INNOVATIONSOFFENSIVE OFFICE 21

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1 FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR Arbeitswirtschaft und Organisation IAO Projektbeschreibung INNOVATIONSOFFENSIVE OFFICE 21 Forschungsphase Zentrum Für Virtuelles Engineering und Workspace Innovation LAb

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3 Smarter Working: Erfolgsfaktoren für neue Arbeits- und Bürowelten Die organisatorische, technologische und räumliche Gestaltung der Arbeitsumgebung hat sich unter den veränderten Anforderungen der Wissensgesellschaft zu einem essentiellen Erfolgsfaktor für Organisationen entwickelt. Unternehmen, ihre Mitarbeiter und Teams stehen im globalen Wettbewerb massiv steigenden Anforderungen an Leistungsfähigkeit, Effizienz und Innovationsfähigkeit gegenüber. Aus Perspektive von Mitarbeitern nehmen Leistungsdruck und Arbeitsdichte zu und neue Formen der Organisation von Arbeit erfordern mehr Zusammenarbeit, Selbstorganisation und kontinuierliche Weiterentwicklung. Gleichzeitig erfahren und fordern Mitarbeiter eine neue Wertschätzung von ihren Arbeitgebern und werden zu einer gefragten und umworbenen Ressource; selbstbewusst verlangen sie eine Arbeitsgestaltung, die eine Integration von individuellen Lebensphasen und Lebensstilen ermöglicht. Aus der Perspektive von Organisationen und Unternehmen gilt es zunehmend, die Bedürfnisse ihrer diversifizierten Mitarbeiter und Teams zu berücksichtigen und diese in die übergreifenden Leistungserstellungsprozesse intelligent und maximal wertschöpfend zu integrieren. Die Gestaltung von innovativen und innovationsförderlichen Arbeitsumgebungen stellt vor allem im Kontext von Büround Wissensarbeit ein mächtiges Managementinstrument dar, um den steigenden Anforderungen aus Mitarbeiter- und Unternehmensperspektive erfolgreich zu begegnen. So zeigen unsere Studien aus den vorangegangenen Forschungsphasen und unser Forecast 2025»Wie wir morgen arbeiten und leben werden«die Wirksamkeit von räumlich-technologischen Infrastrukturen und Büroumgebungen auf individuelle und organisationsorientierte Erfolgsindikatoren und die faszinierenden Möglichkeiten, die uns zukünftige gesellschaftliche und technologische Entwicklungen eröffnen werden: Wissensarbeit verlagert sich immer stärker in den virtuellen Raum. Mobile Endgeräte wie Smart Phones oder Tablet-PCs ermöglichen schon heute flexible Arbeitsformen z.b. durch Telekooperation, Mobile oder Virtual Work. Wir können unsere Daten in der Cloud ablegen und von überall darauf zugreifen. Für eine stark wachsende Zahl von Menschen werden hoch flexible, multilokale Arbeitsformen Realität sein. Diese Entwicklung wird sich durch synergetische Anforderungen von Individuen und Organisationen beschleunigen. Im Verbundforschungsprojekt Office 21 erforschen wir diesen Wandel und entwickeln konkrete Handlungsoptionen zur erfolgreichen Gestaltung und Implementierung dieser zukünftigen Arbeitswelt in den Unternehmen. Ein multidisziplinäres Netzwerk aus Wissenschaftlern, innovativen Lösungsanbietern und vorausdenkenden Anwendern wird der Komplexität dieser Fragestellungen gerecht und erforscht sowohl organisatorische, soziale als auch technologische Phänomene. 3

4 Zielsetzung und Nutzen für die Partner Wie werden wir zukünftig arbeiten und leben? An welchen Orten wird Büro- und Wissensarbeit stattfinden und wie müssen diese Umgebungen gestaltet und ausgestattet sein, um Leistung, Motivation und Innovationen nachhaltig zu fördern? Wie können Menschen und ganze Organisationen auf dem Weg in eine multilokale Arbeitsorganisation begleitet werden und welche Effekte sind erwart- und messbar? Diese und andere Fragestellungen stehen im Mittelpunkt des Verbundprojekts Office 21. Auf Basis fundierter arbeitswissenschaftlicher Methoden entwickeln die Forschungspartner praxisrelevante Szenarien, Konzepte und Lösungen, die den Anforderungen an eine nachhaltige Gestaltung unserer Arbeits- und Lebenswelt gerecht werden und konkrete Wege für die Schaffung von marktfähigen Produkten und die Implementierung neuer Arbeitsformen im eigenen Unternehmen aufzeigen. Mit dem Workspace Innovation LAB in Stuttgart steht den Forschern und Partner zudem eine einmalige Plattform für die explorative Umsetzung in einem lebenden Labor zur Verfügung. Die folgenden Zielsetzungen sind für die Arbeit im Office 21 -Verbund handlungsleitend: Innovationsführerschaft Zukunftssicherheit Nachhaltigkeit Praxisrelevanz Wissenschaftliche Expertise Überwinden von Branchengrenzen Internationalität Öffentliche Wahrnehmung 4

5 Praxisrelevant Innovationsführerschaft Zukunftssicherheit Nachhaltigkeit Wissenschaftliche Expertise Überwinden von Branchengrenzen Internationalität öffentliche Wahrnehmung Teilnehmende Unternehmen im Verbundforschungsprojekt Office 21 können ihre Partnerschaft vielfältig nutzen, wobei vor allem die folgenden drei Vorteile intensiv genutzt werden: Wissensvorsprung gegenüber Mitbewerbern Öffentlichkeitswirksamkeit als forschendes Unternehmen Ausbau des Wissensnetzwerks Der Wissensvorsprung für Verbundforschungspartner entsteht sowohl durch den exklusiven Zugang zu den Forschungsergebnissen als auch durch die Teilnahme an Best- Practice-Besuchen und die Nutzung des Office 21 -Expertennetzwerks. Diese Erkenntnisse können genauso für die strategische Frühnavigation in der Produktentwicklung wie für das Anstoßen und die Begleitung von internen Veränderungsprozessen genutzt werden. Von der hohen öffentlichen Wahrnehmung, der thematischen Innovationsführerschaft und der Glaubwürdigkeit des Projekts profitieren auch die Forschungspartner bei ihren eigenen Kommunikationsmaßnahmen. Zahlreiche Partner schätzen zudem das vertrauensvolle, branchenübergreifende Netzwerk für den Erfahrungsaustausch zwischen Lösungsanbietern und Nutzern sowie zwischen Nutzern. Das Fraunhofer IAO verfügt über eine hohe Expertise im Ergebnistransfer in die Unternehmen und unterstützt neue Partner mit diesem Erfahrungswissen. 5

6 Zielgruppe Das Verbundforschungsprojekt wendet sich in gleicher Weise an Hersteller und Anbieter von»bürolösungen«im weitesten Sinne, dazu zählen beispielsweise Akustiksysteme, Ausstattungselemente, Accessoires, Möblierung, Beleuchtung, Hard- und Software oder Immobilien. Angesprochen sind auch Unternehmen, die für sich und ihre Mitarbeiter die Potenziale erschließen wollen, die sich aus neuen organisatorischen, technologischen und räumlichen Lösungen ergeben: Büromöblierung, Büroausstattung und Innenausbau Informations- und Kommunikationstechnologie, Telekommunikation Elektrotechnik, Gebäudeautomation, Klimatechnik Beleuchtungstechnik Immobilienentwicklung, Immobilienfonds und Facility Management Personaldienstleister als Anwendungspartner: national und international tätige Unternehmen (Finanzdienstleistung, Telekommunikation, Konsumgüter, Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, öffentliche Verwaltungen etc.) 6

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8 Projektstruktur und -organisation Das Fraunhofer IAO ist für die Projektleitung, das Projektmanagement sowie für die Konzeption und Bearbeitung der Forschungsthemen verantwortlich. Dreimal im Jahr werden in sogenannten Projektsteuerungstreffen die Ergebnisfortschritte den Forschungspartnern vorgestellt und gemeinsam mit diesen diskutiert und bewertet. Darüber hinaus werden thematische Weiterentwicklungen abgestimmt und die Öffentlichkeitsarbeit koordiniert. Zwischen den übergreifenden Projektsteuerungstreffen finden fallweise bedarfsorientierte Workshops statt, um spezifische Fachthemen voranzutreiben und die Expertise der Forschungspartner zu integrieren. Die in Deutschland und Europa durchgeführten, in der Regel zweitägigen Projektsteuerungstreffen, dienen neben der Abstimmung der Forschungsarbeit auch zum Networking und Fraunhofer IAO Workspace Innovation LAB im ZVE Konzeption und Bearbeitung der Forschungsthemen betreibt Lived-In Labor für Leading- Edge-Produkte der Partner Projektmanagement Feedback an Partner Öffentlichkeitsarbeit organisiert integriert Projektsteuerungsmeeting (PSM) Projektpartner (national/international) Teilnahme PSM Projektsteuerung Teilnahme Fachworkshops Best-Practice-Besuche Networking schlägt vor Transfer ins Unternehmen Einbringen von Fachwissen Finanzierung Abbildung 1: Projektstruktur und -organisation. 8

9 Forschungsarbeiten Arbeitsweltgestalten Unternehmensbesuche best Practice Projektsteuerungstreffen dem Besuch von Best-Practice-Beispielen. Im Rahmen dieser Unternehmensbesuche können die Forschungspartner unterschiedliche, beispielhafte Lösungen im Hinblick auf die Gestaltung der Arbeitswelt persönlich erleben und mit den Unternehmensvertretern diskutieren. Die Besuche werden durch Fachvorträge mit wertvollen Informationen zu den Spezifika der einzelnen Regionen, Märkte und Unternehmen ergänzt. Die Projektsteuerungstreffen sind essentieller Bestandteil der Forschungsarbeit und dienen auch dem intensiven, interdisziplinären und branchenübergreifenden Austausch der Forschungs- und Projektpartner. Für Projektpartner besteht die Möglichkeit, ihren Kunden eine Teilnahme an den Best-Practice- Besuchen zu ermöglichen und diesen dadurch einen Einblick in die Forschungsarbeiten zu geben. Abbildung 2: Best-Practice-Besuche im Rahmen der Office 21 -Meetings. Cisco HeadRoom Consult 9

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11 Forschungsthemen In der vorangegangenen Forschungsphase wurde mit dem»forecast 2025 wie wir morgen arbeiten und leben werden«ein systematischer Blick in die Zukunft unserer Arbeitswelt geworfen. Auf Basis einer umfangreichen Delphi-Befragung haben die Fraunhofer-Wissenschaftler ein Szenario unserer zukünftigen Büroarbeitswelt in den Jahren entwickelt. Dieses Zukunftsbild wird auch neu hinzugekommenen Forschungspartnern zur Verfügung gestellt. Im Fokus der aktuellen Forschungsphase stehen die»office21 -Work-Lifestyle-Studien«zu unterschiedlichen Themen. Die Ergebnisse dieser Studienreihe sollen als Handlungsanleitungen für die Konzeption neuer, zukunftsorientierter organisatorischer, technologischer und räumlicher Arbeitsumgebungen dienen. Dabei werden folgende Zielsetzungen verfolgt: Wissenschaftlich abgesicherte Handlungsleitfäden Einbindung und Darstellung der Expertise der Forschungspartner Exklusive Ergebnisse für die Forschungspartner Regelmäßige Publikation von Teilergebnissen Beitrag zu einer fundierten Diskussion in Unternehmen und Öffentlichkeit In Abhängigkeit der unterschiedlichen Themen sowie des Erkenntnisinteresses wählt das Fraunhofer IAO geeignete Methoden und Methodenkombinationen wie z. B. Literaturstudien, Panelstudien, explorative Laborstudien oder empirische Feldstudien aus und wendet diese an. Die Ergebnisse werden jeweils in einem exklusiven Partnerbericht und einem Kompendium zur Publikation bereitgestellt. Die Auswahl und Priorisierung der Forschungskapazitäten erfolgt in Abstimmung mit der Gemeinschaft der Forschungspartner aus folgenden Themen: Places Bedeutung und Nutzungsintensität flexibler Arbeitsorte Office ICT Ideale Werkzeuge und Ausstattung für variable Arbeitsplätze Office Settings Optimale Umgebungen für unterschiedliche Arbeitstypen Office Density Steuerung der Belegungsdichte für optimale Flächeneffizienz Office Appeal Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterbindung Office Acoustics Lösungen und Maßnahmen für optimale Raumakustik Shared Offices Neue Arbeitsformen für klassische Unternehmen Home Office Modelle zur Steuerung einer optimalen Life-Work-Balance In den folgenden Abschnitten werden die einzelnen Themenvorschläge für die»office21 -Work-Lifstyle-Studien«kurz erläutert. 11

12 Forschungsthemen Places Bedeutung und Nutzungsintensität flexibler Arbeitsorte Office ICT Ideale Werkzeuge und Ausstattung für variable Arbeitsplätze Heute kennen wir zwar die unterschiedlichen Orte, an denen Büroarbeit stattfindet, wie z.b. Bürogebäude, Verkehrsmittel, Hotels, öffentliche Räume, zu Hause oder Co-Working- Zentren; allerdings existieren kaum Erkenntnisse bezüglich einer repräsentativen Nutzungsverteilung und deren Entwicklung in einer mittleren zeitlichen Perspektive. Erweiterte Erkenntnisse zu diesem Themenumfeld sind vor allem für die Entwicklung von Immobilien und Büroprodukten, aber auch für das Management von Unternehmensimmobilien von hoher Bedeutung. Zudem können die gewonnenen Erkenntnisse als quantitative Basis für weitere Studien genutzt werden. Die informations- und kommunikationstechnologische Ausstattung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung ist im Umbruch: Cloud-Services, Touch-Technologien, webbasierte Kollaborationswerkzeuge, Wikis, Location-Based-Services und Web 2.0-Technologien erweitern den Gestaltungsspielraum. Wie sich diese Technologien sinnvoll und effektiv für unterschiedliche Arbeitstypen und Anwender nutzen lassen und wie sich dadurch ICT-Infrastrukturen am Arbeitsplatz und im Gebäude (Geräte, Bandbreiten, Anschlüsse, Lebenszyklen etc.) verändern, steht im Fokus dieses Themas. Mobiler AP Office IT IT-Werkzeuge Externe Mobilität Web 2.0 Interne Mobilität Security Nutzersegment Cloudtechnologie Wirkung/Bezug Stationärer AP Displaygrößen Web-Collaboration Medienanschlüsse Effizienz/Effektivität Nutzerzufriedenheit Ressourceninanspruchnahme Manageability Flexibilität Peripherie Medien in Meetings Medienanschlüsse Copy & Print Abbildung 3: Gestaltungsfaktoren und Wirkungsebenen von ICT- Technologien am Arbeitsplatz. 12

13 Office Settings Optimale Umgebungen für unterschiedliche Arbeitstypen Office Density Steuerung der Belegungsdichte für optimale Flächeneffizienz Innerhalb und außerhalb von Bürogebäuden ermöglicht die zunehmende Flexibilisierung Büro- und Wissensarbeit an unterschiedlichen Orten und Umgebungen (z.b. Home- Office, Stadtteilzentrum, Zug und Flugzeug). Noch existieren aber kaum wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse, wie sich diese auf unterschiedliche Tätigkeittypen und Arbeitsstile auswirken. Welche Arbeitstypen benötigen wie viel Konzentration, Kommunikation und Rückzug, um nachhaltig leistungsfähig zu sein und welche räumlich-technologische Settings unterstützen diese Arbeitstypen? Welche Potenziale lassen sich durch eine bewusste Gestaltung und Steuerung in der Nutzung für die unterschiedlichen Individuen erreichen? Die Flächeneffizienz und damit die Belegungsdichte von Büroräumen stehen im Fokus zahlreicher Diskussionen. Indizien sprechen für eine hohe Wirkung der Belegungsdichte auf essentielle Wohlbefindlichkeits- und Produktivfaktoren. Zusätzlich hängt die Steuerung der Belegungsdichte auch von der Arbeitsorganisation, der räumlichen und zeitlichen Flexibilität der Mitarbeiter sowie den unterschiedlichen Arbeitstypen ab. Zielsetzung in diesem Thema ist die Definition intelligenter Flächeneffizienzwerte, d.h. die Identifikation des existierenden Zusammenhangs zwischen Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden von Büro- und Wissensarbeitern und der Belegungsdichte. Arbeitstyp Konzentration Technologisches Setting Anwesenheit Audio-/Videokommunikation Persönliche Kommunikation Informationsfluss Wohlbefinden Motivation Arbeitsplatzausstattung Peripherie Mobile Ausstattung Gruppenkommunikation Mobilität (inhouse) Alleinarbeit Störanfälligkeit Vertraulichkeit spontan Neuartigkeit der Aufgaben... Räumliches Setting Vereinzelungsgrad Transparenz Offenheit Zugriff Peripherie Neuheit Organisation Räumliche Flexibilität Zeitliche Flexibilität Abbildung 4: Schematisches Wirkungsmodell zum Einfluss von Arbeitstyp und räumlich-technologischer Infrastruktur auf Basis arbeitswissenschaftlicher Erfolgsvariablen. 13

14 Forschungsthemen

15 Office Appeal Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität und Mitarbeiterbindung Der Wettbewerb um qualifizierte und hochqualifizierte Mitarbeiter nimmt drastisch zu. Die Arbeits- und Bürogestaltung wird zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern, das bestätigen auch aktuelle Studien von internetbasierten Bewerberportalen. Wie hoch ist der Beitrag der Attraktivität der Arbeits- und Bürogestaltung für Mitarbeiterakquisition und -bindung, was wird als attraktiv empfunden und lassen sich die Effekte auch monetär beziffern? Abbildung 5: Best-Practice-Besuch bei Microsoft in Amsterdam im Rahmen des Office 21 -Meetings. HeadRoom Consult 15

16 Forschungsthemen Office Acoustics Lösungen und Maßnahmen für optimale Raumakustik Immer mehr neue Büros werden als offene und teiloffene Räume gestaltet, zugleich nimmt die Sprachkommunikation am Arbeitsplatz zu, da neue Technologien die einfache Nutzung von Webkonferenzen und Sprachsteuerung ermöglichen. In diesem Thema sollen unterschiedliche Lösungsansätze wie Dämmung, Dämpfung oder Maskierung sowie Maßnahmen auf ihre Wirkungspotenziale und Einsatzszenarien gegenübergestellt werden. Wesentlich ist dabei die Einbeziehung arbeitsorganisatorischer und arbeitswissenschaftlicher Aspekte wie Tätigkeitsprofile, Anwesenheit und Arbeitsdichte. Über die systematische Auswertung von Best- Practice-Beispielen sollen anwendungsnahe Handlungsoptionen genauso aufgezeigt werden wie zukünftige Entwicklungen und Lösungsideen. Abbildung 6: Einteilung der Lärmpegelbereiche im Raum in Abhängigkeit der Bauer, M./ Mösle, P./ Schwarz, M.: Green Building, Konzepte für nachhaltige Architektur. Tätigkeit und Nutzung. 16

17 Shared Offices Neue Arbeitsformen für klassische Unternehmen Sogenannte Co-Working-Zentren genießen einen hohen Zulauf unter Selbständigen, Freelancern und Kreativen. Studien belegen positive Wirkungen auf deren Nutzer. Unser»Forecast 2025 wie wir morgen arbeiten und leben werden«aus der vergangenen Forschungsphase erwartet eine zunehmende Nutzungsintensität vergleichbarer Angebote (z.b. wohnortnahe Work Hubs, Flexible Work Center etc.). In diesem Thema wollen wir untersuchen, wie auch»klassische«unternehmen und ihre Mitarbeiter von entsprechenden Angeboten profitieren können. Abbildung 7: Besuche in Co-Working-Zentren in Amsterdam im Rahmen des Office 21 -Meetings. HeadRoom Consult 17

18 Forschungsthemen Home Office Modelle zur Steuerung einer optimalen Life-Work-Balance Mit Aufkommen neuer Technologien sowie flexibler Arbeitsmodelle müssen Unternehmen sich auch verstärkt wieder mit dem Thema»Home Office«auseinandersetzen und Antworten auf zentrale Fragen in diesem Zusammenhang finden: Wie viel Freiraum und Selbstbestimmung sind für die Arbeitsleistung und das Arbeitsergebnis förderlich, wo liegt die Grenze zu einer eventuell abnehmenden Unternehmensbindung, Isoliertheit oder sogar Demotivation? Welche Arbeiten lassen sich sinnvoll von daheim erledigen, wann sind Präsenzphasen von Bedeutung? Welche Modelle lassen sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf anwenden? Diesen Fragen wollen wir gemeinsam mit den Projektpartnern auf den Grund gehen und geeignete Vorgehensmodelle für eine optimale Life-Work-Balance ermitteln. Dabei berücksichtigen wir die individuellen Rahmenbedingungen und Anforderungen der unterschiedlichen Unternehmen. 18

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20 Zukunftsforum 2012, Herr Prof. Dieter Spath. HeadRoom Consult Öffentlichkeitsarbeit und Networking Office 21 hat sich kontinuierlich zur Plattform für führende und innovative Akteure rund um die Welt»Büro- und Wissensarbeit«entwickelt und bietet damit einen exklusiven Rahmen, um strategische Kontakte zu knüpfen und gemeinsame bilaterale Projekte zu initiieren. Der Titel»Office 21 «steht in der Öffentlichkeit für zukunftssichere Visionen und praktische Lösungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik sowie der Büro- und Immobilienwirtschaft und hat sich zu einem leistungsstarken Marketinginstrument für die Forschungspartner entwickelt. Regelmäßige Publikationen zu aktuellen Trends unterstreichen die Reputation der Projektpartner als innovative, zukunftsorientierte Unternehmen. Abbildung 8: Trend Cafe Entwicklung von Zukunftsthesen im Rahmen des Partnertags, Zukunftsforum HeadRoom Consult 20

21 Verleihung des KYOCERA Umweltpreises im Rahmen des Zukunftsforums 2012 durch Herrn Prof. Klaus Töpfer. HeadRoom Consult Office 21 hat sowohl in der Fachwelt als auch in der öffentlichen Wahrnehmung einen sehr hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Unzählige Veröffentlichungen, Beiträge, Interviews und Referenzierungen in Wirtschafts- und Fachmedien stellen eine erstaunliche Bilanz für ein Forschungsprojekt dar. Bisher sind drei Bücher erschienen, zuletzt in enger Zusammenarbeit mit den Forschungspartnern die Publikation mit dem Titel»Green Office ökonomische und ökologische Potenziale nachhaltiger Arbeits- und Bürogestaltung«mit einer Auflage von 2000 Exemplaren. Fachveranstaltungen, die vom Fraunhofer IAO eigenständig, mit einzelnen Partnern des Forschungsverbunds oder vollständig im Verbund durchgeführt werden, stellen ein weiteres Element der Öffentlichkeitsarbeit und des Networkings über den Partnerkreis hinaus dar. So bietet das jährlich stattfindende Zukunftsforum mit seinem exklusiven Partnertag an dem auch die mit uns forschenden Unternehmen aus anderen Verbundprojekten und Innovationsnetzwerken teilnehmen eine ideale Plattform für die Vernetzung über Projektgrenzen hinweg, die bereits erfolgreiche, bilaterale Kooperationen hervorgebracht hat. Abbildung 9: Publikationen im Rahmen der Innovationsoffensive Office

22 Ausgewählte Forschungsaktivitäten im Rückblick Der Rückblick auf die bisher abgeschlossenen Forschungsphasen dokumentiert eine außerordentlich positive Bilanz. Durchgeführte Studien und entwickelte Methoden haben bis heute eine ungebrochene und noch weiter zunehmende Relevanz und Gültigkeit und bestätigen somit den Zukunftsund Nachhaltigkeitsanspruch der Office 21 -Aktivitäten. In der folgenden Grafik wird eine Auswahl von Arbeiten aus dem Wissensvorrat des Office 21 -Verbunds dargestellt. Gründung als branchenübergreifendes Verbundprojekt Einweihung des Office Innovation Center in Stuttgart Szenario Genius II Buch OFFICE 21 Information Workers Workplace Studie Information Work 2009 Buch Green Office Forecast Abbildung 10: Entwicklung der Globalszenarien METROPOLIS, EDEN und ORION Eröffnung der Interactive Creativity Landscape 2001 Studien Office Performance Soft Success Factors Studien E-Work I & II International Office Survey OFFICE SCORE Beurteilung von Büroimmobilien ZVE Workspace Innovation Lab Auszüge von Forschungsaktivitäten im Rückblick. 22

23 Teilnahme und Kontakt Aktuelle Projektpartner Kontakt Die aktuellen Partnerunternehmen im Verbundforschungsprojekt Office 21 sind auf der Projektinternetseite unter aufgelistet. Fraunhofer IAO Nobelstraße Stuttgart Laufzeit und Forschungsbeitrag Das Projekt gliedert sich in zweijährige Forschungsphasen. Die Forschungsphase beginnt am 1. April 2012 und endet am 31. März Eine Teilnahme am Projekt ist nach Absprache auch im Verlauf einer Forschungsphase möglich. Der Forschungsbeitrag beträgt jährlich Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer Institutsleitung Telefon Stefan Rief Projektleitung Telefon Mitja Jurecic Projektmanagement Telefon Titelbild, Bild Seite 2 und 3 Christian Richters Bild Seite 18 Sergejs Rahunoks - Fotolia.com Bild Seite 7 und 14 Bene Bild Seite 10 Bernd Müller 23

24 Kontakt Fraunhofer IAO Nobelstraße Stuttgart Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer Institutsleitung Telefon Stefan Rief Projektleitung Telefon Mitja Jurecic Projektmanagement Telefon

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