Planet Wüste. Satellitenbild Erde

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2 Planet Wüste Die Erde ist ein Wüstenplanet. Ein großer Teil seiner Landmasse ist von Wüsten bedeckt. Eine Wüste ist ein Gebiet, in dem sehr wenig Süß-Wasser vorkommt. Viel zu wenig, als dass dort Bäume leben könnten. Trotzdem gibt es Tiere und Pflanzen, die es schaffen, mit dem bisschen an Wasser auszukommen, das die Wüste ihnen bietet. Auch Menschen besuchen und leben in Wüsten. Die Bilder, die du hier siehst, stammen von Michael Martin. Er ist Fotograf und hat alle Wüsten der Erde bereist. Von dort brachte er die Fotos mit, die du hier siehst. Jetzt bist du aber selber dran. Streife durch die Ausstellung und erforsche die Wüsten der Erde und seine Bewohner. Dieses Forscher-Heft soll dir helfen, dich zurecht zu finden. Versuche einfach, die Fragen zu beantworten. Aber sei gewarnt! Die Fragen sind oft knifflig, schwierig und manches Tier, auf das du triffst, könnte gefährlich sein! Satellitenbild Erde Ein Bild zeigt die gesamte Erde. Die schwarzen Bereiche sind die Meere, die bunten Kontinente und Inseln. In welchen Farben erscheinen die Wüsten? Nenne fünf Wüsten der Erde. 2

3 Weiße Wüsten? Längst hast du erkannt, dass eine Wüste nicht immer heiß sein muss. Nord- und Südpol liegen in Wüsten, der Arktis und der Antarktis. In diesen Wüsten ist sämtliches Wasser gefroren. Wie nennt man eine solche Wüste? Höhlenbärenschädel Vor sehr langer Zeit gab es bei uns in Deutschland auch Wüsten. Zuletzt vor Jahren. Mammute und Höhlenbären von damals sind ausgestorben. Moschusochsen gibt es noch heute. Weißt du, wie die Zeit heißt, in der die Mammute bei uns lebten? Schnee-Hühner Moorschneehühner sind recht kleine Bewohner der Arktis. Sie fressen Beeren und Kräuter. Zumindest im Winter tragen sie ein weißes Gefieder. Der Eisbär hingegen ist das größte Raubtier. Er hat immer weißes Fell. Warum sind die Tiere weiß? 3

4 Küstenseeschwalbe Viele Vögel der Nordhalbkugel ziehen im Herbst in den warmen Süden und kehren erst im Frühjahr zurück. Ein besonderer Zugvogel ist die Küstenseeschwalbe. Um zu wissen, wo sie den Winter verbringt, verfolgen Forscher den Flug der Vögel. Auf der Karte siehst du die Positionen einer Küstenseeschwalbe. Jedes Kreuz ist eine Position am 1. des Monats. Zeichne in der Karte ihren Kurs ein und rate, wie weit sie geflogen ist. Papageitaucher Der Papageitaucher, ein Vogel von der Nordmeer-Küste, hat seinen Namen von dem Schnabel. Der ist in der Brutsaison knall-bunt. Kannst du dem Papageitaucher den Schnabel bunt malen? 4

5 Mount Erebus In der Antarktis gibt es einen über 3700m hohen Berg. Es ist ein aktiver Vulkan, der bei seiner Entdeckung 1841 Feuer spuckte und Rauch aus stieß. Suche auf den Bildern den Berg und schaue nach, ob der Vulkan noch immer aktiv ist. Sukkulenten Was ein Kaktus ist, das weiß ja jeder. Wirklich? In dem hohen Podest wachsen vier große Pflanzen. Aber nur zwei davon sind Kakteen! Die Pflanzen der Wüsten haben dieselben Probleme und lösen sie auch oft auf ähnliche Weise. Deshalb sehen sie ähnlich aus, sind aber ganz verschiedene Pflanzen. Diesen Typ Pflanzen nennt man Sukkulenten (zu Deutsch: Die Saftvollen). Betrachte die Pflanzen und nenne Gemeinsamkeiten. 5

6 Aquarium In dem Aquarium sollten kleine Krebse schwimmen. Sie leben aber nur kurze Zeit. Die Pfützen, in denen sie normalerweise leben, trocknen schnell aus. Deshalb ist ihr Leben so kurz. Neben dem Aquarium ist ein Stein ausgestellt. Darauf sind Fossilien dieser Tiere erhalten. Sie sind aber nur sehr schwer zu sehen. Kannst du sie erkennen? Gifttiere Unter den Wüstentieren tummeln sich viele Gifttiere. Vor allem der Skorpion ist sehr giftig. Er ist seit über 100 Jahren im Museum. Damals sammelte man noch lebende Tiere. Damit der Skorpion die Menschen nicht stechen konnte, hat man ihm den Giftstachel abgebrochen. Wo sitzt er am Tier? Mikroskop Unter dem Mikroskop findest du ein paar Sand-Proben. Drei Sandproben stammen aus dem Meer, eine aus der Wüste. Vergleiche die Sandkörner miteinander. Worin unterscheidet sich der Wüstensand von den Meeressanden? 6

7 Meteorit Aus dem Weltall donnern ständig Steine, Meteoriten genannt, auf die Erde herab. Doch werden nur sehr selten welche gefunden. Und wenn, dann meist in den Wüsten. Weißt du warum? Tipp Meteoriten bestehen meistens aus Eisen. Oryx-Antilope Oryx-Antilopen sind typische Wüstentiere. In der Glut der Namib-Wüste, ihrer Heimat, kann ihre Körpertemperatur bis 45 C ansteigen. Für Menschen wäre eine solch hohe Körpertemperatur tödlich. Oryx-Antilopen hingegen können diese Temperaturen aushalten, bevor sie arg ins Schwitzen kommen. Warum ist es für die Tiere wichtig, so wenig wie möglich zu schwitzen? Kamele Neben dem Oryx sind Kamele und Dromedare weitere typische Wüstenbewohner. Auf einem der Fotos siehst du Dromedare (das einhöckerige Kamel). Zeichne es ab 7

8 Wüsten der Vorzeit Vor 215 Millionen Jahren herrschte bei uns in Deutschland heißes Wüstenklima. Flüsse und Seen trockneten regelmäßig aus. Dabei bildeten sich Salzkristalle, deren versteinerte Abdrücke man noch heute sehen kann. Im Nebenraum befindet sich ein Bild, das die Salzkristalle eines heutigen Sees zeigt. Aus welcher Wüste stammt das Bild? Desertifikation Wüsten sind nicht einfach so da. Sie können auch durch Menschen entstehen. Wird zum Beispiel mehr Wasser verbraucht, als durch Regen oder Flüsse nachkommt, entstehen Wüsten. Wichtig wäre es, darauf zu achten, weniger Wasser zu verbrauchen. Wo würdest du versuchen, Wasser zu sparen? 8 Jura-Museum Eichstätt (2016) Dipl.-Biol. Andreas Hecker

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