Schwerpunktthema. Kinder und Jugendliche als Konsumenten. 9. Jahrgang No. 4 Juni 06. KJR-Freibeuter unterwegs. Der Sommer wird heiß

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1 9. Jahrgang No. 4 Juni 06 Schwerpunktthema Kinder und Jugendliche als Konsumenten KJR-Freibeuter unterwegs Der Sommer wird heiß KJR-Kinderwelt

2 2 Editorial Aktuell KJR-Freibeuter unterwegs 3 Ja, was sind das denn für geile Teile! 4 Da legst di nieder. Plim! Plam! Plum! 5 Basisqualifikation für Jugendleiter/innen 6 Gewaltvideos auf Handys 6 Cosi und Allianz machen Schüler fit 7 Was ist Bildung? 8 Ein wunderschönes Wochenende 10 Osterengel für Münchner Kinder 10 Sparda-Bank unterstützt Osterengel 10 Mooskito hat Grund zur Freude 11 VDK lädt ins Kino ein 11 Ostereier-Verkauf in Laim 11 Rechtsextremismus bei Jugendlichen 11 Der Sommer wird heiß! Ja, stimmt, im Augenblick ist davon noch nichts zu merken. Aber wir sind optimistisch. Nach einem langen Winter, den Eisheiligen, der Schafskälte und weiteren Wetterwidrigkeiten kommt jetzt ein heißer Sommer. Und wenn es mit den Temperaturen nichts wird, dann vielleicht mit der Fülle der Veranstaltungen und Aktivitäten, die der KJR in den nächsten Wochen zu bieten hat. Unterschiedlichste Ferienmaßnahmen in den Pfingst- und Sommerferien, zahlreiche Jubiläen in unseren Freizeitstätten, die KJR-Kinderwelt auf der Zirkusinsel im Olympiapark im Rahmen des WM-Fan-Festes, die offizielle Eröffnung des Kindergartens Fritz-Endres-Straße, das OBEN OHNE Open Air, der Zirkus Nordini und Komm doch mit nach Indien - und das ist längst nicht alles. Außerdem gilt in der Jugendarbeit ja die Devise: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur unpassende Kleidung. Also der Sommer wird heiß. Garantiert! Das Redaktionsteam Schwerpunkt Was kostet die Welt? 12 HappyMeal und MobileMarketing 13 Schuldenkompass 14 Kein Porsche, aber bar bezahlt! 15 Multimedial und käuflich 16 Mein Gürtel kostet soviel wie dein Kleiderschrank 18 Taschengeldempfehlungen 20 Angebote Der Sommer wird heiß 21 Neue rechte Tendenzen und Erscheinungsformen 21 Kleine ganz groß 22 Jugendliche Paten gesucht 23 Globalisierung lernen 23 Schnelle Recherche 23 Rechte Tendenzen 23 Geschichte schnuppern 23 Kalender Bananen im Strafraum 24 Termine 28 Erscheinungstermine K3 / 2006 Ausgabe Redaktionsschluss Erscheinungstermin 05/ / / / Impressum Ausgabe: 3/ erschienen am 6. Juni 2006 Verleger: Verantwortlich: Redaktion: Verwaltung: Layout: Druck: Auflage: Abonnementpreis: Kreisjugendring München-Stadt im Bayerischen Jugendring, Paul-Heyse-Str. 22, München Telefon 089 / , Fax 089 / Internet: Elke Geweniger, Vorsitzende Angelika Baumgart-Jena (verantwortlich), Elly Geiger, Michael Graber, Mechthilde Heiler, Erika Hennig, Itje Kleinert, Julia Stoll, Kathrin Wölfl, Ingrid Zorn Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers wieder. Christine Härtel FA-RO MARKETING, München GPP Engelhardt GmbH, Lerchenstr. 8, München Exemplare Erscheinungsweise: 8 Ausgaben jährlich Der Bezug ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Nächste Ausgabe: Erscheinungsdatum: 6. Juli 2006 Redaktionsschluss: 19. Juni 2006 Schwerpunktthema: Mädchen im Sport Gefördert aus Mitteln der Landeshauptstadt München Titelbild: Christian Freund

3 Aktuell 3 Schnuppertörn auf der Mau Yee KJR-Freibeuter unterwegs Die Mau Yee, eine echte chinesische Hochseedschunke, liegt schon seit vielen Jahren im Hafen von Portoroz in Slowenien und kann von Gruppen für Segeltörns gebucht werden. Der Skipper Hannes Schacht kümmert sich mit seiner herzlichen Art liebevoll um das Schiff und die Besatzungen. Die Mau Yee leistet mit ihren vielen unterschiedlichen Aktionen einen Beitrag zu Frieden, Toleranz und Völkerverständigung. Der Kreisjugendring unterstützt das Projekt seit Jahren, und so konnten schon einige Einrichtungen die Möglichkeit nutzen und zu günstigen Preisen mit ihren Gruppen spannende und erlebnisreiche Tage an der Adria genießen. Dieses Angebot sollte nun auch den Einrichtungen und Verbänden vorgestellt werden, die die Dschunke bisher nicht kennen gelernt hatten. Das Tchaka organisierte daher einen 5- tägigen Schnuppertörn für Kolleginnen und Kollegen aus Einrichtungen und Jugendverbänden. Am 27. April brach die bunt gemischte zehnköpfige Gruppe früh morgens gen Süden auf. Mit dabei auch Tom Droste vom Riva Nord, der schon wertvolle Erfahrungen mit Gruppen auf der Dschunke sammeln konnte und diese während des Törns an die anderen Teilnehmenden weiter gegeben hat (Herzlichen Dank für die Unterstützung). Meuterer kehren zurück Fotos: Tchaka Auszüge aus dem Logbuch der Mau Yee: Donnerstag: Die Alpen waren schnell überquert und am frühen Abend wurden wir herzlich auf der Dschunke empfangen. Am Abend genossen wir eine letzte Mahlzeit in der örtlichen Freibeutertaverne. Freitag: Die Wasser- und Rumfässer gefüllt, das Trockenfleisch verstaut und die Hühner und Ziegen weggesperrt. Auslaufen mit südlichem Kurs. Endlich wieder auf See, wir machen gute 5 Knoten. Unser Kapitän Hannes hat das Schiff und die Besatzung fest im Griff. Petrus scheint uns nicht milde gestimmt zu sein, und so nutzen wir die Zeit unter Deck um unsere Säbel zu schleifen, Seemannslieder anzustimmen, von Goldschätzen zu träumen und Karten zu studieren. Unser Tagesziel, das kleine Hafenstädtchen Novigrad, haben wir schon nach wenigen Stunden erreicht. Im Schutz der tief hängenden Wolken laufen wir in den Hafen ein - alles friedlich. Mit den Beibooten setzen wir an Land über. Auch hier treffen wir auf keine Gegenwehr. Mit der ansässigen Bevölkerung sind wir uns schnell einig: Wir verzichten auf jegliches Brandschatzen, im Gegenzug erhalten wir Gold, Eis und Kaffee und Kuchen soviel wir wollen. Wir beschließen zu bleiben. Einige Mutige stürzen sich in die eiskalten Fluten, unsere Angelversuche bleiben erfolglos. Der Abend klingt nach einem opulenten Mahl an Bord unseres Schiffes nur sehr langsam aus. Nur der schreckliche Erich aus der Lok Freimann ist enttäuscht, seinen Säbel nicht benutzt zu haben. Gibts hier nichts zum brandschatzen? Samstag: Für unsere Einsicht und Milde am Vortag werden wir morgens von der Bevölkerung mit frischem Fisch überhäuft. Unsere Abenteuerlust lässt uns dennoch weiter Richtung Süden ziehen. Das Wetter bessert sich zusehends, leider treffen wir auf keine Schiffe, die eine Enterung und anschließendes Versenken notwendig machen. Die Mannschaft ist deswegen schnell gelangweilt und unzu- Grrr, nix zum entern frieden. Es riecht nach Meuterei. Kapitän Hannes, sein Steuermann Branko und der treue Leichtmatrose Björn erkennen den Ernst der Lage und setzen die restliche Mannschaft mit Waffengewalt auf einer einsamen Insel vor Vrsar aus und steuern den Hafen des Freibeuternests an. Zu unserer Überraschung stellen wir mit dem Fernglas fest, dass ihnen schon nach wenigen Stunden die Flucht von der Insel gelingt. So eine Teufelsbrut! Mit vorgefundenen Mülltüten, Luftballons, Dachlatten und Seilen haben die Meuterer ein schwimmfähiges Floß gebaut

4 4 Aktuell und paddeln direkt auf die Mau Yee zu. Voller Reue bitten und betteln sie um Nachsicht und Vergebung bis Kapitän Hannes Gnade vor Recht ergehen lässt und sie wieder an Bord nimmt. Nach gegrilltem Fisch, einigen Schlucken Rum und Stefans Freibeuterspielkette sind wir alle wieder versöhnt. Lecker Sonntag: Wir müssen zurück. Kaum sind wir aus dem sicheren Hafen ausgelaufen, peitscht uns der starke Nordwind direkt ins Gesicht. Die Adria kocht, die Gischt fliegt über das Deck. Die schwere See macht dem Schiff und der Mannschaft zu schaffen. Die blassen Gesichter fixieren den Horizont, um Übleres zu verhindern. Seemeile für Seemeile kämpfen wir uns nach Norden. Erst im Sonnenuntergang erreichen wir die Marina von Portorose. Im Abendlicht glänzt unser Schiff so golden wie die erbeuteten Schätze. Alle sind glücklich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, auch wenn man noch stundenlang das Gefühl hat, dass der Boden alles andere als fest ist. Das Kapitänsdinner verwöhnt uns mit guter istrischer Küche. An einem riesigen Lagerfeuer zum 1. Mai und anlässlich unserer Rückkehr vertreiben wir die Feuchtigkeit und Kälte aus unseren Knochen. Montag: Die Schätze sind aufgeteilt, die Kojen ausgeräumt und unser Piratentraum hat sich ausgeträumt. Schade, wir wären alle gerne länger geblieben! Fazit: Trotz widriger Wetterverhältnisse waren es ereignisreiche und spannende Tage, einige Kolleginnen und Kollegen haben gleich ihr Interesse bekundet, mit eigenen Gruppen anzuheuern. Ich freue mich schon auf den September, Brandschatzen wenn wir im Rahmen des Piratenlagers die Dschunke eine ganze Woche nutzen werden. Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden für ihren Mut und besonderes Lob an unseren Skipper Hannes. Björn Röhrle Tchaka Erlebnispädagogisches Zentrum, KJR Fortbildung Bockerl am Olympiaberg Ja, was sind das denn für geile Teile! Ein Montag im Mai, der etwas anderer Start in die Arbeitswoche: Treffpunkt Tchaka, ein reichhaltiges Frühstück gibt uns Kraft für den Tag. Rodeln am Olympiaberg mitten im Mai? Ist der Winter zurückgekehrt? Nein, gute 20 Grad und strahlender Sonnenschein lassen unsere Herzen höher schlagen. Noch etwas ungläubig betrachten die Teilnehmenden ihre Bockerl. Nach kurzer technischer Einweisung noch schnell den Luftdruck überprüft und schon sind wir abfahrtbereit. Bockerl auf den Rucksack geschnallt, Helm und Schützer eingepackt und mit den Fahrrädern ab in den Olympiapark. Die ersten Versuche auf der Wiese mit einem kurzen Gefälle verlaufen erfolgreich. Die Teilnehmenden zieht es immer weiter den Hang nach oben, das Vertrauen in den mit hydraulischen Scheibenbremsen ausgestatteten Rodel und in das eigene Gleichgewichtsvermögen steigt mit jeder Abfahrt. Das breite Grinsen und das laute Jubeln der PilotInnen bestätigen meine Erfahrung mit dem Gerät. Turm, Stadion, SeaLife- Center - nein, wir sind an dem Tag die Attraktion im Olympiapark. Offene Münder, ungläubiges Staunen, neidische Blicke und Fragen über Fragen: Ja was sind das denn für geile Teile! Hoch motiviert rennen wir immer wieder den Berg hinauf und werden zusehends mutiger. Die erste Abfahrt vom Gipfel, Kopfsteinpflaster, Schotterwege, Querfeldein, Serpentinen, die fast einen Kilometer lange Abfahrt bis zur Schleißheimer Straße, Tempo 40 kein Problem. Die Bauchmuskeln brennen, der Schweiß rinnt von der Stirn - aber keiner will aufhören. Erst nachdem alle Abfahrtsvarianten gecheckt sind, sinken wir erschöpft zu Boden. Die anschließende Radlermass von der Olympiabergalm hat schon lange nicht mehr so gut geschmeckt. Das einheitliche Fazit: Eine super Aktion, die man gut mit Kindern (ab ca. 10 Jahren) und Jugendlichen mitten in der Stadt durchführen kann. Bewegung und Spaß sind garantiert, volle Teilnehmerlisten für euren nächsten Wanderausflug auch! Für das Abfahrtsvergnügen der Fotos: Tchaka besonderen Art ist kein Gipfel zu weit versprochen! Für alle, die jetzt so richtig Lust aufs Bockerln bekommen haben, bieten wir noch einen zusätzlichen Fortbildungstag an. Treffpunkt ist Mittwoch, um 12 Uhr direkt im Tchaka. Anmeldung erfolgt wie immer über das KJR-Fortbildungsteam. Björn Röhrle Tchaka Erlebnispädagogisches Zentrum, KJR

5 Aktuell 5 Neues Programm von Phönix aus der Asche Da legst di nieder. Plim! Plam! Plum! Man freute sich sehr, wieder einmal als Zuschauer dabei sein zu können bei einem heiteren Abend mit Texten und Szenen von Karl Valentin, Gerhard Polt, Hanns Christian Müller, Vicco von Bülow (Loriot) und Werner Schlierf. Und man wähnte sich diesmal vollends wie in einem bayerischen Lokal. Auch auf der Bühne war es fröhlich wie beim Oktoberfest, man stieß mit Bierkrügen an und nahm aktiv Anteil am Geschehen ringsum. Eine bayerische Musik mit Keyboard und Gitarre fehlte nicht, und die beiden Musikanten sangen zwischendurch g scheite Gstanzln zum Thema Wenn ich einmal der Herrgott wär. Jeder Witz lebt ja von einem Missverständnis. Der Witz dadaistischer Sprachspiele etwa pointiert sich aus der völlig ungewohnten Zusammensetzung von einzelnen Silben. Und nahezu immer bilden Verständigungsprobleme die Grundlage von kleinen heiteren Szenen und Texten, ob beim Mensch-ärgere-dich-nicht -Spiel, beim Arzt, bei der Frage, wie lang man ein Ei kochen soll, beim Problem, einen etwas lebhaften Hund während des Urlaubs unterzubringen, am Sonntag, bei einem Auto, angesichts einer Straßenbahn mit Anhänger, beim Höflichkeitsproblem, einen Anrufer nicht loszuwerden, bei einer Fahrscheinkontrolle im Schnellzug, beim Friseur und bei der Frage, ob man Instrumente zweckentfremden kann. Mr. Anybody war auch da, er (oder doch nur die Fragestellerin?) gab ein Interview. Wer feinfühlig mitdachte, verstand alles. Und besonders gut verstand er die junge Dame im Rollstuhl, die tagtäglich mit der Überheblichkeit der normalen Leute zurecht kommen muss, genauso wie den Schüler, der den Begriff Fremder gegenüber der Lehrerin sehr feinsinnig auf Fotos: Alexander Kinsky ein mitmenschliches Maß zurückführt, wo es vielfach schon lange nicht mehr zu Hause ist in Deutschland. Mit diesen beiden klugen - wie alles andere von Anne Ziegler-Weispfennig und Renate Groß - in jeder Nuance feinfühlig arrangierten Szenen geht das Publikum trotz aller Heiterkeit und Gelöstheit auch nachdenklich nach Hause, denn die Zeit ist keineswegs nur heiter und gelöst, auch wenn die Theatergruppe Phönix aus der Asche es wieder wunderbar verstand, eben jene auch im Leben notwendige Heiterkeit und Gelöstheit im Spiel und im Engagement aufs Publikum zu übertragen. Wer genau beobachtete, freute sich ganz besonders, denn die Arbeit der Mitwirkenden mit autistischem Handicap (Jennifer Conrad, Benedikt Eglsoer, Anna Funk, Laura Häuser, Dorian Knauer, Nadja Rügamer, Daniel Saloga sowie die neuen Ensemblemitglieder Markus Niggemann und Tobias Pinkwart) zusammen mit den versierten Theaterprofis (außer den Genannten sind dies Steffi Voßhage und Ulrike Hämmerle) an großer wie kleiner Literatur, an Szenen, die das große Lustige und das kleine Traurige (oder das große Traurige und das kleine Lustige) im Alltag vorführen, unterstreicht einmal mehr die Einheit von Kultur und Mitmenschlichkeit. So erlebt an diesem bereichernden Abend im Hasenbergl. Alexander Kinsky

6 6 Aktuell Schulung bei der Initiative Gehörlosenjugend Basisqualifikation für Jugendleiter/innen Am 8. und 9. April führten Kathrin Wölfl und Rebekka Krause von der Abteilung Jugendarbeit für die Initiative Gehörlosenjugend (IGJ) eine Jugendleiterschulung durch. Mit dem Besuch der Schulung haben die Jugendleiter/innen eine wichtige Basisqualifikation für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erworben. Die Inhalte der Schulung orientierten sich an den vom Landesvorstand des Bayerischen Jugendrings beschlossenen Standards für die Grundausbildung von Jugendleiter/innen. So wurden beispielsweise Struktur und Methoden der Jugendverbandsarbeit vermittelt. Einen Blick auf die eigene Rolle zu werfen und entsprechendes Hintergrundwissen über Gruppenprozesse zu erhalten, erweist sich im Gruppenalltag als hilfreich. Insbesondere das Jugendschutzgesetz und das Thema Aufsichtspflicht wurden beleuchtet. Sehr praxisnah wurde es für die Teilnehmenden, als sie die Aufgabe hatten, in einer Kleingruppe die Durchführung einer Ferienmaßnahme beziehungsweise die Organisation eines Infostandes zu planen. Lehrreich und dabei besonders unterhaltsam waren auch die Rollenspiele, bei denen sowohl die Mitwirkenden als auch die Zuschauenden viel Spaß hatten. Rebekka Krause Abteilung Jugendarbeit, KJR Herausforderung für Pädagogik und Jugendmedienschutz Gewaltvideos auf Handys Das aufgrund der aktuellen Diskussion um gewalthaltige und pornografische Inhalte auf Handys von Schülern und um Gewalt an Schulen kurzfristig vom Medienzentrum München des JFF in Kooperation mit dem Stadtjugendamt München und dem Kreisjugendring München-Stadt veranstaltete Fachforum Jugendmedium Handy im Verruf stellte sich der Frage nach den Ursachen der jüngsten Entwicklungen und den Handlungsmöglichkeiten von Politik, Wirtschaft und vor allem von Jugendmedienschutz und pädagogischer Praxis. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Klaus Schwarzer, dem Medienbeauftragten des Stadtjugendamts München. Anschließend führten Ulrike Wagner und Dr. Fred Schell vom JFF Institut für Medienpädagogik in das Thema ein. Während Ulrike Wagner einen Einblick in Daten und Fakten des jugendlichen Handygebrauchs gab, schilderte Dr. Fred Schell Motive und Probleme der Handynutzung. Er verwies darauf, dass Gewalt und Pornografie als Medieninhalte alles andere als neu sind. Neu ist allerdings die immer schwerer überschaubare Verbreitung solcher Inhalte durch zunehmend mobil werdende Netze und steigende Übertragungskapazitäten. Die Repräsentation von Gewalt und Pornografie löst sich somit von raumzeitlichen Rahmenbedingungen, wird spontan und unauffällig in ihrer Verbreitung. Darüber hinaus gehen durch die kurzen Gewaltsequenzen die narrativen Kontexte verloren, die eine Basis zur Diskussion sowie für die Einordnung und kritische Distanzierung von Gewalt bieten könnten. Zur Erläuterung der Motive eines derartigen Mediengebrauchs griff Schell auf zwei Erklärungsmuster aus der sozialwissenschaftlichen Gewaltforschung zurück. Erstens sind Gewalthandlungen und ihr bevorzugter medialer Konsum in der Regel an frühere Erfahrungen von Gewalt am eigenen Leib geknüpft. Zweitens ist Gewalt immer ein Ausdruck subjektiver Machtlosigkeit und eines zwangsläufig niedrigen Selbstvertrauens. Schell gab dies zu Bedenken und sprach sich für eine Stärkung des Jugendmedienschutzes und für eine kontinuierliche wissenschaftliche Beobachtung der Medienaneignung Heranwachsender aus, um mögliche Risiken frühzeitig abschätzen und tragfähige medienpädagogische Praxismodelle entwickeln und realisieren zu können. Auch eine entsprechende Aus- und Weiterbildung pädagogisch Tätiger sei von großer Bedeutung. Günther Anfang Medienzentrum München des JFF

7 Aktuell 7 Erfolgreiches Bewerbungstraining Cosi und Allianz machen Schüler fit Bereits seit Jahren versucht das Team des JT Cosimapark zusammen mit den Hauptschulen im Stadtviertel ein Bewerbungstraining für die 8. bzw. 9. Klassen durchzuführen. Leider ist dieser Wunsch lange nicht in Erfüllung gegangen. Seit November 2005 erarbeiten nun drei Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin der Allianz AG im Rahmen eines Volunteering-Projektes zusammen mit dem JT Cosimapark eine Konzeption, wie der JT Cosimapark sein Produkt-Bundle Bewerbungstraining (Unterstützung beim Schreiben der Bewerbungen, Bewerbungstraining in Zusammenarbeit mit JAPs etc.) erfolgreich und nachhaltig an die Hauptschulen verkaufen kann. Nach einer ausgedehnten Phase der Feldforschung und mehreren Besprechungen konnte nun der erste praktische Meilenstein gefeiert werden. Am 3. und 4. Mai führten wir in den Räumen des SBZ Fideliopark die Räumlichkeiten des JT Cosimaparks sind dafür leider zu klein unter der professionellen Federführung Bewerbungstipps vom Fachmann Besprechung mit dem Lehrer Klaus Petri, Heinz Breinlinger und Daniela Federer von der Allianz von JAPs ein äußerst erfolgreiches Bewerbungstraining für eine 8. Klasse der Knappertsbuschschule durch. Eine große Hilfe waren dabei Heinz Breinlinger und Daniela Federer von der Allianz, die sehr engagiert und fachkundig in die Rolle des Arbeitgebers bzw. der Personalchefin schlüpften. Zwei Tage, die nicht nur für die Jugendlichen hilfreich und wichtig waren, sondern auch uns jede Menge interessanter Einblicke boten. So war es für den Klassenlehrer sehr informativ, welchen Eindruck seine Schüler und Schülerinnen auf uns hinterließen, und wir fanden es aufschlussreich, die jeweilige Lebensgeschichte des oder der Betreffenden zu hören. Zudem waren wir alle beeindruckt, wie ernst die Jugendlichen die beiden Tage nahmen und wie aufgeregt sie am Schluss ihren versiegelten Umschlag mit den detailliert begründeten Zusagen oder Absagen öffneten. Der Klassenlehrer Klaus Petri schrieb uns ein paar Tage danach einen begeisterten Dankesbrief, aus dem ich nur den letzten Satz zitieren möchte: Eine Schülerin sagte, dass das Training ihr geholfen habe, Ängste vor einer Bewerbung und einem Vorstellungsgespräch abzubauen und ihre Klassenkameradinnen und -kameraden bestätigten dies. Ein besseres Lernziel hätte ich nicht formulieren können. Nach diesem Erfolg tritt unser Projekt nun in die letzte Phase, in der wir versuchen eine Lösung zu finden, längerfristig Bewerbungstrainings in den beiden Hauptschulen anzubieten. Bitte warten Über das gesamte Volunteering-Projekt im JT Cosimapark werden wir nach dessen Abschluss deshalb hier noch einmal genauer berichten. Krieg ich die Stelle? Stefan Hefele JT Cosimapark, KJR

8 8 Aktuell Bildung ist mehr als Schule Was ist Bildung? Dass das Leben bildend sei..., schrieb Gertrud Bäumer 1 vor knapp 85 Jahren. Aber was bitte, ist denn Bildung?...ist die wahrhaft nicht hoffnungslose Aufgabe, der neue positive Sinn der Sozialpädagogik! so wird der Satz vollendet. Was ist heute noch reizvoll an dieser historischen Aussage? Und was sagt der Satz über Bildung aus. Zuerst ist er natürlich schön plakativ, zudem setzt er Sozialpädagogik - inkl. der Jugendarbeit - und Bildung in ein Verhältnis. Auch wenn Jugendarbeit nur ein Ausschnitt von Sozialpädagogik darstellt, so scheint es mir wichtig, dass hier das Leben und nicht die Schule als Bildungsinstanz genannt wird. Lassen Sie mich kurz den Kontext schildern, in den Gertrud Bäumer ihre Aussage gestellt hat. In dieser Zeit war die Sozialpädagogik dabei, sich in den gewandelten gesellschaftlichen Verhältnissen einen neuen Platz zu verschaffen. Nicht nur als vorläufiger Lückenbüßer für allgemeinere soziale und wirtschaftliche Reformen sollte die Sozialpädagogik (SP) dienen - und SP war zu dieser Zeit fast ausschließlich Jugendhilfe -, sondern SP sollte dem Jugendleben die familiäre Enge überwinden helfen - und hier ist auch die räumliche, und nicht nur die geistige Enge gemeint - und Räume eröffnen, in denen Jugendliche die Möglichkeit haben, sich zu bilden. Und dazu gehörte ganz explizit benannt, auch die Jugendarbeit. Um die Jahrhunder twende war die Kinderarbeit durchaus noch nicht flächendeckend abgeschafft, Heimarbeit, Verwendung der Kinder durch die Familie war vielfach üblich - vermutlich auch zur Existenzsicherung notwendig - und für diese Kinder, so Gertrud Bäumer, hatte das Leben aufgehört, bildend zu sein. Doch was kann heute unter Bildung verstanden werden? Vielleicht mit Albert Einstein eine etwas ironische Sicht: Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man sein Schulwissen vergessen hat! (vgl. Mullan 2004: 22). Doch genügt diese Bestimmung in der heutigen Diskussion? Der Begriff Bildung ist wohlklingend, und sich mit ihm zu schmücken verleiht eine bessere Ausgangsposition, für was auch immer. Politik und Medien bemächtigen sich dieses Themas und es geschieht, was geschehen muss, wenn sich diese Kräfte eines Themas bemächtigen: Es wird der Preis der Trivialisierung bezahlt. Je wichtiger das Thema genommen wird, desto stärker wird vereinfacht und reduziert, vereinseitigt und ausgeblendet. Eine kritische Frage nach dem Gegenstand verbietet sich. Bildung, darin sind sich alle einig, ist notwendig, ein Bildungskanon muss her, muss verbindlich gemacht werden, die weltweite Anlage der PISA-Studie suggeriert sogar, es gebe einen weltweit universalen Bildungsstandard, der auch noch gemessen werden kann. Ob und wie ein/e 15-jährige/r Schüler/in eine Bedienungsanleitung versteht, soll - weltweit objektiv - darüber Auskunft geben, welcher Bildungsstand erreicht wird. Dieses Gebaren könnte als Quatsch abgetan werden, stünden dahinter nicht ernste Interessen. Michael Winkler fasste dies in einem kürzlich gehaltenen Vortrag 2 in die These, dass es um ein groß angelegtes Manöver sozialer und kultureller Disziplinierung von Menschen gehe, die sich unter dem Programm neue Bildung einem entfesselten ökonomischen System unterwerfen sollen. In der gegenwärtigen Debatte, so Winkler, haben wir es weitgehend mit einem schlechten, einem technokratisch verkürzten, ökonomisierten Bildungsbegriff zu tun. Auf diesen darf und sollte die Sozialpädagogik nicht hereinfallen. (ebd.) Mit dieser kritischen Sicht im Sinne einer Sensibilisierung will ich nun versuchen, mich dem Bildungsbegriff zu nähern, auch wenn auf so engem Raum wiederum die Gefahr der Vereinfachung und Trivialisierung gegeben ist. Ich möchte zuerst versuchen, mit einigen Blicken auf die Geschichte des Bildungsgedankens den komplizierten Begriff zugänglicher zu machen, um dann einige Aussagen zu formulieren, die möglicherweise helfen können, Jugendarbeitspraxis als eigenständige Bildungspraxis zu begreifen und zu vertreten; dabei bleibt es natürlich naiv zu glauben, dass das schulische Bildungssystem auch nur ein wenig auf die Sozialpädagogik hören wird. Nach der Kritik an der Pädagogik am Ende des 18. Jahrhunderts wird Bildung als Gegenbegriff formulier t, der die Autonomie des Menschen, die Selbstschöpfung als Aufgabe thematisiert. Das Kritikwürdige an der Pädagogik der Aufklärung, die nur der Abrichtung des Menschen diene, wird an der Position Immanuel Kants deutlich: Sein Name ist mit der Aufklärung verbunden - mit der Erziehung zur politischen Mündigkeit und zur gesellschaftlichen Brauchbarkeit. Der Weg führt von der Disziplinierung über die Zivilisierung/Kultivierung zur Moralisierung. Er formuliert 1803: Der Mensch kann nur werden durch die Erziehung. Er ist nichts, als was die Erziehung aus ihm macht. Und die Erziehung führt zur Mündigkeit. Mündigkeit ist die Voraussetzung für eine demokratische, auf Gleichheit basierende Gesellschaft. Damit beinhaltet Erziehung als erstes eine Gemeinwohlverpflichtung. Erziehung zielt auf die Mündigkeit als ökonomische, moralische

9 Aktuell 9 und politische Selbstständigkeit und sie hört auf, wenn das alles erreicht ist. Bei Wilhelm von Humboldt steht dagegen die lebenslange selbsttätige Arbeit an der Vervollkommnung des Individuums im Mittelpunkt. Orientiert an griechischen Idealen solle der Mensch zuerst Gelegenheit haben, sich zu bilden, unabhängig von einer gesellschaftlichen oder gar wirtschaftlichen Verwertbarkeit. Das aber sei dann die Grundlage, einerseits den Beruf gut auszuüben und andererseits die Gesellschaft zu verbessern. Mit Qualifikation im heutigen Sinn hat die humanistische Bildung also erst mal wenig zu tun, von Humboldt wendet sich gegen alle Qualifikationskonzepte, in denen die Schule auf die ökonomischen oder politischen Zwecke verpflichtet - oder wie heute gar reduziert - werden soll. Einen anderen Standpunkt nehmen frühe Romantiker wie Jean Paul, Schlegel, Schleiermacher ein. Sie stehen dem Vervollkommnungsgedanken skeptisch gegenüber, weil sie die Zerstörung des kindlichen Paradieses durch die Erziehung befürchten. Für sie geht es nicht darum, einem Bildungsideal nach zu streben, sondern es geht um die innere Entfaltung. Das Schulgebäude der jungen Seele besteht nicht aus bloßen Hör- und Lehrzimmern, sondern auch aus dem Schulhof, der Schlafkammer, der Gemeindestube, dem Spielplatze und aus jedem Platz (Paul 1807 S. 26) schreibt Jean Paul 1807 und macht damit deutlich, dass Bildung keinesfalls nur im Klassenzimmer, unter Aufsicht stattfindet, sondern dass eben auch das Leben bildet. Aus dieser Perspektive liegt die zentrale Aufgabe der Bemühungen in der Förderung der Subjektivität: Jeder Mensch soll das entwickeln, was in ihm, in ihr steckt. Bemerkenswert ist auch der veränderte pädagogische Zeithorizont. Das erzieherische Handeln - und damit die Anregung, sich zu bilden - darf sich nicht nur auf die Zukunft beziehen, sondern sie muss auch die Gegenwart (des Kindes) im Auge Ausgewählte Literatur: Bäumer, Gertrud: Die historischen und sozialen Voraussetzungen der Sozialpädagogik und die Entwicklung ihrer Theorie. (1929) Neuabdruck in: BMFSFJ (Hrsg.): 11. Kinder- und Jugendbericht. Berlin 2002 v.hentig, Hartmut: Bildung. Weinheim und Basel Münchmeier, Richard u.a.(hrsg): Bildung und Lebenskompetenz. Kinder- und Jugendhilfe vor neuen Aufgaben. Opladen 2002 Pfeiffer, Christian: Die Jugendarbeit hat sich nicht bewährt. In: taz NRW Nr vom , Seite 2 haben. So sagt Schleiermacher 1826: Die Lebenstätigkeit, die ihre Beziehung auf die Zukunft hat, muss zugleich auch ihre Befriedigung in der Gegenwart haben; so muss auch jeder pädagogische Moment, der als solcher seine Beziehung auf die Zukunft hat, zugleich auch Befriedigung sein für den Menschen, wie er gerade ist. (1826, 48) Doch, das sei nicht verschwiegen, Bildung ist auch ein schmerzhaftes, mühsames Unterfangen. Bildung verlangt Zumutungen, denen sich der Mensch selbst stellen und die er bewältigen muss. Hartmut von Hentig spricht in seinem Essay Bildung, das 1999 erschienen ist, von einem Bildungsverständnis, das die Spannung oder die Brücke bezeichnet zwischen den tradierten Idealen und dem aktuellen Kompetenzbedarf, zwischen philosophischer Selbstvergewisserung und praktischer Selbsterhaltung der Gesellschaft. Und diese Denkfigur, so von Hentig, ist nur aushaltbar, wenn Bildung deutlich als Bildung definiert ist, also nicht durch alles, was Schulen tun, sondern durch die geistige Verarbeitung der Erfahrung. Vorsichtig zusammengefasst kann Bildung im Kinder- und Jugendalter als eigensinniger Prozess verstanden werden, der von grundlegender Bedeutung für das Hineinwachsen in Kultur und Gesellschaft ist: Als Anregung aller Kräfte. Alle Kräfte müssen in diesen Prozess mit einbezogen werden, die kognitiven, die sozialen, emotionalen sowie die ästhetischen. Als Aneignung der Welt. Aneignung ist ein aktiver subjektiver Prozess, bei dem Fremdes in Eigenes verwandelt wird. Bildung kann nur angeregt und ermöglicht werden, nicht aber erzeugt oder erzwungen. Als Entfaltung der Persönlichkeit. Eigene Potentiale werden entwickelt, Individualität herausgebildet. Bildung ist (die Romantiker lassen grüßen) ein Entfaltungsprozess des Subjekts in Auseinandersetzungen mit der inneren und äußeren Realität und die Befreiung von inneren und äußeren Zwängen. Eine These von Ludwig Liegle bringt es meines Erachtens auf den Punkt: Bildung bezeichnet die Selbsttätigkeit des Subjekts, kraft derer sich das Subjekt in ein Verhältnis setzt zur Welt der Dinge und Personen und zu inneren Repräsentationen der Welt sowie seines Verhältnisses zur Welt und zu sich selbst gelangt. (Ludwig Liegle 2002) Der Vollständigkeit halber eine Anmerkung zu gängigen Begriffen: Formelle, nicht-formelle und informelle Bildung - Begriffe zur Rettung des Bildungsanspruchs der Jugendarbeit, der Sozialpädagogik? In der aufgeregten Nach-PISA-Debatte hat das Bundesjugendkuratorium Kulturelle Jugendbildung mit dieser Dreiteilung versucht, der Jugendarbeit und der Sozialpädagogik auch ein Stück der Bildungstorte zu sichern, zumal sie in den Diskussionen der Kultus- und Wissenschaftsbürokratie so gut wie keine Rolle spielen. Gemeint sind mit formeller Bildung die schulischen, die universitären Anstrengungen, die, in Curricula gefasst, Kindern und Jugendlichen Bildung vermitteln. Nicht-formelle Bildung dagegen meint die freiwillige (Selbst-)Bildung, die von Erziehenden (Eltern, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, JugendarbeiterInnen) durch Schaffung geeigneter Situationen angeregt wird. Mit der informellen Bildung ist das gemeint, was sich eigentlich immer und überall ereignen kann, nicht intendiert ist. Und erst das Zusammenspiel dieser drei Formen ergebe Bildung im umfassenden Sinne. Das heißt, sie müssten aufeinander bezogen sein, sich zur Kenntnis nehmen und in ihre jeweiligen Prozesse einbeziehen Doch ich bin mir nicht sicher, ob sich die Sozialpädagogik mit einer solchen Position nicht auch selbst demontiert. Schon dass die sozialpädagogische initiierte Bildung sich mit zwei nicht- (bzw. in- ) Adjektiven genauer definiert, ist nicht glücklich. Und das Abheben darauf, dass sich die Jugendlichen selbst nicht-formell und informell bilden, könnte doch zur Erkenntnis führen, Jugendarbeit, Jugendhilfe, Sozialpädagogik seien überflüssig, unwirksam, die Jugendlichen regeln das schon selber 3. Zudem - und das scheint mir der gewichtigste Einwand zu sein - sagen die Attribute nichts über die Inhalte der Bildung aus, sie machen höchstens Aussagen über den Rahmen, in dem sich Bildung ereignen kann. Dabei sollten doch besser die Inhalte und die Ziele von Bildung in den Blick rücken. Und da hat Jugendarbeit, hat Sozialpädagogik einiges zu bieten. Prof. Dr. Bernhard Lemaire Katholische Stiftungsfachhochschule Abteilung München 1 Gertrud Bäumer, geb. 1873, gest 1954, Lehrerin, Nationaler Frauendienst, 1917 Eröffnung der Sozialen Frauenschule und des Sozialpädagogischen Instituts, Ministerialrätin(RJWG), nach 1933 schriftstellerisch tätig 2 Winkler, Michael: Sozialpädagogik und Bildung. Vortrag anlässlich des Alumnitages der Katholischen StiftungsFachhochschule München am Und die Behauptung, dass Jugendhilfe überflüssig, unwirksam sei, hat ja der bundesweit bekannte Professor der Kriminologie, Dr. Christian Pfeiffer, mittlerweile in der TAZ aufgestellt.

10 10 Aktuell Kinder aus München auf dem Spirklhof Ein wunderschönes Wochenende Wie schon 2005 haben es sich Irene und Franz Reichl vom Spirklhof auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, wieder sechs Kinder aus München für ein Wochenende einzuladen. Am Freitag kamen die Kinder an und wurden von der Familie Reichl bis Sonntag so richtig verwöhnt. Weil solche Taten nicht alltäglich sind und es nicht allzu viele Sponsoren gibt, die solche Einladungen jährlich aussprechen, hat der Weißblaue Bumerang bei der Familie Reichl nachgefragt. Weißblauer Bumerang (WB): Franz, warum hast Du dieses Jahr wieder sechs bedürftige Kinder für ein Wochenende eingeladen? Franz Reichl: Wir haben selbst zwei Kinder, und die Aktion letztes Jahr mit den sechs Kindern aus München hat uns und unserer Tochter sehr viel Freude bereitet. Als wir die leuchtenden Augen der Kinder gesehen haben, war uns klar: Das wollen wir öfter machen. WB: Was heißt öfter? Wir haben beschlossen, das Wochenende mit sechs Kindern jedes Jahr einmal zu machen. In Zusammenarbeit mit dem Weißblauen Bumerang und den Familien Wagenhofer, Ritthaler und Zöllner aus Unterbachham können wir den Kindern ein schönes Wochenende bereiten bei uns waren, immer noch im Briefkontakt mit unserer Tochter Theresa stehen. Auch die Dankbarkeit der Kinder und die Tränen beim Abschied haben uns sehr berührt. Der Weißblaue Bumerang und der KJR München-Stadt bedanken sich ganz herzlich im Namen der Kinder bei der Familie Reichl für die Unterbringung und die Bewirtung. Bei der Familie Wagenhofer für die tolle Ausfahrt mit dem Traktor und bei der Familie Ritthaler. WB: Welche Erinnerungen hast Du an den Besuch von 2005? Sehr schön ist, dass einige Kinder, die Erfolgreiche Aktion im OEZ Osterengel für Münchner Kinder Dass Ostern in Zusammenhang mit Hasen gebracht wird, ist ja nichts Neues. Dass es aber so eine Art Osterengel gibt, schon. Dieser Engel heißt Erwin Ritthaler und ist eine der tragenden Säulen des Weißblauen Bumerangs. Er unterstützt die Freizeitstätte Lok Freimann immer wieder mit seinem unermüdlichen Engagement für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in München. So zuletzt geschehen im Olympia Einkaufszentrum in Moosach. Herr Hofmann und Frau Zaremba vom OEZ-Center-Management hatten sich im Vorfeld bereit erklärt, diese Aktion für Münchner Kinder zu unterstützen. Drei Tage lang warben ehrenamtliche Sparda-Bank unterstützt Osterengel Im Rahmen der Osteraktion im OEZ überreichte Johann Rack von der Sparda Bank München einen Scheck über 500 Euro an den Weißblauen Bumerang, der das KJR-Spendenprojekt Hilfe für Kids unterstützt. Das Geld kommt sozial benachteiligten und armutsbetroffenen Kindern und Jugendlichen zugute. Wir sagen Danke. Helfer/innen und eine Mitarbeiterin der Lok - unterstützt von engagierten Besucherinnen und Besucher der Freizeitstätte - um Spenden der OEZ-Kundschaft. Gemeinsam animierten sie die Kunden zum Kauf der Osterartikel. Gesponserte Ostereier, Gebäck und Lebkuchenherzen, die sich zum absoluten Verkaufsschlager der Aktion entwickelten, waren im Angebot. Am Donnerstagabend konnten stolze 1480 Euro verbucht werden. Ein besonderes Dankeschön an Fiona Heger, die in einem dreitägigen Spendenmarathon die Freizeitstätte Lok Freimann vertrat und natürlich an den Weißblauen Bumerang, der die Osterware zur Verfügung gestellt hat.

11 Aktuell 11 C&A spendet Euro Mooskito hat Grund zur Freude Ostereier- Verkauf in Laim Auch dieses Jahr hat das Laimer mit den Schülerinnen und Schülern der Fürstenrieder Hauptschule an drei Tagen Ostereier vor der Schule verkauft. Leider waren die Vorzeichen diesmal nicht so gut: Das Wetter und die Angst vor der Vogelgrippe vergraulten die KundInnen. Reißenden Absatz fanden aber die vom Weißblauen Bumerang gespendeten Lebkuchenherzen. Auffällig war, dass überwiegend ältere Damen, auch ohne den Erwerb von Eiern oder Herzen, großzügig spendeten. Der Erlös von 373 Euro wird wieder mit der Schule geteilt, um Klassenausflüge zu ermöglichen. Wir danken dem Weißblauen Bumerang für die gespendete Ware! Alexandra Krohn Das Laimer Jugendzentrum, KJR Neue KJR-Publikation Rechtsextremismus bei Jugendlichen BA-Vorsitzende Johanna Salzhuber, C&A-Filialleiter Nikolaus Stommel, stellvertretender KJR-Vorsitzender Roland Wehrer und Karin Feige vom Jugendtreff Mooskito. Foto: Münchner Wochenanzeiger, Michaela Schmid Im Rahmen einer europaweiten Spendenaktion des Modeunter nehmens C&A erhält der Kinder- und Jugendtreff Mooskito Euro von der Filiale in München-Moosach. Mit dieser Spende möchte Filialleiter Nikolaus Stommel sich bei den Kunden bedanken, die zu dem großen Erfolg von C&A beigetragen haben. Europaweit werden gemeinnützige Organisationen mit einer finanziellen Unterstützung bedacht. VDK lädt ins Kino ein Bei der Fachtagung Rechtsextremismus bei Jugendlichen im Dezember 2005 wurde der Frage nachgegangen, was Jugendliche in die Arme rechtsextremer Gruppierungen treibt und welche Jugendlichen besonders gefährdet sind, in den Sog der rechtsextremen Szene zu geraten. Das gesamte Spektrum des Rechtsextremismus wurde beleuchtet und mögliche Ursachen konnten aufgezeigt werden. Die Informationen wurden in einer Dokumentation festgehalten. Diese ist kostenlos im Jugendinformationszentrum (Paul-Heyse-Str. 22, München) erhältlich, als Download auf oder bei Monika Wenzig, Referat für Grundsatzfragen, Postfach , gegen ein frankiertes (E 1,44) und adressiertes Rückkuvert (A 4). Die Jugendkulturwerkstatt Soundcafe bedankt sich ganz herzlich beim VDK München für die gelungene Kinoaktion und die netten Preise am 12. April. Jugendliche und Junggebliebene saßen mit viel Spaß beieinander und verfolgten mit großer Spannung Harry Potter und der Feuerkelch.

12 12 Schwerpunkt Kinder und Jugendliche als Konsumenten Konsum als Bildungsthema Was kostet die Welt? Nachhaltig konsumieren heißt: anders einkaufen, verbrauchen, nutzen, mobil sein bewusst entscheiden, fordert der Rat für nachhaltige Entwicklung. Aber Konsum ist der Motor der Wirtschaft und daher fast so etwas wie eine staatsbürgerliche Pflicht. So jedenfalls sehen es WirtschaftsexpertInnen und PolitikerInnen dieses Landes. Wir alle konsumieren ja auch gerne und viel jeden Tag. Vom nachhaltigen Konsumverhalten, so wie es die Agenda 21 im Kapitel vier fordert, sind wir weit entfernt. Fragen des Konsums sind auch für Kinder und Jugendliche von Bedeutung. Die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Produkt ist oft die Entscheidung, ob sie zu einer bestimmten Clique dazugehören wollen. Kinder und Jugendliche verfügen durch Taschengeld und sonstige Einnahmen über eine bedeutende Geldmenge. Darüber hinaus beeinflussen sie alle Kaufentscheidungen der Familie, von Nahrungsmitteln über elektrische und technische Geräte, Einrichtungsgegenständen bis hin zu Reisen. Immer wichtiger wird für Kinder und Jugendliche die Frage, wer welche Konsumgüter und Markenprodukte besitzt: Kleidung, Accessoires, Handys, Uhren etc. Hier entscheidet sich, ob man in oder völlig out ist. Daher sind Kinder und Jugendliche zu einem erforschten und umworbenen Klientel geworden. Die Prägung auf Marken erfolgt schon im Kleinkindalter: Ab dem 4. Lebensjahr zeigen Kinder Markenbewusstsein (vgl. FORUM, S. 12). Zwei Drittel scheinen ihre anfängliche Markenbindung später beizubehalten. Die Werbung lohnt sich daher für die Anbieter, die das junge Klientel aggressiv umwerben: Etwa 900 Werbespots werden von Kindern und Jugendlichen monatlich konsumiert. Für nachhaltige Entwicklung Konsum erfordert die Bereitstellung, Nutzung und Entsorgung von Gütern, Energie und Ressourcen, die letztendlich alle aus der Natur stammen. Daher ist Konsum die Hauptursache für die menschliche Naturbeanspruchung. Vielen Menschen ist nicht klar, dass ein Zusammenhang zwischen dem eigenen Konsumverhalten und dem Naturverbrauch besteht, und der bedrohliche Ressourcenverbrauch auch auf das Konsumverhalten des Menschen zurückfällt. Projekte zum Thema Konsum können deshalb gut an den Ursachen und Folgen des eigenen Konsumverhaltens anknüpfen und diese bewusst machen. Da Konsum eine zentrale Bedeutung für die individuelle und soziale Identität hat, eignet sich dieses Thema sehr gut, um mit Kindern und Jugendlichen über Nachhaltigkeit ins Gespräch zu kommen. Aber es ist gerade deshalb auch heikel. Ein erhobener Zeigefinger wird nicht zu einer Verhaltensänderung führen, wichtiger ist es, die unterschiedlichen Lebensstile, Wertvorstellungen und Konsummuster aufzuspüren und einzubinden. So können mehrere Anknüpfpunkte den Bezug zu nachhaltigem Konsum herstellen. Foto: Erika Hennig Im folgenden Beispiel Marken, Mode und Moneten sind diese u.a. Umweltbewusstsein, Energieverbrauch sowie soziale Aspekte wie Kinderarbeit und Wertschätzung der mühevollen Arbeit anderer Menschen. Ein Schlüssel für die erfolgreiche Bildungsarbeit liegt in partizipativen, gemeinsamen, praktischen Aktionen. Zum einen ist die Bereitschaft zum selbstbestimmten Umwelthandeln in einer Gemeinschaft größer, zum anderen machen Gemeinschaftsaktionen in peer groups Spaß und lassen durch deren Struktur auch Erfolge erkennen. Das folgende Projekt animiert SchülerInnen dazu, ihren eigenen (Mode-)Stil selbstbewusst und nachhaltig zu gestalten, unabhängig von Modevorgaben oder Klassenzwängen. Marken, Mode und Moneten Konsum, Werbung, Lebensstile und Kinderarbeit sind die Themen des Schulklassenprojektes Marken, Mode und Moneten von Ökoprojekt MobilSpiel e.v. Ziel ist es, Mädchen und Jungen der 4. bis 6. Jahrgangsstufen aller Schularten für ihr Konsumverhalten zu sensibilisieren und sie anzuregen, hinter die Kulissen der Bekleidungs- und Modeindustrie zu schauen. Dazu müssen sie selbst aktiv werden. An einem Projektvormittag erarbeiten die SchülerInnen unter Anleitung von PädagogInnen aus der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung mit Hilfe von Computer, Internet, Theaterspielen und einer Modewerkstatt Wissenswertes, globale Zusammenhänge und neue Aspekte zum Thema. Ausgehend von der Bedeutung von Marken für die SchülerInnen und ihrem eigenen Kaufverhalten, recherchieren sie, unter welchen Bedingungen Kinder in Indien in der Modebranche arbeiten müssen. Sie überlegen gemeinsam die Ursachen für Kinderarbeit: z.b. schlechte Schulbildung, keine Gesundheitsvorsorge und der Wunsch vieler Menschen in den reicheren Ländern, schicke Klamotten zu billigen Preisen zu kaufen. In Gruppenarbeit gehen sie den Fragen nach: Was ist uns eigentlich wichtig im Leben? und Wie können wir uns für faire Verhältnisse einsetzen? In einem Pressestudio recherchieren die SchülerInnen mit Hilfe eines Fragebogens, welchen Weg eine Jeans zurücklegt, bevor sie im Modegeschäft zu finden ist. In der anschließenden Redaktionskonferenz sammeln sie Themen für eine eigene Zeitung. Die einen schreiben Artikel zu den Ursachen von Kinderarbeit und arbeiten Vorschläge für ein nachhaltigeres Konsumverhalten in ihrem Alltag aus, andere führen Interviews, gestal-

13 Schwerpunkt 13 ten eine Titelseite und schreiben das Impressum. In einem Theaterworkshop erfinden die SchülerInnen kleine Szenen und durchleuchten anhand von Werbeslogans die verführerischen Taktiken der Werbeindustrie. In einer Werkstatt arbeiten die SchülerInnen zunächst in einer fiktiven Papiertütenfabrik, wo sie 20 Minuten lang schweigend Papier tüten im Akkord kleben. Anschließend rechnen sie aus, was sie sich von ihrem Lohn kaufen können, z. B. ein Dutzend Bananen für die ganze Klasse. Sie überlegen, wofür sie ihr Geld im Alltag ausgeben, und ob es nicht viele Dinge gibt, die man auch selber machen kann. Im Modestudio sind sie selbst kreativ und gestalten schicke Accessoires wie Hüte, kleine Taschen, Armbänder. Zum Abschluss des Projekttages präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse. Sie stellen ihre selbst geschriebene und gestaltete Zeitung vor, diskutieren darüber, was fairer Handel bedeutet, dass chic nicht gleich gut drauf bedeutet und was der Wert des Selbermachens ist. Die SchülerInnen überlegen sich, wie sie ihre Zukunft ein Stück weit im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gestalten können. Was sie mitnehmen? Das Bewusstsein, etwas Schönes geschaffen zu haben, was sie mit Freude oder Stolz erfüllt und was den Kriterien nachhaltigen Konsums entspricht und Anregungen, daran weiterzudenken. Wer sich die Materialen und Bausteine zum Projekt besorgen möchte, kann sie unter einsehen und herunterladen. Nachahmung ist im Sinne nachhaltigen Konsums ausdrücklich erlaubt. Mareike Haupt Annette Konrad Ökoprojekt - MobilSpiel e.v. Welserstr. 23, München Interview HappyMeal und MobileMarketing Literatur FORUM Umweltbildung Österreich: KonsUmsichten Nachhaltiger Konsum und Lebensstile. Eigenverlag, Wien 2004, 58 S., e 5, ISBN Rat für Nachhaltige Entwicklung (Hrsg.): Der Nachhaltige Warenkorb Ein Wegweiser zum zukunftsfähigen Konsum. Hannover 2005, 3. Auflage; Bezug: Download unter Mareike Haupt: Was kostet die Welt? Konsum als Thema der Bildung für nachhaltige Entwicklung in: Netzwerk UmweltBildung, Rundbrief zur Bildung für nachhaltige Entwicklung von Ökoprojekt MobilSpiel e.v., 13. Jahrgang, 10/2005, S Thomas von Wichert (50) ist bei der Werbeagentur Heye & Partner in München als Management Representative für den Kunden McDonald s zuständig. Wir befragten ihn zum Thema zielgruppenspezifische Werbung für Kinder und Jugendliche. Kinder und Jugendliche als Konsumenten Unterscheiden Sie bei Ihren Werbemaßnahmen verschiedene Zielgruppen? Seit wann wird zielgruppenspezifisch geworben? Zielgruppenunterscheidung hat im Laufe der letzten Jahre immer mehr zugenommen. Auch wenn die Markenwahrnehmung bei Kindern und Jugendlichen sehr früh einsetzt, ist es die Aufgabe, sehr enge Zielgruppen mit relativ wenig Mitgliedern genau zu treffen. Unter anderem deswegen, weil Kinder heute früher älter werden und sich damit früher nach der nächst älteren Altersgruppe orientieren. McDonald s bietet deshalb im Happy- Meal abwechselnd Produkte für jüngere und ältere Kinder an. In der Bewerbung versucht man, um Massenmedien nutzen zu können, nicht zu spitz zu werden. Thomas von Wichert Foto: Heye & Partner Welche Werbeformen entwickeln Sie für Kinder und Jugendliche? Welches Konzept steht dahinter? Werbung, die sich an Kinder richtet, findet einerseits im TV, andererseits im Rahmen des Juniorclubs (Direktmarketing) statt. Bei McDonald s ist das Restaurant selbst ebenfalls Medium. Jugendliche erreicht man auch über Massenmedien (TV/Funk), aber mit zunehmendem Alter sind sie auch über MobileMarketing anzusprechen. Neben der Auswahl der Mediakanäle ist aber die zu vermittelnde Botschaft von großer Bedeutung. Der Erfolg von Werbung hängt von der Relevanz des Angebotes für die Zielgruppe ab. Erst danach geht es um die werbliche Ansprache der Zielgruppe. Bei dieser Ansprache ist darauf zu achten, dass die Bedürfnisse der Zielgruppe getroffen werden. Diese können sogar bei einem identischen Produkt unterschiedlich sein. Wird die Wirksamkeit der Werbung im Vorfeld getestet? Wie wird der Erfolg gemessen? Natürlich gibt es Testverfahren, um Werbemaßnahmen auf Schlüssigkeit und Erfolgsaussichten zu überprüfen. McDonald s setzt allerdings wenig auf derartige Tests im Vorfeld. Das schlussendliche Erfolgskriterium ist der Umsatz bzw. die verkauften Stückzahlen, die durch die entsprechende Werbemaßnahme generiert werden. Bei Imagewerbung ist es die Verbesserung von Imageratings, die durch regelmäßige Marktforschung gemessen werden. Wie groß ist das Budget speziell für die Zielgruppe Kinder / Jugendliche? Bitte haben Sie Verständnis, dass wir hierzu keine Angabe machen.

14 14 Schwerpunkt Kinder und Jugendliche als Konsumenten Verschuldung bei jungen Erwachsenen Schuldenkompass 2005 veröffentlichte die SCHUFA Holding AG ihren neuen Schulden-Kompass. Auf der Basis von rund 362 Millionen Datensätzen von ca. 62 Millionen volljährigen Personen findet seit drei Jahren eine Auswertung zu dem Thema private Ver- und Überschuldung statt. In seiner dritten Ausgabe widmet sich der Schulden-Kompass nun dem Vergleich der Daten über den Zeitraum von drei Jahren, der Gegenüberstellung von Daten mit anderen Quellen 1 und in einem weiteren Schwerpunkt der Auswertung der Daten von jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 24 Jahren. Die Besonderheit des Schulden-Kompass liegt in der Repräsentativität der Daten, trotzdem können nur Teilaspekte von Verund Überschuldung beleuchtet werden. Dies liegt vor allem an den Datensätzen. Neben Name, Straße, Wohnort sammelt die SCHUFA Holding AG alle Daten mit kreditorischen Risiken z.b. ein Girokonto mit Dispo, eine Kreditkarte, einen Ratenkredit. Außerdem speichert sie sog. Anfragen, z.b. die Anfrage nach einem Girokonto oder Kredit. Keine Daten hat die SCHUFA dagegen zur Haushaltssituation, zu Ehegatten, zu Einkommen und Vermögen, zu Beruf usw. Grundsätzlich gibt es bei der SCHUFA Holding AG Positiv- und Negativeinträge. 93 Prozent der Einträge sind positiv wie die Tatsache, dass ein Girokonto geführt wird, ein Ratenkredit läuft oder eine Leasingverpflichtung besteht. Kommt es zu keinerlei Zahlungsstörungen bzw. werden diese geregelt zurück gezahlt, gelten diese Einträge als positiv. Nur sieben Prozent der Einträge sind negativ wie beispielsweise der Vermerk über ein Konto in Abwicklung (gekündigtes Konto), eine eidesstattliche Versicherung (EV) oder das Insolvenzverfahren etc. Unterschieden werden die Negativmerkmale des Weiteren in weiche und harte Merkmale. Als weiche Merkmale gelten Zahlungsstörungen aus offenen, ausreichend gemahnten und unbestrittenen Forderungen. Harte Merkmale sind die EV, der Haftbefehl zur Abgabe der EV und die Privatinsolvenz. Fasst man nun die Entwicklung der Verschuldung in den letzten drei Jahren anhand dieser Daten zusammen, zeigen sich folgende Trends: Die Kreditbelastungen, also die aktuell noch bestehenden Verpflichtungen sog. Restschulden aus laufenden Krediten haben in den letzten drei Jahren zugenommen. Die durchschnittlichen Kredite sind im Westen höher als in den neuen Bundesländern. Nichts desto trotz liegen rund 45 Prozent der laufenden Kredite bei einer Summe von 7000 Euro. Können Kredite nicht zurückbezahlt werden (Ausfallquote), dann handelt es sich häufiger um Kleinkredite. Überproportional häufig fallen Kredite von 1000 Euro, 2000 Euro und 3000 Euro aus. Betrachtet man nun Häufigkeit und Arten der Negativeinträge, so fällt auf, dass der Anteil der Personen mit mindestens einem Negativmerkmal gestiegen ist. Außerdem hat der Anteil der Personen mit harten Negativmerkmalen in allen Altersgruppen zugenommen. Junge Erwachsene haben häufig Schulden Die spezielle Analyse für junge Erwachsene zeigt ein noch differenzierteres Bild. Gemessen am Anteil der Gesamtbevölkerung ist bei ihnen der Anteil der Personen mit Zahlungsstörungen stärker gestiegen. Die entstandenen Salden können dabei aus den Branchen Banken, Handel und Telekommunikation sein. Wie vielleicht erwartet, meldet die Telekommunikationsbranche die meisten Störungen. Banken und Handel haben keine Unterschiede zwischen älteren und jüngeren Erwachsenen zu verzeichnen. Mit 9,96 Prozent an Zahlungsstörungen liegt der Anteil bei jungen Erwachsenen fast doppelt so hoch wie bei allen anderen Altersgruppen. Haben junge Erwachsene ein Negativmerkmal wie den Eintrag einer Zahlungsstörung dann haben sie in ca. 50 Prozent nur einen negativen Eintrag, in ca. 20 Prozent zwei negative Einträge und in über 12 Prozent drei und vier negative Einträge. Auffallend ist, dass das zweite Negativmerkmal meist aus der Branche des ersten Negativmerkmals stammt. Die durchschnittliche Höhe der ausgefallenen Forderungen ist dagegen bei jungen Menschen relativ niedrig. Dies hängt zum einen mit der Hauptbranche Telekommunikation zusammen, in der häufig Kleinschulden bis 1000 Euro entstehen. Zum anderen werden von jungen Erwachsenen auch in den anderen Bereichen eher Kleinkredite bis 2000 Euro aufgenommen (26,4 Prozent). Zieht man die Daten des SOEP hinzu, kann man bei den jungen Erwachsenen eine andere Ausgangsbedingung für Überschuldung 2 erkennen. Bezüglich der Geschlechterver teilung bei den 18- bis 24-Jährigen zeigt sich, dass bis zu 57 Prozent junge Männer ver- bzw. SCHUFA Holding AG 2005: Schulden-Kompass Empirische Indikatoren der privaten Ver- und Überschuldung in Deutschland. überschuldet sind. Nur 4,3 Prozent der jungen Erwachsenen sind mit sog. Konsumentenkrediten verschuldet. Sind sie dagegen mit dieser Kreditform verschuldet, haben sie ein hoch überproportionales Überschuldungsrisiko, wenn sie im eigenen Haushalt mit einem Partner leben. Wohnen sie dagegen alleine oder bei den Eltern haben sie ein geringeres Überschuldungsrisiko. Anhand vorangegangener Ausführungen stellt sich gerade bei den jungen Erwachsenen der starke Einfluss der Wirtschaftsgemeinschaft dar. Es wurde daher auch der Frage nachgegangen, wie sich das Risiko der Überschuldung verändert, wenn die Person in einem Haushalt mit relativer Einkommensarmut 3 lebt. Und so zeigt sich, dass das Überschuldungsrisiko für junge Erwachsene doppelt so hoch ist, wenn sie in einem einkommensarmen Haushalt leben. Die Wirtschaftsgemeinschaft ist somit nicht mehr in der Lage die finanzielle Notsituation auszugleichen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Bei jungen Erwachsenen entstehen die meisten Zahlungsstörungen in der Telekommunikationsbranche, was angesichts der starken Verbreitung des Handys nicht verwundert. Des Weiteren sind finanzielle Schwierigkeiten in dieser Gruppe stark von der Lebenssituation wie allein lebend oder bei den Eltern lebend abhängig. Leben junge Erwachsene aber in einem armen Haushalt, steigt das Risiko für Überschuldung an. Zu guter Letzt schreibt selbst die SCHUFA: Grundsätzlich kommt bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 24 Jahren der Verschuldung bei Privatpersonen (Eltern, Verwandten, Freunde usw.) noch eine große Bedeutung zu. (2005, S. 124). Diese Schulden finden sich auch in den Daten der SCHUFA nicht. Claudia Caspari Projekt CASHLESS 1 Z.B. dem SOEP (sozioökonomisches Panel), eine repräsentative Wiederholungsbefragung privater Haushalte in Deutschland. 2 Als überschuldet gelten Personen, denen nach Abzug der Zahlungsverpflichtungen das verbleibende Einkommen nicht mehr zur Deckung der Lebenshaltungskosten nach den Sozialhilferegelsätzen reicht. (SCHUFA Holding AG 2005, S. 146) 3 Relative Einkommensarmut liegt vor, wenn das Haushaltnettoeinkommen 50 Prozent oder weniger des Durchschnittseinkommens vergleichbarer Haushalte aufweist.

15 Schwerpunkt 15 Verschuldung junger Erwachsener entgegenwirken Kein Porsche, aber bar bezahlt! Die starke Konsumneigung und die zunehmende Ver- und Überschuldung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird in den Medien immer wieder diskutiert. Angesichts dessen stellte sich nun die Frage: Was tun? Schuldenprävention ist das Schlagwort, und seit September 2004 widmet sich das Projekt CASHLESS-MÜNCHEN 1 dieser Thematik. Ziel des Projektes ist es, Wissen und Kenntnisse in finanziellen Bereichen zu vermitteln. Erste Zielgruppe sind Jugendliche in der beruflichen Bildung, also in Berufsqualifizierungs- oder Berufsvorbereitungsmaßnahmen, in Berufsschulen und in abh-einrichtungen. Gerade diese Gruppe stellt ein besonderes Klientel dar, da sie zum einen schon über regelmäßiges Einkommen verfügt, zum anderen bald oder bereits volljährig Zugang zu Dispokrediten, Darlehensverträgen, Ratenzahlungen etc. hat. In methodisch jugendgerecht aufbereiteter Form werden mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Themen erarbeitet, die sich in ihrer Lebenswelt finden und erste Verschuldungsrisiken bergen, beispielsweise das Handy oder die erste eigene Wohnung konnten hierdurch über 1000 Jugendliche in Münchner Einrichtungen erreicht werden. Ein weiterer Aspekt von CASHLESS- MÜNCHEN liegt in der Gestaltung von Informationsmedien, die Tipps zum Umgang mit Geld beinhalten und auf Kostenfallen hinweisen. Die Materialien richten sich an Jugendliche, sollen aber auch von Pädagog/innen in Beratungssituationen verwendet werden. Entwickelt und im Einsatz sind zur Zeit verschiedenste Flyer zu Themen wie Handy, Führerschein, Internetshoppen, Wohnung usw. Außerdem gibt es Postkarten mit den Telefonnummern aller Münchner Schuldnerberatungsstellen sowie eine Posterserie zum Aufhängen in Freizeit- und Jugendeinrichtungen. Gerade die Selbstverständlichkeit, mit der Jugendliche ihre Informationen im Netz suchen und die Tatsache, dass es sich bei Geld und Schulden um ein Tabuthema handelt, legt eine Internetpräsenz nahe. Seit Mai 2005 ist auch dies verwirklicht und das Projekt ist unter online vertreten. Hier können sich Jugendliche ebenso wie Pädagog/innen und Eltern rechtliche Informationen einholen. Sie können kostenlos CASHLESS-Materialien bestellen und erhalten Literaturtipps und Links. Für 2006 stehen weitere Aktivitäten an. Die Ausweitung auf die Zielgruppe Hauptschüler/innen und die damit notwendige Entwicklung neuer Konzepte sind dabei nur ein Teilbereich. In Planung befinden sich diverse Projekte, so ein Foto-, Theater- und Filmprojekt in Kooperation mit Freizeiteinrichtungen des Kreisjugendring München-Stadt. Hierdurch sollen vor allem mit neuen Methoden andere Zielgruppen erreicht werden. Auch die Ausweitung von Angeboten an Multiplikatorenschulungen befindet sich bereits in Arbeit. Interessier te können gerne Kontakt mit Claudia Caspari, Paul-Heyse-Str. 22, München unter der Telefonnummer oder per Mail aufnehmen. Die Studie Auszubildende und Schulden ist unter oder erhältlich. Oder direkt bei der DGB-Jugend München, Schwanthalerstr. 64, München, Tel Claudia Caspari Projekt CASHLESS 1 Träger des Projektes sind: gemeinnützige Anderwerk GmbH, AWO München gemeinnützige Betriebs- GmbH, DGB Region-München und Kreisjugendring München-Stadt. Das Projekt wird gefördert von der Landeshauptstadt München. Kinder und Jugendliche als Konsumenten

16 16 Schwerpunkt Kinder und Jugendliche als Konsumenten Der Reiz konsumierbarer Medienwelten Multimedial und käuflich Das Computerspiel zu Harry Potter, die Spielfiguren zu Dragon Ball Z, das Poster zum neuen Herr der Ringe-Film, ein neues Handy mit Bluetooth-Schnittstelle oder ein neuer ipod: Diese Beispiele zeigen, dass die Übergänge zwischen Medien- und Konsumwelten fließend sind. So bildet zum einen die Mehrfachvermarktung von Filmen, Fernsehserien, Computerspielen etc. und der Einsatz ihrer Hauptfiguren für diverse Konsumartikel einen selbstverständlichen Bestandteil unseres Medienangebots. Zum anderen werden jene Gerätschaften, die mobile und ortsunabhängige Mediennutzung ermöglichen, zur Zeit intensiv beworben und teilweise auch nachgefragt. Z.B. wird dies an der raschen Verbreitung von mp3-playern deutlich. Worin liegt für Heranwachsende der Reiz, sich mit all diesen medialen Angeboten zu umgeben, seien es mediale Inhalte, Medienfiguren oder technische Geräte? Populäre Medienfiguren bedienen das Bedürfnis nach Identifikation Neben Spaß, Unterhaltung und Zeitvertreib suchen Heranwachsende in den Medien auch nach Orientierung. Im Speziellen ist es die Orientierung an personalen Vorbildern, den Identifikationsfiguren, die einer genaueren Betrachtung unterzogen werden muss, um die Begeisterung der Heranwachsenden für sog. Medienmarken, wie z.b. Dragon Ball Z, Herr der Ringe und Star Wars zu verstehen. Was z.b. den 14-jährigen Christoph an Dragon Ball Z fasziniert, wird an folgendem Zitat deutlich: Son Goku ist ein Außerirdischer und der ist auf der Erde, und er muss die Welt vor lauter Bösewichten, die eben nach und nach kommen, beschützen. Er macht s, weil er der Stärkste auf der Erde ist, und ja, das ist ja auch so sein Ziel in Dragon Ball Z, dass er eben der Stärkste ist, also dass er alle Grenzen sprengt.... Ja, wenn ein Kampf ansteht, dann kommen die auch alle zusammen zu dem Treffpunkt, wo der Kampf ist, falls halt der eine k.o. geht, dass sie dann gleich mitkämpfen können oder im Zweifelsfall, wenn der Feind zu stark ist, dass sie alle auf einmal helfen können. 1 Bedürfnisse der Heranwachsenden, zum anderen werden damit auch stereotype Vorlagen für Handlungsmuster wie das Starksein und Sich-durchsetzen-Müssen immer wieder aufs Neue verstärkt. Der Medien- und Konsummarkt schafft Spielwelten Kinder spielen und sammeln gerne. Im Spiel finden sie Wege und Möglichkeiten, sich und ihre Erfahrungen und Beobachtungen auszudrücken. Sie holen sich dazu auch ihre Medienhelden und -heldinnen ins Kinderzimmer und bearbeiten mit ihnen ihre aktuellen Alltagsthemen. Dieses Spiel mit den Medienfiguren ist nicht nur ein Nachahmen gesehener Filme oder Serien, sondern hat oft die Form eines Puzzles, d.h. die Eigenschaften, Verhaltensweisen und das Aussehen der medialen Vorbilder werden zerlegt und mit den Alltagserfahrungen, Fantasien und Wunschträumen des Kindes zu einem neuen Bild zusammengesetzt. Durch die Merchandisingprodukte sind die Medienfiguren nicht nur gegenwärtig, solange der Fernseher läuft, sondern auch im Kinderzimmer ständig zugänglich. Dies gilt natürlich nicht nur für das Fernsehen, sondern auch für die Figuren aus Computerspielen und Kinofilmen. Der Sammel- und Spieltrieb der Kinder erhält durch die Vielzahl an Sammelkarten, Postern, Bildern und Figuren neuen Anstoß. Die Merchandising- Artikel unterstützen den Aufbau einer Beziehung zu den Medienlieblingen. So wird z.b. der Schulhof zum Kommunikationsort über die Medienvorlieben und zur Tauschbörse für die Medienfiguren und Sammelkarten. Durch die Produktpalette der Medienmarken entsteht eine allzeit präsente, scheinbar alles umfassende Medien- und Erlebniswelt, die nicht nur während des Computerspielens oder Fernsehens fesselt, sondern den gesamten Alltag begleitet. Dies beginnt bereits im Vorschulalter, wenn man z.b. an mediale Angebote wie Bob, der Baumeister denkt. Dabei sein und dazu gehören Die intensive Beschäftigung mit den medialen Vorlagen macht Kinder und Jugendliche zu Expertinnen und Experten ihrer Fan-Kultur. Sie wissen mehr als die Erwachsenen: Dies trägt dazu bei, ein Stück eigene Welt zu haben und sich so gegenüber der Welt der Erwachsenen abgrenzen und behaupten zu können. Bereits bei jüngeren Kindern wecken die gezielten Marketingstrategien Wünsche nach dem Besitz der beliebten Medienfiguren in allen erdenklichen Formen. Son Goku ist einer der Hauptfiguren in Dragon Ball Z (Bildnachweis: www. dragonballz.de) Ein umfassender Medien- und Konsumverbund, der gerade im Bereich actionhaltiger Medieninhalte zu beobachten ist, unterstützt die Vorlieben für Action-Helden bei den mehrheitlich männlichen Heranwachsenden. Der Medienmarkt umwirbt gerade die Jungen massiv mit immer neuen Angeboten aus dem Action- Bereich und bedient dabei zum einen die Weiterführende Materialien für die pädagogische Arbeit Aufenanger, Stefan / Neuß, Norbert (1999): Alles Werbung oder was? Medienpädagogische Ansätze zur Vermittlung von Werbekompetenz im Kindergarten. Kiel. JFF Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis/Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern (AJ) (Hrsg.): Aufwachsen in Actionwelten. Ein Materialpaket zu gewalthaltigen Spielwelten und Medienverbünden. Darin: Multime-dial und käuflich: Action auf dem Medien- und Konsummarkt. Vermarktungsmodul. München: kopaed. Material zur Thematisierung des Themas Handy in der pädagogischen Arbeit, weiterführende Links und Literatur. Verfügbar unter: de/dateien/material_zum_handy.pdf Vertiefende Literatur mit empirischen Ergebnissen zum Thema: Feil, Christine: Kinder, Geld und Konsum. Die Kommerzialisierung der Kindheit. Weinheim/München: Juventa Verlag. Paus-Hasebrink, Ingrid/ Neumann- Braun, Klaus/ Hasebrink, Uwe/Aufenanger, Stefan (Hrsg.): Medienkindheit Markenkindheit: Untersuchung zur multimedialen Verwertung von Markenzeichen für Kinder. München: kopaed. Wagner, Ulrike/Theunert, Helga/Gebel, Christa/Lauber, Achim (2004): Zwischen Vereinnahmung und Eigensinn. Konvergenz im Medienalltag Heranwachsender. München: Verlag Reinhard Fischer.

17 Schwerpunkt 17 Ihre Besitztümer sind ihnen wichtig und sie sind dementsprechend stolz darauf. Mit zunehmendem Alter spielen für die medialen Vorlieben die Freundinnen und Freunde die Peer Group eine immer größere Rolle: In der Gruppe werden die neuesten Entwicklungen der Fernsehserie diskutiert, Bilder und Karten getauscht und die soeben erworbenen Soundtracks etc. bestaunt. Der Expertenstatus innerhalb der Gruppe bringt zudem soziales Prestige und Anerkennung ein: Hoch angesehen sind jene, die besonders viele Poster, T- Shirts, CDs und Ähnliches zur jeweiligen medialen Vorlage besitzen und immer auf dem aktuellen Stand im Wissen über die Protagonistinnen und Protagonisten sind. Diese Zugehörigkeit zu einer bestimmten Fan-Gemeinde verleiht Sicherheit und macht es scheinbar einfacher, sich selbst zu positionieren. Ausgedrückt wird damit gleichzeitig die Abgrenzung gegenüber anderen Gruppen. Die Medienmarken können damit identitätsstiftende Funktionen übernehmen. Werden den jüngeren Kindern die medialen Begleitprodukte noch von Eltern oder Verwandten gekauft, sind die etwas Älteren zunehmend selbstständig in der Entwicklung ihrer Vorlieben und haben durch die steigende Verfügbarkeit von Taschengeld auch mehr Möglichkeiten, sich selbst auf dem Medien- und Konsummarkt zu bedienen. Das Taschengeld steigt aber nicht immer im gleichen Ausmaß wie die Ansprüche der Heranwachsenden. Es beginnt eine schwierige Gratwanderung zwischen Gewähren und Verbieten der Konsumwünsche, was vor allem in den Familien einiges an Konfliktpotenzial birgt. Das Geschäft mit der Popularität Waren die Helden früher allenfalls auf Sammelbildern oder Stiften anzutreffen, spannen Medien- und Konsumverbünde heutzutage ein regelrechtes Netz, welches Kinder und Jugendliche in eine umfassende Erlebniswelt integrier t. Dieses Geschäft mit Merchandising und Mehrfachvermarktung medialer Angebote boomt allein im deutschsprachigen Raum wurden im Jahr 2001 rund 24 Milliarden Euro umgesetzt. 2 Organisiert wird es von spezialisierten Agenturen, die zwischen Lizenzgebern, den Urhebern von Medienfiguren, und den Lizenznehmern wie z.b. Lebensmittelfirmen oder Spielwarenherstellern vermitteln. Die Agentur verkauft per Lizenz die Urheberrechte an den Lizenznehmer und ist für ihre Vermittlungsarbeit prozentual an Umsatz oder Gewinn beteiligt. Die Lizenzgeber und Lizenznehmer profitieren voneinander in mehrfacher Hinsicht. Für den Lizenznehmer überträgt sich das positive Image bzw. die Popularität einer Figur auf sein Produkt (den Joghurt, die Zahnbürste, das PC-Spiel...), wodurch so das Kalkül die Verkaufszahlen gesteigert werden. Der Lizenzgeber seinerseits verdient am Verkauf der Rechte und zusätzlich profitiert er vom guten Image des Lizenznehmers, das auch auf sein Produkt positiv zurückwirkt. 3 Besonders gut läuft das Geschäft für beide Seiten, wenn die vermarkteten Figuren bereits bei Kindern und Jugendlichen bekannt und populär sind. Das Geschäft mit den Lizenzen Aber nicht nur Mehrfachvermarktung medialer Angebote ist von Bedeutung, der Verkauf von Unterhaltungselektronik ist ebenfalls ein lohnendes Geschäft: Insbesondere mobile Geräte wie mp3-player, Handys und zur Zeit hochaktuell die Playstation portable (PSP) stehen gerade bei jugendlichen Konsumentinnen und Konsumenten hoch im Kurs und sind für die Produzenten ein Geschäft. Z.B. beschert der Verkauf des wohl bekanntesten mp3-players, der ipod, seinem Produzenten Apple inzwischen mehr Umsatz als der Verkauf von Computern (1,7 Mrd. Dollar zu 1,57 Mrd. Dollar Umsatz von Januar bis März 2006). Der Erfolg der Mehrfachvermarktung und der Boom der Unterhaltungselektronik ist auch deshalb möglich, weil die Heranwachsenden von heute zu einem interessanten Wirtschaftsfaktor geworden sind. Und das sogar in doppeltem Sinne: Sie verfügen zum einen über eigenes Taschengeld und sind damit, zumindest zu einem kleinen Teil, in ihren Kaufentscheidungen von den Eltern unabhängig. Zum anderen wird ihnen eine gewisse Marktmacht von den Unternehmen und vor allem Marktforschungsinstituten zugestanden 4, denn die Heranwachsenden entscheiden mit, was gekauft wird, und haben damit Einfluss auf die Kaufentscheidungen ihrer Eltern. Als die Verbraucher von morgen werden die Heranwachsenden nur allzu gerne umworben, denn die frühe Bindung an ein Produkt bedeutet, dass man ihm auch später gerne treu bleibt. Schlussfolgerungen Aus der Sicht (medien-)pädagogischer Forschung und Praxis ergeben sich in diesem recht komplexen Themenfeld neue Fragestellungen, die es zu bearbeiten gilt: Aus qualitativen medienpädagogischen Studien ist recht umfangreiches Wissen zum Umgang mit medialen Inhalten durch Heranwachsende vorhanden, z.b. zu ihren Vorlieben in Fernsehen und Computerspielen, zu ihren bevorzugten Tätigkeiten an Computer und im Internet und zur Bedeutung, die Protagonistinnen und Protagonisten aus Film und Fernsehen in ihrem Alltag spielen. Im Bereich der Medienerziehung, insbesondere zum Fernsehen, liegen dazu auch recht umfangreiche Materialien vor, um eine Reflexion des eigenen Medienumgangs anzuregen. Recht wenig fundier tes Wissen liegt hingegen zur Beschäftigung mit Medienthemen über Konsumartikel und Spielzeug vor. Um im pädagogischen Alltag angemessen mit den Bedürfnissen und Anliegen Heranwachsender umgehen und die mediatisierten Lebenswelten Heranwachsender verstehen zu können, ist dieses Wissen jedoch die Voraussetzung. Nur wenige Studien berücksichtigen bis dato allerdings die Frage nach der Verzahnung von Medien- und Konsumwelten. Den relativ neuen Phänomenen im Bereich der mobilen Mediennutzung wird hingegen hauptsächlich aus der Perspektive von Konsumerziehung und Jugendschutz Beachtung geschenkt. Das Thema Handy steht dabei zur Zeit im Mittelpunkt des Interesses. Notwendig wäre auch hier aus medienpädagogischer Sicht, zunächst eine fundierte empirische Basis zu schaffen, die der Verankerung solcher Medien in den Lebenswelten Heranwachsender nachgeht. Darauf aufbauend müssten bestehende Konzepte für die Bearbeitung dieser Themen in der pädagogi-schen Praxis auf ihre Tauglichkeit und Angemessenheit überprüft bzw. weiterentwickelt werden. Ulrike Wagner, JFF 1 Programmberatung für Eltern (Hrsg.): FLIMMO. fernsehen mit kinderaugen, Nr. 3/2002 S Abrufdatum Aufenanger, Stefan/Neuß, Norbert (1999): Alles Werbung oder was? Medienpädagogische Ansätze zur Vemittlung von Werbekompetenz im Kindergarten. Kiel. 4 So zeigt die KidsVerbraucherAnalyse 2002 (verfügbar unter : dass 6- bis 12-Jährige insgesamt nimmt man Taschengeld, Sparguthaben, Geldgeschenke zusammen über eine Summe rund von 5 Milliarden Euro in Deutschland verfügen. Kinder und Jugendliche als Konsumenten

18 18 Schwerpunkt Kinder und Jugendliche als Konsumenten Interview Mein Gürtel kostet soviel wie dein Kleiderschrank Judith Reuter (18) ist Schülerin der 11. Klasse am Gymnasium Gröbenzell, Sebastian Wenz (19) besucht die 12. Jahrgangsstufe des Elsa-Brändström-Gymnasiums in München-Pasing. Gecko Wagner hat sie nach ihrer Kleiderauswahl für die Schule, dem Markenkult der Mitschüler und ihrem Standpunkt zur Schuluniform gefragt. Wann klingelt bei Euch unter der Woche der Wecker? Judith: Halb sieben. Und spätestens um 7 steh ich auf. Sebastian: Viertel vor sieben. Aber meist schaff ich s erst um 20 nach sieben wirklich raus. Und wann müsst Ihr aus dem Haus? Judith: Um viertel vor acht. Sebastian: Fünf nach halb acht. Wann in dieser Zeit entscheidet Ihr, was Ihr an diesem Tag anzieht? Judith: Spontan, kurz nach dem Aufstehen, wenn ich vor meinem Kleiderschrank stehe. Sebastian: Mein Kleiderschrank liegt auf dem Weg zwischen meinem Bett und der Dusche. Ich habe also etwa drei Schritte lang Zeit, es mir zu überlegen. Die Hose liegt meist am Boden, ich hab eh nur zwei. Im Schrank sind Socken, Shorts, T- Shirts. Und Pullis. Bei zwei Hosen dauert das Überlegen nicht so lange. Ist bei Dir die Auswahl größer, Judith? Judith: Nicht viel, ich habe etwa drei, vier Hosen. Ist Euch also nicht sehr wichtig, was Ihr anzieht? Judith: Das würde ich nicht sagen... Sebastian:...nee, stimmt nicht. Judith: Ich habe meine Lieblingssachen, die sehen gut aus, finde ich. Und die ziehe ich an. Die drei Hosen gefallen mir auch gut. Sebastian: Ich habe zwei Jeans, die kann man gut kombinieren. Außerdem zwei Paar Schuhe, da bleibt nur die Frage nach T-Shirt und Pulli. Aber das ist wichtig. Und was ich im Schrank habe, gefällt mir auch. Seid Ihr im Vergleich zu Euren Mitschülern eher schlechter angezogen oder eher besser? Judith: Schwierig zu sagen. Ich denke, ich bin ein Zwischending. Es gibt ja immer diese Modeopfer, die wirklich alles anhaben, was gerade in die Läden kommt und andere, die sich darum nicht scheren. Ich geh schon mit der Mode mit, aber es gibt Wichtigeres. Sebastian: Kommt drauf an. Wenn ich abends weggehe, ziehe ich gern was Schickeres an. Aber in der Schule würd ich mich zu einer bodenständigen Fraktion zählen. Es gibt immer welche, die Akzente setzen sei es in Richtung meinen Pulli könntest du als Zelt benutzen oder nach dem Motto mein Gürtel kostet so viel wie dein Kleiderschrank. Und manche zeigen mit ihrer Kleidung, dass noch ihre Mama einkaufen geht. Es gibt immer welche, über die man lästert......weil sie besonders schick oder besonders schlecht angezogen sind? Judith:...das ist egal, das trifft beide. Sebastian: Wenn einer mit der Hose auf Halbmast rumläuft und man sieht schon das untere Ende der Shorts, dann sag ich Oh Gott. Aber auch das andere Extrem fällt durch. Bei einem Abistreich vor zwei Jahren hat jemand mit einer geschüttelten Colaflasche rumgespritzt, das ist bei Abistreichen eigentlich normal. Und die Cola-Fontäne hat eine erwischt, die sofort zum Rektor gerannt ist, weil ihre Hose 300 Euro gekostet hat. Da dachte ich nur: selber Schuld, Mädel! Fotos: Gecko Wagner Seht Ihr bei Euren Mitschülern an der Kleidung, wer Geld hat? Judith: An meiner Schule ist es bei manchen auf jeden Fall so. Es gibt ein paar Exemplare, die extrem die Marken raushängen lassen, denen sieht man wirklich an, dass sie Kohle haben. Aber es gibt auch andere, die schon immer in No-Name-Klamotten rumlaufen, auch wenn sie sich anderes leisten könnten. Sebastian: Bei uns ist das schwer zu sagen. Ich sehe Leute, die viel Wert auf ihr Äußeres legen. Aber ob einer eine Gucci- Brille für 300 Euro oder die Fälschung für 30 Euro trägt, das erkenne ich gar nicht. Was mir dagegen richtig auffällt sind diese Polo-Ralph-Lauren-Shirts, die 50 oder 60 Euro kosten, mehr als Lacoste. Wer so viel für ein normales Shirt zahlt, will damit auch was ausdrücken. Judith: Es ist nicht so sehr die Frage, ob man Geld hat, sondern ob man s raushängen lässt.

19 Schwerpunkt 19 Sebastian: Ich kaufe auch gern teuer ein. Meine Hose von Wesc hat 80 Euro gekostet. Ich finde das nicht übertrieben. Dafür kaufe ich nicht so viele Sachen. Wo ist dann der Unterschied zwischen Dir und anderen, die auch gern teuer einkaufen? Sebastian: Zum Beispiel das erwähnte Polo-Shirt: Wenn es mir gefallen würde, würde ich mir schon eines kaufen. Judith: Aber eben nur eines - andere haben das in allen Regenbogenfarben! Sebastian: Ich dagegen habe meine Hose jetzt seit knapp zwei Wochen an. Kleidung ist für mich ein Gebrauchsgegenstand. Was sagt Ihr zu einheitlicher Kleidung in der Schule? Judith: Ich kenne Schuluniformen von einem England-Austausch. Ich fand das einfach super. Durch die Schuluniform hatte ich das Gefühl, es gehören alle zusammen. Außerdem war s natürlich auch witzig, weil wir deutschen Austauschschüler sofort aufgefallen sind. Aber es hat mich beeindruckt, das alle das Gleiche anhatten. Ich kannte das vorher nicht. Wie sah die Uniform aus? Judith: Einheitlich schwarze Hose, bei den Mädels wahlweise auch schwarze Röcke. Dazu ein weißes Hemd und drüber der Schulpulli mit Schulemblem, außerdem eine schwarz-rot gestreifte Krawatte. Könntest Du Dir vorstellen, auf eine Schule mit Uniform zu gehen? Judith: Ich hätte damit jedenfalls kein Problem! Bis auf die Krawatte - die hat in meiner Austauschschule Mädels wie Jungs sehr genervt. Ansonsten war es aber eine sehr angenehme Schuluniform ohne farbliche Zumutungen. Wie schaut s bei Dir aus, Sebastian? Sebastian: Ich kenn Schuluniformen auch von einem England-Austausch. Aber an meiner Austauschschule war alles viel strenger: Jungs wie Mädels mussten im Anzug rumlaufen, bei den Mädels war s der Skirt, also ein Rock und auch Krawatte, weißes Hemd, Jackett. Die mussten auch beim Sport einheitlich weiße Shorts und T-Shirts tragen. Ich hatte das Gefühl, dass die Schüler es sehr anstrengend finden. Selbst die Frisur war reglementiert, Haare mit Gel waren verboten. Judith: Wie - durften die gar kein Gel hernehmen? Sebastian: Hernehmen schon, aber Haare aufstellen und alles wildere war verboten. Ich hatte damals einen Mörder- Igel auf dem Kopf. Das hätte sich keiner der dortigen Schüler erlauben dürfen. Judith: Die Schule, an der ich war, war viel entspannter. Einer dort hatte eine ganz stachelige Frisur, das hat keinen gestör t. Auch die Schuluniform war echt human, die Schuhe konnten sie sich auch selbst aussuchen, solang es dunkle waren. Was hatten Eure Austauschpartner nach der Schule an? Sebastian: Die waren richtig heiß drauf, aus den Klamotten rauszukommen. Nach der Schule waren die Modeerscheinungen viel extremer ausgeprägt als bei uns. Das heißt? Sebastian: Weil sie bei der Kleiderwahl in der Schule sehr eingeschränkt waren, haben sie s danach um so mehr krachen lassen. Gammel-Look oder Schickimicki gibt s auch bei uns. Aber dort sah Gammel-Look aus wie bei uns jemand unter der Isarbrücke und Schick ging schon in Richtung P1, da liefen die Mädels mit Louis-Vuitton-Taschen herum. Judith: Das kann ich von meiner Schule nicht bestätigen. Vermutlich, weil s nicht so krass geregelt war. Die haben sich am Nachmittag schon auch aufgebrezelt, vielleicht auch mehr als wir. Aber trotzdem im Rahmen. Was wäre für Euch der größte Vorteil einer Schuluniform? Judith: Ich glaube, dass man von den Leuten in der Schule nicht so in eine Schublade gesteckt würde. Wer privat rumläuft wie ein Assi würde nicht von der ganzen Schule wie ein Assi betrachtet. Das ist etwas anderes, wenn du zuhause oder mit deinen Freunden zusammen bist. Die stempeln dich nicht so schnell ab, weil sie dich kennen, so wie du bist. In der Schule lernst du dagegen viele nicht wirklich kennen, sondern gehst an ihnen vorbei und machst dir dabei schon ein Bild von ihnen. Ihr habt ja vorhin selbst gesagt: Andere werden wegen ihres Aussehens gemobbt... Sebastian: Moment: verarscht - nicht gemobbt. Wenn die, die sich richtig schick und teuer anziehen, jemanden sehen, der auf Assi macht, dann kommentieren die es halt, weil es nicht ihr Ding ist. Und umgekehrt genauso. Also alles ganz normal? Sebastian: Jedenfalls ist es nicht so, dass drei Leute sich ausgefallen kleiden und dafür von den anderen 80 in der Kollegstufe gemobbt würden. Kleidung gehört zum persönlichen Ausdruck und wenn du dich nicht in eine Schublade stecken lassen willst, dann kannst du dich auch entsprechend anziehen. Aber wenn du damit kein Problem hast, kannst du dich ebenfalls entsprechend anziehen. Oder gerade, wenn du in eine Schublade willst! Egal ob du zeigen willst, du hast Geld oder du bist Anti: All das kannst du durch deine Kleidung zeigen. Und deshalb gehört es zu deinen Ausdrucksmöglichkeiten. Bei uns wird keiner wegen seinem Äußeren gemobbt. Deshalb wäre es übertrieben, alle in Uniformen zu stecken. Ihr seid beide volljährig. Aber es gibt auch eine Zeit, vielleicht mit 13, 14, wo es ungeheuer wichtig ist, was andere über einen denken. Würde eine Schuluniform nicht da den Druck rausnehmen? Motto: Mit der falschen Marke gehörst Du nicht dazu? Kinder und Jugendliche als Konsumenten

20 20 Schwerpunkt Kinder und Jugendliche als Konsumenten Judith: Die Leute, die besonders schick oder schlabbrig aussehen wollen, dürfen das. Das Problem haben eher Leute, die gern bestimmte Klamotten kaufen würden, sich das aber nicht leisten können. Sebastian: Na ja...mittlerweile ist das nicht leisten können doch nicht mehr das Problem. Oder nur dann, wenn alles ganz schick und alles Marke sein muss. Aber bei H&M bekommt inzwischen jeder schicke Sachen, die nicht mehr kosten als im No-Name-Laden. Judith: Aber die Markengeilheit ist ja das Problem. In meiner ehemaligen Tutorenklasse hat sich eine Gruppe rausgebildet, die wie die derbsten HipHopper rumläuft, mit dem Karl-Kani-Zeugs. Einfach nur krass, echt heftig. Die sind in der sechsten, aber laufen rum wie die Allercoolsten. Da denk ich mir bei manchen aus deren Klasse: Sie würden auch gern, wenn sie es sich leisten könnten. Und warum? Weil sich fünf Leute nur mit ihrem Klamotten-Style rausheben wollen. Das regt mich richtig auf, das ist total Scheiße! Angenommen, nach dem Handy- und MP3-Player-Verbot kommt eine Schuluniform in Bayern. Was könntet Ihr akzeptieren und wo wäre die Schmerzgrenze? Judith: Meine Schmerzgrenze wäre auf jeden Fall Bastis Erlebnis mit der Anzugpflicht und für Mädels vorgeschriebene Röcke. Aber so wie an meiner Austauschschule wär ich sofort dabei: Normale schwarze Hose, Schulpulli, fertig. Über die Krawatte ließe sich noch streiten. Als Austauschschülerin habe ich keine Uniform bekommen, leider. Ich hätte es gern ausprobiert! Ich denke, man kann einen Mittelweg finden, mit dem alle zufrieden sind. Sebastian: Mir wäre es wichtig, dass sie alltagstauglich ist. Ich bin mit dem Fahrrad in der Schule und fahr anschließend oft gleich in die Stadt. Wenn ich da einen Anzug anhabe, bei dem das Jackett nicht knittern darf, dann müsste ich es abends waschen und bügeln und das täglich vergiss es. Nach der Schule muss ich damit noch was unternehmen können. Dann wäre Uniform für Dich in Ordnung? Sebastian: Nur zur Not. Mich überzeugen die Argumente einfach nicht. Der wichtigste Punkt ist doch Antidiskriminierung, das finde ich auch im Prinzip gut. Allerdings hatte ich in England den Eindruck, dass sich die Schulen untereinander durch die Uniform profiliert haben. Da gibt s die einen mit schwarzer Hose und weißem Shirt und die andere mit maßgeschneiderten Anzügen - da heißt s doch gleich wieder wir sind viel cooler und reicher als ihr. Die Neidfrage wird also nicht mehr zwischen Klassen, sondern zwischen Schulen gestellt. Das kann s doch auch nicht sein! Mode ist Ausdruck der Persönlichkeit und sollte daher nicht beschränkt werden. Judith: Ich finde, die Mode, die zum Individuum gehört, kann man genauso gut am Nachmittag tragen, wenn man mit seinen Freunden unterwegs ist. Mir würde nichts fehlen. Taschengeldempfehlungen Grundsätzliches zum Taschengeld Rein rechtlich gesehen gibt es keinerlei Rechtsansprüche des Jugendlichen auf Taschengeld und somit auch keine Verpflichtung für die Eltern Taschengeld zu zahlen. Oft wird vom Taschengeld-Paragraphen gesprochen - den gibt es in diesem Sinne nicht. Es gibt wohl einen Paragraphen ( 110 BGB), der sich mit Taschengeld als solches befasst. Dieser bezieht sich aber nur auf die beschränkte Geschäftsfähigkeit von Jugendlichen in Bezug auf (Kauf-) Verträge. Grundsätzlich dürfen Jugendliche ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters solche Verträge abschließen, wenn sie die finanziellen Verpflichtungen mit dem Taschengeld erfüllen können. Im Regelfall ist das ein Kauf von kleineren Gütern in Geschäften. Der Gesetzgeber möchte also die Eltern nicht dazu verdonnern Taschengeld zu Wie viel für wen? Alter Durchschnitt unter 6 Jahren 0,50 e / Woche 6 1,50 e / Woche 7 2,00 e / Woche 8 2,00 e / Woche 9 2,50 e / Woche 10 12,00 e / Monat 11 14,00 e / Monat 12 17,00 e / Monat 13 20,00 e / Monat 14 22,50 e / Monat 15 24,50 e / Monat 16 30,00 e / Monat 17 36,50 e / Monat 18 59,00 e / Monat zahlen, hält es aber durchaus für wünschens- und empfehlenswert, dass Taschengeld gezahlt wird. Unten stehende Tabelle ist eine Orientierungshilfe, aber auch hier gilt letztendlich die elterliche Selbstbestimmung in Abhängigkeit zu den wirtschaftlichen Verhältnissen jeder einzelnen Familie. Die Durchschnittswer te wurden aus den Quellen Eltern for Family, www. familienforschung.de, tagegeld.htm, Stadtjugendamt München, aus der Zeitschrift BRAVO, den Empfehlungen des Kinderschutzbundes und dem Jugendpressedienst berechnet. Quelle:

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