Die neuen Funktionen und Technologien von Windows Server 2003

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1 Die neuen Funktionen und Technologien von Windows Server 2003 Thomas Lenz Betrachen wir die Produktpalette von Microsoft, so müssen wir feststellen, dass das nächste Release aus der Windows Produktfamilie schon auf dem Markt ist. Es handelt sich hierbei um das Betriebssystem Windows Server Ursprünglich sollte das in der Entwicklungsphase mehrfach umbenannte System (z.b..net) schon im Herbst 2001 ausgeliefert werden, doch der Marktstart wurde immer wieder verschoben. Weiterhin hat Bill Gates seinen Programmierern einen mehrwöchigen Entwicklungsstopp verordnet, um das Sicherheitskonzept komplett zu überarbeiten. Windows Server 2003 stellt das größte Entwicklungsprojekt in der Geschichte Microsoft dar. Die Software besteht aus rund 50 Millionen Programmierzeilen. Über 5000 Entwickler und rund 2500 Tester waren mit dem Projekt über drei Jahre lang beschäftigt. Mit dem neuen System strebt Microsoft auch in den Rechenzentren die Marktführerschaft an, in denen bislang vor allem Unix-Server der Wettbewerber Sun Microsystems und IBM Mainframes dominieren. In welchen Punkten unterscheidet sich Windows 2000 von Windows 2003? Grundsätzlich ist die Technologie dieselbe, es kommen jedoch eine ganze Reihe von Erweiterungen hinzu. In unserem neuen BackUp-Magazin wird ein tabellarischer Vergleich von Microsoft Windows Server 2003 mit Windows 2000 Server dargestellt. Hier kurz nur einige wichtige Erweiterungen für den Windows Server Active Directory Das Administrationstool zu Active Directory besitzt in der aktuellen Version verbesserte Drag & Drop-Funktionen. Zudem erlaubt es die Mehrfachauswahl von Objekten sowie das Speichern und Wiederverwenden von Informationsabfragen. Benutzerobjekte können parallel bearbeitet sowie effektive Berechtigungen abgefragt werden. Domänennamen können komfortabel umbenannt werden. Mit dem Active 1

2 Directory Migration Tool steht zudem ein verbessertes Werkzeug zur Migration bereit. Erweiterungen bei den Gruppenrichtlinien und erweiterte Tools zu deren Verwaltung (Gruppenrichtlinien Management Konsole) stehen ebenfalls zur Verfügung. Weiterhin wird eine Leistungssteigerung durch die Optimierung der Replikations- und Synchronisationsfunktionen erreicht. Es werden nunmehr nur noch geänderte Informationen zwischen den Domänencontrollern ausgetauscht. Werkzeuge zur Administration Das wichtigste Werkzeug für die unterschiedlichsten Verwaltungsaufgaben bleibt die Microsoft Management Konsole. Zwei weitere spezielle Wartungsprogramme sind hinzugekommen. Der Serverkonfigurations-Assistent und die Serververwaltung. Mit Hilfe des ersten Assistenten können grundlegende Server-Funktionen installiert werden. Welche Funktion ein Server bereitstellen soll, wird jetzt durch die Hilfe des Konfigurationsassistenten erledigt. Die gewünschten Server-Funktionen werden schrittweise eingerichtet. Durch ein Serverkonfigurationsprotokoll können Informationen über erfolgreiche, abgebrochene oder fehlerhafte Einrichtungsvorgänge angezeigt werden. Die Serververwaltung stellt zu den eingerichteten Server-Funktionen Verknüpfungen zu weiteren Funktionen und Verwaltungswerkzeugen bereit und ist somit ein zentraler Ausgangspunkt für die Serververwaltung. Ferner kann jetzt vereinfacht auf Hilfsprogramme, Systemaktualisierungen sowie Zusatzinformationen zugegriffen werden. Als weiteres Werkzeug der Administration sind die Erweiterungen der Kommandozeilenbefehle zu nennen. Der Windows Server 2003 stellt eine Vielzahl neuer Befehle bereit, mit deren Hilfe das System auf Kommandozeilenebene oder mit Hilfe von Skripten verwaltet werden kann. Z.B. kann jetzt die Datenträgerverwaltung alternativ zur grafischen Benutzerumgebung per Kommandobefehl durchgeführt werden. Somit ist das System mit Hilfe der Befehle über den Skripteinsatz vereinfacht administrierbar. 2

3 Neben den o.g. Erweiterungen wurden für folgende Bereiche neue und verbesserte Funktionen programmiert: Cluster-Technologien, Datei- und Druckdiensten, Internet Information Services, Windows Media-Dienste sowie Netzwerke und Kommunikation. In dem Bereich der Clients wurde Windows XP Professional als direkter Nachfolger für Windows 2000 Professional programmiert. Windows XP beruht auf der Codebasis von Windows NT und Windows 2000 mit einer 32-Bit-Architektur für die Datenverarbeitung. Hier sollen nur ein paar Features von Windows XP genannt werden. Eine Gesamtübersicht kann in den Artikeln zum Betriebssystem bei Microsoft direkt nachgelesen werden. Deutlich verringerte Anzahl von Systemneustarts Bei vielen Softwareinstallationen sind keine Neustarts mehr erforderlich. Verbesserter Schutz für Code Wichtige Kerneldatenstrukturen sind schreibgeschützt, damit sie von Treibern oder Anwendungen nicht beschädigt werden. Windows Dateischutz Systemdateien, die evtl. doch durch Anwendungsinstallationen überschrieben werden, werden durch den Windows Dateischutz wiederhergestellt. 3

4 Verschlüsseltes Dateisystem Jede Datei kann mit einem zufällig generierten Schlüssel verschlüsselt werden; die Nutzung der Verschlüsselung durch mehrere Benutzer ist möglich. Unterstützung von Smartcards Smartcardfunktionen wurden in das Betriebssystem integriert. Benutzeroberfläche XP wurde durch ein modernes optisches Design auf der Benutzeroberfläche aufgepeppt. Es kann aber zwischen der klassischen Windows 2000 Oberfläche und der neuen Benutzeroberfläche gewählt werden. Managementkonsole Verwaltungsaufgaben können in den Managementkonsolen zusammengefasst werden. Betriebssystemassistenten Für Basisaufgaben wurden Assistenten implementiert, die die einzelnen Verwaltungsaufgaben erleichtern sollen. Windows XP ist wohl das neugierigste Betriebssystem aller Zeiten. Der Internet- Explorer suchte schon vor XP automatisch nach Updates. Aber in keinem der vorherigen Windows-Versionen hat Microsoft so viele Komponenten eingebaut, die über das Internet Kontakt mit den Microsoft-Servern aufnehmen, wie z. B. das Windows-Update, die Fehlerberichtigung und die Zeitsynchronisation. Aufgrund des neuen Betriebssystems Windows Server 2003 stellt sich nun die Frage: Ist eine Umstellung von Windows NT 4.0 auf Windows 2000 anzustreben oder sollte gleich auf Windows Server 2003 migriert werden? 4

5 Laut Microsoft erzielen die größten Vorteile die Kunden, die von Windows NT 4.0 auf Windows Server 2003 migrieren. Die neuen Systeme weisen eine 100-fach höhere Skalierbarkeit auf, und dies zu einem Zehntel der Transaktionskosten, die bei der Markteinführung von Windows NT 4.0 Servern anfielen. Darüber hinaus liegt die Systemstabilität um 40 Prozent höher. Dies ist auf das zuverlässigere Treibermodell sowie Funktionen für die Behebung von Systemfehlern und die Gewährleistung von maximalen Betriebszeiten zurückzuführen. Die Unterstützung für Windows NT 4.0 Server erfolgt nur noch im Rahmen von Supportanfragen und Bereitstellung von Sicherheits-Hotfixes. Die Unterstützung soll zum auslaufen. Somit eine Migration für die NT-Benutzer fast schon zwingend erforderlich. Fazit: Verwaltungen, die von Windows NT 4.0 Server auf Windows 2000 Server migrierten, müssen sich mit einer Umstellung auf Windows Server 2003 noch nicht befassen. Sie werden wohl die nächsten 5 bis 6 Jahre Ruhe haben. Organisationseinheiten, die noch vor einer Migration stehen, sollten eine Umstellung auf Windows Server 2003 in Betracht ziehen. Es sollten jedoch die ersten Erfahrungsberichte abgewartet werden. U.a. hat Microsoft als Launch-Partner das österreichische Bundesinnenministerium gewonnen. Das Ministerium hat den Windows Server 2003 bereits seit 1,5 Jahren im Einsatz und migriert und konsolidiert 1500 Windows NT 4.0 Server mit ca Arbeitsplätzen bis 2004 auf 500 Windows Server 2003 in einer großen Domäne. Es wird eine Kostenersparnis von ca. 7,25 Millionen Euro erwartet. SUSA: Systemdatenschutz ULD-Support für Administratoren Workshop für Systemadministratoren

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