DIE MUSIKGESCHICHTE DES 19. JAHRHUNDERTS KANN MAN OHNE BACH NICHT SCHREIBEN

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "DIE MUSIKGESCHICHTE DES 19. JAHRHUNDERTS KANN MAN OHNE BACH NICHT SCHREIBEN"

Transkript

1 Christian Martin Schmidt DIE MUSIKGESCHICHTE DES 19. JAHRHUNDERTS KANN MAN OHNE BACH NICHT SCHREIBEN CHRISTIAN MARTIN SCHMIDT Nachdem ich, einem mutmaßlichen Wunsch des geneigten Lesers entsprechend, Bach in dieser Darstellung verhältnismäßig viel Raum gewidmet habe, muß ich bekennen, daß ich als Historiker ein schlechtes Gewissen habe: denn nach diesem Unterkapitel habe ich den Faden genau dort wieder aufzugreifen, wo ich ihn liegen ließ 1. Dieser Satz, mit dem Jacques Handschin in seiner Musikgeschichte im Überblick das vornehmlich Mozart und Haydn gewidmete Kapitel über den klassischen Stil in der Instrumentalmusik eröffnet, exponiert einen eklatanten Widerspruch. Auf der einen Seite bringt Handschin seine Überzeugung zum Ausdruck, daß Bach kein wesentlicher Anteil an der historischen Entwicklung des 18. Jahrhunderts zukomme, daß mithin der Gang der Musikgeschichte in diesem Jahrhundert über Bach hinweggegangen sei und daß es folglich der Gewissensruhe eines nur an der Sache orientierten Musikhistorikers zuträglicher gewesen wäre, in seiner Darstellung dem Thomaskantor die ihm angemessene, das heißt geringe Rolle zuzuweisen. Dem steht der mutmaßliche Wunsch des geneigten Lesers gegenüber, der einen Historiker selbst vom Format Handschins zu Konzessionen zwingt. Es ist der Leser des Jahres 1948, als die Musikgeschichte im Überblick zum ersten Mal erschien, ein Leser, dessen Bach-Bild von einer ganz anderen eher unhistorischen und jedenfalls dem frühen 18. Jahrhundert ganz fremden Überzeugung geprägt ist, nämlich der von der Greatness in Music oder Größe in der Musik, wie Alfred Einstein eines seiner bedeutendsten Bücher genannt hat. Kennzeichnend für diese Kategorie, die ganz und gar dem 19. Jahrhundert zugehört und folglich im 20. wesentlich nur noch retrospektiv, das heißt für Komponisten vorangegangener Epochen, immer weniger dagegen für solche der eigenen Zeit Anerkennung findet, ist die Zugehörigkeit zu einem ganzheitlichen Konzept von Kunst, Kultur, mithin zu einem heute brüchig 1 J. Handschin, Musikgeschichte im Überblick, 2. Aufl., Luzern/Stuttgart 1964, S

2 Die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts kann man ohne Bach nicht schreiben gewordenen und wohl kaum mehr reparablen Orientierungs- und Identifikationsrahmen der Gebildeten. Der substantielle Rang dieser Kategorie ist deshalb vielleicht eher durch literarische Zeugnisse denn durch direkt als Musikschrifttum gedachte Abhandlungen zu illustrieren und in seiner Strahlkraft, die angekränkelt ist, wenigstens begreifbar zu machen. So legt Thomas Mann, dessen Beschäftigung mit Musik oder auch der Größe in Musik zu einer Grundkonstante seines literarischen Werks gehört, 1901, das heißt knapp fünfzig Jahre vor jener Konzession Handschins, einem Nachfolger Dietrich Buxtehudes in den Buddenbrooks die folgenden Worte in den Mund, bei denen weniger der Inhalt denn die Emphase davon zeugt, daß von etwas ganz Großem, Erhabenem die Rede ist: O Bach! Sebastian Bach, verehrteste Frau! rief Herr Edmund Pfühl, Organist von Sankt Marien, der in großer Bewegung den Salon durchschritt, während Gerda lächelnd, den Kopf in die Hand gestützt, am Flügel saß, und Hanno, lauschend in einem Sessel, eines seiner Knie mit beiden Händen umspannte Gewiß wie Sie sagen er ist es, durch den das Harmonische über das Kontrapunktische den Sieg davongetragen hat er hat die moderne Harmonik erzeugt, gewiß! Aber wodurch? Muß ich Ihnen sagen, wodurch? Durch die vorwärtsschreitende Entwicklung des kontrapunktischen Stiles Sie wissen es so gut wie ich! Was also ist das treibende Prinzip dieser Entwicklung gewesen? Die Harmonik? O nein! Keineswegs! Sondern die Kontrapunktik, verehrteste Frau! Die Kontrapunktik! Wozu, frage ich Sie, hätten wohl die absoluten Experimente der Harmonik geführt? Ich warne solange meine Zunge mir gehorcht, warne ich vor den bloßen Experimenten der Harmonik! 2 Wie nun aber ist der genannte Widerspruch zu erklären; wie konnte ein solcher, in der Musikgeschichte wahrhaft einzigartiger Wandel hinsichtlich der Geltung eines Komponisten bzw. dessen Werkes geschehen? Verblüfft ist auch Richard Wagner, dies freilich ganz im Blick aufs Metier und wie noch mehrfach aufgrund der Tagebücher von Cosima zu dokumentieren sein wird in der sicheren Überzeugung der Größe von Bach: Und diese Wunder von dem armen Kerl mit der Perücke auf dem Clavicembalo, es ist unglaublich 3. Auf der einen Seite steht der Thomaskantor, dessen Kompositionen in den letzten zwei Dekaden seines Lebens als veraltet, überholt angesehen wurden und dessen unmittelbare Geschichtswirksamkeit wie von Handschin angezweifelt werden kann. Auf der anderen Seite tritt uns ein Genius der Musik entgegen, der Weltgeltung erlangt hat, der um nochmals Wagner zu zitieren als der eigentliche Musiker selbst über Mozart und Beethoven stünde 4 und hinsichtlich dessen Albert Schweitzer in der Gewißheit des allgemeinen 2 Th. Mann, Buddenbrooks. Verfall einer Familie, achter Teil, sechstes Kapitel, Anfang. 3 C. Wagner, Die Tagebücher, 4 Bde, hrsg. v. M. Gregor-Dellin u. D. Mack, 2. Aufl., München/Zürich 1982, 4/S Ebenda, S. 4/S

3 Christian Martin Schmidt Einverständnisses formulieren konnte: Jahrhunderte und Generationen haben an dem Werke gearbeitet, vor dessen Größe wir ehrfürchtig stille stehen 5. In der Tat hat das 19. Jahrhundert Bach zunehmend einen Rang an Größe, Erhabenheit und fast mythischer Verklärtheit zugesprochen, der ansonsten einzig Beethoven zukommt; und das hat sich bis auf den heutigen Tag nicht geändert, wiewohl die mythische Komponente bei Beethoven wohl größere Blüten getrieben hat. Das blieb zwar nicht ohne freilich folgenlose Einwände. So spricht Elisabet von Herzogenberg, eine kluge und überaus kunstverständige Frau, in ihrem Brief vom 1. Dezember 1879 an Brahms, von der gang und gäben, konventionellen Bewunderung für den»alten Bach«6, und wie wiederum dieselbe Schreiberin berichtet warf Friedrich Chrysander, der große Händel-Forscher, Brahms die einseitig dünkende Vergötterung Bachs vor 7. Keineswegs Händel, wohl aber Bach betrifft unsere Ausgangsfrage. Warum also kann man sie, um auf die Ebene der Geschichtsschreibung zurückzukehren, mit Carl Dahlhaus folgendermaßen auf den Punkt bringen: Die Musikgeschichte des 18. Jahrhunderts kann man, wie Jacques Handschin behauptete, ohne Bach oder an ihm vorbei schreiben trotz seines Einflusses auf Philipp Emanuel, die des 19. Jahrhunderts nicht 8. Ob Handschins Behauptung bezüglich Bachs Rolle innerhalb der Musikgeschichte des 18. Jahrhunderts zutrifft, ist hier nicht unser Gegenstand. Sicher dagegen ist, daß die verbreitete Auffassung, Bachs Kompositionen seien nach seinem Tod gänzlich vergessen worden und erst durch die Berliner Aufführung der Matthäus-Passion 1829 wie Phönix aus der Asche wiederaufgestanden, in den Bereich der Legenden gehört. Sehr wohl gab es mehrere Stränge einer Bach-Tradition, von denen ich hier nur auf die wichtigsten hinweisen möchte, weil sie für die Art der Rezeption im 19. Jahrhundert gleichsam Vorgaben gemacht haben. Erinnert sei nur an die mittlerweile gut dokumentierte Bach-Pflege in Wien, die in Gottfried van Swieten ihren vielleicht nicht wichtigsten, aber doch namhaftesten Vertreter hat. Genannt sei auch die nur selten unterbrochene Aufführungstradition der Bachschen Vokalwerke (freilich nur der kleineren) an der Thomasschule in Leipzig. Zweifellos am breitesten und folgenreichsten indes war die Tradierung Bachs in Berlin. (Die Vorbildfunktion der Berliner Sing-Akademie, die Hans Heinrich Eggebrecht in dieser Hinsicht für das beginnende 19. Jahrhundert konstatiert, hatte dies als kennzeichnendes Detail in Parenthese sogar die Konsequenz, daß man sich in Leipzig als eigentlicher Wahrer des Bach-Erbes in Frage gestellt fühlte. Die 5 A. Schweitzer, Johann Sebastian Bach, Leipzig 1977, S Johannes Brahms im Briefwechsel mit Heinrich und Elisabet von Herzogenberg, in: Johannes Brahms Briefwechsel Bd I, hrsg. von M. Kalbeck, 4. Aufl., Berlin 1921, S Ebenda, S C. Dahlhaus, Grundlagen der Musikgeschichte, Köln 1977, S

4 Die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts kann man ohne Bach nicht schreiben Tatsache, daß die Berliner Wiederaufführung der Matthäus-Passion von 1829 zwar in mehreren anderen deutschen Städten eine unmittelbare Nachfolge fand, die Thomasschule in Leipzig sich aber erst zwölf Jahre später, also 1841, zu einer Aufführung des Werkes bereitfand, hatte wie Hans-Joachim Schulze unlängst vermutete neben anderem auch den Grund, daß man sich dort selbst hinsichtlich des Aufführungsgegenstandes aus Berlin keine Vorschriften machen lassen wollte.) Die meisten Facetten der Berliner Bach-Tradition sind bekannt, etwa die persönlichen Bindungen nicht nur von Carl Philipp Emanuel, sondern auch von Christoph Nichelmann, Johann Friedrich Agricola und Johann Philipp Kirnberger an den Vorbild gebenden Thomaskantor oder auch die Tatsache, daß in der Sing-Akademie bereits drei Jahre nach ihrer Gründung, das heißt, 1794, unter Carl Friedrich Fasch, dem Vorgänger Zelters, Kompositionen von Bach zur Aufführung gebracht wurden. Ich möchte aber vor allem zwei weitere Aspekte in den Vordergrund rücken. Der eine betrifft die gegenständliche Grundlage der Berliner Bach-Pflege, nämlich die Vielzahl der Manuskripte, die nach der Erbteilung von 1750 über Carl Philipp Emanuel nach Berlin gelangten und damit überhaupt erst die Möglichkeit schufen, sich mit dem Werk Johann Sebastians theoretisch wie praktisch auseinanderzusetzen. Das muß insofern besonders hervorgehoben werden, als die Verbreitung der Kompositionen Bachs letztlich bis hin zum Beginn der Gesamtausgabe im Jahre 1850 sei es durch Drucke, sei es durch kursierende Abschriften, durchaus noch nicht geklärt ist und damit einigermaßen sichere Schlußfolgerungen hinsichtlich des zunächst bloß faktischen Kenntnisstandes der jeweiligen Rezipienten welche Kompositionen waren wem überhaupt zugänglich bisher nicht gezogen werden können. Der zweite Aspekt sollte sich als besonders folgenreich erweisen. Die musikalische Vorklassik in Berlin war eminent theoretisch, genauer: aufs Schreiben über Musik gerichtet, wie überhaupt das philosophische und musiktheoretische Denken im weiteren Zeitraum um 1800 eher im norddeutschen Raum angesiedelt war. Herauszuheben in diesem Kontext ist Friedrich Wilhelm Marpurg, der 1750/ 1751 bzw an den beiden ersten Ausgaben der Kunst der Fuge beteiligt war; er hat namentlich mit seiner Abhandlung von der Fuge, die in zwei Teilen 1753 bzw erschien, den wenn auch problematischen Rahmen für alle weitere Beschäftigung mit diesem Gegenstand abgesteckt, indem er einerseits von Bach als alles überragendem Musterautor dieser Kompositionsart ausging und andererseits von dessen Kompositionen im wesentlichen Fugen für Tasteninstrumente, nämlich die des Wohltemperierten Klaviers und die der Kunst der Fuge als Modelle hinstellte. Von den etwa 350 Seiten der Abhandlung sind nur 14 den, wie Marpurg es nennt, Singfugen gewidmet. Diese Ausrichtung oder Eingrenzung hat nicht nur die didaktische Theorie der Fuge bis auf den heutigen Tag, sondern auch die Bach-Rezeption des 19. Jahrhunderts aufs entscheidendste beeinflußt. 99

5 Christian Martin Schmidt All die genannten Traditionsstränge verblieben trotz der inhaltlichen Intensität namentlich in Berlin im lokalen Rahmen und waren um es schroff zu formulieren nicht auf Weltgeltung angelegt. Sie schufen aber die faktische Voraussetzung für den historischen Kairos der Wiederaufführung der Matthäus-Passion, der zu dem Wunder der Musikgeschichte führte, wie Friedrich Blume die Bach-Rezeption im 19. Jahrhundert treffend bewertete. Voraussetzung war also einerseits die Präsenz Bachs in Berlin, die von Zelters Sing-Akademie nachhaltig befördert wurde und mit der sich zunächst die Familie Felix Mendelssohn Bartholdys, dann aber vor allem dieser selbst kompositorisch und praktisch uneingeschränkt identifizierte. (Man kann als Historiker Zweifel haben, ob der Rang als historisches Ereignis, den jene Wiederaufführung am 11. März 1829 in Berlin ohne jeden Zweifel erlangt hat, bzw. die Zuweisung an Berlin und die dort Beteiligten sachlich berechtigt ist; unklar ist die Rollenverteilung zwischen Zelter, Felix Mendelssohn Bartholdy und dessen Schwester Fanny, die damals noch nicht, wohl aber sieben Monate später, Hensel hieß; in Frage gestellt wird zweitens die alleinige Initiative der Berliner durch die Tatsache auf die unlängst Michael Heinemann in seiner Dissertation über die Bach-Rezeption Liszts aufmerksam gemacht hat, daß man in Frankfurt bereits intensiv an den Proben zu einer Aufführung der Matthäus-Passion war, die dann am 29. Mai, also nur gut zweieinhalb Monate nach der Berliner stattfand; drittens ist es zumindest überlegenswert, warum die Aufführung des Credo aus der h-moll-messe, die Gasparo Spontini 1828 in der Berliner Oper leitete, keine vergleichbare Wirkung zeitigte.) Die zweite und wohl noch wichtigere Voraussetzung für die epochale Wirkung jener Aufführung jedoch besteht in der allgemeinen Rezeptionshaltung der Zeit, innerhalb derer der Begriff klassisch nun auch auf die Musik bezogen ein eingeführter Begriff war und die Größe in der Musik von neuen Kompositionen bzw. repräsentativen Aufführungen geradezu erwartete. Ich will als Beleg dafür weniger Theoretiker oder Rezensenten bemühen, sondern lediglich auf die Häufigkeit hinweisen, mit der Beethoven Werke seiner Spätzeit als groß bezeichnete, was sich wohl überflüssig zu betonen nicht allein auf die Dimension bezieht; op. 106 heißt Große Sonate für Hammerklavier, op. 133 Große Fuge, selbst die Diabelli-Variationen nennt Beethoven in einem Brief an Simrock Große Veränderungen über einen bekannten Deutschen. Und als am 7. Mai 1824 die 9. Symphonie im Wiener Kärntnertortheater zur Uraufführung gelangte, verzeichnete das Programm neben dieser Großen Symphonie eine Große Ouvertüre, nämlich Die Weihe des Hauses op. 124 sowie drei Große Hymnen, nämlich das Kyrie, Credo und Agnus Dei aus der Missa solemnis op Solchem Anspruch an Größe hatte sich die Matthäus-Passion ziemlich genau zwei Jahre nach dem Tod Beethovens anzumessen, und sie wurde ihm wie die Wirkung zeigt in jeder Hinsicht gerecht. Geschafft war damit der Übergang vom historischen Relikt, das von ei- 100

6 Die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts kann man ohne Bach nicht schreiben nigen wenigen geschätzt und gepflegt wurde, zum Gegenstand der ästhetischen Kontemplation und Verehrung vieler genau hiermit sind die beiden Ebenen bezeichnet, die jenen von Handschin exponierten Widerspruch ausmachen. Die Komposition ist nicht mehr allein als geschichtliches Dokument in ihren historischen Kontext und bei Bach in ihre äußere Zweckbestimmung eingebunden, sondern wird dank ihrer Größe oder sachlichen Qualität als ein dem historischen Wandel enthobenes Objekt der Kunstbetrachtung angesehen. Und Bachs Musik bewährte sich innerhalb einer solchen, ihr originär gänzlich fremden Betrachtungsweise in einem solchen Maße, daß er nicht nur in den Kanon der Auctores classici Aufnahme fand, sondern in ihm sogar einen herausragenden Rang erlangte. Zusammen mit dem Begriff der Größe und Erhabenheit von Musik nämlich, ihrer Geltung als autonome Kunst, bildete sich seit Anfang des 19. Jahrhunderts nicht nur ein festes Repertoire von immer wieder aufgeführten Kompositionen heraus, sondern gleichermaßen ein Kanon von Komponisten, in denen bestimmte Genres ihre ausgezeichneten Vertreter fanden: Palestrina stand für die katholische Kirchenmusik, Bach für die protestantische, Gluck für die musikalische Tragödie und Mozart für die Opera buffa, Haydn für das Streichquartett, Beethoven für die Symphonie, Schubert für das Lied. Für Bach indes ist die genannte Zuordnung unvollständig, denn er steht nicht nur für den Bereich der evangelischen Kirchenmusik, sondern weit wichtiger noch für ein Grundprinzip kompositorischer Arbeit: für den Kontrapunkt und ganz speziell für die Fuge. Von ihr schreibt Carl Dahlhaus: Die Fuge ist neben der Symphonie die einzige musikalische Form oder Struktur, von der man ohne Übertreibung sagen kann, daß sie im allgemeinen Bewußtsein der Gebildeten zu einer Idee oder sogar zu einem Mythos geworden ist: zu einem»opus metaphysicum«9. Und dieses Opus metaphysicum repräsentierte und repräsentiert ohne jede Einschränkung Bach. Das stellt ihn unmittelbar auf dieselbe Ebene, die allerhöchste in jenem Kanon, wie Beethoven, der das andere Opus metaphysicum, die Symphonie vertritt ich werde darauf zurückkommen. Keine Symphonie des 19. Jahrhunderts wurde um es überspitzt zu sagen ohne direkten Bezug zu Beethoven geschrieben; und kein Komponist konnte eine Fuge verfertigen, ohne sich des übermächtigen Einflusses von Bach bewußt zu sein. Das hat zum einen darin seinen Grund, daß die weitgehend didaktisch ausgerichtete allerdings auch überwiegend pedantisch bornierte Fugentheorie, in welche die Kontrapunktlehrbücher regelhaft mündeten, im Anschluß an Marpurgs bis weit ins 19. Jahrhundert als mustergültig empfundene Abhandlung von der Fuge stets von Bach als Modell ausgingen. 9 C. Dahlhaus, Die Musiktheorie im 18. und 19. Jahrhundert, Darmstadt 1989 (= Geschichte der Musiktheorie, Bd 11), S

7 Christian Martin Schmidt Und in der allgemeinen Rezeption zum zweiten gilt sogar das bloße Komponieren von Fugen als Bach-Bezug, wie namentlich bei Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Franz Liszt oder Max Reger zu sehen ist dies meist zu Recht und, etwa durch Einarbeitung des BACH-Topos eingestandenermaßen. Nun war die Fuge im 19. Jahrhundert ja alles andere als eine quantitativ herausragende Formungsart Schönberg hat sie sogar als Durchführungstechnik bezeichnet und damit hinsichtlich ihres formalen Orts eingegrenzt, ihre Geltung als das Nonplusultra des kompositorischen Metiers aber wurde dadurch in keiner Weise tangiert; man denke nur an die Kontrapunktstudien von Schumann, Brahms, bei dem allerdings der Kanon eine dominierende Rolle spielt, von Verdi und selbst von George Gershwin, der, als er 1928 von Jacques Ibert gefragt wurde, was er unter seriös verstehe, auf Bach, die Fuge und den Kontrapunkt hinwies. Um den extraordinären Rang zu illustrieren, der der Fuge beigemessen wurde, möchte ich die Anleitung zur Fugenkomposition 10 zitieren, die der Reger-Schüler und damalige Professor für Komposition an der Staatlichen akademischen Hochschule für Musik in Berlin, Hermann Grabner, 1934 veröffentlichte. Einleitung Motto ein Reger-Zitat: Hundert Fugen muß man schreiben, dann kann man erst etwas! Einleitung erster Absatz das Fugenthema als Drohung oder wie man das gegnerische Defizit an Metier als Waffe benutzen kann: Als Max Reger einmal von einem Kritiker eine schlechte Besprechung erhalten hatte, schleuderte er sie wütend hin und rief:»der Kerl soll mir nur kommen! Dem gebe ich ein so schwieriges Fugenthema, daß er es nicht beantworten kann. Dann werde ich es ihm zeigen!«. Einleitung dritter Absatz Rangbestimmung und Allgemeingültigkeit:»Auch heute noch gilt das Studium der Fuge als Abschluß des kompositionstechnischen Unterrichtes überhaupt. Hat der angehende Komponist und Dirigent seine kontrapunktische Routine und Beherrschung der strengen Form durch das»gesellenstück«einer Fuge zu erweisen, so fordert man vom Schulmusiker mit Recht die Anfertigung einer schulgerechten Fugenexposition, da gerade die Bewältigung dieser Aufgabe den Nachweis seiner vielseitigen musikalischen Ausbildung erbringen kann: Beherrschung der kontrapunktischen Satztechnik, Sinn für melodisches Entwickeln, sicheres harmonisches Empfinden und zielbewußtes Formgefühl, Verständnis des Wesens der Fuge und ihrer vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten. Einleitung vierter Absatz Rückführung auf den Urvater bzw. die Bibel der Fugenkomposition: In diesem Sinne mögen die folgenden Kapitel Anleitung 10 H. Grabner, Anleitung zur Fugenkomposition, Leipzig 1934, vergleiche S

8 Die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts kann man ohne Bach nicht schreiben sein, eine bescheidene Vorstufe zum vollkommensten aller Fugenlehrbücher, das sich uns in Bachs genialem Wohltemperierten Klavier präsentiert. Man kann ohne Übertreibung behaupten, daß das Wohltemperierte Klavier das Kernstück der Bach-Rezeption des 19. Jahrhunderts darstellt. Das hat wenigstens drei Gründe. Erstens galt es als Modell für den mit der Harmonie versöhnten Kontrapunkt und wie wir bereits gesehen haben als Muster für die kontrapunktische Didaktik. Zweitens kam es als Instrumentalstück mit der Maxime überein, daß sich die autonome Tonkunst in allererster Linie in der reinen, nicht mit Worten vermischten Instrumentalmusik erfülle. Und drittens kam es als Klavierstück der allgemeinen musikalischen Praxis der Zeit entgegen ein Aspekt, dem in der Vergangenheit wohl allzu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Denn das 19. Jahrhundert ist nicht nur ein in Chorvereinen singendes, sondern vor allem auch klavierspielendes Jahrhundert. Wenn Bach in Opposition zu Händel, der in Chorkonzerten und Musikfesten mit seinen Oratorien für lange Zeit die Oberhand behielt, zu Recht als Komponist für Komponisten bezeichnet wurde, bei dem man fürs eigene Komponieren lernen konnte und kaum ein Komponist hat diese Chance ungenutzt gelassen, so muß dem ergänzend hinzugefügt werden, daß Bach gleichermaßen als Komponist für Pianisten zum obligatorischen Repertoire der Klavierspieler gehörte. Darauf hat mit Blick auf Liszt und bereits für das Jahr 1820 Michael Heinemann hingewiesen: Eine seriöse Fundierung künftigen Virtuosentums bedurfte auch der Beherrschung Bachscher Kompositionen. Um nur noch einen weiteren, am Klavier konzertierenden Komponisten anzuführen: Als der fünfzehnjährige Brahms im September 1848 in Hamburg sein erstes eigenes Konzert gab, stand eine leider nicht näher zu identifizierende Fuge von Sebastian Bach auf dem Programm; und als er sich am 29. November 1862 zum ersten Mal als Solospieler dem Wiener Publikum vorstellte wie wir wissen, blieb das nicht ohne Konsequenzen so trug er auch eine leider heute verschollene Bearbeitung der Orgeltoccata F-Dur BWV 540 vor. Doch kommen wir nochmals auf den Komponisten für Komponisten zurück, von dem man fürs eigene Komponieren lernen konnte. Solche Funktion Bachs blieb bis weit ins 20. Jahrhundert erhalten, während die Rolle Beethovens hinsichtlich dieses freilich nur dieses Aspekts zunehmend schwächer wurde. Arnold Schönberg, den man bezüglich seines Kunst- und Werkbegriffs sowie seiner unmittelbaren Traditionsbezogenheit dem 19. Jahrhundert zuordnen kann, legt davon beredtes Zeugnis ab, wenn er in seinem Artikel Nationale Musik vom Februar 1931 seine fünf Haupt-Lehrmeister aufführt und in erster Linie Bach sowie Mozart und erst in zweiter Beethoven, Brahms sowie Wagner nennt. Interessant aber ist auch worauf hier nur kurz eingegangen werden kann, was Schönberg von Bach gelernt hat: 103

9 Christian Martin Schmidt 1. Das kontrapunktische Denken, d.i. die Kunst, Tongestalten zu erfinden, die sich selbst begleiten können. 2. Die Kunst, alles aus Einem zu erzeugen und die Gestalten ineinander überzuführen. 3. Die Unabhängigkeit vom Taktteil. 11 Daß Schönberg als allererstes auf den Kontrapunkt abhebt, kann im Rahmen der Rezeptionstradition nicht wundernehmen. Freilich zeichnet sich hier ein Kontrapunktbegriff ab, der vom konventionellen einigermaßen unterschieden ist. Letzterer erfüllt sich in einem ausgewogenen Tonsatz, der von gleichwertigen, selbständigen Stimmen, mithin als Netzwerk linearer Stränge, strukturiert ist. Für Richard Wagner beispielsweise legitimiert solche Konsistenz der Linearität sowohl Härten des vertikalen Zusammenhangs, also der Harmonik, als auch die Vernachlässigung der Form bzw. Darstellungsart. Im Blick auf Liszts Faust-Symphonie sagt er am 3. August 1869: Bei Bach kommen auch große Härten vor, allein bei ihm entstehen sie aus der Konsequenz, mit der er die einzelnen Stimmen führt, aus der Logik des Gedankens, nicht aus einer gewissen Nachlässigkeit 12. Und angesprochen auf die Begabung französischer Musiker (Grétry, Méhul) äußert er am 28. Juni 1872: O, bedeutend sind die Franzosen, das ist keine Frage, was ihnen fehlt, das ist das Ideale, das, was sich, wenn es darauf ankommt, gar nicht um die Form kümmert, wie z. B. Bach, der die Gesetze des Wohllautes, die dem Italiener alles waren, einfach vernachlässigte, der Selbständigkeit der Stimmen zuliebe 13. Schönberg dagegen zielt auf die Vereinheitlichung des Tonsatzes durch Stimmen, die zwar als kontrapunktische miteinander kombiniert, vor allem aber durch ihren motivischen Inhalt miteinander verbunden sind, sei es in der Form der Identität von Hauptstimme und Begleitung: Die Tongestalt, die sich selbst begleiten kann, sei es als Varianten eines motivischen Kerns, alle aus Einem erzeugt ; Schönberg meint also in erster Linie Verfahren der motivisch-thematischen Arbeit zum Zweck der Integration des musikalischen Satzes, die er zu Recht oder zu Unrecht Bach zuweist. Zwar hatte bereits Marpurg in seiner Abhandlung von der Fuge diesem Aspekt beträchtliche Aufmerksamkeit geschenkt, in den Vordergrund der musikalischen Wahrnehmung getreten indes und damit geschichtsträchtig geworden ist die motivisch-thematische Arbeit als Basis der musikalischen Entfaltung erst in der Wiener Klassik, namentlich bei Beethoven. Schönberg dagegen spürt freilich ganz und gar ohne Tendenz zu historischer Wahrheitsfindung, sondern allein innerhalb der Systema- 11 A. Schönberg, Nationale Musik, in: Stil und Gedanke. Aufsätze zur Musik, hrsg. v. I. Vojtech, Frankfurt 1976, S , hier S C. Wagner, Die Tagebücher, a. a. O., 1/S Ebenda, 1/S

10 Die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts kann man ohne Bach nicht schreiben tik des eigenen Lernprozesses die Wurzeln jener auf ein organisch sich entfaltendes Kunstwerk gerichteten, alles miteinander verbindenden motivischthematischen Arbeit und ich wiederhole, zu Recht oder zu Unrecht bei Bach auf und unterminiert solchermaßen den historischen Rang der Errungenschaften der Klassik, namentlich Beethovens. Die Aspekte, die er dann bei Beethoven, einem seiner Lehrmeister zweiter Linie, nennt, fallen dann auch vergleichsweise minder gewichtig aus; sie sind entweder Unterpunkte bzw. Doppelungen von dem bei Bach Ausgeführten oder betreffen allgemeinere und schwer nachvollziehbare Gesichtspunkte wie vor allem Die Kunst, unbedenklich lang, aber herzlos kurz zu schreiben, wie es die Sachlage erfordert 14. Die Erhebung Bachs zum Klassiker, so schreibt Rudolf Stephan, geht also von allem Anfang an, um es roh zu sagen, auf Kosten Beethovens 15. Das klingt paradox, war es doch die Figur Beethovens, die es überhaupt erst ermöglicht hatte, den Begriff des Höchsten, der unnahbaren Größe von Musik im allgemeinen Bewußtsein zu verankern. Doch wurde damit zugleich der Weg geöffnet, den Maßstab solcher Größe auch an das Werk anderer Komponisten anzulegen und damit potentiell die Alleinvertretung Beethovens am Zenit der autonomen Tonkunst in Frage zu stellen. Freilich konnte allein Bach den hohen Ansprüchen solch emphatischen Qualitäts- und Kunstbegriffs Genüge leisten, dies insonderheit wiederum durch seine Fugen. Wenn Erwin Ratz in seiner Einführung in die musikalische Formenlehre 16 gleichsam die Summa der retrospektiven Musiktheorie der Zweiten Wiener Schule darlegt, so sind es ausschließlich Werke Bachs und Beethovens, denen sich seine analytische Interpretation zuwendet; der Untertitel des Buches, das nebenbei gesagt dank seines Niveaus zur Pflichtlektüre jedes an Musik näher Interessierten gehört, Über Formprinzipien in den Inventionen und Fugen J. S. Bachs und ihre Bedeutung für die Kompositionstechnik Beethovens offenbart den gleichen eher systematischen, historisch jedenfalls schwer belegbaren Ansatz wie die angeführten Bekenntnisse Schönbergs. Und wenn August Halm im Jahre 1920 seine Lehre von den Zwei Kulturen der Musik entfaltet, so sind es die Sonaten Beethovens und die Fugen Bachs, in denen sich diese beiden Kulturen realisiert haben. Um nochmals Rudolf Stephan zu zitieren: Bachs Fugen, die einzig deren Begriff vollständig entsprechen, sind, wie Beethovens Sonaten, Realisation höchster Möglichkeiten [ ] Fuge und Sonate sind Be- 14 A. Schönberg, Nationale Musik, a. a. O. 15 R. Stephan, Johann Sebastian Bach und die Anfänge der Neuen Musik, in: Vom musikalischen Denken. Gesammelte Vorträge, S , hier S E. Ratz, Einführung in die musikalische Formenlehre, Wien

11 Christian Martin Schmidt reiche, in welchen nach Halms Lehre sich die Musik als Tonkunst bisher einzig rein verwirklicht hat, als autonome Tonkunst, die ihren Sinn aus sich selbst empfängt und nicht aus irgendwelchen außermusikalischen oder außerhalb des jeweiligen Werkes liegenden Sachverhalten 17. In den beiden angeführten Büchern stehen Bach und Beethoven gleichrangig nebeneinander. Richard Wagner dagegen hat, seiner spezifischen historischen Situation entsprechend und in direktem Blick aufs eigene Komponieren, Bach direkt gegen Beethoven ausgespielt. Ich beziehe mich dabei wiederum auf die Tagebücher Cosimas, wobei mir bewußt ist, daß die Eintragungen hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit angezweifelt werden können und angesichts der Tatsache, daß sie 25 Jahre umspannen, keinen stringenten inhaltlichen Zusammenhang bilden. Dennoch formieren sich Wagners dort dokumentierte Äußerungen zu einem Mosaik, das sich was Bach betrifft zu einem Gesamtbild mit nur wenigen wesentlichen Widersprüchen ordnen läßt 18. Allein der Darstellung zuliebe und keineswegs in Übereinstimmung mit der Chronologie gliedere ich die folgenden Aussprüche Wagners in vier Schritte. Der erste stellt noch mit Zögern Bach neben Beethoven, führt aber rasch zu Wagners ureigenstem Interessengegenstand, dem Musikdrama; Cosima notiert unter dem 9. März 1873: Wie ich bemerke, daß keiner wie Beethoven uns das Bild des Wesens der Dinge gegeben, sagt R., vielleicht Bach, und durch die Form der Fuge so merkwürdig, und die Musik scheint selbst wie ein Wesen, das verschiedene Entwicklungen gehabt, bis aus dieser Zauberlaterne das Drama projiziert wird 19. Hier ist die direkte Beziehung des Musikdramas zur Fuge Bachs noch nicht unzweifelhaft schlüssig, in späteren Äußerungen indes wird Wagner noch mehrmals behaupten, die Meistersinger stellten die Fortsetzung des Wohltemperierten Klaviers dar. Der zweite Schritt betrifft die Kompetenz, das handwerkliche Können bei der Verfertigung von Fugen, hinsichtlich derer Wagner die Superiorität Bachs betont. So sagt er am 15. Januar 1872: So eine Bach sche Fuge, das ist ein Kristall in der Schußbewegung, bis es auf dem Orgelpunkt erstarrt, und direkt gegen Beethoven und Mozart gerichtet: Was die Fuge betrifft, so sollen diese Herrn sich verstecken gegen Bach, sie haben mit dieser Form gespielt, haben zeigen wollen, daß sie es auch konnten, er aber hat die Seele der Fuge gezeigt, er hat nicht anders gekonnt als in Fu- 17 R. Stephan, Johann Sebastian Bach und die Anfänge der Neuen Musik, a. a. O., S Die einzige in den Tagebüchern überlieferte Äußerung zu Bach, die für mich ein Rätsel bleibt, ist die folgende, die das Verhältnis von Wagner sowohl zu Bach als auch zu Brahms betrifft: Brahms komponiert, wie Bach hätte komponieren mögen, in: C. Wagner, Die Tagebücher, 2/S Ebenda, 2/S

12 Die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts kann man ohne Bach nicht schreiben gen schreiben 20. Noch schärfer am 12. Dezember 1881: Er spricht von der Fuge v. Bach wie von einer untergegangenen Gattung, gegen welche die Fuge in Sonate 106 z.b. [also der Hammerklaviersonate] eine Kinderei sei 21. In einem weiteren Schritt indes stellt Wagner die Fuge bzw. das Bachsche Komponieren insgesamt nicht wie Halm und Ratz neben, sondern gegen die Sonate: Am 13. Juli 1872 notiert Cosima: Mit den Kindern gearbeitet; nachmittags und abends Feustels, dazu J.[osef] Rubinstein [ ]. Das Klavierspiel des letzteren freut uns sehr, eine Fuge von Bach namentlich (aus dem Wohltemperierten Klavier Des dur) stimmt uns ganz extatisch, es ist, als ob erst jetzt Musik wirklich ertönt hätte, sagt R. Wie ich R. sage, daß, merkwürdigerweise, dieses Scherzando mich mit ungeheurer Wehmut erfüllte, sagt R. Ich begreife es, es ist wie ein rastloses Weiterschreiten, als ob er sagte, hier habt ihr alles, womit ihr später arbeiten werdet, wo ihr ruhen und weilen werdet, ich weiß das alles, mich treibt es weiter. Eine Sphinx, aber das ist deutsch. Wie flach und konventionell erscheint die Sonatenform dagegen, dieses italienische Produkt; nur dadurch, daß er das Beiwerk dieser Form so ungeheuer belebte, näherte sich Beethoven wieder Bach 22. Dem auffallend ähnlich ist die Eintragung vom 9. März 1878: Darauf spielt R. aus dem Wohltemperierten Klavier das cis moll Präludium zu unsäglichem Eindruck. Wie die ruhige Klage einer Sphinx oder verschwindender Götter oder einer Natur der Menschenerschaffung erklingt es in uns! R. sagt, er habe sich das komponiert von der Kindheit an, er wisse nicht, ob er es richtig spiele. Über die Verflachung, welche auf diese Form des Prälude und der Fuge die Sonate hervorgebracht, das war Philipp Emanuel, der diese italienische Form einführte, und die ganze darauf aufgebaute Musik ist wie Konzert, Hofkonzertmusik, gegen diese Offenbarung 23. In einem letzten Schritt schließlich geht Wagner was sich freilich schon in einem der obigen Zitate andeutete so weit, Bach zur Geburtsstätte der neueren Musik, das heißt wohl der seinen, zu erklären. Unter dem 2. Februar 1879 findet sich folgender Eintrag in Cosimas Tagebüchern: Abends wiederum Präludien und Fugen, heute fünf an der Zahl, bei der 4ten (No. 12 des zweiten Teiles) sagt R., das sei ein förmlicher Übergang zur neueren Musik. Das habe Bach seiner Frau vorgespielt. Vorher hatte er betont, wie diese Werke von dem Musiker für sich selbst gemacht worden seien und wie seicht einem dagegen die Musik für andre, wie sie die Nachfolger gemacht hätten, dagegen vorkäme, die Sonate; freilich ist auch etwas Schönes daraus hervorgegangen, aber dies hier ist wie die Geburtsstätte Ebenda, 1/S. 480 f. 21 Ebenda, 4/S Ebenda, 1/S. 547 f. 23 Ebenda, 3/S Ebenda, 3/S

13 Christian Martin Schmidt All dies sind private Äußerungen Wagners, die substantielle Elemente seines musikalischen Denkens insofern vielleicht deutlicher werden lassen als die publizierten, weil sie nicht durch den bewußten Filter der öffentlichen Selbstdarstellung gegangen sind. Sie lassen sich in vielerlei Hinsicht interpretieren; für unseren Zusammenhang indes ist nur die Bach zugewiesene Rolle von Belang. Offenkundig ist, daß Wagner sich in seinem künstlerischen Selbstverständnis in einem Konkurrenzverhältnis zu Beethoven fühlt ähnlich wie später Thomas Mann zu Goethe. Bach dagegen stellt durch die historische Distanz, um es schroff zu sagen, keine direkte Bedrohung dar, die Qualität seiner Musik jedoch und der in ihr hervortretende kompositorische Rang repräsentieren für Wagner eine so unbezweifelbare Größe, daß in seinem permanenten und immer auf Beethoven fixierten Prozeß der Selbstfindung Bach gleichsam als Bundesgenosse gegen diesen aufgerufen werden kann. Ich habe es mir, meine Damen und Herren, im Vorangehenden versagt, Ihnen in der Geschütztheit der analytischen Einzeluntersuchung konkrete Beispiele der kompositionstechnischen Anknüpfung des 19. Jahrhunderts an Bach zu demonstrieren (und Ihnen damit die kaum zu umgehende Monotonie der sachbezogenen Detailbetrachtung erspart). Hier hätten allgemein die von Bach so einzigartig realisierte Versöhnung von Harmonie und Kontrapunkt zur Sprache kommen können und der Einfluß der Stücke des Wohltemperierten Klaviers auf die Geschichte des im 19. Jahrhundert so zentralen Lyrischen Klavierstücks, konkreter die Adaption Bachscher Verfahren in der Fugenkomposition generell, die Übernahme von Modellen der Vokalkomposition etwa in Mendelssohns Paulus oder in den deutschsprachigen Motetten von Brahms, die bindende Rückbeziehung der Choralvorspiele und -phantasien von Brahms und Reger auf Bach usw. Das alles aber ist durch Einzeluntersuchungen bekannt genug und hätte die Bach-Rezeption des 19. Jahrhunderts allenfalls in Einzelpunkten beleuchtet, mithin wesentliche Aspekte im dunkeln gelassen. Im Tonsatz der Musikdramen Wagners beispielsweise lassen sich direkte Anknüpfungspunkte an Bach kaum plausibel machen, das ihnen zugrundeliegende Musikdenken indes ist wie deutlich genug geworden sein dürfte zutiefst von der Beschäftigung mit Bachs Kompositionen geprägt. Daß man die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts nicht ohne Bach schreiben kann, ist mithin weniger auf direkte kompositionstechnische Übernahmen, als vielmehr auf dessen Omnipräsenz im Denken und für die Ästhetik der Zeit zurückzuführen. Kaum eine Lücke lassend, gilt sie für alle wesentlichen kompositorischen Strömungen der Zeit: Bachs Kompositionen sind für die emphatisch auf Fortschritt gerichtete Musik der Zukunft, die in Liszt und Wagner ihre herausragenden Vertreter hatte, ebenso verbindlich wie etwa für Brahms Konzeption einer dauerhaften Musik, die sich dem zugleich erneuernden und zerstörerischen Impetus von Geschichte gegenüber eher skeptisch verhält schließlich und vor allem auch für die Musikauffassung Schönbergs, der mit 108

14 Die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts kann man ohne Bach nicht schreiben dem Versuch, jene beiden Strömungen zu versöhnen, mithin dauerhafte Musik für die Zukunft zu schreiben, den letzten großen Entwurf zur Bewahrung einer als ethische Verpflichtung empfundenen Tonkunst wagte auch für Schönberg bedeutete Bach eine bindende Instanz, deren sowohl Ethos als handwerkliche Qualität vorbildhaft kombinierender Kraft sich keiner, der dem Anspruch autonomer Tonkunst gerecht werden wollte, entziehen konnte. 109

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

Barocker Kontrapunkt

Barocker Kontrapunkt Barocker Kontrapunkt Einführung in den Kontrapunkt Johann Sebastian Bachs mit Tonsatz- und Improvisationsübungen Prof. Dr. Bodo Bischoff Andreas Cessak Barocker Kontrapunkt Seite 2 von 59 Inhaltsverzeichnis:

Mehr

Medienpaket: Musik 1 Komponisten-Rätsel. Komponisten Rätsel

Medienpaket: Musik 1 Komponisten-Rätsel. Komponisten Rätsel Medienpaket: Musik 1 Komponisten-Rätsel Komponisten Rätsel Versuche folgende Aufgaben zu lösen: Finde heraus, von welchen Komponisten in den Kästchen die Rede ist! Verwende dafür ein Lexikon oder/und ein

Mehr

Ein und dieselbe Taufe

Ein und dieselbe Taufe 1 Ein und dieselbe Taufe Eph. 4,5 Nach V. 3 geht es um die Einheit des Geistes. In diesem Zusammenhang nennt Paulus sieben Aspekte der geistlichen Einheit: Ein [geistlicher] Leib Ein Geist Eine Hoffnung

Mehr

Philosophie als Studienfach in Japan

Philosophie als Studienfach in Japan ENDO Yoshito Universität Mainz/Keio Universität Fragestellung Als ich anfing, in Deutschland Philosophie zu studieren, fiel mir auf, dass es hier im Vergleich zu Japan viele Philosophiestudenten gibt und

Mehr

WENN SICH DAS GEHEIME VERBIRGT, DANN LIEGT VOR IHM ETWAS ANDERES

WENN SICH DAS GEHEIME VERBIRGT, DANN LIEGT VOR IHM ETWAS ANDERES WENN SICH DAS GEHEIME VERBIRGT, DANN LIEGT VOR IHM ETWAS ANDERES Ein kompositorischer Prozess C h r i s t o p h H e r n d l e r Was bedeutet GEGENTEIL? Ist MANN das Gegenteil von FRAU? Ist + das Gegenteil

Mehr

Einschätzung der Diplomarbeit. Musik im Film- Auswirkungen von Filmmusik auf das Gedächtnis für Filminhalte

Einschätzung der Diplomarbeit. Musik im Film- Auswirkungen von Filmmusik auf das Gedächtnis für Filminhalte Einschätzung der Diplomarbeit Musik im Film- Auswirkungen von Filmmusik auf das Gedächtnis für Filminhalte Von: Wultsch Christina Matrikelnr.: 0411409 LV: Wissenschaftliches Arbeiten (LV-Nr.: 000.002)

Mehr

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion

SELBSTREFLEXION. Selbstreflexion INHALTSVERZEICHNIS Kompetenz... 1 Vergangenheitsabschnitt... 2 Gegenwartsabschnitt... 3 Zukunftsabschnitt... 3 GOLD - Das Handbuch für Gruppenleiter und Gruppenleiterinnen Selbstreflecion Kompetenz Die

Mehr

Das erwartet Sie in jedem Vorstellungsgespräch

Das erwartet Sie in jedem Vorstellungsgespräch Das erwartet Sie in jedem Vorstellungsgespräch 1 In diesem Kapitel Das A und O ist Ihr Lebenslauf Kennen Sie die Firma, bei der Sie vorstellig werden Informiert sein gehört dazu Wenn Sie nicht zu den absolut

Mehr

Meine eigene Erkrankung

Meine eigene Erkrankung Meine eigene Erkrankung Um ein Buch über Hoffnung und Wege zum gesunden Leben schreiben zu können, ist es wohl leider unabdingbar gewesen, krank zu werden. Schade, dass man erst sein Leben ändert wenn

Mehr

Zur Einführung: Ein deutsches Requiem

Zur Einführung: Ein deutsches Requiem Zur Einführung: Ein deutsches Requiem in Hamburg Das semantische Potential der Kunstwerke erschließt sich nicht im Augenblick ihres ersten Erscheinens, sondern enthüllt sich erst mit ihrem geschichtlichen

Mehr

Das Bandtagebuch mit EINSHOCH6 Intro: LASS UNS REDEN

Das Bandtagebuch mit EINSHOCH6 Intro: LASS UNS REDEN Übung 1: sprechen Löse diese Aufgabe, bevor du dir das Video anschaust. Die Verben reden, sagen und erzählen sind Synonyme für sprechen, die aber in unterschiedlichen Situationen und unterschiedlichen

Mehr

Malen ist eine stille Angelegenheit Ein Gespräch mit dem Künstler Boleslav Kvapil

Malen ist eine stille Angelegenheit Ein Gespräch mit dem Künstler Boleslav Kvapil Malen ist eine stille Angelegenheit Ein Gespräch mit dem Künstler Boleslav Kvapil Von Johannes Fröhlich Boleslav Kvapil wurde 1934 in Trebic in der Tschechoslowakei geboren. Er arbeitete in einem Bergwerk

Mehr

dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen stehen:

dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen stehen: Predigt zu Joh 2, 13-25 und zur Predigtreihe Gott und Gold wieviel ist genug? Liebe Gemeinde, dieses Buch hier ist für mich das wertvollste aller theologischen Bücher, die bei mir zuhause in meinen Bücherregalen

Mehr

Die Sonatenform bei Mozart und Beethoven

Die Sonatenform bei Mozart und Beethoven KLASSIKKENNENLERNEN 2 Die Sonatenform bei Mozart und Beethoven KLASSIKKENNENLERNEN 8.520040 Dr. Stefan Schaub In der Reihe KLASSIKKENNENLERNEN sind bereits folgende Titel erschienen: NX 8.520039: Faszination

Mehr

Eignungsprüfung im Fach Musiktheorie

Eignungsprüfung im Fach Musiktheorie Eignungsprüfung im Fach Musiktheorie Informationen und Mustertest Seite 1 von 9 VORAUSSETZUNGEN für musikbezogene Bachelor-Studiengänge: _Kenntnis der allgemeinen Musiklehre _Grundkenntnisse der Harmonie-

Mehr

5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst

5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst 5 Fakten zum Nachteilsausgleich die du wissen musst Von LRS - also Lese-Rechtschreib-Schwäche - betroffene Kinder können einen Nachteilsausgleich beanspruchen. Das ist erst einmal gut. Aber wir sollten

Mehr

Prof. Dr. Josef Pfeilschifter Mitglied des Präsidiums des MFT, Frankfurt am Main

Prof. Dr. Josef Pfeilschifter Mitglied des Präsidiums des MFT, Frankfurt am Main Einführung Prof. Dr. Josef Pfeilschifter Mitglied des Präsidiums des MFT, Frankfurt am Main Sehr geehrte Herren Vorsitzende, meine sehr geehrten Damen und Herren, ich darf Sie in diese spannende Thematik

Mehr

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten

Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Phrasensammlung für wissenschaftliches Arbeiten Einleitung In diesem Aufsatz/dieser Abhandlung/dieser Arbeit werde ich... untersuchen/ermitteln/bewerten/analysieren... Um diese Frage zu beantworten, beginnen

Mehr

Schreiben. Prof. Dr. Fred Karl. Veranstaltung Wissenschaftliches Arbeiten

Schreiben. Prof. Dr. Fred Karl. Veranstaltung Wissenschaftliches Arbeiten Schreiben Prof Dr Fred Karl Veranstaltung Wissenschaftliches Arbeiten Schreiben Ihre Gedanken zusammenhängend, nachvollziehbar und verständlich zu Papier zu bringen Schreiben 1 Strukturieren 2 Rohfassung

Mehr

Klassische Musik. Ergebnisse einer Repräsentativbefragung unter der deutschen Bevölkerung

Klassische Musik. Ergebnisse einer Repräsentativbefragung unter der deutschen Bevölkerung Klassische Musik Ergebnisse einer Repräsentativbefragung unter der deutschen Bevölkerung TNS Emnid Juli 2010 I N H A L T Vorbemerkung... 3 1. Nur jedem vierten Befragten fällt spontan weder der Name eines

Mehr

Leibniz. (G.W.F. Hegel)

Leibniz. (G.W.F. Hegel) Leibniz 3. Der einzige Gedanke den die Philosophie mitbringt, ist aber der einfache Gedanke der Vernunft, dass die Vernunft die Welt beherrsche, dass es also auch in der Weltgeschichte vernünftig zugegangen

Mehr

matrix personalcoaching

matrix personalcoaching matrix personalcoaching ICH-MARKE / Beruf & Berufung 1 ICH als Marke & ICH als Geschäftsmodell Hier findest Du einen Weg, wie du dir deiner wahren Stärken und Potenziale bewusst wirst. Erfolg ist das,

Mehr

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati René Descartes Meditationen Erste Untersuchung INHALTSVERZEICHNIS 1 EINLEITUNG 3 1.1 PROBLEMSTELLUNG 3 1.2 ZIELSETZUNG

Mehr

Das Bandtagebuch mit EINSHOCH6 Folge 13: BASTIS KLAVIERWERKSTATT

Das Bandtagebuch mit EINSHOCH6 Folge 13: BASTIS KLAVIERWERKSTATT HINTERGRUNDINFOS FÜR LEHRER Der Weg zum Klavierbauer Ein Klavierbauer baut neue Klaviere oder Flügel, repariert und stimmt alte oder gebrauchte Instrumente. Er arbeitet meist in Werkstätten oder in Operhäusern

Mehr

ERSTE LESUNG Sach 9, 9-10 SIEHE, DEIN KÖNIG KOMMT ZU DIR; ER IST DEMÜTIG

ERSTE LESUNG Sach 9, 9-10 SIEHE, DEIN KÖNIG KOMMT ZU DIR; ER IST DEMÜTIG ERSTE LESUNG Sach 9, 9-10 SIEHE, DEIN KÖNIG KOMMT ZU DIR; ER IST DEMÜTIG Lesung aus dem Buch Sacharja So spricht der Herr: Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt

Mehr

Redemittel für einen Vortrag (1)

Redemittel für einen Vortrag (1) Redemittel für einen Vortrag (1) Vorstellung eines Referenten Als ersten Referenten darf ich Herrn A begrüßen. der über das/zum Thema X sprechen wird. Unsere nächste Rednerin ist Frau A. Sie wird uns über

Mehr

predigt am 5.1. 2014, zu römer 16,25-27

predigt am 5.1. 2014, zu römer 16,25-27 predigt am 5.1. 2014, zu römer 16,25-27 25 ehre aber sei ihm, der euch zu stärken vermag im sinne meines evangeliums und der botschaft von jesus christus. so entspricht es der offenbarung des geheimnisses,

Mehr

Mit Druck richtig umgehen

Mit Druck richtig umgehen Haufe TaschenGuide 107 Mit Druck richtig umgehen von Friedel John, Gabriele Peters-Kühlinger 4. Auflage 2015 Haufe-Lexware Freiburg 2015 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 648 06693 5

Mehr

50-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Marseille Rede des Französischen Botschafters Bernard de Montferrand

50-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Marseille Rede des Französischen Botschafters Bernard de Montferrand 50-jähriges Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Marseille Rede des Französischen Botschafters Bernard de Montferrand Hamburg, 10. Juli 2008 Sehr geehrter Herr Bürgermeister, Monsieur

Mehr

Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart Wolfgang Amadeus Mozart Andante aus dem Klavierkonzert A-Dur KV 488 Larghetto aus dem Klavierkonzert D-Dur KV 537 Krönungskonzert (Transkriptionen für Klavier solo von Carl Reinecke) Reinecke Musikverlag

Mehr

Achten Sie auf Spaß: es handelt sich dabei um wissenschaftliche Daten

Achten Sie auf Spaß: es handelt sich dabei um wissenschaftliche Daten Tipp 1 Achten Sie auf Spaß: es handelt sich dabei um wissenschaftliche Daten Spaß zu haben ist nicht dumm oder frivol, sondern gibt wichtige Hinweise, die Sie zu Ihren Begabungen führen. Stellen Sie fest,

Mehr

Gründungsphase und Blütezeit im historischen Kontext. Inhalt

Gründungsphase und Blütezeit im historischen Kontext. Inhalt Hans-Jochim Hinrichsen Die Allgemeine Musik-Gesellschaft Zürich Gründungsphase und Blütezeit im historischen Kontext Inhalt Vorwort... 5 Einleitung... 8 Musikvereine als Motoren des Musiklebens... 10 Die

Mehr

Praktikumsbericht. von Katrin Albert Praktikum von 1. August 2005 bis zum 28. Februar 2006

Praktikumsbericht. von Katrin Albert Praktikum von 1. August 2005 bis zum 28. Februar 2006 Praktikumsbericht von Katrin Albert Praktikum von 1. August 2005 bis zum 28. Februar 2006 Nach sieben Monaten Praktikum ist es Zeit kurz zurück zu blicken. Der folgende Bericht soll daher Antwort auf vier

Mehr

1. Einführung: Zum allgemeinen Verhältnis von Medizin und Selbsttötung

1. Einführung: Zum allgemeinen Verhältnis von Medizin und Selbsttötung Michael Nagenborg Medizin in der Antike Struktur 1. Einführung: Zum allgemeinen Verhältnis von Medizin und Selbsttötung 2. Die antike Medizin 2.1 Allgemein 2.2 Psychiatrische Erkrankungen 3. Schluss und

Mehr

Spaziergang zum Marienbildstock

Spaziergang zum Marienbildstock Maiandacht am Bildstock Nähe Steinbruch (Lang) am Freitag, dem 7. Mai 2004, 18.00 Uhr (bei schlechtem Wetter findet die Maiandacht im Pfarrheim statt) Treffpunkt: Parkplatz Birkenhof Begrüßung : Dieses

Mehr

Jwala und Karl Gamper. Ich bin genial Die 7 Erkenntnisse zum Genius

Jwala und Karl Gamper. Ich bin genial Die 7 Erkenntnisse zum Genius Jwala und Karl Gamper Ich bin genial Die 7 Erkenntnisse zum Genius 2 3 Inhaltsverzeichnis Was ist Genialität? 7 Die sieben Erkenntnisse 15 Erste Erkenntnis Erkenne deine Position 17 Nicht von einem Tag

Mehr

Die Idee des Gesamtkunstwerks bei Karlheinz Stockhausen, dargestellt am Zyklus LICHT

Die Idee des Gesamtkunstwerks bei Karlheinz Stockhausen, dargestellt am Zyklus LICHT Seite 1 Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim Zulassungsarbeit zum 1. Staatsexamen Hochschullehrer: Prof. Dr. Hermann Jung Die Idee des Gesamtkunstwerks bei Karlheinz Stockhausen,

Mehr

AN DER ARCHE UM ACHT

AN DER ARCHE UM ACHT ULRICH HUB AN DER ARCHE UM ACHT KINDERSTÜCK VERLAG DER AUTOREN Verlag der Autoren Frankfurt am Main, 2006 Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das der Aufführung durch Berufs- und Laienbühnen, des öffentlichen

Mehr

Bis jetzt gelingt mir das ganz gut Bahar S. im Gespräch mit Jessica J.

Bis jetzt gelingt mir das ganz gut Bahar S. im Gespräch mit Jessica J. Bis jetzt gelingt mir das ganz gut Bahar S. im Gespräch mit Jessica J. Bahar S. und Jessica J. besuchen das Berufskolleg im Bildungspark Essen. Beide lassen sich zur Erzieherin ausbilden. Im Interview

Mehr

NINA DEISSLER. Flirten. Wie wirke ich? Was kann ich sagen? Wie spiele ich meine Stärken aus?

NINA DEISSLER. Flirten. Wie wirke ich? Was kann ich sagen? Wie spiele ich meine Stärken aus? NINA DEISSLER Flirten Wie wirke ich? Was kann ich sagen? Wie spiele ich meine Stärken aus? Die Steinzeit lässt grüßen 19 es sonst zu erklären, dass Männer bei einer Möglichkeit zum One-Night-Stand mit

Mehr

Thema 3: Verwendung von Texten

Thema 3: Verwendung von Texten PASCH-net und das Urheberrecht Thema 3: Verwendung von Texten Texte sind zwar nicht immer, aber meistens durch das Urheberrecht geschützt. Nur ganz kurze Texte, die zum Beispiel ausschließlich aus einfachen

Mehr

LIEBE ZUM DETAIL. Liebe Sammler,

LIEBE ZUM DETAIL. Liebe Sammler, LIEBE ZUM DETAIL er die Geschehnisse in der Kunstszene der letzten Jahre beobachtete, konnte feststellen, dass sie sich zunehmend wieder der Kunst längst vergangener Epochen zuwendet. Vor allem die Werke

Mehr

Herr segne dein Wort an uns und gib uns durch deinen Heiligen Geist ein hörendes Ohr und ein gehorsames Herz.

Herr segne dein Wort an uns und gib uns durch deinen Heiligen Geist ein hörendes Ohr und ein gehorsames Herz. Jonatan - ein treuer Freund Gebet Herr segne dein Wort an uns und gib uns durch deinen Heiligen Geist ein hörendes Ohr und ein gehorsames Herz. Einleitung: In meiner Kindheit gab es Kaugummiautomaten.

Mehr

Pressetext. Robert Schumann ein Leben für Musik und Familie

Pressetext. Robert Schumann ein Leben für Musik und Familie Pressetext Robert Schumann ein Leben für Musik und Familie Robert Schumann wurde 1810 in Zwickau geboren. Sein Klavierstudium bei Friedrich Wieck musste er wegen einer Fingerverletzung abbrechen. Er wurde

Mehr

Vernunft und Temperament Eine Philosophie der Philosophie

Vernunft und Temperament Eine Philosophie der Philosophie Unfertiges Manuskript (Stand 5.10.2015), bitte nicht zitieren oder darauf verweisen Vernunft und Temperament Eine Philosophie der Philosophie LOGI GUNNARSSON The history of philosophy is to a great extent

Mehr

Das Neue Testament 6.Klasse

Das Neue Testament 6.Klasse Das Neue Testament 6.Klasse 1 Erstbegegnung...durch dick und dünn... Gruppenarbeit - Auswertung: Umfangvergleich AT / NT und Evangelien, grobe Einteilung => Gruppenarbeitsblatt 2 Die Entstehung des NT

Mehr

Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen

Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen Interview mit Frau Dr. Pia Heußner vom Mai 2012 Krebs und Partnerschaft Bedürfnisse (an)erkennen Die Diagnose Krebs ist für jede Partnerschaft eine große Herausforderung. Wie hält das Paar die Belastung

Mehr

CHARTA VON VENEDIG Art. 1-16 Internationale Charta über die Konservierung und Restaurierung von Denkmälern und Ensembles (1964)

CHARTA VON VENEDIG Art. 1-16 Internationale Charta über die Konservierung und Restaurierung von Denkmälern und Ensembles (1964) CHARTA VON VENEDIG Art. 1-16 Internationale Charta über die Konservierung und Restaurierung von Denkmälern und Ensembles (1964) Artikel 1 Der Denkmalbegriff umfasst sowohl das einzelne Denkmal als auch

Mehr

Vorwort. Liebe Leserin, lieber Leser,

Vorwort. Liebe Leserin, lieber Leser, Vorwort Liebe Leserin, lieber Leser, möge dieses Buch Sie eine Zeitlang als treuer Freund begleiten. Das mit dem Freund meine ich wörtlich. Meine mir nahestehenden Freunde duzen mich; Ihnen wird es mit

Mehr

Unsere Gruppe beim Aufbauen der Schokoladentafeln und der Schokoriegel

Unsere Gruppe beim Aufbauen der Schokoladentafeln und der Schokoriegel Unser Marktstand Unsere Gruppe hat am Mittwoch, 27.9, in der 2. Aktionswoche der fairen Wochen, den Stand auf den Marktplatz zum Zentrum für Umwelt und Mobilität aufgebaut und dekoriert. Wir dekorierten

Mehr

Bildaufbau. ciceri. veni vidi civi. Fotografie Bildaufbau

Bildaufbau. ciceri. veni vidi civi. Fotografie Bildaufbau Bildaufbau Mit dem Bildaufbau in der Fotografie sind vor allem die Proportionen und Verhältnisse der im Foto abgebildeten Objekte gemeint: die Grösse und der Stand von Motivteilen im Foto, die Aufteilung

Mehr

Ergänzende Hinweise zum Vortrag Interkulturelle Kompetenzen

Ergänzende Hinweise zum Vortrag Interkulturelle Kompetenzen Prof. Dr. Paul Mecheril Institut für Pädagogik Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Postfach 2503 26111 Oldenburg paul.mecheril@uni-oldenburg.de Ergänzende Hinweise zum Vortrag Interkulturelle Kompetenzen

Mehr

Friedrich Nietzsche Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten (Universitätsvorträge)

Friedrich Nietzsche Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten (Universitätsvorträge) Friedrich Nietzsche Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten (Universitätsvorträge) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Institut für Bildungswissenschaft Seminar: Bildung des Bürgers Dozent: Dr. Gerstner

Mehr

Sehr geehrte Frau Gutermuth, wie Sie sicher gesehen haben werden, haben wir nicht nur mehrere Internetpräsenzen von ehemaligen Jungen der Einrichtung

Sehr geehrte Frau Gutermuth, wie Sie sicher gesehen haben werden, haben wir nicht nur mehrere Internetpräsenzen von ehemaligen Jungen der Einrichtung Sehr geehrte Frau Gutermuth, wie Sie sicher gesehen haben werden, haben wir nicht nur mehrere Internetpräsenzen von ehemaligen Jungen der Einrichtung Internat am Drübel oder besser bekannt als JUNGBORN

Mehr

STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN SELBSTERKUNDUNGSHEFTE. Beruf und Studium BuS. Typ BA

STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN SELBSTERKUNDUNGSHEFTE. Beruf und Studium BuS. Typ BA STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN SELBSTERKUNDUNGSHEFTE Beruf und Studium BuS Typ BA Startseite Typ A wichtige Information, daher bitte genau lesen! Sie stehen am Anfang Ihrer

Mehr

Sehr geehrter Herr Prof. Karasek, Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Ribbe, Liebe Freunde und Verehrer Mark Twains, Meine verehrten Damen und Herren,

Sehr geehrter Herr Prof. Karasek, Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Ribbe, Liebe Freunde und Verehrer Mark Twains, Meine verehrten Damen und Herren, 1 Begrüßungsrede von StS André Schmitz zur Gedenktafel-Enthüllung für Mark Twain, am Mittwoch, den 14. September 2011, um 11 Uhr in der Körnerstraße 7, 10785 Berlin-Tiergarten. Sehr geehrter Herr Prof.

Mehr

Informationspapier zur Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen an der TH Wildau

Informationspapier zur Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen an der TH Wildau Informationspapier zur Anrechnung beruflich erworbener Kompetenzen an der TH Wildau Gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und

Mehr

Video-Thema Begleitmaterialien

Video-Thema Begleitmaterialien DIE SPARSAMEN DEUTSCHEN Die Deutschen sind ein Volk der Sparer. Sie geben nicht ihr ganzes verdiente Geld auf einmal aus, sondern bringen es zur Bank so lautet zumindest das Klischee. Doch dass an diesem

Mehr

KANTONSSCHULE AM BURGGRABEN Maturitätsprüfung 2009. 1. Teil (90 Min) I Gehörbildung und Notation [30 Punkte, 30 Min]

KANTONSSCHULE AM BURGGRABEN Maturitätsprüfung 2009. 1. Teil (90 Min) I Gehörbildung und Notation [30 Punkte, 30 Min] KANTONSSCHULE AM BURGGRABEN Maturitätsprüfung 2009 ST.GALLEN Musisches Gymnasium Klasse: 4oM/ Mag. Chr. Büchel Musik schriftlich Zeit: 3 Stunden 1. Teil (90 Min) I Gehörbildung und Notation [30 Punkte,

Mehr

Wer kann sich schon merken, welche Ablautreihe welche ist? oder: Memorialbilder zur deutschen Sprachgeschichte

Wer kann sich schon merken, welche Ablautreihe welche ist? oder: Memorialbilder zur deutschen Sprachgeschichte Wer kann sich schon merken, welche Ablautreihe welche ist? oder: Memorialbilder zur deutschen Sprachgeschichte Cora Dietl (Gießen) Anders als die meisten anderen indoeuropäischen Sprachen haben die germanischen

Mehr

"Jeden Tag schuldig ins Bett"

Jeden Tag schuldig ins Bett BURNOUT BEI PROFESSOREN "Jeden Tag schuldig ins Bett" Das Hamsterrad für Professoren dreht sich immer schneller, teils mit ruinösen Folgen für die Menschen und die Forschung. Ein Gespräch mit Hartmut Rosa

Mehr

Blackout. Dantse Dantse. Ein One-Night-Stand mit fatalen Folgen

Blackout. Dantse Dantse. Ein One-Night-Stand mit fatalen Folgen Dantse Dantse Blackout Ein One-Night-Stand mit fatalen Folgen Warum tötete Johnny M. Walker die schöne dänische Frau, die Frau mit dem Teufel im Blut? Das Tagebuch vom tragischen Schicksal meines aidsinfizierten

Mehr

20 1 Die Entscheidung: Wieso? Weshalb? Vor allem aber Wie?

20 1 Die Entscheidung: Wieso? Weshalb? Vor allem aber Wie? 20 1 Die Entscheidung: Wieso? Weshalb? Vor allem aber Wie? Ich kann mir Dinge sehr gut merken, die ich höre oder lese. In Prüfungssituationen blühe ich erst richtig auf und Prüfungsangst war für mich schon

Mehr

Die hohe Kunst des (Day-)Tradens

Die hohe Kunst des (Day-)Tradens Jochen Steffens und Torsten Ewert Die hohe Kunst des (Day-)Tradens Revolutionieren Sie Ihr Trading mit der Target-Trend-Methode 13 Erster Teil: Eine neue Sicht auf die Börse 15 Prolog Traden ist eine»kunst«,

Mehr

«Selig sind die Toten»

«Selig sind die Toten» «Selig sind die Toten» Tod und Ewiges Leben in Brahms Ein Deutsches Requiem JOHANNES ZACHHUBER «Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.» Mit diesen Worten aus der Bergpredigt

Mehr

Sozialisation und Identität

Sozialisation und Identität Universität Augsburg Lehrstuhl für Soziologie Übung: Grundkurs Soziologie Dozent: Sasa Bosancic, M.A. Sebastian Schmidt, Marion Röder, Hanna Heß Sozialisation und Identität Inhaltsverzeichnis Biographie

Mehr

NERVIGE HANDYS IN DER ÖFFENTLICHKEIT RÜCKSICHTSVOLLE NUTZUNG NIMMT ABER LEICHT ZU

NERVIGE HANDYS IN DER ÖFFENTLICHKEIT RÜCKSICHTSVOLLE NUTZUNG NIMMT ABER LEICHT ZU NERVIGE HANDYS IN DER ÖFFENTLICHKEIT RÜCKSICHTSVOLLE NUTZUNG NIMMT ABER LEICHT ZU 7/11 NERVIGE HANDYS IN DER ÖFFENTLICHKEIT RÜCKSICHTSVOLLE NUTZUNG NIMMT ABER LEICHT ZU Laute Handygespräche in öffentlichen

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS. vom. 3. März 2015. in dem Rechtsstreit

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS. vom. 3. März 2015. in dem Rechtsstreit BUNDESGERICHTSHOF VI ZR 490/13 BESCHLUSS vom 3. März 2015 in dem Rechtsstreit Nachschlagewerk: BGHZ: BGHR: ja nein ja GG Art. 103 Abs. 1; ZPO 531 1. Art. 103 Abs. 1 GG ist dann verletzt, wenn der Tatrichter

Mehr

Ä8QGLFKELQQLFKWZLGHUVSHQVWLJJHZHVHQ³*RWWHV6WLPPHK UHQOHUQHQ

Ä8QGLFKELQQLFKWZLGHUVSHQVWLJJHZHVHQ³*RWWHV6WLPPHK UHQOHUQHQ Ä8QGLFKELQQLFKWZLGHUVSHQVWLJJHZHVHQ³*RWWHV6WLPPHK UHQOHUQHQ Ist es dir beim Lesen der Bibel auch schon einmal so ergangen, dass du dich wunderst: Warum wird nicht mehr darüber berichtet? Ich würde gerne

Mehr

1. Einleitung und Begrüßung

1. Einleitung und Begrüßung 1. Einleitung und Begrüßung Dr. Irina Mohr Leiterin Forum Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich darf Sie sehr herzlich im Namen der Friedrich-Ebert-Stiftung begrüßen.

Mehr

Handreichung für Studierende Philosophische Arbeiten schreiben

Handreichung für Studierende Philosophische Arbeiten schreiben Handreichung für Studierende Philosophische Arbeiten schreiben Bezüglich der Länge und den Leistungspunkten für die schriftlichen Leistungen in Hauptmodulen beachten Sie bitte die für Sie geltenden fächerspezifischen

Mehr

Hochbegabung in der Grundschule: Erkennung und Förderung mathematisch begabter Kinder

Hochbegabung in der Grundschule: Erkennung und Förderung mathematisch begabter Kinder Hochbegabung in der Grundschule: Erkennung und Förderung mathematisch begabter Kinder von Dagmar Schnell Erstauflage Diplomica Verlag 2014 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de ISBN 978 3 95850 765

Mehr

Material zu. Die Schülerzeitung

Material zu. Die Schülerzeitung Material zu Die Schülerzeitung 125 Zuwanderung und Integration Szenario Die Schülerzeitung In Eurer Schule wird eine Schülerzeitung herausgegeben. Dank der großzügigen Unterstützung durch einen Feinkosthändler

Mehr

Ostern ist mehr. Das Geheimnis vom Kreuz und dem leeren Grab. Mehr! Basiswissen Christentum Herausgeber: Steffen Kern und Roland Werner

Ostern ist mehr. Das Geheimnis vom Kreuz und dem leeren Grab. Mehr! Basiswissen Christentum Herausgeber: Steffen Kern und Roland Werner Steffen Kern Ostern ist mehr Das Geheimnis vom Kreuz und dem leeren Grab Mehr! Basiswissen Christentum Herausgeber: Steffen Kern und Roland Werner 00307_Kern.indd 3 21.12.2007 13:40:19 Inhalt Zweifeln

Mehr

WERBUNG MIT BILD VOM HAUS

WERBUNG MIT BILD VOM HAUS ARD-Ratgeber Recht aus Karlsruhe Sendung vom: 12. November 2011, 17.03 Uhr im Ersten WERBUNG MIT BILD VOM HAUS Zur Beachtung! Dieses Manuskript ist urheberrechtlich geschützt. Der vorliegende Abdruck ist

Mehr

Pressetext. Mit Mozart unterwegs

Pressetext. Mit Mozart unterwegs Pressetext Mit Mozart unterwegs Die beiden Pianistinnen Konstanze John und Helga Teßmann sind Mit Mozart unterwegs. Nun werden sie auch bei uns Station machen, und zwar am im Wer viel unterwegs ist, schreibt

Mehr

Gedanken und Ideen zum Thema "Wir lernen die Orgel in unserer Kirche kennen"

Gedanken und Ideen zum Thema Wir lernen die Orgel in unserer Kirche kennen Gedanken und Ideen zum Thema "Wir lernen die Orgel in unserer Kirche kennen" Die Orgel ist das verbreitetste Musikinstrument in der Kirche. Mit ihrer Zusammenstellung vieler "Einzelinstrumente", den Pfeifen,

Mehr

Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs. bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, MdB

Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs. bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, MdB Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, MdB anlässlich Abschlussveranstaltung Tag der Talente 2012 am 17.09.2012 in Berlin Es gilt

Mehr

Und nun kommt der wichtigste und unbedingt zu beachtende Punkt bei all deinen Wahlen und Schöpfungen: es ist deine Aufmerksamkeit!

Und nun kommt der wichtigste und unbedingt zu beachtende Punkt bei all deinen Wahlen und Schöpfungen: es ist deine Aufmerksamkeit! Wie verändere ich mein Leben? Du wunderbarer Menschenengel, geliebte Margarete, du spürst sehr genau, dass es an der Zeit ist, die nächsten Schritte zu gehen... hin zu dir selbst und ebenso auch nach Außen.

Mehr

Formen der Chormusik und die bedeutendsten Komponisten. Zur Vorbereitung auf den Eignungsnachweis Chorleitung

Formen der Chormusik und die bedeutendsten Komponisten. Zur Vorbereitung auf den Eignungsnachweis Chorleitung Formen der Chormusik und die bedeutendsten Komponisten Zur Vorbereitung auf den Eignungsnachweis Chorleitung Musik der Reformationszeit 16. Jahrhundert Tenorliedsatz Kantionalsatz Liedmotette Spruchmotte

Mehr

Theo IJzermans Coen Dirkx. Wieder. Ärger. im Büro? Mit Emotionen am Arbeitsplatz konstruktiv umgehen

Theo IJzermans Coen Dirkx. Wieder. Ärger. im Büro? Mit Emotionen am Arbeitsplatz konstruktiv umgehen Theo IJzermans Coen Dirkx Wieder Ärger im Büro? Mit Emotionen am Arbeitsplatz konstruktiv umgehen Inhaltsverzeichnis 1 Wie wir unseren eigenen Stress produzieren... 9 2 Wir fühlen, was wir denken... 13

Mehr

Der professionelle Gesprächsaufbau

Der professionelle Gesprächsaufbau 2 Der professionelle Gesprächsaufbau Nach einer unruhigen Nacht wird Kimba am nächsten Morgen durch das Klingeln seines Handys geweckt. Noch müde blinzelnd erkennt er, dass sein Freund Lono anruft. Da

Mehr

Oberaargauische Musikschule Langenthal 40 Jahre OMS 18. September 2009, 1800 Uhr

Oberaargauische Musikschule Langenthal 40 Jahre OMS 18. September 2009, 1800 Uhr Oberaargauische Musikschule Langenthal 40 Jahre OMS 18. September 2009, 1800 Uhr Hans-Jürg Käser, Regierungspräsident Was kann Musik bewirken? Anrede Vielleicht sind Sie eigentlich nicht das >richtige

Mehr

Hab, aber Gut? Interview: Oliver Link Bildkonzept: hoch5 Büro für Konzeption und Gestaltung, Henrike Stefanie Gänß, www.hoch5.info

Hab, aber Gut? Interview: Oliver Link Bildkonzept: hoch5 Büro für Konzeption und Gestaltung, Henrike Stefanie Gänß, www.hoch5.info Hab, aber Gut? Die Architektin und Designerin Henrike Stefanie Gänß machte bei sich selbst Inventur und fotografierte ihren gesamten Besitz (erste Galerie). Dann sortierte sie alles Unwichtige heraus (zweite

Mehr

1. Tipp: 6 Tipps zur Unternehmensführung

1. Tipp: 6 Tipps zur Unternehmensführung 6 Tipps zur Unternehmensführung 1. Rolle des Unternehmers 2. Zweck des Unternehmens 3. Der Unternehmer als Spiegel des Unternehmens 4. Unternehmensvision 5. Strategie und Positionierung des Unternehmens

Mehr

»gefallene Frauen«galten. Aber die Stigmatisierung finde weiterhin auf der beruflichen und finanziellen Ebene statt. 2 Irgendwie gehört das aber

»gefallene Frauen«galten. Aber die Stigmatisierung finde weiterhin auf der beruflichen und finanziellen Ebene statt. 2 Irgendwie gehört das aber »gefallene Frauen«galten. Aber die Stigmatisierung finde weiterhin auf der beruflichen und finanziellen Ebene statt. 2 Irgendwie gehört das aber alles zusammen. Denn hätten die Alleinerziehenden nicht

Mehr

Heißt: Roland Bebber hatte bei seiner langen Suche nach Hilfe nicht einfach nur Pech wie ihm geht es offenbar immer mehr Patienten.

Heißt: Roland Bebber hatte bei seiner langen Suche nach Hilfe nicht einfach nur Pech wie ihm geht es offenbar immer mehr Patienten. 1 Defizite in der Physiotherapeuten-Ausbildung Bericht: Andreas Rummel Roland Bebber ist schwer behindert. Um Hilfe gegen seine ständigen extremen Rückenschmerzen zu bekommen, muss er lange Wege in Kauf

Mehr

Die Zukunft der Hochschullehre

Die Zukunft der Hochschullehre Wedig von Heyden Die Zukunft der Hochschullehre Podiumsbeitrag Hochschule als Etappe lebenslangen Lernens Donnerstag, 14. Oktober 2004 Friedrichstrasse 169/170, Berlin-Mitte Vorweg mache ich eine kleine

Mehr

Informationen des Beratungslehrers

Informationen des Beratungslehrers Sinnvolle Hilfe bei der Hausaufgabe (nach A. Geist, Schulpsychologe) Vorwort "Soll ich meinem Kind überhaupt bei den Hausaufgaben helfen? Und wenn ja, wie soll ich es sinnvoll tun?" Diese Fragen werden

Mehr

Meine Geheimnisse für ein bewusstes und sinnerfülltes Leben

Meine Geheimnisse für ein bewusstes und sinnerfülltes Leben Meine Geheimnisse für ein bewusstes und sinnerfülltes Leben Du möchtest dein Leben bewusst und sinnerfüllt gestalten? Auf den nächsten Seiten findest du 5 Geheimnisse, die mir auf meinem Weg geholfen haben.

Mehr

PETER WILD. Finde die Stille. Spiritualität im Alltag MATTHIAS-GRÜNEWALD-VERLAG

PETER WILD. Finde die Stille. Spiritualität im Alltag MATTHIAS-GRÜNEWALD-VERLAG PETER WILD Finde die Stille Spiritualität im Alltag MATTHIAS-GRÜNEWALD-VERLAG Der Matthias-Grünewald-Verlag ist Mitglied der Verlagsgruppe engagement Alle Rechte vorbehalten 2007 Matthias-Grünewald-Verlag

Mehr

in Pforzheim bei einem Konzert vor lauter Zeitungsredakteuren. Er kam danach zu mir in die Garderobe und meinte:»hätt' ich nie gedacht, was du alles

in Pforzheim bei einem Konzert vor lauter Zeitungsredakteuren. Er kam danach zu mir in die Garderobe und meinte:»hätt' ich nie gedacht, was du alles in Pforzheim bei einem Konzert vor lauter Zeitungsredakteuren. Er kam danach zu mir in die Garderobe und meinte:»hätt' ich nie gedacht, was du alles drauf hast. Deine Sprüche zwischendurch waren noch geiler

Mehr

Die umfassende Zieldefinition im Coaching

Die umfassende Zieldefinition im Coaching Die umfassende Zieldefinition im Coaching Den Kunden von der Problemschilderung zu einer Zieldefinition zu bringen, kann in vielen Fällen - vor allem bei Kunden mit klagendem oder besuchendem Verhalten

Mehr

Dame oder Tiger (Nach dem leider schon lange vergriffenen Buch von Raymond Smullyan)

Dame oder Tiger (Nach dem leider schon lange vergriffenen Buch von Raymond Smullyan) Dame oder Tiger? 1 Dame oder Tiger (Nach dem leider schon lange vergriffenen Buch von Raymond Smullyan) Der König eines nicht näher bestimmten Landes hat zwölf Gefangene und möchte aus Platzmangel einige

Mehr

Wie wir einen Neuen in die Klasse bekommen, der heißt Französisch und ist meine Rettung

Wie wir einen Neuen in die Klasse bekommen, der heißt Französisch und ist meine Rettung 1. Kapitel Wie wir einen Neuen in die Klasse bekommen, der heißt Französisch und ist meine Rettung Und ich hatte mir doch wirklich fest vorgenommen, meine Hausaufgaben zu machen. Aber immer kommt mir was

Mehr

BoGy- Praktikumsbericht

BoGy- Praktikumsbericht BoGy- Praktikumsbericht Maha Ahmed, 10d Ansprechpartnerin: Frau Haase Max-Planck-Gymnasium Böblingen Telefon: 07031 9812422 Praktikumszeitraum: 25.-29.05.15 Inhaltsverzeichnis 1. Persönliche Eignung und

Mehr

SchiedsamtsZeitung 34. Jahrgang 1963, Heft 09 Online-Archiv Seite 132a-136 Organ des BDS

SchiedsamtsZeitung 34. Jahrgang 1963, Heft 09 Online-Archiv Seite 132a-136 Organ des BDS DIE KÖRPERVERLETZUNG IM ENTWURF 1962 ZU EINEM NEUEN DEUTSCHEN STRAFGESETZBUCH Von Reichsgerichtsrat R. Dr. jur. Fritz H a r t u n g, Marburg In der SchsZtg. 1961 S. 169 ff. und S. 182 ff. hatte ich den

Mehr

((Solothurner Banken)) Finanzdepartement Herrn Regierungsrat Christian Wanner Rathaus Barfüssergasse 24 4509 Solothurn

((Solothurner Banken)) Finanzdepartement Herrn Regierungsrat Christian Wanner Rathaus Barfüssergasse 24 4509 Solothurn ((Solothurner Banken)) Finanzdepartement Herrn Regierungsrat Christian Wanner Rathaus Barfüssergasse 24 4509 Solothurn Solothurn, 5. Juli 2012 Änderung des Gesetzes über die wirkungsorientierte Verwaltungsführung

Mehr

Grußwort des Landrates anl. Abiturfeier Berufskolleg Eifel, 23. Juni 2012

Grußwort des Landrates anl. Abiturfeier Berufskolleg Eifel, 23. Juni 2012 Grußwort des Landrates anl. Abiturfeier Berufskolleg Eifel, 23. Juni 2012 Liebe Abiturientinnen und Abiturienten! Sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer! Sehr geehrte Eltern und Gäste! Weisheit ist nicht

Mehr