Systembeschreibung EXAM eacademy

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1 Systembeschreibung EXAM eacademy Theorieprüfung leicht gemacht

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3 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung Komponenten EXAM Planner Definition von Lehrmodulen Definition von Befragungen und Prüfungen Kursdefinition/Ablaufdiagramm EXAM eacademy Client (die Schülersicht) Login und Übersicht Bearbeiten von Lehrmaterial Befragungen/Prüfungen EXAM Planner Überwachung und Kontrolle der Ausbildungen/Kurse Anlage 1 Anwesenheits- und Identitätskontrolle mittels Psylock Peters Software GmbH An den Kaulen Köln Telefon: +49 (0) Fax: +49 (0) Web: 3

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5 1 Einleitung Die EXAM eacademy ist eine auf Internettechnologie basierende Plattform, mit der Flugschulen den kompletten Ablauf einer theoretischen Pilotenausbildung flexibel und individuell definieren können. Kernpunkte sind hierbei die Zuweisung von elektronischem Lehrmaterial sowie von Befragungen zur Leistungsüberprüfung. Die in dieser Form definierten Ausbildungen bzw. Ausbildungsabschnitte können von den Schülern an einem internetfähigen PC absolviert werden, wobei es dem Ausbildungsbetrieb obliegt, den Zugriff von Überall über das Internet zuzulassen (so dass der Schüler beispielsweise zuhause lernen kann) oder nur innerhalb der Räumlichkeiten der Flugschule. Je nach Definition der Ausbildung kann das Fortschreiten des Kurses vollautomatisch, halbautomatisch oder vollständig durch den Ausbilder manuell gesteuert werden. Das heißt es ist sowohl möglich, dass neue Ausbildungsabschnitte nach dem (erfolgreichen) Abschluss des vorherigen automatisiert freigeschaltet werden, als auch dass sämtliche Lerneinheiten manuell vom Systembetreuer des Ausbildungsbetriebs (z.b. CGI) erst aktiviert werden, bevor sie den Schülern zur Verfügung stehen. Der individuelle Ausbildungsstand der partizipierenden Schüler ist für den Ausbildungsbetrieb jederzeit transparent. Sämtliche Studienzeiten und Testergebnisse werden im Hintergrund automatisch protokolliert und dokumentiert. Insofern handelt es sich auch beim Selbststudium/Distanz-Lernen um ein durch die Flugschule und die Fachlehrer kontrolliertes Lernen. Die geschilderten, flexiblen Konfigurationsoptionen der EXAM eacademy lassen somit den Einsatz als mehrheitlich auf Distanz-Lernen ausgelegten Fernlehrgang zu, wie auch als Einzelplatzstudium (CBT/WBT) für Vor- und Nachbereitung des Unterrichts im ausschließlichen Klassenverbund mit Lehrkörperanwesenheit. Weiterhin sind sämtliche Varianten und Abstufungen realisierbar. Hinweis: Fernlehrgänge unterliegen in der Bundesrepublik Deutschland dem Gesetz zum Schutz der Teilnehmer am Fernunterricht" (FernUSG) und müssen bei der Zentralstelle für Fernunterricht ZFU angemeldet und zugelassen werden. Fernunterricht im Sinne dieses Gesetzes ist die auf vertraglicher Grundlage erfolgende, entgeltliche Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, bei der der Lehrende und der Lernende ausschließlich oder überwiegend räumlich getrennt sind. Die EXAM eacademy basiert auf der ursprünglich von SUN Microsystems entwickelten Java Technologie, welche von vielen Großunternehmen bei sicherheitskritischen Internetanwendungen eingesetzt wird. Die Schüler können die EXAM eacademy Kurse auf jedem aktuellen Windows-PC mit Internetanschluss betreiben. Es ist keine gesonderte Installation von Software erforderlich. Während der Lernzeiten ist der Schüler-PC permanent mit dem EXAM eacademy Server verbunden, der alle Aktivitäten überwacht und protokolliert. Diese kontinuierliche Verbindung ist wichtige Voraussetzung für das kontrollierte Distanzlernen. 5

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7 2 Komponenten Die EXAM eacademy Plattform besteht aus nachfolgenden Einzelkomponenten: Planung, Definition, Überwachung EXAM Planner. Im EXAM Planner werden vom Ausbildungsbetrieb die Inhalte einzelner Lehrmodule und Befragungen gemäß den vom Gesetzgeber geforderten Inhalten (Syllabus) definiert. Diese Bausteine wiederum werden Form eines Ablaufdiagramms ( Workflow ) zu einer Gesamtausbildung oder, bei komplexen Inhalten, zu einzelnen Ausbildungsabschnitten kombiniert. Weiterhin wird der EXAM Planner zur Zuweisung von Ausbildungen an Schüler/Schülergruppen und Überwachung des Lernfortschritts der einzelnen Schüler bzw. Schülergruppen genutzt. EXAM Planner wird in einem Systemverbund mit EXAM Admin und EXAM Net auf einem zentralen Serversystem installiert und bereitgestellt. Der EXAM Planner wird als wesentliches Werkzeug zur Definition von Kursen und Kontrolle der Schüler im Folgenden näher erläutert. Benutzer-/Schülerstammdatenverwaltung EXAM Admin. EXAM Admin stellt die zentrale Stammdatenverwaltung für Schüler- und übrige Benutzerdaten dar. Hier werden alle Schüler, Lehrer, Administratoren und sonstige Benutzer sowie Schülergruppen (z.b. Klassenverbände) erfasst und diesen die für ihre Arbeit erforderlichen Systemrechte zugewiesen. EXAM Admin wird in einem Systemverbund mit EXAM Planner und EXAM Net auf einem zentralen Serversystem installiert/bereitgestellt. EXAM Admin wird in dieser Systembeschreibung nicht näher betrachtet. Durchführung von Befragungsen und Prüfungen EXAM Net. EXAM Net stellt ein mächtiges Werkzeug dar, welches auch ohne die o.g. Komponenten als eigenständige Lösung (vollelektronisches Prüfungssystem) eingesetzt wird. EXAM Net verwaltet Fragendatenbanken, mit deren Hilfe Befragungen und Prüfungen definiert und den Schülern zugeordnet werden. Die Auswertung der Prüfung erfolgt weitgehend vollautomatisch durch EXAM Net. Obwohl EXAM Net im Rahmen der EXAM eacademy in der Regel durch die Komponente EXAM Planner automatisch gesteuert wird, ist es (technisch) jederzeit möglich, einem Schüler bei Bedarf auch eine vom übrigen Kurs unabhängige Befragung/Prüfung zuzuweisen. Das wäre beispielsweise für einen Schüler interessant, der bei einem Thema gesondert gefördert werden muss. EXAM Net wird in einem Systemverbund mit EXAM Admin und EXAM Planner auf einem zentralen Serversystem installiert/bereitgestellt. Da die EXAM Net Kernkomponenten im Rahmen der EXAM eacademy Plattform durch den EXAM Planner angesteuert werden, wird auf eine detaillierte Beschreibung von EXAM Net an dieser Stelle verzichtet. Schülerapplikation (Client) EXAM eacademy Client. Dies ist die Anwendung, mit der die Schüler arbeiten. Der EXAM eacademy Client stellt das Lerncockpit für den Schüler dar, in dem bereits absolvierte und noch zu absolvierende Lerneinheiten (Lehrmaterial und Befragungen) angezeigt und ausgewählt werden. So wie der Internet Explorer das Benutzerfenster zum World Wide Web darstellt, ist der EXAM eacademy Client das Fenster des Schülers zu seinem EXAM eacademy Kurs. 7

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9 3 EXAM Planner 3.1 Definition von Lehrmodulen Bei den als Lehrmodul bezeichneten Einheiten in der EXAM eacademy handelt es sich um einzelne Abschnitte (Kapitel) aus einem elektronischem Lehrmaterial bis hin zu vollständigen digitalen Büchern. Die Lehrmodule werden vom Ausbildungsbetrieb gemäß den vom gesetzgeber geforderten Inhalten (Syllabus / JAA Learning Objectives) zusammengestellt, so dass sie in das jeweilige Ausbildungskonzept und den Lehrplan/Stundenplan passen. Beispielsweise könnte ein Lehrmodul aus dem Bereich Meteorology namens MET THE ATMOSPHERE Composition, extent, vertical division definiert werden, welches die Kapitel Troposphäre, Stratosphäre, Mesosphäre, Ionosphäre (Thermosphäre), Exosphäre sowie Standardatmospäre aus dem Lehrmaterial beinhaltet. Bild 3.1 Definition einer Lehrmoduleinheit durch den Ausbilder. Bereits an dieser Stelle kann eine allgemeine Zeitvorgabe (Mindestlernzeit) für dieses Lehrmodul definiert werden. Alternativ ist die Zuweisung von kursindividuellen Mindestlernzeiten auch noch zu einem späteren Zeitpunkt, bei der Definition der Kursstruktur (Workflow) möglich. Flugschulen, die durch die EXAM eacademy unterstütze Theorieausbildung anbieten, stehen derzeit nachstehende digitale/elektronische Lehrmaterialien zur Verfügung: EXAM Mentor Deutsch: Vollständiges ATPL Lehrwerk in deutscher Sprache. Peters Software GmbH. EXAM Mentor Englisch: Vollständiges ATPL Lehrwerk in englischer Sprache. Peters Software GmbH. Der Privatflugzeugführer : PPL Lehrwerk in deutscher Sprache. Luftfahrtverlag Friedrich Schiffmann. 9

10 Darüber hinaus ist es möglich, flugschuleigenes Lehrmaterial zu integrieren. Dieses kann in Standardformaten (z.b. Microsoft Word) der Peters Software GmbH zur Verfügung gestellt werden und in das für die EXAM eacademy lesbare XML-Format konvertiert werden. Die Rechte an diesem Lehrmaterial verbleiben hier beim Autor bzw. Rechteinhaber. Ein EXAM eacademy Kurs und sogar ein einzelnes Lehrmodul kann anteilig aus unterschiedlichem Lehrmaterial bestehen. Flugschulen bieten sich so die Möglichkeit, beispielsweise das EXAM Mentor Lehrmaterial für einige Fächer zu nutzen und für andere Fächer ihr eigenes Lehrmaterial einsetzen. Diese Mischung ist auch für firmenspezifische Inhalte interessant, z.b. Anflugkarten des Ausbildungsflughafens oder Flughandbücher der Ausbildungsluftfahrzeug 3.2 Definition von Befragungen und Prüfungen Ein wichtiges Instrument zur Kontrolle der erfolgreichen Wissensvermittlung und des Lernfortschritts sind regelmäßige Befragungen und Zwischenprüfungen (Stage Tests / Quality Checks). Die Definition von Befragung ist eine Anzahl von (ggf. zufällig ausgewählten) Fragen für ein Fachgebiet, z.b. Meteorologie. Die Definition von Prüfung ist eine Kombination von mehreren Befragungen (z.b. ATPL(A) Theorieprüfung). Diese Befragungen/Prüfungen können vom Ausbildungsbetrieb flexibel in den EXAM eacademy Kurs integriert werden. So kann nach jedem Lehrmodul ein kurzer Selbsttest erfolgen und nach einem Ausbildungsabschnitt eine Zwischenprüfung. Der weitere Kursverlauf für den jeweiligen Schüler kann sich am Resultat dieser Tests orientieren. So ist es beispielsweise möglich, wenn eine Zwischenprüfung nicht erfolgreich abgelegt, dass eine erneute Mindestlerndauer für das bereits gelernten Modul auferlegt wird der Wiederum ein Wiederholungstest folgt. Ebenfalls kann der Ausbilder/Lehrer aufgefordert werden, den Schüler in der Flugschule gesondert zu unterrichten ( Nachhilfe ). Auch die Definition von erfolgreich bestanden und nicht bestanden obliegt dem Ausbildungsbetrieb und wird als Prozentwert zu einer Befragung/Prüfung hinterlegt. Befragungen/Prüfungen können mit einer Zeitvorgabe erfasst werden. Hier ist es jedoch - anders als bei den Lehrmodulen - keine Mindestzeit, sondern eine Maximaldauer. Neben der Möglichkeit, den Zufallsgenerator mit der Auswahl von Fragen zu betrauen, bietet das System die Option, fest definierte Fragen ( bestimmte Fragen ) auszuwählen. Für den Ausbilder ein Instrument, bestimmte Themen gezielt zu überprüfen. Der Zufallsgenerator wiederum kann die Fragen nach fest vorgegebener Anzahl auswählen (z.b. 60 Fragen) oder nach Zeit (z.b. 60 Minuten), da für jede Frage auch eine Beantwortungszeit hinterlegt ist. Einfach Multiple-Choice-Aufgaben sind meist mit 1 Minute definiert, für Flugplanungsaufgaben können durchaus 10 Minuten oder mehr benötigt werden. 10

11 Bild 3.2 Definition einer Zufallsbefragung durch den Ausbilder. Wie bei den Lehrmaterialien gibt es auch bei den Befragungen eine Anzahl von bereits existierenden Fragenkatalogen in deutscher und in englischer Sprache. Auch hier bietet das System die Möglichkeit, eigene Fragenkataloge zu erfassen und einzubinden. Wie bei den Lehrmodulen kann eine Befragung aus verschiedenen Quellen aufgebaut sein. 11

12 3.3 Kursdefinition/Ablaufdiagramm Die bereits beschriebenen Lehrmodule und Befragungen/Prüfungen sind als Bausteine zu betrachten, die in Kombination mit logischen Operatoren (UND / ODER) sowie Ergebnissen und Ereignissen (z.b. Zwischenprüfung bestanden / nicht bestanden) eine gesamte Ausbildung, im Folgenden Kurs genannt, ergeben. Das Zusammensetzen und logische Verknüpfen der einzelnen Bausteine und Operatoren erfolgt in der Regel durch das Softwarehaus nach Vorgaben des Ausbildungsbetriebs. Grundsätzlich ist die Kursdefinition auch von entsprechend eingewiesenem Personal der Flugschule eigenständig durchführbar. In der Regel beginnt ein Kurs (nach einigen einleitenden Informationen an den Schüler) mit einem oder mehreren Lehrmodulen, d.h. mit dem Lesen elektronischer Bücher. Bereits hier zeigt sich die hohe Flexibilität der EXAM eacademy, so ist es z.b. möglich, mit einem bestimmten Lehrmodul (Fach) zu beginnen, welches grundsätzlich zuerst durchgearbeitet werden muss. Alternativ können mehrere oder sogar alle Lernfächer freigeschaltet sein, so dass sich der Schüler selbst aussuchen kann, mit welchem Modul/Fach er beginnt. Zu jedem Lehrmodul werden, wie bereits zuvor beschrieben, Mindestlernzeiten definiert. Erst nach dem Erreichen dieser Mindestzeiten läuft der automatische Workflow weiter, d.h. ein Lehrmodul-Baustein hat immer nur einen Ausgang im Flussdiagramm, welcher nach dem Erreichen der Mindestlernzeit erreicht wird. Im Gegensatz zum Ausgang kann ein Lehrmodul jedoch mehrere Eingänge haben, mehr dazu später. Nach dem vollständigen Durcharbeiten der Lehrmodule können die definierten, themenbezogene Verständnisaufgaben zur Leistungsermittlung gestellt werden. Auch hierbei handelt es sich lediglich um eine Möglichkeit, die EXAM eacademy einzusetzen. Ob überhaupt und wann Befragungen/Prüfungen im Rahmen eines Kurses durchgeführt werden, entscheidet der den Kurs definierende Ausbildungsbetrieb. Wie bereits erläutert, wird zu Befragungs-/Prüfungsbausteinen eine maximale Prüfungszeit definiert, die der Schüler zur Lösung sämtlicher gestellter Aufgaben zur Verfügung hat. Die für die Tests aufgewendeten Zeiten werden den Lernzeiten nicht hinzugerechnet. Weiterhin muss eine Hürde eingegeben werden, die das Bestehen / Nichtbestehen definiert. Hierbei handelt es sich um eine Prozentangabe, oft werden 75 % oder 85 % als Hürde definiert, grundsätzlich sind alle Werte (ganze Zahlen) von 1 % bis 100 % möglich. Befragungs/Prüfungsbausteine haben immer drei Ausgänge. Ein Ausgang wird bei erstmaligem Nichtbestehen aktiv, ein weiterer bei wiederholtem Nichtbestehen (sofern konfiguriert) und der dritte beim Bestehen. 12

13 Bild 3.3 Workflow -Ansicht eines Ausbildungsabschnitts (Teilausschnitt). Durch die genannten Varianten ist es beispielsweise möglich, dem Schüler beim ersten Nichtbestehen eine erneute Mindestlernzeit für den Stoff zuzuordnen (hier kommt der o.g. weitere Eingang bei den Lehrmodul-Bausteien ins Spiel). Wird danach erneut nicht bestanden, könnte der gesamte Kurs oder der Fortgang dieses Abschnittes so lange pausiert werden, bis der Ausbilder (z.b. CGI) die Pause wieder freigibt. Insgesamt handelt es sich hierbei um Ideen und Erklärungsbeispiele, letztendlich wird der Kursablauf vom Ausbildungsbetrieb gemäß den vom Gesetzgeber geforderten Richtlinien entwickelt unbestimmt. Weiterhin kann mit den Operatoren UND, ODER und DECISION (entweder/oder) gearbeitet werden sowie mit der bereits angedeuteten PAUSE. Bei einer Pause wird nochmals zwischen dem Pausieren des gesamten Kurses (der Schüler kann nichts mehr machen) und dem Stop des Workflows an dem jeweiligen Abschnitt (der Kurs läuft nicht weiter, bereits gelesene Module können aber weiterhin eingesehen werden) unterschieden. Optional kann jeder EXAM eacademy Kurs das Merkmal Instructor needed (Lehreranwesenheitsgebot) erhalten. Das hat zur Folge, dass die Schüler nur dann ein Lehrmodul bearbeiten können, wenn ein Fachlehrer, dem dieses Modul zugewiesen wurde, ebenfalls am System angemeldet ist und zur Verfügung steht. 13

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15 4 EXAM eacademy Client (die Schülersicht) 4.1 Login und Übersicht Der Schüler ruft seinen EXAM eacademy Kurs über den Internet-Browser eines beliebigen Windows-PC aus. Der Link wird ihm von seinem Ausbildungsbetrieb mitgeteilt, dieser kann z.b. im Ausbildungsportal der Flugschule fest verankert sein. Wenn alle Systemvoraussetzungen erfüllt sind (siehe oben) erscheint nach einer kurzen Ladezeit das Anmeldefenster (Login), in das der Schüler den ihm zugewiesenen Benutzernamen und d Passwort einträgt. Bild 4.1 Hier kann der Schüler auch zwischen den Programmsprachen wählen (derzeit Deutsch oder Englisch). Diese Wahl hat keinen Einfluss auf die Sprache des Lehrmaterials und der Befragungen/Prüfungen. Hinweis: Neben der Authentifizierung mittels Benutzername und Passwort können bei Bedarf zusätzliche Anmeldeverfahren und Verfahren zur Anwesenheits- und Identitätskontrolle eingesetzt werden (z.b. biometrische Verfahren). Dadurch wird sichergestellt, dass sich die vorgeschriebene Person (der Schüler persönlich) am Computer anmeldet bzw. mit der EXAM eacademy arbeitet. Eine Variante einer solchen Identitätskontrolle, die in die EXAM eacademy optional integriert werden kann, ist das Produkt Psylock, welches in der Anlage zu dieser Systembeschreibung beschrieben wird. 15

16 Nach der Eingabe von Benutzername und Passwort erscheint die Übersicht des jeweiligen EXAM eacademy Kurses, der dem Schüler zugewiesen wurde (oder eine vorherige Textinformation/Einleitung). Von dieser zentralen Stelle aus werden die einzelnen Lehrmodule und Prüfungsteile gestartet. Ebenfalls sind Zeitvorgabe (Mindestlernzeit) sowie der individuelle Fortschritt (Status) hinter den einzelnen Abschnitten erkennbar. Wie bereits erläutert, unterscheidet sich der Aufbau und Inhalt je nach Kursdefinition. Welche Lehrmodule und welche Prüfungsteile am Anfang bereits zu sehen und vom Schüler auswählbar sind, hängt von dem durch den Ausbilder definierten Grundgerüst (Workflow) ab. Beispielsweise könnten alle Lehrmodule gleichzeitig freigeschaltet sein, so dass der Schüler selber entscheidet, mit welchem Fach er beginnt und welches er im Anschluss bearbeitet. Ebenfalls kann er bei einer solchen Konfiguration zwischen den Lehrmodulen wechseln. Alternativ lässt sich auch eine rein sequentielle Ausbildung realisieren, d.h. es wird strikt erst nach Abschluss eines Lehrmoduls das nächste freigeschaltet. Bild 4.2 Übersichtsbildschirm EXAM eacademy Client Auswahl Lehrmodule / Prüfungsteile. Wie bereits beschrieben ist es auch möglich, dass bestimmte Lehrmodule und/oder Prüfungsteile nur dann vom Schüler bearbeitet werden können, wenn im System ein zuständiger Ansprechpartner (Fachlehrer) als anwesend gemeldet ist. Sobald der Fachlehrer nicht mehr anwesend ist, erhalten die Schüler, die das jeweilige Fach (noch) bearbeiten eine Systemmeldung und nach spätestens 10 weiteren Minuten werden sie auf den Übersichtbildschirm geführt, so dass die Lernzeit für den Gegenstand nicht weiter gezählt wird. 16

17 4.2 Bearbeiten von Lehrmaterial Innerhalb der ihm gewährten Freiheiten wählt der Schüler nun das Lehrmodul bzw. die Überprüfung, die er bearbeiten möchte. In der Regel wird eine Ausbildung zunächst mit dem Lesen von Lehrmaterial beginnen, bevor die erste Überprüfung freigeschaltet wird und vom Schüler gestartet werden kann. Bild 4.3 Schüleransicht von Lehrmaterial. Während des Durcharbeitens von Lehrmaterial kann der Schüler jederzeit über den Button Zurück zur Übersicht wieder in den Hauptbildschirm zurückkehren um das Lernen zu unterbrechen oder ein anderes Fach auszuwählen. Unten rechts am Bildschirm wird die abgelaufene Zeit und die verbleibende Zeit bis zum Erreichen der Mindestlernzeit dieses Lehrmoduls angezeigt. Das System protokolliert sämtliche Aktionen und Lernzeiten des Schülers automatisch im Hintergrund. Es ist stets möglich, mehr als nur die geforderte Mindestzeit zu lernen. Auch die zusätzliche Zeit pro Modul/Fach wird vom System protokolliert. Wechselt der Schüler auf seinem Computer vom EXAM eacademy Fenster auf eine andere Internetseite oder in ein anderes Programm, wird die angerechnete Lernzeit sofort gestoppt. Zeigt der Schüler 15 Minuten lang keine Aktivität in EXAM eacademy, erscheint eine Meldung, die innerhalb von einer Minute bestätigt werden muss. Wird diese Bestätigung nicht gegeben, kehrt das System zum Übersichtsbildschirm und die angerechnete Lernzeit wird ebenfalls 17

18 angehalten. Neben dem klassischen Lehrmaterial in Form von Text und Bildern (herkömmliches elektronisches Buch) bietet die EXAM eacademy die Möglichkeit, interaktives Lehrmaterial und module einzubinden. Diese, auf Flash-Technologie basierenden Elemente, können oft komplexe Elemente deutlich verständlicher visualisieren als statische Zeichnungen und somit zu einem insgesamt tieferen und schnellerem Lernen und Verstehen führen. Einsatzgebiete für diese interaktiven Elemente können z.b. sein (Beispiele aus dem EXAM Mentor Lehrmaterial Peters Software GmbH): Trainingsmodul Flight Calculator. Vollfunktionsfähiger manueller Navigations-Rechner ( Drehmeier ) mit Vor- und Rückseite. Bild 4.4 Interaktives Trainingsmodul Flight-Calculator, Vorderseite. Trainingsmodul Transponder. Vollumfängliche Simulation des Garmin GTX 330 Mode S Transponders. Dieses Modul kann z.b. auch für Verständnisaufgaben genutzt werden ( Stellen Sie den richtigen Code bei Funkausfall ein ). 18

19 Bild 4.5 Interaktives Trainingsmodul Transponder, hier integriert im Lehrmaterial-Fließtext. Im EXAM Mentor ATPL Lehrmaterial stehen eine Vielzahl dieser Training Modules zur Verfügung, z.b. für Berechnung wahre Höhe/Dichtehöhe, Kompassdrehfehler, Funknavigationstrainer, Bestimmung von Kursen und Strecken in einer Lambertkarte, etc. Weiterhin können eigene Module nach den Vorstellungen des Ausbildungsbetriebs entwickelt und integriert werden. Richtig eingesetzt, können solche Trainingsmodule den Übergang von Theorie zur Praxis deutlich erleichtern, das Lernen auflockern und dabei helfen, neu erworbenes theoretisches Wissen unmittelbar nach dem Lernen bereits umzusetzen. Ein weiterer Vorteil der integrierten Flash-Module sind dynamische Bilder. Es können Fotos, Karten (Wetterkarten, Anflugkarten) etc. in das Lehrmaterial integriert werden, welche dynamisch insgesamt vergrößert, im Detail gezoomt und gedreht werden können. Ein ideales Werkzeug für die Arbeit mit Schaltplänen oder komplexen Wetterkarten. Bei allen beschriebenen Varianten von Lehrmaterial gilt immer, dass der Schüler im Text eine Volltext- oder Stichwortsuche im Inhaltsverzeichnis aktivieren kann, so dass das Nachschlagen sehr einfach und schnell ist. Weiterhin ist es im digitalen Lehrmaterial jederzeit möglich, individuelle Notizen (Randbemerkungen, virtuelle gelbe Zettel ) zu erstellen. 19

20 Bild 4.6 Notizfunktion im Lehrmaterial ( gelber Zettel ). 4.3 Befragungen/Prüfungen Vor, nach oder parallel zu Lehrmodul-Blöcken können Befragungen/Prüfungs-Bausteine in eine Ausbildung (Kurs) integriert werden. Diese können, müssen aber nicht zwangsweise Auswirkungen auf den weiteren, individuellen Kursverlauf des Schülers haben, z.b. Freischaltung eines neuen Lehrmoduls nach dem Erreichen eines definierten Ziels in einer Zwischenprüfung. Bei den Befragungen/Prüfungen kann es sich sowohl um kleine 10-Minuten-Befragungen zur Lernkontrolle einzelner Abschnitte handeln bis hin zu einer vollständigen, mehrere Fächer umfassenden, mehrtägigen Prüfungssimulation zur Feststellung der Prüfungsreife eines Aspiranten auf eine Verkehrspilotenlizenz. In der Regel wird für das Gros der Aufgaben aus Multiple-Choice-Aufgaben mit vier möglichen Antworten (JAA/EASA Standard) gewählt. Weiterhin können Fragen mit Zahlenfelder ( computed fields ) als Antwortmöglichkeit gewählt werden. Diese genannten Fragentypen können vollautomatisch durch das System ausgewertet werden, d.h. der Prüfling kann direkt nach Abgabe der Befragung/Prüfung sein Ergebnis vom System mitgeteilt bekommen und der Kursworkflow läuft direkt je nach Ergebnis weiter. Eine weitere Handhabe ist, mit Freitextantworten zu arbeiten, d.h. eine Aufgabe wird, wie ein Aufsatz, frei vom Schüler beantwortet. Diese Fragetypen müssen nach dem Beenden der Prüfung manuell (durch einen Fachlehrer) auswertet und bewertet werden. 20

21 Bild 4.7 Schülersicht einer Befragung/Prüfung (Frage mit Anlage). Zu jeder Frage können eine oder mehrere Anlagen existieren, die für die Beantwortung relevant sind (z.b. Anflugkarten, Diagramme, Auszüge aus dem Flughandbuch, etc.). Diese Anlagen stehen dem Prüfling wahlweise in Form eines Anlagenhandbuchs (Papier) zur Verfügung und/oder als elektronische Anlagen, die am Bildschirm dargestellt werden. Der Schüler muss alle Fragen eines Fachs innerhalb der definierten Prüfungszeit beantworten, nicht beantwortete Fragen werden als falsch bewertet. Die Unterbrechung einer Befragung ist innerhalb eines Fachs nicht möglich. Eine Prüfung (die aus mehreren Befragungen besteht) kann nach jeder Befragung/Fach pausiert werden. Während der Bearbeitung kann der Schüler einzelne Fragen markieren, z.b. um sich diese nach der Beantwortung aller Fragen nochmals im Detail anzuschauen. Weiterhin kann der Schüler zu jeder Frage einen Kommentar erfassen, der z.b. bei knappen Ergebnissen (knapp nicht bestanden) vom Lehrer eingesehen werden kann und ggf. dazu führen kann, dass eine Frage doch als richtig bewertet wird. Nach dem Beenden einer Befragung/Prüfung wird dem Schüler vom System direkt das Ergebnis mitgeteilt (sofern eine vollautomatische Auswertung möglich ist). Danach kann der Schüler die Prüfung jederzeit nochmals zur Einsicht aufrufen, um Schwachstellen zu entdecken. Diese Funktion kann durch die Flugschule auch abgeschaltet werden. Grundsätzlich kann der Ausbildungsbetrieb festlegen, ob einzelne Befragungen/Prüfungen während des Online/Distance-Learning zulässig sind oder nur in der Flugschule durchgeführt werden dürfen. Der gesamte Aufbau einer Befragung, wie oft ein Schüler durchfallen kann und was danach passiert ( Straflesen, Pausieren der Ausbildung, etc.) ist vollkommen frei durch den Ausbildungsbetrieb definierbar. 21

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23 5 EXAM Planner Überwachung und Kontrolle der Ausbildungen/Kurse Dieser Teil des EXAM Planner wurde aufgrund der inhaltlich logischen Reihenfolge (1. Definieren, 2. Lernen und Prüfen, 3. Überwachen und Kontrollieren) an das Ende der Systembeschreibung gelegt, obwohl die Komponente EXAM Planner bereits weiter vorne erläutert wurde. Sämtliche Lernzeiten werden in der EXAM eacademy sekundengenau protokolliert und archiviert. Ausbilder können dadurch den Lernfortschritt Ihrer Schüler genauestens verfolgen und bei Bedarf eingreifen. Für jeden Ausbilder (Fachlehrer) kann ein separater Instructor-Zugang für den EXAM Planner angelegt werden. Dieser erlaubt nicht die weiter vorne beschriebenen Arbeiten zur Definition/Modifikation von Lehrmodulen, Befragungen oder ganzen Kursstrukturen, wohl aber die Übersicht über den Lernfortschritt der betreuten Schüler. Bild 5.1 Kursstatus Übersicht einer Klasse (anonymisierte Abbildung). Auf den ersten Blick erkennt der Ausbilder, welche Schüler derzeit angemeldet sind und seit wann. Die Liste kann gefiltert werden z.b. nach Gruppe/Klasse für eine bessere Übersicht. Der Gesamtfortschritt der Ausbildung in Prozent, die Gesamtzeit (die bereits gelernt wurde), Startdatum und Uhrzeit sowie letzte Änderung. Alle Datum/Uhrzeitangaben nach Universal Time Coordinated (UTC). Weiterhin ist es möglich, einen der gelisteten Schüler zu selektieren und sein individuelles Protokoll anzuzeigen. Hier kann bis nach Lehrmodul/Fach separat jede einzelne Lerneinheit sekundengenau kontrolliert werden. Schüler, die eine Ausbildung vollständig abgeschlossen haben, können innerhalb der hier nicht beschriebenen Komponente EXAM Admin archiviert werden. 23

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25 6 Anlage 1 Anwesenheits- und Identitätskontrolle mittels Psylock Je nach Einsatzgebiet der EXAM eacademy kann eine zuverlässige Sicherstellung der Identität des (Distanz-)lernenden sinnvoll oder sogar vorgeschrieben sein. Die am häufigsten in der IT genutzte Identitäts- und Zugangskontrolle ist Authentifizierung mittels Wissen (z.b. Benutzername und Passwort). Diese Methode ist jedoch nicht sicher, da die Daten sehr einfach weiter gegeben werden können. Gleiches gilt für Authentifizierungsverfahren auf Basis Besitz (z.b. eine Smartcard) oder Kombinationen aus Besitz und Wissen. Wirkliche Verifikation und Sicherstellung einer Identität ist nur mit biometrischen Verfahren möglich. Körperliche Merkmale werden immer mitgeführt und können vor allem nicht an andere Personen weitergegeben werden. Eine moderne Form der biometrischen Identitätskontrolle ist das ursprünglich von der Universität Regensburg entwickelte Psylock Verfahren (Produktname), welches das Tippverhalten analysiert. Das Tippverhalten ist ebenso einzigartig wie ein Fingerabdruck oder die Handschrift und ebenso unveränderlich an eine Person geknüpft. Der Nutzer hat das Tippverhalten "immer dabei", kann es nicht vergessen oder auf einem Blatt Papier herumliegen lassen. Niemand kann es kopieren, stehlen oder imitieren. Bild 6.1 Funktionsweise Psylock Tippverhalten-Analyse (Quelle: Psylock). Weiterhin benötigt die Identitäts- und Anwesenheitskontrolle mittels Tippverhalten keinerlei Endgeräte beim Anwender (z.b. Fingerabdruck-Scanner) und ist somit eine relativ preiswerte 25

26 Variante der sicheren Benutzerauthentifizierung. Vor allem aber schränkt es den Benutzer nicht auf einen oder einige wenige entsprechend ausgestattete Endgeräte (PCs) ein. Die auf dem biometrischen Merkmal Tippverhalten basierenden Produkte von Psylock weisen ein sehr hohes Sicherheitsniveau auf. Schon im Standardbetrieb ist dasselbe Sicherheitsniveau erzielbar wie mit anderen marktgängigen Lösungen, welche z. B. die biometrischen Merkmale Fingerabdruck, Gesicht oder auch Iris verwenden. Bild 6.2 Sicherheitsvergleich biometrischer Merkmale (Quelle: Psylock). Des Weiteren bieten die Psylock-Produkte die Möglichkeit, das Sicherheitsniveau beliebig zu skalieren. Es kann beispielsweise durch die einfache Verlängerung der Eingabetexte weiter erhöht werden. Biometrische Systeme, die physiologische Merkmale verwenden, können dies nicht gewährleisten. Das Tippverhalten als konditioniertes, durch Training oder Erziehung geprägtes Merkmal in seiner Einzigartigkeit hat hingegen diese Eigenschaft. Wird die Psylock Tippverhalten-Authentifizierung in der EXAM eacademy genutzt, so kann die Technologie nicht nur für die initiale Benutzeranmeldung eingesetzt werden, sondern eine Identitäts- und Anwesenheitskontrolle in regelmäßigen Abständen (z.b. alle 45 Minuten) durchgeführt werden. Weitergehende Informationen, einen Qualitätsvergleich biometrischer Verfahren, eine detaillierte technische Dokumentation sowie Patente und Auszeichnungen unter 26

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