AIP - RESTAURANT VIADUKT ZÜRICH

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1 AIP - RESTAURANT VIADUKT ZÜRICH UND ANDERE ARBEITSINTEGRATIONSPROJEKTE DER STIFTUNG NETZWERK INTEGRATION JUGENDLICHER IN DIE BERUFSBILDUNG: PRAXIS ALS CHANCE Catherine Bolliger / Jürgen Steinberger Co-Leitung AIP

2 VORSTELLUNG STIFTUNG NETZWERK Private Non-Profit-Organisation im Zürcher Oberland und angrenzenden Gebieten Schliessung von Lücken in der bestehenden sozialen Versorgung Angebote im Wohn- und Arbeitsbereich 80 MitarbeiterInnen

3 2005 Lancierung des AIP / Restaurant Konter

4 - Arbeitstraining - Interne Schulung - Sport und Kultur - Sozialpädagogische Begleitung

5 Begleitete Berufsbildung - Anerkennung Berufsbildungsamt Zürich

6 Eröffnung des AIP Mittagstisch E1S - Berufsbildung zum Schreinerpraktiker - Zusammenarbeit mit der SVA Zürich

7 AIP RESTAURANT VIADUKT ZÜRICH - AIP DORFLADEN SEEGRÄBEN

8 Anzahl Plätze AIP Restaurant Viadukt: 25 AIP Restaurant Konter: 21 AIP Mittagstisch E1S: 3 AIP Dorfladen: 4 AIP Schreinerei: 2 TOTAL: 55 Plätze

9 TeilnehmerInnen aktuell 5 SchülerInnen 12 Arbeitstraining 2 DetailhandelsassistentInnen (Attestlehre EBA) 8 Küchenangestellte (Attestlehre EBA) 6 Restaurationsangestellte (Attestlehre EBA) 7 Koch / Köchin (Lehre EFZ) 2 Restaurationsfachfrauen (Lehre EFZ) 2 Schreinerpraktiker (Attestlehre EBA) 4 Praktische Ausbildung (PrA) TOTAL: 48

10 BEHÖRDEN Zuweisende Stellen / Auftraggeber - Sozialdienste /-zentren 34 % - Jugendanwaltschaften 29 % - Jugendsekretariate 18 % - Schulbehörden 11 % - IV / SVA 8 % Zusammenarbeit in der Praxis - offensive Zusammenarbeit mit Auftraggeber - Anerkennung MBA Zürich: positive Unterstützung - Berufsschule: gute und enge Zusammenarbeit, pädagogische Grenzen

11

12 Betriebliches / unternehmerisches Denken Wirtschaftsorientierte Betriebe Interdisziplinäres Team: SozialpädagogInnen / LehreInnen / Gastro- und Verkaufsprofis Zürich: 1350 Stellenprozente plus Aushilfen Oberland: 950 Stellenprozente plus Aushilfen

13 ZIELGRUPPE ARBEITSTRAINING Jugendliche ab 16 Jahren Misserfolg bei der Lehrstellensuche Mangelnde berufliche Perspektiven Meistens längere Zeit ohne Tagesstruktur

14 ZIELE ARBEITSTRAINING Regelmässige Projektteilnahme Positive Arbeitserfahrungen Kennenlernen eines oder mehrerer Berufsfelder Aufarbeiten von Bildungslücken Erlernen von Kompetenzen für Berufsbildung Persönlichkeitsentwicklung

15 INHALTE ARBEITSTRAINING Arbeit im Betrieb an 3.5 Tagen / Woche Interne individuelle Schulung an einem Tag / Woche mit Stellwerktest Teilnahme an Sport & Kultur an einem Halbtag Individuelles Berufscoaching Enge arbeitsagogische und sozialpädagogische Begleitung Regelmässige interne und externe Standortgespräche

16 AUSSCHLAGGEBEND FÜR EINE ERFOLGREICHE INTEGRATION IN DIE BERUFLICHE GRUNDBILDUNG? Klare Berufswahl durch Abklärung der Fähigkeiten Schwerpunkt auf Selbst- und Sozialkompetenz Trainieren von Schlüsselqualifikationen Schulische Förderung Enge sozialpädagogische Begleitung Wirtschaftsnahe Betriebe Hoher Einsatz der MitarbeiterInnen

17 ANSCHLUSSLÖSUNGEN ARBEITSTRAINING (77) Berufsbildung intern Berufsbildung extern Arbeitsstelle Praktikum RS Psychatrie unbekannt

18 FALLBEISPIEL interner Weg Delikte ambulante Massnahme der Jugendanwaltschaft Familie Migration, Vater IV-Rentner, bildungsfern Tagesstruktur über 30 Bewerbungen, 3 mal schnuppern Arbeitstraining Küche rasche Integration im Betrieb, Stärkung vom Selbstwertgefühl, Aufarbeitung der Delikte und persönlichen Probleme Übertritt in die interne Berufsbildung EBA erfolgreicher Abschluss 2009 Stellenlos Anstellung als Koch im Restaurant Viadukt 2010

19 FALLBEISPIEL externer Weg Sek B-Abschluss, Lehrstelle als Bäcker / Konditor Abbruch vor Ende des ersten Lehrjahres Stark belastende familiäre Situation Arbeitstraining 8 Monate: berufliche Neuorientierung, Schwierigkeiten im Team zu arbeiten, persönliche Nachreifung Berufswunsch Fachmann Betriebsunterhalt schnuppern beim Hauswart im eigenen Gebäude Schulisches Niveau verbessern als Vorbereitung für die Berufsschule Lehrstelle EFZ in der freien Wirtschaft (Abschluss 2011)

20 FAZIT ARBEITSTRAINING Richtiges Mittel zur Berufsfindung und vorbereitung Rund die Hälfte sind auf eine begleitete Berufsbildung angewiesen Für einzelne sind EBA und EFZ zu anspruchsvoll Freier Arbeitsmarkt verfügt über zu wenig Lehrstellen für Bildungsschwache / sozial Benachteiligte

21 WO BESTEHT NOCH BEDARF? Intern: Anbieten weiterer Berufsfelder Coaching beim Übergang in die freie Wirtschaft Lücke aufgrund der Abschaffung der Anlehre Erfolgreiche berufliche Integration ist auch stark von der Wirtschaftslage bzw. der Bereitschaft der Wirtschaft zur Integration abhängig!

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