Einführung in das Handbuch

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1 Einführung in das Handbuch Die Materialien wurden auf der Basis eines durchgehenden und einheitlichen Gliederungskonzeptes entwickelt. Dieses verringert für den/die Lehrer/in die Einarbeitungs- und Vorbereitungszeit und erleichtert die Umsetzung der Thematik. Zunächst wird in den Lehrerinfos auf fachliche Grundlagen, Ziele, notwendige Materialien sowie Erarbeitungsmöglichkeiten eingegangen. Es schließen sich Vorschläge für ein geeignetes Stundenmodell an: Zu Beginn jeder Unterrichtseinheit steht die Unfallverhütung im Vordergrund! Der/die Lehrer/in erhält eine Anregung zum Einstieg in die jeweilige Thematik. Es folgt jeweils eine dem Alter entsprechende Vorlese-Geschichte, die über die Erlebnisse einer Kindergruppe in Schule und Freizeit berichtet. Dazu sind Zeichnungen auf Folie beigefügt. An dieser Stelle können Möglichkeiten, Unfälle zu vermeiden, erarbeitet werden. Ein Arbeitsblatt rundet diesen ersten Abschnitt ab. Nun wird die Erste Hilfe thematisiert! Die Kinder werden stets an 5 Grundsätze der Ersten Hilfe herangeführt: 1. Unfallstelle sichern 2. Hilfe holen/notruf 3. Trösten 4. Versorgen 5. Wärme erhalten Es stehen wiederum die entsprechenden Folien zur Verfügung. Ein weiteres Arbeitsblatt dient der Festigung der erworbenen Kenntnisse. Zusätzliche Methodenvorschläge und weiterführende Themen bieten Vertiefungsmöglichkeiten. Die Gelegenheit zur Wiederholung vorhergehender Arbeitseinheiten wird aufgezeigt. Notwendige Fachkenntnisse der Lehrer/innen Die Lehrer/innen sollten über einen Lehrschein für die Grundausbildung in Erster Hilfe oder über eine aktuelle Erste-Hilfe-Ausbildung verfügen, um Schwierigkeiten, gerade bei der Vermittlung der praktischen Übungen, zu begegnen. Erste-Hilfe-Kurse (8 Doppelstunden) werden in den DRK-Kreisverbänden angeboten. Notwendige Materialien / Kosten Die Übungsmaterialien (Wundschnellverband, Verbandpäckchen, Verbandtuch, Dreiecktuch etc.) können über die DRK-Service GmbH, Bestellcenter Mühlheim bezogen werden. Ein Bestellformular befindet sich im Anhang auf Seite 159. Erste-Hilfe-Materialien für die Schule sind dort ebenfalls preisgünstig erhältlich. Abschluss Es bietet sich ein kleiner praktischer Prüfungsparcours als Anreiz zur Wiederholung des Gelernten an. An verschiedenen Stationen, die z.b. von Schulsanitätern der weiterführenden Schulen als Schiedsrichter besetzt werden können, zeigen die Kinder Lehrer/innen und Eltern, was sie gelernt haben. Sie führen Erste-Hilfe-Maßnahmen wie das Absetzen des Notrufs, die Versorgung von Wunden oder die Stabile Seitenlage durch. Hier eignet sich besonders die Notfalldarstellung (das Schminken von Wunden und die realistische Darstellung von Notfällen, z.b. akute Erkrankungen und Verletzungen), die von Mitgliedern des Jugendrotkreuzes gerne angeboten wird. Abschließend erhalten die Kinder die Urkunde. Sie haben nun die Möglichkeit, in ihrer Grundschule beim Projekt Kinder helfen Kindern mitzumachen, sofern dieses eingerichtet ist. 9

2 Lehrerinfo NO Notruf Fachliche Grundlagen Jeder Mensch kann in eine Notsituation geraten. Wer dann sachgemäße Erste Hilfe erwartet, sollte auch selbst bereit und fähig sein zu helfen. Dies stellt nicht nur eine mitmenschliche Verpflichtung dar, sondern auch eine im Strafgesetzbuch verankerte Pflicht. Der Gesetzgeber fordert im 323c des Strafgesetzbuches, dass jeder Bürger im Notfall grundsätzlich Hilfe leistet. Der 677 (Pflichten des Geschäftsführers) und der 680 (Geschäftsführung zur Gefahrenabwehr) des BGB stellen den Ersthelfer unter Schutz, solange er nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich etwas falsch macht. Jährlich kommt es allein in Deutschland zu ca. 8,7 Millionen gemeldeten Notfallsituationen. Davon ereignen sich jedes Jahr im Schulbereich ca. 1,5 Millionen Notfälle. In Notfallsituationen (Unfälle, akute Erkrankungen, Vergiftungen etc.) ist es also wichtig, frühzeitig die Versorgung der Betroffenen einzuleiten. Auch Grundschüler/innen sind bereits in der Lage, lebensbedrohliche Zustände zu erkennen und Hilfe herbeizuholen oder einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen. Außerdem können sie den Betroffenen Mut zusprechen und sie trösten. Ziele Die Schüler/innen sollen die Notwendigkeit zum eigenen Handeln unter Beachtung der eigenen Sicherheit erkennen können. einen Notruf durchführen können. durch intensives Üben die Fähigkeit erwerben, auch in Stresssituationen umsichtig zu handeln und einen kompletten Notruf abzusetzen. den Kontakt zur betroffenen Person aufnehmen und halten können. begreifen, dass die Beschädigung von Notrufeinrichtungen und jeder Notruf nur so aus Spaß ernste Folgen haben können. Unterrichtsmittel Martinshorn auf Kassette 2 Spieltelefone 1 Warndreieck Plakate und Aufkleber mit der Notrufnummer (über GUVV) 15

3 Lehrerinfo NO Handlungsweise Betonen Sie, dass ein Notruf so früh wie möglich erfolgen sollte. Wenn mehr als eine Peron da ist, übernimmt einer den Anruf, die anderen kümmern sich um die hilfsbedürftige Person. bei einem Verkehrsunfall das Tragen einer Warnweste der eigenen Sicherheit dient, die Absicherung der Unfallstelle durch ein Warndreieck oder einen Erwachsenen wichtig ist, um Folgeschäden zu vermeiden. ein Notruf immer abgegeben werden muss, wenn man glaubt, dass Hilfe benötigt wird. Wichtig ist es, durch Erkennen, Überlegen und danach Handeln (Notruf) die für die verletzte oder erkrankte Person erforderliche Hilfe herbeizuholen. der Rettungsdienst durch die Anwahl 112 zu alarmieren ist. die Kinder keine Angst haben sollen, etwas falsch zu machen. Ruhig und deutlich sprechen. die Kinder nicht gleich auflegen sollten, wenn sie ihre Beobachtung mitgeteilt haben. Eventuell ist eine Rückfrage durch die Leitstelle erforderlich. Der Notruf wird immer durch die Leitstelle beendet. die Kinder niemals nur zum Spaß anrufen sollten. die Kinder niemals Notrufeinrichtungen zerstören dürfen. jedes Kind einen Notruf durchführen kann, wenn es diese Grundlagen kennt. auch ein unvollständiger Notruf besser ist als keiner. Der Notruf muß nicht wie ein Gedicht aufgesagt werden, die Leitstelle stellt gezielte Fragen. Um ein schnelles Eintreffen des Rettungsdienstes zu ermöglichen, sind bestimmte Informationen nötig. Diese erhält die Leitstelle von den Kindern durch Antworten auf die fünf folgenden W-Fragen : Wo? Was? Wie viele? Welche? Warten! Wo ist es passiert / Wo ist der Notfallort? Straße und Hausnummer, eventuell auch die Etage oder eine genauere Bezeichnung des Ortes in der Schule, z.b. Turnhalle angeben. Eine Person sollte außerdem den Rettungsdienst einweisen. Was ist passiert? Kurzbeschreibung des Notfallherganges zur richtigen Auswahl von Einsatzkräften und Rettungsmitteln. Wie viele Verletzte sind es? Angabe der Anzahl der Betroffenen, um den Einsatz von genügend Einsatzkräften und Rettungsmitteln zu ermöglichen. Welche Verletzungen hast du gesehen? Angabe der festgestellten Verletzungen, um die angemessene Auswahl des Rettungsmittels (Krankentransportwagen, Rettungswagen oder Rettungshubschrauber) zu erleichtern. Warten auf Rückfragen! Da noch etwas unklar sein kann, ist es wichtig, auf eine Bestätigung des Gesprächspartners zu warten und Rückfragen zu beantworten. Außerdem kann das Leitstellenpersonal so Hilfestellung geben. 16

4 Methode NO 1 Fallbeispiele Sebastian und Anton fahren vor der Schule mit den Rädern um die Wette. Anton setzt zum Überholen an. Er berührt Sebastians Fahrrad mit seiner rechten Pedale. Sebastian stürzt und zieht sich eine stark blutende Wunde am Arm zu. Wie immer wird in eurer Klasse getobt. Stefan springt von Tisch zu Tisch und rutscht dabei auf einem Buch aus. Er fällt und stützt sich mit der Hand ab. Sein Handgelenk gibt ein merkwürdiges Geräusch von sich. Stefan kann die Hand nicht mehr bewegen. Er hat starke Schmerzen. In der Pause versteckt sich Sarah unter der Tischtennisplatte, die auf dem Schulhof steht. Nico kommt von hinten angeschlichen und kitzelt sie. Sarah erschrickt fürchterlich und stößt mit dem Kopf gegen den harten Beton. Sie bekommt eine dicke Beule und hat Kopfschmerzen. Außerdem ist ihr schwindelig und ein bisschen übel. Plötzlich gibt es vor dem Schultor einen lauten Knall. Ihr habt es sofort erkannt, das muss ein Autounfall gewesen sein. Ihr rennt hin und seht, dass Frau Müller, die Mutter von Jonas, mit ihrem Wagen gegen den Milchtransporter geprallt ist. Sie ringt nach Luft und hat Schmerzen beim Atmen. Sie war nicht angeschnallt. Am Grillstand hat sich eine lange Schlange gebildet. Die Besucher des Sommerfestes sind hungrig. Clara geht es nicht schnell genug. Sie gießt Spiritus in die Glut. Dabei bildet sich eine Stichflamme. Clara schreit auf und rennt mit stark geröteten Händen und Unterarmen davon. 21

5 Methode NO 3 Notruf-Puzzle Bitte kopieren (ggf. vergrößern!) NOTRUF RUHIG BLEIBEN - WO? WAS? WIE VIELE? WELCHE? 24 WARTEN!

6 Methode NO 6 Schulerkundung Erkunden der eigenen Schule unter verschiedenen Aspekten: 1. Wo gibt es Telefone? 2. Sind diese immer zugänglich? 3. Wo wird an der Schule die Trage gelagert? Gibt es einen Sanitätsraum? 4. Wie lautet die Schuladresse und wo ist die beste Zufahrtsmöglichkeit für einen Rettungswagen? 5. Gilt dies auch für die Turnhalle? 6. Befindet sich an jedem Telefon gut sichtbar die Notrufnummer? 7. Wo befinden sich Verbandkästen? Sind diese komplett und ist das Verfallsdatum der Verbandmaterialien nicht überschritten? 8. Sind genügend Verbandtaschen für Schulausflüge vorhanden? 9. Gibt es ausgebildete Ersthelfer oder Schulsanitäter? 10. Wenn ja, ist eine Übersichtsliste ausgehängt, z.b. am schwarzen Brett?! Die Ergebnisse der Erkundung können in einem Gebäude- und Lageplan der Schule eingetragen werden. Dieser ist allen, die an der Schule tätig sind, zugänglich zu machen (Schaukasten)! 29

7 Lehrerinfo NO Notruf Weiterführung Meldemittel Für die Kinder ist es nicht nur wichtig zu wissen, worauf sie bei einem Notruf zu achten haben, ihnen sollte auch klar sein, welche Meldemittel im Falle eines Falles zur Verfügung stehen. Die Notrufnummer 112 ist bereits vielen Kindern bekannt. Es wird angestrebt, diese Nummer bundeseinheitlich bzw. europaweit einzuführen. In manchen Orten Deutschlands gelten zusätzlich noch andere Rufnummern. Das Symbol des Kreuzes gibt in der Bedienungsanleitung an öffentlichen Fernsprechern die am Ort gültige Notrufnummer an. Des weiteren findet man die Notrufnummer selbstverständlich im Amtlichen Fernsprechbuch, im Branchen-Fernsprechbuch und im Örtlichen Fernsprechbuch. Betonen Sie, dass es nicht nur das Telefon zu Hause gibt, sondern noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten, den Notruf abzusetzen. es die Möglichkeit gibt, über Funksysteme des ÖPNV (Öffentl. Personennahverkehr), von Taxen oder anderen Fahrzeugen mit Funk oder Mobiltelefon, einen Notruf abzusetzen. die Nummer 112 bei allen Mobiltelefonen des D- und E-Netzes wählbar ist, sogar ohne PIN (Geheimnummer) oder Berechtigungskarte. Der Anruf kann aber bei einer Leitstelle eingehen, die für den Einsatzort nicht zuständig ist. Deshalb ist immer die genaue Ortsangabe erforderlich. die Kinder keine Scheu haben sollten, jemanden um Hilfe zu bitten oder anzusprechen, der ein Mobiltelefon hat. ein kostenloser Notruf aus jeder öffentlichen Telefonzelle möglich ist. 31

8 Lehrerinfo NO Notruf Weiterführung Rettungskette Der Ablauf aller Hilfeleistungen nach einem Notruf kann wie eine Kette gesehen werden, die aus vier Gliedern besteht. Sie dienen dem Ziel, einem Betroffenen bereits am Notfallort die notwendige Hilfe zu leisten und stellen sicher, dass er innerhalb kürzester Zeit in ärztliche Behandlung gelangt. Die Ersthelfer werden im Bereich der ersten drei Kettenglieder tätig und haben u.a. die Aufgabe, solange alles Notwendige zu tun, bis Fachpersonal zur Stelle ist. Jede Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied. Eine Ausbildung in Erster Hilfe kann dazu beitragen, die Rettungskette zu stärken. Das erste Glied der Rettungskette sind die Lebensrettenden Sofortmaßnahmen (LSM). Die Reihenfolge der Hilfeleistungen im Rahmen der LSM richtet sich nach der jeweils vorgefundenen Notfallsituation. Oft, z.b. nach einem Verkehrsunfall, steht das Absichern der Unfallstelle an erster Stelle, denn dieses stellt auch eine Maßnahme zum Eigenschutz des Ersthelfers dar. Wenn bei einem Verletzten eine starke Blutung vorhanden ist, kann eine nicht oder verspätet durchgeführte Blutstillung für den Betroffenen ernste Folgen haben. Wenn einer der Verunglückten einen Atemstillstand hat, genügt es nicht, nur die Polizei zu rufen. Zu den LSM gehören z.b. Absichern der Unfallstelle durch Sicherungsposten oder Warndreieck Retten aus der Gefahrenzone Blutstillung Schockbekämpfung Herstellung der Stabilen Seitenlage Wiederbelebung Die LSM werden in unseren Unterrichtsmaterialien nur teilweise behandelt, da nicht alle von Kindern durchgeführt werden können. weitere Maßnahmen Sofortmaßnahmen Rettungsdienst Krankenhaus 35

9 Methode NO 8 Rettungskette basteln Zur ständigen Erinnerung und zur Gestaltung des Klassenraumes eignen sich große, bunte Rettungsketten. Anleitung: Stellen Sie Pappmaché her und überziehen Sie aufgeblasene Luftballons mit dieser Masse. Die ausgehärteten Kugeln können von den Schüler/innen angemalt und beschriftet werden. Zum Schluss werden die Kugeln an einer Schnur im Klassenraum aufgehängt. 36

10 Lehrerinfo NO Notruf Weiterführung Rettungsdienst Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem ärztlichen Notdienst und dem Notarzt? Der ärztliche Notdienst (vertragsärztlicher Bereitschaftsdienst) ist der Bereitschaftsdienst der kassenärztlichen Vereinigung. Niedergelassene Ärzte sind verpflichtet, auch außerhalb der Öffnungszeiten ihrer Praxen Patienten zu behandeln. Alle Ärzte mit einer Kassenzulassung müssen daran teilnehmen, also auch Fachärzte wie z.b. Kinderärzte, Gynäkologen, HNO usw. Der ärztliche Notdienst ist nur für Nicht-Notfälle (fiebrige Erkältung usw.) vorgesehen. Er kommt in der Regel mit einem normalen PKW oder Taxi innerhalb von 30 Minuten bis 2 Stunden. Die bundeseinheitliche Rufnummer des ärztlichen Notdienstes ist Sie ist allerdings nicht in allen Ortsnetzen geschaltet. Da hieran nur Kassenärzte teilnehmen müssen, hat sich auch die Bezeichnung Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst eingebürgert. Zusätzlich zum kassenärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es in vielen Städten einen privatärztlichen Notdienst, wobei hier jedoch zu erwähnen ist, dass diese Leistungen auch privat in Rechnung gestellt werden. Die Rufnummer hierfür erfahren Sie aus dem Telefonbuch oder der Tagespresse. Ist der Patient privat krankenversichert, erhält er den Rechnungsbetrag von seiner Versicherung zurückerstattet. Der Notarzt hingegen ist Teil des Rettungsdienstes und wird genau wie dieser alarmiert (siehe oben). Er kommt mit Blaulicht und Martinshorn innerhalb von 8 bis 15 Minuten zur Einsatzstelle. Notärzte haben eine besondere Zusatzausbildung für den Rettungsdienst, sind also Spezialisten für Notfallmedizin. Sie arbeiten stets mit dem Fachpersonal des Rettungsdienstes Hand in Hand zusammen. Wann muss ich den Rettungsdienst anrufen und wann reicht der ärztliche Notdienst? Wenn man normalerweise zum Hausarzt gehen würde, dieser aber nicht im Dienst ist (Mittwochs nachmittags oder abends), kann man den ärztlichen Bereitschaftsdienst rufen, z.b. bei einer fiebrigen Erkältung, Durchfall und Erbrechen und ähnlichen Beschwerden. Bei schweren Unfällen, Bewusstlosigkeit, Atemnot, plötzlichen starken Schmerzen, plötzlichen Lähmungen, Sehstörungen, starken Brustschmerzen, stark blutenden Verletzungen, Krämpfen usw. sollte man immer den Rettungsdienst verständigen. Was ist ein Rettungswagen? Ein Rettungswagen (RTW) ist ein größeres Fahrzeug zur Versorgung und zum Transport von Notfallpatienten (Format eines großen Lieferwagens). Im Gegensatz zum Notarztwagen ist der Rettungswagen nicht mit einem Arzt, aber mindestens mit einem Rettungsassistenten und einem Rettungssanitäter besetzt. Rettungswagen haben eine umfangreiche (notfall)medizinische Ausstattung. Ein Rettungswagen trifft innerhalb von 8 bis 15 Minuten am Notfallort ein. Rettungswagen werden von einer der großen Hilfsorganisationen (ASB, DRK, JUH, MHD) oder den Feuerwehren betrieben. Es gibt auch privat kommerziell gewerbliche Unternehmen, die Rettungswagen betreiben. Was ist ein Krankenwagen? Ein Krankenwagen, eigentlich heißt er Krankentransportwagen (KTW), dient zum Transport von kranken Menschen und oder betreuungspflichtigen, die keine anderen Transportmittel (Taxi, öffentliche Verkehrsmittel) benutzen können. Ferner können sie ihn nutzen, wenn sie auf die Ausstattung eines KTW angewiesen sind (z.b. den Transportsessel oder die Trage). In der Regel fährt der Krankenwagen nicht zu Notfällen, bei denen es um Minuten geht. Ausnahmen davon gibt es, wenn z.b. kein Rettungswagen in der Nähe frei ist. Außerdem kann sich natürlich auch ein Krankentransport zu einem Notfall entwickeln. Deshalb haben auch Krankenwagen Blaulicht, Martinshorn und eine notfallmedizinische Grundausstattung. Was ist ein Notarztwagen? Ein Notarztwagen (NAW) ist ein Rettungswagen, auf dem zusätzlich zum Rettungssanitäter und Rettungsassistenten auch noch ein Notarzt mitfährt. Dieser verfügt im Gegensatz zum RTW über Zusatz-Material für erweiterte, also ärztliche Maßnahmen (z.b. eine größere Anzahl von Notfall- Medikamenten). 37

11 Lehrerinfo WU Kleine Wunden Fachliche Grundlagen Die Haut umgibt unseren Körper wie eine Hülle und schützt ihn gegen mechanische Einwirkung, gegen Lichteinflüsse, Krankheitserreger und gegen Flüssigkeitsverlust. Die Haut hilft die Körpertemperatur zu regeln und sie ist ein Sinnesorgan. Der Tastsinn und die Temperaturempfindung werden durch sie vermittelt. Durch äußere Gewalteinwirkungen sowie die Einwirkung von Hitze, Kälte oder chemischen Stoffen auf den Körper wird die Haut verletzt. Außerdem kann das unter der Haut liegende Gewebe mit Muskeln, Sehnen, Nerven und Blutgefäßen angegriffen werden. Durch die Verletzung der Nerven und die Schwellung des Wundgebietes entstehen Schmerzen, die sich nachteilig auf den Allgemeinzustand des Verletzten auswirken. Die Verletzung der Haut ermöglicht Krankheitserregern das Eindringen in den Körper. Daher besteht bei Wunden immer eine Infektionsgefahr. Bei jeder, auch bei einer harmlos erscheinenden Wunde, besteht die Gefahr einer Tetanus-Infektion oder einer Blutvergiftung. Durch die bekannte Schutzimpfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) ist der Ausbruch dieser Erkrankung sicher auszuschließen. Eine Abwehrreaktion des Körpers auf Infektionen ist die Bildung von Eiter. Je nach Ausmaß der Schädigung von Blutgefäßen kommt es zu mehr oder weniger starken Blutungen. Bei hohem Blutverlust müssen die zum Thema Starke Blutungen genannten Maßnahmen durchgeführt werden, denn ein großer Blutverlust kann lebensbedrohlich sein. Man unterscheidet verschiedene Wundarten, z.b. Platz-, Quetsch-, Riss-, Schnitt- und Schürfwunden. Ziele Die Schüler/innen sollen Gefährdungen, die eventuell zu einer Verletzung führen, voraussehen und sich entsprechend verhalten können. nach einem Unfall um die Notwendigkeit eigenen Handelns unter Beachtung der eigenen Sicherheit wissen. eine kleine Wunde sachgerecht versorgen können und die verschiedenen Wundschnellverbände (Pflaster) kennenlernen. durch intensives Üben die Fähigkeit erwerben, auch in Stresssituationen umsichtig zu handeln. wissen, dass die Verwendung von Schutzhandschuhen dort sinnvoll ist, wo direkter Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten möglich ist. wissen, dass jede Wunde schnellstmöglich, spätestens jedoch nach 6 Stunden, von einem Arzt versorgt werden muss. 41

12 Lehrerinfo WU Kleine Wunden Unterrichtsmittel 1 Apfel, 1 scharfes Messer Lippenstift, Wundauflagen für alle Kinder, Pflasterrolle, Scheren, Schutzhandschuhe Handlungsweise Wichtig bei der Versorgung einer Wunde ist die Blutstillung und der Schutz vor Krankheitserregern. Deshalb muss die Verletzung mit möglichst keimfreiem Verbandmaterial bedeckt werden. Für kleine Wunden mit geringer Blutung ist in der Regel ein Wundschnellverband ( Pflaster ) ausreichend. Größere Wunden bedeckt man mit einer sterilen Wundauflage. Diese wird entweder mit Heftpflaster, einer Mullbinde oder mit einem Dreiecktuch fixiert. Beim Verbandpäckchen ist die Wundauflage direkt an der Mullbinde befestigt. Der Umgang mit dem Verbandpäckchen wird zu einem späteren Zeitpunkt geübt. Stellen Sie heraus, dass bei jeder Wundversorgung folgende Grundsätze gelten: Zum eigenen Schutz und zum Schutz des Betroffenen Einmalhandschuhe tragen! Verletzten (auf einer Decke) hinsetzen oder hinlegen, beobachten! Wundauflage möglichst nur an einer Ecke berühren, um Infektionen zu verhindern! Wunde nicht berühren, auswaschen oder reinigen (Ausnahme Wasseranwendung bei Verbrennungen und Verätzungen)! Wunde nicht mit Puder, Spray, Salbe oder Desinfektionsmitteln behandeln, Fremdkörper umpolstern, nicht entfernen! Verletzten beobachten und betreuen, am besten durch zweiten Helfer, im Zweifelsfalle immer Notruf absetzen! Verletzten immer an Impfschutz (Tetanus) erinnern! Jede Wunde muss abschließend von einem Arzt beurteilt und weiterversorgt werden! Bevor die Kinder den Verband üben, sollte die Wunde eindeutig festgelegt sein, z.b. durch rotes Anmalen der Haut. Bei Versorgung mit einem Wundschnellverband ( Pflaster ): Nur die Wundauflage darf die Wunde bedecken, nicht die Klebefläche! Das Abziehen der Schutzfolie stellt für viele Kinder ein Problem dar. Es hat sich als sinnvoll erwiesen, zuerst beide Folien abziehen zu lassen und anschließend den Wundschnellverband aufzukleben! Beim Üben auf mögliche Pflasterallergien achten! 42

13 Lehrerinfo WU Kleine Wunden Unterrichtsverlauf Unterrichtsmittel Demonstration Erste-Hilfe- Maßnahmen Lehrer/in Vollständige Hilfeleistung im Rollenspiel mit einer Schülerin: Zunächst Schürfwunde mit Lippenstift schminken! Zur Verletzten hinunterbeugen, sie anschauen, ansprechen und trösten! Sie auf eine Jacke oder eine Decke setzen und ihr etwas um die Schultern legen! Die Handschuhe anziehen! Einen Rahmenverband anlegen! Sie auf Arztbesuch hinweisen (Tetanusschutz)! Lippenstift, Wundauflagen, Pflasterrolle, Scheren, Schutzhandschuhe Lehrer/in Hilfeleistung schrittweise: Die Einzelschritte nochmals durchgehen! (Was ist bei der Wundversorgung und bei einem Rahmenverband zu beachten?) Folie WU 3 Übung Einige/alle Schüler/innen Paare üben wechselseitig im Rollenspiel! Sicherung Alle Schüler/innen bearbeiten Arbeitsblatt als Hausaufgabe mit Eltern oder Geschwistern als Partner! Arbeitsblatt WU 2 Alternative Methoden Hautabdruck Blindenschrift Retsalfp Heuaufguss Methode WU 4 Methode WU 5 Methode WU 6 Methode WU 7 Weiterführung Tetanusinfektion Insektenstich Collage Gefahrenquellen für Insektenstiche Fremdkörper in Wunden Beulen, Quetschungen und Blutergüsse Kühlbeutel basteln Lehrerinfo Lehrerinfo, Folie WU 4 Lehrerinfo Lehrerinfo Methode WU 8 Wiederholung Notruf 44

14 Text WU 1 Situationsbeschreibung Große Jungs! Ding, dang, dong. Der Schulgong läutet die große Pause ein. Die Schüler/innen der Klasse 2b packen eilig ihre Schulsachen in die Schulranzen und stürmen auf den Schulhof. Einige Mädchen beginnen auf der Wiese Fischer, Fischer, welche Fahne weht heute... zu spielen. Björn, Nils und Tim beobachten sie von weitem und schlendern langsam heran. Laura entdeckt die drei und fragt, ob sie mitmachen wollen. Doch die Jungs rümpfen nur die Nase und Tim antwortet: So etwas Albernes spielen wir doch nicht. Wir sind doch keine Babys mehr... Schnippisch fragt Meryem: Was wollt ihr Großen denn spielen? Na, wie wäre es mit Jungs ärgern die Mädchen?, schlägt Björn vor. Und schon steht er neben ihr und wuselt in ihren Haaren herum. Meryem reißt sich los und läuft kreischend davon. Björn jagt sie über den Schulhof. Als Laura und Tanja hinter den beiden herlaufen, um Meryem zu helfen, schalten sich auch Tim und Nils ein. Eine wilde Jagd beginnt! Die Mädchen sind ganz schön schnell! Nils und Tim wird es zu bunt. Sie springen waghalsig über einen Fahrradständer, um den Weg abzukürzen. Endlich haben sie Meryem und Tanja erwischt. Auch Laura ist jetzt total außer Atem und gibt auf. Björn stürmt lachend heran und reißt an ihrem Schulranzen. 46 Laura stolpert und stürzt zu Boden. Sie bleibt weinend liegen. Ihr Knie ist aufgeschürft und blutet. Erschrocken schauen sich die anderen Kinder an. Das haben sie nicht gewollt, eigentlich sind sie ja Freunde!

15 Lehrerinfo WU Tetanus (Wundstarrkrampf) Die Tetanusinfektion ist eine Wundinfektion mit Tetanusbazillen, die im menschlichen Körper ein Gift erzeugen. Diese Bakterien sind überall anzutreffen so z.b. in Dreck, Staub, Blumenerde, Sand oder Exkrementen. Wenn die Bakterien keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sind, können Sie im Erdreich jahrelang überleben. Die Sterblichkeitsrate dieser Erkrankung liegt bei moderner Intensivtherapie zwischen 10% - 20%. Vor allem in Ländern mit niedrigen Impfraten und schlechter medizinischer Versorgung sterben auch heute noch viele Menschen an dieser Krankheit. Die Zeit bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) beträgt 3 Tage bis 3 Wochen, in seltenen Fällen auch länger. Die Vorbedingungen für eine Infektion ist eine Verletzung. Durch Verunreinigung der Wunde durch Holzsplitter, Nägel oder Dornen gelangen gleichzeitig Bakterien unter die Haut. Auch kaum sichtbare sog. Bagatellverletzungen kommen als Eintrittsstelle für Tetanus-Erreger in Frage. Tetanus ist nicht übertragbar, eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgt also nicht. Das entstandene Gift schädigt das Rückenmark und das verlängerte Mark (hier sitzt unter anderem das Atemzentrum). Es kommt zu einer langsam zunehmenden Starre der Muskulatur. Reize durch Licht und/oder Geräusche können schmerzhafte Krämpfe auslösen. Charakteristisch ist der Befall der Kaumuskulatur mit anschließender Kieferklemme sowie der Befall der Gesichtsmuskeln. Es entsteht durch Verziehen des Gesichts eine Art von Lächeln ( Sardonisches Grinsen ). Bei Befall der Atemmuskulatur kommt es zum tödlichen Atemstillstand. Durch eine Schutzimpfung ist der Ausbruch dieser Erkrankung sicher auszuschließen!!! 56 Säuglinge sollten bereits nach Vollendung des zweiten Lebensmonats und weiterhin nach der aktuellen Impfempfehlung der STIKO geimpft werden (www.rki.de). Nur eine vollständige Impfreihe bietet sicheren Schutz! Eine Auffrischung der Grundimpfung empfiehlt sich nach 5 bis 8 Jahren. Hierzu ist nur noch eine Impfung erforderlich. Bitten Sie die Schüler/innen, ihr Impfbuch mitzubringen!

16 Lehrerinfo WU Kleine Wunden Weiterführung Fremdkörper in Wunden 58 Fremdkörper in Wunden, z.b. Holz oder Glassplitter, dürfen von Ersthelfern grundsätzlich nicht entfernt werden. Es besteht sonst die Gefahr, dass zusätzliche Verletzungen z.b. an Nerven oder auch starke Blutungen entstehen. Es sollten lediglich eine oder mehrere Wundauflagen um den Fremdkörper gelegt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Fremdkörper nicht bewegt wird. Ggf. kann noch weiteres Polstermaterial eingesetzt werden. Abschließend wird alles mit einer Binde oder einem Heftpflaster befestigt. Der Fremdkörper wird so fixiert und kann von einem Arzt sachgerecht entfernt werden. Fremdkörper im Auge führen zu einer Reizung der Bindehaut im Bereich der Augenlider. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um kleinste Partikel wie z.b. Staubteilchen, Insekten, Ruß o.ä. Seltener geraten Glas- oder Metallsplitter ins Auge. Es entsteht ein brennender Schmerz, das Auge ist gerötet und tränt. Manchmal treten auch Sehstörungen auf. Oft wird der Zustand noch durch Reiben der Augen verschlimmert. Grundsätzlich sollten auch Fremdkörper im Auge von Laien nicht entfernt werden. Das Auge ist aber mit einer keimarmen Wundauflage zu bedecken. Anschließend müssen beide Augen vorsichtig mit einem undurchsichtigen Tuch verbunden werden (siehe KO Augenverband mit Dreiecktuch). Dadurch ist die Ruhestellung des betroffenen Auges und damit eine Schmerzlinderung zu erreichen. Hier ist die Betreuung des Betroffenen besonders wichtig, da er nichts sehen kann. In schweren Fällen ist der Notruf die richtige Maßnahme, ansonsten ist unverzüglich ein Augenarzt aufzusuchen.

17 Lehrerinfo WU Kleine Wunden Weiterführung Beulen, Quetschungen und Blutergüsse Eine Quetschung entsteht durch ein sehr starkes Zusammenpressen von Gewebe. Hierdurch kann es zu einer Gefäßverletzung kommen, die wiederum zur Einblutung ins umliegende Gewebe, also zu einem Bluterguss, führt. Das betroffene Gewebe kann erheblich anschwellen. Ein Anschwellen des umliegenden Gewebes kann auch als Folge einer minderschweren Gewalteinwirkung z.b. auf den Kopf eintreten. Die im Volksmund Beule genannte Schwellung wird von den Kindern durch eine Kühlung zum Abschwellen bzw. erst gar nicht zum Anschwellen gebracht. Ein typisches Erkennungsmerkmal ist die Blaurotverfärbung des Gewebes, eine sichtbare Schwellung (bei Extremitätenverletzung ggf. einen Seitenvergleich durchführen) und die Angabe von Schmerzen. Man darf in dieser Situation die Schockgefahr nicht ganz außer Acht lassen. Somit sind neben der Kühlung mit geeignetem Material auch die schockbekämpfenden Maßnahmen angezeigt. (siehe Kapitel Starke Blutungen) Als Kühlmittel geeignet: Mit Wasser getränktes Handtuch Kühlpack mit Gel-Füllung, in ein Tuch eingewickelt Eiswürfel/Tiefkühl-Pack eingewickelt (direkten Hautkontakt vermeiden!) NICHT geeignet: Eis- bzw. Kühlspray Kühlsalben bzw. Gele (Kühleffekt ist leider nur mäßig) Eiswürfel/Tiefkühl-Pack mit direktem Hautkontakt Zusatzinformation: Eine Quetschung, die zu einer offenen Wunde geführt hat, kann nicht mehr direkt mit Wasser o.ä. gekühlt werden. Hier ist die normale Wundversorgung erforderlich! Eine Kühlung wird nach ca. 10 Minuten für 2-3 Minuten unterbrochen und dann erneut durchgeführt. 59

18 Unterrichtseinheit 3 Hitze- und Kälteschäden ( HI ) Weiterführung Sonnenbrand, Sonnenstich Verbrühung Verbrennung Unterkühlung 61

19 Lehrerinfo HI Hitze- und Kälteschäden Fachliche Grundlagen Die Ursachen für Verbrennungen sind vielfältig: Kontakt mit heißen Gegenständen, Flüssigkeiten, Dämpfen, Gasen oder offenem Feuer sowie elektrischer Strom, Blitzschlag, Bestrahlung oder auch starke Reibung. Die menschliche Haut ist Teil des Organismus. Mit etwa zwei Quadratmetern Fläche ist sie das größte und mit etwa 4,1 kg das schwerste Organsystem des Menschen. Sie ist aus verschiedenen Schichten aufgebaut. Verbrennungen sind durch hohe Temperaturen verursachte schwere Schädigungen der Haut und der tieferliegenden Gewebeschichten. Die Beurteilung der Schwere einer Verbrennung richtet sich nach dem Verbrennungsgrad und der Größe der verbrannten Körperoberfläche. Hautrötung und Blasenbildung treten bei Verbrennungen 1. und 2. Grades auf. Bei Verbrennungen 3. Grades ist das Gewebe grauweiß oder schwarz verbrannt. Bei einer Verbrennung verliert der Körper je nach Größe der Brandwunde entsprechend große Mengen an Gewebsflüssigkeit. Dieser Flüssigkeitsverlust kann zum lebensbedrohlichen Schock führen. Der mit der Verbrennung verbundene starke Wundschmerz beschleunigt die Entwicklung des Schocks. Außerdem kommt es durch schwere Verbrennungen oft zu Atem- und Kreislaufstörungen. Das Gewebe kann stark geschädigt werden, bis hin zum völligen Absterben. Den als Folge einer schweren Verbrennung auftretenden Organschäden, auch Verbrennungskrankheit genannt, kann durch sofortige und sachgerechte Erste Hilfe begegnet werden. Von Verbrennungen sind meist die Hände, Arme, das Gesicht und der Rumpf betroffen. Lebensgefahr besteht, wenn bei Kindern etwa 8 % bzw. bei Erwachsenen etwa 15 % der Haut zweit und/oder drittgradig verbrannt sind. Faustregel: Die Handfläche des Betroffenen entspricht ungefähr 1 % der Körperoberfläche. Ziele Die Schüler/innen sollen Gefährdungen, die eventuell zu einer Verbrennung führen, voraussehen und sich entsprechend verhalten können. nach einem Unfall um die Notwendigkeit eigenen Handelns unter Beachtung der eigenen Sicherheit wissen. wissen, dass die Verwendung von Schutzhandschuhen vorgeschrieben ist, um eine mögliche Infektion der Wunde und den direkten Kontakt mit ihr zu vermeiden. über Kenntnisse verfügen, die sie zur sachgerechten Versorgung einer kleinen Brandwunde benötigen. durch intensives Üben die Fähigkeit erwerben, auch in Stresssituationen umsichtig zu handeln und eine kleine Brandwunde sachgerecht zu versorgen. wissen, dass auch Brandwunden oft von einem Arzt versorgt werden müssen. Bei großflächigen Verbrennungen ist der Notruf so schnell wie möglich abzusetzen. 63

20 Lehrerinfo HI Hitze- und Kälteschäden Unterrichtsmittel Kerzen oder Wunderkerzen, Streichhölzer Lippenstift, Flaschen mit Leitungswasser, Verbandtücher für jede/n Schüler/in, Decken, Spieltelefon, Schutzhandschuhe Handlungsweise Wichtig bei der Versorgung einer Brandwunde ist die sofortige Anwendung von handwarmem Wasser zur Kühlung. Die gespeicherte Wärme der Oberfläche wird abgegeben und das weitere Vordringen der thermischen Schädigung in die Tiefe wird vermieden. Nachschwellungen und das sog. Nachbrennen werden eingeschränkt. Wie bei allen Wunden besteht auch bei Brandwunden Infektionsgefahr. Die möglichst keimfreie Bedeckung erfolgt aber erst, nachdem die betroffene Stelle zur Schmerzlinderung und Abkühlung etwa 10 Minuten mit handwarmem Wasser gekühlt wurde. Weisen Sie darauf hin, dass auch bei der Versorgung einer kleinen Brandwunde grundsätzlich Folgendes gilt: Zum eigenen Schutz und zum Schutz des Betroffenen Einmalhandschuhe tragen! Verletzten möglichst (auf einer Decke) hinsetzen oder hinlegen! Wunde nicht mit den Händen berühren! Örtliche Wasseranwendung ca. 10 Minuten, bis die Schmerzen deutlich nachlassen! Brandwunde keimarm und locker bedecken! Verletzten ständig betreuen! Im Zweifelsfalle immer Notruf absetzen! Verletzten immer an Impfschutz (Tetanus) erinnern! Arzt aufsuchen! Kühlung unterbrechen, wenn es dem Betroffenen nicht angenehm ist! Niemals angeklebte Kleidungsstücke entfernen! Niemals Brandblasen öffnen! Niemals Öl, Puder, Mehl, Salben oder andere Hausmittel auf die Wunde geben! Sie können an dieser Stelle auch den Sonnenbrand ansprechen (siehe Weiterführung). Ein intensiver Sonnenbrand ist eine Verbrennung 1. Grades, manchmal sogar 2. Grades. Er verursacht schwere Zellschädigungen der Haut und erhöht damit das Hautkrebsrisiko. Zur Schmerzlinderung helfen feuchte, kühle Tücher und ein entsprechendes Hautmittel aus der Apotheke. Bei schweren Sonnenbränden oder Fieber, Schüttelfrost und Übelkeit ( Sonnenstich ) ist ein Arztbesuch unbedingt erforderlich. 64

21 Arbeitsblatt HI 2 Im Sportunterricht klettern die Viertklässler am liebsten die Seile hinauf, bis unter die Hallendecke. Eigentlich dürfen sie das alleine gar nicht. Frau Müller kommt, ruft jemand. Vor Schreck saust eine Mitschülerin zu schnell das Seil hinunter und lässt die Hände schleifen. Unten angekommen weint sie vor Schmerzen und zeigt auf die Brandwunden in ihren Handflächen... Ich beruhige und tröste meine Mitschülerin! Ich bitte sie, sich hinzusetzen oder hinzulegen! Ich ziehe Schutzhandschuhe an! Ich kühle die Verbrennungen an den Händen für ca. 10 Minuten mit handwarmem Wasser! Ich bedecke die Brandwunden vorsichtig mit einem Verbandtuch! Ich decke sie zu! Worauf musst du bei der Versorgung der Brandwunden sonst noch achten? 1. Niemals 2. Niemals Suche den Verbandkasten in der Sporthalle! Schaue nach, ob du Verbandtücher darin findest! Achte auch auf das Verfallsdatum der Erste-Hilfe-Materialien! 70

22 Lehrerinfo HI Hitze- und Kälteschäden Weiterführung Verbrühung Verbrühungen mit heißen Flüssigkeiten sind ebenso schmerzhafte Verletzungen wie Verbrennungen. Sie werden in gleicher Weise beurteilt und therapiert. Daher sind auch die Erste-Hilfe- Maßnahmen wie bei Verbrennungen angezeigt. Es kommt bei Verbrühungen zu einer Hautrötung (1. Grades) und zu Blasenbildung (2. Grades). Eine Verbrühung mit der Beurteilung 3. Grades (mit einer vollständigen Zerstörung des Deckgewebes) ist eher unwahrscheinlich. Die Hauptgefahr ist hier wie auch bei Verbrennungen die Schädigung der Körperzellen und der Kapillargefäße und die damit verbundene Durchblutungsstörung im betroffenen Gebiet. Die Membranen (Wände) der einzelnen Zellen werden durchlässig für Plasma (flüssiger Anteil des Blutes). Die Folge ist eine Ansammlung von Körperflüssigkeit, das Verbrennungsödem (Blasenbildung). Die Kinder sind auf Folgendes hinzuweisen: Notruf absetzen! Im Falle einer Beteiligung der Kleidung ist diese umgehend zu entfernen! Die verbrühten Körperstellen sofort mit handwarmem Wasser für ca. 10 Minuten kühlen! Zur Vermeidung einer Unterkühlung ist zu beachten, dass man nicht den Körperstamm kühlt, sondern nur die verbrühten Körperstellen! Kühlung regelmäßig ca. nach 10 Minuten für 2-3 Minuten unterbrechen. Eine Versorgung erfolgt mit geeignetem Verbandmaterial für Brandwunden (ist auf dem Verbandmaterial vermerkt), z.b. einem Verbandtuch, nicht mit Salben, Pudern o.ä.! Schließlich ist die Wärmeerhaltung auch hier zu beachten! 73

23 Lehrerinfo HI Hitze- und Kälteschäden Weiterführung Unterkühlung Unterkühlungen gehören zu den Kälteschäden, die bei Kindern häufiger zu einer Bedrohung der Vitalfunktionen (Lebensfunktionen) führen können. Der menschliche Organismus besitzt die Fähigkeit, die Körpertemperatur, auch bei großen Unterschieden zur Umgebungstemperatur, konstant bei einem Normalwert von ca. 37 Celsius zu halten. Die Körperoberfläche ist üblicherweise kühler als das Körperinnere. Im Körperkern wird das Blut aufgrund des höheren Stoffwechsels der dort liegenden Organe erwärmt. Nach außen, zur Körperschale, wird es durch Abgabe der Wärme wieder abgekühlt. Eine Unterkühlung entsteht, wenn die Wärmeabgabe des Körpers über einen längeren Zeitraum größer ist als die Wärmeproduktion. Typische Situationen sind der Sturz in kaltes Wasser, aber auch der lange Aufenthalt im Wasser, in kalter Umgebung, z. B. bei einem Bergunfall. Auch Verletzte, vor allem mit Schock, drohen zu unterkühlen. Alkohol und andere Drogen, sowie Vergiftungen können diesen Umstand verstärken. Die Hilfeleistung orientiert sich am Unterkühlungsstadium, in dem sich der Betroffene befindet. Stadium 1: Abwehrstadium Erkennen Der Körper versucht einer Unterkühlung dadurch zu begegnen, dass er vermehrt Wärme produziert (u.a. durch Kältezittern). Gleichzeitig wird durch eine verminderte Durchblutung der Arme, Beine und Haut die Wärmeabgabe verringert, die Haut ist blass und kalt. Betroffene klagen über Schmerzen vornehmlich in den Händen, Füßen und Knien. Atmung und Kreislauf sind zunächst gesteigert; der Betroffene ist bei Bewusstsein und erregt. Die Körperkerntemperatur ist noch nicht unter die kritische Marke von 34 Celsius abgesunken. Maßnahmen Betroffenen an einen warmen Ort bringen und langsam erwärmen. Nasse und kalte Kleidung entfernen und den Körper warm einpacken (in Decken hüllen). Warme, gut gezuckerte Getränke, wie z.b. Tee zu trinken geben. Betroffenen beobachten und erneute Kälteeinwirkung vermeiden. Alkoholische Getränke sind entgegen weitläufiger Meinung strengstens verboten. Alkohol weitet die Blutgefäße und beschleunigt somit eine Unterkühlung. 74 Stadium 2: Erschöpfungs- und Lähmungsstadium Erkennen Der Betroffene atmet langsamer, die Pulsfrequenz und der Blutdruck sinken. Das Kältezittern ist eingestellt, es tritt Muskelstarre ein. Das Schmerzempfinden läßt nach, der Betroffene wird zunehmend müde und schließlich bewusstlos. Im weiteren Verlauf können Atem- und Kreislaufstillstand eintreten. Die Körperkerntemperatur ist unter 34 Celsius abgesunken.

24 Lehrerinfo HI Hitze- und Kälteschäden Weiterführung Unterkühlung Maßnahmen Schnellstmöglich den Notruf veranlassen! Keine Aufwärmversuche unternehmen! Die Temperatur würde lediglich weiter absinken. Kaltes Blut aus der Körperschale würde in das Körperinnere gelangen, der Temperaturunterschied ist zu hoch. Aufwärmversuche könnten einen Herz-Kreislauf-Stillstand auslösen! Es ist wichtig, dass der Betroffene möglichst wenig bewegt wird. Bei Bewusstlosigkeit vorsichtig stabile Seitenlage herstellen, Atmung und Kreislauf beobachten und entsprechende Maßnahmen bei Störungen ergreifen. Zur langsamen Wiedererwärmung (1 Celsius 1 Stunde) ist ein Krankenhausaufenthalt unumgänglich. Der Rettungsdienst transportiert den Betroffenen unter Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen in eine geeignete Klinik. Für die Erarbeitung mit Kindern ist empfehlenswert: Thematisieren Sie mit Folie HI 6 verschiedene Situationen, die zur Unterkühlung führen können! Behandeln Sie mit den Schülern/innen Erkennungsmerkmale und Maßnahmen für leichte Unterkühlungen! Weisen Sie auch hier auf die Notwendigkeit des Notrufs hin, insbesondere wenn offensichtlich ein schwerer Fall von Unterkühlung vorliegt (z.b. bei Einbrechen in Eis)! 75

25 Lehrerinfo BA Bauchschmerzen Fachliche Grundlagen Bauchschmerzen werden in der Medizin unter dem Begriff Akuter Bauch oder Akutes Abdomen zusammengefasst. Alle plötzlich auftretenden Notfälle, die als Ursache eine Erkrankung oder Verletzung des Bauchraumes (bzw. der Bauchorgane) haben, werden hier benannt. Dieser Sammelbegriff wird verwendet, da in den meisten Fällen eine Diagose außerhalb der Klinik, also im Rahmen der Notfallversorgung, nicht möglich ist. Man orientiert sich also am vorhandenen Leitsymptom einem plötzlich auftretenden starken Schmerz, jedoch ist der Ursprung hierfür meist nicht genau lokalisierbar. Der Akute Bauch kann durch folgende Ursachen hervorgerufen werden: Hier werden auch Krankheiten aufgeführt, die im Kindesalter selten bis gar nicht auftreten. Eine Ausnahme bildet die Appendizitis acuta, eine Wurmfortsatzentzündung im Bereich des Blinddarms, die im Volksmund als Blinddarmentzündung bekannt ist. Bei Kindern sind besonders stumpfe Bauchtraumata durch häufige Unfallmechanismen, wie z.b. beim Fahrradunfall (Lenker!), anzutreffen. 79

26 Bauchschmerzen Ziele Die Schüler/innen sollen erkennen, dass Bauchschmerzen unterschiedliche Ursachen haben können, auch im Hinblick auf eine lebensbedrohliche Erkrankung. Gefährdungen, die eventuell zu Bauchschmerzen führen, voraussehen und sich entsprechend verhalten können. um die Notwendigkeit eigenen Handelns unter Beachtung der eigenen Sicherheit wissen. die Möglichkeiten der Lagerung kennenlernen und die Bedeutung der Betreuung des Betroffenen verstehen. in der Lage sein, eine solche Situation richtig einzuschätzen, um sofort einen Erwachsenen verständigen zu können. Unterrichtsmittel Decken, Jacken Ggf. Fieberthermometer zur Anschauung Handlungsweise Da Bauchschmerzen auch im Zusammenhang mit psychischen Faktoren stehen können, ist es wichtig, dieses bei einem Betroffenen zu berücksichtigen. Bei der weiteren Versorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder Arztes beschränkt man sich auf die Maßnahmen der Lagerung nach Wunsch oder mit angewinkelten Beinen sowie die Betreuung und die Beobachtung des Betroffenen. Ratsam ist es, mit Hilfe eines Fieberthermometers die Temperatur zu messen. Diese Information kann dem Arzt bei Verdacht auf eine Appendizitis Aufschluss geben. Für die Kinder gilt insbesondere : Trösten, Lagerung nach Wunsch um die meist eingenommene Schonhaltung zu unterstützen und Hilfe holen! Der Betroffene darf nicht essen, trinken oder rauchen! 80

27 Arbeitsblatt BA 2 Auf Klassenfahrt in den Freizeitpark! Darauf haben alle lange gewartet! Louisa ist heilfroh, den ganzen Tag von zu Hause wegzukommen, bei dem Theater mit ihren Eltern wegen des Zeugnisses. Schon früh am morgen geht s los, gefrühstückt hat kaum einer vor lauter Aufregung. Nach einer Busfahrt, die euch endlos erschien, müsst ihr erst einmal 15 Minuten an der Kasse Schlange stehen. Und nicht nur dort, an jedem Gerät stauen sich die Menschenmassen. Ganz schön anstrengend, die ganze Angelegenheit. Da kommt die Pizza, die Sarah besorgt hat, gerade recht. Es gibt Salami, Thunfisch und Pilze. Appetitlich sieht sie ja nicht gerade aus und wie die riecht! Na ja, macht nichts, denkt Louisa, man kann sich nicht nur von Schokoriegeln ernähren. Sie verschlingt ein ordentliches Stück Thunfischpizza. Anschließend ist Achterbahn, Riesenrutsche und Softeis angesagt. Dann geht s zur Wasserbahn und wieder heißt es warten, warten, warten... Louisa fühlt sich gar nicht gut, sie hat plötzlich solche Bauchschmerzen und muss sich unbedingt hinsetzen. Wortlos drängelt sie sich aus der Warteschlange heraus, klettert mühevoll über die Absperrung und läßt sich auf der Wiese nieder. Die Klassenkameraden wundern sich... Ich tröste und beruhige Louisa! Ich sorge dafür, dass mein/e Lehrer/in oder das Aufsichtspersonal verständigt wird! Ich lagere sie nach Wunsch (Schonhaltung)! Ich decke sie zu, damit sie nicht friert! Ich frage sie, was sie alles getrunken und gegessen hat! Ich bleibe bei ihr! Ich gebe ihr nichts mehr zu essen und zu trinken! Welche Ursachen könnten Louisa s Bauchschmerzen haben? Gehe in den Supermarkt und überprüfe das Haltbarkeitsdatum einiger Lebensmittel! Ist es überschritten? Sprich einen Mitarbeiter darauf an! 86

28 Lehrerinfo BA Bauchschmerzen Weiterführung Vergiftung Unter Giften versteht man Stoffe, die im menschlichen Körper schwere, oftmals lebensbedrohliche Vergiftungen hervorrufen können. Entscheidend für die schädigende Wirkung sind die Art, Menge, Konzentration und die Einwirkungszeit des Giftes. Es gibt eine Vielzahl von Giften, mit denen wir alltäglich Kontakt haben bzw. umgehen, z. B. Arzneimittel, Haushaltsreinigungsmittel, giftige Pflanzen oder Pflanzenschutzmittel. Ursachen für Vergiftungen sind nicht nur Unkenntnis der Lage sondern auch häufig Verwechslung, aufgrund mangelnder Kennzeichnung oder Leichtsinn im Umgang mit Giftstoffen. Ebenso der Missbrauch von Drogen und Alkohol, die Neugier von Kindern oder eine mögliche Selbsttötungsabsicht. Gifte gelangen über die Verdauungswege, die Atemwege oder die Haut in den Körper, damit ins Blut und eine Schädigung des gesamten Organismus ist möglich. Oft sind gerade bei Vergiftungen die Erkennungszeichen nicht eindeutig. Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, aber auch Atem- und Kreislaufbeschwerden, Schweißausbrüche, Schwindel, Krämpfe und Störungen oder der Ausfall der lebenswichtigen Funktionen Bewusstsein, Atmung und Kreislauf sind nur die wichtigsten möglichen Anzeichen. Insbesondere bei Kindern erfordert es oftmals viel geduldiges Befragen, bis die Ursachen einigermaßen deutlich herausgefunden sind. Entscheidend ist, dass auch bei vielen unklaren Gesundheitszuständen an eine mögliche Vergiftung gedacht wird, damit eine weitergehende ärztliche Diagnose und schließlich die richtige Hilfe erfolgen kann. Nach der Kontrolle sind Maßnahmen der Wiederherstellung bzw. Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Funktionen durchzuführen. Anschließend erfolgt die sofortige Verständigung des Rettungsdienstes. Für alle weiteren Maßnahmen sind Informationen über die Giftart, die Menge, den Aufnahmezeitpunkt und über den Zustand des Betroffenen wichtig. Man sollte ohne Anweisung der Rettungsleitstelle oder einer Giftnotrufzentrale (s.u.) nichts zu trinken geben (Ausnahme: bei Verätzungen), vor allem keine Milch. Auch das Herbeiführen des Erbrechens sollte nur auf Anweisung geschehen. Erbricht der Vergiftete von sich aus (Schutzreflex), ist ihm entsprechende Hilfestellung zu leisten. Giftnotrufzentralen in Deutschland Informationsbroschüren über Vergiftungen, Giftpflanzen u.ä. erhalten Sie bei Ihrem Gesundheitsamt, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem GUVV (siehe Literaturverzeichnis). Weiter helfen auch die Giftnotrufzentralen (24-Stunden Dienst). Für die Kinder steht bei Verdacht auf Vergiftung ebenso wie bei den allgemeinen Bauchschmerzen im Vordergrund: Hilfe holen Notruf Betreuen Lagerung nach Wunsch! Ort Telefon Fax Berlin 0 30/ / Bonn 02 28/ / oder Erfurt 03 61/ / Freiburg 07 61/ / Göttingen 05 51/ / (Jedermann) oder (Fachleute) Homburg/Saar / / oder Kassel 05 61/ / Leipzig 03 41/ Mainz / / oder München 0 89/ / Nürnberg 09 11/ / oder

29 Lehrerinfo BA Bauchschmerzen Weiterführung Verschlucken Das Verschlucken ist eine sehr häufige Notfallsituation bei Säuglingen und Kleinkindern, kann aber auch bei Kindern jeden Alters auftreten. Das eigentliche Verschlucken stellt den Zustand des teilweisen oder vollständigen Verschlusses durch einen Fremdkörper in der Luftröhre dar. Das meist während der Nahrungsaufnahme Geschluckte gelangt in die falsche Röhre. Darüber hinaus kann es aber auch zu einer Blockierung im Bereich der Speiseröhre kommen, z.b. durch einen zu großen in der Regel zu hastig geschluckten Nahrungsbrocken. Daraus ergibt sich, dass aspirierte (angeatmete) Fremdkörper in der Luftröhre, verschluckte hingegen in der Speiseröhre steckenbleiben können. Dadurch, dass Luft- und Speiseröhre parallel zueinander verlaufen und eine gemeinsame flexible Zwischenwand haben, können auch Fremdkörper in der Speiseröhre Atemnot und Erstickungsgefahr herbeiführen. Ein in der Luftröhre steckender Fremdkörper verursacht stärksten Hustenreiz und ein pfeifendes Atemgeräusch. Dieses stellt keinen schmerzhaften Zustand dar, da die Luftröhre nicht gut mit Nerven versorgt ist. Es besteht akute Erstickungsgefahr! Bei Fremdkörpern in der Speiseröhre treten Schluckbeschwerden oder Brechreiz (Würgereiz) und Schmerzen auf. Fremdkörper in der Speiseröhre können auch zur Atembehinderung bis hin zum vollständigen Verschluss der Luftröhre führen. Der Betroffene versucht krampfhaft zu atmen, ohne dass ein Atemstoß erfolgt. In diesem Fall besteht Erstickungsgefahr. Diese ist auch gegeben, wenn bei zu starker Einengung der Luftröhre zwar Atemzüge möglich sind, jedoch dabei zu wenig Luft aufgenommen werden kann. Maßnahmen Bei Fremdkörpern in der Luftröhre fordert man den Betroffenen auf, kräftig (weiter) zu husten. Bei ausbleibendem Erfolg versucht man mit kräftigen Schlägen auf den Rücken zwischen die Schulterblätter und vornübergebeugtem Oberkörper beim Betroffenen Husten auszulösen oder vorhandene Hustenstöße zu verstärken, so dass der Fremdkörper ausgehustet werden kann. Kleine Kinder können hierfür auch über das Knie gelegt werden, damit der Mund der tiefste Punkt wird. (Bei Atemstillstand > Atemspende) Bei Fremdkörpern in der Speiseröhre kann durch mechanische Reizung im Rachen Erbrechen herbeiführt werden, ( Finger in den Hals ), um so den Fremdkörper herauszubefördern. Diese Maßnahme ist bei Kindern jedoch wegen einer möglichen Verletzung der Schleimhäute nur bedingt zu empfehlen. Vor einer Manipulation mit Instrumenten und Gegenständen ist in allen Situationen entschieden abzuraten. 96 Kinder sind bei diesen Maßnahmen sicher in der Regel überfordert. Für den äußersten Notfall, insbesondere wenn keine rasche fremde Hilfe zu erwarten ist, sollten sie diese jedoch kennen. Ansonsten ist auch hier der Notruf und die Betreuung angezeigt.

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