Neues Rekordergebnis der Valiant Holding

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1 Neues Rekordergebnis der Valiant Holding Der Präsident des Verwaltungsrats, Prof. Dr. Roland von Büren, konnte zum 9. Mal in Folge ein Rekordergebnis präsentieren, seit die Valiant Holding 1997 gegründet wurde: Der Konzerngewinn von CHF 122,9 Mio. übertrifft das Vorjahresresultat um 10,5%. Der Generalversammlung vom 19. Mai 2006 wird deshalb erneut eine Erhöhung der Ausschüttung, und zwar um 13,6% auf CHF 2.50 pro Namenaktie, vorgeschlagen. Anstatt als Dividende soll der Betrag den Aktionärinnen und Aktionären wiederum als Nennwertrückzahlung ausbezahlt werden. Die besten Resultate ihrer Geschichte erzielten auch die beiden Tochterbanken. Die Valiant Bank hat bereits im ersten Jahr nach der Fusion mit der IRB Interregio Bank und der Luzerner Regiobank das konsolidierte Ergebnis der drei Vorgängerbanken im 2004 übertroffen, und die Valiant Privatbank AG war in den acht Jahren ihres Bestehens noch nie so erfolgreich wie Erfolgreiche Fusion Die Fusion der IRB Interregio Bank und der Luzerner Regiobank mit der Valiant Bank per 1. Januar 2005 verlief problemlos. Die wesentlichen organisatorischen Massnahmen wie Straffung und Harmonisierung des Produktesortiments Standardisierung der Arbeitsabläufe Zentralisierung der unterstützenden Funktionen und Tätigkeiten waren bereits im Vorfeld weitgehend vollzogen worden, so dass sich die neue Valiant Bank vom ersten Tag an auf ihre Kunden konzentrieren konnte. Hoher Bekanntheitsgrad Die Wahrnehmung und die Akzeptanz des einheitlichen Marktauftritts waren in den Kantonen Aargau und Luzern von Beginn an ausserordentlich gut. Schon nach kurzer Zeit erreichte der gestützte Bekanntheitsgrad der Valiant in diesen Regionen, nicht zuletzt dank geeigneter Marketingmassnahmen und dem vorbildlichen Einsatz der Mitarbeiter, praktisch dieselbe Höhe wie im bisherigen Tätigkeitsgebiet in den Kantonen Bern und Freiburg: Bei der sechs Monate nach der Fusion durchgeführten Marktforschung beantworteten bereits über 80% die Frage: Kennen Sie die Valiant Bank vom Namen her? mit Ja ; dies kommt beinahe einer Verdoppelung gegenüber Oktober 2004 gleich! Zudem bezeichneten 12% der Befragten die Valiant Bank als ihre Hauptbank. Auch bei der ungestützten Bekanntheit schnitt die Valiant sehr gut ab. Auf die Frage: Welche Banken kennen Sie, wenn auch nur vom Namen her? wurde der Name Valiant am Vierthäufigsten genannt! Nur die beiden Grossbanken und Raiffeisen erzielten noch höhere Werte. Seite 1

2 Konzentration auf das Wesentliche Die stetig steigenden Erwartungen der Kunden können nur mit den besten Produkten und dem besten Service zu einem möglichst niedrigen Preis erfüllt werden. Diese Erkenntnis hat die Valiant Führung bewogen, die Valiant Bank zu einer reinen Verkaufs oder Vertriebsbank umzubauen und von den übrigen Funktionen zu entlasten. Dank der Reduktion der Fertigungstiefe kann sich die Valiant Bank in Zukunft auf die Bedienung und Beratung sowie den Verkauf von Produkten konzentrieren und damit ihre traditionellen Stärken Kundennähe und Kundenkenntnis sowie die starke regionale Verankerung noch intensiver ausspielen, getreu dem Motto Nähe, die Sie weiter bringt. Die gesamten Verarbeitungs und Logistikbereiche werden an spezialisierte Unternehmen ausgelagert, an denen die Valiant beteiligt ist. Zu diesem Zweck wird die RBA Service, Gümligen, gegenwärtig von einem Rechenzentrum zu einer marktorientierten Produktionsgesellschaft umstrukturiert. Die Aufgabe des Rechenzentrums wird vollständig durch die RTC Real Time Center AG, Bern, wahrgenommen, welche diese Funktion nicht nur für eine Reihe von Kantonal und anderen Banken, sondern bereits heute auch für die RBA Banken erfüllt. Die Umsetzung des Modells erfolgt schrittweise und wird auf Anfang 2007 abgeschlossen sein. Dank der erheblichen Kostenvorteile, welche die neue Plattform bietet, wird das Auslagern der rückwärtigen Bereiche zweifellos auch für andere Institute, innerhalb und ausserhalb der RBA, zu einer attraktiven Option werden. Praktisch dasselbe Outsourcing Konzept ist bei der Valiant Privatbank AG bereits umgesetzt. Diese kümmert sich um die Betreuung und Beratung ihrer Kunden, die nachgelagerten Funktionen werden durch die Genfer Privatbank Lombard Odier Darier Hentsch & Cie wahrgenommen. Neue Geschäftsfelder Die gemeinsam mit der Zürcher, der Graubündner, der Schwyzer und der Thurgauer Kantonalbank aufgebaute Konsumfinanzierungsbank cashgate AG hat ihre operative Tätigkeit im vergangenen Frühjahr aufgenommen und bereits ihr erstes Geschäftsjahr im Rahmen der Zielvorgaben abgeschlossen. Dieses Joint Venture ermöglicht es der Valiant, ihre Produktepalette optimal zu ergänzen und dem verbreiteten Bedürfnis der Kundschaft nach Privatkrediten und Autoleasing zu entsprechen. Im Bereich Autoleasing ist die Valiant Gruppe im Gebiet des Espace Mittelland weiterhin mit ihrer Tochtergesellschaft Revi Leasing & Finanz AG, Langenthal, tätig. Ebenfalls einem Bedürfnis vieler Kunden entsprechend, bietet die Valiant Bank neu als eine der ersten Banken in der Schweiz das Produkt HypoProtect an. Es ist dies eine Wohnbaufinanzierung, bei welcher die Risiken Erwerbsunfähigkeit und Arbeitslosigkeit durch Versicherungsschutz abgedeckt sind. Steigerung der Beratungsqualität Zur Kundennähe gehört nicht nur die Bedürfniserfassung, sondern auch die möglichst gute Beratung und Dokumentierung der Kunden. Die Valiant ist auch auf dieser Ebene aktiv. Sie hat unter der Projektbezeichnung Kenne deine Kunden KdK ein eigenes Kunden Informations System entwickelt, in dessen Zentrum die konsequente Verkaufsausrichtung der Bank steht. Das System ermöglicht nicht nur dem jeweils zuständigen Berater, sondern auch allen anderen Frontmitarbeitern, sich mit einem Blick ins Bild zu setzen über Seite 2

3 die Beziehung zum betreffenden Kunden, das Ergebnis der letzten Kontakte mit ihm, sämtliche Pendenzen und Fälligkeiten sowie die Möglichkeiten zum Ausbau der Kundenbeziehung. Ebenfalls in Richtung professionelle, bedürfnisgerechte Beratung und Betreuung zielt ein neu eingeführtes EDV Programm zur Verkaufsunterstützung im Bereich Hypotheken. Damit kann Interessenten aufgrund ihrer Angaben noch während des Kundengesprächs ein schriftlicher Vorschlag für die Finanzierung ihrer Wohnliegenschaft unterbreitet werden. Erfreuliches Finanzgeschäft Die positive Entwicklung an den Märkten begünstigte auch das Kommissions und den Handelsgeschäft. Mit zum Erfolg beigetragen haben wiederum die innovativen strukturierten Anlageprodukte. Mit Blick in die Zukunft sind zwei Massnahmen interessant: 1. Die Valiant Privatbank AG führt im Rahmen einer Zusammenarbeit die Vermögensverwaltungsmandate für die Kundinnen und Kunden der Clientis Banque Jura Laufon, Delémont. Diese kann dadurch den wachsenden Ansprüchen ihrer Kunden besser entsprechen und ihr Marktpotential gezielter ausschöpfen. Die Valiant Verantwortlichen erwarten, dass sich der Trend zu solchen Kooperationen weiter beschleunigen wird. Sie sind darauf vorbereitet. 2. Im ausserbörslichen Aktienhandel konnte die Valiant Bank ihre Stellung dank der mit der Berner Kantonalbank eingegangenen Kooperation konsolidieren. Die Abwicklung sämtlicher Kaufs und Verkaufsgeschäfte beider Banken über eine gemeinsame elektronische Plattform führt im Handel mit nichtkotierten Aktien zu einer Verbesserung, wodurch die Attraktivität von Investments in solche Titel erhalten werden kann. Bestätigung des guten Ratings Ein gutes Rating bildet bekanntlich die Voraussetzung für eine günstige Refinanzierung. Dies zeigte sich sehr deutlich, als die Valiant Bank Ende September 2005 eine CHF 200 Mio. Anleihe emittierte; diese konnte innerhalb kürzester Zeit zu überaus attraktiven Bedingungen platziert werden. Das gute Rating der Valiant Bank wurde durch die Ratingagentur Moody s im Sommer 2005 ein weiteres Mal bestätigt: Langfristige Verbindlichkeiten ( deposit rating ) A1 Kurzfristige Verbindlichkeiten P1 (höchste Einstufung) Finanzkraft B Ausblick stabil Stetiger Kursanstieg der Valiant Aktie Der Kurs der Valiant Aktie legte im 2005 um 13,75% zu und setzte damit den seit der Gründung der Valiant Holding im Jahre 1997 anhaltenden Trend ungebrochen fort. Der Markt honoriert damit offensichtlich die stabile Entwicklung des Unternehmens mit jährlichem Eigenkapital und Gewinnwachstum. Seite 3

4 Ausblick Die Refinanzierung, den Druck auf die Margen sowie die steigenden Kosten und Investitionen bezeichnete Präsident von Büren mittelfristig als die grössten Herausforderungen für die Bankenwelt. Dank ihrer Grösse und ihrem guten Rating verfüge die Valiant am Geld und Kapitalmarkt über einen hohen Bekanntheitsgrad und einen guten Ruf. Dies ermögliche ihr eine günstige Refinanzierung und stärke ihre Konkurrenzfähigkeit als Kreditgeber. Zudem seien die Kosten und die Risiken unter Kontrolle. Dies seien die besten Voraussetzungen, damit sich die Valiant Bank auf ihre Stärken konzentrieren könne. Geschäftsergebnis 2005 Der Konzergewinn von CHF 122,9 Mio. liegt um CHF 11,7 Mio. oder 10,5% über dem Vorjahresergebnis. Die Kapitalrendite (Return on equity) beläuft sich auf 9,0% und übertrifft die strategische Zielsetzung, wonach dieser Wert die Rendite für risikoarmes Kapital um mindestens 4% übersteigen soll, deutlich. Das operative Geschäft hat sich als Gesamtes positiv entwickelt. So erfuhr der Bruttoerfolg eine Steigerung um CHF 10,1 Mio., während der Geschäftsaufwand praktisch auf Vorjahresniveau gehalten werden konnte. Noch einmal deutlich abgenommen hat der Wertberichtigungsbedarf. Zinsengeschäft Trotz hartem Konkurrenzkampf und konsequentem Festhalten an der risikobewussten Kreditpolitik konnte der Erfolg aus dem Zinsengeschäft mit CHF 290,4 Mio. praktisch auf Vorjahreshöhe gehalten werden. Die stichtagsbezogene Zinsmarge betrug per 31. Dezember ,69% und liegt sogar 1 Basispunkt höher als per 31. Dezember Der Grund liegt darin, dass auslaufende Refinanzierungsgelder zu deutlich tieferen Konditionen erneuert werden konnten. Die Non performing assets (ertragslose Aktiven) betrugen per Ende 2005 nur noch CHF 107,2 Mio. oder 0,74% der Ausleihungen, gegenüber CHF 153,6 Mio. oder 1,05% im Vorjahr, was einen ausgezeichneten Wert darstellt. Sie sind zu 100% wertberichtigt. Kommissions und Dienstleistungsgeschäft Der Erfolg aus dem Kommissions und Dienstleistungsgeschäft konnte von CHF 63,5 Mio. um CHF 4,2 Mio. oder 6,6% auf CHF 67,7 Mio. gesteigert werden. Während der Kommissionsertrag aus dem Kreditgeschäft und der Kommissionsertrag aus dem übrigen Dienstleistungsgeschäft stagnierten, konnte derjenige aus dem Wertschriftenund Anlagegeschäft um 10,6% erhöht werden. Die betreuten Kundenvermögen erreichten per Ende 2005 den Stand von CHF 12,5 Mrd., gegenüber CHF 11,3 Mrd. im Vorjahr. Seite 4

5 Handelsgeschäft Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg um CHF 2,1 Mio. oder 17,6% auf CHF 14,1 Mio. an. Davon stammte der grösste Teil aus dem Devisengeschäft. Die Handelsbestände wurden auf tiefem Niveau belassen. Erträge aus den übrigen Geschäften Der übrige ordentliche Erfolg hat gesamthaft um 3,6 Mio. auf CHF 9,6 Mio. zugenommen. Der Anstieg ist zum grössten Teil auf den höheren Erfolg aus der Veräusserung von Finanzanlagen zurückzuführen. Höherer Bruttoerfolg Der Bruttoerfolg konnte um CHF 10,1 Mio. oder 2,7% auf CHF 381,8 Mio. gesteigert werden. Kosten weiterhin im Griff Der Geschäftsaufwand konnte mit CHF 189,5 Mio. praktisch auf Vorjahreshöhe gehalten werden. Die Zunahme beläuft sich auf CHF 0,5 Mio. oder bescheidene 0,3%. Im Personalaufwand verminderte sich die Position Besoldungen für das Personal durch einen weiteren Abbau des Personalbestands von Mitarbeitern per Ende 2004 auf 960 Mitarbeiter per 31. Dezember 2005 als Folge der vollständigen Zusammenlegung der Retailbanken um CHF 1,7 Mio. Dieser Rückgang wurde vor allem durch deutlich höhere Aus und Weiterbildungskosten von CHF 1,3 Mio. wieder weitgehend kompensiert. Dies zeigt aber die Bedeutung, welchen die Valiant diesem wichtigen Aspekt zuordnet. Insgesamt ist der Personalaufwand um CHF 0,3 Mio. oder 0,2% angestiegen. Der Sachaufwand nahm ebenfalls nur minim um CHF 0,2 Mio. oder 0,3% zu. Infolge des höheren Bruttoerfolgs und des gehaltenen Geschäftsaufwands verbesserte sich die Cost / Income Ratio auf 49,6%, womit das Ziel, diese Kennzahl wieder unter die 50% Grenze zu drücken, erreicht wurde. Höherer Bruttogewinn Der Bruttogewinn hat gegenüber dem Vorjahr um CHF 9,6 Mio. oder 5,2% auf CHF 192,3 Mio. zugenommen. Abschreibungen und Wertberechtigungen Die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen haben infolge Vereinheitlichung des Geschäftsstellennetzes und den damit verbundenen und den damit verbundenen Investitionen sowie infolge von Abschreibungen auf bankeigenen Liegenschaften um CHF 4,5 Mio. oder 18,3 % auf CHF 28,7 Mio. zugenommen. Die Höhe der Abschreibungen wird sich in Zukunft wieder reduzieren. Seite 5

6 Deutlich reduziert hat sich dafür der Wertberechtigungsbedarf, und zwar um CHF 13,0 Mio. oder 49,5% auf 13,2 Mio., dies als Folge der Zurückhaltung beim Eingehen von Risiken. Die Wertberichtigungsquote beträgt nur noch 0,09% der Ausleihungen, dies bei der ursprünglichen Zielsetzung von unter 20 Basispunkten. Ausgezeichnetes operatives Ergebnis Das operative Ergebnis von CHF 150,4 Mio. übertrifft das Vorjahr um erfreuliche CHF 18,1 Mio. oder 13,7%. Ausserordentlicher Erfolg Der ausserordentliche Ertrag enthält die Jahrestranche der Auflösung des Badwill aus der Übernahme der IRB Interregio Bank in Höhe von CHF 6,3 Mio. Beim ausserordentlichen Aufwand handelt es sich um unbedeutende Positionen. Steuern Die Steuern erhöhten sich infolge des Gewinnanstiegs um CHF 5,1Mio. auf CHF 33,7 Mio. Sie sind nach betriebswirtschaftlichen Kriterien abgegrenzt. Bilanzsumme Die Bilanzsumme hat im Berichtsjahr geringfügig um CHF 52,0 Mio. oder 0,3% auf CHF 17,14 Mrd. abgenommen. Kundenausleihungen Die Ausleihungen an Kunden gingen gesamthaft um 0,8% auf CHF 14,6 Mrd. zurück. Während die Hypothekarforderungen nach wie vor das Kerngeschäft erfreulicherweise um CHF 155,3 Mio. zunahmen, reduzierten sich die Forderungen gegenüber Kunden infolge hoher Rückzahlungen durch öffentlich rechtliche Körperschaften um 277,2 Mio. Gesamthaft gesehen konnten die Ausleihungen an die eigentliche Stammkundschaft im Privat und Firmengeschäft trotz intensiven Wettbewerbs um 0,8% gesteigert werden. Der Anteil der Festhypotheken an den gesamten Hypotheken hat von 63% per Ende 2004 auf 72% per Ende 2005 weiter zugenommen. Kundengelder Die Kundengelder reduzierten sich um 0,4% auf CHF 12,3 Mrd. Der Rückgang ergab sich durch die Abnahme der Kassenobligationen aufgrund des für die Anleger wenig attraktiven Zinsniveaus. Der Deckungsgrad der Ausleihungen durch Kundengelder blieb praktisch unverändert auf sehr hohen 84%. Beilage: Bilanz und Erfolgsrechnung Luzern / Bern, 6. März 2006 Seite 6

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