Energieverbrauch erfolgreich steuern

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1 Energieverbrauch erfolgreich steuern Eine Studie zum Einsatz eines ganzheitlichen Energiemanagements in Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes

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3 Eine Studie zum Einsatz eines ganzheitlichen Energiemanagements in Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes Energieverbrauch erfolgreich steuern

4 Energieverbrauch erfolgreich steuern Herausgegeben von PricewaterhouseCoopers und Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship (SIIE) EBS Business School Von Dr. Ludger Mansfeld, Dr. Diane Robers, Alexia Spieler und Sebastian Holtze In Kooperation mit Prof. Dr. Peter Russo, Dr. Anna Quitt und Viktoria Kortüm Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigungen, Mikroverfilmung sowie die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Medien sind ohne Zustimmung des Verlags nicht gestattet. Die Ergebnisse der Studie sind zur Information unserer Mandanten bestimmt. Sie entsprechen dem Kenntnisstand der Autoren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Für die Lösung einschlägiger Probleme greifen Sie bitte auf die in der Publikation angegebenen Quellen zurück oder wenden sich an die genannten Ansprechpartner. Alle Meinungsbeiträge geben die Auffassung der Autoren wieder. März 2011 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten. PwC bezeichnet in diesem Dokument die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die eine Mitgliedsgesellschaft der PricewaterhouseCoopers International Limited (PwCIL) ist. Jede der Mitgliedsgesellschaften der PwCIL ist eine rechtlich selbstständige Gesellschaft.

5 Grußwort Grußwort Energieeffizienz ist ein zentraler Bestandteil der europäischen Energiepolitik. Bekanntlich trägt die Steigerung der Energieeffizienz wesentlich zur Erhöhung der Versorgungs sicherheit, zum Klimaschutz und zur Marktentwicklung von energieeffizienten Technologien und Produkten bei. Investitionen im Bereich Energieeffizienz sind Investitionen in Zukunftstechnologien, die nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung fördern. In Industrie und Gewerbe gibt es noch erhebliches ungenutztes Potenzial, Energie effizienter zu nutzen. Einsparungen lassen sich in fast allen Bereichen erzielen: sowohl in Produktion und Verwaltung als auch bei der Klimatisierung und Beleuchtung von Gebäuden. Die Ausschöpfung dieses Potenzials trägt jedoch nicht nur zur Verwirklichung der genannten energiepolitischen Ziele bei; sie liegt insbesondere auch im Interesse der Unternehmen. Erfolgreiche Bemühungen um mehr Energieeffizienz senken den Kostendruck, steigern die Wettbewerbsfähigkeit und können sich positiv auf das Bild eines Unternehmens in der Öffentlichkeit auswirken, denn der Energieverbrauch beeinflusst die CO 2-Bilanz. Unternehmen wissen jedoch oft nicht, wo Energie eingespart werden kann. Gleichzeitig bestehen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen finanzielle Hemmnisse, Investitionen zu tätigen, die zu Energieeinsparungen führen, obwohl langfristig Aussicht auf Kostensenkungen besteht. Ein betriebliches Energiemanagement kann dabei helfen, den Energieverbrauch und das wirtschaftliche Einsparpotenzial im Unternehmen zu ermitteln, um betriebliche Abläufe gezielt optimieren zu können. Das Angebot an Energiedienstleistungen weiter zu fördern und einen Markt zu schaffen, ist auch Ziel der EU-Richtlinie Energieeffizienz und Energiedienstleistungen. Weitere europäische und nationale Vorschriften machen eine Auseinandersetzung mit Energieeffizienz im eigenen Unternehmen notwendig; dies gilt sowohl für Gebäude als auch für Produkte und Verfahren. Insbesondere in stark exportorientierten Volkswirtschaften schafft frühzeitiges Handeln Vorsprung und damit Wettbewerbs vorteile. Vor diesem Hintergrund liefert die vorliegende Studie einen wertvollen Beitrag. Denn ganzheitliches Energiemanagement muss stärker in den Fokus eines jeden Unternehmens rücken. Günther Oettinger EU-Kommissar für Energie Energieverbrauch erfolgreich steuern 5

6 Vorwort Vorwort Ganzheitliches Energiemanagement gewinnt immer mehr Bedeutung für den Unternehmenserfolg Unternehmen aller Größen sind aufgrund der gestiegenen Energiepreise und des Wettbewerbs drucks gezwungen, auf ihren Energieverbrauch und ihre Energiekosten zu achten. Im Fokus steht einerseits die Kostenvermeidung und andererseits die Effizienz, mit der Energie eingesetzt wird. Um die Energiekosten nicht nur kontrollieren, sondern auch gezielt steuern zu können, ist die Einrichtung eines ganzheitlichen Energiemanagements (GEM) unerlässlich. Die effektive Ausgestaltung des GEM bietet die Möglichkeit, die eigene Wettbewerbsposition zu stärken und hat Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Die Energiekosten, zu denen neben dem Stromverbrauch auch der Öl- und Gasverbrauch zählen, werden laut fast allen aktuellen Prognosen in Zukunft steigen. Gründe dafür sind die Verknappung der Ressourcen und die zunehmende Nachfrage in den Emerging Markets, wie zum Beispiel China oder Indien. Es gilt, sich auf diese Situation einzustellen und die Bedingungen für das eigene Unternehmen zu optimieren. Dazu gehören die Analyse der momentanen Situation und die Berücksichtigung von Energiezielen in der Unternehmensstrategie. Auch schenkt die Öffentlichkeit dem ökologischen Management eines Unternehmens und der damit einhergehenden Nachhaltigkeit seiner Aktivitäten immer mehr Aufmerksamkeit. Nur diejenigen, die sich frühzeitig mit einer gut ausgestalteten Lösung für ein GEM positionieren, werden ein positives Image pflegen können. Die vorliegende Studie beleuchtet zum einen die allgemeine Stimmung der Unternehmen im Bezug auf Energiemanagement und gibt zum anderen Tipps anhand von Best-Practice-Beispielen und Darstellungen der Situation von Unternehmen auf verschiedenen Entwicklungsstufen von GEM. Die hier beschriebenen Beispiele für die Implementierung und den kontinuierlichen Ausbau des GEM liefern eine praxisgerechte Orientierungshilfe für Ihr Unternehmen. Manfred Wiegand Global Utilities Leader PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 6 PwC

7 Vorwort Vorwort Zukunftsorientierte Unternehmen sollten Energie mit Weitblick steuern Energie wird aufgrund knapper werdender Ressourcen zu einem immer wertvolleren Gut. Dieser Umstand hat steigende Energiepreise für alle Verbraucher zur Folge und verlangt nach erhöhter Energieeffizienz. Die Fähigkeit, Energie effizient zu nutzen, entwickelt sich vor allem im produzierenden Gewerbe zu einem entscheidenden Erfolgsund Wettbewerbsfaktor. Doch wie kann Energie im Unternehmen erfolgreich gesteuert werden? In der wissenschaftlichen Literatur befasst man sich mit Energiefragen bereits seit vielen Jahren. Ein Erfolg versprechendes Konzept für betriebliches Energiemanagement auch ganzheitliches Energiemanagement (GEM) genannt existiert trotz der Brisanz des Themas bisher nur in Ansätzen. Auch in der Praxis ist GEM nur vereinzelt in Form von Leitfäden präsent, obwohl unterschiedliche Studien die Notwendigkeit des energieeffizienten Wirtschaftens und die Relevanz eines betrieblichen Energiemanagements belegen. Viele Fragen zur Konzeption und Organisation von GEM bleiben bisher weitgehend unbeantwortet: Wer ist im Unternehmen für das Energiemanagement verantwortlich? Welche Bausteine sind für die GEM-Implementierung essenziell? Welche Faktoren tragen zum GEM-Erfolg bei? Zur Beantwortung dieser Fragen wurde eine zweistufige methodische Vorgehensweise gewählt. Im ersten Schritt haben wir eine quantitative Erhebung mit 165 verwertbaren Rückläufen aus 13 Branchen des produzierenden Gewerbes durchgeführt, um ein repräsentatives Meinungsbild zum Status quo des GEM zu generieren. In der zweiten Studienphase wurden drei semistrukturierte Interviews mit Umwelt- und Energieexperten aus repräsentativen Branchen geführt, um tiefer gehende Herausforderungen in der Unternehmenspraxis zu identifizieren. Hierauf baute die Entwicklung eines Basiskonzepts sowie von Handlungsempfehlungen auf, die Unternehmen bei der Einführung eines GEM initial Hilfestellung geben sollen. Ein besonderer Dank gilt dafür den Studienteilnehmern sowie unseren ausgewählten Fallstudienpartnern, die durch ihre Teilnahme und aktive Unterstützung unsere Forschung erst ermöglicht haben. Prof. Dr. Peter Russo EBS Business School Energieverbrauch erfolgreich steuern 7

8 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Grußwort... 5 Vorworte... 6 Abbildungsverzeichnis... 9 A Management Summary...11 B Ausgangssituation C Konzeption der Studie D GEM-Situation in Deutschland E Analyse der GEM-Bausteine Ergebnisse der schriftlichen Befragung Organisation und Prozess Energiestrategie Energieziele Umsetzung der Energieziele Energiecontrolling Energiekultur Ergebnisse aus drei Experteninterviews Das Maschinenbauunternehmen Beginner im Energiemanagement Der Automobilhersteller Performer im Energiemanagement Das Metall verarbeitende Unternehmen Professional im Energiemanagement F Best Practice: Ganzheitliches Energiemanagement ein Basiskonzept und Handlungsempfehlungen für die Praxis Glossar Ihre Ansprechpartner PwC

9 Abbildungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8 Abb. 9 Bezugsrahmen eines ganzheitlichen Energiemanagements...16 Vorgehensweise der empirischen Untersuchung...17 Themenblöcke des Fragebogens...18 Branchenverteilung der Stichprobe...19 Umsatz der Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr...19 Mitarbeiterzahl der Unternehmen...19 Absolute Energiekosten der Unternehmen...20 GEM-Relevanz für die Unternehmen...21 GEM-Organisationsebene nach Mitarbeiterzahl...22 Abb. 10 Status quo der GEM-Implementierung...22 Abb. 11 Energiekostenanteil an den Betriebskosten...23 Abb. 12 Energieverbraucher und Kostentransparenz...23 Abb. 13 Motive für die GEM-Einführung...24 Abb. 14 Hindernisse für die GEM-Einführung...25 Abb. 15 Organisationsgrad der GEM-Bausteine...28 Abb. 16 Verortung der GEM-Aktivitäten...29 Abb. 17 Einsatz von Energiemanagern...30 Abb. 18 Hierarchieebene des Energiemanagers...30 Abb. 19 Zeitaufwand des Energiemanagers...31 Abb. 20 Einsatz eines Energieteams...31 Abb. 21 Abteilungszugehörigkeit der Energieteammitglieder...32 Abb. 22 Ausgestaltung der Energiestrategie...33 Abb. 23 Ausgestaltung der Energieziele...34 Abb. 24 Ausgestaltung der Energiestrategieumsetzung...35 Abb. 25 Ausgestaltung des Energiecontrollings...37 Energieverbrauch erfolgreich steuern 9

10 Abbildungsverzeichnis Abb. 26 Die Rolle von Energiekultur und Kommunikation...39 Abb. 27 Übersicht über den GEM-Status-quo der Teilnehmer am qualitativen Teil der Studie...41 Abb. 28 GEM in der Fallstudie Beginner (Maschinenbauunternehmen)...46 Abb. 29 GEM in der Fallstudie Performer (Automobilhersteller)...52 Abb. 30 GEM in der Fallstudie Professional (Metall verarbeitendes Unternehmen)..59 Abb. 31 Ganzheitliches Energiemanagementkonzept...61 Abb. 32 Tipps von Unternehmen mit langjähriger GEM-Erfahrung PwC

11 Management Summary A Management Summary Im Zeitalter der Verknappung fossiler Brennstoffe und steigender Energiepreise gewinnt der bewusste und ressourcenschonende Umgang mit Energie für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Für die gezielte Steuerung von Energie benötigen die Unter nehmen ein systematisches betriebliches Energiemanagement im Folgenden auch ganzheitliches Energiemanagement (GEM) genannt. In den USA betreiben bereits einige Unternehmen Energiemanagement; ein Trend, der auch von der Politik gefördert wird. GEM ist in der EU vergleichsweise neu und findet bisher noch keine breite Anwendung. Das primäre Ziel von GEM sollte sein, den innerbetrieblichen Energieverbrauch transparent zu machen und somit die Möglichkeit zu bieten, diesen aktiv und bewusst sowohl in den Abteilungen als auch innerhalb der Prozessschritte zu steuern. Durch ein GEM können Schwachstellen sowie unvorhergesehene Veränderungen zeitnah erkannt und adäquate Maßnahmen ergriffen werden. Die indirekten Effekte (z. B. Umweltschutz, Ressourcenschonung, Imagegewinn) sollten dabei genauso wichtig sein wie die direkten Auswirkungen (z. B. Kosteneinsparungen). Ziel der vorliegenden Studie ist es, herauszufinden, in welchem Ausmaß GEM im verarbeitenden Gewerbe bereits umgesetzt wird, welche Motive die Unternehmen treiben und welche Lücken noch geschlossen werden müssen. Mithilfe der Ergebnisse sowie drei Tiefeninterviews mit Industrievertretern werden anschließend Bausteine eines Energiemanagements definiert und aus den erkannten Chancen und Herausforderungen werden zielgerichtete Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet. An der quantitativen Studie nahmen 165 Unternehmen aus 13 Branchen des verarbeitenden Gewerbes teil. Die Kernergebnisse des Fragebogens sind Folgende: Für 79 % der befragten Unternehmensvertreter ist GEM unternehmensintern ein zumindest teilweise relevantes Thema. 25 % denken, dass durch ein GEM noch wesentlich mehr Energie eingespart werden könnte. 54 % der Befragten haben bereits Ansätze eines ganzheitlichen Energiemanagements eingeführt. Hauptmotive dafür sind Kosteneinsparung sowie der Erhalt bzw. die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Haupthindernisse sind ressourcenbedingt, wie zum Beispiel der Mangel an Zeit und Personal. 70 % haben bereits den Posten eines Energiemanagers installiert bzw. planen, dies zu tun. Ein Energieteam wird bzw. soll nur in 29 % der Fälle eingesetzt werden. Bisher werden nur in wenigen Unternehmen alle GEM-Bausteine vollständig umgesetzt. Knapp über die Hälfte der Befragten formuliert eine kurzfristige Energiestrategie. Nur ein Drittel leitet konkrete Energieziele ab und setzt diese strukturiert um. Weniger als 50 % praktizieren Teile des Energiecontrollings und sogar weniger als 25 % haben Richtlinien für den korrekten Umgang mit Energie. Jedoch planen alle Unternehmen, sich in Zukunft in Bezug auf die einzelnen Schritte zu verbessern und besser zu positionieren. Energieverbrauch erfolgreich steuern 11

12 Management Summary Anhand dieser Ergebnisse sowie mithilfe der drei qualitativen Tiefeninterviews wurde ein Grobkonzept für GEM entwickelt und Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet. Die sechs im Vorfeld identifizierten und im Fragebogen abgefragten Bausteine konnten anhand der Studienergebnisse erweitert und präzisiert werden. Dabei handelt es sich neben weiteren erfolgskritischen Schritten, die im folgenden Bericht detailliert beschrieben werden um: Kultur und Kommunikation Organisation und Prozess Strategie Ziele Umsetzung Controlling 12 PwC

13 Ausgangssituation B Ausgangssituation Betriebliches Energiemanagement vom Vorreiter zur Notwendigkeit Energiemanagement ist längst nicht mehr nur ein Thema für energieintensive Industrien. Im Zeitalter kontinuierlich steigender Energiepreise rücken die Energiekosten mittlerweile auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) in den Fokus. Nicht zuletzt aufgrund der ehrgeizigen deutschen Klimaziele werden in der Politik die Themen Energieeffizienz, Energieeinsparung und Energieunabhängigkeit immer prominenter. Schließlich gilt laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi): Die beste Energie ist die, die nicht gebraucht wird! Für viele Unternehmen wird effiziente Energiesteuerung somit zunehmend zu einem Erfolgs- und Wettbewerbsfaktor. Bisher standen dabei vor allem technische Aspekte zur Steigerung der Energieeffizienz im Vordergrund der Forschung. Betriebswirtschaftliche Steuerungsaspekte sind noch relativ unerforscht. Auch die staatliche Förderung legt bis dato ihren Schwerpunkt auf die Einführung technischer Effizienzmaßnahmen, vor allem im Bereich der Produktionsprozesse. Eine ISO-Zertifizierung, zum Beispiel entsprechend ISO beim Umweltmanagement, die eine strategische, unternehmens weite Implementierung erfordert, konnte sich bisher nicht durchsetzen. Dabei betrifft Energieeffizienz bzw. -einsparung nicht nur die Produktion, sondern auch das grundlegende Energiemanagement. Definition von GEM Energiemanagement ist ein strategisches Instrument, das dazu beitragen soll, Maßnahmen der rationellen Energieverwendung so zu entwickeln und umzusetzen, damit Energiesysteme unter technischen und ökonomischen Gesichtspunkten bei gegebenem Komfort- bzw. Produktionsniveau effizient betrieben werden können. Prof. Dr. Dietmar Winje, Leiter Fachgebiet Energie- und Rohstoffwirtschaft, TU Berlin Ganzheitliches Energiemanagement sollte demnach ein Teil der Unternehmensstrategie sein und sich über alle Prozesse der betrieblichen Wertschöpfungskette erstrecken vom Einkauf über die Produktion bis hin zum Vertrieb und der Administration. Zu berücksichtigen ist auch, dass Energie nicht nur Strom aus der Steckdose ist, sondern auch Öl, Gas und andere Energieformen und -träger, wie zum Beispiel regenerative Energien, umfasst. Auch ist die selbsterzeugte Energie zu beachten, die oft im Produktionsprozess durch Umwandlung generiert wird. Dies zeigt, dass das Themenfeld Energie weitaus komplexer ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Auch aus diesem Grund ist ein adäquates Energiemanagement in den Unternehmen erforderlich. Energiekosten im verarbeitenden Gewerbe Die Energiekosten eines Unternehmens, unabhängig von dessen Größe oder Branchenzugehörigkeit, haben in den letzten Jahren stark an wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen. Aufgrund der steigenden Öl- und Gaspreise ist der Einsatz des Produktionsfaktors Energie immer kostenintensiver geworden, wodurch sein prozentualer Anteil an den gesamten Betriebskosten kontinuierlich anstieg. Aktuelle Prognosen gehen davon Energieverbrauch erfolgreich steuern 13

14 Ausgangssituation aus, dass diese Energiepreisentwicklung aufgrund der Knappheit fossiler Brennstoffe anhalten wird. Dies wird mittel- bis langfristig zu tiefgreifenden strukturellen Veränderungen in den Industrieunternehmen führen. Auch die gestiegenen Anforderungen an den Umweltschutz machen ein betriebliches Energie management erforderlich. Die Industrie ist knapp nach dem Sektor Verkehr in Deutschland mit 29 % der zweitgrößte Energieverbraucher. Zwar hat sich die Energieeffizienz der deutschen Industrie in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert, doch die Industriekundenpreise für Öl und Gas sind zwischen den Jahren 1990 und 2008 um ca. 200 % angestiegen. Trotz der kontinuierlichen Verbesserung des spezifischen Energieeinsatzes in der Industrie sind die Energiekosten von 22 Milliarden Euro in 1998 auf 36,8 Milliarden Euro in 2008 deutlich gestiegen. 1 Somit ist es schlüssig, dass bei einer Umfrage der dena-initiative EnergieEffizienz 70 % der Befragten angaben, dass der Einsatz von Energieeffizienzmaßnahmen vornehmlich aus Kostengründen erfolgt. 2 Allerdings gehen laut einer Studie der Deutschen Bank 43 % der Unternehmen auch davon aus, dass Investitionen in Energieeffizienz ihre Wett bewerbs position verbessern können. Dies wird jedoch mehr von größeren als von kleineren Unternehmen gesehen. 3 Diese Zahlen weisen darauf hin, dass Energiemanagement ein aktuelles Thema in der Unternehmenslandschaft ist, dessen Brisanz aber noch nicht allen Unternehmen deutlich geworden ist. Es muss gehandelt werden sei es, um Energie einzusparen, alternative Energiequellen zu erschließen oder Energieeffizienzmaßnahmen einzuführen. Denn Energienutzung ist eine wesentliche Voraussetzung für sämtliche unternehmerischen Tätigkeiten: Sei es die mechanische oder chemische Fertigung, der güter- und geldwirtschaftliche Austausch mit den Beschaffungs- und Absatzmärkten oder die Gewährleistung einer für die Beschäftigten adäquaten Arbeitsumgebung sämtliche der genannten Vorgänge sind mit der Nutzung von Energie verbunden 4 und sollten somit auch Gegenstand des betrieblichen Energiemanagements sein. Dennoch lag der Fokus bisher auf der produktionsorientierten Energienutzung. Bisherige Studien griffen damit aus heutiger Sicht zu kurz bzw. beschränkten sich, wie die Studien von dena und Deutscher Bank, auf technische und allgemeine Fragen zum Thema Energieeffizienz. Untersuchungen, die das ganzheitliche Konzept von Energiemanagement in den Unternehmen durchleuchten und dabei sämtliche Managementaspekte in die Befragung integrieren, sind bisher nicht bekannt. Zur Schließung dieser Lücke wurde die vorliegende Studie initiiert und durchgeführt. Ziel der Studie ist es, Einblick in den Status quo des betrieblichen Energiemanagements in Deutschland zu geben, um daraus Anforderungen und Handlungsempfehlungen für die Zukunft abzuleiten. Um ein eigenständiges Energiemanagement als integrierten Bestandteil des Unternehmensgeschehens zu etablieren, hat die Studie neben dem Erkenntnis gewinn aus den empirischen Untersuchungen zwei weitere Ziele: die Entwicklung eines Best-Practice-Konzepts sowie die Formulierung konkreter Handlungs empfehlungen für die Praxis. Im Folgenden wird zunächst die Konzeption der Studie dargestellt. 1 BMWi: Energie in Deutschland (aktualisierte Ausgabe April 2009). 2 dena-energieeffizienz-initiative: Umfrage zur Energieeffizienz bei Entscheidungsträgern aus Unternehmen in Industrie und Gewerbe (November 2008). 3 Deutsche Bank: Energieeffizienz (November 2008). 4 Goebel, D.: Betriebliches Energiemanagement (2007), S PwC

15 Konzeption der Studie C Konzeption der Studie Analyserahmen Die zentralen Fragen dieser Studie betreffen den Grad der strategischen und unternehmensweiten Umsetzung eines ganzheitlichen Energiemanagements. Neben der Analyse der Motive, GEM zu implementieren bzw. nicht zu implementieren, steht vor allem die Abbildung und Bewertung des Status quo von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im Mittelpunkt der Untersuchung. Das verarbeitende Gewerbe wurde als Untersuchungsfeld gewählt, da es alle Produktionsbetriebe der Industrie, des zweit größten Energieverbrauchers in Deutschland 5, umfasst. Das Ziel ist, mithilfe der Ergebnisse konkrete Bausteine eines Energiemanagements zu definieren und aus den Chancen und Herausforderungen zielgerichtete Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten. Zentrale Fragestellungen der Studie sind: Inwieweit steuern Unternehmen ihren Energieverbrauch ganzheitlich und welche Gründe motivieren sie dazu? Wie ist GEM organisatorisch in den Unternehmen verankert und wer trägt die Verantwortung? Welche Bausteine sind essenziell für ein funktionierendes und wirkungsvolles Energiemanagement? Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden des Unternehmens für GEM? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich bei der Implementierung eines betrieblichen Energiemanagements? Was ist ein GEM? Oft beschränken sich die Energieeffizienzmaßnahmen eines Unternehmens auf den Produktionsprozess, bei dem durch unterschiedliche Technologien, wie die Wärmerückgewinnung, oder durch Maßnahmen wie die Aufspürung von Druckluft leckagen Energie eingespart werden soll. Unser Konzept des GEM umfasst den Begriff entlang der gesamten Wertschöpfungskette: GEM ist ein ganzheitlich im Unternehmen implementiertes System, das neben der technischen Komponente und Einführung konkreter Effizienzmaßnahmen auch kulturelle und organisatorische sowie Steuerungsaspekte beinhaltet und als Teil der unternehmensweiten Strategie angesehen wird. Dementsprechend beinhaltet dieses Konzept verschiedene Bausteine, deren Beachtung und Implementierung den Erfolg und die Wirkung des Konzepts ausmachen (siehe Abb. 1). 5 BMWi: Energie in Deutschland (aktualisierte Ausgabe April 2009). Energieverbrauch erfolgreich steuern 15

16 Konzeption der Studie Abb. 1 Bezugsrahmen eines ganzheitlichen Energiemanagements Energiebeschaffung Energieumwandlung Energieverwendung Organisation & Prozesse Strategie Ziele Umsetzung Controlling Kultur & Kommunikation Die sechs Bausteine im Überblick Die sechs Bestandteile des GEM-Konzepts erfassen alle Bereiche und Phasen der Energienutzung von der Energiebeschaffung über die Energieumwandlung bis zur Verwendung von Energie. Organisation und Prozess GEM sollte, wie auch andere Managementaufgaben, in vordefinierten Prozessen ablaufen. Dies kann sowohl intern als auch extern oder als Mischform durch Auslagerung einzelner Energieaktivitäten geschehen. Unternehmen sollten einen Energie manager und/oder ein Energieteam einsetzen, das die GEM-Umsetzung koordiniert und kontinuierlich vorantreibt. Strategie Die Energiestrategie sollte auf internen Istanalysen basieren und sowohl eine kurzfristige als auch eine langfristige Ausprägung haben. Außerdem sollte sie von der Unternehmens- auf die funktionale Ebene heruntergebrochen werden, sodass die Ziele für die einzelnen Unternehmensabteilungen konkret umsetzbar sind. Dabei sollte die Energiestrategie mit der Unternehmensstrategie abgestimmt werden, damit einheitliche Zielsetzungen verfolgt werden. Ziele Die Energiestrategie schafft eine solide Basis für die Ableitung von Energiezielen und somit auch für die darauf folgenden Prozessschritte. Wichtig ist, dass die Ziele konkret und realistisch formuliert werden, um sie im Arbeitsalltag umsetzen zu können. Jedes Ziel sollte mit einer Messgröße hinterlegt werden, um kontinuierlich den Zielerreichungs grad abbilden zu können. Umsetzung Bei der Umsetzung der Energieziele ist es wichtig, aus den Energiezielen operative Effizienzmaßnahmen abzuleiten und (Einspar-)Effekte für die einzelnen Maßnahmen zu definieren. Um den Effekt der einzelnen Maßnahmen im Gesamtkontext zu optimieren, müssen sie strukturiert und mithilfe von Aktionsplänen implementiert werden. Controlling Die Umsetzung der definierten Ziele sollte systematisch gesteuert werden. Unterstützend sollten dafür Steuerungs- und Monitoring-Instrumente sowie Leistungskennzahlen eingesetzt werden, um die aktive Steuerung der Energieverbrauchs- und Energiekostenentwicklung zu erleichtern. Durch regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche sollten frühzeitig potenzielle Abweichungen erkannt werden, sodass Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. 16 PwC

17 Konzeption der Studie Kultur und Kommunikation Richtlinien sollten den korrekten Umgang mit Energie erleichtern und gleichzeitig dazu dienen, Energieziele intern zu kommunizieren. Anreizsysteme können die Befolgung dieser Richtlinien fördern. Mitarbeitende sollten die Möglichkeit haben, sich über die Energieziele und Energieaktivitäten des Unternehmens zu informieren und diese sollten auch extern offen kommuniziert werden. Methodik Gang der Untersuchung Um die Thematik des betrieblichen Energiemanagements zu erfassen, wurde eine zweistufige methodische Vorgehensweise gewählt (siehe Abb. 2). Abb. 2 Vorgehensweise der empirischen Untersuchung 1. quantitative Fragebogenerhebung mit Unternehmen der Nachfrageseite aufbauend auf Erkenntnissen der Literaturrecherche und des Pretests 2. qualitative Tiefeninterviews mit Experten der Nachfrageseite mit Experten der Angebotseite aufbauend auf Erkenntnissen der quantitativen Befragung 3. Energieverbrauch erfolgreich steuern ganzheitliches Energiemanagement Aufbauend auf den Erkenntnissen der Literaturrecherche wurde in der ersten Phase der Studie eine quantitative Befragung durchgeführt. Zu diesem Zweck wurde ein Fragebogen konzipiert (siehe Abb. 3), dessen Eignung mithilfe eines Pretests mit Unternehmen verschiedener Branchen und Größen sichergestellt wurde. Insgesamt wurden Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes kontaktiert. Die Untersuchung erstreckte sich über den Zeitraum von Mai bis Juli In der ersten Befragungsrunde wurden die Einladungen zum Ausfüllen des Online- Fragebogens per an die Finanz- und Controllingleiter der ausgewählten Unternehmen versandt. Nach einer Erinnerungsaktion per wurde eine zweite Befragungsrunde gestartet, bei der der Fragebogen postalisch den Zielpersonen zugesandt wurde. 165 Unternehmen haben verwertbare Ergebnisse geliefert. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 4,34 %. Energieverbrauch erfolgreich steuern 17

18 Konzeption der Studie Abb. 3 Themenblöcke des Fragebogens Angaben zum Unternehmen Energiekostentransparenz Relevanz des Themas Implementierung von GEM Einsparungen und Investitionen Organisation Strategie Ziele Umsetzung Controlling Kommunikation ganzheitliches Energiemanagement In der zweiten Studienphase wurden zunächst drei semistrukturierte Interviews mit Umwelt- und Energieexperten geführt, um weiterführende Informationen zum Energiemanagement im praktischen Umfeld zu erlangen. Um einen möglichst breiten Einblick zu gewinnen, wurden drei Interviewpartner ausgewählt, die unterschiedliche Branchen des verarbeitenden Gewerbes sowie Unternehmen unterschiedlicher Größen repräsentieren. Ebenso war es von Bedeutung, Unternehmen auszuwählen, die unterschiedliche Stadien der Implementierung des GEM erreicht haben. Ziel dabei war es zum einen, die Herangehensweise der Unternehmen bei der Umsetzung zu erforschen und zum anderen, diverse Chancen und Risiken auf dem Weg zum ganzheitlichen betrieblichen Energiemanagement zu identifizieren. Der Leitfaden, der für alle drei Interviews identisch war, orientierte sich primär an den Themenblöcken des Fragebogens der quantitativen Befragung. Schwerpunkte wurden situativ gesetzt. Um auch die Energie-Angebotsseite abzubilden, wurden des Weiteren drei Energieanbieter bzw. Energiedienstleister in Telefoninterviews befragt. Ziel dabei war es, herauszufinden, in welcher Form Energieanbieter die aktuellen Entwicklungen thematisch aufgreifen und die Energienachfrager dabei unterstützen, ihren Energieverbrauch zu senken und parallel ihre Energieeffizienz nachhaltig zu erhöhen. Die Ergebnisse dieser Interviews werden in diesem sowie dem nächsten Kapitel in Form von Einschüben dargestellt. Charakteristika der Stichprobe In der Felderhebung wurden Unternehmen diverser Größe des verarbeitenden Gewerbes kontaktiert. Die Fragebögen von 165 Unternehmen waren verwertbar und konnten in die Ergebnisanalyse einbezogen werden. Abbildung 4 illustriert die Branchenverteilung der Stichprobe. Die Branchen Chemie/Pharma/Kunst- und Mineralstoffe (17 %), Eisen/ Metall (17 %) sowie Maschinen/Anlagen (17 %) haben sich am stärksten beteiligt. Daneben sind die Branchen Elektrotechnik/Elektronik (10 %), Druck/Papier (9 %), Fahrzeuge/Fahrzeugteile (8 %), Nahrungs- u. Genussmittel/Getränke (7 %), Bau 18 PwC

19 Konzeption der Studie elemente/baustoffe (5 %) und Holz/Holzwaren (4 %) vertreten. Teilnehmer aus den Branchen Bekleidung/Leder/Textil und Bergbau/Steine/Erden sowie Glas/Keramik/ Porzellan bilden die Gruppe der sonstigen Unternehmen (6 %). Abb. 4 Branchenverteilung der Stichprobe sonstige Nahrungs- u. Genussmittel/Getränke Elektrotechnik/ Elektronik Fahrzeuge/ Fahrzeugteile 10 % 8 % 6 % 7 % 17 % 4 % 17 % Chemie/Pharma, Kunst-/ Mineralstoffe Holz/Holzwaren Eisen/Metall Maschinen/Anlagen 17 % 9 % 5 % Papier/Druck Baustoffe/Bauelemente N = 165 An der Studie haben vorwiegend KMUs teilgenommen (siehe Abb. 5). 85 % der befragten Unternehmen haben im vergangenen Jahr einen Umsatz von bis zu 100 Millionen Euro erwirtschaftet, 22 % einen Umsatz unter 10 Millionen Euro. Abb. 5 Umsatz der Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr < 10 Mio Mio Mio. > 100 Mio. 22 % 30 % 33 % 15 % N = 118 Bezüglich der Mitarbeiteranzahl zeichnet sich ein ähnliches Bild ab (siehe Abb. 6). 84 % der befragten Unternehmen haben weniger als 500 Mitarbeitende und können somit der Gruppe der KMUs zugeordnet werden. Abb. 6 Mitarbeiterzahl der Unternehmen < % > % 2 % 3 % N = 131 Energieverbrauch erfolgreich steuern 19

20 Konzeption der Studie Bei der Frage nach der Höhe der Energiekosten der Unternehmen lässt sich jedoch eindeutig erkennen, dass die Größe des Unternehmens nicht unbedingt auf die absolute Höhe der Energiekosten schließen lässt (siehe Abb. 7). So haben trotz des großen Anteils an KMUs 32 % der befragten Unternehmen Energiekosten von mehr als einer Million Euro. Abb. 7 Absolute Energiekosten der Unternehmen < 100 Tsd. 23 % Tsd. 34 % Tsd. 11 % > Tsd. 32 % N = 157 Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit sich diese Ergebnisse auf die Maßnahmen und Ausprägungen des GEM in den Unternehmen auswirken: Haben die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes die Brisanz des Themas Energie management und Energieeffizienz erkannt? Diese Kernfrage sollte im Rahmen der quantitativen Befragung sowie der Tiefeninterviews mit ausgewählten Umwelt- und Energieexperten beantwortet werden. Die Ergebnisse der Studie werden im Folgenden dargestellt. Der Trend zur Energieeffizienz geht in die richtige Richtung und wird weiter an Bedeutung gewinnen. Aber es ist keine Revolution. Er verläuft lediglich in Wellenbewegungen, abhängig von finanziellen Ressourcen und dem Energiepreisdruck der Unternehmen. Wirtschaftlicher und öffentlicher Druck haben großen Einfluss auf den Trendverlauf. Die unter nehmerische Gesellschaftsverantwortung wird zunehmend von den Verbrauchern und der Öffentlichkeit gefordert. Dennoch hängen die möglichen Auswirkungen der Trend bewegung auf die Unternehmenslandschaft in großem Maße von der Politik ab, die das Thema mithilfe verschiedener Gesetze weiter in den Fokus der Verbraucher rücken. Auch wenn der Großteil der Erträge weiterhin aus dem klassischen Commodities- Geschäft kommen wird, werden Energiedienstleistungen für Energie versorger zunehmend an Bedeutung gewinnen. Daraus kann eine Branchenkonvergenz wie bei der Telekommunikation entstehen. Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH 20 PwC

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