Erben und vererben. Grundlagen des deutschen Erbschafts- und Erbschaftssteuerrechts

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1 Erben und vererben Grundlagen des deutschen Erbschafts- und Erbschaftssteuerrechts

2 2 Impressum Einleitung 3 Inhalt 1. Das Erbrecht Wer wird Erbe, wenn nichts geregelt wurde?... 4 Die gesetzlichen Erben... 5 Nichteheliche Lebenspartner... 8 Die Erbengemeinschaft... 8 Das Testament... 8 Der Erbvertrag Was sind Vermächtnis und Auflagen?...12 Vermächtnis...13 Auflagen Was ist ein Pflichtteil? Verschenken statt Vererben? Wie lässt sich die Umsetzung des letzten Willens absichern?...15 Impressum Erben und Vererben ist erschienen bei Wolters Kluwer Deutschland GmbH. Rechtsstand Juni Eventuelle Gesetzesänderungen und Grundsatzurteile, die nicht in der Öffentlichkeit angekündigt und erst nach Redaktionsschluss beschlossen wurden, konnten nicht berücksichtigt werden. Autoren: Rechtsanwalt Oliver Korn, GPC Law Rechtsanwaltsgesellschaft mbh, Berlin, Steuerberater Dipl-Kfm. Heiko Schiller, GPC Tax Unternehmensberatung AG, Berlin Redaktion: Marcus Steinhorst, Münster Layout: Wolters Kluwer Deutschland GmbH Wolters Kluwer Deutschland GmbH Luxemburger Str. 449, Köln Alle Rechte vorbehalten. Abdruck, Nachdruck, datentechnische Vervielfältigung und Wiedergabe (auch auszugsweise) oder Veränderung über den vertragsgemäßen Gebrauch hinaus bedürfen der schriftlichen Zustimmung des Verlages. Hinweis: Die in der Broschüre enthaltenen Informationen wurden sorgfältig recherchiert und geprüft. Für die Richtigkeit der Angaben sowie die Befolgung von Ratschlägen und Empfehlungen kann der Verlag dennoch keine Haftung übernehmen. 2. Die Erbschaftsteuer: Eine Schritt für Schritt-Analyse Wer soll erben?...17 Persönliche Freibeträge...18 Steuerklassen Was soll vererbt werden?...21 Grundvermögen...21 Betriebsvermögen...21 Land- und forstwirtschaftliches Vermögen...21 Sonstiges Vermögen...21 Schulden Welchen Wert hat das Erbe?...22 Bewertung von Grundvermögen...22 Bewertung von Betriebsvermögen...24 Bewertung von sonstigem Vermögen Wie berechnet sich die Erbschaftsteuer? Wird eine Schenkung auch besteuert? Checklisten Checkliste für die Gestaltung der Erbfolge Checkliste für die Erbschaftsteuer... 30

3 4 Das Erbrecht Das Erbrecht 5 geht der Gesetzgeber davon aus, dass der Verstorbene im Falle seines Ablebens sein Vermögen seinen Liebsten, also dem Ehegatten und den nächsten Angehörigen, vererben wollte. Die gesetzlichen Erben Zu den gesetzlichen Erben gehören die Verwandten und der überlebende Ehegatte. Die Verwandten des Erblassers werden dabei in drei verschiedene Ordnungen eingeteilt. Sie erben jeweils, wenn kein Verwandter der jeweils höheren Ordnung mehr lebt ( 1930 BGB). Die eigenen Abkömmlinge, also die Kinder, Enkel und Urenkel des Erblassers, bilden die Erben erster Ordnung. Die Eltern und die Geschwister des Erblassers sind die Erben zweiter Ordnung. Die Erben dritter Ordnung bilden die Großeltern und deren Abkömmlinge. Die folgende Grafik gibt Ihnen einen kurzen Überblick über die gesetzliche Erbfolge: Erben 3. Ordnung 1. Das Erbrecht Großeltern Großeltern Das Erbrecht regelt die rechtlichen Aspekte, die mit dem Ableben eines Menschen im Zusammenhang stehen. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) widmet dem Thema ein eigenes Kapitel, und so finden sich dazu zahlreiche Regelungen ( 1922 bis 2385 BGB). Cousinen/ Vetter Onkel/Tante Schwestern Nichten/Neffen Vater Mutter Brüder Onkel/Tante Cousinen/ Vetter Erben 2. Ordnung Nichten/Neffen Der Ausgangspunkt ist dabei folgender: Mit dem Tod (Erbfall) geht das Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere Personen (Erben) über. Wie können Sie anderen Menschen etwas zukommen lassen, ohne dass diese Erbe werden müssen? Erblasser Ehegatte, Witwe/Witwer Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragen: Können Sie Ihre Erben verpflichten bzw. als Erbe verpflichtet sein, bestimmte Dinge zu tun? Töchter Söhne Erben 1. Ordnung Wer wird Erbe und wie groß ist sein Erbteil? Was geschieht, falls Sie jemanden vom Erbe ausschließen möchten? Enkel Enkel Wie können Sie die Erbfolge selbst gestalten? Auf solche und weitere Fragen sollen Sie im Folgenden Antworten erhalten. 1.1 Wer wird Erbe, wenn nichts geregelt wurde? Für den Fall, dass das Erbe nicht geregelt ist, sieht das Gesetz eine bestimmte Erbfolge vor. Die Personen, die dann erben, nennt man gesetzliche Erben. Dabei Der Ehegatte gehört keiner dieser Ordnungen an und hat eigene gesetzliche Erbansprüche. Er erbt also neben den Verwandten. Beispiel: Peter Meiser hinterlässt seine Ehefrau Else und seinen Sohn Torsten. Die Eltern des Verstorbenen leben auch noch. Gesetzliche Erben sind Ehefrau Else und Sohn Torsten. Da Torsten ein Erbe 1. Ordnung ist, sind die Eltern von Peter Meier als Erben 2. Ordnung von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen. Die Eltern erben demnach nicht. Die Erbrechtsansprüche von Ehegatten sind in den 1931 ff. BGB geregelt. Die Größe des Erbteils des Ehegatten hängt

4 6 Das Erbrecht Das Erbrecht 7 Tipp: Wenn die Eheleute im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben, erhöht sich der Erbteil des Ehegatten um 25 Prozent ( 1931 Absatz 3, 1371 BGB). Eine Zugewinngemeinschaft liegt vor, wenn kein Ehevertrag geschlossen wurde, der dies geändert hat. Die zusätzlichen 25 Prozent stellen einen pauschalen Ausgleich des Zugewinns dar, den man sonst aus dem Scheidungsrecht kennt. davon ab, welche Verwandten neben ihm ebenfalls gesetzliche Erben werden. Sofern neben dem Ehegatten Verwandte der 1. Ordnung (z. B. ein Kind oder Enkel) erben, erhält der Ehegatte 25 Prozent des Erbes. Sind nur Erben der 2. Ordnung (z. B. Eltern oder Geschwister) vorhanden, erbt der Ehegatte 50 Prozent. Beispiel: Sonja Schneider lebt mit ihrem Ehemann Paul im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Frau Schneider verstirbt und hinterlässt neben ihrem Ehemann Paul nur noch ihre Mutter. Kinder oder Enkel hatten die Eheleute Schneider nicht. Da die Mutter von Frau Der Voraus des Ehegatten Der Voraus ist etwas, das der überlebende Ehegatte zusätzlich neben seinem gesetzlichen Erbteil bekommt ( 1932 BGB). Der Voraus umfasst die zum ehelichen Haushalt gehörenden Gegenstände, also praktisch den gesamten Hausrat, soweit sie nicht Zubehör eines Schneider Erbin 2. Ordnung ist, erbt der Ehemann Paul 75 Prozent (50 Prozent kommen aus dem Erbteil und die anderen 25 Prozent sind Zugewinnausgleich). Besonderheiten ergeben sich, wenn die Eheleute im Wege eines notariellen Ehevertrages Gütertrennung vereinbart haben. In diesem Fall erben der Ehegatte und ein oder zwei Kinder jeweils zu gleichen Teilen ( 1931 Absatz 4 BGB). Hatte der Verstorbene jedoch mehr als zwei Kinder, so erhält der Ehegatte bei Gütertrennung stets 25 Prozent. Diese 25 Prozent gelten also auch dann, wenn der Verstorbene eine Großfamilie zurücklässt. Grundstücks sind. Sind die weiteren Erben Verwandte erster Ordnung, so kann der Ehegatte den Voraus dann beanspruchen, wenn die betreffenden Gegenstände zur Führung eines angemessenen Haushalts benötigt werden. Eingetragene Lebenspartner Gleichgeschlechtliche Paare haben die Möglichkeit, eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen. Grundlage der Lebenspartnerschaft bildet das Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG). Die Lebenspartnerschaft zwischen Mann und Kinder Erbberechtigt sind die leiblichen Kinder ( 1924 BGB). Dazu gehören sowohl die ehelichen als auch die nichtehelichen Kinder. Adoptivkinder sind unter bestimmten Voraussetzungen den leiblichen Kindern gleichgestellt. Stiefkinder oder Pflege kinder gehören jedoch nicht zu den gesetzlichen Erben. Sind mehrere erbberechtigte Kinder vorhanden, so erben sie zu gleichen Teilen. Ist ein Kind bereits vorher verstorben, so treten an dessen Stelle dessen Kinder. Enkel können also auch erben. Ein Enkel Mann oder Frau und Frau steht weitgehend einer Ehe gleich. Dies gilt auch für das Erbrecht. Das Erbrecht eingetragener Lebenspartner entspricht daher dem der Ehegatten ( 10 LPartG). erbt aber erst, wenn das Kind (von dem der Enkel abstammt) verstorben ist. Beispiel: Stefan Gauber ist Witwer als er verstirbt. Er hinterlässt seine zwei Kinder Peter und Maria sowie drei Enkel. Ein Enkel ist Matthias, der Sohn von Peter. Die anderen beiden Enkel sind die Kinder von Maria. Der Sohn Peter ist bereits vor einigen Jahren verstorben. In dieser Situation erben die Tochter Maria und der Enkel Matthias jeweils zu 50 %. Die Kinder von Maria sind vom Erbe ausgeschlossen, weil Maria beim Erbfall noch lebt. Sonderfall Scheidung Eltern Tipp: Sollten Sie verheiratet und ernsthaft scheidungswillig sein, so sollten Sie frühzeitig handeln und die Scheidung in die Wege leiten. Sie sollten auch prüfen, ob Sie in dieser Situation nicht beispielsweise ein Testament errichten. Denn so könnten Sie die drohende Gefahr reduzieren, dass Ihr Ehegatte im Falle Ihres Ablebens erbt, bevor die Scheidung richtig durch ist. Ein geschiedener Ehegatte hat nach einer rechtskräftigen Scheidung keinen gesetzlichen Erbanspruch mehr. Er war und ist kein Verwandter des Erblassers und durch die Scheidung hat er auch alle Erbansprüche, die einem Ehegatten zustehen, ver loren. Was aber gilt, wenn sich die Eheleute scheiden lassen wollen oder bereits in Scheidung leben, aber die Scheidung noch nicht rechtskräftig ist? Es müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein, damit das Erbrecht des Noch- Ehegatten entfällt ( 1933 BGB): Erstens muss der Verstorbene die Ehescheidung beantragt haben oder einem Scheidungsantrag des Ehegatten zugestimmt haben. Zudem müssen zum Zeitpunkt des Versterbens die Voraussetzungen für eine Scheidung noch erfüllt sein. Es wird also im Nachhinein geprüft, ob die Ehe auch tatsächlich geschieden worden wäre. Hatte der Ehegatte die Scheidung beantragt und hat der Verstorbene dem Scheidungsantrag nicht zugestimmt, so bleibt das Erbrecht für den überlebenden Ehegatten erhalten. Verstirbt eine Person ohne Abkömmlinge also Kinder oder Enkel zu hinterlassen, so erben die Eltern des Erblassers. Leben noch beide Elternteile, so erben sie allein und zu gleichen Teilen. Sofern nur noch ein Elternteil lebt, treten an die Stelle des verstorbenen Elternteils dessen Abkömmlinge (also die Geschwister des Erblassers). Hat der verstorbene Elternteil keine Abkömmlinge, so erbt der noch lebende Elternteil allein. Beispiel: Beate Huber verstirbt unverheiratet und kinderlos. Sie hatte zwei Geschwister, Helga und Christine. Ihr Vater lebt noch, ihre Mutter ist bereits vorverstorben. Der Vater von Frau Huber erbt 50 %. An die Stelle der verstorbenen Mutter treten Helga und Christine und erben somit jeweils 25 %.

5 8 Das Erbrecht Das Erbrecht 9 Tipp: Sofern Sie in einer nichtehelichen Partnerschaft leben, sollten Sie sich frühzeitig Ge danken zur gegenseitigen Absicherung machen. Da Ihnen das Gesetz keine vorgefertigte Hilfestellung anbietet, sollten Sie dazu Rechtsrat suchen. Tipp: So manche Erbauseinandersetzung hat schon zu langen Streitigkeiten geführt, in dessen Verlauf dann das Erbe selbst fast wertlos wurde (insbesondere bei Immobilien). Vorsorglich können Sie eine Teilungsanordnung im Testament treffen. Dadurch legen Sie bei mehreren Erben fest, dass ein Erbe einen bestimmten Gegenstand (z. B. ein Bild) erhalten soll. Damit erwirbt er zwar noch nicht unmittelbar das Eigentum an diesem Gegenstand. Aber es verpflichtet die Erben, die Teilung wie vom Erblasser gewünscht vorzunehmen und die Sache an den betreffenden Erben zu übergeben. Nichteheliche Lebenspartner Lebenspartner, die nicht verheiratet sind, werden erbrechtlich wie fremde Dritte behandelt. Das bedeutet, dass einem nichtehelichen Lebenspartner kein gesetzliches Erbrecht zusteht, wenn der andere verstirbt. Nicht verheiratete Paare sind Die Erbengemeinschaft Ist nur ein Erbe vorhanden, so tritt dieser die Erbschaft allein an. Erben jedoch mehrere Personen, so erwerben sie die Erbschaft gemeinschaftlich und bilden eine sogenannte Erbengemeinschaft. Das bedeutetet, dass alle Gegenstände allen Erben gemeinsam man sagt auch zur gesamten Hand gehören. Diese Wendung bringt zum Ausdruck, dass die Erbschaft ungeteilt ist, obwohl jedem ein gedachter Anteil (Erbquote) daran zusteht. Kein Erbe kann allein bestimmen, wie mit einzelnen Gegenständen verfahren werden soll. Die Erben müssen sich über die Aufteilung und Verwertung des Nach lasses stets einigen. Das Testament Wer die gesetzliche Erbfolge ausschließen und die Verteilung seines Vermögens selbst bestimmen möchte, kann seine Vorstellungen in einem Testament festlegen. Der Erblasser kann darin die verschiedensten Regelungen treffen: Es können Erben bestimmt und gesetzliche Erben ausgeschlossen werden. Das Erbe kann mit Bedingungen oder Auflagen versehen werden (s.u.). Schließlich können Vermächtnisse festgelegt und ein Testamentsvollstrecker eingesetzt werden (s.u.). Beispiele: Hans Kaup hat als gesetzlichen Erben daher zwingend darauf angewiesen, die erbrechtlichen Verhältnisse selbst zu planen und zu gestalten. Sie können sich durch Einzeltestamente, Erbvertrag oder Schenkungen gegenseitig absichern. Beispiel: Rolf Gems verstirbt und hinterlässt als Erben seine drei Söhne Peter, Hans und Gert. Herr Gems war Autonarr und hatte sich von einem bestimmten Sportwagen gleich drei identische Fahrzeuge auf einen Schlag angeschafft. Sie haben auch denselben Wert. Der einzige Unterschied liegt in der Farbe. Peter, Hans und Gert haben nicht jeweils einen der Sportwagen geerbt, sondern sie haben gemeinschaftliches Eigentum an allen Fahrzeugen erworben. Was mit den Fahrzeugen geschehen soll, können die drei Brüder daher nur gemeinsam festlegen. einen Sohn. Die beiden haben sich vor vielen Jahren im Streit getrennt und seither keinen Kontakt mehr. Herr Kaup setzt testamentarisch den städtischen Zoo als Erben ein. Klaus Meier hat eine Ehefrau und einen Sohn. Er möchte über die Generationen hinweg vererben. Daher verfügt Herr Meier im Testament, dass zunächst seine Ehefrau alles erbt und im Falle ihres Todes dann sein Sohn. Susanne Vogel bedenkt Ihren Neffen mit EUR unter der Bedingung, dass er sein Staatsexamen besteht. Wer ein Testament machen kann die Testierfähigkeit Testierfähigkeit bedeutet, ein Testament errichten, ändern oder aufheben zu können. Diese Fähigkeit hat zunächst einmal jeder, der volljährig und voll geschäfts fähig ist. Aber auch Minderjährige können ein gültiges Testament errichten. Sie müssen dazu wenigstens 16 Jahre alt sein und das Testament bei einem Notar errichten. Die Zustimmung der Eltern ist nicht erforderlich. Das eigenhändige Testament Jedermann kann ab dem 18. Lebensjahr ein sog. eigenhändiges Testament errichten. Eigenhändig bedeutet, dass der Erblasser das Testament selbst und handschriftlich abfasst. Das gilt für das gesamte Testament, also vom ersten bis zum letzten Wort. Das eigenhändige Testament muss insgesamt mehrere Formerfordernisse einhalten: Das Testament muss eigenhändig vom Erblasser geschrieben werden, also nicht auf dem Computer, sondern klassisch mit Stift und Papier. Das Testament muss eigenhändig unterschrieben werden. Die Unterschrift soll den Vornamen und den Familiennamen des Erblassers enthalten. Im Testament soll angegeben werden, zu welcher Zeit (Datum) und an welchem Ort es geschrieben wurde. Nicht testierfähig sind hingegen Personen, die an Geistes- oder Bewußtseinsstörungen leiden und somit nicht über die erforder liche Einsicht der Folgen bzw. Tragweite ihrer Entscheidungen verfügen ( 2229 Absatz 4 BGB). Solche Zustände können beispielsweise durch Demenz, Schlag anfall, psychische Erkrankung oder chronischen Alkohol- oder Drogenmissbrauch entstehen. Schwankt der Zustand des Erblassers zwischen Verwirrtheit und klaren Momenten, so kann er in einem lichten Moment allerdings sehr wohl ein wirksames Testament errichten. Zwischen muss und soll besteht ein rechtlicher Unterschied. Hat der Erblasser das Testament am Computer geschrieben, so ist es unwirksam. Denn der ganze Text muss vom Erblasser mit Hand geschrieben werden. Ist das Testament nicht unterschrieben, so ist es ebenfalls unwirksam. Die anderen Voraussetzungen sollen erfüllt sein, d. h. wenn diese nicht erfüllt sind, ist das Testament nicht zwingend unwirksam. Aber es können Auslegungsschwierigkeiten entstehen. Unterschreibt der Erblasser z. B. mit Euer Peter oder Euer Vater, so können Zweifel hinsichtlich der Identität entstehen. Ort und Datum sollen Klarheit schaffen, wann genau das Testament verfasst wurde. Dies kann bei mehreren Testamenten wichtig sein, denn ent scheidend ist immer das aktuellste Testament. Tipp: Eine durch das Testament benachteiligte Person wird schnell behaupten, der Erblasser sei beim Abfassen des Testaments geistig verwirrt gewesen. Lassen Sie daher Ihre Testierfähigkeit durch ein ärztliches Gutachten feststellen wenn Sie Ihr Testament machen. Entbinden Sie Ihre Ärzte im Testament auch von Ihrer Schweigepflicht. Sprechen Sie also gegebenenfalls vertrauensvoll mit Ihrem Hausarzt darüber. Tipp: Auch wenn die volle Namensunterschrift, Ort und Datum nicht zwingend erforderlich sind, sollten Sie diese Soll -Erfodernisse einhalten. So begegnen Sie Auslegungsschwierigkeit hinsichtlich der Identität und der zeitlichen Einordnung. Tipp: Ein eigenhändiges Testament kann verloren gehen oder vielleicht nicht gefunden werden. Um dieser Gefahr zu begegnen, kann es in amtliche Verwahrung beim örtlichen Amtsgericht gegeben werden.

6 10 Das Erbrecht Das Erbrecht 11 Das öffentliche (notarielle) Testament und die Kosten Tipp: Ein notarielles Testament bietet eine ganze Reihe von Vorteilen. Gerade wenn der Erblasser verschiedene Alternativen bedenken möchte, wird die Gestaltung schnell kompliziert. Fachlicher Rat durch den Notar kann dann sehr nützlich sein. Das öffentliche Testament wird durch eine schriftliche Erklärung bei einem beliebigen Notar errichtet. Der Notar hat die Aufgabe, den Willen des Erblassers zu erforschen und ihn über die rechtliche Tragweite des Testaments aufzuklären. Ferner hat er die Erklärungen des Erblassers klar und unzweideutig zu formulieren. Damit sorgt er dafür, dass das Testament alle formellen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt. Er macht sich zudem ein Bild von der Testierfähigkeit des Erblassers und nimmt dies auf. Das notarielle Testament wird immer amtlich verwahrt. Viele Menschen fürchten hohe Kosten für ein notarielles Testament. Diese Befürchtung ist unberechtigt. Notare rechnen die Beurkundung nach einer festgelegten Kostenordnung ab. Die Kosten richten sich nach dem Wert des Nachlasses. Beispiel: Wenn das Erbe EUR wert ist, beträgt die Gebühr 72 EUR, bei EUR sind es 132 EUR, bei EUR sind es 357 EUR und bei EUR sind es 807 EUR. Angesichts der erlangten Rechtssicherheit handelt es sich also um überschaubare Beträge. Tipp: Sie finden Ihr eigenhändiges Testament nicht mehr wieder, wollen es aber widerrufen? Dann machen Sie ein sog. Widerrufs testament, mit dem Sie das alte Testament ausdrücklich widerrufen und Ihre neuen Anordnungen treffen. Widerruf und Änderung eines Testaments Ein Testament kann grundsätzlich jederzeit geändert, ergänzt oder widerrufen werden. Dabei gilt wie bei der Errichtung, dass der Verfasser den Widerruf oder die Änderung selbst vornehmen und dabei testierfähig sein muss. Während bei einer Änderung oder Ergänzung das bisherige Testament bestehen bleibt, wird ein widerrufenes Testament unwirksam. Jedes Testament kann durch ein neueres Testament (egal ob notariell oder eigenhändig) widerrufen werden ( Hiermit widerrufe ich mein Testament vom. Testamente von Eheleuten und bestimme nun Folgendes ). Ein eigenhändiges Testament kann auch durch Vernichtung, ein notarielles Testament auch durch die Rücknahme aus der amtlichen Verwahrung widerrufen werden. Sind mehrere Testamente vorhanden, ist das aktuellste wirksam. Bei allen Änderungen, Ergänzungen oder Widerrufen von Testamenten ist die Angabe von Zeit und Ort bei der Erstellung besonders wichtig, da immer das aktuellste Testament wirksam ist. Ehegatten können ihre Vermögensnachfolge jeweils in einzelnen Testamenten regeln oder ein gemeinschaftliches Testament errichten. Ein gemeinschaftliches Testament enthält die Testamente zweier Personen in einem Schriftstück. Ein solches Testament können auch eingetragene Lebenspartner machen. Diese Testamentsform ist nicht möglich für Verlobte oder Lebenspartner ohne Trauschein. Achtung! Sollten nichteheliche Lebenspartner gleichwohl ein gemeinschaftliches Testament verfasst haben, so ist dies unwirksam. Es wird auch nicht durch eine spätere Heirat wirksam. Wenn Kinder bedacht werden sollen Kinderlose Ehegatten setzen sich häufig gegenseitig als Alleinerben ein. Sind Kinder vorhanden, geht es jedoch auch darum, die Kinder zu bedenken. Dieses Ziel können die Eltern auf zwei Wegen erreichen: 1. Die Ehegatten setzen sich jeweils als Vorerben und die Kinder als Nacherben ein. Der überlebende Ehegatte erbt damit auf Zeit das Vermögen des Erstverstorbenen und muss es getrennt von seinem Vermögen verwalten. Sind die Kinder damit nicht einverstanden, können sie im Bei einem eigenhändigen gemeinschaftlichen Testament schreibt ein Ehegatte das Testament und beide unterschreiben es. Beide Eheleute setzten jeweils auch Ort und Datum hinzu. Erbfall die Nacherbschaft ausschlagen und ihren Pflichtteil verlangen. 2. Die Ehegatten setzen sich gegenseitig als Vollerben ein und die Kinder als Schlusserben. In diesem Falle verschmilzt das Vermögen des überlebenden Ehegatten mit dem des Erstverstorbenen. Die Kinder werden in dieser Variante hinsichtlich des Erstverstorbenen enterbt und können daher Pflichtteilsansprüche stellen, wenn sie mit der Regelung nicht einverstanden sind. Tipp: Um die Kinder zu motivieren, ein gemeinschaftliches Testament zu akzeptieren, gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten (Pflichtteilsverzicht gegen Abfindung, Zuwendung eines Vermächtnisses, Herabstufung auf den Pflichtteil beim überlebenden Ehegatten, wenn Pflichtteil bei Erbfall des Erstverstorbenen geltend gemacht wird usw.). Einzelheiten sollten mit einem Anwalt oder Notar erörtert werden.

7 12 Das Erbrecht Das Erbrecht 13 Widerruf und Scheidung bei einem gemeinschaftlichen Testament Vermächtnis Der Erbvertrag Setzen sich Ehepartner gegenseitig als Erben ein, entfaltet das gemeinschaftliche Testament eine besondere Bindungswirkung und kann nicht ohne Weiteres wieder beseitigt werden. Solange beide Ehegatten noch leben, kann jeder einzelne von ihnen das gemeinschaftliche Testament durch eine notarielle Widerrufserklärung widerrufen. Verstirbt ein Partner, kann der überlebende Ehegatte das Testament allerdings nicht mehr widerrufen. Mit einem Vermächtnis ( 1939 BGB) wendet der Erblasser einer Person einen Vermögensvorteil zu, ohne ihn zum Erben zu machen. Diese Person nennt sich Vermächtnisnehmer. Er wird also mit einem Gegenstand oder einem Geldbetrag bedacht, den die Erben aus dem Nachlass herauszugeben haben. Das Vermächtnis ordnet der Erblasser in seiner letztwilligen Verfügung an also im Rahmen seines Testaments oder Erbvertrags. Beispiel: Paul Brunner hat in seinem Testament seine beiden Söhne als Erben eingesetzt. Er verfügt, dass sein Enkel Fabian alle Bücher seiner Bibliothek und das städtische Tierheim EUR erhalten sollen. Die beiden Söhne sind verpflichtet, das Vermächtnis zu erfüllen und dem Enkel Fabian die Bücher zu übergeben und an das Tierheim den Geldbetrag zu zahlen. Tipp: Der Erbvertrag erzeugt eine bindende Wirkung für die Vertragsparteien. Derjenige, der mit dem Erbvertrag seine letztwillige Verfügung getroffen hat, kann kein abweichendes Testament mehr errichten. Schenkungen sind zwar weiterhin möglich. Allerdings dürfen die Ziele des Erbvertrages dadurch nicht untergraben werden. Eine andere Möglichkeit die Erbfolge zu regeln ist der Abschluss eines Erbvertrages ( 2274 ff. BGB). Hierbei handelt es sich um einen Vertrag zwischen zwei oder mehr Personen, in dem mindestens eine Person letztwillige Ver fügungen über sein Vermögen trifft. Da ein Erbvertrag grundsätzlich nicht mehr einseitig geändert werden kann, erzeugt er eine große Bindungswirkung. Der Erbvertrag wird notariell beurkundet. Der Notar gibt den beurkundeten Erbvertrag in amtliche Verwahrung. Der Erbvertrag ist für Lebenspartner ohne Trauschein die einzige Möglichkeit, ihre erbrechtlichen Verhältnisse mit Bindungswirkung zu regeln, da sie kein gemeinschaftliches Testament errichten können. Auch für Familien, in denen eine Unternehmensnachfolge zu regeln ist, kann ein Erbvertrag größere Gestaltungsund Absicherungsmöglichkeiten als ein Testament bieten. Ein Erbvertrag kann regelmäßig nur noch durch einvernehmliche Aufhebung oder durch einen Rücktritt des Erblassers beseitigt werden. Ein Rücktritt des Erblassers ist möglich, wenn ein Rücktrittsrecht vereinbart wurde. wenn der Bedachte sich bestimmter (im Gesetz aufgeführter) schwerer Ver fehlungen schuldig gemacht hat. wenn eine vereinbarte Gegenleistung des Bedachten (z. B. Zahlung von Rente, Unterhalt, Pflege) vor dem Tod des Erblassers entfallen ist. Ferner kann sich der Erblasser im Erbvertrag Änderungen vorbehalten, sofern dies nicht den ganzen Erbvertrag in Frage stellt. Auflagen Der Erblasser kann in seinem Testament oder im Erbvertrag auch Auflagen aufnehmen. Damit kann der Erblasser einen Erben oder einen Vermächtnisnehmer zu einer Leistung an Dritte oder zu einem Tun oder Unterlassen verpflichten. Typische Auflagen sind z. B. Art, Umfang und Dauer der Grabpflege Pflege und Versorgung von Haustieren Verfügung über den Nachlass erst nach einer bestimmten Frist (z. B. Verkauf des Familienunternehmens frühestens nach zehn Jahren) Anweisung, eine bestimmte Person zu pflegen oder zu betreuen Derjenige, der durch die Auflage begünstigt wird, erhält keinen Anspruch auf diese Leistung. Er kann die Leistung also nicht einklagen. Auf die Vollziehung achten können z. B. nur die Erben oder Miterben, der Testamentsvollstrecker oder eine zuständige Behörde (wenn die Vollziehung der Auflage im öffentlichen Interesse ist). Beispiel: Die verstorbene Gerda Müller hat Helga Schnitter einen größeren Geldbetrag vermacht mit der Auflage, ihr Grab für zehn Jahre zu pflegen. Der Sohn von Frau Müller ist ihr Erbe. Er bemerkt, dass das Grab seiner Mutter das ganze Jahr noch nicht gepflegt wurde. Er kann darauf dringen, dass Frau Schnitter ihrer Pflicht nachkommt und dies auch rechtlich durchsetzen. Tipp: In den Medien wird immer mal wieder berichtet, dass ein Tier geerbt habe. Dies geht natürlich nicht, denn Tiere sind nicht erbfähig. Erblasser können aber jemanden als Erben einsetzen oder ihm etwas vermachen mit der Auflage, sich um ihr Tier zu kümmern, solange es lebt. 1.2 Was sind Vermächtnis und Auflagen? 1.3 Was ist ein Pflichtteil? Die gesetzliche Erbfolge oder die testamentarischen Erben erhalten gemeinschaftlich das Vermögen des Erblassers und teilen es dann nach Quoten auf. Oft entspricht dieses Vorgehen aber nicht dem Wunsch des Erblassers. Häufig will er darüber hinaus einzelnen Personen bestimmte Gegenstände oder Werte zukommen lassen und besondere Auf gaben nach dem Tode erfüllt wissen. Hierfür sind dann rechtlich Vermächtnis und Auflagen als Gestaltungsmöglich keiten vorgesehen. Durch sie kann der Erblasser Zuwendungen vornehmen und Leistungen anordnen. Jedermann kann seine Erbfolge grundsätzlich frei gestalten. Daher können auch nahe Angehörige und Ehegatten von der Erbfolge ausgeschlossen werden. Das Pflichtteilsrecht setzt dem aber Grenzen. Es sieht vor, dass auch ausgeschlossene Verwandte und Ehegatten zu einem Mindestmaß berücksichtigt werden. Sie erhalten daher einen Anspruch auf den Pflichtteil ( 2303 ff. BGB). Damit erlangen die Pflichtteilsberechtigten keine Erbenstellung, sondern einen Anspruch auf Zahlung von Geld gegenüber den Erben.

8 14 Das Erbrecht Das Erbrecht 15 Pflichtteilsberechtige Personen Schenken worauf man achten muss Pflichtteilsberechtigt sind nur die nächsten Familienangehörigen des Erblassers: die Kinder des Erblassers (auch nicht eheliche und adoptierte Kinder) weitere Abkömmlinge des Erblassers (Enkel, Urenkel usw.) die Eltern des Erblassers der überlebende Ehegatte oder eingetragene Lebenspartner Höhe eines Pflichtteilsanspruchs Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils in Geld. Beispiel: Die unverheiratete Anneliese Blume verstirbt und hinterlässt drei Kinder. Ihren Sohn Lukas hat sie testamentarisch als Alleinerben eingesetzt, die Das gesetzliche Erbrecht und die Berechnung des Pflichtteilsanspruchs des Ehegatten hängen vom Güterstand ab. Haben die Ehegatten im Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt, muss bei Versterben eines Ehegatten der Zugewinn ausgeglichen werden. Dazu wird der 1.4 Verschenken statt Vererben? Nicht selten möchten Menschen noch zu Lebzeiten andere beschenken, statt Vermögen zu vererben. Schenkungen zu Lebzeiten können viele Gründe haben. Seinen Liebsten etwas Gutes zu tun ist Die entfernteren Abkömmlinge und Eltern können den Pflichtteil erst dann ver langen, wenn sie im Rahmen der gesetz lichen Erbfolge auch bereits erb berechtigt wären ( 2309 BGB). Beispiel: Heinrich Gerster schließt seinen Sohn Michael von der Erbfolge aus. Michaels Sohn Paul ist nicht erbberechtigt, da Michael noch lebt. Daher ist Paul auch nicht pflichtteilsberechtigt, sondern nur Michael. beiden Geschwister haben dadurch nur einen Anspruch auf den Pflichtteil. Ohne Testament hätte jedes Kind ein Drittel geerbt. Der Pflichtteilsanspruch für die beiden Geschwister von Lukas beträgt daher jeweils ein Sechstel des Nachlasses und ist gerichtet auf eine Geldzahlung. Pflichtteilsanspruch eines Ehegatten bei Zugewinngemeinschaft Pflichtteil des überlebenden Ehegatten pauschal um 25 % des Nachlasses oder um den konkret berechneten Zugewinn erhöht. Der überlebende Ehegatte kann jeweils die für ihn günstigere Lösung wählen. genauso verbreitet wie die Realisierung einer Steuerersparnis, die Weitergabe des Familienunternehmens an die nächste Generation oder eine finanzielle Hilfe für ein Familienmitglied. Die Schenkung ist ein Vertrag. Der Schenker verpflichtet sich, dem Beschenkten einen Gegenstand oder ein Recht ohne Gegenleistung zu übertragen. Unterschieden wird zwischen dem Schenkungsversprechen und einer vollzogenen Schenkung. Das Schenkungsversprechen muss notariell beurkundet sein, damit es bindend ist ( 518 BGB). Die sogenannte Handschenkung ist aber auch ohne Beurkundung möglich und sofort wirksam. Immobilien und Unternehmensanteile Anders verhält es sich bei Immobilien. Die Schenkung einer Immobilie ist nicht im Wege einer Handschenkung möglich. Damit das Eigentum an einer Immobilie übertragen werden kann, muss die Eigentumsübertragung notariell beurkundet Beispiel: Herr Schulze ist der Onkel von Emanuel. Er verspricht seinem Neffen, ihm seinen PKW zu schenken, wenn er im nächsten Sommer das Abitur schafft. Dieses Schenkungsversprechen ist nur wirksam und durchsetzbar, wenn es auch notariell beurkundet wurde. Steht Emanuel aber mit dem Abi-Zeugnis vor seinem Onkel und übergibt dieser seinem Neffen den Wagen wie versprochen, so ist diese vollzogene (Hand)Schenkung ohne weiteres wirksam. und der Beschenkte als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen werden. Gleiches gilt auch für andere Werte, bei denen eine notarielle Form für die Übertragung notwendig ist, wie z. B. bei Unternehmensanteilen. Ein Haus verschenken und darin wohnen Viele Familien besitzen ein Eigenheim, das oft auch einen großen Teil des Nachlasses bildet. Kann man das Haus schon zu Lebzeiten verschenken und dann weiterhin darin wohnen? Grundsätzlich ist das möglich. Der Schenker überträgt mit einem notariellen Vertrag das Eigentum auf den Beschenkten. Um dem Schenker ein lebenslanges Wohnrecht einzuräumen, wird im Vertrag 1.5 Wie lässt sich die Umsetzung des letzten Willens absichern? Der Erblasser hat sein Testament gemacht und seine Nachfolge geregelt. Ihn beschleicht aber der Gedanke, dass sein ein entsprechendes Wohn- und Nutzungsrecht vereinbart. Eine Eintragung im Grundbuch sichert den Schenker ab. Ob eine Schenkung sinnvoll ist oder nicht, hängt vom Einzelfall ab. Soll ein nichtehelicher Lebenspartner abgesichert oder sollen etwaige Pflichtteilsansprüche ausgeschlossener Erben geschmälert werden, so kann eine Schenkung in Betracht kommen. letzter Wille nicht wie vorgesehen umgesetzt wird. Die Gründe dafür können vielfältig sein: Tipp: Gibt es gesetzliche Erben, von denen einer oder mehrere nicht bedacht werden sollen, kann eine frühzeitige Schenkung deren Pflichtteilsansprüche schmälern. Für jedes Jahr, das zwischen der Schenkung und dem Tod des Schenkers liegen, wird die Schenkung ein Zehntel weniger bei der Berechnung eines Pflichtteilserbes berücksichtigt. (Pflichtteilsergänzungsanspruch) Liegen zwischen der Schenkung und dem Erbfall zehn Jahre, so ist der verschenkte Gegenstand bei der Berechnung der Pflichtteile gar nicht mehr zu berücksichtigen.

9 16 Das Erbrecht Die Erbschaftsteuer 17 Die Erben sind untereinander zerstritten oder könnten wegen der Erbschaft in Streit geraten. Die ordnungsgemäße Umsetzung von Auflagen oder die Erfüllung von Vermächtnissen könnte zweifelhaft sein. Ein Familienmitglied ist verschwenderisch und/oder verschuldet. Es sind Minderjährige oder geschäftlich unerfahrene Personen unter den Erben. Der Bestand des Erbes soll lange gesichert werden. Einen Testamentsvollstrecker berufen Tipp: Ein Testamentsvollstrecker hat grundsätzlich Anspruch auf eine angemessene Vergütung ( 2221 BGB). Es ist daher sinnvoll, die Vergütung zu bestimmen und damit etwaigen Streitigkeiten vorzubeugen. Die Vergütung sollte dem Aufwand entsprechend angemessen sein. Üblich sind pauschale Beträge oder ein Nachlassgegenstand oder Berechnungen in Prozent vom Nachlasswert. Will der Erblasser sicherstellen, dass sein letzter Wille auch tatsächlich befolgt wird, kann er in seinem Testament oder im Erbvertrag einen Testamentsvollstrecker einsetzen. Aufgaben und Befugnisse eines Testamentsvollstreckers Die Aufgaben und Befugnisse eines Testamentsvollstreckers hängen von den Anordnungen des Erblassers und von Art und Umfang des Nachlasses ab. Hauptaufgabe des Testamentsvollstreckers ist regelmäßig die Aus einandersetzung unter den Erben durchzuführen. Für die Dauer dieser Abwicklung verwaltet der Der Testamentsvollstrecker sollte eine neutrale, fachlich geeignete Person sein. Möglich ist grundsätzlich auch, einen Miterben zum Testamentsvollstrecker zu berufen. Der Erblasser sollte jedoch genau hinsehen, ob dies eine geeignete Entscheidung ist und ob die Person von den anderen Erben akzeptiert wird. Schließlich steht die Person dann auf zwei Seiten. Es gibt auch professionelle Testamentsvollstrecker. Sinnvoll ist es, mit dem Testamentsvollstrecker zuvor abzuklären, ob er die Aufgabe übernehmen möchte. Es kann daher auch hilfreich sein, ersatzweise Testamentsvollstrecker zu benennen, falls die Aufgabe abgelehnt wird oder falls der benannte Testamentsvollstrecker vor dem Erblasser verstirbt. Vollstrecker den Nachlass. Ergibt sich die Notwendigkeit, die Voll streckung über eine längere Zeit durch zuführen, dann spricht man von einer Dauervollstreckung. Diese kann grundsätzlich max. 30 Jahre ab dem Tod des Erblassers andauern. Er wacht ferner über die Erfüllung von Vermächtnissen und Auflagen. 2. Die Erbschaftsteuer: Eine Schritt für Schritt-Analyse Wenn Sie sich mit dem Thema Erben und Vererben auseinandersetzen, werden Sie früher oder später unweigerlich auch mit der Erbschaftsteuer konfrontiert. Im Zusammenhang mit der Erbschaftsteuer stehen vor allem folgende Fragen im Mittelpunkt: Muss ich Erbschaftsteuer zahlen und wenn ja wie viel? Das System der Erbschaftsteuer ist nicht so kompliziert, wie man zunächst glauben mag. Bei der Erbschaftsteuer kommt es wie eigentlich immer im Steuerrecht entscheidend auf die persönlichen Verhältnisse an. Deshalb soll das Erbschaftsteuerrecht anhand von drei Fragen dargestellt werden, die bei allen Überlegungen zum Thema Vererben und Erbschaftsteuer den Ausgangspunkt bilden: Wer soll erben? Was soll vererbt werden? Welchen Wert hat das Erbe? 2.1 Wer soll erben? Diese Frage ist sehr eng mit dem im vorangegangenen Teil erläuterten Erbrecht verknüpft. Wer erben soll, bestimmen Sie durch Ihr Testament bzw. einen Erbver-

10 18 Die Erbschaftsteuer Die Erbschaftsteuer 19 Steuerklasse trag, wenn Sie nicht wollen, dass die gesetzliche Erbfolge greift. Bei der Berücksichtigung erbschaftsteuerlicher Aspekte beim Übergang des Vermögens auf die Erben sind zwei Regelungen des Steuerrechts grundlegend zur berücksichtigen: Persönliche Freibeträge Bei der Frage, wie hoch der jeweilige persönliche Freibetrag ist, kommt es auf das Verwandtschaftsverhältnis zu den möglichen Erben an. Ein Freibetrag legt fest, bis zu welchem Vermögenswert keine Erbschaftsteuer entsteht. Beträge, Personenkreis bei Erbschaft Erstens stehen den jeweiligen Erben unterschiedliche persönliche Freibeträge zu (mehr dazu im folgenden Abschnitt). Zweitens werden die Erben in verschiedene Steuerklassen eingestuft (dazu mehr im übernächsten Abschnitt). die den Freibetrag übersteigen, müssen dagegen versteuert werden. Die folgende Tabelle veranschaulicht die Höhe der persönlichen Freibeträge und die Steuerklasse der verschiedenen Erben: Persönlicher Freibetrag bei Erbschaft I Ehegatte, Lebenspartner EUR mögenszuwachs beim Erben und nicht der Wert des Vermögens beim Erblasser. Dieser Grundsatz wirkt sich in Verbindung mit den Freibeträgen insbesondere bei großen Vermögen aus, die vererbt werden: Wird das zu vererbende Vermögen unter vielen Erben aufgeteilt, kommt es möglicherweise nicht zu einer Besteuerung. Ist hingegen nur ein Erbe vorhanden, könnte für dasselbe zu vererbende Vermögen erhebliche Erbschaftsteuer anfallen. Anhand der Höhe der persönlichen Freibeträge lässt sich auch erkennen, dass der Steuerklassen Die bereits vorgestellte Übersicht über die Freibeträge ordnet dem Erben auch eine bestimmte Steuerklasse zu (Steuerklasse I, II oder III). Diese hat nichts mit der Lohnsteuerklasse bei der Einkommensteuer zu tun! Die Erbschaftsteuerklasse bestimmt, Erbfall oft keine Erbschaftsteuer auslösen wird, wenn Erben der Steuerklasse I (vor allem Ehegatte, Kinder, Enkelkinder) vorhanden sind. Beispiel: Hinterlässt der Verstorbene seiner Ehefrau ein Vermögen von EUR, ist diese Erbschaft von ihrem Frei betrag in Höhe von EUR abgedeckt, sie muss daher in keinem Fall Erbschaftsteuer zahlen. Ist der Erbe der EUR jedoch der Bruder, übersteigt die Erbschaftsteuer dessen Frei betrag von EUR um EUR. Diese EUR sind dann steuerpflichtig. mit welchem Steuersatz das geerbte Vermögen zu besteuern ist. Die folgende Tabelle veranschaulicht die Höhe der jeweiligen Steuersätze im Erbschaftsteuerrecht: Tipp: In Deutschland findet nach wie vor häufig das sogenannte Berliner Testament für die Erbregelung Verwendung. Es schließt die Abkömmlinge des Verstorbenen zugunsten des verbliebenen Ehegatten von der gesetzlich vorgesehenen Erbfolge (Pflichtteils anspruch der Kinder) aus, um sicherzustellen, dass der Ehegatte ausreichend versorgt ist. Bei zu vererbenden Vermögenswerten von deutlich über EUR (persön licher Freibetrag des Ehegatten) ist diese Regelung aber aus steuer licher Sicht nachteilig. Es wäre besser, einen Teil des zu vererbenden Vermögens direkt z. B. den Kindern zukommen zu lassen, um deren persönlichen Freibetrag von EUR pro Kind ebenfalls zu nutzen. Kinder, Stiefkinder, Kinder verstorbener Kinder und Stiefkinder EUR II Enkelkinder EUR Eltern und Großeltern (bei Erwerb von Todeswegen) EUR Eltern und Großeltern (bei Schenkung) Geschwister Neffen und Nichten Stiefeltern, Schwiegereltern Geschiedene Ehegatten EUR III alle übrigen Erben (z. B. Tanten, Onkel, Freunde, Bekannte) EUR Wert des steuerpflichtigen Steuerklasse Erwerbs bis einschließlich I II III EUR 7 % 15 % 30 % EUR 11 % 20 % 30 % EUR 15 % 25 % 30 % EUR 19 % 30 % 30 % Neben diesen Freibeträgen existiert noch ein besonderer Versorgungsfreibetrag in Höhe von EUR, der nur dem überlebenden Ehepartner bzw. dem eingetragenen Lebenspartner gewährt wird. Bei der Erbschaftsteuer handelt es sich um eine sogenannte Erbanfallsteuer. Die Steuer greift auf der Ebene des Erben und nicht auf der Ebene des Erblassers. Besteuert wird also der individuelle Ver EUR 23 % 35 % 50 % EUR 27 % 40 % 50 % und darüber 30 % 43 % 50 %

11 20 Die Erbschaftsteuer Die Erbschaftsteuer 21 Hierbei handelt es sich wohlgemerkt um den Steuersatz, der auf das steuerpflichtige Vermögen angewendet wird, nachdem der Wert des geerbten Vermögens bereits um den persönlichen Freibetrag vermindert wurde. Beispiel: Frau Müller hat ihr Leben lang eifrig gespart. Ihr Vermögen besteht aus einem Sparguthaben in Höhe von EUR. Davon möchte sie EUR ihrer einzigen Tochter Tanja vererben. Die restlichen EUR soll ihr Bekannter Bernd erhalten. Wie hoch wäre die Erbschaftsteuer für die beiden Erben (vereinfachte Berechnung)? 2.2 Was soll vererbt werden? Neben der Frage, an wen vererbt werden soll, ist weiterhin von entscheidender Bedeutung für die Besteuerung, woraus das zu vererbende Vermögen besteht. Der Begriff Vermögen wird dabei umgangssprachlich für all die Sachen verwendet, die ein Mensch sein Eigen nennen kann, zum Beispiel Immobilien, Unternehmen, Wertpapiere, Autos, Bargeld etc. Diese Gegenstände werden für die Zwecke der Erbschaftsteuer in folgende Vermögensgruppen eingeteilt: Grundvermögen Lösung: Für Tochter Tanja ergibt sich die folgende Besteuerung: Vermögensanfall abzüglich persönlicher Freibetrag EUR./ EUR Zum Grundvermögen gehören unbebaute sowie bebaute Grundstücke. Bei letzteren wird die Bewertung von Grundstück und Gebäude nicht separat vorgenommen, sondern die gesamte Immobile bewertet. Auch sogenanntes Wohnungseigentum (z. B. Eigentumswohnungen) und Erbbaurechte werden zum Grundvermögen gezählt. Steuerpflichtiger Erwerb EUR Betriebsvermögen Erbschaftsteuer (7 %, da Steuerklasse I) EUR Für Bernd ergibt sich die folgende Besteuerung: Vermögensanfall EUR Unter Betriebsvermögen versteht der Gesetzgeber nichts anderes als ein Unternehmen. Eigentümer eines Unternehmens können auch mehrere Personen sein, daher fallen in diese Vermögensgruppe auch Beteiligungen an Unternehmen. Betriebsvermögen ist sowohl das Einzelunternehmen als auch der Anteil an einer Personengesellschaft (z. B. Gesellschaft bürgerlichen Rechts GbR, offene Handelsgesellschaft OHG, Kommanditgesellschaft KG) oder eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft (z. B. GmbH, AG). abzüglich persönlicher Freibetrag./ EUR Land- und forstwirtschaftliches Vermögen Steuerpflichtiger Erwerb Erbschaftsteuer (30 %, da Steuerklasse II) Insgesamt beträgt die zu zahlende Erbschaftsteuer demnach EUR. Dies vereinfachte Beispiel verdeutlicht sehr anschaulich, welche enormen Auswirkungen Ihre Entscheidung hat, an wen Sie EUR EUR vererben wollen. Obwohl der Bekannte Bernd nur ein Zehntel des gesamten Erbes zugesprochen bekommen soll, entfallen auf seinen Anteil drei Viertel der insgesamt zu zahlenden Erbschaftsteuer. Die Land- und Forstwirte führen im Steuerrecht eine Art Exotendasein. Auch im Bereich der Erbschaftsteuer gelten für diese Personengruppe gesonderte Vorschriften, die berücksichtigen, dass das land- und forstwirtschaftliche Vermögen Sonstiges Vermögen Zum sonstigen Vermögen gehören alle Vermögensgegenstände, die nicht einer der anderen drei Vermögensarten zugeordnet werden. Hierbei handelt es sich vor sowohl die Eigenschaft von Grund- als auch von Betriebsvermögen besitzt. Auf nähere Einzelheiten zu diesen Besonderheiten soll jedoch an dieser Stelle nicht eingegangen werden. allem um Schmuck, Autos, Hausrat, Bargeld, Bankguthaben, Investmentanteile, Wertpapiere, Bausparverträge, Lebensversicherungen und Renten.

12 22 Die Erbschaftsteuer Die Erbschaftsteuer 23 Schulden Drei verschiedene Bewertungsverfahren für bebaute Grundstücke Eine Erbschaft ist immer ein ganzheitlicher Vermögensübergang, d. h. der Erbe kann sich nicht aussuchen, welchen Teil der Erbschaft er erben will und welchen nicht. Oft werden auch Schulden Teil eines Erbes sein. Sie werden bei der Ermittlung der Erbschaftsteuer grundsätzlich berücksichtigt und mindern die Höhe der Erbschaftsteuer. Ein- und Zweifamilienhäuser, Wohnungseigentum, Teileigentum Mietwohngrundstücke, Geschäftsgrundstücke und gemischt genutzte Grundstücke, für die eine übliche Miete ermittelt werden kann Vergleichswertverfahren Ertragswertverfahren 2.3 Welchen Wert hat das Erbe? Übrige bebaute Grundstücke sowie alle Grundstücke für die keine übliche Miete ermittelt werden kann Sachwertverfahren Tipp: Das Finanzamt wird zunächst immer von dem Ergebnis des Bodenrichtwertverfahrens ausgehen. Der Erbe hat jedoch immer die Möglichkeit, mit Hilfe eines Gutachters dem Finanzamt einen niedrigeren Wert für das unbebaute Grundstück nachzuweisen. Die Gegenstände, aus denen die Erbschaft besteht, müssen mit einem bestimmten Geldwert bewertet werden, damit die Erbschaftsteuer ermittelt werden kann. Die Einteilung in Vermögensgruppen erleichtert dabei die Bewertung, welche auf die Ermittlung des Verkehrswertes gerichtet ist. Der Verkehrswert ist der Preis eines Vermögensgegenstandes, der bei einem Verkauf im allgemeinen Verkehr Bewertung von Grundvermögen Unbebaute Grundstücke werden nach dem sogenannten Bodenrichtwertverfahren bewertet. Der Bodenrichtwert gibt einen Quadratmeterpreis wieder und kann für die Ermittlung des Grundstückswertes einfach mit der Grundstücksfläche multipliziert werden. Er leitet sich aus in der Nähe tatsächlich stattgefundenen Grundstücksverkäufen ab und wird im Normalfall von einem Gutachterausschuss ermittelt. Bodenrichtwerte können bei der jeweiligen Gemeinde, in der das Grundstück liegt, erfragt werden. Häufig werden sie auch von den Gemeinden im Internet veröffentlicht. Beispiel: Vater Georg vererbt seinem Sohn Stefan ein unbebautes Grundstück erzielt werden kann. Ausschlaggebend ist der Wert zum Todestag des Erblassers. Natürlich ist die Bewertung für manche Vermögenswerte, wie z. B. Immobilien oder Unternehmen, deutlich schwieriger als für andere (Wertpapiere, Kontoguthaben). Es sind daher für die einzelnen Vermögensarten bestimmte Bewertungsverfahren vorgeschrieben, die eine einheitliche Bewertung gewährleisten sollen. mit einer Fläche von 500 qm. Der letzte festgestellte Bodenrichtwert des örtlichen Gutachterausschusses beträgt 80 EUR pro Quadratmeter Fläche. Es ergibt sich daher ein Grundstückswert von 500 qm x 80 EUR = EUR. Für die Bewertung bebauter Grundstücke hat der Gesetzgeber drei verschiedene Verfahren vorgesehen, die je nach Art der zu bewertenden Immobilie zum Einsatz kommen. Grundsätzlich sind das Vergleichswertverfahren bzw. das Ertragswertverfahren anzuwenden; eine Bewertung mit dem Sachwertverfahren erfolgt nur nachrangig. Das Vergleichswertverfahren leitet den Wert aus erzielten Kaufpreisen vergleichbarer Immobilien ab. Soweit bei den Gutachterausschüssen Vergleichspreise für Grundstücke vorliegen, die nach Lage, Zuschnitt, Bodenbeschaffenheit etc. dem Grundstück entsprechen, werden diese Preise vorrangig vom Finanzamt für die Bewertung herangezogen. Beispiel: Vater Georg vererbt seinem Sohn Stefan ein Einfamilienhaus mit Grundstück. Das Grundstück hat eine Fläche von 500 qm. Der zuständige Gutachterausschuss hat für Vergleichsgrundstücke einen Verkaufspreis von 300 EUR pro qm mitgeteilt. Es handelt sich um ein bebautes Grundstück, für das das Vergleichswertverfahren angewendet werden kann, da Vergleichspreise des zuständigen Gutachterausschusses vorliegen. Die Fläche wird mit dem Vergleichspreis multipliziert. Es ergibt sich ein Grundstückswert von 500 qm x 300 EUR = EUR. Das Ertragswertverfahren kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Immobilie vermietet ist. Dazu werden das Gebäude und der Boden getrennt bewertet. Der Wert des Bodens wird wie beim unbebauten Grundstück nach Quadratmetern ermittelt. Für das Gebäude steht der Ertrag also die Miete im Mittelpunkt. Die erzielte Jahresmiete oder die auf dem örtlichen Grundstücksmarkt übliche Miete bezieht sich aber nur zum Teil auf das Gebäude und zum anderen Teil auf den Boden. Daher wird von der Jahresmiete ein auf den Boden entfallener Anteil abgezogen, wodurch der auf das Gebäude entfallende Mietzins übrigbleibt. Dieser Mietertrag wird mit einem Ver vielfältiger multipliziert, der das Alter des Gebäudes in die Berechnung einbezieht. Das Ergebnis ist dann der Gebäudewert. Zusammen mit dem Grundstückswert ergibt sich daraus der Wert der vermie teten Immobilie. Hinweis: Aufgrund der Komplexität des Ertragswertverfahrens (wie auch des Sachwertverfahrens) sollten Sie bei Bedarf einen Steuerberater zu Rate ziehen. Tipp: Liegen dem Gutachterausschuss keine Vergleichspreise vor, darf das Finanzamt auf eigene Daten aus vergleichbaren Verkaufsfällen zurückgreifen. Der Erbe hat dabei wiederum das Recht, mit Hilfe eines Gutachtens einen niedrigeren Wert für die Immobilie nachzuweisen.

13 24 Die Erbschaftsteuer Die Erbschaftsteuer 25 Steuerbefreiung bei selbst genutztem Wohneigentum entspricht. Aber nicht immer ist der Wert von vererbten Vermögenswerten so leicht zu bestimmen wie bei Bargeld oder Kontoguthaben. Tipp: Diese Steuerbefreiung kann grundsätzlich auch von den Kindern des Erblassers in Anspruch genommen werden, wenn sie die Voraussetzungen entsprechend erfüllen. Allerdings gilt dies nur, soweit die Wohnfläche des Familienheims 200 Quadratmeter nicht übersteigt. Tipp: In kleinen Unternehmen mit nicht mehr als 20 Angestellten darf die Personalzahl ohne negative erbschaftsteuerliche Folgen reduziert werden. Tipp: Da derzeit die Verschonung des Betriebsvermögens höchstrichterlich geprüft wird, sollte die individuelle Vorgehensweise mit einem Steuerberater abgestimmt werden. Das Erbschaftsteuergesetz sieht für den Erwerb von Todes wegen eine Steuerbefreiung für das sogenannte Familienheim vor. Diese Steuerfreiheit gilt grundsätzlich nur, wenn der Ehegatte bzw. eingetragene Lebenspartner erbt, und ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden: Der Erblasser muss das Eigenheim bis zu seinem Tod selbst bewohnt haben. Soweit er aus bestimmten Gründen (z. B. Krankheit, auswärtige Arbeit) an einer Selbstnutzung gehindert war, ist Bewertung von Betriebsvermögen Zur Bewertung von Unternehmen wird ein dreigeteiltes Bewertungsverfahren angewandt: 1. Wurde das Unternehmen innerhalb der letzten zwölf Monate erworben, so wird der gezahlte Kaufpreis als Bewertungsgrundlage herangezogen. 2. Ist dies nicht der Fall, erfolgt die Bewertung mit Hilfe des sogenannten Ertragswertverfahrens. 3. Der ermittelte Unternehmenswert muss mindestens so hoch sein, wie der Preis, der erzielt werden könnte, wenn alle zum Unternehmen gehörenden Vermögenswerte einzeln verkauft würden (abzüglich vorhandener Schulden). Bewertung von sonstigem Vermögen dies unschädlich, wenn der Erbe dieses Familienheim unverzüglich selbst nutzt. Der Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner muss das Familienwohnheim für mindestens zehn Jahre ab dem Erbfall bewohnen. Gibt er die eigene Wohnnutzung auf, entfällt die gesamte Steuerbefreiung rückwirkend. Erfolgt die Aufgabe der Selbstnutzung aus zwingenden Gründen (z. B. Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Tod), entfällt die Steuerbefreiung nicht rückwirkend. Da in den meisten Fällen keine Unternehmenskäufe innerhalb des letzten Jahres vorliegen, wird in der Praxis überwiegend das Ertragswertverfahren zur Bewertung von Unternehmen herangezogen. Wie auch schon im Kapitel über die Bewertung bebauter Grundstücke erwähnt, handelt es sich bei dem Ertragswertverfahren um ein komplexes Bewertungsverfahren, für dessen Anwendung Rat bei einem Experten gesucht werden sollte. Für Betriebsvermögen gibt es im Erbschaftsteuergesetz eine sogenannte Verschonungsregel. Nach dieser wird der Unternehmenserbe von der Besteuerung mit Erbschaftsteuer entweder ganz oder zumindest zu 85 % verschont, wenn er den Betrieb weitestgehend unverändert für fünf oder sieben Jahre fortführt und z. B. keine Mitarbeiter entlässt. Die Bewertung aller übrigen Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich zum sogenannten gemeinen Wert, der dem Verkaufspreis im Zeitpunkt des Erbfalls Wertpapiere und Investmentfondsanteile Investmentanteile und Wertpapiere werden mit dem aktuellen Kurswert oder Rücknahmepreis zum Zeitpunkt des Erbfalls bewertet. Damit bleiben spätere Lebensversicherungen Bei Abschluss einer Risikolebensversicherung erhält der Versicherungsnehmer die vereinbarte Versicherungsleistung, wenn der Tod der versicherten Person während der Vertragslaufzeit eintritt. Für die Höhe der Erbschaftsteuer kann dabei entscheidend sein, wer Ver sicherungsnehmer ist und wer die versicherte Person ist, denn diese Per sonen müssen nicht identisch sein. Beispiel: Herr Weber möchte zur Absicherung seiner Lebensgefährtin eine Risikolebensversicherung über EUR abschließen, damit die Schulden auf dem Einfamilienhaus bezahlt werden können, falls er unerwartet sterben sollte. Rentenversicherungen Gehört zur Erbschaft eine wiederkehrende Leistung z. B. aus einer privaten Rentenversicherung, so wird diese bei der Steuerermittlung mit dem Kapitalwert bewertet. Das kann für den Erben problematisch sein, da er lediglich die monatliche Rente ausgezahlt bekommt, aber die gesamte Wertsteigerungen, aber auch Wert verluste bei der Erbschaftsteuer un be rücksichtigt. Demnach muss sein Leben versichert werden, er ist die versicherte Person. Wenn er selbst die Versicherung abschließt, also auch gleichzeitig Versicherungsnehmer ist, erhält er im Falle seines eigenen Todes die vereinbarte Versicherungssumme über EUR rechnerisch erst einmal selbst, bevor er sie unmittelbar an seine Lebensgefährtin vererbt. Die EUR würden dann der Erbschaftsteuer unterliegen und eventuell nicht zur Schuldentilgung ausreichen. Besser ist es daher, wenn seine Lebensgefährtin selbst als Versicherungsnehmerin den Vertrag abschließt und Herrn Weber als versicherte Person einsetzt. Dann erhält die Lebensgefährtin die Versicherungssumme direkt ausgezahlt, falls Herr Weber stirbt. Die Auszahlung unterliegt dann nicht der Erbschaftsteuer. Für eine kapitalbildende oder fondsgebundene Lebensversicherung gilt im Todesfall das Gleiche. Erbschaftsteuerschuld sofort bezahlen soll. Er müsste also Steuern zahlen auf Geld, das er noch gar nicht bekommen hat. Daher besteht die Möglichkeit, jedes Jahr auf die ausgezahlte Jahresrente den anteiligen Erbschaftsteuerbetrag zu entrichten.

14 26 Die Erbschaftsteuer Die Erbschaftsteuer 27 Tipp: Die Riester-Rente dient grundsätzlich der persönlichen Altersvorsorge und wird ohne Vereinbarung einer Rentengarantie nicht an die Erben weitergezahlt. Ein Ehepartner kann aber das Guthaben auf den eigenen Riestervertrag übertragen. Dabei ist es unerheblich, ob die Witwe oder der Witwer selbst förderberechtigt war oder ob überhaupt zum Todeszeitpunkt des Erblassers ein eigener Riestervertrag des Erben bestand. Er kann für diesen Zweck auch einen neuen eigenen Riestervertrag eröffnen. Die gesetzliche Rentenversicherung ist eine sog. Leibrente, d. h. sie ist an das Leben einer Person gebunden und wird nicht vererbt. Bei Eheleuten entsteht jedoch für den Witwer/die Witwe ein eigener neuer Rentenanspruch gegenüber dem gesetzlichen Rentenversicherungsträger. Diese Witwen- und Waisenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegt nicht der Erbschaftsteuer, mindert aber den Versorgungsfreibetrag in Höhe von EUR. Gleiches gilt für die sog. Rürup-Rente oder eine Riester-Rente. Weder das Hausrat und sonstige Gegenstände Als Hausrat bezeichnet man alle Gegenstände, die im Haushalt zur Einrichtung der Wohnung gehören (Möbel, Teppiche, Bilder etc.), gebraucht werden (Geschirr, Bekleidung, Haushaltsgeräte, Fernseher, Computer etc.) und verbraucht werden (Nahrungsmittel). Es wäre sehr aufwändig, wenn bei einem Erbfall für jeden dieser Gegenstände ein Marktpreis ermittelt werden müsste. Deshalb gewährt der Gesetzgeber einen Freibetrag für den Hausrat in Höhe von EUR für Erben der Steuerklasse I bzw EUR für Erben der Steuerklassen II und III. angesammelte Kapital ist vererbbar noch wird eine Hinterbliebenenrente gezahlt. Insofern sind diese Renten erbschaftsteuerlich nicht relevant. Bei dem Riester-Banksparplan erhalten Erben grundsätzlich das Geld aus dem Sparplan, welches dann in voller Höhe besteuert wird. Dies gilt allerdings nur, soweit der Erblasser noch nicht das 85. Lebensjahr vollendet hat. Die gleichen Regelungen gelten im Prinzip für den Riester-Fondssparplan. Ausdrücklich ausgenommen von dieser Steuerbefreiung sind allerdings Gegenstände wie Bargeld, Wertpapiere, Münzen, Edelmetalle oder sonstiger Schmuck. Auch Fahrzeuge (Auto, Motorrad, Wohnwagen, Boot etc.) gehören nicht zum Haushalt. Sie sind daher grundsätzlich in der Höhe ihres gemeinen Wertes (Marktpreis) steuerpflichtig. Für Erben der Steuerklasse I gilt allerdings, dass für Fahrzeuge, aber auch für andere Gegenstände wie z. B. Schmuck, ein zusätzlicher Freibetrag von EUR gewährt wird. Nur der den Freibetrag übersteigende Gesamtwert dieser Gegenstände unterliegt der Besteuerung. Übernahme von Schulden und Bestattungskosten Wie bereits ausgeführt, werden Schulden des Erblassers steuermindernd berücksichtigt. Weiterhin können die Kosten der Abwicklung des Erbfalls, die Bestattungskosten sowie die Kosten für die zukünftige Grabpflege von demjenigen steuerlich abgezogen werden, der die Kosten auch wirtschaftlich getragen hat bzw. tragen wird. Diese Kosten müssen dem Finanzamt nicht konkret nachgewiesen werden, sondern können immer mit einem Pauschbetrag in Höhe von EUR in Abzug gebracht werden. 2.4 Wie berechnet sich die Erbschaftsteuer? Zum Abschluss der Darstellung soll ein ausführliches Beispiel das Verfahren der Erbschaftsteuerberechnung veranschaulichen: Die Witwe Waltraut ist kinderlos und verfügt an ihrem Todestag über die folgenden Vermögenswerte, die sie alle per Testament ihrer einzigen Nichte Nina zugesprochen hat: 1. Eine gesetzliche Altersrente inklusive Witwenrente in Höhe von monatlich EUR. 2. Eine Eigentumswohnung mit 75 qm Wohnfläche in einem Appartementhaus. Dem Finanzamt ist bekannt, dass eine vergleichbare Nachbarwohnung in diesem Appartementhaus im Vorjahr für EUR verkauft wurde. Nina plant, die Wohnung zu verkaufen. 3. Zur Finanzierung der Eigentumswohnung hatte Waltraut ein Darlehen bei einer Bank aufgenommen, das zum Todeszeitpunkt noch mit EUR besteht. Lösung zu 1. Die Zahlung der gesetzlichen Renten an Witwe Waltraut endet mit deren Tod, somit kann Tina keinen Anspruch aus den Renten erwerben. zu 2. Die Anwendung des Vergleichswertverfahrens führt zu einer Bewertung der Wohnung mit Aktien der B-AG, die am Todestag einen Kurswert von 50 EUR pro Aktie hatten. Aufgrund von Turbulenzen am Aktienmarkt beträgt der Wert der Aktie schon 2 Wochen nach dem Todestag nur noch 40 EUR pro Aktie. 5. Eine kapitalbildende Lebensversicherung gegen Einmalbeitrag, die Waltraut auf das Leben ihrer Schwester Susanne abgeschlossen hatte. Nina möchte das Geld ausgezahlt bekommen. Eine Anfrage bei dem Versicherungsunternehmen ergibt, dass der Vertrag einen Rückkaufswert von EUR hat. 6. Der Wert sämtlicher Einrichtungsgegenstände der Eigentumswohnung beträgt überschlägig nicht mehr als EUR. 7. Ein gebrauchtes Auto mit einem geschätzten Wert von EUR. Für die Ermittlung ihrer Erbschaftsteuer könnte Nina folgende Tabelle aufstellen, in der sie einträgt, wie die verschiedenen Vermögensgegenstände angesetzt werden müssen: Wert für die Erbschaftsteuer 0 EUR EUR zu 4. Die Aktien der B-AG sind mit dem Kurswert am Todesstichtag zu bewerten (300 Aktien x 50 EUR) EUR

15 28 Die Erbschaftsteuer Checklisten 29 Erläuterung: Somit hat Nina in diesem Beispiel eine Erbschaftsteuer von EUR zu bezahlen. Zum Vergleich: Wäre Nina beispielsweise nicht die Nichte, sondern die Tochter von Waltraut, würde gar keine Erbschaftsteuer anfallen, da Nina dann ein persönlicher Freibetrag in Höhe von EUR (Steuerklasse I) zustehen würde. Lösung zu 5. Nina erbt die Lebensversicherung und möchte von der Versicherung den Rückkaufswert ausgezahlt bekommen. zu 6. Da Nina der Steuerklasse II angehört, besteht ein Freibetrag für Hausrat in Höhe von EUR. Somit erfolgt keine Besteuerung. Wert für die Erbschaftsteuer EUR 0 EUR 3. Checklisten Mit zwei Checklisten können Sie Ihre Überlegungen zum Erben und Vererben in rechtlicher und steuerlicher Sicht ordnen und prüfen, so dass Sie keine wichtigen Aspekte unberücksichtigt lassen. 3.1 Checkliste für die Gestaltung der Erbfolge zu 7. Da Nina der Steuerklasse II angehört, besteht für das Auto kein Freibetrag. Der gesamte Wert des Autos ist somit zu versteuern EUR Die folgende Checkliste soll Ihnen Anhaltspunkte bieten, welche Umstände für die Gestaltung eines Nachlasses beachtet werden sollten oder welche Fragen auftauchen können. Gesamter Vermögensanfall EUR zu 3. Nina muss für die verbliebenen Schulden aus dem Bankdarlehen einstehen. Bestattungskosten (pauschal) Persönlicher Freibetrag (Steuerklasse II) Steuerpflichtiger Erwerb Erbschaftsteuer 20 % (Steuerklasse II) EUR EUR EUR EUR EUR Checkliste Erbfolge Erstellen Sie ein Verzeichnis Ihres Vermögens und zwar der Aktiva (alle Vermögenswerte) wie der Passiva (also aller Schulden) (vgl. auch die Checkliste zur Steuerlast) Wie stellen Sie sich ihre Nachfolge vor? Wer soll Erbe werden? 2.5 Wird eine Schenkung auch besteuert? Gibt es bestimmte Personen/Institutionen, die Sie bedenken wollen (Vermächtnis)? Gibt es bestimmte Personen, die Sie von der Erbfolge ausschließen wollen? Gibt es Pflichtteilsansprüche zu berücksichtigen? Tipp: Wenn Sie frühzeitig mit der Weitergabe Ihres Vermögens z. B. an die Kinder beginnen, können Sie alle zehn Jahre den persönlichen Freibetrag Ihrer Kinder ausnutzen. Dadurch können Sie alle zehn Jahre auf jedes Kind Vermögen im Wert von EUR steuerfrei übertragen. Die Besteuerung einer Schenkung unter Lebenden erfolgt grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip wie die Erbschaft. Demnach sind Erbschaft- und Schenkungsteuer gleich hoch. Allerdings gibt es einige Steuerbegünstigungen, die nur für die Erbschaft und nicht für die Schenkung gelten: Die Steuerbefreiung für selbst genutztes Wohneigentum (Kapitel 2.3.1) bei Nutzung durch Kinder gilt nicht bei Schenkungen. Eltern werden bei Schenkungen der Steuerklasse III (persönlicher Freibetrag: EUR) und nicht der Steuerklasse I (Freibetrag: EUR) wie im Erbfall zugeordnet. Andererseits gibt Ihnen der Gesetzgeber die Möglichkeit, mit Hilfe der Schenkung aktiv auf die Höhe der Steuerbelastung bei der Vermögensweitergabe einzuwirken, da nur Schenkungen, die innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren vor dem Erbfall erfolgen, dem Erbe für die Erbschaftsteuer hinzugerechnet werden. Gelegenheitsgeschenke, z. B. zu Geburtstagen, Hochzeiten etc. sind steuerfrei, soweit der Wert der Geschenke nicht den üblichen Rahmen übersteigt. Was noch üblich ist, kann aber nur im Einzelfall entschieden werden. Welche Dinge sind Ihnen wichtig, die nach Ihrem Ableben getan werden sollen (Auflagen)? Ist die Fortführung eines Unternehmens zu sichern? Sind Minderjährige oder geschäftlich unerfahrene Erben vorhanden? Haben Sie bereits erbrechtliche Verfügungen getroffen, die widerrufen werden müssen? Wäre es zweckmäßig mit einem Arzt über die Testierfähigkeit zu sprechen? Können oder wollen Sie vielleicht Teile Ihrer Vorstellungen schon zu Lebzeiten verwirklichen? In welcher Form wollen oder sollten Sie Ihren letzten Willen dokumentieren? Ist gesichert, dass Ihr Testament gefunden wird, wenn es nicht in amtlicher Verwahrung ist? Bitte bedenken Sie, dass eine solche Checkliste eine rechtliche Beratung nicht ersetzen kann oder will.

16 30 Checklisten Notizen Checkliste für die Erbschaftsteuer Mithilfe der folgenden Übersicht können Sie eine ungefähre Ermittlung vornehmen, wie die Steuerlast in Ihrem konkreten Fall aussehen kann. Bitte bedenken Sie, dass diese Übersicht nicht die konkrete Ermittlung durch Ihren Steuerberater ersetzt. A Hausrat und andere bewegliche, körperliche Vermögensgegenstände EUR A1 Erbe 1 EUR abzgl. Freibetrag EUR = EUR A2 Erbe 2 EUR abzgl. Freibetrag EUR = EUR A3 Erbe 3 EUR abzgl. Freibetrag EUR = EUR A4 Erbe 4 EUR abzgl. Freibetrag EUR = EUR Freibetrag bei Steuerklasse I EUR für Hausrat zzgl EUR für die anderen beweglichen Vermögensgegenstände (Ehegatte, gleichgeschlechtliche eingetragene Lebenspartner, Kinder, Eltern, Großeltern). In allen anderen Fällen (Steuerklasse II und III) für Hausrat und Gegenstände zusammen EUR B Sonstiges Vermögen EUR + Bankguthaben EUR + Wertpapiere EUR + Eigen genutzte Immobilie zur weiteren Eigennutzung an Ehegatten oder Kinder 0,00 EUR + Andere Immobilien EUR + Beteiligungen EUR + Sonstiges EUR Zwischensumme Nachlassvermögen EUR Kredite EUR Bestattungskosten EUR Summe Nachlassvermögen Übertrag EUR EUR B1 Erbe 1 EUR + Restbetrag aus A1 Steuersatz Steuerlast: abzgl. Freibetrag (s.u.) % EUR EUR = B2 Erbe 2 EUR + Restbetrag aus A2 Steuersatz Steuerlast: abzgl. Freibetrag (s.u.) % EUR EUR = B3 Erbe 3 EUR + Restbetrag aus A3 Steuersatz Steuerlast: abzgl. Freibetrag (s.u.) % EUR EUR = B4 Erbe 4 EUR + Restbetrag aus A4 Steuersatz Steuerlast: abzgl. Freibetrag (s.u.) % EUR EUR = Freibetrag für Ehegatten (und gleichgeschlechtliche, eingetragene Lebenspartnerschaften) EUR; für Kinder EUR; für Enkelkinder EUR; für Eltern und Großeltern EUR; alle Übrigen EUR. Die Steuersätze können Sie dem Kapitel 2.1 entnehmen.

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