Animation. Illustration

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1 Animation Graphic Design Illustration Product Design Service Design Short Motion Textiles Master of Arts in Design

2 Hochschule Luzern Design & Kunst Master of Arts in Design Animation Graphic Design Illustration Product Design Service Design Short Motion Textiles

3 Master of Arts in Design Im Zentrum unseres Master-Studiengangs stehen die persönlichen Projekte der Studierenden, welche in einer von sieben Spezialisierungen verortet sind: Animation, Graphic Design, Illustration, Product Design, Service Design, Short Motion, Textiles. Die Spezialisierungen erlauben es den Studierenden, innerhalb der eigenen Disziplin in spezifisch mentorierten Kleingruppen sehr fokussiert an ihren jeweiligen Projekten zu arbeiten und ihre individuelle fachliche Expertise weiterzuentwickeln und zu verfeinern (Zoom in). Gleichzeitig öffnet das breite thematische Spektrum, das die Studierenden und Dozierenden in das Master-Studium einbringen, den Raum für interdisziplinäre Kooperationen, fachübergreifenden Austausch und neue Netzwerke. Die kritische Reflexion der vielfältigen Projekte in diesem Disziplinen-übergreifenden Kontext fördert sowohl die Kreativität als auch die Argumentationskompetenz und Diskurskultur. Die Qualität der Arbeiten wird somit gesteigert (Zoom out). Unterstützt wird dieser Prozess durch flankierende Seminare, Workshops und Exkursionen. Die Studierenden erwerben Kompetenzen, um sich erfolgreich und professionell auf dem Markt zu positionieren und komplexe Projekte zu managen. Sie lernen Methoden der Designforschung kennen und wenden diese auf ihre Projekte an. Das Studium mündet in eine Master-Thesis, in der die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in einer schriftlich-theoretischen und praktisch-gestalterischen Abschlussarbeit zusammenfliessen. Damit befähigt die Ausbildung die Studierenden, als Designerinnen und Designer ihre tragende Rolle in wertschöpferischen Prozessen in Wirtschaft, Kultur und Institutionen sinnstiftend und bewusst wahrzunehmen. Leitung Master of Arts in Design Prof. Nina Gellersen

4 Animation Das Animationsstudium zeigt Perspektiven zwischen Animationskunst und Auftragsanimation auf und optimiert den Einstieg in das Berufsleben. Während des Studiums entwickeln die Studierenden ihre eigene Bildsprache durch die Umsetzung eines konkreten Projekts weiter. Im Bereich Autorenfilm bietet das Studium die Möglichkeit, eigene Projekte zu realisieren. Damit schliesst es direkt an die Bachelor-Studienrichtung Animation an. Eine möglichst konkrete Projektidee wird zu Beginn des Master-Studiums eingefordert. Im Bereich der Auftragsproduktion bieten wir den Studierenden die Möglichkeit, kommerzielle bzw. angewandte Animationsproduktionen zu realisieren. Von der Hochschule Luzern Design & Kunst angebotene Co-Produktionen oder von den Studierenden eingebrachte Projekte können auch in Teamarbeit umgesetzt werden. Eingangskompetenzen Abgeschlossenes Bachelor-Studium im Bereich Animation Dozenten Animation Jochen Ehmann Ted Sieger

5 < Adrian Flückiger, Claudia Röthlin, Irmgard Walthert (2010): «Mungge Nid scho widr!» (6.20 Min.). Der Film wurde als Pilot für eine Fernsehserie konzipiert. Schlafwandeln kann sehr gefährlich sein, insbesondere, wenn zwei Murmeltiere und ein Igel versuchen, ihre träumende Freundin zu retten > Lena von Döhren (2011): «Der kleine Vogel und das Blatt» (4 Min.). Der Film ist eine Co-Produktion von Swiss Effects und der Hochschule Luzern Design & Kunst und wurde u. a. auf der Berlinale 2011 gezeigt. Beim Animationsfilmfestival in Hiroshima ist er mit dem Preis «Best Children s Film made by Student Animator» ausgezeichnet worden. < Christoph Gabathuler (2012): «Moonstruck» (2.14 Min.). Ein junger Prinz jagt einem Eichhörnchen nach und begegnet im Wald einer wunderschönen Prinzessin... Christoph Gabathuler arbeitet freiberuflich als Designer und Regisseur. «Moonstruck» wurde auf verschiedenen Festivals gezeigt und wird von SND-Films, Amsterdam, vertrieben. > Anete Melece (2012): «The Kiosk» (6 Min.). Ein Film über das Steckenbleiben, der als Co-Produktion von Virage Film und der Hochschule Luzern Design & Kunst entstand. Er wird 2013 an diversen Festivals laufen.

6 Graphic Design Die Spezialisierung Graphic Design begreift sich als mediale Übersetzerin, um zunehmend komplexe Sachverhalte visuell verständlich zu machen. Im Zentrum stehen die Wissensorganisation und -vermittlung sowie die Informationsgestaltung in den Medienbereichen Print, Screen, Interaktion und Animation. Durch einen vertieften, analytischen Designprozess werden neue inhaltliche Aspekte eines Sachverhalts erschlossen und sichtbar gemacht. Dabei spielen narrative und didaktische Lösungsansätze eine zentrale Rolle. Ein grafisches Verständnis und konzeptionelle, analytische Denkfähigkeit bilden die Grundlage für eine individuelle Kompetenzerweiterung, die auf den eingangs eingebrachten Fähigkeiten aufbaut. Die Studierenden qualifizieren sich durch ihre progressive und eigenständige Projektarbeit für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit im Feld der Wissensvermittlung und der Informationsgestaltung. Eingangskompetenzen Abgeschlossenes Bachelor-Studium im Bereich Visuelle Kommunikation (z. B. Graphic Design, Illustration oder Animation) Dozent Graphic Design Robert Bossart hslu.ch

7 < Anthon Astrom, Lukas Zimmer (2011): «Lines». Das Projekt greift das Prinzip der Annotation auf, überträgt es auf eine webbasierte Software und ermöglicht somit neue Strategien des Schreibens und Lesens. Die Resultate sind kollaborative Schreibprozesse, einzelne Gedankenstränge, die visualisiert werden können und neue Möglichkeiten Informationen zu organisieren. «Lines» wurde ausgezeichnet mit dem Eidgenössischen Preis für Design (2011), dem Förderpreis Master Design der Hochschule Luzern Design & Kunst (2011) und dem Best of Swiss Web (2012). Lines ist heute frei auf dem Web verfügbar. > Stefan Fraefel (2011) «Next Bus eine mobile Applikation zur Orientierung im öffentlichen Raum mit Echtzeitdaten aus dem öffentlichen Verkehr». Aus der Master-Thesis heraus entstand das Forschungsprojekt DYGOS (Dynamische Gebäudeorientierungs-Systeme), welches von der Kommission für Technologie und Innovation gefördert wird. Als Praxispartner sind die Unternehmen Netcetera und die SBB an dem Projekt beteiligt.

8 Illustration Das Weiterentwickeln und Zusammenführen von kreativen Denkmustern, Handwerk und narrativen Mitteln zu einer unverwechselbaren, persönlichen Bildsprache stehen im Zentrum der Spezialisierung Illustration. Darüber hinaus setzen sich die Studierenden mit dem sich stetig ändernden Illustrationsmarkt auseinander, um zu verstehen, wo und wie die durch persönliche Interessensbereiche getriebene Arbeit im Markt ihren Platz hat. Sei es in den klassischen Bereichen der Editorial- und Bilderbuchillustration, in der Werbung oder in Sach- und Autorencomics: Die Studierenden definieren ihre individuelle Nische und positionieren sich innerhalb des jeweiligen Feldes. Die dynamischen Beziehungen zwischen formaler Bildsprache, Erzählform und Inhalt bilden die Grundlage für intensive Gruppen- und Einzelgespräche. Letztlich liegt das Bestreben darin, Bildermacherinnen und -macher mit einer selbstbewussten und reflektierten Haltung auszubilden, die durch die bestechende Qualität ihrer Bildwelten sowohl in ihrer freien illustrativen Arbeit als auch in der Auftragsarbeit beim Betrachter Denkprozesse auszulösen vermögen. Eingangskompetenzen Abgeschlossenes Bachelor-Studium im Bereich Illustration (z. B. Illustration, Animation, Kunst, Kunstvermittlung oder Graphic Design) Dozent Illustration Paolo Friz

9 < Malin Rosenqvist (2010): «Slumberland». Malin Rosenqvist kehrte nach ihrem Studium nach Schweden zurück. Sie hat sich in den vergangenen Jahren mit ihren Arbeiten erfolgreich im Editorialbereich etabliert. So erschienen ihre Illustrationen in zahlreichen renommierten Magazinen in Schweden, Holland, Deutschland, Österreich, sowie auch in der Schweiz. Malin Rosenqvist wird unter anderem durch die Stockholmer Agentur «Agent Molly & Co» repräsentiert. > Kornel Stadler (2011) «Müller, Meier und so Strassenzeichnungen». Kornel Stadler hat sich nach Abschluss seines Studiums erfolgreich im nationalen Editorial- und Werbebereich der Illustration etabliert, wo er unter anderem für namhafte Kunden wie Toyota, Wirz Werbeagentur oder die WOZ illustrierte. Seine freien Arbeiten wurden unter anderem in Berlin, Düsseldorf, Wien, Paris und zahlreichen Schweizer Städten ausgestellt. < Andrea Peter (2010): «Augenzeugen». Andrea Peter arbeitet heute in ihren Ateliers in Bern und Berlin. Im Bilderbuchbereich erschienen 2011 «Schweiz Wimmelbuch» im Wimmelbuchverlag Berlin, 2012 das Kindersachbuch «Alles Farbe!» im Beltz & Gelberg Verlag und im Frühling 2013 wird im Atlantis Verlag ihr neustes Bilderbuch «Wir Nestbauer sind schlauer!» erscheinen. In ihrer freien Arbeit setzt sie sich vor allem mit Menschen in der Grossstadt auseinander.

10 Product Design Führende Produktdesignerinnen und -designer wollen und müssen heute zunehmend anspruchsvollere und komplexere Aufgabenstellungen bewältigen. Noch immer steht eine wirtschaftlich erfolgreiche ästhetische Produktdifferenzierung im Zentrum der Disziplin, doch die Bedingungen für eine verantwortungsvoll-professionelle gestalterische Praxis haben sich grundlegend geändert. So gilt es heute insbesondere, Aspekte der Nachhaltigkeit über den gesamten Produktlebenszyklus mitzudenken und angemessen zu berücksichtigen. Crowd Sourcing, Nutzerbeteiligung, Produkt- Interaktion und Social Design sind weitere Positionen, die thematisiert werden. Die Studierenden entwickeln im Verlaufe des Studiums ihre Projekte (individuell oder im Team) und erfassen sie in ihrer gesamten Komplexität. Gezielte professionelle Inputs und das Arbeiten in einer lebendigen Atmosphäre mit individuellem Coaching und Projektbesprechungen in der Gruppe unterstützen diesen Prozess und fördern den Austausch unter den Studierenden. Sie entwickeln eine gestalterische Haltung, die sie nachhaltig befähigt, überzeugende Produktlösungen zu konzipieren und zu gestalten, aber auch gesellschaftliche Entwicklungen zu reflektieren und in ihre Arbeit einfliessen zu lassen. Eingangskompetenzen Abgeschlossenes Bachelor-Studium in den Bereichen Produkt bzw. Industrial Design Dozenten Product Design Stijn Ossevoort Christoph Zellweger

11 < Lea Tschudi (2012): «Stromer 3 eine Designstudie in Zusammenarbeit mit der mystromer AG». Das Elektrofahrrad spricht Personen an, die sich durch ein qualitativ hochwertiges Produkt, das durch sein eigenständiges und zeitloses Design zu überzeugen vermag, elegant von der Masse abheben möchten. Der schalenförmige Rahmenbau ermöglicht eine Herstellung in Europa mit recycelbaren Materialien. > Nadine Bucher (2012): «Estë Schlafen als Erlebnis». Durch einen Perspektivenwechsel Alltägliches neu wahrnehmen, Blätterrauschen, mit dem Blick zu den Sternen einschlafen und vom Vogelgezwitscher wieder geweckt werden. Estë das steht für Sinnesrausch, Träumen unter Bäumen, Abenteuer pur und die unmittelbare Nähe zur Natur. < Markus Cafadér (2011): «aid Medizintechnik im häuslichen Umfeld». Das Projekt beschäftigt sich mit der emotionalen Gestaltung von medizintechnischen Geräten, welche von chronisch erkrankten Patienten zu Hause täglich benutzt werden, um Vitalfunktionen zu messen und zu überprüfen. Seit seinem Abschluss ist Markus Cafadér als Designer bei der Erdmann Design AG, Brugg, tätig.

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13 Service Design Service Design ist eine wachsende Disziplin, die sich in den letzten zehn Jahren als Reaktion auf die steigende Komplexität der Welt sowie der Verlagerung von der Industrie- hin zur Dienstleistungsund Informationsgesellschaft entwickelt hat. Da es sich bei Services um sehr komplexe Systeme handelt, müssen Service Designerinnen und Designer sowohl ganzheitlich (breit) als auch detailliert (tief) arbeiten. Sie benötigen daher ein umfangreiches Repertoire an Werkzeugen. Die Studierenden entwickeln unter anderem mittels ethnografischer Methoden, Co-Design, Customer Journeys, Blueprinting und Experience Prototyping ein Verständnis für die individuellen Ansprüche der Menschen sowie die Fähigkeit, neue Bedürfnisse aufzudecken. Die Konzeption und Gestaltung der einzelnen Service-Elemente, sogenannter Touchpoints wie z. B. digitale Interfaces, Produkte, Umgebungen, Prozesse und menschliche Interaktionen sind zentral, um den Nutzerinnen und Nutzern eine möglichst positive, kohärente und nachhaltige Erfahrung zu ermöglichen. Eingangskompetenzen Abgeschlossenes Bachelor-Studium im Bereich Design (Produktdesign, Interaction, Design Management, Experience Design, User-Interface- Design usw.) oder in einem anderen geeigneten Bereich (z. B. Marketing, Psychologie oder Soziologie) Dozent Service Design Dr. Andrew Polaine

14 < Patricia Hegglin (work in progress): «Thinkdesigninschool». Das Projekt vermittelt Methoden und Prozesse aus dem Designbereich und bringt diese in einen neuen Kontext: Schülerinnen und Schüler in Primarschulen lernen unterschiedliche Lösungsstrategien kennen und anwenden, wodurch das vernetze und kritische Denken angeregt wird. Der Service besteht aus einer Methodentoolbox, einem Workshop sowie unterstützenden Beratungsangeboten und befähigt die Lehrpersonen, ihren Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen mehr Verantwortung für den eigenen, kreativen Lernprozess. > Damian Fankhauser (2012) «kidsgoods.ch». kidsgoods ist ein Unternehmenskonzept, das ein selektives Produktsortiment und innovative Services für Familien im eigenen für Mobile und Tablett Computer optimierten Web-Store anbietet. Das Geschäftsmodell kombiniert Ressourceneffizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit Produktdesign, welches sowohl Eltern als auch Kinder anspricht. Nach seinem Abschluss arbeitet Damian Fankhauser seit Juni 2012 als Consultant Human Centered Design bei der Swisscom und berät dort Manager und Projektteams, die neue Produkte und Dienstleistungen für KMU entwickeln.

15 Short Motion Durch neue Medienformate und immer vielfältigere Anwendungsmöglichkeiten gewinnen bewegte Bilder in hohem Masse an Bedeutung. Traditionelle Disziplinen wie Fotografie, Film, Grafik und Illustration verschmelzen zu einem dynamischen Gestaltungsraum, der sowohl für angewandte Bereiche als auch für künstlerische Arbeiten interessante Perspektiven eröffnet. Die Spezialisierung Short Motion greift diese Entwicklung auf. Die Studierenden lernen die Techniken der Film- und Tonaufnahme sowie deren Verarbeitung in der Postproduktion kennen. Durch das lustvolle Experimentieren mit den gestalterischen Mitteln werden die Möglichkeiten des visuellen Erzählens in kurzen Bewegtbild-Formaten ausgelotet. Die Studierenden entwickeln im Verlauf des Studiums individuell oder im Team eigenständige Projekte, welche sich auf das jeweilige persönliche Berufsziel beziehen und dadurch sehr unterschiedlich ausgerichtet sein können. Möglichkeiten sind: Kurzfilme, Animationen, Videoarbeiten, Arbeiten im Bereich Bewegte Typografie, Kurzdok-Serien, Digital Comics, Musikvideos, Smartphone-Applikationen, (Architekur-) Visualisierungen, Beiträge für Ausstellungen, Kunstinstallationen, Interview-Reihen für Internetauftritte etc. Eingangskompetenzen Abgeschlossenes Bachelor-Studium in einem gestalterischen Studiengang, z. B. Video, Graphic Design, Illustration, Animation, Fotografie, neue Medien, Kunst oder Architektur Dozent Short Motion Robert Müller

16 < Pascal Beck (2010): «Identifiktion». Die Kommunikation mit dem Gesicht läuft zunehmend über externe, interaktive Systeme. Dabei wird das Gesicht technisch erfasst. Pascal Beck wirft in seiner schriftlichen Arbeit die These auf, dass die Bewegung im Gesicht bei der Erfassung und Analyse in Zukunft miteinbezogen wird. Dabei werden grosse Datensätze generiert, riesige Gesichtersammlungen. In der praktischen Masterarbeit nehmen einfache Gegenstände den Platz des Gesichts ein, verfremden es und lösen es zuerst auf, um dann selbst ihr eigenes kurzes Dasein als Gesicht zu führen. > Amadeus Waltenspühl (2010): «Comics morgen». In dem Projekt wurden die Möglichkeiten untersucht, das Printmedium Comic in eine zeitgenössische digitale Form zu transferieren. Amadeus Waltenspühl arbeitet seit seinem Master-Abschluss 2010 als selbstständig erwerbender Illustrator, Animator, Graphic Designer, Künstler und VJ in Luzern und doziert an der Fachklasse Grafik/BMS. < Stephanie Eberle-Senn (2011): «Dickicht». Die dreiteilige Videoinstallation «Dickicht» kann als eine Art Malerei mit Video bezeichnet werden. Dabei fällt das Fehlen einer handelnden Figur im Bild auf, was für eine filmische Arbeit eher aussergewöhnlich ist. Findet sich der Betrachter schlussendlich selber im Bild, da er durch seinen Blick und die Bewegung der Bildsprache hineingezogen wird?

17 Textiles Die Spezialisierung Textiles thematisiert und umfasst die Gestaltung von Oberflächen, Bekleidungs- und Wohntextilien, das freie künstlerische Arbeiten, den Entwurf von Accessoires und Modeprodukten, die Konzeption von Kollektionen, verarbeitungstechnische Untersuchungen, bis hin zur Entwicklung von innovativen, funktionellen Materialien, wie zum Beispiel Smart Textiles. Die Studierenden definieren in Form von selbstgestellten Projekten ihren jeweiligen Schwerpunkt, um ihre individuellen Kompetenzen im Textilbereich gezielt zu erweitern und gestalterische Visionen zu realisieren. Sie konzipieren und entwickeln komplexe Themenstellungen und setzen diese mit analogen und digitalen Herstellungstechniken um. Je nachdem, wie die individuellen Projekte gewählt werden, positionieren sich Absolventinnen und Absolventen für eine professionelle Tätigkeit in der textilen Designbranche, sei diese künstlerisch, kommerziell oder aber forschungsgetrieben. Eingangskompetenzen Abgeschlossenes Bachelor-Studium in den Bereichen Textil und/oder Mode Dozentinnen Textiles Brigitt Egloff Isabel Rosa Müggler

18 < Jasmin Schneider (2012): «Fold it». Jasmin Schneiders Vision ist es, Kopfbedeckungen zu kreieren, die vielseitig sind: In Form und Farbe wandelbar. In ihrem Projekt «Fold it» entwickelte sie ein innovatives Textil, das einen neuen, spielerischen Umgang von Innen und Aussen mit seinen jeweiligen Materialitäten, sowie neue Arten der Formbildung ermöglicht. Mit ihrer Arbeit gewann sie den zeugindesign-preis > Josefina Eliggi (work in progress): «Anna & Juan Nachhaltige Färberei und textile Prozesse». Das Projekt untersucht pflanzliche Färbungen, alte Handwerkskunst und deren heutige Möglichkeiten und Anwendungen unter nachhaltigen Gesichtspunkten. Anna & Juan versteht sich als Plattform, die Wissen austauscht (Pflanzenfärber- und Strick-Workshops), aber auch gebrauchsfertige Materialien anbietet. Das Ziel ist, Bewusstsein zu schaffen und ein Netzwerk zu bilden: Interessierte sind angesprochen, eine aktive Rolle einzunehmen, um nachhaltige textile Prozesse zu fördern. > Tina Tomovic (work in progress): «Mitmachsel Das partizipative Souvenir». Ausgehend von der Annahme, dass partizipative Teilhabe zwischen Nutzer und dem Souvenir zu langlebigen Erinnerungen an das besuchte Ereignis führt, gestaltet Tina Tomovic Souvenirs, die dem Nutzer eine aktive Rolle oder Aufgabe zusprechen. Das Mitbringsel wird zum Mitmachsel. Dabei ist der humoristische Charakter der Objekte von zentraler Bedeutung. Ein Beispiel sind die «naked animals» für den Pop-Up-Store der Stricker und Wollfärber Anna & Juan.

19 Das Studium Der Master-Studiengang in Design ist ein konsekutiver Vollzeitstudiengang mit einer Regelstudienzeit von drei Semestern und ist mit 90 ECTS- Credits dotiert. Die Studierenden schliessen ihr Studium mit dem international anerkannten Hochschulgrad des Master of Arts in Design ab. Projektmodul Die Ausarbeitung und Konkretisierung einer Projektskizze von der Recherche und Analyse über die Konzeption und Entwicklung bis zur gestalterischen Umsetzung des Projekts sowie die Einbettung in wirtschaftliche Zusammenhänge, bilden in Form des Projektmoduls den Schwerpunkt des Studiums. Die Kooperation mit Unternehmen bzw. Forschungseinrichtungen ist dabei erwünscht. Ein Team von erfahrenen Dozierenden aus den einzelnen Spezialisierungen begleitet und berät die Studierenden in ihren Projekten. Transfermodul In diesem Modul wird designbezogenes Kontextwissen in den Bereichen Wirtschaft, Theorie und Designforschung vermittelt. Dabei erweitern die Studierenden ihre Kenntnisse wissenschaftlicher Methoden und theoretischer Denkansätze und wenden diese zur gezielten Recherche und Beforschung ihres individuellen Themengebietes an. Sie vertiefen ihre Schreibkompetenzen und pflegen den Diskurs. Nach der Vermittlung betriebswirtschaftlicher Grundlagen werden die Studierenden ausserdem darin unterstützt, einen projektbezogenen Businessplan zu erstellen. Fachmodul In diesem Modul werden designspezifische Lehrangebote in Form von Seminaren und Workshops angeboten. Gastvorträge und Exkursionen ergänzen das Angebot. FAQ Frequently Asked Questions Welche formalen Bedingungen muss ich erfüllen, um zum Studium zugelassen zu werden? Sie müssen über einen BA- bzw. Diplom- oder einen äquivalenten Abschluss in Design oder in einer verwandten Studienrichtung verfügen und das Aufnahmeverfahren erfolgreich bestehen. Zu den äquivalenten Abschlüssen gehören insbesondere diejenigen ausländischer Hochschulen, die nicht auf das Bolognasystem ausgerichtet sind. Was tun, wenn ich zum Bewerbungstermin noch an der BA-Abschlussarbeit bin? Geben Sie bitte an, wann Ihr Studium voraussichtlich abgeschlossen sein wird und legen eine aktuelle Abschrift der bisherigen Studienleistungen (Transcript of Records) bei. Wenn Sie das Eignungsverfahren erfolgreich bestehen, werden Sie provisorisch zum Master-Studium zugelassen. Sobald Sie den BA-Titel erworben haben, ist die definitive Zulassung eine Formsache. Kann ich ohne BA-Abschluss ins Master- Studium eintreten? In Ausnahmefällen kann durch das Vorweisen einer ausgewiesenen, exzellenten gestalterisch-künstlerischen Praxis eine Aufnahme «sur dossier» bewilligt werden. Bitte kontaktieren Sie für weitere Informationen die Studiengangsleitung. Kann ich während des Studiums einer Erwerbstätigkeit nachgehen? Das Master-Studium ist ein Vollzeitstudium mit einem Workload von 900 Arbeitsstunden pro Semester. Das Curriculum sieht nach Möglichkeit einen vorlesungsfreien Tag pro Woche vor. Die Studienleistung muss aber dementsprechend am Wochenende nachgeholt werden. Eine Erwerbstätigkeit während des Master-Studiums setzt ein sehr gutes Zeitmanagement, eine gute Selbstorganisation sowie eine hohe Belastbarkeit voraus.

20 Kann ich den Master of Arts in Design als Teilzeitstudium absolvieren? In Ausnahmefällen kann das Studium auf Antrag in Teilzeit absolviert werden. Bitte kontaktieren Sie für weitere Informationen die Studiengangsleitung. Das Curriculum die Module 1. Semester Transfermodul 9 ECTS 2. Semester Transfermodul 9 ECTS 3. Semester Schriftliche Thesis 9 ECTS Welche Sprachkenntnisse sind notwendig? Sie benötigen gute Deutsch- und Englischkenntnisse. Der Unterricht findet vorwiegend in Deutsch statt, einzelne Kurse werden in Englisch angeboten. Schriftliches Unterrichtsmaterial kann sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache vorliegen. Daher benötigen Sie in beiden Sprachen gute Kenntnisse in Wort und Schrift. Es ist Ihnen freigestellt, ob Sie Ihre schriftlichen Arbeiten vorzugsweise in Deutsch oder Englisch verfassen, auch können Sie sich in der Regel in der Sprache Ihrer Wahl am Unterricht beteiligen. Was gehört in das Portfolio? Das Portfolio soll der Prüfungskommission einen Überblick über Ihr gestalterisches Profil, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten sowie Ihre Interessensschwerpunkte vermitteln. Das heisst, in das Portfolio gehören Arbeiten, die einerseits Ihre persönlichen Präferenzen, anderseits die Breite Ihrer Arbeit und Ihren Arbeitsprozess dokumentieren (Arbeiten aus dem BA-Studium, Auftrags- und Autorenarbeiten, Skizzenbücher oder Auszüge davon etc.). Kann ich jetzt schon zugelassen werden und mein Studium erst im nächsten Studienjahr aufnehmen? Nein. Ein Studienplatzangebot ist jeweils für ein Hochschuljahr gültig mit Studienbeginn im September. Projektmodul 18 ECTS Fachmodul, 3 ECTS 30 ECTS Die Kurse im Überblick Transfermodul Design und Business (Wahl von 2 Kursen): Brand Development Existenzgründung und Recht Design Management Akquise Förderinstrumente Film Project Management Coaching (Wahl): Businessplan Konzept Selbstmarketing & Akquise Dossier Filmförderung Empirische Methoden: Beschreiben, Beobachten, Befragen Theorie: Semiotik Bildtheorie Ästhetik Design- theorie Medientheorie Gesellschaftstheorie Ethik Social Design Designforschung Schreibwerkstatt MA-Thesis Kolloquium Auftrittskompetenz Gastreferate aus der Praxis Fachmodul (Wahl von 6 Kursen) Stoffentwicklung A und B Nachhaltigkeit Service Innovation Dramaturgie im Werbefilm Dramaturgie im Comic Dramaturgie und Sprache Transmedia Storytelling Materialität Produktsprache Bewegte Typografie auf Screens Bewegte Typografie im Film Bild- kompetenz Layout Projektmodul 18 ECTS Fachmodul, 3 ECTS 30 ECTS Praktische Thesis 21 ECTS 30 ECTS

21 Studios Allen Master-Studierenden steht ein eigener Arbeitsplatz in hellen, grosszügigen Atelierräumen zur Verfügung rund um die Uhr. Die Studierenden benötigen einen Mac-Laptop. Den technischen Support und alle notwendigen Programme stellt die Hochschule Luzern zur Verfügung. Forschung Forschung und Entwicklung ist für die Hochschule Luzern Design & Kunst zu einem zentralen Tätigkeitsfeld geworden. Ziel ist die Erarbeitung von neuem oder neu kombiniertem Wissen in Kunst und Design, welches in der Praxis von Nutzen ist. Die Forschungsschwerpunkte spiegeln die besonderen Kompetenzen der Hochschule Luzern Design & Kunst wider und werden in folgenden Competence Centers (CC) bearbeitet: Kunst & Öffentlichkeit Künstlerische Materialforschung Visual Narrative Design & Management Explanation & Services Products & Textiles Der Master of Arts in Design ist eng mit der Forschung verbunden. Die meisten Dozierenden in den Spezialisierungen arbeiten zugleich auch in den CCs, was einen reibungslosen Wissensaustausch von einem Bereich in den anderen ermöglicht und den Studierenden und ihren Projekten zugute kommt. Werkstätten und Support Die Einrichtungen und Werkstätten der Hochschule Luzern Design & Kunst stehen nach einer Einführung allen Studierenden offen: Druckwerkstatt Textil: Inkjet, Siebdruck, Färben Textilwerkstatt: Weben, Stricken, Sticken Modellierwerkstatt, Metallwerkstatt, Holzwerkstatt 3D-Werkstatt: Kunststoff/Formenbau Raum für Farben Lithografie, Siebdruck, Hoch- und Tiefdruck Fotowerkstatt Eye-Tracking, Video, Schnittplätze und Aufnahmestudio, Soundwerkstatt/Tonstudio Computerräume Fachbibliothek Kosten Die Studiengebühren betragen CHF 800. /Semester. Es fallen weitere Gebühren an. Eine Aufstellung der zu erwartenden Kosten kann über das Sekretariat bezogen werden. Aufnahmeverfahren Für den Master-Studiengang in Design wird ein abgeschlossenes Bachelor- oder Fachhochschulstudium vorausgesetzt. In Ausnahmefällen ist für Interessierte mit gleichwertiger Ausbildung und Berufserfahrung eine Aufnahme «sur dossier» möglich. Interessierte Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich mit dem Anmeldeformular der Hochschule Luzern (http://webanmeldung.hslu.ch), und legen ihre Zeugnisse, einen CV, ein Motivationsschreiben und falls vorhanden ihre Projektskizze bei. Darüber hinaus erwarten wir ein Portfolio, in dem die bisherige künstlerisch-gestalterische Arbeit dokumentiert ist. Nach der Prüfung der Anmeldeunterlagen durch die Aufnahmekommission werden geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Gespräch eingeladen. Dabei erhalten sie eine Aufgabenstellung, für die ein Bearbeitungszeitraum von 30 Minuten zur Verfügung steht. Grundlage für die Auswahl sind die Bewerbungsunterlagen und die Ergebnisse aus den persönlichen Gesprächen mit der Aufnahmekommission. Termine Bewerbungsschluss ist Anfang April, der genaue Termin kann unserer Website entnommen werden. Sofern freie Studienplätze vorhanden sind, werden auch noch nach dem Anmeldeschluss Bewerbungen akzeptiert. Das Studium beginnt im September.

22 Leitung Prof. Nina Gellersen Sekretariat Helen Dahinden T direkt Postanschrift Hochschule Luzern Design & Kunst Master of Arts in Design Sentimatt 1/Dammstrasse 6003 Luzern, Switzerland Standort Hochschule Luzern Design & Kunst Master of Arts in Design Baselstrasse 61b 6003 Luzern, Switzerland Websites Bildnachweis «Fold it», Foto: Esther Mathis Heftmitte: Robert Müller Wir danken den Studierenden und Alumni für die Veröffentlichung ihrer Arbeiten. Copyright 2013, Hochschule Luzern Design & Kunst

23 Die Hochschule Luzern Die Hochschule Luzern besteht aus den fünf Departementen Technik & Architektur, Wirtschaft, Soziale Arbeit, Design & Kunst und Musik. Sie kombiniert die persönliche Lernatmosphäre einer übersichtlichen Hochschule mit den Vorzügen einer vielfältigen Institution. In und um Luzern, eingebettet in die einmalige Landschaft am Vierwaldstättersee, finden sich zahlreiche attraktive Angebote für Natur-, Sport- und Kulturbegeisterte. Die Hochschule Luzern Design & Kunst ist die älteste Kunst- und Gestaltungsschule der Schweiz. Die rund 570 Bachelor- und Master-Studierenden profitieren vom grossen Praxisbezug, der anwendungsorientierten Forschung, verschiedenen hauseigenen Werkstätten sowie einer guten nationalen und internationalen Vernetzung.

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