IBERO-AMERIKA VEREIN 1. Brasilien

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1 IBERO-AMERIKA VEREIN 1 Brasilien Brasilien: Bruttoinlandsprodukt BIP-Wachstum 2004 (Zentralbank, vorläufig) 5,0 % Prognose Zentralbank für ,0 % Prognose Industriedachverband CNI für ,7 % Zentralbankumfrage 80 Finanzinstitute und Beratungsunternehmen für 2005 % BIP-Wachstum ,5 % Brasilien: Industrieentwicklung Industrieproduktion November 2004 (Statistikinstitut IBGE) 8,1 % Industrieproduktion Januar-November 2004 (IBGE) 8,3 % Industrieumsätze November 2004 (Industriedachverband CNI) 11,1 % Industrieumsätze Januar-November 2004 (CNI) 15,0 % Prognose CNI für Industrieproduktion ,5 % Bruttoanlageninvestitionen Januar-September 2004 (IBGE) 11,8 % Industrieproduktion 2003 (IBGE) - 0,1 % Brasilien: Handelsbilanz (Quelle: Ministério do Desenvolvimento) Jahr 2004 Vergleich zu 2003 Export Dezember US$ 9,194 Mrd 30,0 % Export Gesamtjahr US$ 96,475 Mrd 32,0 % Import Dezember US$ 5,694 Mrd 36,0 % Import Gesamtjahr US$ 62,779 Mrd 30,0 % Handelsbilanzsaldo Gesamtjahr US$ 33,696 Mrd 35,9 % Wirtschaftsliberalisierung Finanzminister Antônio Palocchi gab Ende Januar 2005 die Absicht seiner Regierung bekannt, dem Kongreß einen Gesetzesentwurf für die Privatisierung des staatlichen brasilianischen Rückversicherungsinstitutes IRB vorzulegen. Das wäre das erste große Privatisierungsprojekt der Regierung Lula da Silva, der damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes weiter verbessern will. Ende Dezember 2004 gaben sowohl die Abgeordnetenkammer als auch der Senat Brasiliens dem Regierungsprojekt der öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) ihre Zustimmung. Noch am ratifizierte Präsident Lula da Silva das Gesetzesprojekt. Das neue Instrument der PPP ist als eine Alternative zu rein öffentlichen Investitionen im Infrastruktursektor gedacht. PPP-Verträge können eine Laufzeit bis zu 35 Jahren haben. In der Regel müssen sich private Partner mit mindestens 30 % der Finanzierung beteiligen, um die Vorteile einer öffentlich-privaten Partnerschaft nutzen können. Dazu gehört u.a. ein Garantiefonds, der im Falle der Zahlungsunfähigkeit eines öffentlichen Auftraggebers der PPP einspringt. Die ersten Ausschreibungen im Rahmen des neuen Instrumentariums werden nach Ablauf der Frist von 90 Tagen nach der Ratifizierung durch den Präsidenten erwartet. Die Regierung erhofft sich von dieser Teil- Liberalisierung im Bereich der öffentlichen Investitionen eine verstärkte Beteiligung der Privatsektors an Infrastrukturprojekten. Nach Angaben des brasilianischen Infrastruktur- und Basisindustrieverbandes Abdib liegt der jährliche Investitionsbedarf Brasiliens im Infrastrukturbereich bei mindestens US$ 20 Mrd. Mercosur-Beschlüsse Mitte Dezember 2004 fand in der brasilianischen Stadt Ouro Preto der 27. Mercosur-Gipfel statt. Dabei wurden Venezuela, Ecuador und Kolumbien als neue assoziierte Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft bestätigt, die somit nunmehr den gleichen Status genießen wie Chile, Bolivien und Peru. Weiterhin wurde die Eliminierung der Mehrfachverzollung importierter Waren beschlossen. Bisher mußte nach dem Import über den Hafen eines Mercosur-Mitgliedslandes ein zweites Mal Importzoll entrichtet werden, wenn die Ware in ein anderes Mercosur-Mitgliedsland weitertransportiert wurde. In der Praxis dürfte sich dieser Beschluß vorerst noch schwer verwirklichen lassen, da die Zollbehörden der Mercosur- Mitgliedsländer bisher nicht online vernetzt sind. Die Regierungsbe-

2 2 IBERO-AMERIKA VEREIN schaffungen wurden innerhalb des Mercosur weiter liberalisiert. Nunmehr können argentinische und brasilianische Unternehmen ohne Einschränkung an den jeweiligen öffentlichen Ausschreibungen des anderen Landes teilnehmen. Weiterhin wurde ein neuer Strukturintegrationsfonds geschaffen, der allerdings erst einmal nur mit US$ 80 Mio ausgestattet wurde. Auch eine Liste der Integrationsprojekte wurde noch nicht verabschiedet. Schließlich wurde eine Kommission zur Vorbereitung der Schaffung eines gemeinsamen Parlaments gegründet. Geplant ist, daß das Mercosur- Parlament seine Tätigkeit spätestens am aufnimmt. - Dagegen war es im Rahmen dieses Gipfels nicht gelungen, die grundsätzlichen Probleme zwischen Argentinien und Brasilien hinsichtlich des freien Zugangs brasilianischer Industrieprodukte auf den argentinischen Markt auszuräumen. Im Rahmen eines informellen Treffens während des Davos-Forums vereinbarten Präsident Lula da Silva und Kommissionspräsident Durão Barroso die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen der EU und dem Mercosur. Geplant sei, die gemeinsame Feihandelszone bis Ende des Jahres 2005 unter Dach und Fach zu haben. Hohes Wirtschaftswachstum Nach vorläufigen Angaben der brasilianischen Zentralbank nahm das Bruttoinlandsprodukt Brasiliens im Jahr 2004 um 5 % zu. Getragen wurde dieses Wachstum sowohl von einem starken Anstieg der Exporte um 32 % als auch von einer deutlichen Erholung des Binnenmarktes, was sich u.a. auch in der fast ebenso starken Zunahme der Importe widerspiegelte. Als Resultat der gestiegenen Nachfrage im Export und auf dem Binnenmarkt legte die Industrieproduktion um mindestens 8 % zu. Die Umsätze des Industriesektors gingen sogar um 11 % in die Höhe. Die Kapazitätsauslastung der Industrie erreichte 83 % und die Produktivität legte um 5,3 % zu. Bei einer Unternehmer-Umfrage der Getúlio-Vargas-Stiftung wurde die höchste Optimismus-Rate seit 1969 registriert. - Auch die Attraktivität Brasiliens für die ausländischen Unternehmen war steil angestiegen, wie das der Rekordzustrom ausländischer Direktinvestitionen von US$ 18,166 Mrd bewies. Nach Angaben der Zentralbank war dies ein Zuwachs um 79 % gegenüber dem Vorjahr. - Der Rekord-Handelsbilanzüberschuß von US$ 33,7 Mrd trug dazu bei, den Überschuß in der Leistungsbilanz auf US$ 11,7 Mrd ansteigen zu lassen. Das war der höchste Stand seit dem Jahr Die ordentlichen Steuereinnahmen erhöhten sich um 10,6 %; gleichzeitig waren die Devisenreserven auf US$ 52,724 Mrd angestiegen. Die Regierung nutzte die Mehreinnamen u.a. dazu, die Auslandsverschuldung um rund US$ 10 Mrd auf US$ 202,2 Mrd zu verringern. Die Relation öffentlicher Auslandsschuld zum BIP verringerte sich gleichzeitig von 57,2 % Ende 2003 auf 52 %. - Die Zahl der Arbeitsplätze in der Industrie nahm um 3,6 % zu. Dieses Ergebnis trug dazu bei, die offizielle Arbeitslosenrate in den größten Städten des Landes um 1,3 Prozentpunkte auf 9,6 % zurückgehen zu lassen. Das Realeinkommen der abhängig Beschäftigten stieg gleichzeitig im Durchschnitt um 1,9 % an. - Der Regierung war es allerdings nicht gelungen, das Inflationstempo in der gewünschten Weise zu verringern: Sie blieb mit 7,6 % deutlich über der Zielvorgabe von 5,5 %. Insgesamt dürfte Brasilien mit diesen Rekordergebnissen etwas weniger anfällig gegenüber Verschlechterungen des externen Umfelds geworden sein. Für das laufende Jahr erwartet die Zentralbank einen BIP-Zuwachs von 4 %. Der Industriedachverband CNI geht mit einer Prognose von 3,7 % von einem ähnlich hohen Wirtschaftswachstum aus. - Die Handelsbilanz wies im Januar 2005 einen Überschuß von US$ 2,2 Mrd auf. Real- und Börsenstärkung Im Jahr 2004 nahm der Wert der brasilianischen Landeswährung gegenüber dem US-Dollar wie bereits im Vorjahr wieder zu und erreichte einen Wechselkurs von R$ 2,654. Das bedeutet eine Abwertungsrate des US-Dollars um 8,5 %, die damit um die Hälfte unter der des Jahres 2003 blieb. - Der Bovespa-Index der Börse São Paulo legte um 17,8 % auf Punkte zu und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Allerdings blieb auch diese Zunahme deutlich unter der des Vorjahres von 97 %. Außerdem nahm Brasilien im regionalen Vergleich einen der hinteren Plätze ein. Der Zustrom ausländischer Investitionen an die brasilianische Börse ging ebenfalls zurück: Während sich der Saldo im Vorjahr um R$ 7,494 Mrd erhöht hatte, waren es im Jahr 2004 nur R$ 1,803 Mrd. - Im Januar 2005 mußte die Zentralbank mehrere Male auf dem Devisenmarkt intervenieren, um eine weitere Aufwertung des Real zu verhindern. Bis zum stieg der Wechselkurs der Landeswährung gegenüber dem US-Dollar auf R$ 2,61 an. Der Bovespa-Index der Börse São Paulo ging gleichzeitig im Januar um 7 % auf Punkte zurück. Bei dieser Entwicklung hatten Gewinnmitnahmen, die kräftige Erhöhung des Eckzinssatzes Selic, die Ankündigung der Zentralbank über eine Beibehaltung der Hochzinspolitik und die Erwartung eines Zinsanstiegs in den USA die Hauptrolle gespielt. Brasilien: Inflation 2004 Quelle: IBGE Januar 0,76 % Februar 0,61 % März 0,47 % April 0,37 % Mai 0,51 % Juni 0,71 % Juli 0,91 % August 0,69 % September 0,33 % Oktober 0,44 % November 0,69 % Dezember 0,86 % Gesamtjahr 7,60 % Inflation ,30 % Anleihen-Emissionen Das Volumen der auf den ausländischen Finanzmärkten plazierten Anleihen verringerte sich zwar 2004 gegenüber dem Vorjahr mit nur noch US$ 10 Mrd fast auf die Hälfte; damit nahm aber Brasilien in Lateinamerika knapp vor Mexiko weiterhin den Spitzenplatz ein. Das Vertrauen der Anleger hatte trotzdem zugenommen, was sich im Rückgang des Risikoaufschlages auf brasilianische Auslandsanleihen um rund

3 IBERO-AMERIKA VEREIN 3 80 Punkte auf 382 Punkte widerspiegelte. Der Kurswert des C- Bonds und des Global 40 hatten im vergangenen Jahr kräftig zugelegt. Am konnte die brasilianische Regierung eine Anleihe über 500 Mio auf dem europäischen Finanzmarkt plazieren. Die Laufzeit liegt bei 10 Jahren und die Rendite bei 7,55 % p.a. Ende Januar folgte eine weitere Emission über US$ 1,25 Mrd mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einer Rendite von 8,90 %. Die Nachfrage hatte in diesem Fall das ursprüngliche Angebot von US$ 1 Mrd um das vierfache überstiegen, so daß sich die Regierung zur Aufstockung entschied. Leitzinserhöhung Der währungspolitische Rat der brasilianischen Zentralbank (CO- POM) verfügte am eine weitere kräftige Anhebung des Eckzinssatzes Selic um 0,5 Prozentpunkte auf 18,25 % p.a. Damit nimmt Brasilien im weltweiten Ranking den Spitzenplatz ein. Die Verbände der Industrie und des Handels kritisierten diese Entscheidung als unmittelbare Konjunkturbremse. Die Zentralbank antwortete darauf mit dem Argument, daß das hohe Inflationstempo ihr keine andere Wahl gelassen habe. Sie werde außerdem ihre Geldpolitik nicht lockern, solange die Inflationserwartung für 2005 die Zielmarke von 5,1 % übersteigt. Der Industrieverband des Bundesstaates São Paulo (FIESP) nahm diese Bemerkung nicht unwidersprochen hin. Durch ihre exzessive Ausgabenpolitik sei die brasilianische Regierung hauptverantwortlich für das hohe Inflationstempo. Die Erhöhung der öffentlichen Dienstleistungstarife (Strom, Telefon, Benzin usw.) seien an der Inflation des Jahres 2004 mit 40 % beteiligt gewesen. Obwohl der Eckzinssatz der Zentralbank dem Markt als Leitlinie dient, erheben Banken und Finanzierungsgesellschaften weit höhere Zinsen auf Darlehen, Sonderschecks und Ratenkäufe. Kredite 1. genehmigt Weltbank: US$ 4,8 Mrd für ein Projekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den ländlichen und städtischen Gebieten des brasilianischen Bundesstaates Amapa. Projektträger: Agência de Desenvolvimento do Amapa, Fax: / EU: 22 Mio zur Förderung der Internationalisierung brasilianischer KMU. Projektträger: Europäische Kommission, Tel / , Rafael Muñoz 2. beantragt: Interamerikanische Entwicklungsbank: US$ 1,5 Mio für die nachhaltige Entwicklung der Region des Uruguay-Flusses, US$ 0,69 Mio für die Verwirklichung des Women's World Banking Program, in dessen Rahmen Kleinkredite an selbständige Frauen vergeben werden, und US$ 1,2 Mio für die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit sozialverantwortlicher kleiner und mittelständischer brasilianischer Unternehmen. Kontaktanschrift: Banco Interamericano de Desarrollo, Fax: / Global Environment Facility/Weltbank: US$ 7 Mio für die Wiederherstellung der Riparia- Wälder im Bundesstaat São Paulo. Projektträger: Ministério de Meio Ambiente, Fax: / Unternehmen Volkswagen do Brasil hat Investitionen von umgerechnet US$ 37 Mio in die Umstellung der Produktionslinie der Fabrik São Bernardo für die Fertigung des Modells Fox Europa angekündigt. Dieser Pkw soll ausschließlich nach Europa exportiert werden. Das Modell Fox für den brasilianischen Binnenmarkt wird bereits in der Fabrik in Paraná produziert. Die Anglo American Plc. will in den nächsten zwei Jahren US$ 1 Mrd in Brasilien investieren, um die Produktion von Nickel, Gold und Industriephosphaten zu steigern. Die brasilianische Großbank Itaú konnte Mitte Januar eine Anleihe über US$ 125 Mio mit einer Laufzeit von drei Jahren und einer Rendite von 4,5 %auf den internationalen Finanzmärkten plazieren. Ursprünglich sollte die Anleihe nur ein Volumen von US$ 50 Mio haben. Die Nachfrage war aber so groß, daß man sich zur Aufstockung entschied. Bradesco erzielte 2004 einen Gewinn nach Steuern von R$ 3,06 Mrd. Das waren 33 % mehr als im Vorjahr. Außerdem ist dies ein neuer Rekord in der Geschichte der Bank. Anfang Februar 2005 gelang es der Bank, eine Anleihe von US$ 100 Mio mit einer Laufzeit von 3 Jahren und einer Rendite von 4,5 % auf den internationalen Finanzmärkten zu plazieren. Der anfänglich geplante Emissionsbetrag von US$ 50 Mio war auf Grund der hohen Nachfrage verdoppelt worden. Die brasilianische Gerdau- Gruppe will bis zum Jahre 2007 ihre Stahlerzeugung im Bundesstaat Rio de Janeiro mit Investitionen von US$ 1,4 Mrd ausbauen. Ein Teil dieser Summe ist für die Errichtung eines neuen Werkes für Kfz-Teile bestimmt. - Im Jahr 2004 erzielte Grupo Gerdau einen Rekordgewinn von R$ 3,24 Mrd, d.h. 158 % mehr als im Vorjahr. Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer erhielt einen Großauftrag von der USamerikanischen Republic Airways, der sofort nach Bekanntgabe den Kurs seiner Aktien um 4 % ansteigen ließ. Republic Airways erwarb 16 neue Düsenflugzeuge des Modells 170 für eine Gesamtsumme von US$ 400 Mio. Darüber hinaus unterzeichnete das Unternehmen eine Kaufoption für weitere 34 Flugzeuge des gleichen Typs. Der gesamte Auftragswert könnte somit auf US$ 1,5 Mrd ansteigen. - Ein Konsortium unter Führung von Embraer, dem auch die europäische EADS angehört, gewann die Ausschreibung für die Über-

4 4 IBERO-AMERIKA VEREIN nahme von 65 % des Kapitals am portugiesischen Hersteller von Luftfahrtprodukten OGMA. Die größte Supermarktkette Brasiliens, CBD, der auch Pão de Açúcar gehört, konnte das Jahr 2004 mit einem Zuwachs des Gewinns nach Steuern um 16,3 % auf R$ 12,6 Mrd abschließen. Aracruz Celulose meldete einen Anstieg seines Nettogewinns im vergangenen Jahr um 23 % auf R$ 1,07 Mrd. Der Bergbauriese Vale do Rio Doce will aufgrund der guten Entwicklung des Unternehmens seinen Aktionären im Jahr 2005 mindestens US$ 1 Mrd zukommen lassen. Das bedeutet, daß pro Aktie ein Gewinn von US$ 0,87 ausgeschüttet werden wird. Dieser Betrag liegt um 28 % über der tatsächlichen Ausschüttung des vergangenen Jahres und um 82 % über der Ankündigung vom Januar Marcopolo, der rein brasilianische Autobushersteller aus Caxias do Sul, erhielt Ende Januar 2005 den bisher größten Auftrag in der 56-jährigen Geschichte des Unternehmens: Er wird Busse zum Wert von US$ 53 Mio zur Modernisierung des innerstädtischen Personentransportsystems an drei private Betreiber in Chiles Hauptstadt Santiago liefern. Eletrobrás hat für das Jahr 2005 Investitionen in Höhe von umgerechnet US$ 1,7 Mrd angekündigt. Davon werden jeweils US$ 0,7 Mrd auf die Bereiche Stromerzeugung und Transmission entfallen. Wie die städtische Verkehrsgesellschaft Belo Horizontes Mitte Januar 2004 bekannt gab, sollen bis 2012 insgesamt R$ 1,5 Mrd (z.zt. 540 Mio) in den Ausbau des lokalen U-Bahn- Netzes investiert werden. Die aus Bundesmitteln akquirierte Summe umfasst den simultanen Neubau der Linien 2 und 3, die wichtige Verkehrsknotenpunkte im Südosten der mit 2,8 Mio Einwohnern drittgrößten Stadt Brasiliens mit Hauptverkehrsadern des Zentrums verbinden sollen. Die brasilianische Gol Linhas Aereas hat sich entschieden, ihre Option für vier Boeing- Flugzeuge des Typs Next Generation in einen Festauftrag umzuwandeln. Das bedeutet, daß Gol im Zeitraum 2006 bis 2009 insgesamt 21 Flugzeuge dieses Typs für einen Kaufbetrag von rund US$ 1,3 Mrd erhalten wird. Weniger günstig sieht die Situation für das brasilianische Flugunternehmen VASP aus. Als Konsequenz einer akuten Finanzkrise mußte VASP am die meisten seiner Flüge einstellen. Auch die Luftbrücke zwischen Rio de Janeiro und São Paulo wurde nicht mehr bedient. Am verfügte deshalb die zivile Luftfahrtbehörde DAC die Einstellung der regulären VASP-Aktivitäten auf acht Flugstrecken. Nicht mehr ausgeschlossen wird auch eine komplette Schließung des Unternehmens, da mittlerweile zahlreiche Gerichtsverfahren wegen Nichtzahlung laufen. Auch die Gewerkschaft der Mitarbeiter hat angekündigt, die ausstehenden Gehaltszahlungen auf dem Gerichtswege einklagen zu wollen. Kfz (Quelle: ANFAVEA) Dezember 2004 Produktion Veränd. zu Dez ,2 % Kfz-Neuanmeld Veränd. zu Dez ,4 % Export/Einheit Veränd. zu Dez ,9 % Export/US$ 0,78 Mrd Veränd. zu Dez ,1 % Gesamtjahr 2004 Produktion Veränd. zu ,3 % Kfz-Neuanmeldungen Veränd. zu ,5 % Export/Einheit Veränd. zu ,1 % Export/US$ 8,36 Mrd Veränd. zu ,8 % Prognose 2005 Prognose Produktion 2,3 Mio Branchen Mit einer Produktion von 2,2 Mio Einheiten stellte Brasiliens Automobilbranche im Jahr 2004 einen neuen Rekord auf. Gegenüber dem Vorjahr war damit die Produktion um 20 % angewachsen. Für das laufende Jahr wird ein weiterer Anstieg der Produktion um mindestens 5 % erwartet. Bei den Exporterlösen der Branche ergab sich 2004 ein Rekord-Zuwachs um 58 % auf US$ 0,78 Mrd. In diesem Bereich wird für 2005 eine Steigerung um 7 % erwartet. Nach Angaben des Branchenverbandes Abras konnten die brasilianischen Supermärkte im Jahr 2004 ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr real um 2,57 % erhöhen. - Der reale Umsatzzuwachs des gesamten Einzelhandels lag nach Angaben des brasilianischen Statistikinstitutes IBGE mit 2,6 % in etwa auf der gleichen Höhe. Damit fiel der Zuwachs niedriger aus als erwartet, was nach Meinung der Branchenverbände u.a. auf die Hochzinspolitik der Zentralbank zurückzuführen war. Der Absatz der brasilianischen Hersteller von Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik nahm im Jahr 2004 um 20 % zu. Dies sei eine Umkehr der Entwicklung in den drei Vorjahren. Für 2005 erwartet der Branchenverband Eletros eine Zunahme des Absatzes um 6 %. Im Jahr 2004 nahm die Zahl der Mobiltelefonanschlüsse um 41,5 % auf 65,6 Mio zu. Das entsprach einem Zuwachs um 19,2 Mio Anschlüsse. Somit besitzen mittlerweile 36 % der 182 Mio Brasilianer ein Mobiltelefon. Im Jahr 2004 nahm das Kreditvolumen des gesamten brasilianischen Finanzsektors um 17,6 % auf R$ 484 Mrd zu. Nach Angaben der nationalen Elektrizitätsbehörde ONS er-

5 IBERO-AMERIKA VEREIN 5 höhte sich der Stromverbrauch Brasiliens 2004 um 4,67 %. Der Verbrauch der Industrie des Bundesstaates São Paulo ging sogar um 8 % in die Höhe. Wie der Verband des brasilianischen Elektroniksektors, Abinee, mitteilte, legten die Umsätze der Branche 2004 inflationsbereinigt um 11 % auf R$ 79,5 Mrd zu. Für das Jahr 2005 wird ein nominales Wachstum von 18 % erwartet. Im laufenden Jahr will die brasilianische Maschinenbauindustrie ihre Investitionen um rund ein Viertel auf R$ 7,5 Mrd steigern. Die Auftragsbücher der Branche seien für vier bis sechs Monate gefüllt. Im Jahr 2004 hatte die Branche ihre Umsätze um 30 % auf R$ 45,6 Mrd steigern können. Die brasilianische Stahlindustrie schloß das Jahr 2004 mit zahlreichen Rekorden ab. Die Produktion erhöhte sich um 2 % auf 32,9 Mio t. Rekorde waren auch der Inlandsabsatz mit 17,2 Mio t und der kumulierte Wert der Umsätze der Branche mit R$ 50 Mrd. Die Ausfuhrerlöse waren trotz zurückgehender Exportmengen um 28 % auf US$ 5 Mrd angestiegen. Nach vorläufigen Angaben der Bauwirtschaft nahmen die Umsätze der Branche im vergangenen Jahr um 6,8 % zu. Für das laufende Jahr wird eine Fortsetzung des Aufschwungs erwartet. Die Deviseneinnahmen des brasilianischen Tourismussektors erhöhten sich 2004 um 30 % auf US$ 3,22 Mrd. Die Zahl der ausländischen Touristen habe sich gleichzeitig um mindestens 20 % erhöht. Im Januar 2005 stimmte auch der brasilianische Senat der provisorischen Maßnahme zu, die den Anbau und den Absatz von genverändertem Soja erlaubt. Die Gesamtanbaufläche von genverändertem Soja nahm 2004 um 66 % auf 5 Mio ha zu. Das seien rund 22,4 % der gesamten Soja-Anbaufläche Brasiliens. Die Exporterlöse des brasilianischen Agrobusiness-Sektors stiegen im Jahr 2004 um 27,34 % auf US$ 39,016 Mrd an. Damit sei dieser Bereich für 40,4 % der gesamten brasilianischen Exporte verantwortlich gewesen. Im Jahr 2004 erzielte Brasilien aus dem Export von Kaffee Erlöse in Höhe von US$ 2,02 Mrd. Das waren 31,4 % mehr als im Vorjahr. Zurückzuführen war dieses Ergebnis hauptsächlich auf den Anstieg des Preisniveaus auf dem Weltmarkt, da die Exporte mengenmäßig nur um 2,8 % nach oben gegangen waren. Insgesamt hatte Brasilien Sack Kaffee zu 60 kg exportiert erreichte die Gesamternte von Körner-, Hülsen- und Ölfrüchten ein Volumen von 119 Mio t. Das waren 3,68 % weniger als im Rekordjahr Für das Jahr 2005 erwartet das brasilianische Statistikinstitut IBGE einen Anstieg der Erntemenge um 13,3 % auf 134,9 Mio t. Informationen Vom bis zum veröffentlichten die Nachrichten für Außenhandel folgende Brasilien- Beiträge: IWF stellt weitere 1,4 Mrd US$ bereit Showa Denco zieht sich zurück Parlament gibt grünes Licht für PPP Gerdau investiert in Rio de Janeiro Bausektor legt 2004 über Erwartung zu Elektrosektor schließt 2004 mit Erfolg ab Anglo American will 1 Mrd US$ investieren Wasserwirtschaft braucht Investitionen Stahlproduktion soll 2005 steigen Kfz-Branche stellt neuen Produktionsrekord auf Brasiliens Notenbank erhöht Leitzins auf 18,25 % Wirtschaft für Freihandel mit Mercosur

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