Wenn Ereignisse zu Krisen werden ohne Prävention keine professionelle Kommunikation!

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1 Michael Koschare Wenn Ereignisse zu Krisen werden ohne Prävention keine professionelle Kommunikation! Jahrestagung 2012 für Sicherheit im Bergbau, 14. Juni 2012, Gmunden am Traunsee

2 Definition Ereignis / Krise Eine Krise ist die negative Folge eines Ereignis, wenn es akut und nachhaltig das Image von Unternehmen, Standorten und Produkten oder die Reputation von Unternehmensvertretern schädigt und dadurch einen wirtschaftlichen Schaden hervorruft Dabei ist nicht der Ereignisgrad entscheidend sondern die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, die wesentlich durch die Medien beeinflusst wird Die Entwicklung vom Ereignis zur Krise hängt daher in hohem Maße von der Medienberichterstattung ab

3 Anlässe für Unternehmenskrisen Krisen werden (fast) immer überraschend ausgelöst! Ereignishafte Anlässe: Unfälle, Störfälle, Sabotage, Erpressung, Spionage, Straftaten Strukturelle Anlässe: Betriebsstilllegungen, Entlassungen, Unternehmenspolitik contra gesellschaftspolitische Werte und Meinungen, juristische Auseinandersetzungen... Latente Anlässe: Etwas, das schon immer so läuft, gerät unerwartet in die öffentliche Kritik (Gewohnheiten, Altlasten, Branchenereignisse...)

4 Folgen von Unternehmenskrisen Auswirkungen von Unternehmenskrisen sind beispielsweise Imageverlust / Reputationsverlust / Jobverlust im Management Verlust der Kundenbindung / Umsatzrückgang strengere behördliche Auflagen erhöhter Aufwand für Marketing, Vertrieb, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Lobbying Aufwändige und langwierige Auseinandersetzung mit Kritikern juristische Konsequenzen

5 Welche Folgen haben Ereignisse? Beispiele Die Vattenfall-Krisen 2007 und 2009: relativ kleine Ursache; acht Top-Manager gehen Kali und Salz Unterbreizbach 2007 / 2008: ein Toter; die Medien fragen nach der Verantwortung Erdgasnetz-Sanierung in Köln 1999: Der Kölner Stadt Anzeiger stellt die Sicherheit des Gasnetzes in frage Serienstörfälle bei den Farbenwerken Höchst 90er Jahre: die Verweigerung von offener Kommunikation kostet das Unternehmen Meinungsführerschaft und Reputation sowie den Betrieb neuer Anlagen

6 Medienkommunikation Wirkung der Medien Bewertung der Bedeutung der Vorgänge Kommentierung Übersetzung von Fachsprachen und spezifischen Codes Fehler durch Vereinfachung Stiftung von gesellschaftlichem Konsens Ideologisierung, Trendorientierung Nicht das, was wahr ist, beunruhigt die Menschen, sondern das, was sie für wahr halten (Epiktet)

7 Wie arbeiten die Medien? Medien haben keine Zeit Medien halten drauf Medien interessiert die Story, nicht die Wahrheit Medien decken Schwachstellen auf Medien nutzen alle zur Verfügung stehenden Informationsquellen

8 Infrastruktur der Medien Was für das Unternehmen die Ausnahme darstellt, ist für die Medien der Alltag! Manpower Technik und Infrastruktur Funktionale, wirksame und täglich geübte Prozesse Beliebig viele und große Sendeflächen und -plätze

9 Was wollen die Medien? Bewegte (und bewegende) Bilder / Tondokumente Aktualität und Stories Schnelle Informationen Kooperation Auflage / Quote Exklusivität und Geschäft

10 Vom Ereignis zur Krise

11 Notfall-/Krisenmanagementverlauf

12 Kommunikationsplan

13 Die drei Phasen des Krisenmanagements - Chronologie

14 Zielsetzung des Krisenmanagements Das Unternehmen will Krisen vermeiden wenn das nicht gelingt: Krisen schadensmindernd bewältigen Das Ziel: Imageschäden und deren wirtschaftlichen Auswirkungen vermeiden oder begrenzen Die Handlungsfähigkeit im Ereignisfall erhalten Die eigene Position bei allen relevanten Zielgruppen einheitlich darstellen Die Glaubwürdigkeit behalten Die eigene Kompetenz unter Beweis stellen Ein positives Image wieder herstellen

15 Krisenmanagement - Drei Bereiche der Intervention

16 Krisenmanagement mit System Das System... wird an den Anforderungen aller relevanten Anspruchsgruppen und den Möglichkeiten des Unternehmens sowie seiner Zielsetzungen ausgerichtet berücksichtigt die wesentlichen Krisenpotenziale des Unternehmens definiert Strukturen, Prozesse und Infrastruktur des Krisenmanagements bereitet die Einsatzkräfte gezielt auf den Ereignisfall vor regelt die Aktivierung der Einsatzkräfte im Ereignisfall (Alarmierung)

17 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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