Wirtschaftsstandort Business location

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1 Wirtschaftsstandort Business location

2 Technologie- und Wissenschaftsstandort mit internationalem Renommee Der Wirtschaftsstandort Region Kaiserslautern hat enorm viel zu bieten: ein großes kulturelles Angebot, vielfältige Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten, eine wunderbare Lage inmitten des Pfälzerwaldes, weltoffene Menschen und vor allem sämtliche Erfolgsfaktoren, die für ein Unternehmen von entscheidender Bedeutung sind! Nicht zufällig vertrauen sowohl breit aufgestellte Global Player als auch erfolgreiche Mittelständler und innovative Unternehmensgründer auf das große Zukunftspotenzial unserer Region. Flächen, Verkehrsanbindung, Human Resources: vorhanden! Für Unternehmen, die sich hier neu ansiedeln wollen, stehen bedarfsgerechte Flächen zur Verfügung von zentrumsnahen Immobilien bis zu attraktiven Technologieparks. Überall ist die Anbindung an Schiene und Autobahn ganz hervorragend: Große deutsche Wirtschaftszentren wie Rhein/Main oder im benachbarten europäischen Ausland sind schnell erreichbar. Zudem bietet die Region eine große Bandbreite qualifizierter Dienstleister und Zulieferer. Ganz herausragend ist dabei die wissenschaftliche Infrastruktur, die Ihre innovativen Prozesse begleiten kann und für ständigen Nachwuchs an exzellenten Fachkräften sorgt. Das Kaiserslauterer Rathaus beherbergt im 21. Stock eine Lounge mit Panoramablick über die Barbarossastadt Wo Technologietransfer zum Alltag gehört Mit der Technischen Universität, der Fachhochschule sowie einer Reihe bedeutender Forschungseinrichtungen und -instituten bietet sich den Unternehmen in der Region zudem die Möglichkeit, direkt von den neuesten technologischen Entwicklungen zu profitieren. Der Technologietransfer ist am Wirtschaftsstandort Region Kaiserslautern gut entwickelt und wird auch mit kleinen und mittelständischen Betrieben praktiziert. Innovationen haben hier übrigens eine lange Tradition: Schon vor 120 Jahren wurde hier eines der ältesten Patentämter Deutschlands eingerichtet. Heute unterhält die Technische Universität Kaiserslautern ein Patent-Informations- Zentrum das einzige seiner Art in Rheinland-Pfalz. An der Technischen Universität Kaiserslautern wartet man nicht auf die Zukunft sondern entwickelt sie

3 Die Region Kaiserslautern: Technologiestandort, Denkfabrik und Zukunftsmodell für Deutschland Außerhalb großer Ballungszentren... Die Region Kaiserslautern liegt im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Einwohner und Gäste finden bei uns Erholung und Gelegenheit zu einer Fülle von Outdoor-Aktivitäten. In diesem Ambiente hat sich einer der erfolgreichsten Technologiestandorte Deutschlands entwickelt: Die Zahl der Ansiedlungen von Unternehmen und Einrichtungen für Forschung und Technologie steigt stetig an führende Akteure in Wirtschaft und Wissenschaft sind die besten Botschafter und Werber für unseren Standort. Der Verein Zukunft im Raum Kaiserslautern (ZiRKL) unterstützt Fach- und Führungskräfte von außerhalb und deren Familien beim Neustart in Kaiserslautern. Mit einer Vielzahl positiver Schlagzeilen sichert sich die Region Kaiserslautern die Aufmerksamkeit von Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik. Positive Schlagzeilen aus der Region John Deere hat sein europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum angesiedelt und 200 Arbeitsplätze für hoch Qualifizierte geschaffen. Der amerikanische Autozulieferer Corning hat rund 33 Millionen Euro in eine neue Produktionsstätte für Rußpartikelfilter für Dieselfahrzeuge, rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Der österreichische Verpackungshersteller Alpla-Werke Lehner hat für zehn Millionen Euro eine neue Fabrikhalle gebaut. HegerFerrit errichtet das weltweit modernste Gusswerk für die Produktion von Komponenten für Windkrafträder. Rettenmeier baut auf 34 Hektar ein hochmodernes Holzsägewerk. Falk & Ross ist der europaweit führende Textildienstleister für unveredelte Markentextilien namhafter Hersteller und beschäftigt 180 Mitarbeiter. Ein offener Geist pflegt internationale Beziehungen... In der Region Kaiserslautern leben und arbeiten Angehörige aus mehr als 140 Nationen, darunter etwa Amerikaner. Damit beherbergt die Westpfalz die größte amerikanische Militärgemeinde außerhalb der USA. Internationale Netzwerke AGBC (American German Business Club) Atlantische Akademie Deutsch-Amerikanisches Bürgerbüro Partnerstädte Patenschaften Europa direkt Informationszentrum NATO-Musikfestival... und ist im Wettbewerb um die weltweit klügsten Köpfe auf der Gewinnerseite... hat ein aufstrebender Standort seine Zukunft fest im Visier Technologien von morgen sind in der Region Kaiserslautern überall zu finden in Laboren ebenso wie in der praktischen Anwendung. Die Stadt Kaiserslautern ist mit knapp über wohnberechtigten Bürgern die wohl kleinste Großstadt Deutschlands und Oberzentrum für die Einwohner der Westpfalz. Der Landkreis mit über Einwohnern stellt nicht nur touristisch hochwertige Angebote, sondern auch zahlreiche Gewerbe- und Industriegebiete mit viel Platz für mittelständische Unternehmen, die in den unterschiedlichsten Branchen richtungsweisende Technologien hervorbringen. Beste Aussichten für den Nachwuchs von morgen: Rund Studierende genießen eine praxisnahe Hochschulausbildung Kaiserslautern ist eine junge, dynamische und weltoffene Stadt: Studierende aus 80 Nationen erhalten an der Technischen Universität Kaiserslautern und an der technisch orientierten Fachhochschule eine hochwertige, zukunftstaugliche Ausbildung. Die Universität untermauert ihre Spitzenstellung stets aufs Neue durch hervorragende Platzierungen bei verschiedenen Hochschul-Ranglisten. Bild: TU KL

4 Die Region Kaiserslautern: Technologiestandort, Denkfabrik und Zukunftsmodell für Deutschland Technische Universität Studierende Große Fachbereiche: Architektur, Raum- und Umweltplanung Biologie, Chemie, Physik Informatik Maschinenbau Verfahrenstechnik Mathematik Wirtschaftswissenschaften Software als Schlüsseltechnologie der Zukunft Auf dem Gebiet der Software-Entwicklung nimmt Kaiserslautern nach Ansiedlung des neuen Max- Planck-Instituts für Software-Systeme, mit zwei Fraunhofer-Instituten (IESE und ITWM) und dem Deutschen Zentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) eine weltweite Spitzenstellung ein. Kaiserslautern bietet noch in weiteren Forschungsbereichen Exzellenz, mehrere Forschergruppen stehen für die Gründung von Forschungsinstituten in den Startlöchern. Fachhochschule Studierende an drei Standorten Folgende Fachbereiche: Angewandte Ingenieurwissenschaften Angewandte Logistik und Polymerwissenschaften Bauen und Gestalten Betriebswirtschaft Informatik und Mikrosystemtechnik Die Universität ist der wichtigste Motor für die Entwicklung Kaiserslauterns: Unternehmensgründungen, Firmenansiedlungen, Tagungen mit internationalen Teilnehmern und die Gründung von Forschungsinstituten von höchstem Niveau bewirken so viele Synergieeffekte, dass sich die Erfolge immer schneller einstellen. Alle ansässigen Firmen jeglicher Branchen profitieren von einem reibungslosen, individuell zugeschnittenen Informationsund Technologietransfer. Forschungsgebiete mit internationaler Ausstrahlung Ambient Intelligence Innovativer Leichtbau Materialien für Mikro- und Nanosysteme Mathematik und Praxis Mechatronik Oberflächen- und Schichtanalytik Optische Technologien und lasergesteuerte Prozesse Produktionstechnik und Mikroelektronik Software-Engineering Verbundwerkstoffe Wirkstoffe der Zukunft Wirtschaftsmathematik ITWM-Software simuliert Montageprozesse: Virtuelle Roboter schweißen eine ebenso virtuelle Autokarosserie zusammen ist immer öfter made in Kaiserslautern Viele Produkte und Software-Anwendungen, die weltweit genutzt werden, sind made in Kaiserslautern. Mehrere Labore stehen bereit, in denen die Wirtschaft ressourcensparend Entwicklungen und Tests durchführen kann. Anwendungsorientiertes Forschen liefert die besseren Ergebnisse! Labore Simulationszentrum Rheinland-Pfalz (SRP): CAD, Berechnung und Simulation Smart Factory: Die erste intelligente Fabrik Europas! Unabhängig vom Hersteller wird hier die industrielle Anwendung moderner Informationstechnologien getestet. Assisted Living Labor: In diesen Räumen werden Produkte für pflegebedürftige und alte Menschen entwickelt und getestet in einem bundesweit beachteten Gemeinschaftsprojekt mit dem Westpfalz-Klinikum. Photonik-Zentrum Kaiserslautern (PZKL): Forschungsprojekte und wirtschaftsnahe Innovationsprojekte im Umfeld der optischen Technologien und Laserphysik werden hier durchgeführt, von der Grundlagenforschung bis zur industriellen Anwendung. Bild: ITWM

5 Die Region Kaiserslautern: Technologiestandort, Denkfabrik und Zukunftsmodell für Deutschland Technologietransfer für Anwendungen, die das Leben leichter und schöner machen... Mehrere tausend Menschen, zum Teil weltweit gesuchte Spezialisten, sind im High-Tech-Sektor beschäftigt. Ob die Logistik für die Bekleidung von Streitkräften weltweit, Hightech-Verbundwerkstoffe für die Automobilindustrie oder das Wägesystem, das kleinste Güter in rasanter Geschwindigkeit auf dem Fließband präzise abwiegt diese und viele weitere Technologien wurden in Kaiserslautern entwickelt. Auch die Software, die bei Fernseh- und Radiosendern Millionen von Ton- und Bilddokumenten archiviert oder die weltweit von Banken für Wertpapierhandel und Wertpapierverwaltung eingesetzt wird, stammt aus Kaiserslautern. Als moderner Transmissionsriemen zwischen innovativer Geschäftsidee und deren erfolgreicher Umsetzung in marktfähige Produkte und wettbewerbsfähige Dienstleistungen fungiert seit 25 Jahren das Business + Innovation Center Kaiserslautern (bic) führendes Gründer-Kompetenzzentrum der Region.... ist letztlich das Ziel aller Forschung und Entwicklung Der Sprung von der Ideenschmiede in die Umsetzung schafft zunehmend auch Arbeitsplätze in der Produktion, zum Beispiel im Werk der Celstran GmbH, wo High-Tech-Verbundwerkstoffe für die Automobilindustrie produziert werden, oder bei Wipotec: im Kaiserslauterer Werk werden die Hochgeschwindigkeits-Wägesysteme nicht nur entwickelt, sondern auch hergestellt. Besonders ausbaufähig sind Branchen, von denen hier schon zahlreiche Unternehmen präsent sind und für die gut funktionierende Netzwerke bestehen. Historisch gewachsene Branchen, wie z. B. Maschinenbau und Automobilindustrie, werden erneuert, vorhandenes Potenzial dient dem Aufbau starker, wettbewerbsfähiger Unternehmen. Branchenschwerpunkte/Cluster Automobilzulieferindustrie Chemische Industrie IT/Medien Logistik Maschinenbau Nutzfahrzeuge Global Player Celanese/Ticona Corning Falk & Ross Freudenberg Fuchs Petrolub (mit Fuchs Lubritech) Gebr. Pfeiffer General Dynamics J. Dittrich & Söhne, Vliesstoffwerk John Deere Johnson Controls Microsoft (über DFKI) Opel/General Motors Pfaff RICOH (über IESE) TRW United Carr (mit TRW Automotive Electronics & Components) Wolf Gruppe Würth (mit MKT) IT- und Hightech-Unternehmen AVID: digitale Archivsysteme Accenture CAS: Software für Konsumgüterindustrie CirComp: Verbundwerkstoffe empolis Bertelsmann: Suchtechnologien, Assistenzsysteme Human Solutions: Ergonomie, Simulation, Body-Scanning LMS: Software für Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt Lumera Laser: optische Technologien Maxess: Warenwirtschaftssysteme Netbiscuits: mobiles Internet ProAlpha: Software für Unternehmen vwd: Börsen- und Bankensoftware Wipotec: Präzisionswaagen Hochpräzise Analyseverfahren sind unerlässlich für moderne Werkstoff-Forschung Bild: IFOS

6 Die Region Kaiserslautern: Technologiestandort, Denkfabrik und Zukunftsmodell für Deutschland Ein Gewerbepark der neuesten Generation... Ein großer Schub ist der Einrichtung des PRE-Parks zu verdanken PRE steht für Pfälzische Regionalentwicklung. Aus einem ehemaligen Kasernengelände wurde ein Technologie- und Gewerbepark, der Forschen, Arbeiten, Wohnen und Freizeit kombiniert.... spornt mit seinem offenen Ambiente kluge Köpfe zu Höchstleistungen an... Der Park hat sich in den letzten neun Jahren zu einem der erfolgreichsten Konversionsprojekte in Deutschland entwickelt Arbeitsplätze sind entstanden, 200 Millionen Euro wurden investiert. Highlights für die Freizeitgestaltung sind ein Erlebnisbad der Superlative, ein Multiplex-Kino, ein Unterhaltungszentrum und ein Fitness-Center Quadratmeter Büroflächen und 160 Wohneinheiten gehören zum Park. Zwanzig Hektar Wald schaffen den Rahmen für ein außergewöhnliches Ambiente. Der Park liegt direkt am Autobahndreieck Kaiserslautern-Ost. Das Erfolgsmodell findet seine Fortsetzung im Gewerbe- und Dienstleistungspark Europahöhe, der zur Zeit erschlossen wird und demnächst in unmittelbarer Nähe des PRE-Parks entsteht, sowie im PRE-Uni-Park in Nachbarschaft der Universität. Der auf Wissenschaft und Forschung fokussierte Gewerbepark mit den Kernkompetenzen IT und Wirtschaftsmathematik bildet die Brücke zwischen Lehre und Forschung als Ergänzung zu anwendungsorientierten IT-Unternehmen. Kaiserslautern als Ort mit tollen Ideen erfindet sich täglich neu Fast schon selbstverständlich: Kaiserslautern war wiederholt einer der ausgewählten Orte im Land der Ideen ausgezeichnet im Rahmen einer Initiative der Wochenzeitung DIE ZEIT unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. und sichert eine breite Basis für Kreativität und Innovation Die prämierten Einrichtungen waren bisher der PRE- Park, das DFKI, die Smart Factory und das Assisted Living Labor sowie das Fraunhofer-Zentrum, das Alcatraz Hotel und das Deutsche Zentrum für Notfallmedizin und Informationstechnologie (DENIT). Diese Bilanz ist eine großartige Bestätigung unserer Innovationskraft und unserer gebündelten Kompetenz in zukunftsrelevanten Technologien.... und bietet dem Nachwuchs frühzeitig Entwicklungsperspektiven Forschungsinstitute im PRE-Uni-Park Bild: DFKI DFKI Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz IESE Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering IFOS Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik ITWM Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik MPI Max-Planck-Institut für Software-Systeme Neue Technologien für die intelligente Fabrik der Zukunft SmartFactory KL

7 Infrastruktur Infrastructure

8 Perfekte Lage Im Herzen Europas Ein Blick auf die Landkarte zeigt: Zentraler könnte Kaiserslautern kaum gelegen sein! Die meisten europäischen Hauptstädte sind in weniger als zwei Flugstunden erreichbar, und die leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur eröffnet grenzenlose Handlungsspielräume. Zum Meeting mal eben nach Brüssel (370 km), zur Messe nach Luxemburg (150 km) und übers Wochenende nach Paris (450 km) für einen derart bewegten Terminkalender ist der Wirtschaftsstandort Region Kaiserslautern die ideale Ausgangsbasis. Auch innerhalb der Bundesrepublik sind wir von hier aus bestens verbunden mit den großen Wirtschaftszentren wie Rhein-Main, Rhein-Neckar und Rhein-Ruhr. Alles spricht also für den Standort wie Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, es formuliert: In den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren wird Kaiserslautern zu den führenden Technologieregionen Deutschlands und darüber hinaus gehören. Schweden Lettland Nord Dublin Irland Atlantik London Paris Nordsee England Niederlande Frankreich Amsterdam Brüssel Belgien Dänemark Kopenhagen Hamburg Berlin Warschau Deutschland Polen Köln Leipzig Frankfurt Prag Luxemburg Kaiserslautern ~ 500 Kilometer Stuttgart München Bern Österreich Ostsee Bratislava Wien Schweiz Slowenien Ljubljana Zagreb Ungarn Budapest Riga Litauen Tschechien Slowakei Kroatien Bosnien und Herzegowina Italien Sarajevo Spanien Madrid Rom Albanien Tirana Mittelmeer Kaiserslautern in Europa

9 Alle Wege führen nach Kaiserslautern Straße, Schiene, Luftweg? Sie haben die Wahl! Über das Autobahnnetz ist die Wirtschaftsregion Kaiserslautern aus allen Richtungen gut erreichbar: Die A6 verbindet uns mit der Metropolregion Rhein-Neckar sowie mit dem Saarland und Frankreich; die A63 führt ins Rhein-Main-Gebiet; die A62 stellt über Trier/Luxemburg die Verbindung mit den Nordseehäfen her. Mehrere regionale und internationale Flughäfen sind in überschaubarer Fahrzeit erreichbar, darunter in etwa einer Stunde Fahrzeit einer der weltweit größten Airports in Frankfurt am Main den Sie übrigens auch ganz bequem per ICE erreichen. Rhein praktisch: Transportwege für Frachtgut Wenn es um den Transport schwerer Lasten geht, ist die Schiene eine echte Alternative. Aber nicht die einzige! Eine weitere ist die verkehrsreichste Wasserstraße Europas: der Rhein. Der Ludwigshafener Rheinhafen schlägt jährlich über 7 Millionen Tonnen Güter um, der Mainzer Zoll- und Binnenhafen gilt als bedeutendes Logistikzentrum, und der Landeshafen in Wörth am Rhein zählt zu den wichtigsten Binnencontainerhäfen Deutschlands. Anfahrt mit dem Auto A6 Mannheim Saarbrücken A63/A60 Kaiserslautern/Koblenz/Köln/Mainz/ Frankfurt A6/A62 Mannheim Trier/Luxemburg Koordinaten: N, 7 46 O Anreise mit dem Flugzeug Int. Flughafen Frankfurt Rhein-Main 120 km Entfernung Int. Flughafen Luxemburg 140 km Entfernung Flughafen Saarbrücken Ensheim 65 km Entfernung Flughafen Hahn 95 km Entfernung Flughafen Zweibrücken 45 km Entfernung Anfahrt mit der Bahn Mannheim (ICE-Fahrzeit 30 Minuten) Frankfurt (ICE-Fahrzeit 1 Stunde 30 Minuten) Paris (ICE/TGV-Fahrzeit 2 Stunden 30 Minuten) Transportweg per Schiff Rheinhafen Ludwigshafen (60 km Entfernung) Zoll- und Binnenhafen Mainz (75 km Entfernung) Landeshafen Wörth am Rhein (85 km Entfernung) Containerterminal Germersheim (90 km Entfernung) Lage in der Region

10 Leben + Arbeiten Living and working

11 Beste Voraussetzungen für eine optimale Work-Life-Balance Die Faktoren, die für den Wirtschaftsstandort Region Kaiserslautern sprechen, reichen von infrastrukturellen Vorteilen über die Nähe zu Universität, Fachhochchule, wissenschaftlichen Instituten und Forschungseinrichten bis hin zu Stichworten, die Sie ansonsten eher in einem Urlaubskatalog erwarten würden: vielfältige Shoppingmöglichkeiten, ein umfangreiches kulturelles Angebot, interessante Sport- und Freizeiteinrichtungen und jede Menge Natur Outdoor-Aktivitäten inmitten eines Naturparks Ob Ihre Mitarbeiter beim Walken, Wandern, Skaten, Geocachen, Joggen, Mountainbiken oder Klettern entspannen und Kraft für den nächsten Arbeitstag tanken wollen, ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Die Voraussetzungen dazu sind in der Region für all diese und viele weitere Aktivitäten gegeben teilweise sogar in fußläufiger Entfernung zu Arbeitsplatz oder Wohnung. Die Lebensqualität ist einfach höher als anderswo, wenn man arbeitet, wo andere Urlaub machen im größten Naturpark Deutschlands, dem internationalen Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Kaiserslautern gilt als Stadt der grünen Oasen : Sie bietet vielfältige Freizeitangebote für alle Generationen in städtischen Parks wie der Gartenschau ebenso wie im Umland, das grenzenlose Möglichkeit bietet zum Wandern, Nordic Walken, Mountain Biken Familienfreundlich und in Feierlaune die kleine Großstadt Kaiserslautern Als Stadt der Schulen, der Bühnen und Museen, der Musik, der Parks und des Fußballs ist Kaiserslautern auch eine ausgesprochen familienfreundliche Stadt: Japanischer Garten und Volkspark, Gartenschau und Zoo, Stadtpark und Fritz-Walter-Stadion, Schwimmbäder und Eisbahn, Pfalztheater und Museen sorgen für Abwechslung. Auch die Region hat mit ihren Ausflugszielen viel zu bieten für Fachkräfte und Wissenschaftler, die sich mit ihren Familien hier ansiedeln. Dafür, dass sich auch Ihre Mitarbeiter in und um die Barbarossastadt bald rundum wohlfühlen, sorgt unter anderem der eigens dafür gegründete Verein ZiRKL Zukunft im Raum Kaiserslautern und natürlich die sprichwörtliche Offenheit der Pfälzer. Die man am besten bei einem der vielen Feste für sich entdeckt, zum Beispiel beim Altstadtfest Der Kaiserbrunnen ein dreidimensionales Geschichts- und Geschichtenbuch: Neben Kaiser Friedrich Barbarossa und König Rudolf von Habsburg sind z. B. auch ein Napoleonhut, ein Auswandererschiff oder der Fisch als sagenumwobenes Wappentier zu entdecken.

12 Aktiv im Pfälzerwald Reiterparadies Pfalz Ob Turnier oder Wanderreiten die Pfalz ist ein Reiterland. Zahlreiche Reiterhöfe und Reitschulen, idyllisch gelegen im Pfälzer Wald, bieten für jeden Reiter ideale Voraussetzungen, das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde zu erleben. Pfälzer Waldpfad Vom Hauptbahnhof in Kaiserslautern geht es direkt auf dem Prädikats-Weitwanderweg in das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, den Pfälzerwald. Spektakuläre Felsen, atemberaubende Aussichten, tief eingeschnittene Täler und vor allem: Wald, so weit das Auge reicht! Das erwartet den Wanderer auf dem 140 Kilometer langen Pfälzer Waldpfad. Fotos: Archiv der Kreisverwaltung Kaiserslautern, Archiv der Touristinformation Trippstadt und Hans Buch

13 Von Auszeit bis Zeitreise Kunstvoll arrangierte Harmonie und blühende Fantasie Um die meditative Wirkung von Licht und Schatten, Pflanzen und Steinen, Wasser und Wegen zu erleben, muss man nicht nach Fernost reisen, sondern einfach nur in den Südwesten: Der Japanische Garten Kaiserslautern zählt zu den schönsten und größten Parkanlagen dieser Art in Europa. Besonders reizvoll für die Besucher ist die unmittelbare Nähe zur Gartenschau Kaiserslautern: Mit farbenprächtigen Blütenmeeren, wechselnden Hallenblumenschauen, vielfältigen Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen, der größten Freiluft-Dino-Ausstellung Europas und einem attraktiven Eventprogramm ist sie ein echter Lieblingsgarten für alle Generationen. Auf den Spuren einer bewegten Geschichte Zwar ist das Renaissanceschloss des Pfalzgrafen Johann Casimir besser bekannt als Jäger aus Kurpfalz nicht mehr erhalten und die Kaiserpfalz Barbarossas, dem die Stadt ihren Namen verdankt, nur teilweise, doch eine historische Stadtführung lohnt sich dennoch: Die Entdeckungsreise in die Vergangenheit führt in den Casimirsaal, durch alte Fluchtgänge und zur Mikwe aus dem 14. Jahrhundert. Oder Sie genießen ganz einfach das Flair der Kaiserslauterer Altstadt, schließen die Augen und denken für einen Moment an die Ahnen aus Jungsteinzeit oder Eisenzeit, an Römer, Franken und Staufer oder an Napoleons Straßenbau-Trupps.

14 Wie das Leben so spielt Sport und Spiel aus purer Leidenschaft Fußball ist in Kaiserslautern mehr als nur die schönste Nebensache der Welt. Das gilt für den Nachwuchs ebenso wie für die Profis, für Akteure genau wie für Fans. Wenn zum Beispiel im Fritz- Walter-Stadion auf dem Betzenberg die Bundesliga-Heimspiele des 1. FC Kaiserslautern stattfinden, pilgern dorthin über fußballbegeisterte Fans aus der näheren und weiteren Region, deren Herz für den Traditonsverein schlägt. Und als die Stadt 2006 Austragungsort der FIFA-Fußballweltmeisterschaft war, machte sie das Motto Die Welt zu Gast bei Freunden zum Programm Doch natürlich beschränkt sich das Kaiserslauterer Sportangebot nicht bloß auf den Fußball: Das Spektrum reicht von Basketball und American Football über Radfahren und Inlineskating bis hin zum Schwimmen und zu unterschiedlichen asiatischen Kampfsportarten. Innovativ, vielseitig, mitreißend: Kultur in Kaiserslautern Wer in Kaiserslautern Inspiration und Unterhaltung sucht, wird vom facettenreichen Kulturangebot der Pfalzmetropole begeistert sein. So reicht das musikalische Spektrum von Pop-, Rockund Sinfoniekonzerten bis hin zu Musical, Operette und Oper im Pfalztheater. Doch Kultur endet in Kaiserslautern nicht, wenn der letzte Ton verklingt, sondern wird hier mit allen Sinnen erlebbar: beispielsweise in der anspruchsvollen Kunstsammlung der Pfalzgalerie, bei Kabarett und Comedy im Kulturzentrum Kammgarn oder bei den Skatenights im Zentrum der Barbarossastadt.

15 Pfalz pur Golfen im grünen Herzen der Pfalz Vor den Toren der Stadt bietet der 18-Loch Meisterschaftsplatz des Golfclubs Barbarossa in Mackenbach für Golfer aller Spielstärken eine perfekte Anlage mit herrlichen Ausblicken auf die Sickinger Höhe und die Ausläufer des Pfälzerwalds. Von Kaiserslautern aus sind in nächster Umgebung 5 weitere Golfplätze schnell zu erreichen, die mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und abwechslungsreichen Platzstrukturen beeindrucken und neben dem Sport die Vielfalt der Landschaft mit einzigartigen Panoramen genießen lassen. Pfälzer Lebensart Neben dem Wein ist die Pfalz für zahlreiche typische Spezialitäten und die gute Küche bekannt. Die Pfälzer verstehen es zu genießen, ob im gemütlichen Gasthof oder in der urigen Pfälzerwaldhütte. Pfälzer Lebensfreude kann man aber auch bei einem der zahlreichen Feste erleben. Kerwen und Dorffeste sind eine gute Gelegenheit, die Pfälzer kennenzulernen. Fotos: Archiv der Kreisverwaltung Kaiserslautern, Archiv der Touristinformation Trippstadt und Hans Buch

16 Wissenschaft Science

17 Weil Wissenschaft begeistert und Perspektiven eröffnet Wer an Kaiserslautern als Stadt der Nähmaschinen denkt, hat natürlich völlig recht. Doch das ist nur ein kleiner Teil unseres wirtschaftlichen Profils, denn in den letzten Jahrzehnten hat sich die Pfalzmetropole enorm weiterentwickelt: zur international beachteten,,stadt der Wissenschaften und der wissenschaftlichen Dienstleistungen. Fortschritt dank Forschergeist Besondere Bedeutung erlangt die Technische Universität als Keimzelle renommierter Forschungsinstitute: IESE (Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering), ITWM (Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik), DFKI (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz) oder das Max-Planck-Institut für Software-Systeme führen heute ein eigenständiges Leben. Als national und oft auch international führend gelten zahlreiche weitere An-Institute der Technischen Universität bzw. Landesforschungszentren sowie Forschungsschwerpunkte der Fachhochschule. Dass all diese Forschungseinrichtungen höchst effektiv in einer Science Alliance zusammenarbeiten, ist ein echter Standortvorteil. Know-how ist kein Selbstzweck Dieses geballte Wissen, das sich vor allem aber keineswegs ausschließlich auf IT-Fragen konzentriert, wird zum wertvollen Erfolgsfaktor für zahllose Unternehmen regional, national und global. Firmen, die sich von der Wissenschaft Hilfe bei der Verbesserung ihrer Produkte und Produktionsprozesse erhoffen, finden bei den Mitgliedern der Science Alliance nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch konkrete Hinweise auf optimale Partner innerhalb dieses Netzwerks. Offenheit, Kooperation und Hilfsbereitschaft beweisen wir hier in Kaiserslautern nicht nur bei Großevents wie der Fußballweltmeisterschaft 2006, sondern auch im täglichen Miteinander. Wissenschaft mit Praxisbezug Inzwischen haben sich neben zahlreichen Forschungseinrichtungen auch viele wissensbasierte Unternehmen am Wirtschaftsstandort Region Kaiserslautern etabliert. Hier zeigt sich, dass die praxisbezogene Wissenschaft, wie wir sie in Kaiserslautern betreiben, ein Erfolgsweg ist, der rasch an Eigendynamik gewinnt denn gleichzeitig werden auch die hier angesiedelten Unternehmen selbst zu weltweit interessanten Kooperationspartnern. Nutzen Sie einfach die folgenden Seiten als Navigationshilfe zu Ihrer Entscheidung: Hier lesen Sie aktuelle Informationen über den Wissenschaftsstandort Kaiserslautern, kompakte Fakten zu den Mitgliedern der Science Alliance sowie Details darüber, auf welchen Innovationsfeldern die Hochschule langfristig ihre Forschungsschwerpunkte setzt. Forschung und Lehre sind die Basis anwendungsorientierte Entwicklung, Know-how-Transfer und praxiserprobte Vernetzung das besondere Profil der Kaiserslauterer Hochschulen und Institute.

18 Technische Universität Kaiserslautern Die Technische Universität Kaiserslautern ist eine junge Universität. Seit ihrer Gründung im Jahr 1970 ist es ihr gelungen, eine beachtliche Reputation zu erwerben. Es ist ihr erklärtes Ziel, unter den Universitäten mittlerer Größe sowohl national als auch international einen Spitzenplatz zu besetzen. Die TU Kaiserslautern ist die einzige technisch-ingenieur- und naturwissenschaftlich ausgerichtete Universität in Rheinland-Pfalz. Als Campus- Universität mit rund Studierenden bietet sie in zehn Fachbereichen 95 zukunfts- und praxisorientierte Studiengänge an und gewährleistet durch ihre überschaubare Größe engen zu Professoren sowie eine ausgezeichnete Betreuungssituation. Die Auszeichnung der TU Kaiserslautern, die im Oktober 2009 im bundesweiten Wettbewerb Exzellenz in der Lehre als eine der sechs Sieger- Universitäten hervorging, ist lebender Beweis für den hohen Stellenwert der Lehre an der Hochschule. Im Januar 2010 waren die TU Kaiserslautern und die Institute IESE, ITWM, DFKI sowie das ITA zweifacher Sieger von insgesamt fünf Gewinnern im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Zwei Forschungszentren wurden Mitte 2008 an der TU Kaiserslautern gegründet, die das Ziel verfolgen, große, koordinierte Forschungsvorhaben, z. B. Sonderforschungsbereiche einzurichten und erfolgreich Projekte im Rahmen nationaler und internationaler Fördermaßnahmen der Exzellenz einzuwerben. Das Forschungszentrum Center of Mathematical and Computational Modelling (CM 2 ) arbeitet auf den Gebieten Entwicklung, Anwendung und Verbesserung mathematischer Modelle in den Ingenieurwissenschaften. Das Zentrum für Optik und Materialwissenschaften (OPTIMAS) behandelt die Wechselwirkung von Licht, Spin (Magnetismus) und Materie in verschiedenster Form. Ziel dieses Forschungszentrum ist der weitere Ausbau der national und international anerkannten Forschungs- und Ausbildungsstruktur an der TU Kaiserslautern. Darüber hinaus profitieren die Studierenden von den zahlreichen renommierten Forschungseinrichtungen, die unmittelbar auf dem Campus bzw. in der Nähe angesiedelt sind und im Bereich der angewandten Forschung eng mit der TU kooperieren: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Institut für Verbundwerkstoffe (IVW), Institut für Biotechnologie und Wirkstoffforschung e. V. (IBWF), Institut für Oberflächen und Schichtanalytik GmbH (IFOS), Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software-Engineering (IESE), Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM), Institut für Technologie und Arbeit (ITA) und Max-Planck-Institut für Softwaresysteme (MPI). Zusammen mit der TU Kaiserslautern gründeten diese acht international renommierten Forschungsinstitute die Science Alliance Kaiserslautern e.v., mit dem Ziel, den Wissenstransfer zwischen Lehre, Forschung und Wirtschaft sicherzustellen. Die TU unterstützt den Austausch mit den ausländischen Partnerhochschulen und die Studierenden machen immer häufiger von der Möglichkeit eines Auslandssemesters Gebrauch. Die Zahl der ausländischen Studierenden wächst seit einigen Jahren kontinuierlich. In den diversen Graduierten- und Promotionsstudiengängen genießen sie durch die International School of Graduate Studies eine optimale Betreuung. TU Kaiserslautern: Die internationale Universität in der Pfalz global agierend und regional vernetzt. Technische Universität Kaiserslautern Gottlieb-Daimler-Straße 47 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / Ansprechpartner: Dipl.-Volkswirt Thomas Jung

19 Fachhochschule Kaiserslautern Die Fachhochschule Kaiserslautern versteht sich als moderne Hochschule für angewandte Wissenschaften und Gestaltung. Über Studierende und etwa 140 Professorinnen und Professoren lernen, lehren und forschen in fünf Fachbereichen an den Studienorten Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken aus einer Abteilung der ehemaligen Fachhochschule Rheinland-Pfalz hervorgegangen, nutzte die Hochschule, deren Wurzeln bis in die Mitte des 19. Jhd. zurückreichen, ihre Selbstständigkeit um sich den Kernaufgaben der grundständigen Lehre, der akademischen Weiterbildung und der angewandten Forschung und Entwicklung mit dem damit verbundenen Technologietransfer zu widmen und ihre Wettbewerbsposition weiter auszubauen. Das Studienangebot umfasst Studiengänge aus den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften, Gestaltung, Wirtschaftswissenschaften, Informations- und Kommunikationswissenschaften. Praxisnähe und Innovation, Interdisziplinarität und Flexibilität, Internationalität aber vor allem auch regionale Bezüge das sind Kennzeichen der Studiengänge, die im Rahmen des Bolognaprozesses zügig auf zeitgemäße Abschlüsse umgestellt wurden. Mit der Weiterentwicklung ihrer Studienangebote, mit neuen Studienmodellen, wie dem Kooperativen Studienmodell KOSMO, und mit der Öffnung der Hochschule für beruflich qualifizierte Studierende unterstützt die Fachhochschule Kaiserslautern die Sicherung des Fachkräftenachwuchses in der Region maßgeblich. Neu eingeworbene umfangreiche Projekte mit Förderung durch das BMBF sichern die Qualität der Lehre und schaffen Übergänge zwischen beruflicher und akademischer Bildung. Das Verbundprojekt Offene Kompetenzregion Westpfalz mit seinem Fokus auf Kompetenzorientierung fördert den Auf- und Ausbau berufs- und familienbegleitender Studienangebote und den Aufbau eines Bildungsnetzwerkes für die Region. Die Forschung und Entwicklung an der Fachhochschule Kaiserslautern ist überwiegend anwendungsorientiert und findet fast ausschließlich in Kooperation mit Unternehmen statt. Die Hochschule steht hier insbesondere der lokalen Wirtschaft als Partner zur Verfügung, wobei durch die Betreuung studentischer Arbeiten in Unternehmen sehr viele Personen aktiv am Wissens- und Technologietransfer beteiligt sind. Die aktive Mitarbeit im Transferwissensnetz twin-rlp erschließt zudem auch das Potential der anderen sechs rheinland-pfälzischen Fachhochschulen. Vor wenigen Jahren richtete die Hochschule drei angewandte Forschungsschwerpunkte ein: Integrierte miniaturisierte Systeme, Zuverlässige Software-intensive Systeme und Nachhaltige Produkte und Verfahren. Kernkompetenzen der Schwerpunkte sind die Mikrosystemtechnik sowie die Angewandten Lebenswissenschaften (ein moderner Reinraum mit mehreren Prozesslinien erlaubt die Entwicklung von Mikro- und Nanobauteilen), die Werkstoffmechanik (Eigenspannungsuntersuchungen), die Entwicklung von Systemen, bei denen Software in engem Zusammenhang mit technischen oder organisatorischen Komponenten steht und der Bereich des nachhaltigen Bauens und Gestaltens. Die Fachhochschule Kaiserslautern fördert den Austausch von Studierenden und Professoren mit ihren rund 70 Partnerschulen weltweit und garantiert damit Internationalität im Studium. Gebäude des Fachbereichs Bauen und Gestalten am Standort Kaiserslautern II (Kammgarn) Fachhochschule Kaiserslautern Morlauterer Straße 31 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / person: Dr. Susanne Schohl Referat Forschung und Projektkoordination Tel.: +49 (0)631 / Unsere Forschungsschwerpunkte Mikro- und Nanotechnologien Angewandte Lebenswissenschaften Werkstoffe Angewandte Informatik Nachhaltiges Bauen und Gestalten

20 Das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme Das Max-Planck-Institut für Softwaresysteme befasst sich auftragsgemäß mit der Grundlagenforschung und verfolgt Problemansätze, die mit hohem Risiko behaftet sind, aber im Erfolgsfall einen hohen Gewinn für die Gesellschaft erwarten lassen. Das Arbeitsgebiet umfasst den Entwurf,die Analyse, Modellierung, Anwendung und die empirische Evaluierung komplexer Softwaresysteme. Die Schwerpunkte liegen auf den Programmierungssystemen, verteilten, vernetzten, eingebetteten und autonomen Systemen, sowie Querschnittsthemen wie der Verifikation, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Benutzbarkeit von Softwaresystemen. Das MPI-SWS wurde im November 2004 gegründet und öffnete dann im August 2005 seine Türen. Das Institut hat Standorte in Kaiserslautern und Saarbrücken. Als akademische Einrichtung widmet sich das Institut der langfristigen Grundlagenforschung und strebt in erster Linie nach Ergebnissen in Form von Veröffentlichungen, Kooperationen, prototypischer Software und wissenschaftlicher Nachwuchsarbeit. Das Institut zieht herausragende Forscher aus der ganzen Welt an, womit der Pool von talentierten Wissenschaftlern in Deutschland und Europa erweitert wird. Das MPI-SWS hat derzeit 3 Direktoren, 5 Nachwuchsgruppenleiter und einen Max Planck Fellow. Insgesamt soll das MPI-SWS auf 17 Nachwuchsgruppenleiter aufgestockt werden. Das MPI-SWS hat ein sehr internationales Profil, mit Universitätslehrkräften aus den USA, Deutschland, Indien, Türkei und Portugal. Derzeit führen die Lehrkräfte des MPI-SWS Forschungen in den folgenden Bereichen durch: zuverlässige Systeme, verteilte Systeme und Betriebssysteme, Informationssicherheit und Kryptographie, vernetzte Systeme, Typsysteme und funktionale Programmierung, rigorose Softwaretechnik, Programmiersprachen und -systeme und Internetsysteme mit großem Ausmaß. Mit der Einstellung zusätzlicher Wissenschaftler im MPI-SWS werden weitere Forschungsthemen im Bereich Softwaresysteme hinzukommen. Forschungsbereiche Zuverlässige Systeme: Diese von Rodrigo Rodrigues geleitete Gruppe konzentriert sich auf den Aufbau verlässlicher, hochverfügbarer Softwaresysteme durch die Verbesserung der für den Aufbau solcher Systeme verwendeten Methoden. Verteilte Systeme und Betriebssysteme: Diese von Peter Druschel geleitete Gruppe führt Forschungen zum Design, der Umsetzung und der Beurteilung von Computersystemen durch. Informationssicherheit und Kryptographie: Diese von Michael Backes geleitete Gruppe forscht im Bereich der theoretischen Grundlagen und Anwendungsaspekte von Informationssicherheit und Kryptographie. Internetsysteme mit großem Ausmaß: Diese von Paul Francis geleitete Gruppe befasst sich mit Problemen in Verbindung mit Internet-Routing und -Adressierung, Overlay-Netzwerken, Internetsicherheit und Cloud Computing. Vernetzte Systeme: Diese von Krishna Gummadi geleitete Gruppe führt Forschungen zu sowohl experimentellen als auch theoretischen Aspekten des Designs vernetzter Systeme durch. Programmiersprachen und -systeme: Diese von Umut Acar geleitete Gruppe untersucht die Grundlagen, das Design und die Umsetzung von Programmiersprachen und -systemen. Rigorose Softwaretechnik: Diese von Rupak Majumdar geleitete Gruppe konzentriert sich auf Algorithmen, Tools und Methodik für den Aufbau komplexer jedoch verlässlicher Softwaresysteme. Typsysteme und funktionale Programmierung: Diese von Derek Dreyer geleitete Gruppe erforscht sowohl die theoretischen als auch praktischen Aspekte des Designs moderner Programmiersprachen, mit einem Hauptschwerpunkt auf Typsystemen und der funktionalen Programmierung. Max-Planck-Institut für Softwaresysteme, Standort Kaiserslautern Max Planck Institute for Software Systems (MPI-SWS) In Kaiserslautern: Gottlieb-Daimler-Straße Building 49 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / In Saarbrücken: Wartburg, Martin-Luther-Straße 12 D Saarbrücken Tel.: +49 (0)681 / Fax: +49 (0)681 / Institutsleitung alternierend: Prof. Dr. Peter Druschel, Prof. Dr. Paul Francis, Prof. Dr. Rupak Majumdar Unsere Forschungsschwerpunkte Zuverlässige Systeme Verteilte Systeme und Betriebssysteme Informationssicherheit und Kryptographie Internetsysteme mit großem Ausmaß Vernetzte Systeme Programmiersprachen und -systeme Rigorose Softwaretechnik Typsysteme und funktionale Programmierung

21 Die Science Alliance Kaiserslautern e.v. Mitglieder der Science Alliance Kaiserslautern e.v. sind die Technische Universität Kaiserslautern, die Fachhochschule Kaiserslautern und acht Forschungsinstitute, die zum Teil als Ausgründungen aus der TU Kaiserslautern hervorgegangen sind. Durch ihre erfolgreiche Arbeit in den vergangenen Jahren haben sie den ausgezeichneten Ruf Kaiserslauterns als Studien-, Forschungs- und Technologiestandort mit begründet. Von der Grundlagenforschung bis zum marktfähigen Produkt Komplexe wissenschaftliche und technologische Fragestellungen beanspruchen zu ihrer Lösung heutzutage in der Regel mehr als nur eine Disziplin. In der anwendungsorientierten Forschung kommen sich ständig beschleunigende Innovationszyklen hinzu. Aufwendige Forschungsvorhaben wenden sich deshalb vermehrt an Forschungsverbünde, in denen Kooperationspartner aus Wissenschaft und Industrie unterschiedliche Kompetenzen auf bestimmte Fragestellungen hin fokussieren. Die Science Alliance erschließt die Potentiale interdisziplinärer Forschung und setzt sie in der Praxis um. Erfolgreich praktiziert wird dies beispielsweise in den beiden Forschungszentren Center for Mathematical and Computational Modelling (CM 2 ) und Zentrum für Optik und Materialwissenschaften (OPTIMAS). Im Fraunhofer-Innovationscluster Digitale Nutzfahrzeugtechnologie wird industriellen Kooperationspartnern von der Grundlagenforschung bis zur Produkt- und Prozessentwicklung ein Disziplinen übergreifendes Forschungsumfeld geboten, das innovative Lösungen unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Technologien ermöglicht. Studierende und Doktoranden sind eingeladen, als vollwertige Mitglieder internationaler Teams an der Lösung komplexer bereichsübergreifender Fragestellungen mitzuwirken. Regionale Vernetzung als Standortvorteil im internationalen Wettbewerb Als Technologiestandort profitiert Kaiserslautern von kurzen Wegen und einem exzellenten Netzwerk, in das die Stadt, das Land Rheinland-Pfalz, die wissenschaftlichen Einrichtungen und die ortsansässigen Wirtschaftsunternehmen eingebunden sind. Ein Beispiel ist die Kooperation der Gemeinnützigen Baugesellschaft Kaiserslautern AG mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering im Rahmen des Pilotprojekts Ambient Assisted Living. Hier ermöglicht die räumliche Nähe der Partner die gemeinsame Entwicklung und exemplarische Umsetzung zukunftsweisender Konzepte für ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter als Musterlösungen für kommunale Bauträger anderer Städte und Gemeinden. Mit der SmartFactory betreibt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz eine in Europa einzigartige Technologie- und Demonstrationsplattform für den Einsatz und die Erprobung modernster Industrieanlagentechnik unter Mitwirkung der TU Kaiserslautern und zahlreicher Firmen aus der Region. Die jahrelange Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik beförderte eine mittelständische Gießerei deutschlandweit zum Technologieführer. Zahlreiche Institutsausgründungen und Unternehmensansiedlungen belegen den Erfolg der anwendungsorientierten Forschung der Mitgliedsinstitute der Science Alliance Kaiserslautern. Science Alliance Kaiserslautern e.v. Technische Universität Kaiserslautern Postfach 3049 D Kaiserslautern Vorstand Prof. Dr. Helmut Schmidt Prof. Dr. Andreas Dengel Dr. Michael Kopnarski Geschäftsführer Florian Deumeland Mitglieder der Science Alliance Kaiserslautern e.v. Commercial Vehicle Cluster (CVC) Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH Fachhochschule Kaiserslautern (FH) Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung (IBWF) e.v. Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik (IFOS) GmbH Institut für Technologie und Arbeit (ITA) e.v. Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) GmbH Max-Planck-Institut für Softwaresysteme (MPI SWS) Technische Universität Kaiserslautern (TU)

22 Landesforschungsschwerpunkt Advanced Materials Engineering (AME) 13 Forscher aus den Fachbereichen und Forschungsinstituten Maschinenbau und Verfahrenstechnik Informatik Institut für Verbundwerkstoffe GmbH (IVW) Institut für Oberflächen und Schichtanalytik GmbH (IFOS) Im Fokus der Forschungsarbeiten des Landesforschungsschwerpunktes AME stehen hoch- und höchstfeste Stähle, Leichtmetalllegierungen, Hybridwerkstoffe, Filtermaterialien und Materialien in Partikelform. Bei den genannten Werkstoffgruppen handelt es sich um die Schlüsselwerkstoffe für zukünftige Leichtbaulösungen in der Verkehrstechnik und im allgemeinen Maschinenbau. Hybridmaterialien kommen darüber hinaus als Filtermaterialien in der Verfahrenstechnik und als Funktionswerkstoffe zum Einsatz. Materialien in Partikelform werden für hochwertige Beschichtungen verwendet und Nanopartikel dienen zum Beispiel als Funktionsträger bei der Herstellung von Arzneimitteln sowie in der Umwelttechnik. Charakteristisch für die AME-Forschungsarbeiten ist die hochgradige Vernetzung von Experiment, Modellierung und Simulation. Der Themenbereich Materialwissenschaften, Produktionstechnik und Verfahrenstechnik ist ein zentrales Kompetenzfeld der TU Kaiserslautern, in dem ingenieur- und naturwissenschaftliche Forschergruppen sowie die Informatik zusammenarbeiten. Im Fokus der Forschungsarbeiten stehen innovative Produktentwicklungen für die Automobil- und Flugzeugindustrie sowie die Bio- und Medizintechnik. In der Verkehrstechnik sind diese Forschungsthemen die Grundvoraussetzung für einen effektiveren Material- und Primärenergieeinsatz und damit auch für die Reduzierung der Schadstoffemissionen. Aktuell werden Forschungsprojekte zu lokalisierten Verformungen in verschiedensten Werkstoffgruppen, deren messtechnische Erfassung, ihre Modellierung und Simulation bearbeitet. Eine Vision von AME ist es, auf der Basis physikalisch gekoppelter Kreuzeffekte Materialien zukünftig als ihre eigenen Sensoren zur Schadensfrüherkennung in Bauteilen nutzen zu können. AME ist in hohem Maße interdisziplinär ausgerichtet und sehr gut international vernetzt. Dies gilt sowohl für die Präsentation von Forschungsergebnissen auf internationalen Konferenzen als auch für die direkte Kooperation mit Forschungseinrichtungen im Inund Ausland. Die zeitnahe industrielle Umsetzung neu gewonnener Ergebnisse ist ein wesentliches Ziel der AME-Aktivitäten. Detaillierte Informationen zu den beteiligten Lehrstühlen und Instituten sowie zu den laufenden Projekten des Forschungsschwerpunktes Advanced Materials Engineering (AME) finden Sie unter AME-Strategie: Vernetzung von Experiment, Modellierung, Simulation Landesforschungsschwerpunkt Advanced Materials Engineering (AME) Prof. Dr.-Ing. habil. Dietmar Eifler Lehrstuhl für Werkstoffkunde (WKK) Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Technische Universität Kaiserslautern Erwin-Schrödinger Straße, Geb. 44 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Unsere Forschungsschwerpunkte Hoch- und höchstfeste Stähle, Leichtmetalllegierungen und Verbundwerkstoffe Schlüsselwerkstoffe für zukünftige Leichtbaukonzepte Hybridwerkstoffe Hybridwerkstoffe als Filtermaterialien für verfahrenstechnische Anwendungen und als Funktionswerkstoffe Materialien in Partikelform Hochwertige Beschichtungen und Funktionsträger (Nanopartikel) in der Arzneimittel- und Umwelttechnik

23 Ambient Systems Technologien und Anwendungen (AmSys) Der Landesforschungsschwerpunkt AmSys befasst sich mit Technologien und Anwendungen ambienter Systeme. Man versteht darunter eine neue Generation eingebetteter Systeme, die ihre Aufgabe weitgehend autonom und bedienungsfrei erledigen, wobei ihr Handlungsrahmen durch proaktive Beobachtung und Interpretation ihrer Umgebung über Sensornetzwerke aufgespannt wird. Hinter ambienten Systemen verbirgt sich eine anspruchsvolle IT-Systemvision, durch die die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Menschen in Beruf und Alltag wirkungsvoll verstärkt werden können. Ambiente Systeme sind informationstechnische, verteilte, selbstorganisierende, miniaturisierte Systeme, die über intelligente Sensorik und Aktorik verfügen und häufig drahtlos kommunizieren. Es wird allgemein erwartet, dass durch ambiente Systeme ein erheblicher Teil der zukünftigen Wertschöpfung in den Industrienationen stattfinden wird (siehe auch Hightech-Strategie IKT2020). Kompetenzbereiche: die Forschung zu den Technologien ambienter Systeme in diesem Forschungsschwerpunkt konzentriert sich auf die Bereiche Hardware-Plattformen und Robotik Regelung, Sensorik, Aktorik Kommunikationstechniken Software-Architekturen Mensch-Maschine-Interaktion Context Awareness. Anwendungen ambienter Systeme werden in folgenden Bereichen wissenschaftlich untersucht: Medizin und Assisted Living: Einsatz ambienter Techniken für die Notfallmedizin und altersgerechtes Wohnen mittels gehobener Hausautomatisierungstechniken (www.eit.uni-kl.de/litz/assisted_living) sowie neuer Technologien (www.belami-projct.org) Assisted Working: Einsatz ambienter Techniken in industrieller Produktionsumgebung (www.smartfactory.de) Assisted Training: Einsatz ambienter Techniken zur Optimierung des Trainings von Radrennfahrern in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendnationaltrainer des Sportelitegymnasiums Heinrich- Heine (www.amsys-uni-kl.de) Der Forschungsschwerpunkt ist international sehr gut vernetzt und kooperiert mit zahlreichen ausländischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. SmartFactory Vision Ambient Systems Technologien und Anwendungen (AmSys) Landesforschungsschwerpunkt, Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz Konstituiert: Juni 2008 Mitglieder: 14 Professoren aus den Fachbereichen Elektro- und Informationstechnik (6), Informatik (6), Maschinenbau und Verfahrenstechnik (1), Sozialwissenschaften (1), Institute der Science Alliance: DFKI und FhG IESE Sprecher: Prof. Dr. Norbert Wehn Unsere Forschungsschwerpunkte Basistechnologie ambienter Systeme Fabrik der Zukunft Future Internet Sport Assistenzsysteme Cyber-Physical-Systems

24 Center for Mathematical and Computational Modelling (CM) 2 Das Forschungszentrum (CM) 2 wurde im Rahmen der Zukunftsinitiative Forschung (ZiF) des Landes Rheinland-Pfalz im Juni 2008 etabliert. Es besteht aus 21 Arbeitsgruppen aus sechs verschiedenen Fachbereichen der TU Kaiserslautern (ARUBI, Biologie, EIT, Informatik, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Mathematik) und wird verbindend über fast die gesamte TU Kaiserslautern wirken. Mit dem Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz DFKI, dem Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM und dem Institut für Verbundwerkstoffe GmbH IVW sind drei Partner der Science Alliance mit exzellentem internationalen Ruf eingebunden, wodurch sowohl die Anzahl potentieller Forschungspartner als auch die Quantität und Qualität an Knowhow signifikant erhöht. Die zentralen Forschungsgebiete des (CM) 2 sind die Entwicklung, Anwendung und Verbesserung mathematischer Modelle in den Ingenieurwissenschaften und weiteren Anwendungsgebieten, ihre Umsetzung in Software mittels State-of-the-Art Software-Technologie sowie die Entwicklung eines Webs der Mathematik-basierten Modelle in Analogie zum und aufbauend auf dem World Wide Web. Dabei besitzt Kaiserslautern national mit dem Fokus auf Anwendungen in den Ingenieurwissenschaften im Vergleich zu den anderen Hochburgen der angewandten Mathematik wie Berlin oder Heidelberg ein Alleinstellungsmerkmal. Die Mathematik ist in der modernen Forschung in vielen Gebieten mittlerweile eine Schlüsseltechnologie geworden, deren Anwendung vielfach erst Fortschritte in diesen Gebieten ermöglicht hat. Beispiele sind spektakuläre Anwendungen der Mathematik an den Finanzmärkten, in der Medizin, in der (virtuellen) Materialentwicklung, -prüfung und -produktion oder aber bei der Planung von Verkehrsströmen. Das von uns angestrebte Web der mathematischen Modelle soll das Speichern, Auffinden, Ausführen und Kombinieren mathematischer Modelle ermöglichen. Eine solche Vision ist auch international ein attraktives Ziel. So wird beispielsweise in der 2015 Computing Platform Vision von Intel davon ausgegangen, dass Computer der nächsten Generation über Modelle miteinander kommunizieren. Durch einen erfolgreichen Antrag bei der Carl-Zeiss-Stiftung konnte die Etablierung eines inneren Rings aus Nachwuchswissenschaftlern realisiert werden. Die Hauptaufgabe dieser Forscher besteht in der Koordination der Ausbildung des Nachwuchses. Dabei verfügen die Nachwuchswissenschaftler über ein großzügiges eigenes Budget, dass sie ohne Kontrolle durch die am (CM) 2 beteiligten Professoren zu innovativen Zwecken der Ausbildung einsetzen dürfen. Hierdurch soll schon auf der Ebene des Nachwuchses interdisziplinäre Forschung gelebt werden und dem Nachwuchs ein Höchstmaß an Eigenständigkeit geboten werden. (CM) 2 ist mit international herausragenden Partnern vernetzt. So bestehen Kooperationen mit den Universitäten in Cambridge, Oxford, Göteborg und Eindhoven, Texas A&M, UC Irvine, UC Davis, Imperial College London, dem Radon Institut in Linz, dem Fraunhofer Chalmers Center Göteborg, dem International Computing Science Institut in Berkeley oder dem Center for the Evaluation of Language and Communication Technologies in Trento. Mittels mathematischer Simulation optimierter Vliesstoff ( Virtuelles Produktdesign ) Prof. Dr. Ralf Korn (Sprecher) FB Mathematik, TU Kaiserslautern & Fraunhofer ITWM Tel.: +49 (0)631 / (0)631 / Unsere Forschungsschwerpunkte Techno- und Wirtschaftsmathematik Computeralgebra Informatik System on Chip Materialprüfung, -struktur und -design Systembiologie Verfahrenstechnik

25 Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung (IBWF) e.v. Das Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung wurde 1998 an der TU Kaiserslautern gegründet. Einen Anstoß zur Gründung gab die Verleihung des Karl-Heinz Beckurts-Preises für angewandte Forschung an Prof. Timm Anke im Jahr Das Institut wird von einem eingetragenen, gemeinnützigen Verein gleichen Namens getragen, dem Herr und Frau Professor Anke, PD Dr. G. Erkel, PD Dr. E. Thines, die Technische Universität Kaiserslautern, das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, die Stadt Kaiserslautern sowie die BASF AG und die Bayer CropScience angehören. Am Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung arbeiten zum Jahresbeginn 2009 etwa 30 Personen. Das Institut in Kaiserslautern betreibt anwendungsnahe Grundlagenforschung im Bereich natürliche Wirkstoffe. Eine wesentliche Grundlage für die Arbeiten am Institut bildet die Pilzkulturensammlung mit über Stämmen. Die Sammlung repräsentiert eine hohe genetische und metabolische Diversität. Dazu gehört eine aus diesen Stämmen isolierte Präparate- und Extraktsammlung von über 5000 Extrakten und über 400 neuen Wirkstoffen mit den unterschiedlichsten Aktivitäten. Das Institut arbeitet intensiv in den Bereichen Pharma, Pflanzenschutz und weiße Biotechnologie (Enzyme aus Pilzen). Dabei liegen die Kernkompetenzen in den Bereichen: Isolierung und Charakterisierung von Pilzen: Basidiomyceten, Ascomyceten und Deuteromyceten; Erschließung neuer Pilzgruppen; Einsatz von Pilzen für Stoffumwandlungen, Schadstoff-Abbau und Pflanzenschutz; Enzyme aus Pilzen; Wirkstoffe aus Pilzen für die Humanmedizin, den Pflanzenschutz und andere Einsatzgebiete, Entwicklung molekularer Testsysteme zur Auffindung neuer biologisch aktiver Naturstoffe und Targets; Untersuchungen von Wirkungsweisen und Biosynthesen. Das Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung ist beteiligt am Kompetenz-Zentrum für Naturstoff-Forschung, das im Herbst 2006 zusammen mit der Universität Mainz, der BASF AG, Boehringer Ingelheim und mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz gegründet wurde. Die Arbeiten in diesem Zentrum sind gemeinsam mit der Industrie sehr erfolgreich angelaufen. Die erfolgreiche Arbeit spiegelt sich in über 400 Publikationen und 20 Patenten wieder, welche eine führende internationale Position des Instituts für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung unterstreicht. Die Einrichtungen des Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung in Gebäude 56 auf dem Universitätscampus Institut für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung Institut für Biotechnologie und Wirkstoff- Forschung (IBWF) e.v. Erwin-Schrödinger-Str.56 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / Unsere Forschungsschwerpunkte Anwendungsnahe Grundlagenforschung im Bereich natürlicher Wirkstoffe Wirkstoffe aus Pilzen für die Humanmedizin, den Pflanzenschutz und andere Einsatzgebiete Entwicklung molekularer Testsysteme Untersuchungen von Wirkungsweisen und Biosynthesen Isolierung und Charakterisierung von Pilzen Enzyme aus Pilzen Einsatz von Pilzen für Stoffumwandlungen, Schadstoff-Abbau und Pflanzenschutz

26 Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz mit Sitz in Kaiserslautern und Standorten in Saarbrücken, Bremen sowie einem Projektbüro in Berlin ist auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz die größte Forschungseinrichtung der Welt. Von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis hin zur marktund kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen deckt die DFKI-Forschung den gesamten Innovationszyklus ab. Das DFKI wurde 1988 gegründet. Am Standort in Kaiserslautern beschäftigt es zurzeit mehr als 100 hochqualifizierte Mitarbeiter sowie etwa 100 wissenschaftliche Hilfskräfte aus 35 Nationen. In 20 Jahren gingen aus den Forschungsbereichen in Kaiserslautern 19 Professoren hervor, 18 Spin-off Unternehmen wurden gegründet und etwa 400 hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen. Das DFKI-Modell einer gemeinnützigen Public-Private-Partnership (PPP) gilt national und international als Vorbild. Die Forschung am DFKI-Standort Kaiserslautern konzentriert sich auf die Bereiche Bildverstehen und Mustererkennung, Wissensmanagement, Erweiterte Realität sowie Mensch-Maschine-Interaktion. Die DFKI Competence Centers bündeln Know-how und Technologien auf den Gebieten Semantic Web, Virtual Office of the Future, Computational Culture, Human-Centered Visualization, Virtual and Augmented Reality. In den DFKI-Living Labs SmartFactory Laboratory und Virtual Office Laboratory werden innovative Technologien getestet, evaluiert und demonstriert. Zahlreiche Kooperationen verdeutlichen das internationale Ansehen des DFKI. Zu seinen Kooperationspartnern gehören namhafte Unternehmen aus den Bereichen IT, Media, Luftfahrt, Automobilbau und Chemische Industrie wie z.b. Airbus, BASF, Bertelsmann, Bosch, Canon, Daimler, Deutsche Telekom, Google, Hitachi, IBM, John Deere, Microsoft, Motorola, RICOH, SAP, Siemens und Sony. Darüber hinaus arbeitet das DFKI mit führenden Wissenschaftseinrichtungen und Universitäten in der ganzen Welt zusammen. Als einzige Einrichtung Deutschlands ist das DFKI Mitglied in acht internationalen Centers of Excellence. Am Standort in Kaiserslautern profitiert das DFKI enorm von der Zusammenarbeit mit der Technischen Universität und den zahlreichen international renommierten Forschungseinrichtungen. Gemeinsam bilden sie die Science Alliance Kaiserslautern, deren Ziel es ist, den wissenschaftlichen Austausch zu fördern, um von der Grundlagenforschung bis hin zur Produkt- und Prozessentwicklung die am Standort vertretenen Kompetenzen Fachbereich übergreifend zu nutzen. Im Jahre 2007 wurde das DFKI in Kaiserslautern als ausgezeichneter Ort im Rahmen der Initiative Deutschland Land der Ideen unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler ausgezeichnet. Das neue DFKI Gebäude in der Trippstadter Straße, der Wissenschaftsmeile in Kaiserslautern Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH Trippstadter Strasse 122 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / Ansprechpartner: Prof. Dr. Andreas Dengel, Wissenschaftlicher Direktor und Mitglied der Unternehmensleitung Unsere Forschungsschwerpunkte Erweiterte Realität Wissensmanagement Innovative Fabriksysteme Intelligente Kommunikationssysteme Multimedia Analysis & Data Mining Virtuelles Büro der Zukunft

27 Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE Das 1996 aus dem Fachbereich Informatik der TU Kaiserslautern heraus gegründete Fraunhofer IESE forscht mit mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bereich System- und Software- Engineering. Mit einem Etat von mehr als 14 Millionen pro Jahr werden im Rahmen der Vorlaufforschung neue Kompetenzen entwickelt und diese dann per Auftragsforschung in die industrielle Praxis transferiert. Die Vorlaufforschung wird aus öffentlichen Mitteln finanziert; die Auftragsforschung erfolgt in Kooperation mit Firmen aus allen Sektoren, in welchen Software im Produkt (z.b.: zur Steuerung im Automobil) oder zur effizienten Ausführung von Geschäftsprozessen (z. B.: bei Finanzdienstleistern) benötigt wird. Das IESE ist eines von 59 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, die als größte europäische Organisation für angewandte Forschung zur nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands beiträgt. Die Kompetenzen des Fraunhofer IESE umfassen ingenieurmäßige Methoden und Werkzeuge zur Budget- und Termin-konformen Entwicklung zertifizierbarer Software mit vorgegebenen Qualitätsmerkmalen sowie zur nachhaltigen Sicherung von Entwicklungs-Know-how. Ingenieurmäßige Ansätze in der Softwareentwicklung zeichnen sich durch eine formale mathematische Basis, skalierbare Prozesse sowie empirisch abgesicherte Vorhersagemodelle aus. Software-Architekturmodelle für Produktfamilien, operationale Inspektionsmethoden für Software, Ansätze zur durchgängigen Modellierung von instrumentierten Prozessketten und Projektmanagementmethoden auf der Basis empirisch fundierter Vorhersagemodelle stellen Schlüsselthemen dar, mit denen sich Wissenschaftler des Instituts in Theorie und Praxis auseinandersetzen. Die Auftragsforschung des Fraunhofer IESE konzentriert sich auf Geschäftsfelder im Umfeld eingebetteter Systeme sowie Informationssysteme. Bei eingebetteten Systemen liegt der Fokus auf Automobilund Transportsystemen sowie Gesundheit und Medizintechnik, bei Informationssystemen auf Unterstützungssystemen für Finanzdienstleister, E-Government und Energiemanagement. Eine wachsende Bedeutung kommt ambienten Systemen zu. Man versteht darunter eingebettete Systeme, die mittels Mikrosensorik ihre Umgebung selbständig erkunden und situationsbedingt zu proaktivem, intelligentem Handeln fähig sind. Im Gesundheitswesen kommt Ambient Assisted Living (AAL)-Technologien eine wachsende Bedeutung zu, mit deren Hilfe ältere Menschen trotz motorischer, sensorischer und kognitiver Defizite weiterhin ein selbst bestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden führen können. Ambiente Systeme stellen auch eine viel versprechende Technologie zur Minimierung des weltweiten Energiebedarfs dar und werden deshalb im IESE breit erforscht. Das Fraunhofer IESE ist international aufgestellt und vernetzt, die Institutssprache ist Englisch. Internationale Projekte des IESE werden in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien durchgeführt. Wissenschaftliche e bestehen zu führenden universitären und industriellen Gruppen weltweit. Das größte Netzwerk im Bereich des empirischen Software Engineering, das International Software Engineering Research Network (ISERN), wird durch das IESE koordiniert. Eine Außenstelle des IESE mit ca. 25 Mitarbeitern existiert an der University of Maryland, USA. Weitere Projektgruppen existieren in Brasilien und Australien. Die Mitarbeiterschaft des IESE kommt aus mehr als 20 Nationen. Das Fraunhofer IESE belegt in internationalen Rankings seit Jahren Platz 1 in Europa. Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE Fraunhofer-Platz 1 D Kaiserslautern Leitung: Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Rombach Prof. Dr. Peter Liggesmeyer Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / Unsere Forschungsschwerpunkte Embedded Systems Process Management Information Systems Ambient Assisted Living Smart Energy Das Fraunhofer IESE ist Teil des sogenannten Software-Clusters welches im Spitzenclusterwettbewerb der Bundesregierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Das Software- Cluster ist Europas größtes Cluster dieser Art.

28 Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM Gegründet wurde das ITWM 1995 und 2001 (als erstes Institut mit mathematischem Schwerpunkt) in die Fraunhofer-Gesellschaft aufgenommen. Derzeit beschäftigt das Institut rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 150 wissenschaftliche Hilfskräfte. Das Haushaltsvolumen betrug Mio. Euro. Ungefähr zwei Drittel der Einnahmen stammen aus Aufträgen der Industrie und aus öffentlich geförderten Forschungsprojekten. Computersimulationen sind ein unverzichtbares Werkzeug bei der Gestaltung und Optimierung von Produkten und Produktionsprozessen, Dienstleistungen, Kommunikations- und Arbeitsprozessen geworden. Reale Modelle werden durch virtuelle Modelle ersetzt. Der Mathematik kommt bei der Gestaltung dieser virtuellen Welt eine fundamentale Rolle zu. In nahezu allen Bereichen der Industrie und Wirtschaft, selbst in kleineren Unternehmen und im Handwerk, kommen computergestützte Verfahren zum Einsatz. Doch häufig ist die richtige Software gar nicht verfügbar oder»software von der Stange«wenig geeignet für spezielle Fragestellungen. Der Weg zu einer maßgeschneiderten Lösung ist Mathematik: Erst mathematische Methoden ermöglichen es, die Wirklichkeit computergerecht nachzubilden und mit großen Datenmengen oder komplexen Strukturen sinnvoll umzugehen. Hier setzt das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik an: Wenn ein Unternehmen seine Produkte verbessern, Fertigungsprozesse optimieren oder Fehlerquellen aufspüren will, stellt das ITWM das mathematische Rüstzeug zur Verfügung. Gemeinsam mit den Fachleuten des Unternehmens wird ein mathematisches Modell des Problems erstellt, das mit dem Computer ausgewertet werden kann. Darauf zugeschnittene Simulationen spüren eine Lösung auf, die den Anforderungen gerecht wird. Die spezifische Kompetenz des Fraunhofer ITWM, die mathematische Herangehensweise an praktische Fragestellungen, ergänzt ingenieurwissenschaftliches und betriebswirtschaftliches Arbeiten ideal. Internationalität entfaltet sich am ITWM in zwei Richtungen, nämlich nach innen und nach außen. Neben zahlreichen informellen en zu ausländischen Partnern existieren auch feste Kooperationen mit ausländischen Instituten: Im September 2002 wurde das Fraunhofer-Chalmers Research Centre for Industrial Mathematics (FCC) im schwedischen Göteborg gegründet, sozusagen das schwedische Schwesterinstitut des ITWM. Anfang 2008 besiegelte das ITWM eine Allianz mit dem Bereich Finanzmathematik der renommierten University of Cambridge. Darüber hinaus gibt es rege Verbindungen zur Texas A&M University sowie zum Indian Institute of Technology in Madras. Vom engen profitieren jeweils beide Partner, denn die Kooperation erleichtert jedem den Zugang zum Markt des Partnerlandes; durch die Bündelung ihrer Kompetenzen können sie ein weitaus größeres Marktsegment abdecken. Doch auch intern spielt die Internationalität eine große Rolle im ITWM: Der Ausländeranteil liegt unter den Wissenschaftlern bei über 20 Prozent, unter den Doktoranden bei über 60 Prozent. Das hängt nicht zuletzt an der engen Verzahnung mit dem Fachbereich Mathematik der TU Kaiserslautern und dessen englischsprachigen Studiengängen. Fraunhofer-Zentrum Kaiserslautern, Außenansicht Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM Fraunhofer-Platz 1 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / Leitung: Prof. Dr. Dieter Prätzel-Wolters Unsere Forschungsschwerpunkte Transportvorgänge Strömungs- und Materialsimulation Bildverarbeitung Systemanalyse, Prognose und Regelung Finanzmathematik Optimierung Mathematische Methoden in Dynamik und Festigkeit Competence Center High Performance Computing

29 Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik IFOS GmbH Das Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik IFOS GmbH wurde im Dezember 1989 als Forschungseinrichtung des Landes Rheinland-Pfalz gegründet. Seit 1996 hat es den Status einer wissenschaftlichen Einrichtung der Technischen Universität Kaiserslautern. Die Kernkompetenzen des Instituts mit momentan 20 Mitarbeitern liegen sowohl in der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der instrumentellen Oberflächen- und Schichtanalytik, als auch im praxisrelevanten Einsatz oberflächensensitiver Analysemethoden. Das Forschungsgebiet des Instituts ist die Bestimmung der Zusammensetzung, der chemischen Bindungseigenschaften und der Struktur von Festkörperoberflächen und Dünnschichtsystemen. Das IFOS bietet Nutzern aus der Industrie und aus anderen Forschungseinrichtungen direkten Zugang zu den heute verfügbaren, in der Regel sehr aufwendigen und teuren Analysetechniken und unterstützt damit nachhaltig den Transfer dieser Verfahren in die technologische und industrielle Praxis. Hierzu wird im IFOS das komplette Spektrum der heute verfügbaren Methoden zur höchstauflösenden chemischen und strukturellen Analyse von Oberflächen und dünnen Schichten eingesetzt. Elektronenspektroskopische und massenspektrometrische Verfahren (AES, XPS bzw. SIMS, SNMS) ermöglichen die Charakterisierung der chemischen Zusammensetzung von Oberflächen und Dünnschichtstrukturen mit hoher vertikaler Auflösung im sub-µm-bereich sowie einer lateralen Auflösung unterhalb 10 Nanometer. Feinbereichsanalysen bis in atomare Dimensionen erlauben Rasterkraft- (AFM) und Transmissionselektronenmikroskopie (TEM). Ferner stehen moderne Anlagen zur Röntgenstruktur- (XRD) und Focused Ion Beam Analyse (FIB) zur Verfügung. Das IFOS kooperiert im Rahmen von F&E-Verbundprojekten intensiv mit anderen europäischen Einrichtungen in Frankreich, Luxemburg, Belgien und Ungarn. Gemeinsam mit französischen Partnern wurde das Interregional Centre for the Analysis of Materials and Surfaces (ICAMS) initiiert. Am IFOS entwickelte und konstruierte Analyseapparaturen werden heutzutage beispielsweise in Taiwan und Australien eingesetzt. Neues Institutsgebäude im Pre-Uni Park Kaiserslautern Institut für Oberflächenund Schichtanalytik GmbH Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik IFOS GmbH Trippstadter Str. 120 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter: Dr. Michael Kopnarski Unsere Forschungsschwerpunkte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der instrumentellen Oberflächen- und Schichtanalytik Serviceanalytik / Auftragsforschung im Bereich der Produktentwicklung, Qualitätskontrolle und -sicherung sowie Fehler- und Schadensanalytik

30 Institut für Technologie und Arbeit e. V. Das ITA ist ein gemeinnütziges An-Institut der Technischen Universität Kaiserslautern. Es wurde 1995 gegründet und beschäftigt gegenwärtig 40 Wissenschaftliche Mitarbeiter und Hilfskräfte. Das ITA verknüpft Grundlagenforschung mit interdisziplinären, anwendungsorientierten Konzepten zur Analyse und Gestaltung von Arbeit und Organisation. Unsere Forschungsergebnisse richten sich an kleine, mittelständische und Großunternehmen der Produktions- und Dienstleistungsbranche, an Organisationen des Non-Profit-Bereichs und des Gesundheitswesens sowie an Öffentliche Verwaltungen. Der Leiter des ITA, Professor Dr. Klaus J. Zink, ist zudem Inhaber des Lehrstuhls für Industriebetriebslehre und Arbeitswissenschaft an der TU Kaiserslautern. Diese enge Verzahnung bürgt für die Kooperation und den Austausch zwischen Forschung, Lehre und Praxis. Im Rahmen unserer Forschungstätigkeiten beschäftigen wir uns mit den wechselseitigen Beziehungen zwischen Mensch und Organisation. Unser Ziel ist es, Unternehmen und Organisationen dazu zu befähigen, sich den Veränderungen, wie sie bspw. im Zuge der Globalisierung und des demografischen Wandels ausgelöst werden, anzupassen. Beispielhafte betriebliche Herausforderungen sind dabei komplexere Kundenanforderungen, die Notwendigkeit gesundheitsfördernder und alter(n)sgerechter Arbeitsgestaltung oder die organisationale Anpassung an sich wandelnde Rahmenbedingungen. Hierbei sollen Organisationen so gestaltet bzw. verändert werden, dass unter sozialen, technischen und wirtschaftlichen Aspekten ein mehrdimensionales Gesamtoptimum erreicht werden kann. Damit integrieren wir die strategischen Anspruchsgruppen der jeweiligen Organisationen. Unsere anwendungsorientierten betrieblichen Forschungsfelder umfassen beteiligungsorientierte Organisationsentwicklung, Prozessmanagement, Personal- und Kompetenzentwicklung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Innovationsmanagement, Produkt- und Dienstleistungsentwicklung, Management von Unternehmensnetzwerken und nachhaltiger Unternehmensentwicklung sowie Evaluation und wissenschaftliche Begleitforschung. An diesen Aufgaben arbeiten unsere interdisziplinären Teams aus Wirtschaftsingenieuren, Ingenieuren, Wirtschafts-, Sozial-, Gesundheitswissenschaftlern-, und Informatikern sowie Psychologen. Internationale Netzwerke und Kooperationen (beispielhafte Partner) Unternehmen: Hager-Tehalit, John Deere, Bosch, Daimler, Bertelsmann-Stiftung, Volkswagen Bank, Gothaer Versicherung Institutionen: European Universities Network for Total Quality Management, Technical Committee (TC) Human Factors and Sustainable Development of the International Ergonomics Association (IEA), IEA TC Human Factors in Organizational Design and Management (ODAM), IEA TC Ergonomics Quality in Design (EQUID), Multinational Alliance for the Advancement of Organizational Excellence, Center for Quality and Productivity Improvement (CQPI), University of Wisconsin/Madison, European Enterprises for Health. Leitbild des Instituts Institut für Technologie und Arbeit e. V. Vertretungsberechtigter Vorstand: Prof. Dr. Klaus J. Zink, Dr. Martin J. Thul, Dr. Harald Weber Kurt-Schumacher-Straße 74a D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / Unsere Forschungsschwerpunkte Unternehmensentwicklung Arbeit und Gesundheit Nachhaltigkeit Nutzerorientierte Technikgestaltung Methodenentwicklung

31 Institut für Verbundwerkstoffe GmbH Die Institut für Verbundwerkstoffe GmbH (IVW) ist als gemeinnützige Forschungseinrichtung des Landes Rheinland-Pfalz in der Erforschung und Weiterentwicklung der Anwendungen und Anwendungsmöglichkeiten von Verbundwerkstoffen auf Basis polymerer Matrixsysteme tätig. Seit der Gründung auf dem Campus der Technischen Universität Kaiserslautern im Jahr 1990 hat sich das Institut zu einem weltweit anerkannten Forschungsinstitut mit derzeit 140 Mitarbeitern aus 28 Nationen entwickelt. Seine Bedeutung spiegelt sich auch in jährlich über 100 Publikationen wider, viele davon in referierten Zeitschriften. Die Professoren des IVW vertreten die Lehre für Kunststoffe und Verbundwerkstoffe an der TU Kaiserslautern. Grundgedanke der Arbeiten am IVW ist die prozessorientierte Betrachtung der Wertschöpfungskette Von den wissenschaftlichen Grundlagen bis zum Bauteil. Technologische Treiber für die Anwendung dieser Materialklasse sind aktuell der Maschinenbau und das Transportwesen, wobei die Luftfahrt als der Schrittmacher für den Einsatz von Faser-Kunststoff-Verbunden gilt. Die Einsatzgebiete erstrecken sich jedoch auch von Anwendungen in der Elektro- und Elektronikindustrie über das Bauwesen bis hin zur Medizintechnik sowie Sport- und Freizeitgeräten. Das IVW erforscht Faser-Kunststoff-Verbunde in der gesamten Breite der Anwendungen. Die Forschungsarbeiten werden durch öffentliche Mittelgeber unterstützt, oft auch interdisziplinär im Verbund mit Partnern aus Hochschule und Industrie bearbeitet oder in direkter Kooperation mit einem Industriepartner finanziert. Die Forschungsaktivitäten erstrecken sich dabei auf die gesamte Entwicklungs-Wertschöpfungskette von den wissenschaftlichen Grundlagen bis hin zur Fertigung von Prototypen im industrienahen Umfeld. Inhaltliche Schwerpunkte sind Bauweisenentwicklung; Prozesssimulation; Modellierung, Simulation und Prüfung des Impakt- und Crashverhaltens; Ermüdung und Lebensdaueranalyse; Prozess- Struktur-Eigenschafts-Beziehungen; Nanokomposite; Tribologie; Werkstoffcharakterisierung; Verarbeitung von Fließpressmassen (Presstechnik für GMT/LFT und SMC); Verarbeitung unidirektionaler FKV (Autoklav-, Wickel- und Tapelegetechnik); Prozesskette textilverstärkte thermoplastische FKV (Halbzeugentwicklung, Umform- und Verbindungstechnik) und Prozesskette textilverstärkte duroplastische FKV (Preformtechnik, Liquid Composite Molding (LCM)). Das Institut pflegt mit mehr als 70 Partnern weltweit Kooperationen. Es ist über eine Vereinbarung insbesondere mit der University of Sydney, Australien, dem Shonan Institute of Technology, Tsujido, Japan, der Pennsylvania State University, State College, USA, der Seoul National University, Korea, und Jiaotong University, Shanghai, China, verbunden. Ringwickelauge Institut für Verbundwerkstoffe GmbH Technische Universität Kaiserslautern Erwin-Schrödinger-Str., Geb. 58 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / Geschäftsführer: Prof. Dr.-Ing. Ulf Breuer Unsere Forschungsschwerpunkte Berechnung und Konstruktion Werkstoffwissenschaft Verarbeitungstechnik Der internationale Charakter des Instituts wird auch durch dessen Einbindung in europäische Forschungsprojekte deutlich.

32 Landesschwerpunkt Membrantransport: Von molekularen Prinzipien zur physiologischen Relevanz Im Landesschwerpunkt Membrantransport sind derzeit neun Arbeitsgruppen der Fakultäten Biologie, Chemie und Physik der TU Kaiserslautern zusammengeschlossen, in denen insgesamt ca. 150 wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Mitarbeiter beschäftigt sind. Die Forschung an Membranproteinen ist seit Jahren Schwerpunkt in den Lebenswissenschaften in Kaiserslautern. Durch die Gründung des Landesschwerpunkts im Jahr 2008 wurden die Aktivitäten in eine gemeinsame Struktur gefasst, um die wissenschaftlichen Arbeiten in Kaiserslautern auf einem modernen und bedeutenden Forschungsgebiet zu bündeln. Ziel ist es, durch deutliche Synergien zwischen den verschiedenen Forschergruppen die wissenschaftliche Bedeutung der Lebenswissenschaften an der TU Kaiserslautern weiter zu erhöhen, Nachwuchswissenschaftler besonders zu unterstützen, die Außensichtbarkeit Kaiserslauterns zu erhöhen und, nicht zuletzt, durch die Profilschärfung bessere Bedingungen für konzertierte Förderungsprojekte zu schaffen. Die im Landesschwerpunkt vertretenen Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit dem Transport von Ionen, Metaboliten oder Proteinen über biologische Membranen. Durch ihre Lage im Grenzbereich zwischen der Zelle und ihrer Umgebung, sowie zwischen den Kompartimenten einer Zelle, nehmen Membranproteine eine Schlüsselfunktion bei vielen zellulären Funktionen und bei Signalübertragungsprozessen ein. Dies, zusammen mit ihrer relativ guten Zugänglichkeit für Medikamente, macht Membranproteine zu den primären Zielmolekülen der Pharmaindustrie und der Schädlingsbekämpfung. Trotz ihrer herausragenden Bedeutung ist über die molekulare Funktion, Regulation oder Dynamik von Membranproteinen nur wenig bekannt. Durch verschiedene methodische Durchbrüche der letzten Jahre hat das Gebiet der Membranbiologie einen deutlichen Auftrieb erhalten und wird die Grundlagenforschung wie die molekulare Medizin in den nächsten Jahren prägen wie kaum ein anderes Forschungsgebiet der Lebenswissenschaften. Durch eine gezielte Berufungspolitik der vergangenen zehn Jahre wurde die Membranbiologie als Schwerpunkt der molekular ausgerichteten Arbeitsgruppen in Kaiserslautern ausgebaut. Die meisten der Antragsteller sind momentan eingebunden in Forschungsverbünde, wie den Sonderforschungsbereich 530, das Graduiertenkolleg 845, das DFG-Schwerpunktprogramm 1172, die DFG-Forschergruppe 967 und ein BMBF-Netzwerk. Es bestehen viele enge Zusammenarbeiten mit anderen Arbeitsgruppen im Inund Ausland, beispielsweise in USA, Kanada, England, Frankreich, Schweden, Israel, Italien, Österreich oder der Schweiz. Um die internationalen e weiter auszubauen, ist ein gemeinsames Graduiertenkolleg mit der Universität von Alberta in Edmonton, Kanada geplant, das den internationalen Austausch von Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern weiter erleichtern soll. Der Landesschwerpunkt fördert gezielt junge Nachwuchswissenschaftler Landesschwerpunkt Membrantransport: Von molekularen Prinzipien zur physiologischen Relevanz Sprecher: Prof. Dr. Johannes Herrmann Technische Universität Kaiserslautern Erwin Schrödinger-Straße 13 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / Unsere Forschungsschwerpunkte Aufklärung der molekular-mechanistischen Prinzipien des Transports von Molekülen über biologische Membranen Untersuchung zur physiologischen Bedeutung einzelner Transportprozesse, beispielsweise beim Hören, bei der Erzeugung der zellulären Energie oder bei Stoffwechselprozessen in Pflanzen Strukturelle Unterstützung von Nachwuchswissenschaftlern beim Aufbau eigenständiger Forschergruppen

33 Landesforschungsschwerpunkt Nanostrukturierte Katalysatoren Landesforschungsschwerpunkt an der Technischen Universität Kaiserslautern; eingerichtet im August 2008; zwölf Arbeitsgruppen mit ca. 25 Mitarbeitern, die direkt in Projekten von NanoKat engagiert sind; insgesamt beschäftigen die beteiligten Arbeitsgruppen ca. 100 Mitarbeiter; Leistungsdaten für 2008: Drittmittelaufkommen: ca. 5.2 Mio, Zahl der wiss. Publikationen: 115; Kernkompetenzen: Synthese & Charakterisierung katalytisch aktiver Partikel, Partikelfunktionalisierung & -charakterisierung, Reaktionstechnik, Anwendungen nanostrukturierter Katalysatoren in Chemie und Bioverfahrenstechnik; alle für die Forschung in NanoKat relevanten Methoden und technischen Einrichtungen sind am Campus der TU Kaiserslautern vorhanden. Im Landesschwerpunkt werden neuartige, nanostrukturierte Katalysatoren synthetisiert und charakterisiert, ihre katalytische Wirksamkeit anhand von Modellreaktionen bestimmt sowie technisch relevante Anwendungen untersucht. Ein besonderes Augenmerk der Arbeiten liegt auf dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe als Stoffbasis für katalytische Reaktionen. Dafür haben sich Arbeitsgruppen aus den Fachbereichen Chemie, Maschinenbau und Verfahrenstechnik sowie Physik zusammengefunden. Katalyse ermöglicht, dass Reaktionen unter milden Reaktionsbedingungen ablaufen, sie erlaubt in vielen Fällen eine exakte Steuerung der Selektivität und verhindert die Bildung unerwünschter Nebenprodukte. Dies ist von ausschlaggebender Bedeutung für eine ökonomisch und ökologisch effiziente chemische Produktion. Nahezu alle Endprodukte der chemischen Industrie beinhalten in ihren Herstellungsprozessen deshalb mindestens einen Schritt, der mit Hilfe eines Katalysators durchgeführt wird. Wenn Katalysator und Substrat durch Phasengrenzen voneinander getrennt sind (z. B. Katalysator als Feststoff in einem Gas), spricht man von Heterogener Katalyse. Durch Nanostrukturierung heterogener Katalysatoren werden die Diffusionswege der Substrate und Reaktionsprodukte kurz, womit der limitierende Einfluss des Stofftransports auf die effektive Reaktionsgeschwindigkeit reduziert wird. Damit erreicht man, dass die Umsatzraten deutlich höher liegen als bei vergleichbaren makroskaligen Heterogenen Katalysatoren, so dass die Reaktionen bei geringeren Reaktionstemperaturen ablaufen. Dies ist besonders bei empfindlichen Rohstoffen aus nachwachsenden Quellen von Vorteil. Für die Synthese derartiger Katalysatoren muss man die Morphologie und die chemische Natur der Oberfläche der verwendeten Trägermaterialien gezielt manipulieren. Das ist eine der zentralen Fragestellungen des Landesschwerpunktes. Die Abtrennung der Katalysatoren vom Reaktionsprodukt kann entweder durch Nanofiltration bzw. Zentrifugation, durch induzierte Agglomeration oder magnetisch erfolgen. Damit können die Katalysatoren, die oft teure Edelmetalle enthalten, zurück gewonnen und wiederverwendet werden. Der Landesschwerpunkt Nanostrukturierte Katalysatoren verfolgt eine vollständige Entwicklungskette ausgehend von grundlagenbasierter Forschung hin zu anwendungs- und produktorientierten Vorhaben. Die Arbeiten im Landesschwerpunkt bilden die wissenschaftliche Grundlage für zwei Transregio-SFBs (mit der Univ. des Saarlandes bzw. Karlsruhe Institute of Technology) die kürzlich bei der DFG eingereicht wurden. Kooperation mit dem Forschungszentrum OPTIMAS ergeben sich aus gemeinsamen Forschungszielen im Bereich Materialien. Der Landesschwerpunkt NanoKat ist stark national und international vernetzt. Es bestehen ausgezeichnete e zu einer Vielzahl von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sowie wegen der stark anwendungsorientierten Ausrichtung der meisten beteiligten Arbeitsgruppen zur Industrie sowie zu kleinen und mittelständischen Unternehmen. Transmissionselektronenmikroskopische Aufnahme eines mesoporösen, nanostrukturierten Katalysators Landesforschungsschwerpunkt Nanostrukturierte Katalysatoren Prof. Dr. W. R. Thiel TU Kaiserslautern, Fachbereich Chemie Tel.: +49 (0)631 / Prof. Dr. R. Ulber TU Kaiserslautern, Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik Tel.: +49 (0)631 / Unsere Forschungsschwerpunkte Synthese & Charakterisierung katalytisch aktiver Partikel Partikelfunktionalisierung Reaktionstechnik Anwendungen nanostrukturierter Katalysatoren in Chemie und Bioverfahrenstechnik

34 Landesforschungszentrum Optik und Materialwissenschaften OPTIMAS Optik und Materialwissenschaften, das sind die beiden Forschungsfelder, die über die traditionellen Fächergrenzen der Natur- und Ingenieurwissenschaften hinweg im Landesforschungszentrum OPTIMAS der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern vereint sind. Optik und Materialwissenschaften sind zugleich tragende wissenschaftliche Säulen der TU Kaiserslautern, auf denen sich die TU seit ihrer Gründung einen ausgezeichneten nationalen und internationalen Ruf aufgebaut hat. Bei seiner Gründung im Jahr 2008 umfasste OPTIMAS bereits 15 universitäre Arbeitsgruppen aus den Fachbereichen Physik, Chemie und Machinenbau/ Verfahrenstechnik. Beteiligt sind darüber hinaus die Abteilung Ultraschnelle Photonik und THz-Physik des Fraunhofer Institutes für Physikalische Messtechnik, das Nano + Bio Center der TU, das Institut für Verbundwerkstoffe (IVW), sowie das Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik (IFOS). Für die Weiterentwicklung der Zukunftsfelder Optik und Materialwissenschaften bringen die OPTIMAS Mitglieder ihr Expertenwissen aus den Bereichen Quanten- und Angewandter Optik, Magnetismus, Oberflächenphysik, und Molekül- und Materialwissenschaften ein. Als wissenschaftliches Hauptthema hat sich OPTIMAS die Erforschung der Wechselwirkung von Licht, Spin (Magnetismus) und Materie in Physik, Chemie, Biologie und Materialwissenschaften gesetzt. Dieses breite Forschungsfeld beinhaltet den gesamten Bogen von grundlegenden theoretischen und experimentellen Ansätzen bis hin zu technologisch orientierten Fragestellungen. An den Schnittflächen des Themenkomplexes Licht - Spin - Materie stehen zukunftsweisende Forschungsgebiete wie Spintronik, Plasmonik, Metamaterialien, Bose-Einstein-Kondensate und optische Schalter. Das zentrale Forschungsthema von OPTIMAS Licht Spin Materie ist zunächst in der Grundlagenforschung angesiedelt. Da aber auf den Gebieten der optischen Technologien, sowie der Nanound Materialwissenschaften neue Erkenntnisse zu erwarten sind, die für technologische Entwicklungen relevant sein können, ist für die Zukunft ein großes Potential für Technologie- und Wissenstransfer mit der Industrie gegeben. Ein wichtiges Feld der angewandten Forschung und des Technologietransfers liegt dabei im Bereich der Magnetoelektronik und Terahert-Spektroskopie. Im Kreis der OPTIMAS Mitglieder, insbesondere bei den beteiligten An-Instituten und technisch orientierten Arbeitsgruppen, bestehen bereits eine Vielzahl von Kooperationen mit KMUs und größeren Firmen auf dem Gebiet der Geräte- und Komponentenentwicklung. In der wissenschaftlichen Vernetzung pflegen die Mitglieder des Landesforschungszentrums eine Vielzahl von fachlichen en im nationalen und internationalen Rahmen und sind dabei auch in hochrangige Förderstrukturen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der EU eingebunden. Laser-Aufbau zur Untersuchung ultraschneller Oberflächenprozesse Landesforschungszentrum OPTIMAS Prof. Dr. Martin Aeschlimann (Sprecher) Erwin-Schroedinger-Str. 46 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / Unsere Forschungsschwerpunkte Spitzenforschung im Bereich Optik und Materialwissenschaften Ausbau der Forschungsinfrastruktur an der TU Kaiserslautern Wissens- und Technologietransfer Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses

35 RESCUE Nachhaltige Bauwirtschaft Sustainable RESource conservation in Civil engineering, Urbanism and Economy Der Forschungsschwerpunkt RESCUE (Nachhaltige Bauwirtschaft) befasst sich mit der fachübergreifenden Bearbeitung von Fragen der Nachhaltigkeit im Bauwesen unter besonderer Beachtung der Schonung nur begrenzt verfügbarer natürlicher, finanzieller und humaner Ressourcen. In diesem Zusammenhang werden die Umweltmedien Boden, Wasser und Luft bei Fragestellungen auf allen Skalen des Bauwesens vom Material über die Bauteile und Systeme bis hin zu den Planungen im regionalen Maßstab behandelt. Die Bedeutung einer nachhaltigen Bauwirtschaft für den Boden- und Flächenverbrauch ist offensichtlich. Aber auch mehr als ein Drittel der weltweiten CO 2 -Emmissionen stehen in direktem Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Bauwerken. Vergleichbare Einflüsse bestehen auch bei anderen Medien und Ressourcen. In RESCUE arbeiten Forscher aus unterschiedlichen Fachbereichen und wissenschaftlichen Disziplinen gemeinsam am Ziel der Förderung der Nachhaltigkeit im Bauwesen. Das entscheidende Charakteristikum dieser Initiative und eine im Vergleich zu anderen Vorhaben in diesem Zusammenhang neuartige Vorgehensweise liegt in der interdisziplinären Zusammenarbeit von Materialwissenschaftlern, Ingenieuren, Architekten, Planungswissenschaftlern und Wirtschaftswissenschaftlern. Durch diesen umfassenden Ansatz werden einseitige Sichtweisen und Bewertungen vermieden. RESCUE wurde im Rahmen der Zukunftsinitiative Forschung des Landes Rheinland-Pfalz neu gegründet und hat im Jahr 2008 seine Arbeit aufgenommen. Es wurden erste fachübergreifende Forschungsvorhaben initiiert und auch erste Erfolge in der Einwerbung von Drittmitteln erzielt. Eine Vortragsreihe zu Themen der Nachhaltigkeit dient der Information der Mitglieder ebenso wie der Kommunikation von Nachhaltigkeitsfragen in die Hochschule und die Fachöffentlichkeit. RESCUE ist durch seine Mitglieder in verschiedenen internationalen Organisationen wie der International Urban Planning and Environment Association (IUPEA) oder der International Ergonomics Association (IEA) vertreten. Im Rahmen der Weiterentwicklung des Forschungsschwerpunkts wird diese Vertretung weiter ausgebaut. Lebenszyklus in der nachhaltigen Ressourcen schonenden Bauwirtschaft Forschungsschwerpunkt RESCUE Nachhaltige Bauwirtschaft Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Kurz Paul-Ehrlich-Straße Raum 14 / 511 D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Unsere Forschungsschwerpunkte Minimierung des Ressourcenverbrauchs Optimierte multifunktionale Bauteile Gestaltung mit neuartigen Baustoffen und Bauteilen Nachhaltige Planungs- und Bewertungssysteme im regionalen Maßstab Bewertungsansätze für nichtmonetäre Aspekte der Nachhaltigkeit Kreisläufe und Recycling bei Ver- und Entsorgungssystemen Nachhaltiger Umgang mit Humanressourcen Umsetzung von Nachhaltigkeit in Bauunternehmen

36 Forschungsschwerpunkt Zentrum für Nutzfahrzeugtechnologie (ZNT) Nutzfahrzeugtechnologie ist bereits seit vielen Jahren eine Kernkompetenz der TU Kaiserslautern. In vielen Kooperationsprojekten mit Unternehmen der Region wurden innovative Technologien erforscht, entwickelt und auf den Markt gebracht. Diese Kernkompetenz ist im Zentrum für Nutzfahrzeugtechnologie organisatorisch zusammen gefasst. Unternehmen profitieren vom ZNT als zentralem Ansprechpartner zu nutzfahrzeugspezifischen Forschungs- und Entwicklungsfragen. Anfragen zu gemeinsamen Projekten können direkt an das ZNT gerichtet werden. Die eigentliche Projektabwicklung erfolgt dann, wie bereits vielfach erfolgreich praktiziert, durch eine oder mehrere Forschungsstellen. Die räumliche Nähe der TU Kaiserslautern zu wichtigen Nutzfahrzeugherstellern und ihren Zulieferern bietet diesen Unternehmen die Möglichkeit zu einer intensiven Kooperation mit den im ZNT zusammen geschlossenen Forschungsstellen. Diese Zusammenarbeit kann folgende Formen annehmen: Virtuelle Realität in der Produktionstechnik Forschungsverbundprojekte In solchen Projekten kann eine Gruppe von Unternehmen zielgerichtet über einen längeren Zeitraum mit Forschungsstellen der TU Kaiserslautern kooperieren. Ein Teil der Kosten wird in der Regel durch öffentliche Forschungsförderung übernommen. Auftragsforschung Benötigen Unternehmen Unterstützung bei Forschungs- und Entwicklungsaufgaben, so können die Forschungsstellen der TU Kaiserslautern direkt beauftragt werden. Das Unternehmen übernimmt dabei die Kosten der Arbeiten und kann dadurch sicherstellen, dass die Arbeiten unmittelbar seinen Anforderungen entsprechen. Das ZNT bündelt die spezifischen Leistungen der Forschungsstellen der TU Kaiserslautern. Dabei werden im Schwerpunkt die Fachdisziplinen Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik abgedeckt. Bei Bedarf werden auch Arbeitsgruppen aus weiteren Fachbereichen der TU Kaiserslautern in zu bearbeitende Projekte eingebunden. Das ZNT unterstützt Unternehmen der Nutzfahrzeugindustrie und ihre Zulieferer bei Themen von A wie Auftragsabwicklung bis Z wie Zuverlässigkeit. Auch die Erforschung neuer Werkstoffe zum Leichtbau von Nutzfahrzeugen spielt aufgrund der Forderung nach zunehmender Energieeffizienz der Fahrzeuge eine zentrale Rolle. Eine Auswahl aktueller Forschungsthemen an der TU Kaiserslautern im Themenfeld Nutzfahrzeugtechnologie sowie weitere Informationen zum ZNT finden sich unter Zentrum für Nutzfahrzeugtechnologie Sprecher: Prof. Dr. rer. nat. Karsten Berns Fachbereich Informatik AG Robotersysteme Technische Universität Kaiserslautern Gebäude 48, Raum 360 Postfach D Kaiserslautern Tel.: +49 (0)631 / Fax: +49 (0)631 / Unsere Forschungsschwerpunkte Nutzfahrzeugtechnologie Forschung und Entwicklung Produktentwicklung Maschinen- und Konstruktionstechnik Regelungssysteme Robotersysteme Werkstofftechnik Oberflächentechnik Fügetechnik Fertigungstechnik Betriebsorganisation Virtuelle Produktentwicklung Grafische Datenverarbeitung Software Engineering und Softwarezuverlässigkeit Prozessautomatisierung und Beratung

37 Flächen + Immobilien Sites and real estate

38 Flächen und Immobilien: große Vielfalt für hohe Ansprüche Sie suchen Bauland oder lieber eine Immobilie im Stadtzentrum? Es kommt Ihnen auf Synergieeffekte in einem Technologiepark an oder auf viel Raum für künftige Erweiterungen? Sie achten primär auf die infrastrukturelle Anbindung an Autobahnen oder vor allem auf einen direkten Gleisanschluss? Ganz gleich, wo Sie bei der Wahl Ihres künftigen Standortes Prioritäten setzen: Das Angebot an Flächen und Immobilien ist am Wirtschaftsstandort Region Kaiserslautern ebeso vielfältig wie die Bedürfnisse der Unternehmen, die sich hier ansiedeln. Hightech-Dichte: beeindruckend. Natur-Nähe: ebenso! Unsere Industriegebiete und Gewerbeparks, die wir Ihnen auf den folgenden Seiten im Detail vorstellen, bieten nicht nur attraktive freie Flächen, sondern auch zukunftsorientierte Konzepte. So hat sich der innenstadtnahe PRE-Technologiepark auf einem ehemaligen Kasernengelände beispielsweise zu einem der erfolgreichsten Konversionsprojekte Deutschlands entwickelt. Hier hat die räumliche Konzentration von Hightech-Unternehmen geradezu Großstadtcharakter. Doch anders als in den bekannten Ballungsgebieten punktet die Region zudem durch kurze Wege und eine reizvolle Umgebung mit hohem Freizeitwert! Optimale Erreichbarkeit minimale Staugefahr Ihren künftigen Standort zu erreichen, ist überhaupt kein Problem egal, aus welcher Richtung Sie kommen: Die Pfalzmetropole liegt direkt an einer der wichtigsten europäischen Ost-West-Achsen und zugleich abseits der großen Zentren mit ihrer quälend hohen Verkehrsdichte. Sie ist sowohl an die A6 (Saarbrücken Mannheim) angebunden als auch an die A62 (nach Luxemburg und Trier) und die A63 (nach Mainz). Regionale und internationale Flughäfen sind in überschaubarer Fahrzeit erreichbar, ebenso einer der größten Rheinhäfen. Und schließlich unterhält die Deutsche Bahn hier einen ICE-Bahnhof. Natürlich bieten wir am Wirtschaftsstandort Region Kaiserslautern auch in Sachen Telekommunikation den neuesten Standard: Hier zapfen Sie eine der leistungsfähigsten Datenautobahnen Deutschlands an Zahlreiche renommierte Unternehmen haben sich bereits im PRE-Park angesiedelt zuletzt im Juni 2010 das John Deere Technologie- und Innovationszentrum (ETIC) als eines von weltweit neun Forschungs- und Entwicklungszentren des Konzerns.

39 Der neue Gewerbe und Dienstleistungspark Europahöhe erhält eine direkte Anbindung an den PRE Park sowie an die Autobahn Anschlusstelle KL OST. Mit der Europahöhe wird die Konzeption des PRE Parkes, der mit über 100 Unternehmen und nahezu Arbeitsplätzen nahezu ausgebucht ist, fortgeführt. Angebot: Mieten, kaufen oder bauen, ab 2015 Nutzungsprofil: vorrangig Software und Dienstleistungsbranche sowie emissionsarme Produktionen Gut zu erreichen mit dem Auto Direkt an den Autobahnen A 6 und A 63 gelegen, mit eigener Auf und Abfahrt (1 min) Entfernung zur Innenstadt (5 min) Buslinien zur Innenstadt (10 min) mit der Bahn Hbf. Kaiserlautern mit EC Halt nach Paris und Frankfurt (10 min) mit dem Flugzeug Flughafen Frankfurt (50 min) Flughafen Saarbrücken (50 min) Flughafen Zweibrücken (40 min) Flughafen Hahn (75 min)

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