Ausländische Fachkräfte integrieren und binden Wie Sie mit internationalen Mitarbeitern effektiv dem Fachkräftemangel begegnen a 14

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1 ausgabe 2/ ,95 issn Einblicke und Impulse für eine erfolgreiche HR-Arbeit Ausländische Fachkräfte integrieren und binden Wie Sie mit internationalen Mitarbeitern effektiv dem Fachkräftemangel begegnen a 14 professionelle stellenanzeigen lohnabrechnungsprogramme mitarbeiterbefragung Klassische Stellenanzeigen bringen nicht mehr die geeigneten Bewerber hervor. Zielgruppenorientierung und Kreativität sind gefragt. Heben Sie sich mit ansprechenden Anzeigen von Ihrer Konkurrenz ab a 22 Eine professionelle Lohnabrechnung ist für Ihre Personalarbeit ein unbedingtes Muss. Aber wie den richtigen Anbieter finden unter all den Abrechnungssystemen? Wir haben für Sie die bekanntesten unter die Lupe genommen a 24 Bei der systematischen Befragung Ihrer Mitarbeiter kann einiges schief gehen - muss aber nicht! Wir geben Ihnen praktische Tipps, damit dieses Instrument auf Ihre Mitarbeiter motivierend wirkt und für Sie zum Erfolg wird a 32

2 Erfolgreich bleibt, wer effizient arbeitet. Darum setze ich bei der Lohnabrechnung auf DATEV. Bei der Lohnabrechnung spielen Effizienz und Zuverlässigkeit eine wichtige Rolle. Gut, dass DATEV-Lösungen beides berücksichtigen. Mehr Infos zum umfassenden Software-, Unterstützungs- und Weiterbildungsangebot bei Ihrem Steuerberater oder unter Tel

3 vorwort Rossella Vicenzino Timis Chefredakteurin PERSONAL IM FOKUS Rossella Vicenzino Timis ist langjährige Personalentwicklerin und berät mit ihrer Firma Unternehmen zur Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung. Jetzt reinklicken! Liebe Leserin, lieber Leser, unsere Personalarbeit wird immer internationaler: Laut Bundesministerium starten Deutschland und Spanien ab 2013 eine verstärkte Zusammenarbeit zur verbesserten beruflichen Qualifikation junger Menschen. Und immer mehr deutsche Unternehmen machen sich auf den Weg, gezielt ausländische Fachkräfte zu rekrutieren. In unserem Schwerpunktthema beleuchten wir deshalb alle wichtigen Voraussetzungen, damit Sie Ihre internationalen Mitarbeiter finden und auch halten. Vorsicht: Vernachlässigen Sie vor lauter Rekrutierung und nach außen gerichtetem Employer Branding bloß nicht Ihre bestehende Belegschaft! Fragen Sie nach, was Ihre langjährigen Mitarbeiter von Ihnen denken. Mit unserem Leitfaden führen Sie erfolgreich Mitarbeiterbefragungen durch. Weil in der Personalarbeit Zeit und Geld 2 wichtige Größen sind, zeigt Ihnen in dieser Ausgabe, welche professionelle Lohnabrechungssysteme auf dem Markt sind und sich für Ihr Unternehmen eignen. Weiterhin erfahren Sie, wie Sie nach neusten Standards die Zeiterfassung und die Zugangskontrollen Ihrer Mitarbeiter optimieren. Und was halten Sie schließlich von der geplanten Frauenquote? Bilden Sie sich Ihre Meinung dazu mithilfe unserer 6 Experten in der These im Fokus. Ich wünsche Ihnen je nach Region närrische Tage oder einfach eine gute Zeit! Ihre Rossella Vicenzino Timis PS: Wie gefällt Ihnen? Schreiben Sie mir Ihre Meinung, Ihre Anregungen oder Ihre Wünsche unter: qr-code Was ist das für ein Zeichen? Immer wieder stoßen Sie im Magazin auf dieses Quadrat. Hierbei handelt es sich um einen QR-Code ; QR steht für Quick Response. Dahinter kann sich eine Website, ein Video oder eine Information verbergen. Verfügt Ihr Mobiltelefon über einen QR-Reader (Software zum Lesen des Codes), führt es Sie automatisch auf den Inhalt. Dafür brauchen Sie nur ein Smartphone und eine App zum Erfassen von Barcodes. Für Ihr iphone oder ipad ist das z. B. die kostenlose Anwendung Barcoo aus dem App-Store. Für Android-Geräte finden Sie im Android Market z. B. QR Droid und für Ihr Blackberry z. B. den QR Code Scanne Pro, ebenfalls kostenfrei. Und so geht s: Starten Sie den QR-Reader und halten Sie die Linse Ihres eingeschalteten Mobiltelefons über den hier abgebildeten Code und Sie gelangen zu dem Inhalt. In diesem Fall zu unserer ganz neuen Website These im Fokus : Machen Sie mit bei der aktuellen Umfrage zum Thema Frauenquote Profitieren Sie von unseren zusätzlichen Informationen: Einladung und Fragebogen zur Mitarbeiterzufriedenheit als kostenlose Downloads

4 inhalt PERSONALIMFOKUS 2/2013 Titelthema Ausländische Fachkräfte integrieren und binden Damit internationale Mitarbeiter langfristig in Ihrem Unternehmen bleiben, sollten Sie geeignete Maßnahmen ergreifen. Nutzen Sie die praktischen Hilfen von 2 Fachexperten 14 Personalgewinnung Personalbetreuung Professionelle Stellenanzeigen Anzeigen schalten kann jeder die richtigen Bewerber ansprechen kaum jemand! Wie es geht und mit welchen Mitteln Sie erfolgreich sind 22 Lohnabrechnungsprogramme Aus Sicht der Mitarbeiter Ihre wichtigste Aufgabe: die korrekte Gehaltsabrechnung. Deshalb für Sie: Lohnabrechnungssysteme im Vergleich 24 Personalentwicklung Coaching In aller Munde aber passt Coaching auch in Ihr Unternehmen? 28 Mitarbeiterbefragung Was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihre Mitarbeiter nach der Meinung fragen 32 4

5 These im Fokus Kommt bald die Frauenquote für alle? Bringt nur eine staatliche Regelung mehr Frauen in Führungspositionen? Die Meinungen von 6 Experten 12 Recht Das Urteil und seine Folgen: 2013: Wer früher geht, geht leer aus 34 Expertenrat im Fokus: Urlaub und Krankheit 35 Zeiterfassung und Zugangskontrollen Neueste Technologien lassen die Überprüfung von Anwesenheiten von Mitarbeitern einfacher und effizienter gestalten. Lesen Sie, was sich eignet 36 Arbeitshilfen Updates 40 Präsentationen, die aufwecken und begeistern Kaum eine Sitzung, kaum ein Projekt ohne langweilige Präsentationen. Aber es geht auch anders. Und das nur mit einigen wenigen Tipps von uns 42 Gastbeitrag: Das Demographie Netzwerk ddn 44 Karriere Stressprophylaxe Was Säbelzahntiger und Chefs gemeinsam haben? Beide verursachen Stress, der uns belasten kann. Lernen Sie, negativen Stress zu vermeiden 46 Aktuelles Promi im Fokus: Armin Laschet, CDU NRW-Landesvorsitzender 6 News, Namen und Termine 8 Kolumne im Fokus: Zielesysteme 31 Buchtipps im Fokus 39 Vorschau / Impressum / Bildnachweise 49 Unternehmen im Fokus 50

6 promi im fokus Armin Laschet: Meine Mitarbeiter geben mir Kraft Personalverantwortung, Menschen anleiten und führen das ist für viele eine große Herausforderung. Die wenigsten werden als charismatische Anführer geboren. Wie machen es alle anderen? PERSONAL IM FOKUS fragt in der Praxis nach, in dieser Ausgabe bei: Armin Laschet (51). Personal ist für mich unerlässlich zum Erfolg in der politischen Arbeit. Und Personalmanager sind hilfreich. In der CDU Nordrhein-Westfalen haben wir einen Generalsekretär, der diese Aufgabe wahrnimmt. Ich habe Personalführung gelernt, indem ich durch... meine beruflichen Stationen mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammengearbeitet und so durch Erfahrungen vieles gelernt habe. Ich führe mein Personal mit dem Verständnis, dass Zusammenarbeit im Team ein wichtiger Bestandteil ist. Ein No-Go bei der Personalführung ist für mich wenn ein Chef Konflikte nicht anspricht und ausräumt, sondern in der Welt stehen lässt. Das schadet der Arbeit insgesamt. Die schweren Personalentscheidungen treffe ich, indem ich stets vorher sorgsam das Für und Wider abgewogen habe. Beim Umgang mit meinem Personal bemühe ich mich um ein gutes Klima. Mir ist wichtig, dass die Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen. Mit schwierigen Mitarbeitern gehe ich nicht anders um als mit den anderen Mitarbeitern. Feedback ist für mich entscheidend, um unsere tägliche Arbeit zu verbessern. Wenn ich kritisieren muss, mache ich es sachlich und nicht persönlich. Lob und Anerkennung sind für mich wichtig. Ein positives Feedback ist motivierend, wenn die Mitarbeiter wissen, dass sie etwas besonders gut gemacht haben. 6 armin laschet CDU Nordrhein-Westfalen, Landesvorsitzender. Mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Landesgeschäftsstelle der CDU in Düsseldorf betreut Armin Laschet 54 Kreisverbände mit mehr als CDU-Mitgliedern in Nordrhein-Westfalen. Ich unterstütze meine Mitarbeiter in schwierigen Situationen, indem ich ihnen zuhöre und für sie da bin. Gerade in schwierigen Situationen sollte ein Chef seine Mitarbeiter unterstützen und nicht allein lassen. Die Weiterbildung meiner Mitarbeiter ist für mich sinnvoll. Auch im Job sollte man sich weiterentwickeln. Tag für Tag. Mein schönstes Erlebnis mit meinem Personal waren viele kleine Erlebnisse im Alltag, wenn man mal zusammen lacht oder sich gemeinsam über etwas freut. Und wenn ich selbst schwierige Situationen oder auch Niederlagen erlebt habe, war es die Treue, das Mitempfinden der Mitarbeiter, das Kraft gegeben hat. Anderen Chefs würde ich gerne sagen Grundsätzlich bin ich zurückhaltend, anderen Chefs Ratschläge zu geben, wie sie ihre Position ausüben. Man sollte aber versuchen, trotz vieler Termine immer auch ein Ohr für den einzelnen Mitarbeiter zu haben, nicht nur für seine Mitarbeiter im engsten Umfeld.

7 Mehr Wissen! Mehr Freiheit! Mehr HR! Abonnieren Sie jetzt PERSONAL IM FOKUS. Sparen Sie jetzt mit unserem Mini-Abo! 3 Ausgaben zum Preis von einer! Fotolia.de contrastwerkstatt GLEICH AUSFÜLLEN UND ZURÜCKSCHICKEN ODER PER: PERSONAL IM FOKUS Leserservice Theodor-Heuss-Straße Bonn Ja, ich möchte PERSONAL IM FOKUS kennenlernen und das Probeabo über 3 Ausgaben für insgesamt 14,95 (zzgl. MwSt. und Versandkosten) abschließen. Wenn ich mich entscheide PERSONAL IM FOKUS nicht weiter zu beziehen, genügt ein kurzer Hinweis ( , Anruf, Fax) spätestens 3 Tage nach Erhalt der dritten Ausgabe. Damit ist die Angelegenheit für mich erledigt. Mache ich keine gegenteilige Mitteilung, möchte ich PERSONAL IM FOKUS lesen. Mein Beitrag nach dem Probe-Abo beträgt 14,95 (zzgl. MwSt. und Versandkosten) pro Ausgabe. Den Bezug kann ich jederzeit zum Ende eines Bezugsjahres stoppen. h Firma Vorname, Name Straße, Nr. PLZ, Stadt Datum, Unterschrift gehört zur Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG und verwendet Ihre Angaben zur Vertragsdurchführung. Der Verlag verwendet Name und Anschrift zur weiteren Information über interessante Produkte und Dienstleistungen. Der Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG oder entsprechend beauftragte Institute/Dienstleister verwenden die im Rahmen der Geschäftsbeziehung anfallenden Daten mit Ausnahme von Bankverbindungsdaten und Kreditkartendaten zur internen Marktforschung und zur Analyse für Marketingzwecke. Selbstverständlich können Sie der Verwendung Ihrer personenbezogenen Daten für Zwecke der Werbung und Marktforschung jederzeit widersprechen. Wenden Sie sich hierzu einfach an die o.g. Kontaktdaten oder schreiben Sie an: PMZ0020

8 news Bundesagentur für Arbeit und XING AG starten Kooperation Man könnte meinen: Ein Dinosaurier des Arbeitsmarktes schließt sich mit einem jungen Wilden zusammen. Die fortschreitende alltägliche Nutzung sozialer Medien zwingt in Zeiten des Fachkräftemangels, die Bewerber dort abzuholen, sprich zu suchen, wo sie auch sind: in sozialen Foren. So erscheint die Zusammenarbeit der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit Xing nur eine logische Konsequenz dieser Entwicklung: Bei XING eingestellte Stellenanzeigen werden zusätzlich in der JOBBÖRSE der BA kostenlos veröffentlicht. Arbeitssuchende können diese Stellenanzeigen sowohl bei Xing als auch bei der Jobbörse der BA einsehen. Bei der BA werden die Jobsuchenden automatisch zu XING weitergeleitet und können sich schnell über Unternehmen sowie Ansprechpartner informieren und, wenn s passt, auch direkt bewerben. rvt Die überstrapaziertesten Persönlichkeitsmerkmale von Kandidaten Wenn Sie zunehmend das Gefühl haben, dass Ihre Bewerber zwar in ihren Unterlagen die höchsten persönlichen Kompetenzen und Fertigkeiten vorweisen, aber schon im Vorstellungsgespräch alles nur Schall und Rauch ist, dann könnte es daran liegen, dass Ihr Kandidat sich nur mit vergriffenen Kompetenzen schmückt. Denn das weltweit größte Business-Netzwerk LinkedIn (über 187 Millionen Mitglieder) hat 2012 mehrere Online-Profile untersucht und eine Hitliste überstrapazierter Schlagwörter zusammengetragen. Der Begriff kreativ belegt danach weltweit und auch in Deutschland den 1. Platz der beliebtesten Merkmale, die die Profile aufweisen. Es ist das 3. Jahr in Folge, dass LinkedIn eine solche Liste erstellt, im Jahr 2011 war gleichfalls kreativ der meistgenutzte Begriff, im Jahr 2010 beschrieben sich die meisten Kandidaten als innovativ. rvt HR Excellence Awards verliehen Am 5. Dezember 2012 wurden mit der Preisverleihung des HR Excellence Awards 2012 zum 1. Mal in Deutschland zukunftsweisende Projekte im Personalmanagement öffentlich gewürdigt. Die Auszeichnungen erhielten die Gewinner in einem Festakt im Hotel The Ritz-Carlton Berlin. Die ausgewählten Projekte reichen von A wie Arbeitgebervideo bis Z wie Zukunftswerkstatt und geben ein sehr gutes Bild wieder, mit welchen Themen sich strategische Personalarbeit derzeit befasst. Die preisgekrönten Gewinner sind in die 2 Kategorien KMU und Konzerne unterteilt und eignen sich sehr gut für alle Branchen und Unternehmensgrößen als innovative Best Practice-Beispiele. rvt Hier finden Sie die Liste der Gewinner des HR Excellence Awards 2012: goo.gl/iygzh Neue Kennzahlen über Mitarbeiter 50+ In dem neuen HR-Kennzahlen & Steuerungsgrößen der DGFP wird nun mit Zahlen und Fakten belegt, was schon lange offensichtlich war: Der demografische Wandel lässt allerorts die Belegschaft älter werden. In einigen Branchen machen die Kollegen über 50 Jahre schon 1/3 der gesamten Mitarbeiter aus. Mit der Alterung des Personals geht auch eine niedrigere Fluktuationsrate einher. Das birgt aber auf der Ebene der Mitarbeiterführung und -zusammenarbeit große Probleme. Unternehmen sind nun gefordert, ihre Führungskräfte im Umgang mit älteren Mitarbeitern, aber auch in der Konfliktmoderation zwischen den Generationen verstärkt zu qualifizieren. rvt 8

9 news was ist los? 13. Februar 3. BPM Arbeitsrechtstag Der Bundesverband der Personalmanager (BPM) veranstaltet in Hamburg den 3. BPM Arbeitsrechtstag. Allen Mitgliedern des Verbands wird hier die Möglichkeit geboten, Fragen zu arbeitsrechtlichen Themen zu stellen. kostenfrei für Mitglieder Suchen: Kinderkrankenschwester Lotte 19. bis 23. Februar Didacta - die Bildungmesse Für alle, die in der Aus- und Weiterbildung arbeiten: Die weltweit größte Fachmesse für Lernen und Lehren findet nach 3 Jahren wieder in Köln statt bis 22. Februar HR BarCamp Das Forum für innovative Personalarbeit e. V. bietet in Berlin zum 2. Mal das HR BarCamp an. Die Veranstaltung richtet sich an Personaler aus der Praxis sowie Dienstleister der HR-Branche. Besprochen werden innovative HR-Themen, die von den Teilnehmern selbst vorgeschlagen werden können Februar ddn-zukunftswerkstatt Hochleistung durch Generationenvielfalt Das Demographie Netzwerk e. V. (ddn) und die SAP AG laden zur 3. ddn-zukunftswerkstatt ein. In praxisnaher Form sollen HRM-Strategien herausgearbeitet werden, die in altersheterogenen Teams erfolgsversprechend sind bis 3. März 4. Jobmesse Lübeck Die jobmesse deutschland tour kommt nun auch nach Lübeck. Interessierte Arbeitgeber können hier auf Bewerber aller Altersstufen, Qualifikationen und Fachrichtungen treffen. Nächster Stopp der Messe ist Dortmund, vom 9. bis 10. März. Eintritt zur Messe frei 15. März Universitärer Zertifikatskurs Employer Brand Manager/in Die Deutsche Employer Branding Akademie bildet deutschlandweit in einer 3-monatigen Weiterbildung die ersten zertifizierten Employer Brand Manager/innen aus In jeder Stadt zur Stelle Jobbörse & Stadtportal: Die ideale Kombination für mehr Reichweite Lokal & regional: Weil immer mehr Bewerber vor Ort suchen Der Ausbildungsmarkt für Deutschland: Ihr Nachwuchs sucht bei uns Den Job in der Tasche: Die neue mobile App für iphone und Android Jetzt auch als App

10 news Interne Mitarbeiter als Markenbotschafter vernachlässigt Viele Unternehmen haben noch nicht erkannt, welches Potenzial die eigenen Mitarbeiter als Markenbotschafter haben, sagt Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer der Kienbaum Communications. Zwar haben bereits 69 % der Firmen eine Strategie für ihre Arbeitgebermarkenführung entwickelt, doch ebenso viele vernachlässigen noch die Möglichkeiten, die ihnen die eigenen Mitarbeiter als Markenbotschafter (Brand-Scouts) in der Arbeitgeberkommunikation eröffnen. Dies ergab eine aktuelle Studie der Kommunikationsberatung Kienbaum Communications zum Thema Internal Employer Branding. Dazu wurden 234 Personalverantwortliche aus Unternehmen aller Größen befragt. Unternehmen sind demnach besser aufgestellt, wenn sie ein nach außen und ebenso nach innen ausgerichtetes Employer Branding aufweisen. rvt Grafik: Status quo einer Employer-Branding-Strategie (Quelle: Kienbaum-Studie Internal Employer Branding 2012) Wer verdient was? Heimliche Mitarbeiterüberwachung gänzlich verboten Das Online-Unternehmen Personalmarkt hat in Verbindung mit Daten des Statistikdienstes Statista und Angaben des Statistischen Bundesamts 150 Berufe und insgesamt Lohndaten analysiert und eine Rangliste der bestbezahlten Berufe für 2012 erstellt. Hier die Top 10 der durchschnittlichen Brutto-Monatsgehälter in Deutschland: 1. Chefärzte in Krankenhäusern ( brutto) 2. Geschäftsführer (12.117, ohne Gewinnbeteiligung) 3. Kaufmännische Leiter (9.037 ) 4. Verkaufsleiter (8.471 ) 5. Marketingleiter (8.347 ) 6. IT-Leiter (8.168 ) 7. Oberärzte (5.152 ) 8. Personaler (7.851 ) 9. Niederlassungsleiter (7.486 ) 10. Projektmanager (7.323 ). rvt Nachdem viele namhafte Unternehmen wegen unzulässiger Überwachung ihrer Mitarbeiter in die Schlagzeilen geraten sind, planen die Koalitionspartner das Arbeitnehmerschutzgesetz zu verändern. Unter anderem sollen demnach grundsätzlich geheime Videoüberwachungen (z. B. als Leistungskontrolle) nicht mehr zulässig sein. Der Einsatz offener Kameraüberwachungen hingegen für bestimmte Zwecke und bei Verhältnismäßigkeit (z. B. zur Verhinderung von Straftaten) soll gestattet und zum Teil ausgeweitet werden. Ferner dürfen Unternehmen in sozialen Medien öffentlich zugängliche Daten von Mitarbeitern und Bewerbern ansehen. Der Gesetzentwurf soll voraussichtlich im Sommer in Kraft treten. Bleibt das Gesetz in seiner jetzigen Vorlage, müssen viele Betriebsvereinbarungen zum Beschäftigtendatenschutz unter Umständen neu geregelt werden. rvt 10

11 news wer verändert sich? Anton Schilcher Pünktlich zum Jahreswechsel wurde Anton Schilcher, 50, neuer Partner der Promerit Management Consulting AG. Zuvor war Schilcher als Direktor und Leiter des Personalmanagements bei der Ergo Versicherungsgruppe tätig, wo er an 6 Standorten für Mitarbeiter zuständig war. Frank Preiss und Achim Heinzer Auch der Maschinenbauer Sauer-Danfoss startete in das Jahr 2013 mit einem neuen HR Manager am Standort Neumünster. Frank Preiss (Bild) tritt hier die Nachfolge von Achim Heinzer an, der künftig den neuen Geschäftsbereich Hydrostatik im Konzern als HR Partner betreuen wird. Die Sauer-Danfoss GmbH & Co. OHG beschäftigt rund Mitarbeiter, davon 800 in Deutschland. Sven Zeising und Cornelia Gorski Seit Kurzem ist Sven Zeising (Bild) neuer Global HR Business Partner der Bayer Healthcare in Leverkusen. In der Division Animal Health übernimmt er die Personalarbeit von rund Mitarbeitern. Seine Vorgängerin Cornelia Gorski wechselte zu Bayer Cropscience. Zuletzt war der 38-Jährige in verantwortlicher HR-Position für UCB Pharma in Monheim tätig. Katharina Heuer und Hendrik Leuschke Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung e. V. (DGFP) setzt seit 1. Februar auf eine neue Geschäftsführung. Diplom-Volkswirtin Katharina Heuer (Bild) wird den Vorsitz übernehmen. Die 44-Jährige konnte bereits mehrjährige Führungserfahrung im Personalmanagement sowohl beim Daimler- als auch beim Deutsche Bahn-Konzern sammeln. Hendrik Leuschke, 51, der seit 2011 den Vorsitz kommissarisch leitete, wird als Mitglied der Geschäftsführung wieder bestellt. Oliver Burkhard und Ralph Labonte Oliver Burkhard (Bild), 40, wird ab dem 1. Februar Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG. Ab April soll er die Funktion des Arbeitsdirektors übernehmen und damit die Nachfolge von Ralph Labonte antreten. Der 59-jährige Ralph Labonte wird den Konzern aus gesundheitlichen Gründen verlassen. anzeige Stehen Sie auch oft vor herausfordernden Situationen mit Ihrem Betriebsrat? Sie erhalten an nur 2 Tagen kompetente Antworten und Informationen! Speziell für Arbeitgeber mit Betriebsrat ARBEITGEBERTAGE zum Brennpunkt Betriebsrat September 2013 im Hotel Barceló Hamburg Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: Haben Sie Fragen oder möchten Sie sich persönlich anmelden? Rufen Sie uns an: / Jetzt Platz reservieren und kostenlose Teilnahme für einen Kollegen sichern Eine Veranstaltung der Strategien, Rechtstipps und Praxiserfahrungen im Umgang mit der Mitbestimmung: Betriebsratswahl 2014: So erzielen Sie Ihr Wunschergebnis Betriebsvereinbarungen, die passen! Wie Sie vorteilhafte Regelungen treffen Rechtssicher kündigen: So trennen Sie sich sogar von Betriebsräten Stopp! So zeigen Sie Ihrem Betriebsrat die Grenzen auf

12 these im fokus Kommt bald die Frauenquote für alle? Im Jahr 2001 hatten die DAX-Unternehmen sich freiwillig verpflichtet, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Viel ist seitdem nicht geschehen. Gerade mal 2 % Steigerung in der Besetzung von Vorstands- und Aufsichtsratsposten mit Frauen konnte bis 2010 vermerkt werden. Wenn es nach der EU-Justizkommissarin Viviane Reding geht, sollen ab % aller Aufsichtsratsposten der börsennotierten Unternehmen in Europa mit Frauen besetzt werden. Wer dagegen verstößt, dem drohen Strafen. Viele Unternehmen haben sich bereits auf den Weg gemacht, Frauen gezielter und systematischer zu fördern. Aber reicht das aus, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und die Gleichstellung von Frau und Mann in der Arbeitswelt voranzutreiben? die these: Nur eine Frauenquote bringt mehr Frauen in Führungspositionen. Gabriele Gumbrich, Geschäftsführerin und Leiterin des Geschäftsbereichs Qualifikation, Deutsches Krankenhausinstitut GmbH, Düsseldorf, 30 Mitarbeiter Im deutschen Gesundheitswesen gibt es immer noch viel zu wenige Frauen in Führungspositionen. Eine staatlich verordnete Frauenquote ist aber meiner Meinung nach zu kurz gesprungen. Vielmehr müssten familienfreundliche Arbeitszeiten, Kinderbetreuungsplätze und Modelle geteilter Führung selbstverständlich werden. Vielfach übersehen werden aber auch die psychologischen Barrieren, mit denen sich Frauen bei ihrer Karriereplanung häufig selbst im Weg stehen. Damit mehr Frauen mit gestärktem Selbstwertgefühl das Neuland Führung betreten, bieten wir spezifische Weiterbildungen für Frauen im Gesundheitswesen an. Jesper Wahrendorf, Geschäftsführer, RatePAY GmbH, Berlin, 45 Mitarbeiter Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es keine rechtliche Grundlage braucht, um Frauen gute Karrieremöglichkeiten zu bieten. Bei RatePAY ist jeder 3. Mitarbeiter weiblich, unter den Führungskräften sogar jeder 2. Einige junge Mütter leiten Teams, denen zum Teil nur Männer angehören. Gerade in der IT-Branche herrscht großer Fachkräftemangel. Daher ist es wichtig, verstärkt auf Frauen zu setzen und ihnen die Arbeitsbedingungen zu schaffen, die zu ihrer Lebenssituation passen. Das steigert die Motivation und erleichtert ihnen den Arbeitsalltag. Außerdem haben gerade Mütter durch ihr Leben mit Kindern ein sehr ausgeprägtes Organisationstalent, was für das Unternehmen nur förderlich ist. Tim Ellmers, Geschäftsführer, Tim Ellmers HR-Consulting, München Dem Phänomen der Ungleichverteilung zwischen Frauen und Männern sollte man nicht mit einer starren Quote begegnen. Vielmehr ist es wichtig, dass bei der Personalentwicklung und Talentförderung innerhalb der Unternehmen umgedacht wird. Alte Rollen- und Arbeitsmodelle für Führungskräfte gehören ebenfalls auf den Prüfstand. Grundsatz sollte jedoch weiterhin sein, dass die besten und fähigsten Personen eine Führungsverantwortung bekommen. Dies ist schwerlich über vorgegebene Quoten zu erreichen. 12

13 qr-code Voting: Wem stimmen Sie zu? Annette Fuchs, Geschäftsführerin, Berlitz Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, über Mitarbeiter Albert Reicherzer, Bereichsvorstand Personal, Commerzbank AG, Frankfurt am Main, ca Mitarbeiter weltweit Markus Nowak, Geschäftsführender Gesellschafter, Home Instead Seniorenbetreuung Bonn, 75 Mitarbeiter Eine gesetzlich festgeschriebene Frauenquote halte ich nicht für sinnvoll. Stattdessen sollten große Firmen individuelle und konkrete Pläne ausarbeiten, um in ihrem Unternehmen den Frauenanteil im Management zu erhöhen. Medien, Politiker und die Öffentlichkeit können dann beobachten, welche Maßnahmen nach 2, 3 Jahren fruchten. Eine politisch verordnete Quote indes kann einer Frau das Stigma verleihen, dass sie den Job nur bekommen hat, weil sie eine Frau ist. Als Dienstleister für Sprache und Weiterbildung hat Berlitz naturgemäß einen recht hohen Frauenanteil. Um Frauen gezielt zu fördern, haben wir in den vergangenen Jahren zudem entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen. Inzwischen sind 76 % der Berlitz- Beschäftigten weiblich, unter den Führungskräften sind es rund 70 %. Die Commerzbank will und kann es sich nicht leisten, auf hoch qualifizierte Kräfte zu verzichten, egal, ob männlich oder weiblich. Eine pauschale Besetzungsquote zur Förderung von Frauen ist jedoch nicht unser Weg. Alle Geschäftseinheiten haben sich individuelle Ziele gesetzt, um mehr Frauen in Führungspositionen zu entwickeln, die zusammen eine bankweite Zielbesetzungsquote von 30 % Frauen in Führungspositionen bis 2015 ergeben. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert die Commerzbank bereits seit mehr als 20 Jahren. Zur Förderung von Frauen in Führungspositionen haben wir die strukturellen Voraussetzungen für Chancengleichheit sukzessive verbessert und Maßnahmen wie Mentoring, Karrieretage und Keep in Touch auf den Weg gebracht. Eine Frauenquote würde den Schluss nach sich ziehen, dass Unternehmen Frauen für Führungspositionen bewusst gegenüber Männern benachteiligen. Das kann ich nicht erkennen. Zudem sollte sich der Staat nicht in die Personalarbeit der privaten Unternehmen einmischen. Vielmehr sollte er Voraussetzungen schaffen, dass Frauen (wie Männer) ihre Fähigkeiten neben der Rolle als Mutter (Vater) auch beruflich voll entfalten können. Als Geschäftsführer einer Seniorenbetreuung arbeite ich zu fast 80 % mit hoch motivierten und sehr gut organisierten Frauen. Mein Führungsduo besteht aus einem Mann und einer Frau. Ich bin sehr optimistisch, dass aufgrund der sich verändernden Rollenbilder zwischen Mann und Frau es immer selbstverständlicher werden wird, dass auch Männer Auszeiten für Kinder- und Angehörigenbetreuung nehmen und somit immer mehr Frauen sich noch stärker beruflich einbinden können. Auch ohne Frauenquote. 13

14 titelthema internationale fachkräfte Willkommen Welcome Bienvenidos Bienvenue: Internationale Fachkräfte integrieren und binden W eil sie in Deutschland nicht fündig werden, besetzen auch mittelständische Unternehmen immer öfter offene Stellen mit Fachkräften aus dem Ausland. Die hohe Arbeitslosigkeit in den südeuropäischen Ländern und die Bereitschaft der gut qualifizierten jungen Spanier, Italiener oder Griechen, in Deutschland zu arbeiten, kommen den Firmen dabei zugute. Für Ihr Unternehmen ergeben sich vielfältige Vorteile über die konkrete Stellenbesetzung hinaus: a Sie gewinnen interkulturelle Kompetenzen auch für den Umgang mit internationalen Kunden. a Sie bereichern das Unternehmen durch Sprachkenntnisse, die Ihnen den Zugang zu die autorin Auslandsmärkten erleichtern können. a Sie bringen frischen Wind in das Unternehmen durch die andere Sichtweise ausländischer Fachkräfte. a Sie verbessern Ihr Image als attraktiver Arbeitgeber. Nehmen wir ein fiktives Maschinenbauunternehmen mit rund 200 Beschäftigten, Ulrike Heitzer-Priem ist stellvertretende Projektleiterin des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind das Integrieren und Binden von ausländischen Fachkräften sowie das umfassende Employer Branding von kleinen und mittelständischen Unternehmen. um zu zeigen, was Sie tun kön- nen, um ausländische Fachkräfte zu binden. Das Beispielunternehmen siedeln wir abseits der großen Metropolen an in einer Region mit hohem Freizeitwert, wie das für viele deutsche Mittelständler typisch ist. Der Exportanteil entspricht dem hohen Branchendurchschnitt, man ist also durchaus international orientiert. Wer kommt und was erwarten ausländische Fachkräfte? Das Maschinenbauunternehmen fand nach mehr als 3 Monaten einen spanischen Ingenieur als neuen Fertigungsleiter. Im Winter 2011 hat das RKW Kompetenzzentrum eine Anwerbeaktion spanischer Ingenieure in der Region Stuttgart untersucht. Die Analyse bestätigte die Angabe, die auch das Statistische Bundesamt veröffentlicht hat: Die meisten 2011 nach Deutschland Zugewanderten kamen aus den EU-Staaten, sind männlich und durchschnittlich knapp 33 Jahre alt. 68 % der in den letzten Jahren zugewanderten Menschen haben studiert oder eine abgeschlossene Berufsausbildung, außerdem waren fast alle Bewerber ledig und hatten einige Jahre Berufserfahrung. 88,4 % der befragten Ingenieure der RKW-Studie hat vor allem die berufliche Perspektive motiviert, nach Deutschland zu kommen, 96,6 % möchten ein bis 2 Jahre hier arbeiten. Die wirtschaftlich gute Lage in Deutschland (73,9 %) und das Ein- 14

15 Bei welchen der folgenden Punkte wünschen Sie sich Unterstützung? 89,7 % 92,5 % 42,4 % 48,5 % 34,8 % Administrativen Angelegenheiten Mehrfachnennungen möglich. n = 68 Sozio-kulturelle Integration Wohnungssuche Arbeitsplatzsuche Partner/in Integration der Familie Ein Großteil der ausländischen Fachkräfte freut sich über integrative Unterstützung durch den Arbeitgeber (Studie des RKW Kompetenzzentrums, 2011) Deutsche Sprachkenntnisse 47,8 % kommen (63,2 %) sind weitere Motive. Bei der Lebensqualität in Deutschland sind viele der befragten Nachwuchskräfte unsicher, ebenso bei der Beurteilung ihrer Startbedingungen. Nur jeder 2. (ca. 50 %) schätzt sie als gut ein. Am meisten wünschen sich die ausländischen Bewerber Unterstützung bei der Wohnungssuche und bei administrativen Angelegenheiten (ca. 90 %). Angenommen, das fiktive Beispielunternehmen hätte an der Anwerbeaktion teilgenommen, so hätte der Geschäftsführer feststellen müssen: Die ausländischen Bewerber sind gut qualifiziert, entsprechen fachlich den Anforderungen, aber es mangelt an ausreichenden Sprachkenntnisse. Somit wird das notwendige Anforderungsprofil nicht abgedeckt. Was kann der Geschäftsführer tun? Was wären Ihre Aufgaben als Personaler, um den spanischen Ingenieur erfolgreich in das Unternehmen zu integrieren? Nachfolgend zeigen wir Ihnen 5 Felder, in denen Sie aktiv werden sollten. 18,8 % 14,5 % 14,5 % 4,3 % sehr gut gut mittel ein wenig keine n = 68 Viele ausländische Fachkräfte haben zu Beginn Nachholbedarf in der deutschen Sprache (Studie des RKW Kompetenzzentrums, 2011) 1. Die größte Hürde nehmen: deutsche Sprachkenntnisse Grundkenntnisse in der Landessprache sind Voraussetzung für das Ankommen. In einem Unternehmen gilt das noch mehr, denn nur wer mitreden kann, kann auch mit gestalten. Das wissen 15

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