Prof. Dr. Wolfgang Schöberle. Beruf Lehrer/in. Der Lehrer als Held? Landläufige Vorstellungen Ansprüche der Gesellschaft Lehrerleitbild der KMK

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1 Prof. Dr. Wolfgang Schöberle Beruf Lehrer/in Der Lehrer als Held? Landläufige Vorstellungen Ansprüche der Gesellschaft Lehrerleitbild der KMK 10 konkrete pädagogische Herausforderungen Fragerunde

2

3 Beruf Lehrer/in Lehrer/in sein, das ist nicht schwer..? Landläufige Meinung Vormittags gehe ich in die Schule, nachmittags bereite ich ein bisschen was für den Unterricht vor und dann habe ich frei!

4 Beruf Lehrer/in Lehrer/in sein, das ist ganz schön schwer! Ansprüche der Gesellschaft Der Lehrer hat die Aufgabe, eine Wandergruppe mit Spitzensportlern und Behinderten bei Nebel durch unwegsames Gelände in nordsüdlicher Richtung zu führen, und zwar so, dass alle bei bester Laune und möglichst gleichzeitig an drei verschiedenen Zielen ankommen. Aus Züricher Weltwoche vom

5 Beruf Lehrer/in Professionelle Anforderungen der KMK Lehrerleitbild 2004 L. sind Fachleute für das Lehren und Lernen. L. sind sich bewusst, dass die Erziehungsaufgabe eng mit dem Unterricht und dem Schulleben verknüpft ist. L. üben ihre Beurteilungs- und Beratungsaufgabe kompetent, gerecht und verantwortungsbewusst aus. L. entwickeln ihre Kompetenzen ständig weiter und pflegen Kontakte zu außerschulischen Partnern. L. beteiligen sich an der Schulentwicklung und wirken an internen und externen Evaluationen mit.

6 unterrichten Unterricht evaluieren erziehen kooperieren / kommunizieren beraten SSchule entwickeln organisieren/verwalten beurteilen junge Menschen mögen an sich selbst arbeiten Lehrer(in) sein heute: 10 pädagogische Herausforderungen

7 1. Junge Menschen mögen Pädagogische Grundeinstellung: Ich unterrichte junge Menschen, nicht Fächer! Pädagogen müssen Schüler für das Lernen begeistern sie fördern und fordern ernst nehmen und annehmen ihnen vertrauen und etwas zutrauen Ihnen Mut für Beruf und Leben machen

8 2. Unterrichten als wichtigste Aufgabe Grundlegende Anforderungen Souveräne Fachkompetenz Bildungsplan interpretieren Didaktische Rekonstruktion: Inhalte auswählen, strukturieren und aufbereiten breites Methodenrepertoire Motivierende Unterrichtsideen Hauptziel Selbstständiges und kognitiv anspruchvolles Lernen fordern und fördern

9 3. Unterricht evaluieren Ziel Weiterentwicklung der Unterrichtsqualität Kompetenzen Unterricht systematisch beobachten und analysieren Grundhaltung Feedback als Lernchance sehen Keine Angst vor Rückmeldungen von Schülern und Kollegen!

10 4. Erziehen als alltägliche Aufgabe Grundlagen: Erziehungsauftrag der Schule, Erziehungspartnerschaft mit den Eltern Ziele: ganzheitliche Persönlichkeitsbildung, Orientierungshilfen für eine komplexe Welt (Sozialerziehung, Gesundheit, Umwelt ) Leitfrage: Wie gehen wir miteinander um? Bewusstsein: Lehrer ist Vorbild!

11 5. Beurteilen Grundhaltung: Selektionsfunktion der Schule akzeptieren aber: verantwortungsvoll und gerecht ausüben

12 6. Beraten Unterricht: individuelle Diagnose und Förderung Lernberatung: Hilf mir,es selbst zu tun. Über den Unterricht hinaus: pädagogisch-psychologische Beratung Schullaufbahnberatung Berufs- und Studienberatung Wichtige Aspekte: empathisch, Stärken orientiert, wertschätzend, klar, konkret Grundlage: Vertrauen und Zutrauen

13 7. Organisieren und Verwalten Organisieren für Schüler: Schullandheim, Studienfahrten, Austausch Organisieren und Moderieren für Kollegen: Konferenzen, pädagogische Tage, AGs Verwalten: Klassenlehrergeschäfte Noten Intelligente Ablagesysteme!

14 Kooperieren und Kommunizieren Mit Kolleginnen und Kollegen im Klassenteam, in der Projektgruppe, in der Fachschaft Mit unterschiedlichen Partnern Eltern, anderen Schulen, Sportvereinen, Betrieben, Theatern, sozialen Institutionen Kompetenzen Strategien der Gesprächsführung; sich überzeugend ausdrücken, aktiv zuhören, moderieren, präsentieren

15 8. Kooperieren und Kommunizieren Zentrale Kompetenz: Teamfähigkeit

16 9. Schule weiterentwickeln Grundhaltungen und Kompetenzen: Meine Schule : Vision und Identifikation Qualitätsbewusstsein: Was heißt gute Schule? Fortbildungsbereitschaft + Teamfähigkeit als Voraussetzung für das gemeinsame Lernen Methoden der Selbst- und Fremdevaluation

17 10. Personal mastery: An sich selbst arbeiten Weiterlernen Stärken und Schwächen selbstkritisch reflektieren sich fachlich und pädagogisch ständig weiterentwickeln offen sein für Neues Selbstmanagement vorausschauend planen sich selbst nicht überfordern mit Belastungen professionell umgehen

18 Noch Fragen?

19 Mittelfristige Einstellungschancen Faktorenanalyse Lehramt Gymnasium Positive Faktoren Zahl der Pensionierungen Wegfall Grundschulempfehlung Zunahme der Teilzeitstellen Zusätzliche Stellen an Gemeinschaftsschulen Negative Faktoren Mittelfristig: kontinuierlicher Stellenabbau Gute Unterrichtsversorgung hohe Studierendenzahlen (D, Fremdsprachen, G) Klarer Bedarf Physik, NWT, (Chemie) Unklarer Bedarf Alle anderen Fächer Fazit: Eine Prognose ist wegen unklarer Rahmenbedingungen schwieriger denn je!

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