Editorial Gefährlichen Herzrhythmusstörungen auf der Spur

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1 0 36 Im Fokus: Der erweiterte Sana Vorstand stellt sich vor Seite 10 Kurzporträt der neuen Sana Spitze und Interview mit dem Sana Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael Philippi Die Mitarbeiterzeitung des Sana-Herzzentrums Cottbus Neue Schlagkraft für das flimmernde Herz Editorial Gefährlichen Herzrhythmusstörungen auf der Spur EPU eine spezielle Katheteruntersuchung, bei der die Ursachen von ungeklärtem Herzrasen lokalisiert und beseitigt werden können. Michael Kabiersch Fotos: Sana-Herzzentrum Cottbus, Thinkstock (1) Liebe Mitarbeiterin, lieber Mitarbeiter, ich hoffe, dass Sie schon auf die dritte Ausgabe unserer 360 gewartet haben. Denn wir können stolz auf sie sein. Die erste Ausgabe ist mit dem Sana Klinikaward als beste Mitarbeiterzeitung ausgezeichnet worden, dafür die herzlichsten Glückwünsche an das Redaktionsteam. Erinnern möchte ich Sie an die Einlösung Ihres Gesundheits-Tickets. Nicht nur, dass Sie sich täglich Gratis-Äpfel nehmen können, auch Ihre körperliche Fitness ist uns wichtig. Auf der Seite 5 finden Sie dazu weitere Informationen. Und dann wollen wir es ganz genau wissen. Ich hoffe, Sie beteiligen sich an der Mitarbeiterbefragung. Bitte beantworten Sie alle Fragen offen und ehrlich. Lassen Sie uns durch einen hohen Rücklauf unsere Stärken und Schwächen ermitteln, um daran gezielt arbeiten zu können. Sicher bin ich mir, dass es dem Redaktionsteam wieder gelungen ist, eine interessante Mischung an Artikeln über das Innenleben unseres Herzzentrums zusammenzustellen. Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre! Ihr Michael Kabiersch Geschäftsführer Das Herz schlägt rasend schnell. Der Patient leidet unter Schwindel, Schwächeanfällen und Luftknappheit, ein undefinierbarer Schmerz im Brustraum tritt ab und zu auf. Diesen Symptomen muss auf den Grund gegangen werden, denn es könnte eine komplizierte Herzrhythmusstörung dahinterstecken. Gerade für Patienten mit anfallartigem Herzrasen, bei denen die medikamentöse Therapie dauerhaft keinen Erfolg zeigt, bieten wir seit zwei Jahren mit einer speziellen Herzkatheteruntersuchung, der Elektrophysiologischen Untersuchung (EPU), eine effektive Behandlungsoption an. Ein Team seit der ersten EPU: Andreas Terne (l.) und Dr. Boris Keweloh vom ukb, hier mit dem Leitenden Oberarzt Kardiologie, Dr. Axel Harnath (r.). Mit der Einrichtung eines elektrophysiologischen Messplatzes und der damit verbundenen Spezialausstattung zur Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen im Hybrid-OP wurden 2012 die technischen Voraussetzungen geschaffen, um das diagnostische und therapeutische Spektrum bei der invasiven Herzuntersuchung und -behandlung weiter auszubauen. Da die elektrischen Strukturen am Herzen sehr klein sind und das Behandlungsverfahren zeitaufwendig ist, wird eine große Erfahrung des behandelnden Facharztes vorausgesetzt. Das Cottbuser Team um Andreas Terne, dem auch Dr. Ales Sedlacek angehört, hat sich mit externen erfahrenen Elektrophysiologen auf diese Spezialisierung vorbereitet: So steht ihnen bereits seit den ers- ten EPU-Behandlungen mit Dr. Boris Keweloh, Stellv. Klinikdirektor der Klinik für Innere Medizin am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb), ein erfahrener elektrophysiologischer Kardiologe zur Seite. Mit der Praxisklinik Herz und Gefäße Dresden gibt es seit einiger Zeit eine weitere Kooperation, aus deren Ärzteteam Dr. László Károlyi etwa zweimal im Monat bei den Eingriffen in Cottbus präsent ist. Fortsetzung auf Seite 3 >> Hauseigene online-bibliothek Fachwissen schnell verfügbar In Zeiten, in denen sich die Arbeit immer stärker verdichtet, ist es oft entscheidend, dass Wissen schnell und einfach verfügbar ist. Mit der Online-Bibliothek sana wissen steht Ihnen im Intranet ein umfassendes Fachinformationsportal zur Verfügung. Das Themenangebot besteht aus bisher 41 medizinischen Fachzeitschriften der Springer Medizin Collection und wird je nach Bedarf in Abstimmung erweitert. Der Zugang erfolgt über den Button Online-Bibliothek auf unserer Intranetstartseite. Selbstverständlich können Sie die Online-Bibliothek auch von zu Hause aus nutzen. Den dafür notwendigen Link finden Sie auf deren Startseite unter Zugriff von zu Hause.

2 Sana-Herzzentrum Cottbus Medizin & Innovation themendiskussion Können Roboter Herzchirurgen ersetzen? Pro: Dr. Sören Just, Leitender Oberarzt Herzchirurgie Tatsächlich teilt eine solche Schlagzeile immer die mentale Wertung. Hält man es nun für Science-Fiction oder für eine zukünftige Operationstechnik? Das rührt auch aus dem Umstand, dass die wenigen Erfahrungen durch lange Prozedurendauer, eine lange Lernkurve und einen stattlichen Anschaffungspreis eher negativ belastet sind. Nun sind aber Themen wie Sterilität, Komplikationsvermeidung durch minimierte Zugänge und Ablaufoptimierung durch standardisierte Operationsschnitte auch ohne Roboter absolute Nummer-eins-Themen in der modernen Herzchirurgie mit dem Drang nach Qualitätsverbesserung. Das da Vinci -System verrichtet keine selbstständigen Arbeiten. Es folgt den direkten manuellen Anweisungen des Chirurgen und ermöglicht ihm, seine Technik zu verfeinern und die Fähigkeiten zur Durchführung komplizierter minimalinvasiver Einriffe zu verbessern. Das System reproduziert die Bewegungen des Chirurgen in Echtzeit und führt ohne dessen»ein Roboter hilft, die Technik zu verfeinern«eingaben keinen operativen Schritt durch. Rein theoretisch könnte ein Spezialist bestimmte Eingriffe von London aus in Cottbus durchführen oder beratend unterstützen nein, ich meinte von Cottbus aus in London doch dies ist dann doch noch Science-Fiction. Contra: Prof. Dr. Dirk Fritzsche, Chefarzt Herzchirurgie Sicherlich würde die Schlagzeile Roboter ersetzt Herzchirurgen sofort einen vorderen Platz in allen Medien finden. Vermeintliche Vorteile, wie die Minimalisierung eines Operationstraumas, wurden aber rasch durch sehr lange Operationszeiten kassiert.»das System erbringt keine Vorteile für den Patienten«Auch die Komplexität und Komplikationsrate blieben trotz Überschreitung einer learning curve so hoch, dass sie schlichtweg den Standard der offenen Herzchirurgie verletzen. Dies muss aber von einem neuen Verfahren unbedingt gefordert werden. Gegenwärtig gibt es weltweit vielleicht zwei, drei hoch spezialisierte Herzchirurgen, die dieses System für Eingriffe an der Mitralklappe einsetzen. Ganz anders ist der Stellenwert in anderen Fachdisziplinen zu beurteilen. So gibt es in der Thoraxchirurgie Indikationen, wo der da Vinci -Roboter als Goldstandard eingesetzt werden kann. Hier profitiert der Patient von kleinen Zugängen, extremer Präzision und dreidimensionaler Darstellung des Operationssitus. Für die Herzchirurgie können wir auch und gerade bei einem sehr hohen Trainingsgrad hinsichtlich der Durchführung minimalinvasiver Eingriffe urteilen, dass das da Vinci -System keinerlei belegbare oder reproduzierbare Vorteile für den Patienten erbringt. Höchste Präzision mit dem da Vinci -Robotersystem Operieren per Fernsteuerung und Fußpedal Neueste Robotergeneration für komplexe operative Eingriffe vorgestellt sind die Zeiten vorbei, in denen Chirurgen am OP-Tisch standen? Durch den Einsatz von OP-Robotern soll die Schlüsselloch-Chirurgie für Patienten noch schonender und für den Chirurgen entspannter werden. Weniger Schmerzen, kürzerer Klinikaufenthalt, präzisere Schnitte: OP-Roboter sind nach Meinung vieler Ärzte die Helfer der Zukunft. Aber es gibt auch Stimmen, die sagen, die teuren Geräte haben ihre Tücken in der Anwendung. Die Berliner Charité stellte im Februar einen OP-Roboter der neuesten Generation des da Vinci -Systems für Eingriffe in Bauch, Becken und Thorax vor. Der Chirurg sitzt am neuen Roboter wie an einer Spielkonsole einige Meter vom OP-Tisch entfernt. Daumen und Zeigefinger stecken in schmalen Ringen aus Plastik, die Hände steuern das chirurgische Besteck fern. Die Füße ruhen auf Pedalen und beim Berühren reagiert eine winzige Kamera, die das Geschehen im Körper filmt. Beim Blick auf den Monitor sieht der Chirurg das Innere des Körpers im bunten 3D-Format. Eingesetzt wird dieser neue Roboter-Kollege zum Beispiel bei der Entfernung der Prostata oder bei Tumoren im Brustbereich Roboter in der Herzchirurgie Auch aus der Herzchirurgie gibt es Meldungen zum Einsatz von Robotersystemen. So fand bereits im Mai 1998 die erste Bypassoperation mit einem Roboter im Herzzentrum Leipzig statt. An der Universitätsklinik Innsbruck hatte der OP-Roboter im Juni 2001 seine Premiere. Im Dezember 2009 titelte FOCUS online: Roboter operiert am offenen Herzen. Es wurde über die Ergebnisse französischer Forscher berichtet, die einen dreidimensionalen Roboter entwickelt hatten, der synchron mit dem Herzschlag arbeitet. Am Universitätsspital Basel ist im Februar 2014 erstmals mit Hilfe eines dreidimensionalen Roboters eine Bypassoperation am schlagenden Herzen durchgeführt worden, bei der der Patient nicht an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden musste. Vielen Chirurgen schätzen die ruhigen Roboterhände, mit denen sie winzige Schnitte in kritischen Körperbereichen durchführen können. Wird es aber wirklich Robotersysteme geben, die den Herzchirurgen zukünftig am OP-Tisch bei den hochfeinen Operationen am schlagenden Herzen ersetzen können? Die ruhigen Roboterhände können eine wertvolle Unterstützung bei hochfeinen Operationen sein.

3 Medizin & Innovation Sana-Herzzentrum Cottbus Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) Spezielle Herzkatheteruntersuchung mit Navigationssystem Ist der Mechanismus der gefährlichen Herzrhythmusstörung gefunden, kann meistens sofort die Behandlung durch eine Ablation vorgenommen werden. Die EPU ist ein erprobtes invasives Verfahren bei der Behandlung von verschiedenen Herzrhythmusstörungen und hat sich aufgrund der hohen Erfolgsaussichten bei der nachfolgenden Katheterablation als ein Standardverfahren herausgestellt. Es ist eine Behandlung, bei der das Erregungsleitungssystem im Herzen durch Stimulation über Elektrodenkatheter untersucht wird. Dieser Behandlungsprozedur haben sich seit Januar 2012 in Cottbus mehr als 350 Patienten unterzogen. Im Rahmen dieser Untersuchung führt der Kardiologe mit Hilfe von Röntgendurchleuchtung Elektrodenkatheter bei örtlicher Betäubung über eine punktierte Leistenvene oder die Schlüsselbeinvene in den Körper ein. Diese Elektrodenkatheter, mit denen elektrische Signale erfasst werden können, werden zum Herzen vorgeschoben und jeweils im rechten Vorhof und in der rechten Kammer positioniert. Dort lässt sich an vielen Stellen gleichzeitig die elektrische Herzaktivität exakt messen. Hochleistungsrechner werten die Daten aus und zeigen genau an, wo die fehlgeleiteten Erregungsreize stattfinden. Bekämpfung der Ursache Ist die elektrische Bahn, die die Herzrhythmusstörung auslöst, gefunden, folgt die eigentliche Behandlung, die Katheterablation. Dabei wird die fehlerhafte Bahn mit einer sehr genau dosierten Wärmebehandlung verödet. Die Orientierung erfolgt mit Hilfe der Röntgendurchleuchtung und oft mit einem zusätzlichen dreidimensionalen Navigationssystem. Der Ablationskatheter, dessen Spitze durch Hochfrequenzstrom erhitzbar ist, kann so genau an die betreffende Herzstruktur navigiert werden. Das Gute an diesem Eingriff ist, dass wir mit der Verödung die Ursache ausschalten. Der Patient wird wegen dieser kranken Erregungsbahn mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Herzrhythmusstörungen mehr in seinem Leben bekom- Eine hohe Konzentration wird von Andreas Terne bei der Suche nach der Ursache der Herzrhythmusstörung verlangt.»die meisten Patienten werden nach der Behandlung nie wieder Probleme haben«men, so Andreas Terne. Nach einer Verödungsbehandlung von Vorhofflimmern, einer komplexen Prozedur im linken Vorhof, kann in bis zu 75 Prozent der Fälle Flimmerfreiheit erreicht werden. Gegenwärtig werden in unserem Herzzentrum monatlich bei mehr als 20 Patienten elektrophysiologische Untersuchungen, meist mit nachfolgender Ablationsbehandlung, durchgeführt. Therapieoptionen mit höchster Präzision Auf ein Wort: Dr. Boris Keweloh Fotos: Sana-Herzzentrum Cottbus, privat, Intuitive Surgical, Inc. Fallzahlen bereits auf dem Niveau etablierter Zentren Während die Eingriffszahlen der Herzkatheteruntersuchungen deutschlandweit seit Jahren auf einem im internationalen Vergleich hohen Niveau stabil sind, werden im jüngeren Feld der kardialen Elektrophysiologie vielerorts weiterhin erhebliche Steigerungen erzielt. Dies liegt einerseits an einer zunehmenden Zahl von Rhythmusstörungen in der zwischenzeitlich überalternden Bevölkerung, zum anderen daran, dass durch den Fortschritt der letzten zehn Jahre fast alle auftretenden Formen schneller Rhythmusstörungen durch eine Ablation (Verödung) kleiner Anteile des Herzens behandelt werden können. Am Cottbuser Herzzentrum ist es uns in den letzten zweieinhalb Jahren gelungen, den Arbeitsbereich kardiale Elektrophysiologie neu zu etablieren und die Fallzahlen bereits auf das Niveau jahrelang etablierter Zentren zu heben. Das junge Team um Dr. Andreas Terne hat sich dabei so schnell und umfassend eingearbeitet, dass bereits nach dieser kurzen Zeit das gesamte Spektrum der Ablationen auch ohne die Unterstützung der Ärzte aus dem ukb und der Praxisklinik Herz und Gefäße Dresden angeboten werden kann. Stellv. Klinikdirektor der Klinik für Innere Medizin am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) Auch über die endokardiale Elektrophysiologie hinaus, insbesondere im Bereich der speziellen Mitralklappenchirurgie und der thorakoskopischen Vorhofflimmerablation, ist die Kooperation der Kardiologie des ukb mit dem Sana-Herzzentrum Cottbus ein voller Erfolg

4 Sana-Herzzentrum Cottbus Kompetenz & Team Es stellt sich vor Assistenzärztin in Weiterbildung: Elena Filenberg Nach dem Abitur wollte sie eigentlich Krankenschwester werden, doch der elterliche Rat ließ sie in Berlin Humanmedizin studieren. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte die heute 34-jährige Elena Filenberg in Kasachstan, bis sie 1991 mit ihren Eltern und zwei Schwestern nach Deutschland umsiedelte. Über die Stationen Kiel und Peitz kam sie mit der Familie nach Cottbus und besuchte hier das Heinrich-Heine-Gymnasium. Eigentlich wollte sie nach dem Abitur mit der Ausbildung zur Krankenschwester beginnen. Doch mit dem Abiturzeugnis in der Hand und auf elterlichen Rat hin entschied sie sich für ein Medizinstudium an der Freien Universität Berlin. Dort beendete sie 2007 ihr Studium mit dem Staatsexamen in der Fachrichtung Humanmedizin. Praktische Erfahrungen und medizinisches Fachwissen sammelte sie während des Studiums an der Berliner Charité und dem Carl-Thiem-Klinikum, in dem sie auch ab August 2007 als Assistenzärztin für Innere Medizin in den Abteilungen Pulmologie, Nephrologie und Gastroenterologie/Rheumatologie arbeitete. Doch ihre berufliche Zukunft sieht Elena Filenberg in der Kardiologie. So hat sie sich 2013 an unserem Herzzentrum beworben, um hier ihre kardiologische Ausbildungszeit zu absolvieren und ist seit Februar 2014 als Assistenzärztin in Weiterbildung auf der Station 1 tätig. Auch privat fühlt sich Elena Filenberg hier angekommen. Sie lebt mit ihrem Mann und den Kindern im Ortsteil Ströbitz und kann sich heute kaum vorstellen, jemals wieder aus Cottbus wegzuziehen. Von der Aufnahme bis zur Entlassung Kleines Armband sorgt für große Sicherheit Während des gesamten Klinikaufenthaltes setzen wir bei der Patientensicherheit auf Patientenarmbänder mit individuellem Sana-Logodruck. Für Ärzte und Pflegekräfte gehört es zum Alltag: die Hygienevorschriften, die OP-Sicherheitscheckliste, die Patientenarmbänder und das mehrfache Verwechslung ausgeschlossen: Anästhesieschwester Susanne Gottschalk gleicht vor dem Eingriff alle Daten ab. Fragen nach dem Namen. Bei den Patienten kann das mitunter Verwirrung und auch schon mal Besorgnis auslösen. Hinzu kommen die Ängste vor Verwechslungen. Darum hören die Patienten bei der Aufnahme seit einiger Zeit diesen Satz: Bevor ich Sie auf Ihre Station begleite, möchte ich Ihnen noch Ihr Patientenarmband anlegen. Die Erfahrung zeigt, nur wenige Patienten lehnen das Armband ab. Ab und zu gibt es mal einen Witz über die Allinclusive -Bänder, aber der Nutzen überzeugt meist ohne lange Erklärungen. Im Klinikbetrieb arbeiten viele Menschen für viele Menschen zusammen. Und nur wenn der richtige Patient die richtige, für ihn optimale Behandlung erfährt, kann die medizinische Versorgung erfolgreich sein. Doch diese scheinbare Selbstverständlichkeit ist nicht banal: Nicht selten ist die Einbeziehung von Patienten bei der Identifikation erschwert. Sei es rund um die Operation und Narkose oder weil es sich um aufgeregte Notfallpatienten handelt. Das Projekt Einführung von Patientenarmbändern wurde darum in unserem Herzzentrum bereits im Sommer 2012 initiiert. Gemäß den Empfehlungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.v. erhalten die Patienten nach ausgiebigem Testen seit März 2013 ein leichtes Kunststoff-Armband, das mit den wichtigsten Informationen Name, Vorname, Geburtsdatum und Fallnummer versehen ist. Dadurch wird gewährleistet, dass jeder Patient anhand seines Armbandes jederzeit eindeutig identifiziert werden kann. Die Sicherheit unserer Patienten steht für uns an erster Stelle Drei Fragen an Pflegedirektorin Manuela Lehmann Das Team hat den Anspruch, jedem Patienten das höchstmögliche Maß an Sicherheit zu bieten. Warum ist gerade der Einsatz von Patientenarmbändern eine Verpflichtung? Schon bei der Aufnahme bekommen unsere Patienten das Patientenarmband, über das sie zu jeder Zeit, ob sie ansprechbar sind oder nicht, identifiziert werden können. Dadurch ist es dem Pflegepersonal und auch den Ärzten immer möglich, die Identität zu jedem Zeitpunkt festzustellen. Denn die Sicherheit unserer Patienten steht für uns an erster Stelle. Warum hat sich das Herzzentrum gerade für diese Patientenarmbänder entschieden? Nach der Entscheidung für die Einführung wurde eine interdisziplinäre Projektgruppe ins Leben gerufen, um zunächst die Anforderungen an eine Armbanddrucklösung zu definieren. Neben der Möglichkeit der Einbindung in das Krankenhausinformationssystem sollten die Arm bänder einfach zu handhaben sein und einen hohen Tragekomfort mit sich bringen. Darüber hinaus galt es, ein wasser-, seifen- und desinfektionsmittelresistentes Druckbild zu erzielen, um keinerlei Einschränkungen im hygienischen Umgang herbeizuführen. Ein wenig erinnern die Patientenarmbänder an All-inclusive-Bändchen in Hotels. Wie ist denn die Akzeptanz bei den Patienten? Bei der Aufnahme wird jeder Patient über das Sicherheitsarmband aufgeklärt. Entscheidet er sich gegen das Tragen, dann wird dies in der Patientenakte dokumentiert. Aber gut 99 Prozent aller Patienten entscheiden sich für den zusätzlichen Sicherheitsstandard. Das zeigt, dass Patienten diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahme begrüßen, sobald sie die Vorteile kennen.

5 Kompetenz & Team Sana-Herzzentrum Cottbus Betriebliches Gesundheitsmanagement Ihr Wohlergehen liegt uns am Herzen Weniger Stress, mehr Bewegung und eine gesündere Ernährung: Gerade wer im Gesundheitsbereich arbeitet, muss das eigene körperliche und seelische Wohl wichtig nehmen und sollte aktiv etwas dafür tun. Seit Anfang des Jahres bieten wir Ihnen zur Unterstützung von Fitness und Wohlbefinden das arbeitgeberfinanzierte GesundheitsTicket an. Damit können Sie Gesundheitsmaßnahmen wie Massagen und physiotherapeutische Behandlungen, Präventionskurse wie Rückenschule und autogenes Training, Yoga und Pilates-Kurse in einem zertifizierten Netzwerk von Gesundheitsanbietern in Anspruch nehmen. Die Idee: Jeder Mitarbeiter wählt individuell seine Vorsorge und bezahlt mit seinem GesundheitsTicket außerhalb des Unternehmens und der Arbeitszeit. Ihr GesundheitsTicket können Sie auf verschiedene Weise einsetzen. In Cottbus und Umgebung wird es von über 60 Gesundheitsdienstleistern akzeptiert. Einer davon ist MediFit Cottbus: Dort können Sie medizinisch begleitet trainieren, an Kursen wie Power Yoga und Gesundheitstraining teilnehmen oder sich mit einer Massage so richtig verwöhnen lassen. Eine Übersicht der teilnehmenden Netzwerkpartner in Ihrer Umgebung finden Sie nach Eingabe Ihres persönlichen Ticketcodes auf der Internetseite Ist Ihre Wunschpraxis noch nicht Partner des Netzwerkes, dann können Sie unter Gesundheitsdienstleister empfehlen ganz einfach Namen und Kontakt Ihres Wunschpartners angeben. Und wenn Sie weitere Fragen haben, das Serviceteam des GesundheitsTickets ist für Sie da. Schicken Sie einfach eine Mail an Absolute Reinheit bis ins Kleinste Mit heißem Dampf gegen Keime am OP-Besteck Viele Mitarbeiter im nichtmedizinischen Bereich tragen zu einem reibungslosen Ablauf bei, z.b. Technische Sterilisationsassistenten. Reinigen, desinfizieren, kontrollieren, verpacken und sterilisieren von chirurgischen Instrumenten gehören zu den täglichen Aufgaben von Andreas Barthel. Die Arbeitsabläufe greifen ineinander und alles wird detailliert im EDV-System erfasst. So lässt sich genau nachvollziehen, welches Skalpell in welchem Operationssaal an welchem Patienten benutzt worden ist. Dass dabei absolute Reinheit bis ins Kleinste ein Muss ist, das ist für ihn eine Selbstverständlichkeit, denn es geht um die Gesundheit der Patienten. Der 39-jährige Cottbuser kam über eine Lehre bei der Deutschen Reichsbahn, Umschulung zum Gas- und Wasserinstallateur und eine Tätigkeit in einer Reinigungsfirma im Januar 2009 in unser Herzzentrum, arbeitete zuerst auf der Intensivstation als Stationshilfe und wechselte dann im September 2010 in die Sterilisation. Wer hier arbeitet, hat eine gesonderte Schulung absolviert: Fachlehrgang technischer Sterilisationsassistent ist die korrekte Bezeichnung. Doch Andreas Barthel will mehr. So absolvierte er gerade den Fachkundelehrgang 2, der ihn berechtigt, als Schichtleiter eingesetzt zu werden. Mit seinen drei Kollegen arbeitet er im ZweiSchicht-System, von morgens um sechs bis abends um zwanzig Uhr. Während dieser Zeit wird auch der Bedarf für Notfälle und für das Wochenende bereitgestellt. Und sollte es am Wochenende doch mal eng werden, gibt es eine Rufbereitschaft. Da für jede Operation Instrumente in spezieller Kombination und eigener Stückzahl notwendig sind, sorgt Andreas Barthel nicht nur mit heißem Dampf für Keimfreiheit, sondern auch dafür, dass die chirurgischen Werkzeuge richtig gepackt in den richtigen OP-Saal kommen. Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg Die Neuen Februar bis April 2014 Fotos: Sana-Herzzentrum Cottbus Ganz herzlich begrüßen wir die neuen Mitarbeiter im SHC-Team (Bild oben v.l.n.r.): Antje Lucht, Mitarbeiterin Schreibdienst, Elena Filenberg, Assistenzärztin in Weiterbildung (stellt sich vor auf Seite 4), Angela Brockmann, Mitarbeiterin Stationsversorgungsdienst, Sylke Rosenberger, Krankenpflegehelferin, Sabrina Haase, Praktikantin Pflege, und Robin Leschke, Gesundheitsund Krankenpfleger. Aus den unterschiedlichsten Gründen haben den Fototermin leider verpasst: Jennifer Kuban, Gesundheits- und Krankenpflegerin, und Silke Henke, Mitarbeiterin Stationsversorgungsdienst

6 Sana-Herzzentrum Cottbus Kompetenz & Team Verstärkung in der Hygiene Erfolgreiche Fortbildung für mehr Fachkompetenz Ein ausgezeichnetes Hygienemanagement ist für einen durchgehend guten Klinikruf existentiell. Ein Schwerpunkt im Hygienemanagement in unserem Haus ist die Fortbildung von Pflegekräften zu Hygienebeauftragten in der Pflege. Zehn Mitarbeiterinnen haben diese Fortbildung bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Funktionsbereiche und Stationen verfügen somit seit Anfang des Jahres über geschulte Hygienebeauftragte in der Pflege vor Ort. Vorteil: Aktuelle Informationen und Fachwissen können so in kürzester Zeit weitervermittelt und umgesetzt werden. In Kooperation mit dem Klinikum Dahme-Spreewald haben diese Mitarbeiterinnen an einem modularen Kurs mit insgesamt 40 Zeitstunden teilgenommen. Dabei ging es um die Vermittlung von praxisnaher Hygienekompetenz, damit sie in der Pflege in die Lage versetzt werden, als Multiplikatoren und zur Unterstützung der Hygienefachkraft fungieren zu können. Nach der erfolgreich bestandenen schriftlichen Abschlussprüfung erhielten sie jetzt ihre Zertifikate. Stellvertretend für alle Teilnehmerinnen überreichte Geschäftsführer Michael Kabiersch den beiden Hygienebeauftragten in der Pflege Petra Handke (rechts im Bild) und Madleen Bothe ihre Zertifikate, wünschte ihnen und ihren acht anderen Mitstreiterinnen für ihr zusätzliches Aufgabengebiet viel Freude und Erfolg. Als durchweg positiv und anregend für ihre tägliche Arbeit bewerteten die beiden Pflegekräfte im anschließenden kurzen Gespräch diese Fortbildung. Weitere Kurse dieser Art für weitere Mitarbeiter sind in Planung. Bestanden! Sie haben erfolgreich an der Fortbildung zur Hygienebeauftragten in der Pflege teilgenommen: Anke Boas, Anästhesiepflege Jasmin Buckwar, Intensivstation Sabine Max, Intensivstation Doreen Ehlers, Herzkatheterlabor Franziska Wolf, Station 1 Mandy Mentz, Station 1 Linda Schilling, Station 1 Petra Handke, Station 2 Madleen Bothe, Station 2 Nadine Nowka, Station 1, Hygieneund Qualitätsmanagement Jubiläen 2014 Nicole Kleemann absolvier te am Carl-Thiem-Klinikum ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin und arbeitete danach in Cottbus in der häuslichen Krankenpflege und in einem Altenheim. Die dort gesammelten Erfahrungen für ihre berufliche Entwicklung möchte sie zwar nicht missen, aber sie wollte unbedingt in den stationären Bereich. So hat sie sich gezielt an unserem Herzzentrum beworben und feierte nun am 1. Juni auf der Station 2 bereits ihr 10-jähriges Dienstjubiläum. Nicole Kleemann kommt aus Frauendorf, lebt dort mit ihrem Lebensgefährten und dem 3-jährigen Sohn in einer Großfamilie mit Eltern und Großeltern. So stellt der Dienstrhythmus, besonders der Spät- und Nachtdienst, für sie kein so großes Problem dar. Sie kann sich voll und ganz auf ihren Dienst konzentrieren, denn zur Betreuung ihres Sohnes Ben ist immer jemand im Haus. Robert Drodowsky ist bekennender Ohrringträger und eingefleischter Fan der Lausitzer Füchse. Er verpasst kein Spiel, und wenn nötig, dann wird auch schon mal der Dienst getauscht. Für Nichtwisser: Die Lausitzer Füchse, das ist die Eishockey-Mannschaft aus Weißwasser, dem Ort, aus dem Robert Drodowsky täglich ins Herzzentrum kommt. Da hat er seine Kindheit verbracht, da leben seine Freunde, seine Eltern und vor allem seine 10-jährige Tochter Lilly Nach der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger an der Krankenpflegeschule in Görlitz und der praktischen Ausbildung im Krankenhaus Weißwasser kam er am 1. Juni 2004 als OP-Pfleger ans Herzzentrum. Der Schichtbetrieb ist für ihn ebenfalls überhaupt kein Problem. Er hat ja verständnisvolle Kollegen, die mit ihm den Dienst tauschen, wenn seine Lausitzer Füchse auf das Eis gehen.

7 Engagement & Nachhaltigkeit Sana-Herzzentrum Cottbus Der Betriebsrat hat das Wort Nun sind wir also gewählt und das ist das Ergebnis. 360 stellt nicht nur die neuen Mitglieder vor, sondern erklärt auch die Hintergründe einer solchen Betriebsratswahl. 45 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich am 9. und 10. April an der Wahl beteiligt und für die nächsten vier Jahre ihren Betriebsrat gewählt. Die Wahlbeteiligung lag im Mittelfeld. Von den 275 wahlberechtigten Mitarbeitern haben 124 ihre Stimmen abgegeben. Leider mussten bei der Auszählung der Wahlscheine vier als ungültig erklärt werden. Die Größe des Gremiums bemisst sich an der Anzahl der wahlberechtigten Mitarbeiter und ist im Betriebsverfassungsgesetz klar geregelt. So sind in unserem Herzzentrum drei Mitarbeiterinnen und sechs Mitarbeiter in den neuen Betriebsrat gewählt worden. Die konstituierende Sitzung erbrachte folgendes Ergebnis: Mirko König wurde wieder zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt und als sein Stellvertreter Karsten Schroschk bestimmt. Beide Wahlen erfolgten einstimmig, und damit bleibt das Führungsduo der letzten vier Jahre im Amt. Vielen Dank für euer Vertrauen! Den neuen Betriebsrat bilden (von links) Roy Reich, Kerstin Lißke, Karsten Schroschk, Mirko König, Thomas Mätzig, Melanie Schober, Maik Korn, Manuela Zech und Matthias Grun. Euer Betriebsrat Drachenboot-Nachtrennen Team Herzraser wieder am Start T-Shirts, Luftballons, Speisen und Getränke, alles war eingepackt, gute Laune sowieso, und dann Wasser in Form von großen Hagelkörnern von oben, dazu Gewitter und Stromausfälle. Doch das Abendmotto der Veranstalter lautete ganz klar: Schlechtes Wetter für ein Drachenbootrennen gibt es nicht. Unser Team startete dann gemeinsam mit zwölf weiteren Teams bei den 8. Neuhausener Wasserfestspielen auf dem Spremberger Stausee und belegte im C-Finale einen dritten Platz. Allen war klar, gegen solche Profimannschaften wie die aus Berlin, Stuttgart oder Rathenow, die regelmäßig trainieren, hat eine Freizeitmannschaft kaum eine Chance. Aber einhellige Meinung aller Beteiligten: An vorderster Stelle stehen der Spaß und das sportliche Miteinander. Nach dem Nachtrennen gab es mit allen anderen Sportlern am Strand eine zünftige Party. Was sind da schon Wetterkapriolen mit Wasser von oben? Mit Herz für Herzen Vorstand Freundeskreis einstimmig gewählt Fotos: Sana-Herzzentrum Cottbus Am 22. Mai begrüßte Waldemar Kleinschmidt die Freunde des Herzzentrums in seiner Funktion als Vorsitzender zur Mitgliederversammlung. Besonders begrüßt wurde Pflegedirektorin Manuela Lehmann, die im Auftrag der Klinikleitung die Leistungszahlen des Herzzentrums aus dem Jahr 2013 erläuterte und einen Ausblick auf die Ziele 2014 gab. Die Tagesordnung beinhaltete unter anderem die Wahl des Vorstandes. Zuvor nahmen die Mitglieder die Berichte des Vorsitzenden zu den Aktivitäten des Vereins und des Schatzmeisters zum Abschluss des Finanzjahres 2013 entgegen. Pflegedirektorin Manuela Lehmann überbrachte die Glückwünsche an Schatzmeister Bernhard Liske, Schriftführer Dr. Klaus-Dieter Pietsch, den Vorsitzenden Waldemar Kleinschmidt und den stellv. Vorsitzenden Dr. Klaus-Peter Schupp (v.l.n.r.). Vorstandsmitglieder bestätigt Mit Beschluss der Mitgliederversammlung wurde nach dem Bericht der Rechnungsprüfungskommission dem Vorstand Entlastung erteilt. Einstimmig bestätigte die Mitgliederversammlung die bisherigen Vorstandsmitglieder für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern. Simone Schinowsky stellte sich nach achtjähriger Ausübung des Amtes der Schriftführerin aus beruflichen Gründen nicht mehr einer Wiederwahl. Sie bleibt dem Freundeskreis aber als Mitglied verbunden. Als Rechnungsprüfer fungieren für das Jahr 2014 Edith Becker und Klaus-Peter Theil

8 Sana-Herzzentrum Cottbus Engagement & Nachhaltigkeit Start beim Cottbuser Citylauf Unsere Firmenstaffel ging gemeinsam mit Antje auf die Strecke Von Kitakindern bis Firmenstaffeln, von Schülern bis Senioren, alle waren beim 23. Cottbuser Citylauf im Puschkinpark herzlich willkommen und eine Staffel aus unserem Haus immer mittendrin. Denn der Höhepunkt war zweifellos der Firmen-Cup mit insgesamt 23 Staffeln. Wie unser Herzzentrum war auch die Olympiateilnehmerin Antje Möldner-Schmidt zum ersten Mal bei diesem sportlichen Ereignis dabei. Seit 2012 unterstützen wir die Leichtathletin bei ihren leistungssportlichen Ambitionen. Das persönliche Ziel Glückwünsche von der Sportministerin Martina Münch (2.v.r.). für den 8. Platz beim Firmen-Cup für Annett Verchow (l.), Michael Kabiersch und Antje Möldner-Schmidt (2.v.l.). im Jahr 2014 heißt für die deutsche Rekordhalterin über 3000 Meter Hindernis: Start mit Medaillenhoffnungen bei den Europameisterschaften im August in Zürich. Beim Citylauf unterstützte sie nun unsere Firmenstaffel. Passend zu ihrem Trainingsplan ging sie als Schlussläuferin über die 3200-Meter-Strecke. Wir freuen uns, dass Antje gemeinsam mit uns in einer Staffel läuft und damit aktiv den Breitensport unterstützt, so Geschäftsführer Michael Kabiersch vor dem Start. Mitmachen und Gewinnen! Diesmal gibt s 5 Amazon-Gutscheine à 25 Euro! jederfluss zeit durch fähig, startklar Berlin Rede von der Kirchenkanzel Hüter einer Schafherde 1. dt. Bundespräsident Blume mit Dornen Windstille Mantelstoff 1 Verkehrsstrecke Kinderkrankheit orient. Volksangehöriger Zwiebelgewächs, Zierpflanze Gesundheitspflege französisches Departement 11 Hirntumor (med.) 7 Gefäß im Haushalt 2 Sportspielraum 5 ehem. dt. Rennrodler (Georg) 9 eh. Grenzschutzeinheit (Abk.) schlimm die Venen betreffend weibliche Ziege Arbeitsgemeinschaft (Abk.) Flüssigkeitsmaß (Abk.) in Zahlung gegebener Wechsel 12 6 Stadt in BadenWürttemberg richtig vermuten ehem. brit. Premierminister 14 eine Geliebte des Zeus 4 Wohlbefinden (engl.) optimal, hervorragend mundartlich: Ameise 17 Klan, Familienverband Irland in der Landessprache Abk. für Sankt 3 absonderlich ehem. Name von Tallinn Kneten des Körpers Stallmist reizvoll 13 weite Fahrt Zeitvertreib den Mond betreffend Tag vor den Iden (altröm.) Windschattenseite ehem. portug. Gebiet in China Taufzeugin 16 Lappe, Finne begeis- ugs.: terter Anhänger Gewehr (engl.) Wohnsitz Teil der Tretkurbel des Fahrrads männliche Ente 8 18 Hafendamm 15 ehem. US-Tennisprofi (Pete) Zweierverbindung gründlich Fremdwortteil: über, oberhalb Leid zufügen TVSender (Abk.) römische Quellnymphe Kurzschriftzeichen oberster Halswirbel 19 musikalischer Halbton Damenwäsche W-4 Lösungswort: Ihr Gewinn: 5 AmazonGutscheine à 25 Euro Wer diese Geschenkkarte gewinnt, hat freie Wahl bei allen Amazon-Artikeln. Finden Sie das Lösungswort und mailen Sie es unter Nennung Ihres Namens und Ihres Sana Standortes mit der Betreffzeile Kreuzworträtsel einfach an: Einsendeschluss ist der 30. August Viel Spaß und viel Glück beim Rätseln! Bitte beachten: Teilnahmeberechtigt sind nur Mitarbeiter der Sana Kliniken AG und deren Tochtergesellschaften. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter oder Angehörige des Verlags dürfen nicht teilnehmen Leserbriefe Schreiben Sie uns! Damit unsere neue Mitarbeiterzeitung 360 auch eine solche bleibt, würden wir uns ehrlich freuen, wenn Sie uns schreiben: etwa über Ihre Belange, Sorgen, Fragen, aber auch Ihre Wünsche. Bereits in der nächsten Ausgabe würden wir Ihnen dann gern in gedruckter Form eine Antwort geben, sofern das unser Redaktionsschluss zulässt. Hier kommt die Adresse: Sana Kliniken AG Unternehmenskommunikation Oskar-Messter-Straße Ismaning Rätsel: Hubert Witte; Fotos: Sana-Herzzentrum Cottbus 1

9 0 36 KRANKENHAUS & ZUKUNFT Sana Kliniken Bundesweit Überregionale Neuheiten aus der Sana Klinik Welt sana wissen. Die Online-Bibliothek der Sana Kliniken Online-Bibliothek Wissen per Klick Stetige Weiterbildung durch Fachzeitschriften und Fortbildung ist im Krankenhauswesen für den ärztlichen wie auch den pflegerischen Bereich von immenser Bedeutung. sana wissen. bietet die Möglichkeit, alles online in einem Wissensportal zu finden sowohl 41 medizinische Fachzeitschriften als auch das Thieme CNE-Programm für die Pflegenden im Sana Verbund. Ärzte und Pflegekräfte müssen sich immer neuen Herausforderungen und Verfahren im Klinikalltag stellen und wollen den Patienten die bestmögliche Behandlung bieten. Um eine solche Behandlung sicherstellen zu können, bedarf es regelmäßiger Fachinformationen und Schulungen. Mit sana wissen. steht seit Dezember 2013 ein umfassendes medizinisches Fachinformations- und Wissensportal online zur Verfügung. Ziel dabei ist es, relevante Fachzeitschriften für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sana Verbund 24 Stunden und 365 Tage im Jahr zugänglich zu machen sei es über den Klinik-PC oder von unterwegs via Tablet oder Smartphone. Fotos: Sana Kliniken, Thinkstock (1)»Stets parat: 41 Fachzeit schriften, 90 PflegePublikationen«Vertragspartner der Sana ist der bfd buchholzfachinformationsdienst. Während der Start phase beinhaltete das Online-Angebot zunächst ein Themenpaket, das 41 medizinischen Fachzeitschriften der Springer Medical Collection umfasste. Um auch den speziellen Anforderungen an die Pflegekräfte Rechnung zu tragen, wurde zudem seit April 2014 das Thieme CNE-Programm in die sana wissen. Datenbank integriert. Somit bietet das Portal den beiden größten Berufsgruppen im Krankenhaus umfassende Möglichkeiten zur Weiterbildung auf einen Blick an. Springer Medical Collection Auf Grundlage der medizinischen Schwerpunkte im Sana Verbund wurde die Medical Collection mit 41 relevanten Fachzeitschriften ausgewählt. So können unter anderem Fachzeitschriften wie Der Chirurg, Der Internist oder Der Kardio loge, aber auch Zeitschriften zum Thema Epi lepto logie oder Diabetes eingesehen werden. Die Zusammenstellung wird kontinuierlich geprüft und je nach Bedarf erweitert. Benötigt ein Krankenhaus aktuell weitere individuelle Fachzeitschriften, können diese direkt über bfd abonniert und in die Online-Bibliothek eingestellt werden. über dieses Portal bestätigen und erhalten das Zertifikat im Anschluss. Die Sana Kliniken AG freut sich, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Online-Bibliothek zur Verfügung stellen zu können, und ist stetig bemüht, diese kontinuierlich um weitere spannende Inhalte zu ergänzen. Wo finde ich die sana wissen. Online-Bibliothek? Der Link zu sana wissen. wird in jedem KlinikIntranet hinterlegt bzw. kann bei der Pressestelle der Klinik angefragt werden. Thieme CNE-Programm Um auch den Pflegenden im Konzern die Möglichkeit einer onlinegestützten Fort- und Weiterbildung zu bieten, wurde die Online-Bibliothek im April 2014 um das Thieme CNE-Programm erweitert. Certified Nursing Education (CNE) ist ein multimediales Fortbildungsprogramm mit fünf aufeinander abgestimmten Elementen. Zum einen bietet das Programm 90 pflegerische Publi kationen der aktuellen Auflage an. Zum anderen können die Pflegenden ihre Pflichtfort bildungen

10 Sana Kliniken Bundesweit Krankenhaus & Zukunft SANA Spitze Der neue Sana Vorstand Als neue Fünffaltigkeit könnte man den Vorstand der Sana Kliniken ab Juli bezeichnen eine kleine Biografie zu den fünf Gesichtern der Sana Spitze. rufung in den Sana Vorstand erfolgte übernahm er zudem die Funktion des Arbeitsdirektors. Jan Stanslowski ist künftig zuständig für alle Themen des Personalbereichs. Das umfasst sowohl das Personalmanagement als auch die Personalentwicklung und den gesamten Bereich Tarifwesen sowie kollektives und individuelles Arbeitsrecht. Dr. Michael Philippi (CEO), Vorsitzender des Vorstands Der Diplom-Kaufmann und Dr. rer. pol. der Universität Köln blickt bereits auf eine lange und erfolgreiche Karriere bei der Sana Kliniken AG zurück. Seit 1995 durchlief der ehemalige Geschäftsführer einer Unter nehmensberatung mehrere Führungspositionen bei Sana und wurde 2004 in die Unternehmensleitung berufen übernahm Dr. Michael Philippi, geboren 1957, den Vorsitz des Vorstands. Dr. Philippi wird künftig unter anderem die Aufgaben bereiche Konzernstrategie, Mergers & Acquisitions, die Unternehmenskommunikation sowie die Themen Recht und Compliance und Datenschutz verantworten. Thomas Lemke (CFO), Vorstand Finanzen Seit 2006 ist Thomas Lemke, Jahrgang 1969, Mitglied des Sana Vorstands. Zuvor war der DiplomKaufmann in leitender Position als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer für eine renommierte internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft tätig. In seinen Verantwortungsbereich fällt das gesamte Thema Finanzen, hierzu zählen unter anderem das Controlling, das Rechnungswesen, aber auch Treasury und Risikomanagement sowie der Bereich IT. Dr. Jens Schick (CSO), Beschaffung und Services Dr. Dorothea Dreizehnter (COO), Vorstand Medizin und Pflege Dr. Jens Schick, Jahrgang 1974, arbeitet seit dem Jahr 2005 bei der Sana Klinken AG, zunächst als Sprecher der Geschäftsführung der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg. Zwei Jahre später wurde er zum Generalbevollmächtigten der Region Ost berufen und verantwortet zudem seit Juli 2013 als Geschäftsführer die Geschicke des Sana Klinikums Offenbach. Dr. Schick ist künftig zuständig für den gesamten Bereich Beschaffung und Services. Dazu zählen neben dem Sana Einkaufsverbund auch Bereiche wie das Immobilienmanagement und die Servicedienstleistungstöchter. Jan Stanslowski (CLO), Vorstand Personal Das Krankenhausmanagement der Sana Kliniken AG war dem Diplom-Kaufmann, Jahrgang 1965, durch die Arbeit in mehreren Führungspositionen schon bestens vertraut, als 2006 die Be- Dr. Dorothea Dreizehnter, Jahrgang 1965, verantwortet seit März 2013 als Generalbevollmächtigte die Sana Region Nordrhein-Westfalen. Sie ist Ärztin für Innere Medizin und studierte zusätzlich Healthcare Management wechselte sie zu Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH als Regionaldirektorin. Ab 2009 verantwortete sie als Geschäftsführerin Klinikmanagement und zuletzt als stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung die Gesamtentwicklung des größten kommunalen Krankenhausverbundes in Deutschland. Dr. Dreizehnter wird künftig alle Aufgaben aus den Bereichen Medizin und Pflege verantworten. Darunter fallen unter anderem das medizinische Portfoliomanagement, die medizinischen Prozesse, das Pflegemanagement, das Qualitätsmanagement sowie die Bereiche Hygiene und integrierte Versorgungsformen. Wissenschaftspreis Sana sucht nach herausragenden Forschungsarbeiten Die Suche nach herausragenden Forschungsarbeiten geht in die nächste Runde: Denn die wissenschaftliche Entwicklung und aktive Beteiligung an Forschung und Innovation hat bei Sana große Bedeutung. Bevorzugt werden Arbeiten von Wissenschaftlern in der Frühphase ihrer Karriere, die zudem einen Vorteil für Patienten mit sich bringen und den Einrichtungen des Sana Verbundes nutzen. Das beste Forschungsergebnis würdigt der Vorstand seit 2009 einmal jährlich mit dem Wissenschaftspreis. In den vergangenen Jahren wurden bereits zukunftsweisende Forschungsprojekte aus unterschiedlichen Fachbereichen wie Neurologie, Kinetische Therapie, Innere Medizin und Kardiologie, Orthopädie oder Endoprothetik ausgezeichnet. Der Bewerbungsschluss ist am 30. September 2014.»Jetzt bewerben für den Wissenschaftspreis 2014!«Weitere Informationen zur Wissenschaftsförderung und das entsprechende Antragsformular finden Sie unter: bzw. per Telefon unter 089 /

11 krankenhaus & zukunft Sana Kliniken Bundesweit IM INTERVIEW Auf einen Espresso mit Dr. Michael Philippi Der Sana Vorstand wird erweitert. Ab Juli 2014 wird es neben den bisherigen Mitgliedern zwei weitere Vorstände geben. 360 sprach mit dem Vorsitzenden des Sana Vorstands über diese und weitere Veränderungen. Bei Sana stehen große Veränderungen an. Der Vorstand wird auf fünf Mitglieder erweitert. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Zwei Millionen Patientinnen und Patienten werden 2014 stationär und ambulant unseren Kliniken vertrauen, mehr als doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Ich bin überzeugt, dass wir diese fantastische Entwicklung fortsetzen können. Voraussetzung ist vor allem das Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken, in der Altenpflege, in den Dienstleistungsbereichen und der Ismaninger Zentrale. Wachstum bedingt aber auch, Führungsverantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen, wenn man den steigenden Herausforderungen gerecht werden will. Dr. Dorothea Dreizehnter und Dr. Jens Schick sind vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ja bereits aus ihren bisherigen Aufgaben bekannt. Was zeichnet die neuen Vorstandsmitglieder aus? Dr. Dorothea Dreizehnter ist eine der wenigen Führungskräfte im deutschen Krankenhauswesen, die neben einer medizinischen Fachausbildung eine umfassende und fundierte Ausbildung und Kompetenz im Bereich Healthcare Management vorweisen kann und bei einem großen Krankenhausverbund sehr erfolgreich Führungskompetenz und Gestaltungswillen gezeigt hat. Gleiches gilt für Jens Schick, der beinahe zehn Jahre in der Geschäftsleitung der Sana Kliniken Berlin-Brandenburg, als Generalbevollmächtigter der Sana oder im Integrationsmanagement zuletzt bei unserem jüngsten (und größten) Familienmitglied in Offenbach die Geschicke der Sana maßgeblich mitbestimmt hat. Beide sind exzellente Fachleute und können Menschen von ihren Ideen überzeugen. Fotos: Sana Kliniken Können Sie uns einen kleinen Einblick geben, wie die Aufteilung der Aufgaben im Vorstand künftig sein wird? Die Aufteilung der Aufgaben im künftigen Vorstand folgt einer klassischen Führungsstruktur, wie sie auch vergleichbare Unternehmen haben: Neben dem Vorstandsvorsitzenden gibt es ein Personalund Finanzressort als konzernübergreifende Querschnittsfunktionen, ein Ressort für alle Themen rund um Beschaffung, Materialbewirtschaftung und Dienstleistungen sowie die Verantwortlichkeit für den Kern der Sana Kliniken AG, die Medizin und Pflege, mit allen ihren immer bedeutsamer werdenden Themenstellungen, wie die Entwicklung der Medizin in unseren Kliniken, das Pflegemanagement, QM oder Hygiene. Es gab ja nicht nur bei Sana große Verände rungen in den vergangenen Monaten. Zwei große Konkurrenten haben ihre Kliniken zusammengeschlossen. Damit ist Sana nun Dr. Michael Philippi im Gespräch mit 360 der drittgrößte private Klinikverbund in Deutschland. Was bedeutet das für das Unternehmen und seine Beschäftigten? Es ist davon auszugehen, dass auch in den kommenden Jahren weitere Krankenhäuser in größere Verbundstrukturen überführt werden müssen,»die Chancen großer Verbundstrukturen wie unserer sind immens!«wenn sie die Balance zwischen Patientenbedürfnissen, Erwartungen des Personals und wirtschaftlichen Notwendigkeiten halten wollen. Wir haben in der Vergangenheit nachweislich und sichtbar gezeigt, dass wir diese Balance schaffen. Zukunftsbilder einer Krankenhausversorgung, die sowohl in Ballungsregionen mit erheblichem Wettbewerb als auch in Flächenregionen mit Versorgungsengpässen funktionieren, werden nur wenige Anbieter auf Dauer realisieren können. Die Chancen großer Verbundstrukturen, wie wir sie haben, sind immens. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich darauf verlassen, dass wir diese Chancen nutzen werden: im Team neue Lösungen zu entwickeln, den Medizinkonzern noch stärker herauszuarbeiten, investieren zu können und vor allem nachhaltiges Arbeiten in unseren Kliniken zu ermöglichen. Zuletzt hätten wir gerne noch einen kleinen Ausblick. Wo sehen Sie im Gesundheitswesen und im Krankenhausmarkt die Schwerpunkte der Zukunft und wie wird sich der Markt entwickeln? Die Krankenhäuser müssen sich dafür rüsten, noch stärker zum Zentrum der Versorgung zu werden. Organisationskompetenz, die schon vorhandene Vorhaltung von Angeboten, die im Vergleich zum ambulanten Sektor größeren finanziellen Gestaltungsmöglichkeiten und insbesondere die immer bedeutsamere Rolle in der Notfallversorgung sind klare Indizien für diese Entwicklung. Wir müssen lernen, diese Rolle auch anzunehmen, selbst unter schwierigen Rahmenbedingungen. Diejenigen Krankenhäuser stehen in jedem Fall vor einer guten Zukunft, in denen Patienten- und Serviceorientierung großgeschrieben wird in jeder Hinsicht. Mit den Veränderungen bei Sana sind wichtige Weichenstellungen vorgenommen worden, dass unsere Krankenhäuser zu dieser Gruppe gehören. Vielen Dank für das Gespräch

12 Sana Kliniken Bundesweit medizin & innovation zentrale Notaufnahme Visitenkarte des Krankenhauses Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) von Kliniken gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass die Patientenzahlen in der ZNA seit Jahren stetig steigen. Eine Entwicklung, die dazu zwingt, das Modell Notaufnahme neu zu denken. 360 hat sich das System ZNA und die Herausforderungen einmal genauer angesehen. per Rettungswagen wie auch durch Einweisung von niedergelassenen Ärzten oder auf eigene Faust. Für sieben Prozent dieser Patienten hätten eigentlich Hausärzte oder Notdienste zur Verfügung gestanden. Diese hätten bei zehn Prozent der Fälle in einer angemessenen Frist erreicht werden können. Mittlerweile bringen Zuwachsraten von bis zu fünf Prozent Patienten pro Jahr Notaufnahmen an ihre Grenzen. Beispiel Sana Offenbach: Eine der größten Notaufnahmen Deutschlands wurde vor gut drei Jahren für rund Patienten pro Jahr gebaut. Tatsächlich kamen aber in Patienten. Die Folge ist, dass bereits im Juli mit dem Umbau der ZNA in einem quasi nagelneuen Krankenhaus begonnen werden muss. Hier gilt es, neue Wege zu gehen, um für alle Patienten die richtige Betreuung anzubieten und gleichzeitig die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notaufnahmen zu entlasten. Die Patientenzahlen steigen rasant darauf müssen die Teams reagieren. Der erste Eindruck, den ein Patient im Krankenhaus gewinnt, ist meist der entscheidende. Die Notaufnahmen sind damit so etwas wie die Visitenkarten der Kliniken. Sie prägen ganz entscheidend das Image eines Krankenhauses. Wartezeiten, Kommunikation, Mitarbeiterkultur, Serviceniveau und Patientenorientierung stehen ständig im Fokus. Herausforderung 1: Patientenansturm auf die Notaufnahmen Immer öfter stellen sich Patienten, die dort eigentlich nicht hingehören, in der Notaufnahme vor. Husten, Schnupfen, Heiserkeit, wie es so schön heißt, gehören längst zum Alltag der oft unter Hochdruck stehenden Teams in den Not auf nahmen. Die Gründe sind unterschiedlich: Viele junge Patienten haben gar keinen Hausarzt mehr, andere scheuen die langen Wartezeiten besonders bei Fachärzten. Da bietet sich ein B esuch in einer ZNA an: Alle Disziplinen sind vertreten und können inklusive der Radiologie schnell durchlaufen werden. Notaufnahmen bieten quasi ein ambulantes Rundumpaket. Hinzu kommt, dass Patienten sensibler und offenbar unsicherer bei der Einschätzung ihrer eigenen körperlichen Beschwerden geworden sind. Und sogenannte Helikoptereltern bringen ihr Kind lieber einmal mehr in eine ZNA. Die Zeiten, in denen nur atienten mit dem Kopf unter dem Arm kamen, P sind längst vorbei, so ein Arzt. Laut einer Studie aus Hamburg hätten rund 20 Prozent der Patienten, die in einer Notaufnahme eines Krankenhauses behandelt wurden, auch anderweitig versorgt werden können. Ein Viertel der deutschen Bevölkerung suche nach Hochrechnungen der Deutschen Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) mindestens einmal im Jahr eine Notaufnahme auf. Die Mediziner werteten für die aktuelle Erhebung von Hamburger Kliniken Daten von Patienten aus, die in einem Zeitraum von 16 Tagen behandelt wurden. Die Patienten kamen dabei Herausforderung 2: Wartezeiten In den meisten Notaufnahmen werden Patienten inzwischen nach dem sogenannten Manchester-Triage aufgenommen (siehe Grafik unten), einem System, bei dem die Patienten nach ihrem Eintreffen beurteilt und in eine Dringlichkeitsstufe eingeordnet werden. Das führt dazu, dass die weniger schwer verletzten oder erkrankten Patienten längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Parallel dazu ist die Anspruchshaltung gestiegen. Sicher eine Ursache dafür, dass über die Hälfte aller Beschwerden über Kliniken aus Patientenerfahrungen in der Notaufnahme stammen. Erwartet wird eine optimale Behandlung, möglichst vom Facharzt und in kurzer Zeit. Das Projektteam Krankenhaus neu denken unter der Leitung von Dr. Dorothea Dreizehnter beschäftigt sich im Rahmen der strategischen Entwicklung der Sana Kliniken intensiv mit dem Thema ZNA. Hier geht es sowohl um die interne Struktur der Notaufnahmen als auch um medizinische Qualität und die Orientierung an der Sicht der Patienten und Angehörigen sowie die strategische Planung der stationären Aufnahmen durch die ZNA und die anschließende Belegung auf den Stationen. Im Rahmen der 360 werden wir Sie über die weiteren Entwicklungen zu diesem Thema auf dem Laufenden halten. Das Manchester-Triage-System Gruppe Bezeichnung Vorgabe für max. Wartezeit Triage 1 Sofort 0 Minuten Triage 2 sehr dringend 10 Minuten Triage 3 dringend 30 Minuten Triage 4 normal 90 Minuten Triage 5 nicht dringend 120 Minuten

13 krankenhaus & zukunft Sana Kliniken Bundesweit Patientenlogistik Dynamed LOGBUCH 4.0 Eine neue Software erleichtert die Organisation von Patiententransporten. Alle Funktionsbereiche werden optimal ausgelastet und die Wartezeiten für Patienten damit verkürzt. Mit dem Programm Dynamed LOGBUCH Patientenlogistik der Sana DGS können jetzt Patiententransporte effizient angefordert und disponiert werden. Statt zahlreicher Anrufe beim Disponenten vom Patiententransport reicht jetzt eine Eingabe in das Programm LOGBUCH. Die Software verteilt alle Aufträge optimal an die einzelnen Mitarbeiter. Damit wird die Wartezeit vor und nach Behandlungen oder Untersuchungen minimiert. Das sorgt für eine verbesserte Patientenzufriedenheit, und die Auslastung der Funktionsbereiche wird optimiert. Zurzeit wird LOGBUCH an den Standorten Lübeck, Wismar und Stuttgart eingesetzt werden mit Remscheid, Offenbach, Hof und Hameln vier weitere Kliniken an die Software der Firma Dynamed angeschlossen. Die wichtigsten Merkmale des neuen Programms sind: Automatische Datenübernahme von Vorsystemen Gleichzeitige Information aller Beteiligten Terminsicherheit und hoher Erfüllungsgrad Schnelle Nachvollziehbarkeit der Auftragsbearbeitung Abbau von Spitzenbelastungen, weniger Leerlauf INfos & Adressen Für Fragen zur neuen Dynamed LOGBUCH Patientenlogistik wenden Sie sich an: Michael Herzfeld, Objektleiter Sana DGS pro.service GmbH, Burgerstraße 211, Remscheid, Tel.: , Fax: , energetische Potenzialanalysen EnergieVerbrauchsfresser Die neue Software LOGBUCH 4.0 macht die Planung einfacher und sorgt dafür, dass die Patienten effizient zum Behandlungsort und zurück transportiert werden. samedis 3.0 Medizintechnikdaten auf einen Klick! Viele Sana Kliniken profitieren seit Februar vom neuen Online-Datenportal zur rechtssicheren Medizinprodukteverwaltung des MTSZ. Wirft man einen Blick in Gesundheitseinrichtungen von heute, findet man häufig komplexe Datenbanksysteme oder Papierarchive, wenn es um die rechtssichere Medizinproduktedokumentation geht. Medizintechnikdaten auf einen Blick? Eher die Ausnahme. Dabei würde eine bessere Zugänglichkeit zu relevanten Informationen nicht nur Geld und Ressourcen sparen, sondern auch die Sicherheit bei Patienten und Mitarbeitern erhöhen. Fotos: Sana Kliniken; Thinkstock (1) Duch energetische Potenzialanalysen in den Sana Einrichtungen lassen sich Effizienz und Wirtschaftlichkeit verbessern. Im Auftrag der Sana TGmed führt die Firma NaCon GmbH aktuell in den Sana Einrichtungen energetische Potenzialanalysen durch. Hier werden gezielt Energie-Verbrauchsfresser gesucht, wie Kühlzellen oder raumlufttechnische Geräte. Nach jeder Prüfung wird ein Abschlussbericht erstellt, der Empfehlungen oder Maßnahmen enthält. Dann erfolgt eine zielgerichtete Umsetzung, um die Standorte der Sana Kliniken AG in ihrer energetischen Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu optimieren. Im Rahmen der Analysen werden Daten über Verbrauchswerte erhoben und mit weiteren Sana Standorten sowie anderen Kliniken verglichen. Diese Benchmark-Methode ermöglicht, sogenannte Verbrauchsfresser zu identifizieren. Im Krankenhaus Rummelsberg wurde im Anschluss an die Untersuchung nun ein Probebetrieb von verschiedenen LED-Leuchtmittelherstellern zur Identifizierung der optimalen wirtschaftlichen und technischen Lichtausbeute durchgeführt. Geplant ist nun, mit zwei Dienstleistern Rahmenverträge zu schließen, die den budgetierten Wechsel in den Kliniken auf LED ermöglichen. Eine Lösung bietet das Sana Medizintechnik Informations-System kurz: samedis. Das Datenportal liefert bequem online unter und ist jederzeit abrufbar: Bestandslisten und Medizinproduktebücher, Prüftermine und Dokumente zu Gerätetypen, wie zum Beispiel Gebrauchsanweisungen, Sicherheitsinformationen, einzuweisende Geräte und persönliche Nachweise. Vordefinierte Datenabfragen machen es einfacher, Berichte und individuelle Formulare zu finden. So kann der Gerätebeauftragte mit einem Klick auf die Auflistung aller vorhandenen Einweisungen eines Mitarbeiters, nicht eingewiesene Gerätetypen oder den potenziellen Einweisungsbedarf eines Mitarbeiters zugreifen. Mit der dritten Version des Online-Portals wurden viele Ideen und Verbesserungsvorschläge der Anwender selbst umgesetzt. Das Ergebnis: optimale Performance, benutzerfreundliche Oberfläche sowie praktikable Such- und Filterfunktionen. Ein weiteres Plus von samedis 3.0 ist eine separate Anwendung mit Gebrauchsanweisungen und Informationen zu Gerätetypen. Die vielen Neuerungen fügen sich optimal in den klar strukturierten Aufbau und die simple Bedienbarkeit des Medizintechnik Informations-Systems. Zu jeder Anwendung findet sich eine entsprechende Hilfe in Textform und als Video, bei weiteren Fragen hilft ein Support-Team. Interessierte beantragen unter ganz einfach einen Testzugang

14 Sana Kliniken Bundesweit Kompetenz & Team Personalien Hoyerswerda Andreas Grahlemann Nach acht Jahren verabschiedet sich Andreas Grahlemann zum 1. Juli aus der Geschäftsführung des Lausitzer Seenland Klinikums, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Andreas Grahlemann hat nach einer schweren wirtschaftlichen Krise das Lausitzer Seenland Klinikum auf ein gesundes wirtschaftliches Fundament gestellt, so der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Delling. Wir wünschen Andreas Grahlemann alles erdenklich Gute. Hoyerswerda Landkreis Biberach. Sie löst damit Joachim Tretter ab. Beate Jörißen kennt die Herausforderungen einer Klinikleitung genau. Sie hat Wirtschaft studiert und ist diplomierte Betriebswirtin. In der Gesundheitsbranche ist die gebürtige Krefelderin bereits seit elf Jahren in führenden Positionen tätig. Oliver Bredel Seit 1. April bildet Oliver Bredel, zuletzt für die Häuser Remscheid und Radevormwald verantwortlich, zusammen mit Geschäftsführer Phil Hill die Doppelspitze der Kliniken in Cham. Der 52-Jährige ist als erfahrener Klinikmanager seit über zehn Jahren im Sana Verbund als Geschäftsführer tätig. Unter seiner Feder führung ist es gelungen, die beiden Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen trotz eines immer schwieriger werdenden markt- und gesundheitspolitischen Umfelds aus einem defizitären Bereich in die Gewinnzone zu führen. Beate JöriSSen Ramona Kühn Zum 1. April übernahm Ramona Kühn die Geschäftsführung der Sana Personal Service GmbH (SPS) und löste damit Michael Rabus nach fast sieben Jahren ab. Die studierte Volljuristin Sana Klinik-award Beste Mitarbeiterzeitung Dr. Stephan Puke ist seit 1. Juli neuer Geschäftsführer des Klinikum Duisburg und damit Nachfolger des scheidenden HansWerner Kuska. Der gebürtige Westfale ist seit 2004 Geschäftsführer der Sana Kliniken Ostholstein. Zudem ist der 51jährige Diplom-Kaufmann Geschäftsführer der Gesundheitsnetz östliches Holstein Management GmbH sowie Mitglied des Vorstands der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein. Zuvor war er für Sana als Geschäftsführer des Klinikums Stuttgart tätig. Sascha John Das Sana Klinikum Offenbach erhielt mit Sascha John (45) zum 1. April einen neuen Geschäftsführer. Sascha John wechselte von der Rhön-Klinikum AG an den Main, um dort die Nachfolge von Dr. Ralf Paland anzutreten. Der erfahrene Krankenhausmanager und Jurist war zuletzt nach Stationen als Regionalgeschäftsführer BadenWürttemberg und Leiter des Klinikums Pforzheim als Konzernbereichsleiter Personal und Tarif tätig. Sana Personal Service GmbH Im Rahmen der Jahrestagung Unternehmenskommunikation und Marketing hat Jan Stanslowski, Vorstand der Sana Kliniken AG, die diesjährigen Sana KlinikAwards Beste Mitarbeiterzeitung verliehen. Wir gratulieren allen Gewinnerinnen! Beste Mitarbeiterzeitung Ausgabe 04/2013 Irene Göbel (unten r.), Sana-Herzzentrum Cottbus Beste Mitarbeiterzeitung Ausgabe 01/2014 Marion Band (oben 2. v.r.), Sana Klinikum Offenbach Dr. Stephan Puke Offenbach Dietenbronn Zum 1. April übernahm Beate Jörißen die Geschäftsführung der Fachklinik für Neurologie Dietenbronn neben ihren Aufgaben als Geschäftsführerin der Sana Kliniken Duisburg Cham Stefan Todtwalusch & Lars Markewitz Künftig wird das Lausitzer Seenland Klinikum von einer Doppelspitze geführt. Stefan Todtwalusch und Lars Markewitz werden neue Geschäftsführer; Stefan Todtwalusch Sprecher der Geschäftsführung. Nach Stationen als Kaufmännischer Direktor des Diakonissenkrankenhauses in Dresden übernahm Stefan Todtwalusch (50) 2005 die Geschäftsführung der WeißeritztalKliniken Freital, 2007 des Klinikums Pirna. Seit 2010 ist er Geschäftsführer des Herzzentrums Dresden. Lars Markewitz (37) ist seit 2012 Kaufmännischer Direktor am Lausitzer Seenland Klinikum. Zuvor war er als Steuerberater und Wirtschaftsprüfer u.a. im Bereich Gesundheitswesen tätig. Ramona Kühn wird die Geschäftsführung neben ihren Aufgaben als Stellvertretende Personalleiterin in der Sana DGS GmbH und Prokuristin/Personalleiterin in der Sana IT Service GmbH und Sana TGmed GmbH übernehmen. Bester Artikel Laura Thieme (unten M.), Fürs Leben lernen, Sana Hanse-Klinikum Wismar Ausgabe 01/2014 Beste neue Rubrik/Idee Julia Kennemore (unten l.), Pock s Kodiertipps, K rankenhaus Rummelsberg Bestes Zeitmanagement Anja Wessel (vertreten d. Fred Schulz, oben r.), Sana-Klinikum Remscheid Ostholstein Dr. Stephan Puke & André Stoschus Die Geschäftsführung der Sana Kliniken Ostholstein wird künftig aus einer Doppelspitze bestehen. Zweiter Geschäftsführer ist ab 1. Juli André Stoschus. Dr. Stephan Puke bleibt in der Geschäftsführung der Sana Kliniken Ostholstein und übernimmt zudem die Geschäftsführung des Klinikum Duisburg. André Stoschus (35) ist seit 2013 Kaufmännischer Direktor und Prokurist der Sana Kliniken Lübeck. Zuvor war er im St.-Petri-Hospital Warburg in Nordrhein-Westfalen tätig. Mit der neuen Doppelspitze soll in den kommenden Monaten eine gute Abstimmung für wichtige strategische Themen gewährleistet werden. Im Herbst wird Puke von der Geschäftsführung in den Aufsichtsrat der Sana Kliniken Ostholstein wechseln.

15 Kompetenz & Team Sana Kliniken Bundesweit PUT in Berlin Personalleiter-Jahrestagung Gemeinsam strategische und operative Personalthemen voranbringen. Im April fanden sich die Personalleiter/-innen aller Einrichtungen sowie Mitarbeiter des Bereichs Personal und Tarifwesen (PuT) unter Leitung von Roland Kottke für zwei Tage in Berlin zum Austausch und zur Diskussion zusammen. Im Mittelpunkt standen sowohl konzerninterne Themen als auch zukunftsweisende Entwicklungen. Auf eine direkte und pointierte Art erläuterte Frau Prof. Dr. Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability der FH Ludwigshafen am Rhein den Teilnehmern die Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf den deutschen Arbeitsmarkt, jetzt und in Zukunft. Am zweiten Tag konnte Herr Herrmann, Partner einer renommierten Arbeitszeitberatung, durch seinen hervorragenden und kurzweiligen Vortragsstil für das zunächst etwas dröge anmutende Thema Dienstplangestaltung nahezu Begeisterung entfachen. Die Fragestellungen zu konzernspezifischen Projekten wurden in konstruktiven Arbeitsgruppen bearbeitet und im Plenum in einer anschließenden offenen Diskussion zu Ergebnissen gebracht.»interessante Themen und Abwechslung vom Arbeitsalltag«Am Abend haben die Teilnehmer zu Fuß oder per Fahrrad die Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt entdeckt. Zum gemeinsamen Abendessen in gemütlicher Runde trafen die beiden Gruppen wieder zusammen. Eine gelungene Veranstaltung mit interessanten Themen und Abwechslung vom Arbeitsalltag. Die zwei Gruppen der Personalleiter nach ergebnisreichen Diskussionsrunden bei der Berlin-Erkundungstour. Fortbildung im Bereich Diabetes Weiterbildungskurs zur/zum Diabetes Nurse Für die optimale Betreuung von Menschen mit Diabetes bildet die Sana Klinik Oldenburg examinierte Pflegekräfte zur/zum Diabetes Nurse weiter. higt ihre Absolventen, die Therapie des Diabetes melli tus im stationären Setting professionell zu überwachen und zu steuern. In 170 Stunden lernen die Teilnehmer, Menschen mit Diabetes und ihre Angehörigen therapiespezifisch anzuleiten, ggf. ein symptomadäquates Notfallmanagement durchzuführen und Nebendiagnosen zu erkennen. Ferner sichern sie die diabetesbezogene interdisziplinäre Zusammenarbeit unter anderem mit Ärzten, Physiotherapeuten, Diätassistenten und Diabetesberatern. Die Weiterbildung verteilt sich auf vier Unterrichtswochen im Jahr und eine einwöchige Hospitation. Im Sana Konzern wird sie vom Diabetologikum der Klinik Oldenburg in Koope ration mit dem RED-Institut für medizinische Forschung und Fortbildung angeboten. Fotos: Sana Kliniken, Thinkstock (1) Bei der Weiterbildung zur Diabetes Nurse lernen Teilnehmer unter anderem, Diabeteskranke symptomspezifisch anzuleiten. Circa Prozent der Patienten in deutschen Kliniken haben einen Diabetes mellitus. Erkannt wird er jedoch nur bei zehn Prozent dieser Fälle. Das Nichtentdecken des Diabetes und seiner Folgeerkrankungen führt neben einer Unterversorgung der betroffenen Patienten mit verschlechterter Prognose und Erhöhung der Verweildauer auch zu weniger Erlösen. Beispielsweise erfolgt eine korrekte Kodierung der Patienten mit Neben- diagnose Diabetes derzeit nur in acht bis zehn Prozent aller Fälle. Bei erlösrelevanten Stoffwechseldekompensationen und Folgeerkrankungen beträgt diese Quote ebenfalls lediglich zehn Prozent. In vielen Einrichtungen fehlt häufig ein diabetesspezifisches Struktur- und Prozessmanagement. Ein wichtiger Schritt dagegen ist die Weiterbildung von Gesundheits- und Krankenpflegekräften zur/zum Diabetes Nurse. Sie befä- INfos & Adressen Der nächste Kurs, in dem noch Plätze frei sind, startet am 15. Sep in Oldenburg. Detaillierte Kursbeschreibungen, sämtliche Kurstermine und Anmeldeformulare finden Sie unter: oder

16 Sana Kliniken Bundesweit Krankenhaus & Zukunft Executive Days 2014 Medizin Pflege Ökonomie Je hundert Kollegen/-innen aus dem Kreis der Chefärzte, Pflegedienstleitungen und Geschäftsführungen aller Sana Kliniken treffen sich in drei Veranstaltungen zur Diskussion am runden Tisch. In der letzten Ausgabe der Sana Mitarbeiterzeitung 360 wurden die Führungsgrundsätze in einem Interview mit Arbeitsdirektor Jan Stanslowski vorgestellt. In der Organisationsentwicklung sind auch die erstmalig durchgeführten Executive Days 2014 unter dem Motto Medizin Pflege Ökonomie einzuordnen. Jeweils rund hundert Kollegen und Kolleginnen aus dem Kreis der Chef ärzte, Pflegedienstleitungen und Geschäftsführungen aus allen Sana Kliniken treffen im Rahmen dieser Großveranstaltungen zusammen. Führung und Steuerung von Konzern und Einrichtungen und die damit zu bewältigenden Spannungsfelder werden aktiv in moderierten Tisch runden diskutiert und Lösungsansätze werden erarbeitet. Themen hier sind unter anderem das Spannungsfeld Wirtschaftlichkeit und medizinische Versorgung, sowie Wissensmanagement und Weiterbildung oder Marktpositionierung der eigenen Klinik und des Krankenhauses. Ein zweiter Fokus setzt auf die Vermittlung von strategisch wichtigen Themen in Form von Expertenvorträgen wie Antibiotic Stewardship das Ende der ärztlichen Therapiefreiheit?, ZNA Visitenkarte des Krankenhauses, Zukünftige Entwicklung der Krankenhausfinanzierung oder Leistungs- und Portfoliomanagement Zentrale Handlungsfelder für ärztliche Führungskräfte. Die beiden ersten Termine fanden sehr erfolgreich bereits im März und Mai in Berlin und Dresden statt, der dritte Termin folgt am 23./ in Düsseldorf. Die Executive Days werden 2015 fortgesetzt. Hier einige Impressionen von den Executive Days in Berlin: In moderierten Tischrunden wird intensiv diskutiert und Lösungsansätze werden erarbeitet. IMPRESSUM Corporate Blog der Sana Kliniken: Sana Kliniken auf Facebook: Sana Kliniken auf Twitter: Fotos: Sana Kliniken Herausgeber: Sana Kliniken AG, Oskar-Messter-Straße 24, Ismaning, Tel. 089/ Sana Projektleitung: Susanne Heintzmann, Andrea Roth Regionalausgabe Sana-Herzzentrum Cottbus: Verantwortlich: Michael Kabiersch, Geschäftsführer, Redaktion: Irene Göbel, PR und Marketing, Mitarbeit: Alexandra Dommaschk, Nadine Nowka, Mario Pflegel (Foto), Carina Stasch, Manuela Zech Verlag: Journal International Verlags- & Werbegesellschaft mbh, Hanns-Seidel-Platz 5, München, Verlagsleitung: Stefan Endrös, Gerd Giesler, Christian Schwalbach Redaktionsleitung: Kristina Salaba Redaktion: Oliver Armknecht, Sonja Paulus, Monika Sattrasai Grafik: Jörg Vogel, Carolin Gerdts Schlusskorrektur: Norbert Misch-Kunert Produktion: Axel Ringel Reproduktion: PMI Publishing Verlag GmbH & Co. KG, München Druck: Druckerei Sauerland GmbH, Langenselbold Haftungsausschluss: 360 richtet sich ausschließlich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sana Kliniken; alle Beiträge wurden sorgfältig und nach neuesten Erkenntnissen erstellt; die Sana Kliniken AG und der Verlag (Journal International) schließen für eventuelle Fehler jegliche Haftung aus.

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