereich Backpacking: - Der Jugend- und Studentenreisemarkt entspricht 20% des weltweiten Reisemarkts - In den nächsten Jahren ist weiteres Wachstum zu erwarten - Backpacker sind immer mehr an «non mainstream» Destinationen interessiert Chance für Orte im Berner Oberland! (Bsp: Gimmelwald) «The power of youth travel» Gemeinsamer Report von WYSE und UNWTO Zusammenfassung: - Die heutige junge Generation ist besser informiert, mobiler und abenteuerlustiger als je eine Generation vorher - Der Jugend- und Studentenreisemarkt führt mit Innovationen und ebnet den Weg für einen nachhaltigen Tourismus - Sie sind «early adapters» und «heavy users» von neuen Technologien und Pioniere im Gebrauch von Social & Mobile Media 17

18 «Why is youth travel important» - Junge Reisende geben oft mehr aus als andere Touristen (Im Durchschnitt dauern ihre Reisen länger!) - Sie sind wertvolle Gäste, weil sie später gerne zurückkehren (Gemäss einer Studie in Australien kehren 54% der jungen Reisenden später wieder dorthin zurück) - Junge Reisende sind ein globaler Wachstumsmarkt, während die älteren Generationen im Westen langfristig eher abnehmen werden - Junge Menschen lassen sich weniger vom Reisen abhalten durch Seuchen, politische Unruhen, Terrorismus etc - Reisen ist für junge Menschen eine Form von Lernen, ein Teil der persönlichen Entwicklung Man will neue Leute und Kulturen kennenlernen «You are where you ve been» «The power of youth travel» Gemeinsamer Report von WYSE und UNWTO - Der komplette Bericht kann kostenlos im Internet bezogen werden - Einige Exemplare liegen auf 18

19 Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Handlungsbedarf im Berner Oberland - Jugendtourismus ist ein Wachstumsmarkt, was wir in den ersten drei Teilen gesehen haben (Einzelbetrieb, Destination, Global) - Weltweit liegt der Anteil des Jugend- und Studentenreisemarkts bei 20% - In Interlaken macht der Anteil der LN in den Hostels 10% aus, in den meisten anderen Destinationen des Berner Oberlands wahrscheinlich weniger Es gibt noch viel Potential! Wie kann das gefördert werden? Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Handlungsbedarf im Berner Oberland Der Jugendtourismus braucht nicht spezielle Fördergelder, aber faire Rahmenbedingungen und dem Marktpotenzial angepassten Einsatz vorhandener Mittel Jugendtourismus muss ein Thema werden in den Tourismusorganisationen auf allen Stufen (Destination, Kanton, Schweiz) Ziel: Mindestens 20% der Marketingmittel für Jugendtourismus Erfassung der Jugendhotellerie in der nationalen Statistik (heute zählt das BfS einzig die Logiernächte der Schweizer Jugendherbergen) 19

20 Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Handlungsbedarf im Berner Oberland Dem Umsatz angepasste touristische Abgaben für (Youth-)Hostels - Heute sind die Abgaben pro Logiernacht häufig gleich wie in Hotels - Hostels bezahlen somit rund 5% des Umsatzes als Tourismusabgaben (Hotels nur ca 15 3%) Anpassung Kurtaxen-Reglemente Längerfristig Tourismusfinanzierung wie im Kanton Graubünden Bei Reglementen auch an Hostels mit Mehrbettzimmer denken Bsp Abwassergrundgebühr Interlaken: Fr 12-/Bett - EZ in Hotel mit Dusche/WC kostet Fr Bett-Zimmer mit Lavabo in Hostel kostet Fr 72- Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Handlungsbedarf im Berner Oberland Verständnis und Entgegenkommen für neue Ideen nicht Ausklammerung (Parkplatzbenutzung für Gästeumschlag an Bahnhöfen) Unterstützung bei Verhandlungen betr Start-/Landeplätzen, Gewässer, Junge Gäste nicht nur als «lärmige Bengel» sehen, sondern als bereits heute wertvolle Gäste und «Botschafter» für Gäste von morgen 20

21 Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Investitionen in den Jugendtourismus dienen nicht nur diesem Sektor selbst, sondern dem gesamten Tourismus einer Destination Jugendtourismus = «Lebensversicherung» einer Destination Neujahrsapéro 4 Januar 2012 Jugendtourismus - «Lebensversicherung» einer Destination Backpackers Villa Sonnenhof David Bühler, Gastgeber Alpenstrasse Interlaken wwwvillach Interlaken Hostels & Adventure Tanja Schäfli, Geschäftsführerin David Bühler, Präsident 3800 Interlaken wwwinterlaken-adventurecom WYSE Travel Confederation Keizersgracht DW Amsterdam Niederlande wwwwysetcorg 21

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