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1 14. Deutscher Fachkongress der kommunalen Energiebeauftragten am 27./ in Münster Workshops (Kurzbeschreibungen) Energieeffizienz Sommerlicher Wärmeschutz angenehmes Raumklima ohne aktive Kühlung Ralf Bermich, Heidelberg Bei sommerlicher Überhitzung von Räumen muss aktive Kühlung die letzte Notlösung bleiben. Vorher ist die Häufigkeit und Höhe der Überhitzung zu bewerten und alle passiven Maßnahmen zu realisieren (Verschattung, Minimierung interner Lasten, Nachtlüftung etc.). Energieeffiziente Straßenbeleuchtung mit LED Stefan Wenzel, Düsseldorf Im Workshop werden verschiedene LED-Projekte aus Düsseldorf vorgestellt. Unter anderem werden dies der Einsatz unterschiedlicher Lampentypen, die Insektenverträglichkeit im Vergleich, das LED-Versuchsareal in der Stadt sowie die Öffentlichkeitsarbeit und Wettbewerbe sein. Die Projekte sollen anschließend diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht werden. Energieeffizienz versus Denkmalschutz unabwendbarer Zielkonflikt oder kreatives Vergnügen? Heike Gareiß, Nürnberg Energieeffizienz und Denkmalschutz gehören zu den Pflichtaufgaben der Gesellschaft. Bei einer getrennten Betrachtung dieser Ziele sind, gerade bei Sanierungsplanungen für denkmalgeschützte Gebäude, Interessenkonflikte vorprogrammiert. Ein integraler Planungsprozess von Anfang an, der die Trennung dieser scheinbar widerstreitenden Ziele aufhebt, schafft hier Abhilfe und ermöglicht ein kreatives Ergebnis, das vor allem den Nutzer im Blick behält. Anhand von ausgewählten Beispielen aus dem Gebäudebestand der Stadt Nürnberg wird auf den Umgang mit dieser Problematik eingegangen und auf die Lösungswege verwiesen.

2 Passen Pommes zum Passivhaus? PH-Ganztagesschulerweiterung mit Kantine und Bio-Catering Bernd Wiese, Peter Schach, Freiburg i. Br. Ein Schulgebäude in Passivbauweise zu errichten, ist immer noch eine Herausforderung für das Planungsteam. Besonders interessant dürfte die Ganztagesschulerweiterung der Stadt Freiburg i. Br. sein. Die Hauptnutzung des Gebäudes als Kantine und Versammlungsstätte erforderte eine intensive integrale Planung. Der Begriff Pommes oder Passivhaus deutet bereits die Schwierigkeiten und die gewonnenen Erfahrungen aus dem Planungsprozess an, die im Workshop vorgestellt werden. Neben technischen Aspekten sind weitere Voraussetzungen erforderlich, um auch das Ziel, eine gesunde Ernährungsweise mit Bio-Catering, zu erreichen. Eine attraktive Kantine muss mehr bieten als nur gutes Essen. Erneuerbare Energien Solardachpool: Bereitstellung von städtischen Dächern für PV-Anlagen bei der Stadt Dortmund Dieter Weymar, Dortmund Die Stadt Dortmund stellt seit 2005 für Investoren Dächer städtischer Liegenschaften zur Verfügung. Derzeit sind 76 PV-Anlagen am Netz. Der Workshop zeigt die Problematik von der Vertragsgestaltung über die Koordination zwischen allen Beteiligten bis hin zur technischen Umsetzung mit Bürgerbeteiligung. Geothermie-Nutzung am Beispiel einer Wohnsiedlung Joachim Broch, Düsseldorf Die Nutzung der Erwärme zu Heizzwecken bei Wohngebäuden über Erdsonden hat in jüngster Zeit deutlich zugenommen. Anhand eines geplanten Vorhabens werden die aus Sicht der Behörde zu berücksichtigenden insbesondere die wasserwirtschaftlichen Randbedingungen vorgestellt. Förderprogramm Solarthermie und Nutzung regenerativer Energien in Bonn Joachim Helbig, Bonn Nach einem kurzen Überblick über die Aktivitäten der Stadt Bonn im Handlungsfeld erneuerbare Energien werden insbesondere die Durchführung und Ergebnisse des kommunalen Förderprogramms Solarthermie nach zweijähriger Laufzeit vorgestellt. 2

3 Energieautark 2050: Regionale Biomassenutzung als Baustein einer Gesamtstrategie Ulrich Ahlke, Zukunftskreis Steinfurt Der Zukunftskreis Steinfurt will bis zum Jahr 2050 (rechnerisch) energieautark werden. Hierzu soll ein regionales Energiemanagementsystem entwickelt werden. Wie können sich durch dieses Projekt die Energie- und Finanzströme sowie die regionale Wertschöpfung verändern, wie funktionieren die regionalen Netzwerke und welche Rolle spielt die begrenzt verfügbare Biomasse in der strategischen Ausrichtung des Kreises? Der Weg der nachhaltigen Entwicklung des Zukunftskreises Steinfurt wird im Rahmen des Workshops vorgestellt. Energiemanagement in kleinen und mittleren Kommunen Energiemanagement in Mörfelden-Walldorf: Leuchtturmprojekte schaffen Akzeptanz Andreas Fröb, Mörfelden-Walldorf Durch sogenannte Leuchtturmprojekte, wie die vorbildliche Sanierung des Rathauses (Green Building) bis hin zum öffentlichkeitswirksamen Projekt Solar-Stadtplan konnte in Mörfelden-Walldorf ( EW) in den vergangenen zehn Jahren Akzeptanz für rationelle Energienutzung und erneuerbare Energien auf breiter Ebene gewonnen werden. Aktuell wird ein umfassendes Klimaschutzkonzept 2020 entwickelt. Herangehensweise, Erfolge und Hemmnisse werden aufgezeigt. Klimaschutz und Energieeffizienz in Wettenberg Michael Krick, Wettenberg Im Workshop sollen Vorgehensweisen, Maßnahmen, Kooperationen, Aktionen und Projekte im Klimaschutz der Gemeinde Wettenberg ( Einwohner, 3 Ortsteile) vorgestellt werden. Dabei werden das Kommunale Energiemanagement, kommunale Förderprogramme, der Energiebeirat Wettenberg, die Aktion Minus 10 % und die Kooperation mit der Klimaschutzagentur Gießen im Bereich der Holznutzung im Vordergrund stehen. Aber auch das Technik Museum der Gemeinde und das Thema Klimaschutz in der Bauleitplanung in Wettenberg sollen im Workshop diskutiert werden. 3

4 Energiemanagement in der kommunalen Gebäudebewirtschaftung Herbert Hofmuth, Stadt München Der Anteil der Energiekosten an den Betriebskosten von Gebäuden nimmt durch steigende Energiepreise ständig zu. Effizientes Energiemanagement hilft den Kommunen, Kosten einzusparen, und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Die Einsparungen durch Energiemanagement sind erheblich höher als die Aufwendungen. Dies soll im Workshop insbesondere für die kleinen und mittleren Kommunen erörtert und diskutiert werden. Aktuelle KfW-Förderprogramme für Kommunen Katrin Haubold, Berlin Im Workshop werden aktuelle Förderprogramme der KfW vorgestellt und anschließend diskutiert. Schwerpunkte dabei sollen die Programme Energieeffizient sanieren für Kommunen, Investitionsoffensive Infrastruktur-Konjunkturpaket der Bundesregierung (Kurzinfo) und die KfW-Förderung im Infrastrukturbereich sein. Förderung von kommunalen Maßnahmen durch die Klimaschutzinitiative des BMU Vera Lorke, Difu Köln In nicht kommerziellen sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die Erstellung von Klimaschutzkonzepten sowie die beratende Begleitung bei deren Umsetzung, die Anwendung von Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung mit vergleichsweise geringer Wirtschaftlichkeitsschwelle sowie Modellprojekte zum Klimaschutz. Im Workshop sollen diese Fördermöglichkeiten mit Schwerpunkt auf kleine und mittlere Kommunen vorgestellt und diskutiert werden. Energie im Gebäudemanagement 25 Jahre Gebäudeleittechnik Erfahrungen, Entwicklungen, Ausblick Jürgen Berthold, Wuppertal Im Workshop wird die fortlaufende Entwicklung und Erweiterung der Gebäudeleittechnik in Wuppertal geschildert. Folgende Aspekte werden dabei im Vordergrund stehen: technischer Aufbau und fortwährende Weiterentwicklung, personelle Struktur, wirtschaftliche Betrachtung und Kosten-Leistungs-Rechnung, Aufgabendefinition und Schnittstellen zu internen und externen Diensten sowie praktischer Betrieb und Aufgabenlösungen. 4

5 Erfahrungen bei der Strom- und Gasausschreibung Dr. Jürgen Görres, Stuttgart Im Workshop wird auf die Erfahrungen der Stadt Stuttgart bei der Stromausschreibung und der Behandlung des Gaseinkaufs eingegangen. Neben den Rahmenbedingungen wird über die Besonderheiten der vertraglichen Bedingungen und über Strategien berichtet. Energetische Projektsteuerung am Beispiel des Neubaus einer Ganztagesbetreuung für ein Gymnasium im Passivhausstandard Eva Anlauft, Markus Aurbach, Nürnberg Im Herbst 2008 wurde der eingeschossige Neubau fertiggestellt. Er sollte im Passivhausstandard errichtet werden. Erwartete und unerwartete Probleme traten sowohl während der Planungen, im Rahmen der Berechnungen mit dem Passivhausprojektierungspaket, als auch bei der Ausführung und den Abnahmen auf. Im Zuge des Planungs- und Bauprozesses wuchsen wir in die Rolle einer energetischen Projektsteuerung hinein. Nach Abschluss der Baumaßnahme lassen sich verallgemeinerungswürdige Erfolgsfaktoren beschreiben und Ansätze für die Aufgabenbeschreibung einer energetischen Projektleitung skizzieren. Zudem liegen am Ende der Heizperiode 2008/2009 erste Messungen zu den tatsächlichen Verbräuchen vor. Anspruch und Wirklichkeit lassen sich vergleichen. U. U. kann bereits schon über Optimierungsmaßnahmen diskutiert werden. Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen 2008 (inkl. Passivhausstandard) Mathias Linder, Frankfurt a. M. Im Hochbauamt der Stadt Frankfurt wurden Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen entwickelt, die bei allen Neubau- und Sanierungsvorhaben einzuhalten sind. Diese sollen sicherstellen, dass bei allen Maßnahmen das wirtschaftliche Optimum hinsichtlich Dämmstandard und technischer Gebäudeausrüstung eingebaut wird. 5

6 Beratung und Öffentlichkeitsarbeit Energie-Spaß-Programm in Kindertagesstätten Peter Schröder, Bremerhaven Was in den Schulen klappt, kann auch in den Kindertagesstätten funktionieren. In diesem Workshop soll eine Möglichkeit zur Umsetzung eines ENERGIE-SPAß- PROGRAMMS in Kindertagesstätten dargestellt werden. Wie kann dieses Thema in die Kindertagesstätten transportiert werden? Wie erreiche ich die Kindergärtnerinnen und die Kinder? Wie erfasse ich die Verbrauchswerte und wie bemesse ich die Einsparungen? Wie hole ich mir Unterstützer mit ins Boot? Wie verkaufe ich das Projekt nach außen? Konsultationskreis Energieeffizienz und Klimaschutz (KEK) Michael Funke, Dortmund Die Stadt Dortmund hat ein umfangreiches Kommunales Handlungsprogramm 2020 für den Klimaschutz auf den Weg gebracht. Um die lokalen Strategien, Projekte und Programme wirksamer umzusetzen, ist ein Gremium (KEK) gebildet worden. In diesem Workshop werden die Rahmenbedingungen, Inhalte und die Vorgehensweise zur Erarbeitung des Handlungsprogramms Klimaschutz 2020 vorgestellt. Energie-Workshop für Hausmeister Ein Erfahrungsbericht Rainer Knaupp, Nürnberg Durch die positive Beeinflussung des Nutzerverhaltens lassen sich Einsparungen von bis zu 15 Prozent erzielen, ohne dass es zu einem Komfortverlust für die Nutzer kommt. Für öffentliche Gebäude gibt es eine Vielzahl von Projektformen, um dieses Einsparpotenzial zu erschließen. In diesem Vortrag werden Erfahrungen aus der Schulung von Hausmeistern/innen und technischem Betriebspersonal aufgezeigt, da diese ihr Gebäude und seine Belegschaft am besten kennen. Der zugrunde liegende Energie-Wokshop für Hausmeister war eine Gemeinschaftsproduktion von Energieagentur Mittelfranken, Gebäudemanagement Stadt Erlangen und Kommunalem Energiemanagement Stadt Nürnberg. 6

7 Energiesparmodelle für Schulen und Kindergärten: Neue Beteiligungsmodelle Andrea Fischer, EnergieAgentur.NRW, Wuppertal Energiesparprojekte und -modelle in Schulen und Kindergärten sind nicht neu! Bereits seit den 90er Jahren wird in Schulen und Kindergärten eifrig gelernt, experimentiert und Energie gespart: Für den Klimaschutz und für den Etat der Einrichtung. Wie können Träger von Schulen und Kindergärten die Nutzer der Gebäude beim Energiesparen unterstützen? Welche Modelle haben sich bewährt? 7

8 14. Deutscher Fachkongress der kommunalen Energiebeauftragten am 27. und 28. April 2009 in Münster Exkursionen am von 10:00 12:00 Uhr Start und Treffpunkt für alle Exkursionen ist vor dem Eingang des Stadtweinhauses, Prinzipalmarkt 8-9 in Münster Exkursion 1: Besichtigung des Demozentrums Bau und Energie der Handwerkskammer Münster In Deutschlands wohl einmaligem Informations- und Kommunikationszentrum für energiesparendes Bauen können Häuser mit extrem niedrigem Wärmebedarf besichtigt werden. Fünf Einzelgebäude und ein gläsernes Forum veranschaulichen verschiedene Energieversorgungstechniken und Bauweisen. Die Bauwerke wurden überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut. Innerhalb einer einmaligen Ausstellung werden alle verwendeten Baukonstruktionen nachvollziehbar präsentiert und erläutert. Bustransfer ab Stadtweinhaus und zurück. Weitere Informationen unter: Exkursion 2: Besichtigung des GuD-Kraftwerkes der Stadtwerke Münster am Hafen Das moderne Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk der entlastet die Umwelt jährlich um t CO 2 und erreicht einen Ausnutzungsgrad von 88%. Das neue Kraftwerk wurde 2006 fertig gestellt und ersetzte ein kohlegefeuertes Heizkraftwerk. Die Besichtigung dieser eindrucksvollen Anlage erfolgt unter sachkundiger Führung durch Mitarbeiter der Stadtwerke Münster. Bustransfer ab Stadtweinhaus und zurück. Weitere Informationen unter: Exkursion 3: Mit dem Fahrrad auf Klimatour Die Klimahauptstadt Münster wirklich spüren und erleben kann man letztlich nur per Leeze - wie die Münsteranerinnen und Münsteraner liebevoll ihre Fahrräder nennen. Von der größten deutschen Radstation über die Fahrrad-Autobahn vorbei am energetisch sanierten Stadthaus 2 zur Autofreien Siedlung werden wir viele weitere klimarelevanten Maßnahmen sehen. Weitere Informationen unter: Exkursion 4: Stadtführung Altstadt Die Altstadtführung ist ein abwechslungsreicher Streifzug durch die Stadt des Westfälischen Friedens. Bummeln Sie zwei kurzweilige Stunden mit Ihrer Gästeführerin zu Fuß durch die Altstadt und erleben Sie mit Rathaus, Lambertikirche, St.-Paulus-Dom und Barockviertel ein gutes Stück Münster. Weitere Informationen unter:

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