UMG ENERGIEBERICHT 2014 G3-31 ENERGIEMANAGEMENT. Dieser Bericht befasst sich damit, Energiekosten

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1 umgu UMG ENERGIEBERICHT 2014 G3-31 ENERGIEMANAGEMENT Dieser Bericht befasst sich damit, Energiekosten und Verbräuche für das Jahr 2014 aufzuschlüsseln, saisonale Trends aufzuzeigen und grafische Vergleiche mit den Vorjahren zu ziehen, sowie die Prognosen und die Energieziele August 2015 für das Jahr 2015 zu formulieren.

2 Inhalt EINLEITUNG... 2 ENERGIEVERBRÄUCHE, KOSTEN UND PROGNOSEN... 3 STROM... 4 KÄLTE... 5 FERNWÄRME... 6 PROJEKTE DES ENERGIEMANAGEMENTS ENERGIEAUDIT IMPRESSUM... 9 Seite 1

3 EINLEITUNG Eine wichtige Aufgabe und Ziel des Energiemanagements ist es, eine auf Dauer und Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung, Energieeinsparung, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit gerichtete Versorgung des UMG-Gebäudebestandes mit Strom, Fernwärme, Kälte und Wasser zu gewährleisten. Daraus resultierend hat das Energiemanagement auch im vergangenen Jahr wieder Handlungsbedarf analysiert, Projekte initiiert und zahlreiche Maßnahmen erarbeitet, geprüft und umgesetzt. Ebenso wurden im Rahmen der QM-Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2008 des gesamten Geschäftsbereichs Gebäudemanagement Arbeitsabläufe im Energiemanagement neu strukturiert, Verfahrensanweisungen neu erstellt, das Energiecontrolling und das kaufmännische Energiemanagement weiter ausgebaut und intensiviert. Die sorgfältige Überwachung und Kontrolle der Energieverbräuche und kosten ermöglichen ein effektives und sorgfältiges Planen und Gestalten zukünftiger Vertrags- und Versorgungssituationen in Abstimmung und Zusammenarbeit mit allen anderen zuständigen Geschäftsbereichen und Abteilungen der UMG und eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen für die gemeinsam betriebenen Energieanlagen. Für den Energiebedarf der nächsten Jahre und die Entwicklung der Energiepreise konnten gezielte Prognosen abgegeben werden, zusammen mit der Universität börsenmarktorientierte Einkaufsstrategien entwickelt und Preiskalkulationen für die Zukunft aufgestellt werden. Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten für das Jahr 2014 sind in diesem Bericht für alle Interessierten zusammengefasst. Anregungen und Rückfragen zu dieser Veröffentlichung nehmen wir unter den im Impressum genannten Kontaktdaten gerne entgegen. Ihr Energie-Team der UMG Göttingen Seite 2

4 ENERGIEVERBRÄUCHE, KOSTEN UND PROGNOSEN Wie schon im Vorjahr, werden in diesem Bericht die Kosten und Verbräuche der Liegenschaften ausgewertet, die über das gemeinsam mit der Universität betriebene Fernwärme- und 20 kv-netz versorgt werden. Dezentral versorgte Liegenschaften und angemietete Flächen bleiben wegen Geringfügigkeit ihrer Anteile und Abgrenzung der Datenbasis an dieser Stelle unberücksichtigt. Nachfolgend ist der prozentuale Anteil der Universitätsmedizin Göttingen mit Bezugsjahr 2014 dargestellt: GESAMT-ENERGIEVERBRAUCH % 34% 55% Strom Fernwärme Kälte Die Veränderungen der Verbräuche der Medien im Einzelnen zum Vorjahr sind nachstehend grafisch dargestellt und zeigen das positive Gesamtergebnis für 2014 auf: VERÄNDERUNG DES ENERGIEVERBRAUCHS 2014 ZU % Kälte -17% Fernwärme Strom 1% -20% -15% -10% -5% 0% 5% Seite 3

5 STROM 6 Strombezug [GWh] ,37 55,64 56,27 1 Der Stromverbrauch hat im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg um ca. 1%. Im Allgemeinen konnten der spezifische Energiebedarf über mehrere Energiesparprojekte wie der Austausch alter Beleuchtungseinrichtungen mit moderner LED-Technik gesenkt werden. Witterungsbedingt stieg der Energieverbrauch im Bereich der Klima- und Lüftungstechnik in 2014 um ca. 3%. Die Klimatechnik ist mit >65% Hauptverbraucher des Strombezugs. Millionen 12,00 1 8,00 Stromkosten [ ] 6,00 4,00 2,00 Seite 4

6 KÄLTE 25,00 Kältebezug [GWh] 2 15,00 1 5,00 Im Vergleich zu den Vorjahren 2012 und 2013 konnte der Bezug von Kälte weiter reduziert werden. Dieses positive Ergebnis ist einerseits klimatechnisch wieder auf einen milden Sommer zurückzuführen, zeigt andererseits aber auch das Ergebnis intensiver Bemühungen des Energiemanagements, das technische Personal und die Nutzer für einen sparsamen und nachhaltigen Umgang mit den Medienverbrauchern zu sensibilisieren. Die Verringerung des Kältebedarfs um 150 MWh gegenüber dem Vorjahr 2013 führt zu einem Einspareffekt von ca. 70 T, trotz vertragsbedingtem Anstieg des spezifischen Kältepreises um 1,41%. Millionen 2,00 1,50 Kältekosten [ ] 1,00 0,50 Für das Jahr 2015 erwarten wir aufgrund neu bezogener Flächen und einer weiteren vertraglichen Preissteigerung einen leichten Anstieg der Kälteverbräuche und -kosten. Im Zuge neuer Verantwortlichkeiten für den Betrieb der zentralen Kälteerzeugung sind für die Zukunft investive Maßnahmen und Ersatzbeschaffungen in Planung, die sowohl den Kälteverbrauch als auch die Kältekosten der UMG weiter optimieren. Seite 5

7 FERNWÄRME Fernwärmebezug [GWh] Im Vergleich zum Vorjahr 2013 wurde in % weniger Wärme bezogen. Einen wesentlichen Einfluss daran hat die kurze Heizperiode in 2014, die mit Heizgradtagen 15 * eine Differenz von 557 Heizgratage 15 * zu 2013 aufweist. *Heizgradtage stellen den Zusammenhang zwischen Innen- und Außentemperatur nach VDI-Richtlinie 2067/DIN 4108 T6 dar und bieten ein Hilfsmittel zur Bewertung des Heizenergieverbrauchs. Heizgradtage 15 beziehen sich auf die Heizgrenze von 15 C (Außentemperatur). Millionen 8,00 7,00 6,00 5,00 4,00 3,00 2,00 1,00 Fernwärmekosten [ ] Der spezifische Wärmepreis in 2014 stieg zum Vorjahr um 3,5%, aufgrund des geringen Verbrauchs konnten die Wärmekosten dennoch um 14 % gesenkt werden. Somit konnte für den Wärmeverbrauch gegenüber dem Vorjahr eine Einsparung von fast 1 Mio. Euro erzielt werden. Seite 6

8 PROJEKTE DES ENERGIEMANAGEMENTS 2014 Erfolgreich wurde im Jahre 2014 das Projekt Alte Kühlschränke tauschen und sparen vorbereitet, welches Anfang des Jahres 2015 beginnen konnte. Damit wird der flächendeckende Austausch aller alten, energieverschwenderischen Kühlgeräte verfolgt. Altgeräte werden, durch den heutigen Energieeffizienzstandards entsprechenden Geräte, ersetzt. Das Energiemanagement übernimmt die Aufgabe, den Nutzer individuell und bedarfsgerecht bei der Auswahl der Neugeräte zu beraten und den Bestellvorgang zu begleiten. Die Aktion wird unterstützt durch ein eigens dafür bereitgestelltes Budget, dass dem Nutzer eine Entlastung der Anschaffungskosten eines energieeffizienten Geräts um 50% ermöglicht. Des Weiteren wurde im Jahr 2014 im Rahmen der Projekte LED-Parkdeck-Beleuchtung und LED- Straßenbeleuchtung damit begonnen, großflächig sowohl an den Straßen und Gehwegen als auch auf den Parkflächen der UMG die alte Beleuchtung durch moderne LED-Technik zu ersetzen. Für die Vorbereitung der jeweiligen Maßnahmen wurden viele Testleuchten zur Probe installiert und diverse Messungen der Beleuchtungssituationen durchgeführt, um die neue Lichtversorgung optimal gestalten zu können. Für das Projekt LED-Straßenbeleuchtung konnte eine Förderung in Höhe von 20% der Beschaffungs- und Umbaukosten als Fördermaßnahme Klimaschutzprojekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Förderbereich Sanierung Außen- und Straßenbeleuchtung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit generiert werden. Durch den Umbau der Beleuchtung konnte der Verbrauch der Wege- und Parkplatzbeleuchtung um ca. 70% gesenkt werden. Im Zuge der QM-Zertifizierung des gesamten Geschäftsbereichs nach DIN EN ISO 9001:2008 wurden die Arbeitsprozesse und -abläufe im Energiemanagement überarbeitet und in Verfahrensanweisungen dokumentiert sowie der Bereich Energiecontrolling eingeführt. Auch für das Jahr 2015 sind weitere Umrüstungen der Beleuchtungseinrichtungen geplant. Im Fokus der Maßnahmen sind Räumlichkeiten ohne mögliche Tageslichtnutzung, da hier eine schnelle Amortisation der Umbaumaßnahmen gegeben ist. Langfristig werden die Energieverbrauchskosten für Beleuchtung durch die Sanierung des gesamten Altbestandes an Beleuchtungseinrichtungen der UMG gesenkt. Folgende Projekte des Energiemanagements wurden in 2014 begonnen: Planung/Bau eines Blockheizkraftwerkes Einführung der neuen Energiemanagementsoftware Vitricon Begleitung des Vergabeverfahrens Betriebsführung der Kältezentrale und Erneuerung der Kälteerzeugungstechnologie Seite 7

9 ENERGIEAUDIT 2015 Bereits 2014 wurden die ersten Vorbereitungen für das Energieaudit 2015 getroffen, zu dessen Durchführung die UMG im Zuge der Novellierung des Energiedienstleistungsgesetzes EDL-G ( 8) bis zum 05. Dezember 2015 gesetzlich verpflichtet ist. Neben der Neugestaltung der personellen Aufstellung im Sachgebiet und der Prüfung der gesetzlichen Rahmenbedingungen standen in 2014 die Datenerfassung und -aufbereitung der liegenschaftsbezogene Verbräuche im Fokus der vorzubereitenden Tätigkeiten für das Audit nach DIN EN In 2015 wird das Energieaudit durch das Energiemanagement durchgeführt. In einem Erstgespräch wurden Zeitplan und Ziele des Audits festgelegt. Daran gliedert sich die Datenaufnahmen der Energieströme und Verbräuche an. Hierzu ist es notwendig jede einzelne Liegenschaft, unabhängig der Größe und Energieintensität zu besuchen und vor Ort zu analysieren. Die Analyse wird in Anlehnung an die ISO 50001:2011 erfolgen und die Kernelemente der energetischen Bewertung (vgl. ISO 50001:2011, Abs ) umfassen. Diesbezüglich wird eine Energieeinsatzanalyse (Bewertung der ein- und ausgehenden Energieströme der UMG), eine Energieverbrauchsanalyse (Detaillierte Darstellung der Energieverbraucher) und ein Aktionsplan (Kataster der Effizienzpotenziale und maßnahmen) aufgestellt und gepflegt. Die Ergebnisse werden in einem Auditbericht zusammengefasst und den einzelnen Abteilungen und dem Vorstand präsentiert. Abbildung 1 DIN EN ISO 50001:2011 A.4.1 Ziel des Audits ist die Erhöhung der energetischen Transparenz, Darstellung von Energieeinflussgrößen sowie die Illustration von Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung. Seite 8

10 IMPRESSUM Herausgeber: Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008 Zertifikats-Register-Nr TMS Energiemanagement der Universitätsmedizin Göttingen G3-31 Leitung: Herr Otto-Wilhelm Holzigel G3-3111: Herr Dirk Chojetzki G3-3112: Frau Gabriele Wedemeyer G3-3113: Herr Lukas Sittel Weitere Informationen: Universitätsmedizin Göttingen Gebäudemanagement G3-3 Energiemanagement G3-311 Tel: (0551) Fax: (0551) Erscheinungsweise: jährlich Nächste Ausgabe: Sommer 2016 Seite 9

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