EXAMEN D'ADMISSION DE L'ECOLE DE CULTURE GENERALE ET DE COMMERCE 1 ère ANNEE ALLEMAND

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1 GYMNASE DU BUGNON LAUSANNE Mai 2009 EXAMEN D'ADMISSION DE L'ECOLE DE CULTURE GENERALE ET DE COMMERCE 1 ère ANNEE ALLEMAND Nom et prénom du candidat:..... Date: 5 mai 2009 Note:.. Durée de l'épreuve: 3 heures Matériel mis à disposition par le gymnase: aucun Matériel autorisé apporté par les élèves: aucun Nombre de pages numérotées: 7

2 I. Textverständnis Die Geschichte der Familie Winteler Der Grossvater von Eleonores Grossvater hiess Johannes Winteler. Er ist 1796 in Mollis, im Kanton Glarus geboren. Von Beruf war er Käser: er produzierte viele Käsesorten. Aber damals gab es im Kanton Glarus wenig Arbeit. Deshalb ging er 1815 nach Sankt Petersburg, um dort zu leben. Später lebten seine Kinder in Nikolaiev, am Schwarzen Meer. Der Grossvater von Eleonore importierte Maschinen aus den USA. Die Familie hatte genug Geld. Eleonores Vater, Edgar Winteler, heiratete im Jahre 1920 Nina Sorina, die auch sehr reich war und viele Häuser in Nikolaiev hatte. Aber 1917 kommt es zu einer grossen Revolution in Russland. Alle Leute müssen dem Staat (l'état) ihren Besitz (la propriété, les biens) geben: Land, Häuser, Fabriken und Firmen. Die Familie von Eleonore verliert auch alles. Vor 1917 war ihre Familie reich, und jetzt hat sie fast nichts mehr. Es ist ganz schlimm für die Familie Winteler. Als sie alles verloren haben, reisen die Grosseltern, die Eltern und Eleonore 1924 in die Schweiz. Sie haben alle einen Schweizer Pass, und so dürfen sie Russland verlassen. Sie fahren mit dem Schiff von Odessa über Istanbul nach Genua und von dort mit dem Zug in die Schweiz. Sie haben sehr wenig Geld und nur ein paar Kleider. Deshalb fahren sie zu ihrem Bürgerort (le lieu d'origine) Mollis, wo man sie als Flüchtlinge (réfugiés) akzeptiert. Mollis ist für die Winteler ein fremdes Dorf. Sie sprechen Russisch, und die Eltern können nur ganz wenig Hochdeutsch. Schweizerdeutsch ist für alle ein ganz fremder Dialekt. Eleonores Grossvater ist schon alt und kann nicht mehr arbeiten. So muss ihr Vater allein für die ganze Familie Geld verdienen. Aber es gibt zu dieser Zeit in der Schweiz viele Arbeitslose. Von Beruf ist ihr Vater Kaufmann, doch in der Schweiz muss er zuerst viele Jahre als Strassenarbeiter das Geld nach Hause bringen. Das ist sehr schwer für ihn. 1

3 zieht die Familie Winteler nach Bern um. Die Grosseltern bleiben aber in Mollis zurück. Der Vater versucht, in Bern eine bessere Arbeit zu finden, aber ohne Erfolg. Die Familie wohnt zuerst in einer kleinen, kalten Mansarde. Eine komfortablere Wohnung zu finden ist schwierig. Wenn die Hausbesitzer nämlich hören, dass sie Russisch sprechen, geben sie ihnen keine Wohnung. Nach langem Suchen vermietet (louer) ihnen eine nette Frau eine kleine Einzimmerwohnung. Dort wird auch Eleonores kleiner Bruder geboren. In dieser Zeit lernt sie Berndeutsch sprechen, aber zu Hause spricht die ganze Familie immer noch Russisch. Später bekommt der Vater eine Stelle als Verkäufer bei Singer-Nähmaschinen (machines à coudre) in Zürich. Deshalb ziehen sie im Winter nach Zürich um. Dort beginnt Eleonore mit der Schule. Die Jungen in ihrer Klasse lachen immer über sie und werfen ihr Schneebälle nach, weil sie Berner Dialekt spricht. Aus diesem Grund lernt sie so schnell wie möglich den Zürcher Dialekt, damit niemand mehr über sie lachen kann. Seitdem lebt sie in Zürich. Ihre beiden Kinder sind hier geboren. Zürich ist Eleonores Heimatstadt geworden. Aber ein Teil ihres Herzens schlägt immer noch für die russische Sprache, die russische Kultur und für die Leute in Russland. Nach Aus der Geschichte der Familie Schindler von Mollis, Jakob Winteler (vereinfacht und gekürzt) 2

4 I. Textverständnis (25 Punkte) A. Was bedeuten die folgenden Ausdrücke? Finden Sie die passende Nummer für jeden Ausdruck. A. Damals gab es im Kanton Glarus wenig Arbeit (Z.3) B. Alle Leute müssen dem Staat ihren Besitz geben (Z.9-10) C. Es ist ganz schlimm für die Familie Winteler (Z.14) D. Mollis ist für die Winteler ein fremdes Dorf (Z.20) E. So muss Eleonores Vater allein für die ganze Familie Geld verdienen (Z.23-24) F. Aber ohne Erfolg (Z.29) G. Die Familie wohnt zuerst in einer kleinen, kalten Mansarde (Z.30) H. Nach langem Suchen (Z.33) 1. Er hat kein Glück. 2. Sie finden die Wohnung nicht sofort. 3. Früher gab es da viele Arbeitslose. 4. Das Zimmer ist klein, schlecht isoliert und liegt unter dem Dach. 5. Jeder muss geben, was er hat. 6. Nur er bringt Geld nach Hause. 7. Die Zeiten sind sehr hart für die Familie. 8. Niemand von ihnen kennt diesen Ort. A B C D E F G H Pkte/8 3

5 B. Welcher Satz ist richtig? Kreuzen Sie nur eine Antwort an. 1. Johannes Winteler ist nach Russland ausgewandert, weil er in der Schweiz keine Frau finden konnte. weil es nicht genug Arbeit in seinem Kanton gab. weil er in der Schweiz keine Arbeit finden konnte. weil er Käser werden wollte. 2. Als es 1917 in Russland zu einer Revolution kommt, geht die Familie nach Nikolaiev, ans Schwarze Meer. verliert die Familie alles, was sie hat. verkauft der Grossvater Maschinen in den USA. heiraten Eleonores Eltern. 3. Die Familie Winteler fährt im Jahre 1924 in die Schweiz, weil sie alle die Schweizer Nationalität haben. weil Eleonores Grossvater Käser ist. weil sie ihr Geld und ihre Kleider in die Schweiz geschickt haben. weil sie die Schweiz sehr gut kennen. 4. Eleonores Vater arbeitet als Strassenarbeiter, weil ihm die Arbeit als Kaufmann nicht mehr gefällt. weil ihm diese Arbeit Spass macht. weil er keine Arbeit als Kaufmann finden kann. weil der Grossvater genug Geld für die Familie verdient. 5. In Bern findet die Familie Winteler zuerst keine richtige Wohnung, weil die Grosseltern in Mollis geblieben sind. weil sie lieber in einer kleinen Mansarde wohnen. weil es keine freien Wohnungen gibt. weil sie russisch sprechen. 4

6 6. Eleonore und ihre Familie ziehen später nach Zürich um, um den Zürcher Dialekt zu lernen. weil der Vater endlich eine bessere Arbeit gefunden hat. damit Eleonore mit der Schule anfangen kann. weil die Mutter dort Arbeit gefunden hat. 7. Eleonore... hat zwei Kinder. lebt jetzt wieder in Russland. interessiert sich nicht mehr für Russland. ist in Zürich geboren. Pkte/7 C. Schreiben Sie für jeden Satz: R = richtig F = falsch? = steht nicht im Text 1. Johannes Winteler ist 1815 in Nikolaiev geboren. 2. Die Grossmutter arbeitete in einem Käseladen. 3. Vor der Revolution hatte die Mutter von Eleonore viel Geld. 4. In Mollis mussten die Leute dem Staat ihren Besitz geben macht Eleonore eine lange Reise. 6. In der Schweiz arbeitet Eleonores Grossvater als Käser. 7. Eleonore spricht russisch. 8. Die Familie findet sofort eine bequeme Wohnung in Bern. 9. In Zürich hat Eleonore sofort viele gute Freunde. 10. Eleonore hat ein Buch über ihre russische Kultur geschrieben. Total partie I Pkte/25 Pkte/10 5

7 II. Grammatik A. Ergänzen Sie den Text mit den Konjunktionen aus der Liste. Die Konjunktionen dürfen Sie nur einmal benützen. als bis bevor damit dass obwohl wenn während weil 1. Eleonore war sechs Jahre alt,... ihre Familie alles verloren hat. 2. Sie dürfen Russland verlassen,... sie einen Schweizer Pass haben. 3. Der Vater sucht Arbeit,... die Mutter sich um die Kinder kümmert. 4. Der Familie geht es besser,... der Vater eine Arbeit findet. 5. Die Schüler lachen über Eleonore,... sie ziemlich gut Deutsch spricht. 6. Eleonore findet,... die Schweiz ein schönes Land ist. 7. Es dauert lange,... die Familie eine grössere Wohnung findet. Pkte/7 B. Ergänzen Sie diesen neuen Text mit den Verben, die in Klammern stehen (...) und konjugieren Sie sie im Perfekt (passé composé). Die Verben "sein" und "haben" konjugieren Sie im Präteritum (imparfait). In Mollis... Eleonore gern zur Schule... (gehen). Die Lehrer... nett zu ihr (sein), und ihre Kameraden... sich Mühe... (geben). Alle...langsam... (sprechen), so dass Eleonore alles.../... (verstehen). Eleonore... sehr schnell Deutsch... (lernen), weil sie viel.../... (arbeiten). Ihre Nachbarin Annelise... ihr oft mit den Hausaufgaben... (helfen). Am Sonntag... (haben) Eleonore keine Schule. Sie... mit ihren Freundinnen lange Spaziergänge... (machen) und... mit ihnen manchmal in die Stadt... (fahren). Dort... sie zusammen Museen... (besuchen) oder... sich im Kino tolle Krimis... (ansehen). Pkte/13 6

8 C. Ergänzen Sie den Text mit den Präpositionen aus der Liste. Die Präpositionen dürfen Sie mehrmals benützen. an auf in mit - nach seit über zu Eleonore wohnt jetzt. zehn Jahren. Zürich. Es gefällt ihr dort gut, aber. den Ferien fährt sie gern. Mollis. ihren Grosseltern, weil die Luft. dem Land besser als. der Stadt ist..dem Sommer geht sie oft. ihren Freundinnen. ein gemütliches Restaurant. Sie setzen sich. einen Tisch. der Terrasse und diskutieren lange. die neueste Mode. Pkte/13 D. Bilden Sie Sätze mit den angegebenen Wörtern. Fangen Sie jeden Satz mit dem unterstrichenen Element an. Beispiel: der Vater damals finden (au prétérit) keine Arbeit Damals fand der Vater keine Arbeit. 1. Nach Zürich - die Eltern von Eleonore - im Winter umziehen (au présent) (2pkte) 2. (a) Zu dieser Zeit - der kleine Edgar - können (au présent) - gehen - noch nicht (b) weil - er - sein (au présent) - zu klein. (a) (b)...(4pkte) 3. (a) Eleonore - den Zürcher Dialekt - sprechen (au prétérit) - mit ihrem Bruder (b) aber - ihre Eltern - nicht - diese Sprache - lernen (au prétérit). (a) (b)......(3pkte) Total partie II = pts/42 à diviser par 2 = pts/21 Pkte/9 Total des points de l'épreuve (partie I+ II) = pts/ 46 7

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