Theorien, Methoden und Begriffe oder Rezeptwissen?

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3 Theorien, Methoden und Begriffe oder Rezeptwissen? Zielperspektive Pädagogische Handlungskompetenz These: Diese (praktische) Handlungskompetenz ist nicht einfach ein Wissensvorrat, der sich in Verhaltensregeln umsetzen lässt, die dann mechanisch angewendet angewendet werden könnten. Für diese These sprechen vor allem drei Gründe Gü

4 Pädagogische g Handlungskompetenz (1) Umstrittenheit des pädagogischen Wissens: Vielfältigkeit der Positionen und Interpretationen Erarbeitung eines eigenen Urteils: Urteilskompetenz als die Fähigkeit, pädagogische Konzepte selbständig zu beurteilen Hierzu ist Beschäftigung mit wissenschaftlichen h Theorien Voraussetzung

5 Pädagogische g Handlungskompetenz (2) Einzigartigkeit der Situationen und der Menschen Fähigkeit, allgemeines Fach- und Methodenwissen auf die je besondere/einzigartige g Situation bzw. Individualität zu beziehen Hermeneutische Hermeneutische Kompetenz (Verstehen subjektiven und objektiven Sinns bzw. Interpretation t ti der Bedeutungen Kontextualität/Subjektivität)

6 Pädagogische Handlungskompetenz (3) Zukunftsbezug pädagogischen Handelns Kenntnisse/Fähigkeiten müssen sich unter heute unbekannten Bedingungen bewähren Fähigkeit, pädagogisch relevantes Wissen auf stets neue Problemlagen zu beziehen und zu prüfen Reflexionskompetenz: Kernstück pädagogischer Handlungsfähigkeit, weil sich hier zeigt, dass bloße Anwendung scheitern muss.

7 Pädagogische g Handlungskompetenz (4) Dritter Weg zwischen naivem Handeln und technischer Regelanwendung Einerseits Aneignung von Theorie- und Methodenwissen ohne immer sogleich schon eine konkrete Anwendung vor Augen zu haben Andererseits Erprobung dieses Wissens an praktischen Situationen d. h. auch: Die jeweiligen Grenzen von Theorien und Methoden erfahren (Empirie)

8 Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft Erfassung grundlegender Sachverhalte in der Erziehungswirklichkeit, um sie strukturieren zu können Erziehung Bildung Sozialisation (EBS) Beteiligung von drei Instanzen an EBS: PädagogInnen/Zielgruppen/Institutionen Konzentration ti auf solche Begriffe (EBS), die Interaktionen zwischen den Instanzen anzeigen

9 Theorien der Erziehungswissenschaft Theorien sind systematisch geordnete Aussagen über Sachverhalte, die mit den Grundbegriffen in Beziehung stehen Anspruch: adäquate Beschreibung von pädagogisch relevanten Sachverhalten Grundlage für Nachdenken über pädagogische Sachverhalte Vorlesung bezieht sich auf Theorien, die den Grundbegriffen zugrunde liegen: Theorien der Erziehung, der Bildung der Sozialisation

10 Methoden der Erziehungswissenschaft (1) Methoden sind Verfahren, mittels derer Wissenschaft zu systematischen Aussagen über ihren Gegenstandsbereich gelangen Zentral: Was macht Aussagensysteme zu wissenschaftlichen Theorien? Methoden der Erziehungs wissenschaft und nicht Methoden der Erziehung Nicht einzelne Forschungsmethoden, sondern methodische Ansätze, die diesen zugrunde u liegen

11 Methoden der Erziehungswissenschaft (2) Drei Methodische Ansätze stehen im Mittelpunkt: Empirische Erziehungswissenschaft (mit empirisch-analytischen Verfahren) Hermeneutische Erziehungswissenschaft (mit interpretativen Verfahren) Kritische Erziehungswissenschaft i h (wissenschaftstheoretische Analyse der Erkenntnisinteressen)

12 Ziele der Vorlesung Verknüpfung von Überblick und exemplarischer Vertiefung Verbindung sachlich-informierender Darstellung mit kritischer Problematisierung Bezug zu Handlungssituationen pädagogischer Praxis, um die praktische Bedeutung von Theorien anzudeuten

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