Stammzelltherapie aus Sicht der Neurologischen Rehabilitation KLINIK INTERN

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1 KLINIK F A C H K L I N I K LENGG RIES REPORT Fachklinik für Neurologie und Physikalisch-rehabilitative Medizin Ärztlicher Direktor: Dr. Bernd Schönberger Tel Ausgabe November 2001 Stammzelltherapie aus Sicht der Neurologischen Rehabilitation KLINIK INTERN INHALT LEITARTIKEL Mehr Qualität in der Pflege Missstände und mangelhafte Pflegequalität in Pflegeheimen stehen derzeit im Kreuzfeuer der Kritik. Abhilfe soll ab dem 1. Januar 2002 das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz schaffen. Seite 2 Nach einer Schädigung im zentralen Nervensystem (ZNS) sind die betroffenen Neurone nicht in der Lage, die Schädigungsstelle zu überwinden und in das alte Neuronenbett einzusprossen. Die verloren gegangenen neuronalen Netzverbindungen bedingen ein schweres motorisches, sensibles und kognitives Defizit. Demgegenüber besitzen Neurone im peripheren Nervensystem (PNS) die Fähigkeit, in das alte Neuronenbett hineinzuwachsen. Die biochemischen und molekularen Mechanismen dieser Reaktionen im ZNS und PNS sind im Wesentlichen bereits bekannt. Um in diesen Prozess zeitgerecht und in richtiger Weise eingreifen zu können, müssen in den nächsten Jahren jedoch noch entscheidende Probleme gelöst werden. Auch die aktuelle Stammzellforschung beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der neuronalen Regeneration im ZNS. Die Steuerung der Regeneration könnte von den eingesetzten Zellen selbst übernommen werden. Eine Stammzelle könnte nach bisherigen Erkenntnissen in der Lage sein, eine geschädigte Zelle zu ersetzen, die Steuerung der Ausheilung selbst zu übernehmen und ihr Neuron in das alte Neuronenbett aussprossen zu lassen. Dadurch könnten selbst größere Lücken im neuronalen Netz in Zukunft überbrückbar sein. Stammzellen: universal einsetzbar Die Zelle hat einen humanen Ursprung, sie ist unbegrenzt verfügbar, sie hat ein immens großes Entwicklungspotenzial, ist dabei differenzierbar, immunologisch veränderbar und genetisch steuerbar. In richtiger Weise differenziert, kann die neuronale Stammzelle jede ausdifferenzierte neuronale Zelle ersetzen, ihre eigenen Wachstumsfaktoren produzieren und bei richtiger Steuerung in jeden neuronalen Funktionsverband eingefügt werden. Man unterscheidet zwei Stammzelltypen: die embryonale Stammzelle aus den ersten Embryonaltagen und die Stammzelle des Erwachsenen, die so genannte adulte Stammzelle. Die vom gleichen Individuum gewonnene adulte Stammzelle ist immunologisch inert, kann daher nicht abgestoßen werden und muss nach Reimplantation nicht pharmakologisch vor Abstoßung geschützt werden. Sie hat die gleiche Differenzierungsmöglichkeit wie die embryonale Stammzelle, wenn sie in Zukunft richtig gesteuert werden kann. Viele Steuerungsmechanismen sind bislang allerdings noch völlig unklar und bedürfen eingehender Forschung. Die Rückführung einer adulten in eine embryonale Stammzelle ist derzeit noch nicht möglich. Die Besonderheiten einer embryonalen Stammzelle liegen in ihrer sog. Pluripotenz, das heißt in ihrer Fähigkeit, alle Zellsysteme und deren Funktionen übernehmen zu können und damit universal einsetzbar zu sein. Aus ethischen Gründen wird allerdings die embryonale Stammzelle nicht für die breite Forschung zur Verfügung stehen. Neben der Steuerung der Differenzierung einer Stammzelle besteht ein weiteres Problem im Einbringen einer solchen Zelle in den lebenden Organismus. Die Stammzelle müsste im vordifferenzierten oder im differenzierten Stadium mit höchster Organspezifität eingebracht werden. Vordifferenzierte Stammzellen könnten dem lebenden Organismus entnommen werden, vorausgesetzt, das Problem der Selektion wäre gelöst. Eine undifferenzierte Stammzelle nach Einbringen in einen lebenden Organismus zu einer gerichteten Differenzierung zu veranlassen, ist im Augenblick noch nicht möglich. PHYSIKALISCHE THERAPIE Physiotherapie bei neurologischen Erkrankungen Der frühzeitige Beginn der physiotherapeutischen Behandlung bei Patienten mit neurologischen Störungen ist für die Wiederherstellung der Betroffenen das A und O. Seite 4/5 Experteninterview Über die Bedeutung der Physikalischen Medizin in der modernen Rehabilitation sprechen wir in einem Interview mit Dr. med. Franz Wehle, Leitender Arzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin in der Fachklinik Lenggries. Seite 6 VORANKÜNDIGUNG Parkinson-Symposium Spezialisten informieren in der Fachklinik Lenggries über aktuelle Erkenntnisse in der Erforschung der Parkinson-Krankheit. Seite 11 PHYSIKALISCHE THERAPIE ÜBERSICHT Klinik Intern Seite 1 Leitartikel Seite 2 Kommentar Seite 3 Schwerpunkt Physikalische Therapie: Interview Seite 4 Porträt Seite 5 Aus den Abteilungen Seite 6 Hilfe zur Selbsthilfe/Buchtipp.. Seite 7 Experteninterview Seite 8 Fort- und Weiterbildung Seite 10 Kurz notiert Seite 10 Klinik Intern Seite 10 Gesundheits- und Sozialpolitik.. Seite 11 Impressum Seite 11 Aktuelles Seite 12

2 Erkenntnisse aus der Stammzellforschung Die Stammzelltherapie der Zukunft könnte folgendermaßen ablaufen: Die Stammzelle wird aus Plastozyten des Menschen gewonnen, einer gerichteten Differenzierung zugeführt und in den lebenden Organismus an der Schädigungsstelle implantiert. Daraufhin Die Forschung läuft im Bereich Stammzelltherapie auf Hochtouren. kommt es zu einer weiteren Differenzierung der Zelle im Schädigungsgebiet. Die differenzierte Zelle sprosst in das alte Neuronenbett und nimmt die Funktion in dieser Zelle wieder auf. Die implantierten Zellen müssten dann spezifisch die Funktion von Astrozyten, Oligodendrozyten oder hoch differenzierten Neuronen erfüllen. Aus Sicht der Forschung könnten zunächst Astrozyten mit Myelinscheidenbildung entwickelt werden und damit der Beginn der Behandlung von demyelisierenden Er- krankungen erfolgen. Ein späteres Ziel ist die Ausdifferenzierung der Stammzelle zu einem hoch spezialisierten Neuron. Allerdings gibt es im ZNS über verschieden differenzierte Neurone mit entsprechend unterschiedlicher Funktion und Interaktion. Aus theoretischen Überlegungen heraus kann man sich daher derzeit nur vorstellen, einen spezifischen Neuronentyp aus einer Stammzelle zu entwickeln. Im zentralen Nervensystem gibt es über verschieden differenzierte Neurone mit entsprechend unterschiedlicher Funktion und Interaktion. Die Hauptprobleme der aktuellen wissenschaftlichen Stammzellforschung bestehen darin, dass Steuerungsmechanismen der spezifischen Ausdifferenzierung noch nicht verstanden sind, die Stammzelle in jedem Stadium ihrer Entwicklung noch nicht in den lebenden Organismus transplantierbar ist, das Problem der Abstoßungsimmunologie noch nicht beherrscht wird und eine maligne Entwicklung unter potenziellen Onkogenen noch nicht einschätzbar ist. Erkrankungen, die sich zu einem Einsatz von differenzierten Stammzellen anbieten, sind Querschnittsläsionen und Morbus Parkinson. Der Morbus Parkinson eignet sich in besonderer Weise dafür, da es sich um eine Erkrankung nur einer Neuronensubgruppe handelt (dopaminerges Neuron). Die Stammzellforschung ist aus medizinischer Sicht vielversprechend, vor allem, wenn Stammzellen vom erwachsenen Individuum gewonnen, ausdifferenziert und implantiert werden können. Verschiedenste neurologische Erkrankungen wären damit angehbar und schweres Leid erstmals therapierbar. Die politische Diskussion berücksichtigt im Wesentlichen ethische und ökonomische Fragen, wobei die ethische Problematik bei der Gewinnung von adulten Stammzellen vom erwachsenen Menschen sicherlich schnell beendet werden könnte. Natürlich müssen alle Forschungsprojekte von Ethikkommission und Politik kontrolliert werden, um Missbrauch vorzubeugen und das Vertrauen in der Bevölkerung zu schaffen. Dr. med. Bernd Schönberger LEITARTIKEL Gütesiegel für Pflegeheime Mehr Qualität in der Pflege stärkerer Schutz im Heim Missstände und mangelhafte Pflegequalität in Pflegeheimen stehen seit Monaten im Blickpunkt der öffentlichen Diskussion. Das soll sich nun ändern. Für die Sicherung der Qualität und die Stärkung der Verbraucherrechte in der Pflege, so die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, wird künftig das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz sorgen, das zusammen mit dem novellierten Heimgesetz am 1. Januar 2002 in Kraft tritt. Pflegebedürftige sollen in Zukunft eine Versorgung erhalten, die ihren persönlichen Wünschen und Bedürfnissen entspricht. sehen, dass jedes Heim mindestens einmal im Jahr kontrolliert wird. Der dafür erforderliche Personalaufwand muss von den Kostenträgern berücksichtigt werden. Durch verstärkte Beratung sollen Pflegebedürftige und Angehörige ihre Rechte besser wahrnehmen können. Auch die Pflegekassen können sich an kommunalen Beratungsangeboten Für mehr Qualität plädieren zahlreiche Vertreter aus dem Gesundheitswesen. Das Gesetz sieht vor, dass Pflegeheime und Pflegedienste ein Qualitätsmanagement einführen müssen. Unabhängige Sachverständige überprüfen die Qualität in regelmäßigen Abständen unangemeldet und, wenn es sein muss, auch nachts. Grundsätzlich ist vorgebeteiligen. In den Heimen soll künftig die Zusammenarbeit zwischen dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) und der staatlichen Heimaufsicht verbessert werden. Auch die Transparenz von Heimverträgen zielt auf einen größeren Schutz für alle, die dauerhaft im Heim leben müssen. 2 FACHKLINIK LENGGRIES

3 Sofortiges Handeln erforderlich Wie notwendig und geboten diese Gesetzesnovellen zu Pflege und Heim sind, beweist eine Begutachtung von 259 von etwa Pflegeheimen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in Schleswig- Holstein. Dort wurden 795 Bewohner und Pflegedokumentationen begutachtet. Bei 29 Prozent der untersuchten Bewohner wurden Pflegeschäden festgestellt, in 72 Prozent der Fälle erkannten die Gutachter gefährdende Bedingungen. In fast 75 Prozent der Fälle war die Qualität der Versorgung nicht dokumentiert. Die hohe Zahl der ermittelten Pflegeschäden und gefährdenden Bedingungen ist gravierend, Besorgnis erregend und erfordert sofortiges Handeln, heißt es im MDK-Bericht über die Pflegeheime im Norden. Zügige Umsetzung Ein Konzept, das alle Beteiligten Träger, Pflegekassen, Ministerium und Landkreise beispielhaft in die Pflicht nimmt, sieht vor, das neue Pflege-Qualitätssicherungsgesetz zügig und strikt umzusetzen. So sollen die Trägerverbände künftig unter Hinzuziehung der behandelnden Ärzte direkt intervenieren, wenn gravierende Mängel bei der Pflege festgestellt werden. Grund für die Missstände in Pflegeheimen ist zum großen Teil auch der Mangel an qualifizierten Pflegekräften. Heimbetreiber sehen sich angesichts eines leergefegten Arbeitsmarktes für Pflegefachkräfte oft nicht in der Lage, mehr und auch noch besser ausgebildetes Personal in die Heime zu holen. Hinzu kommt, dass das schlechte Image der Branche den Druck auf Neuregelungen im Pflege- Qualitätssicherungsgesetz Qualitätsmanagement für Pflegeheime und Pflegedienste Überprüfung der Qualität durch unabhängige Sachverständige die ohnehin knappen Mitarbeiter erhöht. Für qualifizierte Fachkräfte verliert der deutsche Arbeitsmarkt damit immer mehr an Attraktivität. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe spricht von aufgezwungenem Pflegeverzicht, wenn Bewohner beispielsweise nur jeden zweiten Tag versorgt werden. Einer der gesellschaftlichen Kernkonflikte bestehe darin, dass der Gesetzgeber die Persönlichkeitsrechte und den Trend zur Individualisierung durchaus beachtet, und die Rechte der Heimbewohner zu stärken sucht, die Umsetzung entweder jedoch materiell nicht möglich oder mit der Institution Heim unvereinbar geworden ist. Langfristige Lösung? Die demographische Entwicklung und die Veränderung der Familienstrukturen verschärfen die Situation in Deutschland zunehmend. Zur Zeit werden die meisten Hilfebedürftigen von ihren Angehörigen in privaten Haushalten versorgt. Schätzungsweise Menschen leben in Einrichtungen der Behindertenhilfe und in Altenund Pflegeheimen. Nach neuesten Hochrechnungen werden im Jahr 2015 bei gleich bleibender Inanspruchnahme mehr als Heimplätze benötigt. Nicht eingerechnet ist dabei, dass die Zahl der Ein- und Zweipersonenhaushalte auf 70 Prozent steigen wird. Wesentlich mehr alte und behinderte Menschen können dann nicht mehr von ihren Familien versorgt werden. Angesichts dieser Sachlage stellt sich daher die Frage, ob trotz der ab 1. Januar 2002 geänderten Rechtslage das Heimsystem nicht durch zeitgemäßere Versorgungsformen ersetzt werden muss? KOMMENTAR Die gesundheitliche Versorgung älterer Menschen bereitet nicht nur in Ballungsräumen zunehmend Probleme. Die Versorgungsstrukturen werden den Bedarf langfristig nicht mehr decken können. Eine Verzahnung der ambulanten, stationären und mobilen Strukturen ist erforderlich. Es gilt, die bestehenden Strukturen zu vernetzen, Barrieren zwischen medizinischem und pflegerischem Bereich abzubauen und die Teamarbeit der verschiedenen Fachberufe aus Medizin, Pflege, Physiotherapie und anderen Bereichen zu fördern. Nach dem Motto So viel ambulant wie möglich, so wenig stationär wie nötig gilt es, Haus- und Fachärzte, Klinikärzte, ambulante Pflegedienste sowie geriatrische Schwerpunktpraxen zu vernetzen. Bis zur Realisierung dieser Forderungen müssen Trägerverbände, behandelnde Ärzte, Kreise und kreisfreie Städte bei der Heimaufsicht stärker mit dem MDK kooperieren und die Einführung von Qualitätsmanagement-Systemen forcieren, um Schwachstellen in der Pflegeorganisation zeitnah zu beseitigen. Die trägerunabhängige Beratung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ist auszubauen. Schließlich und endlich ist das in Bayern gemeinschaftlich entwickelte Gütesiegel für Pflegeeinrichtungen vorbildlich. Ein Zertifikat muss den Prüfern und den Kassen eine Handhabe geben, Zertifikate bei Misswirtschaft und Qualitätsmängeln abzuerkennen mit allen Konsequenzen für den Versorgungsvertrag. Verstärkung der Beratung von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung und der staatlichen Heimaufsicht Ziel des neuen Qualitäts- Sicherungsgesetzes ist es, die Rechte von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen zu stärken. RA Erhard Hackler Geschäftsführender Vorstand der Deutschen Seniorenliga e.v. FACHKLINIK LENGGRIES 3

4 PHYSIKALISCHE THERAPIE PHYSIKALISCHE THERAPIE INTERVIEW Vorbereitend und begleitend Interview mit Matthias Gans, Leitender Physiotherapeut in der Fachklinik Lenggries Herr Gans, Elektrotherapie, manuelle Techniken und balneologische Anwendungen zählen zu den so genannten passiven Maßnahmen. Welchen Stellenwert hat diese Therapieform bei der Behandlung von Patienten mit neurologischen Beeinträchtigungen? Matthias Gans: Bevor das wichtigste Ziel der Mobilisierung angegangen werden kann, muss die Zeit genutzt werden, Schmerzzustände, Adernbildungen, Kontrakturen und Gelenkeinsteifungen zu vermeiden. Denn nur, wenn der Betroffene schmerzfrei ist also nicht mit einem Schonverhalten auf bestimmte Bewegungsübungen reagiert, kann eine zielgerichtete und umfassende Physiotherapie durchgeführt werden. Als vorbereitende bzw. begleitende Maßnahmen kommt somit den passiven Maßnahmen bei der Behandlung von Patienten mit neurologischen Störungen eine wesentliche Bedeutung zu. In welchem Stadium der Erkrankung ist es sinnvoll, mit der Therapie zu beginnen? Matthias Gans: Die passiven Maßnahmen stehen zeitlich nach der Stabilisierung der vitalen Funktionen insofern an erster Stelle, als die Patienten auch mit schwersten kognitiven Störungen im Bett diese Behandlungen appliziert bekommen können. Nehmen wir als Beispiel den Schlaganfallpatienten, so wird dieser möglichst früh hier entscheiden Minuten nach dem Ereignis einer Schädelblutung oder Ischämie in einer Erstversorgung vital stabilisiert. Sobald der Zustand stabil ist, kann im Prinzip mit der Behandlung begonnen werden. In der Fachklinik Lenggries sehen wir die Patienten im Idealfall nach wenigen Tages ihres Erstaufenthaltes in einer Akutklinik. Welches sind die ersten Maßnahmen, die bei Patienten nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma angewendet werden? Bevor das wichtigste Ziel der Mobilisierung angegangen werden kann, muss die Zeit genutzt werden, Schmerzzustände, Adernbildungen, Kontrakturen und Gelenkeinsteifungen zu vermeiden. Matthias Gans: Die ersten Maßnahmen sind eine entsprechende Lagerung, um Kontrakturen und Ödembildungen zu vermeiden und um die Wahrnehmung des Patienten zu schu- Durch die Fußreflexzonenmassage werden die Funktionen der Organe positiv beeinflusst. len. Hier arbeiten wir nach dem 24-Stunden- Konzept nach Bobath, in das alle Personen, die sich um den Patienten kümmern, eingebunden werden sollten. Zeigt beispielsweise ein Schlaganfallpatient auf der linken Seite ausgeprägte Lähmungserscheinungen, ist es wichtig, genau diese Seite zu schulen. Viele Betroffene leiden unter starken Schmerzen. Wie können Sie schmerzhafte Zustände schnell und effektiv lindern? Matthias Gans: Ohne ins Detail gehen zu wollen, gibt es im Bereich der Elektrotherapie verschiedene Stromformen, die Schmerzen zeitweise überdecken, indem Impulse auf Nerven und Muskeln aufgesetzt werden. So genannte Schmerzafferenzen helfen zu überlagern. Eine weitere effektive Form der Schmerzlinderung geschieht mit Hilfe einer Hemimassage. Durch eine Verbesserung der Durchblutung können Anti-Schmerz-Hormone schneller vom Körper produziert werden und 4 FACHKLINIK LENGGRIES

5 PHYSIKALISCHE THERAPIE PHYSIKALISCHE THERAPIE in Bereiche gelangen, die für den Schmerz verantwortlich sind. Schmerzen, verursacht durch angeschwollene Gliedmaßen, sind oft alleine durch sachgerechte Lagerung zu meistern, desgleichen gelenkbedingte Schmerzen. Hier wirkt auch die Lymphdrainage mit Kompressionsbandagierung zur verbesserten Resorption der lymphpflichtigen Substanzen. Die Unterstützung durch Angehörige ist für das Wohlergehen der Patienten von großer Bedeutung. Wie binden Sie Partner und Verwandte in das Behandlungskonzept ein? Matthias Gans: Immer wieder finden gezielt Angehörigengespräche statt, die helfen, Ängste und Unsicherheiten der betroffenen Angehörigen im Umgang mit dem Patienten und bezüglich dessen Weiterversorgung abzubauen. Dies geschieht interdisziplinär nach Absprache mit anderen Therapeuten und dem behandelnden Arzt. Die Angehörigen bekommen auch die Möglichkeit, an so genannten Pflegetagen teilzunehmen, wo ihnen wichtige Verhaltensweisen im Umgang mit den Patienten vermittelt werden. Dazu gehört neben der richtigen Pfleges die Lagerung und die Körperpflege der Betroffenen sowie der korrekte Umgang mit Hilfsmitteln und Rollstuhl. Darüber hinaus versuchen wir, immer offen für Fragen der Angehörigen zu sein und direkt konkrete Hilfestellung zu geben. Welches Ziel steht am Ende der physiotherapeutischen Behandlung? Matthias Gans: Das übergeordnete Ziel ist und bleibt, durch die Behandlung eine möglichst große Selbstständigkeit des Patienten zu erreichen. Er sollte lernen, sich schmerzfrei im Raum zu bewegen und dabei seinen täglichen Aktivitäten nachzugehen. Der Satz von Maria Montessori aus der Kinderpädagogik gefällt mir besonders gut: Hilf mir, es selbst zu tun. Wir bedanken uns bei Herrn Gans ganz herzlich für das Gespräch. Wichtigstes Ziel der Behandlung ist es, eine größtmögliche Selbstständigkeit des Patienten zu erreichen. Dabei sollten Hilfsmittel den Alltag der Betroffenen erleichtern. Hier eine Nagelfeile mit Griffverdickung. PORTRÄT Geboren: 1961 in Freiburg im Breisgau Matthias Gans Leiter der Physikalischen Therapie in der Fachklinik Lenggries Beruflicher Werdegang: 1981 Abitur am Goethe-Gymnasium in Freiburg Ausbildung zum Masseur und Medizinischen Bademeister an der Rheuma-Klinik Dr. Storck in Bad Endbach Leitender Masseur im Sanatorium Sendelmayer Berufsbegleitende Ausbildung zum Physiotherapeuten in Ulm seit 1998 Leiter der physikalischen Abteilung der Fachklinik Lenggries... Durch meinen Beruf habe ich die Möglichkeit, kranken Menschen qualifizierte Unterstützung anzubieten und aktiv einen Beitrag zu leisten, ihr Leid und das Leid der Angehörigen zu mindern. Die Vielseitigkeit meines Aufgabenbereiches darunter auch das Kennenlernen der unterschiedlichen, zum großen Teil neurologischen Krankheitsbilder sorgt stets für interessante Herausforderungen und bietet mir immer wieder neue Möglichkeiten mich weiterzubilden... FACHKLINIK LENGGRIES 5

6 PHYSIKALISCHE THERAPIE PHYSIKALISCHE THERAPIE AUS DEN ABTEILUNGEN Der Weg zurück in die Selbstständigkeit Physiotherapie bei neurologischen Erkrankungen Motorische sowie sensorische Beeinträchtigungen sind oftmals Folgeerscheinungen neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder Morbus Parkinson. Wesentlich für die Wiederherstellung der Betroffenen ist der möglichst frühzeitige Beginn der physiotherapeutischen Behandlung. In der Fachklinik Lenggries bietet ein Team aus qualifizierten Physiotherapeuten seinen Patienten ein breites Spektrum physikalischer Maßnahmen an. Ein Großteil der Patienten, die einen Schlaganfall oder ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben, zeigt unmittelbar nach dem Ereignis Lähmungserscheinungen und leidet unter schmerzhaften Schwellungen, erhöhter Muskelspannung und Sensibilitätsstörungen. Das Ausmaß dieser Beeinträchtigungen ist im Wesentlichen abhängig vom Schweregrad der Erkrankung. So ist bei einigen Patienten die gesamte rechte oder linke Körperseite gelähmt, während bei anderen Patienten nur eine Extremität beispielsweise der Arm s betroffen ist. Zunächst stehen so genannte passive Maßnahmen wie die Elektrotherapie, manuelle Techniken und balneologische Anwendungen im Vordergrund der Behandlung. Die klassische Massage fördert die Durchblutung und lockert die verspannten Muskeln. Vielfältiges Angebot in der Fachklinik Lenggries Mit Hilfe der Elektrotherapie wird die Durchblutung der betroffenen Organe gefördert, der Schmerz gelindert und der Stoffwechsel im Gewebe sowie die Nervenleitfähigkeit angeregt. Eine Schmerzlinderung kann auch durch verschiedene Massagetechniken erreicht werden. Neben der klassischen Massage wenden die fachkundigen Masseure der Fachklinik Lenggries zusätzlich die Unterwasserdruckstrahlmassage, die Lymphdrainage und die Schmerzpunktmassage an. Zur Anbahnung motorischer und sensibler Fähigkeiten kommen ebenfalls Massagetechniken zum Einsatz, die mit wiederholenden passiven Übungen gekoppelt sind. Ziel ist es hierbei, verloren gegangene Bewegungsmuster neu zu erlernen. Um zusätzlich einen verbesserten Abfluss der lymphpflichtigen Substanzen zu bewirken, müssen die Extremitäten der Patienten auf eine ganz bestimmte Art und Weise gewickelt werden. Heiße Wickel führen passiv Wärme zu und wirken entkrampfend und durchblutungsfördernd. Ergänzend werden Teil- oder Ganzbäder eingesetzt, die mit entsprechenden Badezusätzen angereichert sind. Alle beschriebenen passiven Maßnahmen bereiten die Mobilisation der Patienten eingehend vor. Diese beginnt mit ersten Aufrichtversuchen an der Bettkante und ermöglicht schließlich den Patienten die eigenständige Fortbewegung mit dem Rollstuhl. Der Weg zurück in die Selbstständigkeit ist das übergeordnete Ziel, das nicht nur wir Physiotherapeuten, sondern alle Mitarbeiter der Fachklinik Lenggries in Form einer intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit verfolgen. Matthias Gans Passive physikalische Maßnahmen in der Fachklinik Lenggries Massagetechniken/ Manuelle Techniken Bindegewebsmassage Fußreflexzonenmassage Klassische Massage Kompressionsbandagierung Lymphdrainage Hemimassage Elektrotherapie Vierzellenbad Iontophorese Kurzwelle Mittelfrequenz Niederfrequenz Stangerbad Bäderanwendungen Medizinisches Kohlensäurebad Eisbehandlung Sprudelbad Teilbad Wechselbad Packungen Fangopackung Moorpackung Heupackung Lehmpackung Rotlicht 6 FACHKLINIK LENGGRIES

7 PHYSIKALISCHE THERAPIE PHYSIKALISCHE THERAPIE HILFE ZUR SELBSTHILFE Lobby für Physiotherapeuten Deutscher Verband für Physiotherapie Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e.v. (ZVK) Die Physiotherapie ist genauso wie beispielsweise die Orthopädie oder Neurologie ein wesentlicher Teil der medizinischen Grundversorgung. Immer mehr Ärzte schätzen diese therapeutischen Leistungen als Alternative zur Behandlung mit Arzneimitteln. Der bereits 1949 gegründete Deutsche Verband für Physiotherapie vertritt die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen aller freiberuflichen und angestellten Physiotherapeuten. Eine Wiedererlangung der motorischen Fähigkeiten zu erreichen, ist das übergeordnete Ziel einer physiotherapeutischen Behandlung. Dass die Therapie effizient und von qualifizierten Fachkräften durchgeführt werden muss, sollte demnach selbstverständlich sein. Der ZVK setzt sich für einen hohen Qualitätsstandard und dessen Sicherung in der Physiotherapie sowie für die wissenschaftliche Weiterentwicklung physiotherapeutischer Behandlungsmethoden ein. Dazu zählt ebenfalls die kontinuierliche theoretische und praktische Fort- und Weiterbildung der Physiotherapeuten. Mitgestaltung der physiotherapeutischen Versorgungsstrukturen im Gesundheitswesen Des Weiteren plädiert der Verband für die Einbeziehung der Physiotherapeuten in wichtige berufs- und gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse und vertritt die berufspolitischen Interessen der Mitglieder. Dazu gehört neben der Beratung in Ausbildungsfragen über Berufsgesetz, Ausbildungs- und Prüfungsverordnung die fachliche Betreuung durch die Arbeitsgemeinschaften des ZVK. Aber nicht nur Informationen für Physiotherapeuten, sondern auch für Ärzte und Betroffene bietet der ZVK. Mit seinem ausführlichen Internetangebot (www.zvk.org) sowie der zweimonatlich erscheinenden Zeitschrift Krankengymnastik hält der Verband Interessierte kontinuierlich auf dem Laufenden. Der ZVK ist heute anerkannter Gesprächsund Verhandlungspartner der Krankenkassen, der Ärzteschaft, der Politik und anderer gesellschaftlicher Gruppen. Somit gestaltet er aktiv das Gesundheitswesen auf allen Ebenen, im Interesse der Patienten und der Physiotherapeuten, mit. BUCHTIPP Wieder Aufstehen Frühbehandlung und Rehabilitation für Patienten mit schweren Hirnschädigungen Informationen erhalten Interessierte beim Deutschen Verband für Physiotherapie Zentralverband der Physiotherapeuten/ Krankengymnasten e.v., Deutzer Freiheit 72 74, Köln. Jedes Jahr erleiden Tausende junger, aktiver Menschen eine schwere traumatische Hirnverletzung. Hinzu kommen zahlreiche mit vergleichbar schweren nichttraumatischen Hirnläsionen, wie beispielsweise Schlaganfallpatienten. Die Betroffenen benötigen eine lange und intensive Rehabilitation, um wieder ein gewisses Maß an Selbstständigkeit zu erreichen. In ihrem Buch beschäftigt sich die Autorin Patricia M. Davies mit der Frührehabilitation von Patienten, die ein Hirntrauma oder eine ähnlich schwere Hirnschädigung erlitten haben. Sie stellt dem Leser ein umfangreiches Spektrum von Behandlungsmöglichkeiten vor, angefangen von der Intensivbehandlung bis hin zum Neuerlernen des Gehens. Illustriert und ergänzt werden ihre detailgenauen Anleitungen durch mehr als 600 Fotos von Patienten und Therapeuten in alltäglichen Behandlungssituationen. Das Buch gibt dem Leser umfassende Ratschläge zum Umgang mit Wahrnehmungsstörungen, zeigt, wie der bewusstlose Patient gelagert, bewegt und in eine aufrechte Stehposition gebracht wird und wie er im Folgenden wieder essen, trinken und sprechen lernen kann. Schwer wiegende Verluste an Beweglichkeit wie Kontrakturen, die den Erfolg der Rehabilitation beeinträchtigen würden, können durch spezielle Maßnahmen, welche die Autorin in ihrem Ratgeber beschreibt, von vorneherein vermieden oder später noch überwunden werden. Das Buchs Wieder Aufstehen ist ein wertvoller Ratgeber für alle, die Patienten mit Hirnschädigungen betreuen und behandeln. Aber auch Angehörige werden direkt angesprochen, indem ihnen vermittelt wird, wie sie bei der Betreuung aktiv und therapeutisch mithelfen können. Patricia M. Davies, Wieder Aufstehen, Berlin, Heidelberg, New York: Springer-Verlag 1999, 79,90 Mark FACHKLINIK LENGGRIES 7

8 PHYSIKALISCHE THERAPIE PHYSIKALISCHE THERAPIE EXPERTENINTERVIEW Bedeutung der Physikalischen Medizin in der modernen Rehabilitation Interview mit Dr. med. Franz Wehle, Leitender Arzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin in der Fachklinik Lenggries Dr. med. Franz Wehle Herr Dr. Wehle, in der Rehabilitation hat sich in den letzten Jahren eine starke Wandlung vollzogen. Welchen Platz nimmt die physikalische Therapie in der modernen rehabilitativen Medizin ein? Im Gegensatz zur Akutbehandlung haben wir es bei der rehabilitativen Behandlung mit Funktionsdefiziten zu tun, die entweder länger andauern oder bereits chronischer Natur sind. Neben den Funktionsdefiziten kommt es zu einer mehr oder weniger gelungenen Anpassung des Körpers an diese Erkrankung, die jedoch in den meisten Fällen Folgeprobleme nach sich zieht. Als Beispiel sei eine schwere Arthrose des Kniegelenkes genannt, die schmerzbedingt zu einer zunehmenden Inaktivität führen kann. Mit dem Kraftverlust im schmerzhaften Gelenk bilden sich zunehmend ein allgemein verminderter muskulärer Trainingszustand sowie eine reduzierte Herz- Kreislaufbelastbarkeit heraus. Dies kann speziell bei älteren Menschen zur Isolation führen und vielleicht, bedingt durch chronische Schmerzen und Vereinsamung, eine Depression auslösen. Die Physikalische Medizin erfasst im Rahmen der Diagnostik, zum Beispiel nach Implantation einer Knieendoprothese, nicht nur die muskulären Defizite im betroffenen Gelenk, sondern berücksichtigt auch die subakut oder chronisch hinzugetretenen Defizite. Dazu wird in der Anamnese nach den schmerz- auslösenden Faktoren gefragt. Unter anderem werden Lokalisationen und Schmerzausbreitung berücksichtigt und die Charakteristik der Beschwerden im Tagesverlauf aufgenommen. Die Untersuchung erfasst mit manuellen Untersuchungsmethoden ebenfalls die verschiedenen Weichteilstrukturen und den Zustand der Gelenke und Wirbelsäulenabschnitte. Um Beschwerden zu reproduzieren, werden Provokationstests eingesetzt, die gezielt Weichteilstrukturen, Gelenke, Nerven und das zentrale Nervensystem belasten. Durch physikalische Reize werden Reaktionen des Körpers provoziert. Diese Reaktionen können durch passive Maßnahmen, zum Beispiel durch Kälte-/Wärme-Anwendungen (Moor, Kaltluft), durch Dehnungen und Knetungen von Muskulatur, Sehnen, Bindegewebe (Massagen) oder Lymphsystem (Lymphdrainage) oder durch das Einwirken von Strom hervorgerufen werden. Aktive Maßnahmen wie Kraft- und Ausdauertraining bewirken ebenfalls eine Anpassung des Körpers im Sinne Durch bildgebende Verfahren ist es möglich, die eingeschränkte Hirnaktivität eines gelähmten Körperteils sichtbar zu machen. eines Kraftzuwachses, verbesserter Herz- Kreislaufbelastbarkeit und Ökonomisierung der Atmung. Gemeinsam ist den aktiven und passiven Behandlungen, dass sie vom Körper mit Wachstums-, Differenzierungs- und Adaptationsvorgängen beantwortet werden, die entsprechend den angewandten Behandlungen auf eine Normalisierung von somatischen und psychischen Funktionen abzielen. Die Kenntnis der Wirkungsweise der verschiedenen physikalischen Reize, deren Indikationen, Dosierungen und Kontraindikationen ist notwendig, um eine Wirksamkeit der Behandlung sicherzustellen und eine Gefährdung zu vermeiden. Die Erfassung der Begleiterkrankungen insbesondere des Schmerzes und der Begleitdefizite, wie sie anfangs dargestellt wurden, ist Bestandteil der Physikalischen Medizin. Welche wissenschaftlichen Fortschritte konnten im Bereich der Physiotherapie in den letzten Jahren erzielt werden? Innerhalb der Physiotherapie werden die grundlegenden Wirkprinzipien immer gezielter eingesetzt. Während früher verschiedene physiotherapeutische Behandlungsformen noch sehr stark von bestimmten Schulen geprägt waren, werden heute die grundlegenden Wirkprinzipien weitgehend verstanden und in der Behandlung umgesetzt. Die Wirksamkeit der unterschiedlichen Methoden wird zunehmend objektiv messbar und untereinander vergleichbar. Auch dem gesetzlichen Anspruch auf einen Wirksamkeitsnachweis kann damit immer mehr Genüge geleistet werden. Schlaganfall und Schädelhirntrauma führen in der Mehrzahl der Fälle bei den Betroffenen zu motorischen und sensorischen Beeinträchtigungen. Ziel ist es, durch die Erkrankung verloren gegangene Körperunktionen wieder neu zu erlernen. Welchen Beitrag leistet hier die physikalische Therapie? Nach Schlaganfall und Schädel-Hirn- Trauma ist die willentliche und angemessene Steuerungsfunktion des Nervensystems für Bewegungen und die Verarbeitung von Empfindungen aus dem Körper reduziert oder aufgehoben. Die Steuerung kann ebenfalls 8 FACHKLINIK LENGGRIES

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