Jahrgang 10 Nummer 39 Dezember 2012 STADT UND LAND wissen, wie berlin wohnt. Kult-Kiez Neukölln Ein Bezirk im Trend

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1 Jahrgang 10 Nummer 39 Dezember 2012 STADT UND LAND wissen, wie berlin wohnt. Kult-Kiez Neukölln Ein Bezirk im Trend

2 neues Anzeige aus tempelhof Mit Energie bewusst umgehen Energiekosten nachhaltig reduzieren und damit die Umwelt schützen? In unserer Infowelt Energie finden Sie Hinweise und Anregungen dazu. Energiespartipps für den Haushalt Energieeffizient bauen und sanieren Kostenlose Checks und Rechner Energie-Shop Gleich reinschauen und informieren unter T Das Berlin-Rätsel Der Todestag der legendären Berliner Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich jährt sich in diesem Jahr zum 20. Mal. Wissen Sie, auf welchem Friedhof Berlins die Ehrenbürgerin der Stadt beigesetzt wurde? Wenn Sie das Rätsel gelöst haben, winkt Ihnen ein 300-Euro-Renovierungsscheck von OBI. Preisfrage: Auf welchem Friedhof liegt Marlene Dietrich begraben? a) auf dem Friedhof Schöneberg 3, (Stubenrauchstraße/Friedenau) b) auf dem Waldfriedhof Zehlendorf c) auf dem Dom-Friedhof 1 in Mitte Die Lösung bitte bis zum an STADT UND LAND, Unternehmenskommunikation, Werbellinstr. 12, Berlin, stadtundland.de (Rechtsweg ausgeschlossen)

3 inhalt Inhalt Editorial Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Die letzten Tage vor den Weihnachtsferien werden bereits gezählt und ein ereignisreiches Jahr geht seinem Ende entgegen. Eines der beherrschenden Themen der Stadt war die rasante Entwicklung der Mieten, für viele Berlinerinnen und Berliner eine existenzielle Frage. Mit der Unterzeichnung des Bündnisses für bezahlbare Mieten hat die STADT UND LAND einen wichtigen Beitrag für den sozialen Frieden in der Stadt geleistet. Es wird auch künftig Wohnungen geben, die für einkommensschwache Haushalte bezahlbar sind, und wir werden Ihnen weiterhin ein verlässlicher Partner bleiben Ihnen 24 Kult-Kiez Neukölln Der Norden Neuköllns erfreut sich insbesondere bei jungen Menschen zunehmender Beliebtheit. Viele Kreative und Gastronomen haben sich seit kurzem hier niedergelassen. PippiPodolski Kunstvolle Helden Die Bürgerstiftung Neukölln stellt Neuköllner Kindern ehrenamtliche Paten zur Seite, die ihnen neue Perspektiven eröffnen und ihre Talente fördern. Heiligabend bei den Nachbarn Am Neuköllner Richardplatz hat Birgitt Claus eine Agentur für Gastronomie gegründet. Sie berichtet Spannendes über regional unterschiedliche Weihnachtsgerichte. Herausforderung Integration Am 19. November fand die beliebte Veranstaltung STADT UND LAND im gesellschaftlichen Dialog mit der finnischen Botschafterin Päivi Luostarinen statt. Mieterhöhung mit Augenmaß Das neu geschlossene Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten zwischen Senat und städtischen Wohnungsgesellschaften entlastet die Mieter. Vom Winde bewegt Die 18 Meter hohe Kunstskulptur steht wieder in Hellersdorf. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Hellersdorfer Kunstkonzeptes. Was für ein Himmelsspektakel Am 22. September lud die STADT UND LAND zum Festival der Riesendrachen Zuschauer folgten den spektakulären Darbietungen erfahrener Drachenfliegerteams. Wie man sich bettet, so schläft man Gut schlafen und morgens erholt aus dem Bett steigen, wünscht sich jeder. Hier finden Sie ein paar Tipps für einen erholsamen Schlaf. Sport unterm Hallendach Berlin bietet viele Möglichkeiten, auch im Winter sportlich aktiv zu sein, ohne in der Kälte zu frieren. Wir stellen einige Angebote vor. Wo Husky und Lama wandern Rund um Berlin laden zahlreiche Ausflugsziele zu einem winterlichen Tagesausflug ein. Wir stellen Ihnen die schönsten vor. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der STADT UND LAND ein friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest. Möge Ihnen das neue Jahr persönliches Glück, Gesundheit und Erfolg bescheren. Ingo Malter und Jürgen Marx Geschäftsführer Impressum Herausgeber: STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbh Geschäftsbesorgerin der WoGeHe Werbellinstraße 12, Berlin Telefon: Fax: Gesamtredaktion und ViSdP: Frank Hadamczik, Leitung Unternehmenskommunikation Redaktionelle Mitarbeit: C. Hengstenberg, A. Libramm, A. Setzepfandt, I. Schwibbe Fotos: N. Bornemann, K. Dombrowski, S. Hobbiesiefken, M. Höscher, H. Schlemmer, M. Schmigelski, M. Tragesser Herstellung: stöbe mehnert. Agentur für Kommunikation GmbH Charlottenstraße 13, Berlin Druck: Mundschenk Druck+Medien, J. u. M. Radlbeck GbR Art Direktion/Grafikdesign: stöbe mehnert. GmbH Auflage: Exemplare Redaktionsschluss: STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember

4 neues Titel aus tempelhof Kult-Kiez Neukölln Der Norden des Bezirks ist bei jungen Menschen sehr angesagt Neukölln liegt total im Trend, sagt Reinhold Steinle, genauer gesagt Nord- Neukölln. Seit vier Jahren führt er Touristen durch Neukölln, um ihnen die positiven Seiten des Bezirks nahezubringen. Steinle ist gut gebucht. Manche seiner Kunden kommen inzwischen sogar aus dem Ausland. Bewegt man sich rund um den Richardplatz oder im Reuterkiez, fallen viele junge Rucksackreisende und gut gekleidete Touristen jenseits der 60 auf. Das ist kein Wunder, denn in letzter Zeit taucht der Bezirk fast einmal pro Monat in den Szene- oder Reiseseiten internationaler Magazine auf. Angesagt sind die Viertel rund um die Reuter- und die Weserstraße, die Schillerpromenade und der Körnerkiez. Dort haben viele junge Leute neben Galerien kleine Geschäfte eröffnet, sagt Stadtführer Steinle. Gut bedient in der Poropati Bar In den Szene-Vierteln mischen sich Bars wie die kultige Poropati Bar mit alteingesessenen Cafés wie der Croissanterie & Cucina. Wer hier als Gewerbetreibender überleben will, braucht vor allem eines: Fantasie. So hat die Finnin Mimosa Pale in der Weserstraße eine Parterrewohnung in den Aktionsraum Himo für Hutskulpturen verwandelt. Die Öffnungszeiten sind sporadisch, am Wochenende finden Kleinkonzerte und Aufführungen statt, die Hüte sind extravagant, aber erschwinglich. Einige Querstraßen weiter betreibt Mareike Ulmann ihr trendiges Modegeschäft Wesen mit Selbstentwürfen aus Ökostoffen. In Kneipen und Lokalen, die mit geringen Mitteln gemütlich eingerichtet sind, treffen sich Abend für Abend junge Leute und genießen Kultur sowie preiswertes Essen und Trinken. Wir haben Europas erste vegane Pizzeria im Kiez aufgemacht, weil hier sehr ernährungsbewusste junge Leute leben, erzählt Paolo Cervini, Betreiber der Pizzeria Sfizy, keine fünfzig Meter von der berühmten Sonnenallee entfernt. Der junge Mann aus der Lombardei hat seine Heimat verlassen, um in Neukölln ohne jegliche Tierbestandteile Pasta zu kochen und Pizza zu backen. Trotz zahlreicher Problemviertel in Neukölln stehen die angesagten Kieze bei jungen Kreativen hoch im Kurs. Beispielsweise rund um den Kunst- und Aktionsraum Schillerpalais in der Schillerpromenade, nicht weit entfernt von der Tempelhofer Freiheit, dem ehemaligen Flughafengelände. Die Künstler waren zuerst da, berichtet Norbert Kleemann, sie kamen aus Stadtvierteln, in denen die Mieten für Wohnungen, Ateliers und Galerien zu teuer geworden waren, aber auch aus dem Ausland." Vor zehn Jahren habe der Trend begonnen, langsam und leise bezogen Künstler und Kreative die leerstehenden Ladenwohnungen und Räume pleitegegangener Geschäfte, so Kleemann. Dann waren auf einmal Eigentumswohnungen gefragt, und die Mieten zogen an. Der Eventmanager gehört zu den Gründern von 48 Stunden Neukölln, einer über die Grenzen des Bezirks hinaus bekannten Schräge Hutskulpturen bei Mimosa Pale Veranstaltung, an der zahlreiche Galerien, Kultur-Einrichtungen und Museen teilnehmen. Anfang November unterstützte Stadt und Land das vom Schillerpalais bezirksweit organisierte Kunstfestival NachtundNebel. An über 100 Kunstorten präsentierten sich Malerei, Skulptur, multimediale Installationen, Lesungen, Aufführungen, Theater, Tanz und Musik. Künstlerinnen und Künstler der aktuellen freien Kunstszene Nord-Neuköllns gewährten teilweise direkt in ihren Ateliers Einblicke in die Entstehung ihrer Kunst. Kleemann ist auch einer der beiden Geschäftsführer der Kreativen Gesellschaft Berlin, die unter dem provokanten Kürzel KGB für den Bezirk wirbt. Über ihr Internet-Portal können potenzielle Neukölln- Touristen Stadtführungen durch den Bezirk buchen oder Informationen zu Britzer Garten, Mode aus Neukölln, Moscheen, dem Flohmarkt Nowkölln oder Schloss Britz einholen. In der Ahoi! Souvenirmanufaktur an der Hertzbergstraße kann man Neukölln-Souvenirs kaufen. Am besten, so Norbert Kleemann, gehen T-Shirts und Buttons mit dem Slogan Neukölln macht glücklich. 4 STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember 2012

5 Titel Croissanterie & Cucina Pannierstr. 56, tägl Uhr Sfizy Veg Treptower Straße 95, Mi-Fr Uhr, Sa und So Uhr, Poropati Bar Weserstraße 79, tägl. ab 18 Uhr Kreative Gesellschaft Berlin, KGB Hertzbergstraße 1, Tel.: , Mo-Fr Uhr, Hier befindet sich auch: Ahoi! Souvenirmanufaktur Schillerpalais e.v. Schillerpromenade 4, Tel.: , Mo-Fr Uhr, Neukölln-Führungen Reinhold Steinle Tel.: , Himo Weserstraße 53, Tel.: , Wesen Weserstraße 191, Mo-Sa Uhr, STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember

6 neues berliner aus bezirke tempelhof PippiPodolski Kunstvolle Helden Neuköllner Kinder zeigen ihre Talente Die Natur gibt einem Menschen seine Fähigkeiten, und das Glück bringt sie zur Wirkung. Dieses Zitat von Rochefoucauld ist das Motto des inzwischen mehrfach ausgezeichneten Projektes Neuköllner Talente der Bürgerstiftung Neukölln. Glück haben in diesem Fall die Kinder, die einen der inzwischen 130 ehrenamtlichen Paten haben, die ihnen neue Perspektiven eröffnen und ihre Talente fördern. Aufgabe der Paten ist es, den Acht- bis Zwölfjährigen die Chance zum Entdecken ihrer Interessen und Begabungen zu geben. Sie bieten den Kindern Zugang zu kulturellen Angeboten, erkunden mit ihnen die Stadt und erweitern so ihren individuellen Horizont. Viele der geförderten Kinder haben mit ihren Paten neue Interessen entdeckt von Astronomie, Klavier spielen, Technik, Sport bis zum Nähen und Kochen. Aleyna mit Patin Sahra Murrenhoff. Beide drehten ein Video zum Song Endlich Helden des Rappers Fard. Vier der betreuten Mädchen, Hüsna, Ilayda, Duygu und Aleyna, haben sich gemeinsam mit ihren Patinnen mit dem Thema Helden beschäftigt. Dabei entstanden mit viel Durchhaltevermögen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten ganz unterschiedliche Arbeiten, von der Kurzgeschichte bis zum Heldenkostüm. Unter dem Motto PippiPodolski wurden sie kürzlich in einer Ausstellung in der Galerie im Körnerpark gezeigt. Insbesondere das Beispiel der 12-jährigen Duygu zeigt die Nachhaltigkeit des Talente-Projektes. Duygus eigentliche Patenschaft ist bereits seit einiger Zeit beendet. Trotzdem pflegt sie einen engen Kontakt zu den Neuköllner Talenten. Bei ihrer Arbeit an der Geschichte für PippiPodolski wurde sie von der Autorin Erica Fischer unterstützt. Duygu und Projektpatin Erica Fischer, mit der sie eine Kurzgeschichte schrieb. Schon seit geraumer Zeit verfasst sie nun als Kinderreporterin Artikel für die Kinderseite des Tagesspiegel. Aber nicht nur für die Kinder, auch für die Paten selbst ist das Projekt eine große Bereicherung. Ca. 85 Prozent von ihnen haben einen akademischen Hintergrund und sind zwischen 20 und 30 Jahre alt. Sie erleben einen Perspektivwechsel, sowohl gesellschaftlich als auch generativ, und erhalten Einblicke in ihnen fremde Milieus. Häufig erleben sie einen Lernprozess auf Gegenseitigkeit. Nicht zu vergessen die Eltern der Kinder, die eine fremde Person in ihre Familie aufnehmen. Durch viele positive Rückmeldungen bestärkt, werden sie künftig stärker in das Talente-Projekt einbezogen werden. Die STADT UND LAND gehört zu den wichtigsten Förderern der Neuköllner Talente, denn Chancengleichheit und ein respektvolles Miteinander gehören zu den Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben. Ilayda vor ihrer Collage Heldenverwandlung, die mit Patin Mira Höschler entstand. Weitere Informationen: 6 STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember 2012

7 Heiligabend bei den Nachbarn Besuch bei der eßkultur-chefin am Richardplatz berliner bezirke Bei vielen Berliner Familien steht Heiligabend traditionell Kartoffelsalat mit Würstchen auf dem Speiseplan. Das hat damit zu tun, dass die Geburt Jesu früher ein Fastenfeiertag war, erklärt Birgitt Claus. Deshalb gibt es die Gans auch erst am 25. Dezember. Wir sitzen im Wohnzimmer eines Gründerzeithauses am Richardplatz. Direkt nebenan befindet sich die Küche mit sechsflammigem Gasherd. Hier kochen und probieren wir täglich Gerichte aus aller Welt, erklärt die Chefin von eßkultur gründete Birgitt Claus die Agentur für Gastronomie in Neukölln, wo seither ein vielfältiges gastronomisches Angebot vorbereitet wird. Denn Birgitt Claus betreut beispielsweise gastronomisch den Museumskomplex Dahlem, also das Ethnologische Museum, das Museum für Asiatische Kunst und das Museum für Europäische Kulturen. Sie begleitet die Ausstellungen mit den passenden Speisen, bietet ein orientalisches Märchenfrühstück im Beduinenzelt oder eine kulinarische Reise durch die Museen an. Ein weiteres Projekt ist ein kleines Küchenmuseum, für das die STADT UND LAND ihr vor kurzem die ehemalige Remise im Hof zur Verfügung gestellt hat. Doch es weihnachtet und deshalb möchten wir mehr von ihr über weihnachtliche Köstlichkeiten erfahren: Weihnachten gehört zu den wichtigsten kulinarischen Festen des STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember 2012 Jahres, sagt die 48-Jährige, und einer der Hauptaspekte ist bei diesem Fest zweifellos das Essen. Dabei zeigen sich starke regionale Unterschiede und kulinarische Besonderheiten, und darin kennt sich Birgitt Claus aus: So kommt in Sachsen das Neunerlei auf den Tisch, ein Mahl mit Bratwurst, Kartoffelklößen, Sauerkraut, Linsensuppe, Kompott und weiteren Gängen. Jede Zutat hat eine bestimmte Bedeutung: Bratwurst erhält die Kraft, Sauerkraut soll dafür sorgen, dass einem das Leben nicht sauer wird, Klöße stehen für den Wunsch nach Geld, Kompott für Lebensfreude, erklärt Birgitt Claus. In unserem Nachbarland Polen serviert man zu Heiligabend zwölf Gänge. In Anlehnung an die zwölf Apostel gibt es eine Oblate, Hering, Brot, Rote-Bete-Suppe, Teigohren, Sauerkraut, Pilze, Karpfen, Kartoffeln, Rote Grütze, Mohnsoße und Kompott. Jeder Gang habe eine religiöse, teilweise auf heidnische Bräuche zurückgehende Bedeutung. Ab Mitternacht trinken die Erwachsenen dann,polnischen Landwein, also Wodka, so Claus. Auch in Frankreich gedenkt man Jesus und der Jünger beim 13-teiligen Dessert mit Nüssen, Obst, Baumkuchen und Schokolade. Im hohen Norden dagegen wird deftig gegessen. In Finnland kommt am 23. Dezember ein Schinken in den Ofen, der über Nacht mit Bratensaft begossen wird. Dazu trinkt man Glöggi-Glühwein, zwischendurch geht man in die Sauna. Am nächsten Abend wird der Schinken dann angeschnitten. Am wichtigsten ist mir, Heiligabend und Weihnachten nicht allein zu verbringen. Lieber sitze ich mit Familie und Freunden bei gutem Essen und einem schönen Glas Wein am Tisch zusammen, um diesen besonderen Abend gesellig zu genießen, erklärt Birgitt Claus. Das könne man auch mit Würstchen und Kartoffelsalat. eßkultur Richardplatz 25, Neukölln, Tel.: , 7

8 berliner bezirke Herausforderung Integration STADT UND LAND im gesellschaftlichen Dialog was können wir von den Finnen lernen? Auf Einladung der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft war die Botschafterin Finnlands in Deutschland, Päivi Luostarinen, am 19. November 2012 im Rathaus Neukölln zu Gast, um über die Migrations- und Integrationssituation in Finnland zu berichten und sich anschließend den Fragen aus dem Publikum zu stellen. Botschafterin Päivi Luostarinen verdeutlichte an diesem Abend, dass die Zuwanderungssituation in dem mit 5,4 Millionen Einwohnern dünn besiedelten Finnland nicht mit der deutschen vergleichbar ist, es jedoch einzelne Aspekte der finnischen Integrationspolitik gibt, die auch für Deutschland interessant sein könnten. Im Unterschied zu Deutschland ist das Thema Zuwanderung in Finnland erst seit rund fünfundzwanzig Jahren relevant. Seither wanderten einerseits Flüchtlinge aus Vietnam, Somalia, dem ehemaligen Jugoslawien, Afghanistan und dem Irak ein, andererseits europäische Arbeitskräfte im Zuge der EU-Politik des freien Personenverkehrs, vor allem aus Estland. Infolgedessen hat sich der Ausländeranteil seit der Jahrtausendwende zwar fast verdoppelt, ist mit rund ausländischen Staatsbürgern im europäischen Vergleich jedoch gering. Die Diplomatin betonte, dass auch Finnland aufgrund des demographischen Wandels auf die Arbeitskraft der Migranten angewiesen ist. Deshalb liegt die Integrationsförderung seit Anfang des Jahres in der Zuständigkeit des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft, und das Regierungsprogramm zielt auf eine erhebliche Erhöhung der Migrantenbeschäftigung ab. Besonders interessant für das Publikum war die Tatsache, dass der finnische Staat nicht nur Kenntnisse der zwei Landessprachen Finnisch und Schwedisch einfordert, sondern allen Migranten auch das Recht auf Sprachunterricht in der eigenen Muttersprache einräumt. So werden an den Schulen in Helsinki rund 40 verschiedene Sprachen gelehrt. Der Vortrag der Botschafterin fand reges Interesse, so dass viele Fragen aus dem Publikum folgten und die Gäste die Diskussion anschließend noch bei einem Imbiss fortsetzten. Ein neues Auto für das Ricam Hospiz STADT UND LAND-Geschäftsführer und Ricam-Beiratsmitglied Jürgen Marx (re. im Bild) übergab gemeinsam mit Bernd Hempel vom Lions Club Berlin Kurfürstendamm einen Skoda Fabia an Dorothea Becker, die Geschäftsführerin des Ricam Hospizes. Sie hat 1998 mit der Hilfe vieler Berlinerinnen und Berliner das erste stationäre Hospiz Berlins gegründet. Das Auto wird nun für tägliche Haus- und Beratungsbesuche bei schwerstkranken Menschen genutzt. 8 STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember 2012

9 berliner bezirke Mieterhöhung mit Augenmaß Das neue Mietenbündnis entlastet die Mieter Gemeinsam mit den Geschäftsführern und Vorständen der anderen städtischen Wohnungsgesellschaften und Senator Michael Müller (mi.) unterzeichnete Ingo Malter (r.) das Bündnis für Mieten. Das neu geschlossene Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten zwischen dem Berliner Senat und den sechs städtischen Wohnungsgesellschaften war in den letzten Wochen in aller Munde. Mit dem Mietenbündnis haben wir ein Instrument der sozialen Wohnungspolitik erarbeitet und umgesetzt, durch das wir die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt positiv beeinflussen können. Ich freue mich, dass wir diesen wichtigen Schritt jetzt getan haben, damit wir für Berlin auch in Zukunft bezahlbaren Wohnraum erhalten können, so der zuständige Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller. Das Bündnis sichert auch einkommensschwächeren Mieterinnen und Mietern einen Verbleib in den Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Inhalt des Bündnisses ist ein Bündel von Maßnahmen, das Mietsteigerungen begrenzen und eine schleichende Verdrängung der Mieter aus der Innenstadt stoppen soll. Folgende Vereinbarungen sind für unsere Mieterinnen und Mieter besonders wichtig: Mieterhöhungen sind innerhalb von vier STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember 2012 Jahren um 15 % statt bisher innerhalb von drei Jahren um 20 % möglich. Die Umlage von Modernisierungskosten erfolgt mit 9 % statt bisher mit 11 %. Nach einer Mieterhöhung soll die Nettokaltmiete 30 % des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigen. Mit der Unterzeichnung des Mietenbündnisses, das nicht mit einem Rechtsanspruch seitens der Mieter gleichzusetzen ist, endete aber auch der vom Senat verhängte Stopp für Mieterhöhungen. Deshalb haben viele Mieterinnen und Mieter in den letzten Wochen Mieterhöhungen innerhalb der oben genannten Grenzen des Mietenbündnisses erhalten. Alle betroffenen Wohnungen liegen nach wie vor unter den ortsüblichen Vergleichsmieten, die sich aus dem aktuellen Mietspiegel von Berlin ergeben. Soziale Härtefälle werden wie auch bisher praktiziert gemeinsam zwischen den Mietern und der STADT UND LAND gelöst. Erste Ansprechpartner sind in diesem Fall die zuständigen Vermieter/Verwalter, die darüber informieren, welche geeigneten Nachweise seitens der Mieter zu erbringen sind. Für die Bearbeitung von Einsprüchen werden nun folgende Fakten überprüft: Angemessenheit der Wohnfläche, Mietbelastungsquote mittels einer Einkommensbescheinigung, Unterschreitung der Einkommensgrenze des Wohnberechtigungsscheines (WBS) sowie soziale Härten. Die Einkommensbescheinigung nach 9(2) WoFG, Grundlage dieser Faktenprüfung, wird von den Bürgerämtern ausgestellt und sollte im Falle eines Einspruchs so schnell wie möglich beantragt werden. Bei Antragstellung muss Härtefallprüfung Mieterhöhung angegeben werden, damit die Ämter die vollständigen Unterlagen aushändigen. Die Umsetzung des Bündnisses stellt die STADT UND LAND vor organisatorische und finanzielle Herausforderungen, die durch sorgsames Wirtschaften kompensiert werden müssen. Das Unternehmen stellt sich weiterhin seiner sozialen Verantwortung für die Stadt und bietet den Mieterinnen und Mietern damit auch ein großes Stück Sicherheit. 9

10 berliner bezirke Glasrecycling in Berlin spart jährlich Tonnen CO₂. Danke. Trenntstadt Berlin ist eine Initiative der Berliner Stadtreinigung mit den Partnern ALBA, Berlin Recycling und der Stiftung Naturschutz Berlin. 10 STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember 2012

11 berliner bezirke Super Trouper im Estrel Mieterjubiläumsfeier mit großer ABBA-Show Diesen Abend werden viele Mieterinnen und Mieter nicht vergessen. Hunderte Lämpchen erleuchteten den Saal, als mit Thank you for the music ein mitreißendes Konzert zu Ende ging. Zwei Stunden gab die fast echte ABBA-Band einen Ohrwurm nach dem anderen zum Besten und rockte den Saal, wie man so schön sagt. Die STADT UND LAND hatte am 14. September zur jährlichen Mieterjubiläumsfeier ins ESTREL geladen und viele Jubilare kamen, um sich für ihre jahrzehntelange Wohntreue belohnen zu lassen. Geschäftsführer Ingo Malter begrüßte alle, die nun schon seit 25, 30, 40, 50 oder sogar 60 Jahren bei der STADT UND LAND wohnen. Wir können also mit Fug und Recht behaupten, dass wir Generationen ein Zuhause bieten, so Malter und lieferte auch gleich einige beeindruckende Zahlen mit. Alle 425 Mietparteien, die in diesem Jahr ihr Mieterjubiläum bei uns begehen, verkörpern insgesamt rund Jahre Wohntreue. Regional am stärksten vertreten waren in diesem Jahr die Mieterinnen und Mieter aus Treptow-Köpenick und Tempelhof-Schöneberg, die etwa 70 Prozent aller Jubilare stellten. Die 96 Silberhochzeits-Jubilare mit ihren 25 Jahren Mietvertrag waren die Jüngsten unter ihnen, knapp die Hälfte aller geladenen Jubilare wohnten in diesem Jahr bereits 30 oder 40 Jahre bei der STADT UND LAND. Aber besonders bemerkenswert war die Anzahl derjenigen, die nun bereits ein halbes Jahrhundert bei der STADT UND Die Hits von ABBA begeisterten die Gäste. LAND wohnen: Sagenhafte 125 Mietparteien. Aber auch hier war noch eine Steigerung möglich. Fünf Mieterinnen und Mieter hatten in diesem Jahr sogar schon seit 60 Jahren ihr Zuhause unter unserem Dach. Ingo Malter kommentierte diese Zahlen mit den Worten: Da kann man wirklich von einem Leben mit der STADT UND LAND sprechen. Die beliebte Mieterjubiläumsfeier im Estrel gibt es nunmehr seit fünf Jahren. Da es immer wieder passiert, dass langjährige Mieter sich nicht berücksichtigt fühlen, hier zwei wichtige Hinweise zum Einladungsprocedere. Das interne EDV-System kennt nur das Datum des letzten Mietvertrages. Wer also innerhalb der STADT UND LAND umgezogen ist, wird nur mit der aktuellen Wohnung berücksichtigt. Hier sind die Servicebüros auf Ihre Hinweise angewiesen. Es kommt auch vor, dass ein Nachbar, der später eingezogen ist, früher eingeladen wird. Dies liegt an der 10-jährigen Spanne zwischen den runden Jubiläumsdaten (30, 40, 50, 60) und der erst seit fünf Jahren stattfindenden Feier. Das betrifft insbesondere diejenigen, die sich in der zweiten Hälfte eines Mietjahrzehntes befinden. Diese Mieterinnen und Mieter werden eingeladen, wenn ein rundes Jubiläumsjahr erreicht ist. STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember

12 Thema berliner bezirke Vom Winde bewegt 18 Meter hohe Kunstskulptur in Hellersdorf steht wieder Bezirksstadtrat Christian Gräff (li.), Prof. Rolf Lieberknecht (2.v.r.) und Geschäftsführer Jürgen Marx (r.) erhielten unterhaltsame Unterstützung bei der Enthüllung der Tafel zum Kunstwerk. Zwei Jahre lang war sie aus dem Stadtbild verschwunden und viele Hellersdorfer hatten sie vermisst die 18 Meter hohe windkinetische Skulptur mit dem Titel 2,43 vorwärts geneigt von Prof. Rolf Lieberknecht. Seit dem 26. Oktober 2012 steht das überarbeitete und wiederaufgebaute Windspiel wieder an der Ecke Hellersdorfer Straße/Gülzower Straße. Die Skulptur ist ein wichtiger Bestandteil des Hellersdorfer Kunstkonzeptes und markiert einen der zentralen Stadteingänge in dem Bezirk. Das weithin sichtbare Kunstwerk aus Stahl, das auf einem vier Meter hohen Betonsockel montiert ist, musste 2010 nach extremen Witterungseinflüssen für die Durchführung notwendiger Reparaturarbeiten deinstalliert und anschließend überarbeitet werden. Nun wurde es in Anwesenheit des Künstlers Prof. Rolf Lieberknecht und des Bezirksstadtrates Christian Gräff durch STADT UND LAND-Geschäftsführer Jürgen Marx wieder an die Hellersdorfer Bürgerinnen und Bürger übergeben. Es lohnt sich, hier einmal stehen zu bleiben und die Skulptur auf sich wirken zu lassen. Erst dann nimmt man die langsamen Bewegungen des Windspiels wahr, die in starkem Kontrast zu diesem hochfrequentierten Verkehrsknotenpunkt stehen, so Jürgen Marx. Er betonte, dass Kunst im öffentlichen Raum und gepflegte Grünflächen zu einem guten Wohnumfeld gehören und Hellersdorf von beidem viel zu bieten hat. Die vom Wind animierte Skulptur entfaltet ihre dreidimensionale Wirkung durch die langsamen Bewegungen ihrer verschiedenen Elemente. Möglich ist dies durch eine raffinierte innere Kugellagertechnik, die die beweglichen Teile der Skulptur auf jeden zarten Lufthauch reagieren lässt. Aber nicht nur der Wind, auch die Sonne hat Einfluss auf die Wahrnehmung des Kunstwerkes. Je nach Lichteinfall leuchtet der Stahl metallisch oder verschmilzt mit den Farben der Umgebung. Der Künstler, Prof. Rolf Lieberknecht, ist Professor für Bildhauerei und dreidimensionale Gestaltung an der Folkwang-Universität der Künste in Essen und durch seine bildhauerischen Arbeiten weltweit bekannt. Seine kinetischen Skulpturen sind Meisterwerke der Präzision. Anlässlich des Wiederaufbaus seines Hellersdorfer Kunstwerkes erläuterte er auch den Titel der Skulptur 2,43 vorwärts geneigt : Es ist eine Art Code zur Wirkung der Schwerkraft. Bei mir beträgt der Neigungswinkel meines Körpers, bevor ich einen Schritt nach vorne machen muss, um nicht umzufallen, 2,43. Daher kommt die leichte Schräglage der Skulptur und auch ihr Titel. Lieberknecht will sein Kunstwerk auch als eine Haltung gegenüber der Welt verstanden wissen: Das Langsame steht für eine kritische Position gegenüber der ständig wachsenden Beschleunigung, das Leise für das Verfeinern der Wahrnehmung durch Konzentration und Besinnung, und das Leichte steht für den sparsamen Gebrauch von Ressourcen, die Verwendung von Materialien und Energien nach ökologischen Kriterien. Mit dem Wiederaufbau der Skulptur ist eines der wichtigsten Hellersdorfer Kunstwerke wieder an seinen angestammten Platz zurückgekehrt. 12 STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember 2012

13 berliner bezirke Mieter zeigten die grünen Daumen Balkonschmuckwettbewerbe in Hellersdorf und in der Landhaussiedlung Rudow An vielen Wohnstandorten der STADT UND LAND wurde in diesem Jahr wieder erfolgreich gegärtnert und gepflanzt, so dass es im Sommer in Mietergärten und auf Balkonen grünte und blühte. In Hellersdorf und in der Landhaussiedlung Rudow wurden vor wenigen Wochen die Sieger der dort ausgelobten Balkonschmuckwettbewerbe gekürt. Ob Rosenstöckchen oder Kräuterbeet, Hängepflanze oder Staude, kurzer Scherrasen oder Wildblumenwiese die besichtigten Balkone und Mietergärten wurden mit viel Engagement und Liebe zum Detail gestaltet. Die jeweilige Jury bestehend aus Mieterbeiräten bzw. dem Hellersdorfer Grünklub und Vertretern der STADT UND LAND erfreute sich an den zahlreichen grünen Oasen und hatte die Qual der Wahl. Prämiert wurden folgende Mieter: Hellersdorf Mietergarten: 1. Platz: Frau Woyke, Lily- Braun-Straße; 2. Platz: Familie Burghause, Lily-Braun-Straße Balkon: 1. Platz: Familie Fehmann, Teupitzer Straße; 2. Platz: Familie Meinhardt, Louis-Lewin-Straße; 3. Platz: Familie Gelbling, Cecilienstraße; 4. Platz: Familie Lemke, Suhler Straße; 5. Platz: Familie Nerger/Molkentin, Erich-Kästner-Straße Landhaussiedlung Rudow Mietergarten: 1. Platz: Familie Schumacher, Schirpitzer Weg; 2. Platz: Familie Elsner, Neudecker Weg; 3. Platz: Familie Stürmer-Barkowski, Neudecker Weg Balkon: 1. Platz: Familie Kerz, Schirpitzer Weg; 2. Platz: Familie Rommel, Selgenauer Weg; 3. Platz: Familie Menzel, Neudecker Weg Oben: Mit viel Liebe zum Detail hat Familie Woyke in Hellersdorf ein fast mediterranes Ambiente geschaffen. Mitte: Familie Fehmann hat den gesamten Balkon in ein Blütenmeer verwandelt. Links: Ein kleines Paradies. Der gepflegte Garten von Familie Schumacher in der Rudower Landhaussiedlung hat einen hohen Erholungswert und besticht durch wunderschöne Farbkontraste. Vertrauen gegen Vertrauen Neuer Mieterbeirat in der Landhaussiedlung Rudow Im November wurde in der Landhaussiedlung Rudow ein neuer Mieterbeirat gewählt. Die Interessen der Mieter vertreten nun: Eric Konrad, Torsten Dembinski, Ingo Franke und Bettina Purtzel. STADT UND LAND gratuliert zur (Wieder-)Wahl und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit. Insgesamt engagieren sich in den Siedlungen der STADT UND LAND rund STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember Bewohner ehrenamtlich als Interessenvertreter und Mittler zwischen Mieter und Vermieter. Durch gegenseitige Informationen und gemeinsame Beratungen wird auf viele Entscheidungsfindungen im Unternehmen Einfluss genommen, von Bauund Instandhaltungsmaßnahmen über die Gestaltung des Wohnumfelds oder die Senkung der Betriebskosten bis zu Nachbarschaftsproblemen und Verstößen gegen die Hausordnung. Mitbestimmen bedeutet aber auch Mitverantwortung und deshalb gilt in der Zusammenarbeit: Vertrauen gegen Vetrauen. 13

14 THEMA Vermischtes Was für ein Himmelsspektakel STADT UND LAND veranstaltete das Festival der Riesendrachen Foto: Nils Bornemann Zeugen eines atemberaubenden Spiels hunderter Drachen mit dem Wind wurden pünktlich zum Herbstanfang am 22. September rund Besucher auf dem Gelände der Tempelhofer Freiheit. Viele von ihnen waren der Einladung der STADT UND LAND zum ersten Festival der Riesendrachen gefolgt, um den spektakulären Darbietungen erfahrener Drachenfliegerteams aus verschiedenen Ländern zu folgen oder aber die eigenen Fluggeräte in den Himmel steigen zu lassen. Wir hätten nicht gedacht, dass es ein so tolles Fest wird, zeigte sich STADT UND LAND-Geschäftsführer Ingo Malter vom bunten Treiben begeistert. Ursprünglich wurde das Event eine Nummer kleiner und zwar als Mieterfest geplant. Aber dann waren wir so beeindruckt von der Größe und Schönheit der Drachen, dass wir uns dafür entschieden haben, ein Drachenfestival auf diesem phantastischen Gelände zu veranstalten, von dem nicht nur unsere Mieterinnen und Mieter, sondern alle Berlinerinnen und Berliner etwas haben, so Malter weiter. STADT UND LAND-Geschäftsführer Ingo Malter (2.v.l.) und der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Christoph Landerer (r.) begrüßten neben BSR-Chefin Vera Gäde-Butzlaff (m.) auch die beiden Bezirksstadträte Dr. Franziska Giffey (3.v.l.) und Oliver Schworck (2.v.r.). Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern präsentierten sich Centipeden, Ein- und Zweileiner und phantasievolle Großdrachen imposant und schillernd bunt als Tiere und andere 14 STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember 2012

15 damals war s... VERMISCHTES Wesen am Himmel über der Drachenwiese. Mit Live-Musik, Bonbonabwürfen, Drachenbasteln, Hüpfburgen, Drachenquiz, Kinderschminken und regionalen Schlemmerständen bot die Veranstaltung jede Menge Vergnügen für Jung und Alt bei freiem Eintritt. Sehr gefragt waren auch die Berufsinformationsstände der Berliner Feuerwehr, des DRK und der Berliner Polizei sowie das Infomobil der BSR. Lob für das Drachenfestival gab es von Vera Gäde-Butzlaff, der Vorstandsvorsitzenden der Berliner Stadtreinigung (BSR), die als Sponsor die Veranstaltung unterstützte, sowie von der Neuköllner Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport, Dr. Franziska Giffey, und ihrem Amtskollegen aus Tempelhof-Schöneberg, dem für Jugend, Ordnung und Bürgerdienste zuständigen Oliver Schworck. Letzterer wünschte sich viele weitere Drachenfeste in den nächsten Jahren. Wir werden dafür sorgen, dass es nicht das letzte Drachenfest bleibt, versprach denn auch Dr. Christoph Landerer, Aufsichtsratsvorsitzender der STADT UND LAND, die östlich und westlich der Tempelhofer Freiheit einen Bestand von über Wohnungen hat. Anlässlich des Festivals hatte STADT UND LAND auch einen Schulwettstreit initiiert. Die drei Berliner Grundschulen, von denen die meisten kleinen Drachenfans das Fest besucht hatten, wurden nun mit Geldspenden belohnt. Eine Spende in Höhe von Euro ging an die Peter-Petersen-Schule in Berlin-Neukölln, Euro erhielt die Neuköllner Regenbogenschule und über 750 Euro durfte sich die Grundschule auf dem Tempelhofer Feld freuen. 15

16 Aus den Bezirken Ein trockener Platz Mieterbeirat engagiert für mehr Sicherheit und Regenschutz die gewinner aus dem Stadt und land Journal Nr. 38: Herzlichen Glückwunsch! Gewinnspiel: centrovital Lösung: Backstein Arwin Magdanz, Berlin Peter Lude (2. v. r.), Sprecher des Mieterbeirates, ist froh, dass die Wartehalle rechtzeitig vor Beginn der dunklen Jahreszeit aufgestellt wurde. Endlich können viele Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs in der John-Locke-Siedlung aufatmen. Durch die Initiative des Mieterbeirates wurde vor wenigen Wochen in der John-Locke- Straße ein weiteres Bushaltestellenhäuschen aufgestellt. Bereits 2010 hatte der Mieterbeirat dieses bei der BVG beantragt, um eine große Gefahrenstelle in der Siedlung zu beseitigen. Bei Regen nutzten die Fahrgäste, ob Jung oder Alt, die Wartehalle auf der gegenüberliegenden Straßenseite und mussten in kurzer Zeit die Straße überqueren, wenn der Bus nach einer schlecht einsehbaren Kurve in Sicht kam. Diese Gefahr ist nun gebannt und die John-Locke-Siedlung ist, dank des engagierten Mieterbeirates, bei Regen um ein trockenes Plätzchen reicher. Gewinnspiel: Estrel Hotel Lösung: Zimmer Jürgen Putscher, Berlin Gewinnspiel: Berlin-Rätsel Lösung: Nikolaikirche Ursula Reiter, Berlin Gewinnspiel: Bücher-Tipps Die Tote von Charlottenburg: Michel Erdmann, Berlin Philipp Pfaffinger, Berlin Der italienische Geliebte: Jörg Kuinke, Berlin Anzeige Die neue Infowelt Energie von Vattenfall Energie, die Sie nicht verbrauchen, ist immer noch die umweltfreundlichste. Im neuen Onlineportal Infowelt Energie zeigt Vattenfall, wie einfach Sie Energie sparen können. Manchmal reichen ja schon ganz kleine Verhaltensänderungen aus, um eine große Wirkung zu erzielen. Wussten Sie, dass zum Beispiel Netzteile von Handys oder Laptops häufig auch im Leerlauf erheblich Strom verbrauchen? Oder dass ein schräg aufgelegter Topfdeckel zu einem zwei- bis dreifach höheren Stromverbrauch im Vergleich zum geschlossenen Deckel führt? Dies können Sie sich sparen und durch ein einfaches Steckerziehen bzw. gerade Auflegen des Deckels die Umwelt und auch Ihren Geldbeutel schonen. In anderen Bereichen fängt das Energiesparen bereits bei der Anschaffung der Geräte an. Etwa, wenn Sie einen neuen Kühlschrank kaufen möchten. Welche Energiesparpotenziale in Ihren eigenen vier Wänden stecken, zeigt Ihnen in wenigen Minuten ein interaktiver Strom-Check. Dieser führt Sie Raum für Raum durch Ihre Wohnung und entlarvt alle Stromfresser. Mit der Infowelt Energie setzt Vattenfall ein weiteres Zeichen in puncto Klimaschutz und möchte Sie zum Mitmachen anregen: mit jeder Menge Tipps und Informationen, wie Sie mühelos Ihren Energieverbrauch reduzieren können. Einfach, verständlich und garantiert alltagstauglich. In Deutschland entfällt fast die Hälfte des Energieverbrauchs auf Heizung, Warmwasser und die Beleuchtung von Gebäuden. Investitionen, etwa in eine bessere Dämmung, können sich deshalb schnell bezahlt machen. Auch hier liefert Ihnen die Infowelt Energie mit vielfältigen Informationen und Checks wichtige Entscheidungshilfen. Und das Beste daran: Über die eingebaute Fördermittelsuche können Sie sich als Eigenheimbesitzer zugleich informieren, welche staatlichen Unterstützungen für Ihre Bauvorhaben angeboten werden. Ein integrierter Energie-Shop mit über tausend Stromsparprodukten rundet das umfangreiche Angebot der Infowelt Energie ab. So erhalten Sie bequem die Möglichkeit, Ihre Energiesparpläne gleich in die Tat umzusetzen. Es lohnt sich, gleich reinzuschauen unter: 16 STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember 2012

17 MARKTPLATZ Aus den Bezirken Vom Licht verzaubert Spreefahrt der Mieterbeiräte zum Festival of Lights Lichterschiffe sorgten immer wieder für eindrucksvolle Momente. Autos über Autos und kein Durchkommen. Das Programm der diesjährigen Mieterbeiratsrundfahrt drohte fast am Verkehrschaos rund um den Treptower Park zu scheitern. Aber als der Schiffsanleger an der Hansabrücke endlich erreicht war, stand einem vergnüglichen und eindrucksvollen Abend nichts mehr im Wege. Die Mieterbeiräte und die Mitglieder des Hellersdorfer Grünklubs freuten sich auf eine Lichterfahrt mit dem Salonschiff Schöneberg anlässlich des Festival of Lights. Und das hielt, was es versprach. Illuminierte Lichterschiffe kreuzten auf der Spree und viele Ufergebäude waren eindrucksvoll ins rechte Licht gesetzt. Geschäftsführer Ingo Malter bedankte sich bei den Gästen für ihr Engagement und die geleistete Arbeit. Er hob hervor, dass die persönlichen Begegnungen und Gespräche den Führungskräften ein direktes Feedback geben, womit unsere Mieterinnen und Mieter zufrieden und womit sie nicht ganz so zufrieden sind. Viele dieser, aus den direkten Gesprächen gewonnenen Erkenntnisse werden bei den Planungen des Unternehmens berücksichtigt. Das unterscheidet uns als kommunales Unternehmen von privaten Wohnungsanbietern, so Malter weiter. Er erläuterte kurz die Eckpunkte des Bündnisses für bezahlbare Mieten, das die STADT UND LAND, wie auch die anderen landeseigenen Wohnungsgesellschaften, mit dem Berliner Senat geschlossen hat. Malter verwies darauf, dass die Umsetzung dieses Mietenbündnisses wirtschaftlich und organisatorisch eine Herausforderung darstellt, der sich das Unternehmen in der Zukunft stellen muss. Während das Buffet regen Zuspruch fand, passierte das Schiff das Regierungsviertel, den Hauptbahnhof, die Museumsinsel, das Nikolaiviertel, die Jannowitz- und die Oberbaumbrücke. Viele Gäste genossen den Ausblick und den milden Abend auf dem Oberdeck und nahmen viele schöne Eindrücke mit nach Hause. STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember

18 veranstaltungstipps Thema berliner neues marktplatz aus bezirke tempelhof Marktplatz Mietwohnungen Altglienicke 3-Zimmer-Wohnung Lehmusstr. 22, Berlin 2. Obergeschoss, links Baujahr: 1999 Ausstattung: Fernheizung, zentrale Warmwasserversorgung, Abstellraum, Kabelanschluss (Fremdvertrag), Balkon, Keller, öffentlich geförderter Wohnraum Frei ab: sofort Größe: 80 m² Netto-Kaltmiete: 468,82 Brutto-Warmmiete: 674,37 3-Zimmer-Wohnung Ehrenfelder Str. 31, Berlin 2. Obergeschoss, rechts Baujahr: 1997 Ausstattung: Fernheizung, zentrale Warmwasserversorgung, Kabelanschluss (Fremdvertrag), Balkon, Keller, öffentlich geförderter Wohnraum Frei ab: sofort Größe: 75 m² Netto-Kaltmiete: 444,73 Brutto-Warmmiete: 640,10 3-Zimmer-Wohnung Siriusstr. 11, Berlin 5. Obergeschoss, rechts Baujahr: 1996 Ausstattung: Fernheizung, zentrale Warmwasserversorgung, Abstellraum, Kabelanschluss (Fremdvertrag), Balkon, Aufzug, Keller, öffentlich geförderter Wohnraum Frei ab: sofort Größe: 75 m² Netto-Kaltmiete: 427,65 Brutto-Warmmiete: 637,85 Hellersdorf 3-Zimmer-Wohnung Riesaer Straße 111, Berlin 1. Obergeschoss, links Baujahr: 1988 Ausstattung: Fernheizung, zentrale Warmwasserversorgung, Elektroherd, Kabelanschluss (Fremdvertrag), Balkon, Aufzug, Keller Frei ab: sofort Größe: 77 m² Netto-Kaltmiete: 383,85 Brutto-Warmmiete: 559,59 Lichtenrade 3-Zimmer-Wohnung Steinstr. 76, Berlin Erdgeschoss, links Baujahr: 1996 Ausstattung: Zentralheizung Gas, zentrale Warmwasserversorgung, Einbauküche, Gasherd, Abstellraum, Kabelanschluss (Fremdvertrag), Terrasse, Wintergarten, Keller Frei ab: sofort Größe: 83 m² Netto-Kaltmiete: 488,60 Brutto-Warmmiete: 798,60 4-Zimmer-Wohnung John-Locke-Str. 15, Berlin 3. Obergeschoss Baujahr: 1967 Ausstattung: Zentralheizung Öl, Einzel- Warmwasserversorgung, Einbauküche, Elektroherd, Kabelanschluss (Fremdvertrag), Loggia, Aufzug, Keller Frei ab: sofort Größe: 86 m² Netto-Kaltmiete: 385,11 Brutto-Miete (ohne WW): 615, STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember 2012

19 MARKTPLATZ MARKTPLATZ marktplatz Neukölln 2-Zimmer-Wohnung (seniorengerecht) Morusstr. 1, Berlin 4. Obergeschoss Baujahr: 1984 Ausstattung: Fernheizung, zentrale Warmwasserversorgung, Einbauküche, Elektroherd, Kabelanschluss (Fremdvertrag), Wintergarten, Aufzug, Keller, öffentlich geförderter Wohnraum Frei ab: sofort Größe: 58 m² Netto-Kaltmiete: 354,21 Brutto-Warmmiete: 616,21 2-Zimmer-Wohnung Planetenstr. 81, Berlin Erdgeschoss, links Baujahr: 1937 Ausstattung: Fernheizung, zentrale Warmwasserversorgung, Einbauküche, Gasherd, Duschwanne, Kabelanschluss (Fremdvertrag), Keller Frei ab: Größe: 39 m² Netto-Kaltmiete: 188,92 Brutto-Warmmiete: 311,24 RUDOW 2-Zimmer-Wohnung Neuköllner Str. 304, Berlin Erdgeschoss Baujahr: 1975 Ausstattung: Zentralheizung Öl, zentrale Warmwasserversorgung, Einbauküche, Elektroherd, Kabelanschluss (Fremdvertrag), Balkon, Keller Frei ab: sofort Größe: 65 m² Netto-Kaltmiete: 411,43 Brutto-Warmmiete: 627,56 Treptow 5-Zimmer-Wohnung Johanna-Tesch-Str. 44, Berlin Erdgeschoss, rechts Baujahr: 1961 Ausstattung: Zentralheizung Gas, zentrale Warmwasserversorgung, Elektroherd, Kabelanschluss (Fremdvertrag) Frei ab: sofort Größe: 90 m² Netto-Kaltmiete: 448,96 Brutto-Warmmiete: 700,96 3-Zimmer-Wohnung Groß-Berliner Damm 3, Berlin 3. Obergeschoss, links Baujahr: 1928 Ausstattung: Fernheizung, zentrale Warmwasserversorgung, Elektroherd, Kabelanschluss (Fremdvertrag) Frei ab: sofort Größe: 63 m² Netto-Kaltmiete: 316,20 Brutto-Warmmiete: 463,72 Fredersdorf 5-Zimmer-Wohnung Martin-Luther-Str. 10, Fredersdorf 1. Obergeschoss, links Baujahr: 1997 Ausstattung: Zentralheizung Gas, zentrale Warmwasserversorgung, Gäste-WC, Kabelanschluss (Fremdvertrag), Balkon, Keller, öffentlich geförderter Wohnraum Frei ab: sofort Größe: 101 m² Netto-Kaltmiete: 545,51 Brutto-Warmmiete: 812,82 STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember

20 Vermischtes Wie man sich bettet, so schläft man Warum guter Schlaf so wichtig ist 20 STADT UND LAND Journal Nr. 39 Dezember 2012

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