Arts Education. Konzeption für das Kreativquartier München. Weltverständnis durch Künstlerisch-kulturelle Bildung

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1 Konzeption für das Kreativquartier München Dachauer Straße 112d München tel mobil Arts Education Weltverständnis durch Künstlerisch-kulturelle Bildung Entwicklung und modellhafte Durchführung eines innovativen und nachhaltigen Kooperationsmodells zwischen Kultureller Bildung und Jugendhilfe

2 Inhalt 1. Einleitung Weltverständnis durch Arts Education Inhalt und Methoden von Arts Education Szenisches Handeln Sparten übergreifende künstlerische Methoden Interkulturelle Theaterpädagogik Blickwinkel der Schule Inhaltliche und praktische Umsetzung des Modells Integrative Bildungs-Plattform Arbeitsstruktur Raumbedarf Personal Arbeitszeiten Künstlerisch-kulturpädagogische Kooperationen Modellhafte Bedeutung der Bildungsplattform für Arts Education Nachhaltigkeit von Arts Education durch kulturelle Regeneration Innovation durch strukturelle Weiterentwicklung Zeitplan Anhang Kostenplan Erläuterungen zum Kostenplan 2

3 Konzeption Arts Education Weltverständnis durch künstlerisch-kulturelle Bildung Entwicklung und modellhafte Durchführung eines innovativen und nachhaltigen Kooperationsmodells zwischen Kultureller Bildung und Jugendhilfe. Jeder ist auf seine eigene Art anders (Sarah, 13) 1 Einleitung Das vorliegende Konzept gründet auf den Erklärungen des Deutschen Städtetags zu den Perspektiven einer zukünftigen Bildungspolitik 1, der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags zur Kulturellen Bildung 2, der zweiten Weltkonferenz für Kulturelle Bildung 3 sowie ganz zentral dem 14. Kinder- und Jugendhilfe Bericht 4. Mit dem Investitionsprogramm Zukunft und Betreuung förderte die Bundesregierung den Aufbau von Ganztagsschulen, der mittlerweile in vollem Gange ist. Das Bundesjugendkuratorium hatte in seiner Stellungnahme dazu die Ganztagsschule als Chance beschrieben, einen Lernort zu schaffen, der durch Schule und Jugendhilfe gemeinsam verantwortet wird. 5 In rasanter Folge entstanden daraufhin im letzten Jahrzehnt eine Fülle von Projekten, wissenschaftlichen Studien und Kooperationsformen der Jugendhilfe mit Schule entlang der Diskussion über die Öffnung der Schule für neue Lernkulturen 6 und die Forderung nach einem erweiterten Bildungsbegriff der Jugendhilfe. Mit Hilfe außerschulischer Partner sollte sich die Schule zunehmend vom Lernort zum Lebensort wandeln. In Kooperationsprojekten mit Schule versuchen Akteure der kulturellen Bildung als Teil der Jugendhilfe die Schnittstelle zwischen dem schulischen Bildungsauftrag und dem Recht jedes jungen Menschen auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit 7 auszufüllen. 1 Deutscher Städtetag, Bildung gemeinsam verantworten, München, Gasteig, 8./ , Dokumentation der Erklärungen und Workshopergebnisse, insbesondere zur Kulturellen Bildung unter: Stand: Deutscher Bundestag (Hrsg.): Enquete-Kommission Kultur in Deutschland. Schlussbericht, Bundesdrucksache 16/7000, Bonn 2007, S UNESCO: Seoul Agenda. Goals for the Development of Arts Education, Seoul, , siehe: 4 Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, Drucksache 17/12200, , 516 S. 5 Bundesjugendkuratorium (BJK): Auf dem Weg zu einer neuen Schule Jugendhilfe und Schule in gemeinsamer Verantwortung, Bonn Biburger, Tom / Wenzlik, Alexander (Hg.): Ich hab gar nicht gemerkt, dass ich was lern. Untersuchungen zu künstlerisch-kulturpädagogischer Lernkultur in Kooperationsprojekten mit Schulen, kopäd Verlag, München 2009, 300 S. 7 Kapitel 1, 1, Kinder- und Jugendhilfegesetz 3

4 Nach Einschätzung der Expert_innen des aktuellen Kinder- und Jugendhilfeberichts ist Bildung zu der zentralen Schlüsselressource geworden, die für ein gelingendes Aufwachsen von grundlegender Bedeutung ist. 8 Sie umschreiben als allgemeines Ziel von Bildung die Entwicklung der Persönlichkeit und Lebensführungskompetenz (...) Trotz der fundamentalen Veränderungen erfolgt der schnelle Ausbau der Ganztagesschulen allerdings politisch weitgehend ohne konzeptionelle Debatten: Es fehlt so etwas wie eine Leitidee, die Sinn und Ziele dieses Ausbaus greifbar werden ließe. 9 Die Annäherungs- und Transformationsprozesse zum Ausbau der Ganztagsbildung an Schulen sind sehr wichtig und sollten weiter stattfinden. Zur Umsetzung einer zukunftsweisenden Leitidee geht die vorliegende modellhafte Projektkonzeption Arts Education 10 einen neuen Weg, der größere Synergien zwischen den Systemen ermöglicht, institutionell erzeugte Ungleichheit auflöst, das Selbstverständnis der Jugendhilfe einlöst und sich vor allem entlang der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder- und Jugendlichen erstreckt. Dabei bekommt die Arbeit an Dritten Orten, im Sozialraum, unter Einbezug familialer Binnenwelten 11, dem Stadtteil, durch ein lokales Bildungsmanagement, zentrale Bedeutung: in Kooperation mit pädagogischen Einrichtungen, jedoch losgelöst von starren Hindernissen wie sozialer Auslese, Leistungsdruck, Noten, homogenen Gruppen/Klassen, starren Zeittakten. Der Schlüssel zum Aufbau von Lebensführungskompetenz steckt in künstlerischkulturpädagogisch gestalteter Jugendhilfe an kreativen Orten, die soziale und kulturelle Lebenssituation reflektieren. Folgende Ausführungen sind aus der Arbeits- und Forschungsperspektive des Instituts für Angewandte Kulturelle Bildung, IAKB, generiert, das seit 2004 in München und international Projekte mit Schauspiel, Tanz, Musik und Malerei mit Künstlern_innen und Zielgruppen, insbesondere benachteiligten Kindern und Jugendlichen, in Kooperation mit Schulen entwickelt und durchführt Weltverständnis durch Arts Education Unser soziales Umfeld ist geprägt von vielfältigen Kulturen. Auf die kulturelle Vielfalt in unseren Städten künstlerisch zu reagieren und interkulturelle Bildungsprozesse für ein differenziertes Verständnis von Welt in Gang zu bringen, ist Zukunftsaufgabe der Kulturellen Bildung: Wenn Menschen ihre individuellen Kulturkonflikte verstehen, dann gleichzeitig diejenigen der Welt, oder umgekehrt: Wenn sie die globalen kulturellen Kinder- und Jugendhilfebericht 2013, S Ebenda, S. 41 f. 10 Der Begriff wird in diesem Konzept mit Künstlerisch-kulturelle Bildung übersetzt, da die im Deutschen sonst verwendete Übersetzung Kulturelle Bildung mittlerweile einen inhaltlich sehr breiten Akzent hat. 11 Ebenda, S Siehe 4

5 Welten verstehen, dann verstehen sie auch ihre Kultur bedingten Familien-, Klassen- und Cliquenkonflikte. Auf diesem Weg, den wir als interkulturellen Bildungsprozess begreifen, kann sich ein gemeinsames von Toleranz geprägtes Verständnis von Kultur ausbilden und weiterentwickeln. 13 Es geht darum, mit den in den nächsten Kapiteln skizzierten Mitteln und Methoden das Verständnis einer gemeinsam verantworteten Welt herauszubilden, sozusagen Weltverständnis auszubilden und Lebensführungskompetenz zu vermitteln. 3. Inhalt und Methoden von Arts Education Angewandte Kulturelle Bildung bedeutet: Ich lerne zu verstehen, Kulturen zu verstehen, die Welt zu begreifen. Angewandt meint, ästhetische Lern- und Bildungsprozesse mit neuen Methoden performativ in künstlerische Projekte zusammen mit Kindern und Jugendlichen umzusetzen Szenisches Handeln Sparten übergreifende künstlerische Methoden Szenisches Handeln umreißt auf die Arbeit mit Laien hin ausgewählte Methoden der professionellen künstlerischen Ausbildung, die Lern- und Bildungsprozesse in Gang setzen, indem sie anregen, selbstreflexiv über reale Rollen im Leben nachzudenken und sie mit unterschiedlichen Künsten darzustellen. Die Teilnehmer_innen finden durch Szenisches Handeln zu ihrem authentischen Ausdruck, der in ästhetischen Möglichkeitsräumen künstlerische Qualität für öffentliche Präsentationen bekommt. Künstler_innen und Kulturpädagog_innen werden zu Katalysatoren von ästhetischen und pädagogischen Prozessen. Die Mitwirkenden reflektieren ihre Befindlichkeit im Leben und ihr Denken und Handeln in Bezug zu ihrer sozialen und kulturellen Situation. Szenisches Handeln zielt auf authentische Darstellung dessen, was Menschen fühlen, denken und sich erträumen, wie sie sprechen und was sie tun. Künstler, die mit diesen Methoden arbeiten, greifen nicht auf vor geformte Texte oder von ihnen vorgeschlagenen Situationen und damit auf ihre Bilder zurück. Die Teilnehmer als Theaterschüler werden in Anlehnung an oben genannten Grundzielen der Kulturellen Bildung individuell zum Autor, Sprecher, Musiker, Designer, Tänzer eigener Ideen Vgl. Zielsetzungen der Seoul Agenda, a.a.o. 14 Die im Folgenden beschriebenen neuen künstlerisch-kulturpädagogischen Methoden basieren auf Erkenntnissen des Praxisforschungsprojekt Leben lernen, das in Kooperation mit der Ludwig- Maximilians-Universität, Hochschule München, Universität Passau und Freien Universität Berlin von u.a. mit vorwiegend sozial benachteiligten Jugendlichen durchgeführt wurde. 15 Vgl. Biburger, Tom: Szenisches Handeln Dramaturgie des Lernens, in: Biburger, Tom; Wenzlik, Alexander (Hg.): Ich hab gar nicht gemerkt, dass ich was lern, kopäd Verlag, München 2009, S

6 Der_die Theaterschüler_in soll zunächst ein reales, eigenes Gefühl erzeugen, das an sein_ ihr Erleben gekoppelt ist. In einem zweiten Schritt wird Erleben mit Bewegung, Mimik, Gestik, Text, Malerei oder Tanz verkörpert und damit sichtbar. Er_sie handelt aus innerem Erleben. In der Wiederholung wird die Gestaltung der Situation reflektiert, immer wieder neu erfasst, in den Proben performativ verändert und für die Aufführung in ausgedachten, der eigenen Phantasie entsprungenen Szenen fixiert. 3.2 Interkulturelle Theaterpädagogik Partizipation in Gruppenprozessen Um produktorientierte und kreative Arbeitsprozesse in Gruppen zu steuern, hilft die Ausdifferenzierung in sich wiederholende Phasen: Erforschung ungestalteten Materials, zum Beispiel Gespräche, Bewegungen, Improvisationen, Bilder, Aufführungen, Videos, Interviews, Standbilder. Gestalten nach künstlerischen Kriterien. Formen und Proben von Abläufen. Zeigen der erarbeiteten Teilstücke zur gegenseitigen Reflexion. Auswerten durch konstruktive Kritik an Qualitäten und Schwächen. Ändern und Integrieren von Teilstücken, ausgehend von der Auswertung und ausgerichtet am gemeinsamen Ziel. Die Qualität der individuellen Lernerfolge der Teilnehmer_innen und der erarbeiteten Aufführung hängt stark von den Gruppenarbeitsprozessen ab. Ziel ist, es ein Ensemble zu formen. Die Ausbildung von Spielfertigkeiten und die Entwicklung einer Inszenierung erfordert die Einbeziehung aller Teilnehmer in einen themenbezogenen Projektprozess. Auftretende Konflikte und Spannungen innerhalb des Ensembles sind Teil der künstlerischen Auseinandersetzung. Einigung erzielen Methoden wie die der Themenzentrierten Interaktion, TZI 16, die in einem gemeinsamen Gruppenprozess zur Entscheidungsfindung beitragen. Das Konzept ermöglicht soziales Lernen, persönliche Entwicklung und Erweiterung eigener Grenzen sowie das Bewusstsein für die politische Verantwortlichkeit in der Welt. Szenisches Handeln und beschriebene theaterpädagogische Strategien bestimmen die künstlerisch-kulturelle Bildungsarbeit mit Zielgruppen. Übergänge theaterpädagogischer und künstlerischer Prozesse sind fließend. Zum Ende eines Produktionsprozesses, spätestens jedoch ab den Durchlaufproben obliegt die Entscheidungsgewalt im künstlerischen Prozess dem leitenden Regisseur. 16 Vgl. Themenzentrierte Interaktion, TZI, nach Ruth Cohn, wikipedia.org/wiki/themenzetnrierte_interaktion, Stand:

7 3.3 Blickwinkel der Schule Schüler_innen der Jahrgangsstufen (11-17 Jahre) durchleben ihre stärkste Phase des psychischen und körperlichen Umbaus. Zugleich öffnen sie sich für neue Weltperspektiven und Erkenntnissen ihrer selbst. Dieser Prozess geschieht in seinen Konflikten und Umbrüchen vor allem in Aktionen, Auseinandersetzungen, ersten Liebeserfahrungen und oft auch Glaubenserlebnissen sowie kulturellen Konflikten. Kinder und Jugendliche handeln in ihren Performances, Übertreibungen, Erschütterungen, Zusammenbrüchen, Wutanfällen, in ihrem Suchen nach Wahrheit und richtigen Menschen, szenisch. Im Zusammenhang mit den einschneidenden körperlichen Veränderungen stellt sich nun die Aufgabe, die in der Kindheit gesammelten Ich-Werte in eine Ich-Identität münden zu lassen. Alles kreist um die Frage: Wer bin ich, wer bin ich nicht? Wohin will ich? Misslingt die Aufgabe, sich selbst zusammenzuhalten, kommt es zur I- dentitätsdiffusion 17. Die Schule mit ihrem zum großen Teil kopfgesteuerten Lernsystem kann Schüler_innen in dieser Zeit nur sehr mangelhaft begleiten. Außerschulische künstlerisch-kulturelle Bildungsarbeit kann zur Erfüllung dieses Bildungsauftrags wesentlich beitragen: Dritte Orte. Es besteht ein Zusammenhang zwischen regionaler Sozialstruktur und Bildungsbeteiligung 18. Die schulische Praxis zeigt, wie schwer es Schüler_innen fällt, aus ihrem gewohnten Stadtviertel herauszugehen. Daher ist es eminent wichtig, sie möglichst oft in andere lokale Milieus zu bringen, die sie nicht kennen. An Orte, die sie selbst kreativ gestalten können, die sie zu ihrer Heimat machen, mit denen sie sich identifizieren können. Externe Partner. Die schulische Praxis lehrt, dass Menschen, die keine pädagogische Ausbildung haben, sondern von ihrem Fachwissen her mit Schüler_innen zusammenarbeiten, zum Beispiel Künstler, Handwerker, Architekten, deutlich effektiver, aber auch empathischer mit Jugendlichen Projekte durchführen, weil sie nicht vom erzieherischen Standpunkt her auf sie blicken, sondern von ihrem Fachwissen aus. Schulexterne Profis beurteilen nicht, sondern bringen Schüler_innen in zielorientierten non-formalen Prozessen Fachwissen und Schlüsselkompetenzen bei und bilden sie kulturell. Kulturelle Bildung. Die Methoden der künstlerische-kulturellen Bildung greifen Fragen nach Identitätsfindung auf und bringen Jugendliche zur Reflexion über sich selbst. Durch sie lernen sie Respekt, Toleranz und interkulturelles Verständnis. Derart in ihren Persönlichkeiten gestärkte Schülerinnen und Schüler zeigen auch in anderen schulischen Bereichen mehr Motivation und Leistung. Ganztagsbildung. Der Ausbau von Ganztagschulen birgt die Chance, künstlerische kulturelle Bildung an außerschulischen Orten zu etablieren. Orientiert an den Erfahrungen und kulturellen Welten der Schüler_innen vermittelt sie interkulturelle Toleranz und gegenseitiges Verständnis von Kulturen, wie es die Schule kaum kann. 17 Vgl. Gudjons, Herbert: Pädagogisches Grundwissen, UTB, Stuttgart Vgl. Tippelt, Rudolf; Bernhard Schmidt: Handbuch Bildungsforschung, VS Verlag, Wiesbaden

8 Das Modellprojekt erweitert schulische Bildungsmöglichkeiten ohne das Selbstverständnis der Jugendhilfe zu tangieren und könnte perspektivisch als Teil eines außerschulischen Unterrichts in Kooperation mit Schulen anerkannt werden. 4 Inhaltliche und praktische Umsetzung des Modells Die Umsetzung des neuen Bildungsmodells als Querschnittsaufgabe an einem gemeinsamen neu gestalteten Ort hängt von strukturellen Rahmenbedingungen und der Vernetzung mit pädagogischen, sozialen und kulturellen Einrichtungen der angrenzenden Stadteile ab. 4.1 Integrative Bildungs-Plattform Künstlerisch-kulturelle Bildung ist nicht einer Sparte zuzuordnen, sondern eine Arbeitsund Gestaltungsmethode, die quer zu den künstlerischen Sparten anwendbar ist und darstellende wie dargestellte Künste sowie technische und handwerkliche Bereiche mit einschließt. Es erfolgt ein unmittelbarer Austausch zwischen den Künsten und Künstlern_innen sowie Kindern und Jugendlichen, der sich in eigenen Produktionen spiegelt. Aufgrund dieser permanent möglichen innovativen Wechselwirkung sind künstlerische und kulturpädagogische Arbeitsweisen integrale Bestandteile von Arts Education. 4.2 Arbeitsstruktur Zur praktischen Umsetzung des Modells kommen wöchentlich vier größere Gruppen à ca. 20 Schüler gleichzeitig ins Kreativquartier. Schwerpunkt der Teilnehmer_innen sind Schüler und Schülerinnen aus Ganztagsschulen sowie Berufschulen und berufsvorbereitende Einrichtungen. Es kommen auch zusätzlich Jugendliche in ihrer Freizeit dazu. Das sind in der Regel Freunde von beteiligten Schülern, aus halbtägigen (Aus-) Bildungseinrichtungen. Wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit den Eltern oder anderen Familienmitgliedern, die in die einzelnen Gruppen temporär, in der Regel durch Filmaufnahmen, direkt ins Projekt integriert werden können oder organisatorisch die Arbeit unterstützen. Die beteiligten Künstler_innen arbeiten in Kooperation mit lokalen Einrichtungen von Kunst, Kultur und Jugendhilfe. In freier Wahl können sich die Teilnehmer_innen unabhängig von ihren Klassen oder Zielgruppenzugehörigkeiten zu vier altersübergreifenden möglichst heterogenen Haupt-Gruppen nach ihren Neigungen aufteilen: Schauspiel Theater, Film, Text, Literatur. Tanz Choreografie, Bewegung, Körper. Musik Ton, Songtext, Instrument. Design Malerei, Farbe, Handwerk, Bühnenbild, Raum. 8

9 Alle Beteiligten durchlaufen mit künstlerisch-kulturellen Bildungsmethoden selbst kreierte ästhetische Lehr- und Lernpfade zu inhaltlichen Schwerpunkten zu Weltverständnis: Soziale Identität, Cliquenzugehörigkeit, regionale Subkultur. Kulturelle Identität, Religion. Verständnis eigener und fremder Kulturen. Zukunftsvisionen für eine interkulturelle Gesellschaft 19. Im Laufe der Arbeit kristallisieren sich erfahrungsgemäß aus den unterschiedlichen Gruppen Teilnehmer_innen heraus, die an einer künstlerisch weiterführenden Arbeit interessiert sind. Sie formen ein Ensemble, das zusätzlich sowie zeitlich und inhaltlich unabhängig von ihren Projekt-Gruppen wöchentlich arbeitet. Manche Schüler interessieren sich für Computer, Web- und Mediendesign, Öffentlichkeitsarbeit und Organisation sowie filmische Dokumentation. Sie bilden quer zu den vier Gruppen und dem Ensemble eigenständige kleinere Dramaturgie-Gruppen mit flexiblen Arbeitszeiten. Der künstlerische Leiter von Arts Education übernimmt die Dramaturgie-Gruppen und die Ensemble-Arbeit und verantwortet zudem Konzeption sowie die Zusammenarbeit zwischen allen Gruppen. Er knüpft Kooperationen mit externen Projekten und Einrichtungen, die auf den beschriebenen Methoden basieren und führt die Gesamtregie bei vielfältigen Präsentationen. Insgesamt arbeiten auf der Arbeitsplattform regelmäßig und temporär 120 Kinder und Jugendliche, 15 Student_innen, 5 Künstler_innen, 4 Pädagog_innen und viele weitere Erwachsene aus dem familiären, kooperativen und wissenschaftlichen Umfeld von Arts Education. 4.3 Raumbedarf Folgende Räume auf dem Kreativquartier werden mit parallel arbeitenden Projekt- Gruppen der Arts Education belegt: 1 Büroraum für Leitung, Koordination sowie integrierte Arbeitsgruppen für Dramaturgie, Öffentlichkeitsarbeit und Mediengestaltung (Büro IAKB). 1 Probenraum für Schauspiel Sprache, Text, Literatur, Film (Theater Pathos München). 1 Probenraum für Tanz Choreografie, Bewegung, Körper (Pathos Ateliers). 1 Probenraum für Musik Ton, Songtext, Instrument (Kellerraum Pathos). 1 Probenraum für Design Malerei, Handwerk, Bühnenbild, Raum (Halle 6). 2 Räume als Ausweichräume für Arbeit in kleineren Gruppen Schauspiel, Tanz (Halle 6, Theater Schwere Reiter). Depots für Kostüm, Requisite, Bühnenbild, Materialien (Büro IAKB, Halle 6). 19 Zu diesen inhaltlichen Schwerpunkten hat z. B. das IAKB in den letzten Jahren inhaltliche und künstlerische Arbeitsweisen entwickelt und praktisch erprobt, siehe und 9

10 Einer der Probenräume (Pathos) ist auch abends für Ensemble-Arbeit vorgesehen. Für Endproben, Präsentationen und öffentliche Aufführungen stehen Bühnenräume mit bis zu 170 Zuschauerplätzen bereit (Pathos, Schwere Reiter). 4.4 Personal Die 4 Hauptgruppen leiten Künstler_innen aus den beschriebenen verschiedenen Sparten nach Methoden des Szenischen Handelns und der interkulturellen Theaterpädagogik. 20 Sie werden dabei unterstützt von vier Kolleg_innen, in der Regel Schul- und Sozialpädagogen, aus den Einrichtungen, aus denen die Zielgruppen kommen. Ihnen zur Seite stehen Assistenzen, in der Regel Studenten aus den kooperierenden Hochschulen und Akademien. Dem künstlerischen Gesamtleiter obliegt die Leitung der Dramaturgiegruppen und des Ensembles. Er arbeitet mit zwei fachlich versierten Assistenzen für Mediendesign, Film und Schauspiel zusammen. Dazu kommt temporär technisches und künstlerisches Personal zur Umsetzung von Präsentationen, Einrichtung von Licht, Ton, Technik sowie Requisite, Bühnenbild und Film. 4.5 Arbeitszeiten der Gruppen und bei Teambesprechungen Wöchentlich x 32 Schulwochen jährlich: 4 Gruppen à 2 Std. = 8 Std. x 32 = 256 Std. 4 Künstler, 4 Pädagogen, 4 Assistenzen 1 Ensemble à 3 Std. = 3 Std. x 32 = 96 Std. 1 Künstler, 1 Assistenz 1 Dramaturgie à 2 Std. = 2 Std. x 32 = 64 Std. 1 Künstler, 1 Assistenz Monatlich x 10 pro Schuljahr: 4 Teamsitzungen à 2 Std. = 8 Std. x 10 = 80 Std. 4 Künstler, 4 Pädagogen, 4 Assistenz Jährlich: 4 Einzelne Projekttage mit allen Gruppen à 8 Std. = 32 Std. 5 Künstler, 4 Pädagogen, 5 Assistenzen 1 Projektwoche, 5 Tage à 8 Std. = 40 Std. 5 Künstler, 4 Pädagogen, 5 Assistenzen Präsentationen, 4 Tage à 3 Std. = 12 Std. 5 Künstler, 4 Pädagogen, 5 Assistenzen 2 Öffentliche Proben mit Diskussion, à 4 Std. = 8 Std. 5 Künstler, 4 Pädagogen, 5 Assistenzen insgesamt jährlich = 588 Std Das IAKB kann bei der Auswahl aus einem breiten Pool künstlerisch-kulturpädagogisch ausgebildeter Künstler aus dem Umfeld des Praxisforschungsprojekt Leben lernen sowie seiner Kooperationspartner schöpfen. 21 Zu den operativen Kurszeiten, Projekttagen, Präsentationen kommen noch 1:1 Arbeitszeiten zur Vor- und Nachbereitung dazu, wie sie auch in der Schule üblich sind, siehe Kosten- und Finanzierungsplan. 10

11 4.6 Künstlerisch-kulturpädagogische Kooperationen Die künstlerische Leitung verantwortet die Anleitung und Evaluation der einzelnen Gruppen und Ensembles in Zusammenarbeit mit externen Partnern: Mit Projekten und Einrichtungen der Kulturellen Bildung der Stadt München, die im Rahmen der Ganztagsbildung an Schulen agieren, zum Beispiel PA/ Spielen in der Stadt e. V., Kultur & Spielraum e.v. Mit freien Trägern von künstlerisch-kulturpädagogischen Projekten mit Jugendlichen auf kommunaler, Landes- und nationaler Ebene, beispielsweise freie Künstler, Musik-, Kunst-, Schauspielschulen, International Munich Art Lab, IMAL. Mit theater- und tanzpädagogischen Aktionen und Projekten der städtischen und staatlichen Bühnen, zum Beispiel Jugendclubs an Theatern, Künstlern aus den Theater- und Tanz-Ensembles, Musikern. Mit internationalen Kooperationspartnern, beispielsweise Banlieurs d Europe. Mit Hochschulen und Akademien zur Evaluation der Arbeit sowie Fortbildung von Künstlern und Pädagogen, zum Beispiel Ludwig-Maximilians-Universität: Lehrstuhl für allgemeine Pädagogik, Theaterwissenschaft, Zentrum für Lehrerbildung. Hochschule München: Fakultät 13 / Interdisziplinäre Studien und Interkulturelle Kommunikation, Fakultät 11 / Angewandte Sozialwissenschaften. 5 Modellhafte Bedeutung der Bildungs-Plattform für Arts Education Die Motivation für das hier dargestellte Vorhaben kommt aus der aktuellen Notwendigkeit, die gleichzeitig Chance und Herausforderung ist, an der Entwicklung von tragfähigen und übertragbaren Modellen einer gemeinsam von Schule, Jugendhilfe, kulturellen Einrichtungen und Bürgern (Eltern) gestalteten sozio-kulturellen Ganztagsbildung mitzuwirken, die auf Kooperation beruht und auf die Öffnung für Dritte Orte und lokale Bildungsorganisationen zielt. "Die unterschiedlichen Bildungsorte, Bildungsaufgaben und Bildungsmodalitäten können in ein neues Mischungsverhältnis gesetzt werden. In einer engen Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe, unter Akzeptanz ihrer Eigenständigkeit, eröffnen sich neue Chancen" 22 Die Implantierung von "Arts Education" in das Kreativquartier München stellt ein vorbildliches Modell der Verbindung von Jugendhilfe, Bildung, Kunst/Kultur und Schule im Sinne des im Kinder- und Jugendbericht geforderten neuen Mischungsverhältnisses dar und kann damit vorbildhaft für andere Quartiere, Kommunen und Regionen werden. Innovativ ist auch die Einbindung von Eltern, Familie und Peers. Darüber hinaus bietet die Einbeziehung von lokaler Bildungslandschaft, freier Theater- und Kunst-Szene, etablierter Kunst, und künstlerisch-kultureller Bildung, wie sie das Kulturreferat München für das Kreativquartier anstrebt, eine einmalige Chance zur modellhaften Verwirklichung des Modellprojekts Kinder- und Jugendhilfebericht 2013, S

12 Neben den künstlerischen Produkten integriert "Arts Education" mit den beschriebenen Strukturen, Methoden und Arbeitsmitteln ein hochwertiges ästhetisches, künstlerisches, sozial- sowie kulturpädagogisches Bildungsinstrument in die öffentliche Kunst- und Kulturszene. Sie erhöhen die kommunale und landesweite Akzeptanz sowie den Stellenwert von Jugendhilfe und Kultureller Bildung in Symbiose mit Kunst und Kultur. 6 Nachhaltigkeit von Arts Education durch kulturelle Regeneration Nachhaltigkeit basiert auf der Regeneration von Systemen. Nachhaltige Entwicklung geht von der Vorstellung aus, dass sie nur durch gleichzeitiges und gleichberechtigtes Umsetzen von Umwelt bezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen erreicht werden kann. Nur auf diese Weise kann die Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft sichergestellt und verbessert werden. Die drei Aspekte bedingen sich dabei gegenseitig. 23 Wer von Nachhaltigkeit spricht, meint daher in der Regel nur den ökologischen Aspekt, ausgehend von Fachgebieten wie Planung, Architektur, Verkehr oder Städtebau. Nachhaltige Methoden von Arts Education zielen auf Humanressourcen auf vorwiegend benachteiligte Jugendliche, die ihre kulturellen Identitäten reflektieren und in einem künstlerischen Prozess lernen, an Kultur zu partizipieren. Sie setzen gleichzeitig Prozesse in Gang und reflektieren ihrerseits die interkulturelle Realität des Zusammenlebens. Auf diese Weise beeinflussen sie Entwicklungen, regenerieren immer wieder den kulturellen Entwicklungsprozess einer Gesellschaft und ihrer Kultur schaffenden Institutionen nachhaltig. Dazu kommt, dass Jugendliche, die künstlerische Lehr- und Lernpfade zu Weltverständnis mehrere Jahre durchlaufen haben und sich eine berufliche Perspektive im Feld der Kulturellen Bildung vorstellen, als Tutoren in Grundschulen und Horten wirken können. Sie könnten beginnen, Kinder bereits sehr früh an Kunst, Kultur und Weltverständnis heranzuführen. Wünschenswert wäre, wenn die geplante Grundschule im Kreativquartier bereits mit einem kulturpädagogischen Profil aufgebaut würde. 7 Innovation durch strukturelle Weiterentwicklung Wenn der Begriff innovativ durch neu ersetzt werden kann, ist er unzureichend gesetzt. Innovation kommt von erneuern (lat. innovare) und findet statt, wenn Strukturen so angelegt sind, dass aus Ideen neue Produkte und Dienstleistungen entstehen, die sich auf dem Markt behaupten können. Arts Education stellt sich der Aufgabe: Jugendliche in die Lage zu versetzen, ihrerseits kreative Prozesse zu initiieren Projekte zu entwickeln, die erst im weiteren Prozess der künstlerischen Arbeit mit und durch die Teilnehmer entstehen. 23 Vgl. Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestags: Der aktuelle Begriff. Nachhaltigkeit, Nr. 6/2004, S. 2 12

13 Möglichkeitsräume für ihre Performances zu eröffnen, die sie von Profis begleitet immer wieder weiter erneuern und zum Beispiel auf dem Marktplatz einem öffentlichen Publikum für einen Eintrittspreis erfolgreich zeigen können. Darüber hinaus gilt es, mit Künstlern, Pädagogen und Wissenschaftlern die angewandten Methoden und den im Kapitel 4.2 Arbeitsstruktur beschriebenen ästhetischen Lehr- und Lernpfad für Weltverständnis inhaltlich immer weiter zu entwickeln. 8 Zeitplan Ab Januar 2013 Schuljahr 2013/14 Schuljahr 2014/15 Weitere Planung Recherche und Aufbau der Gruppen und Kooperationspartner. Organisation der Räumlichkeiten. Zusammenstellung des Projektteams und Erstellen eines tragfähigen Finanzkonzepts. Modellhafte Etablierung von Arts Education in Bestandsgebäuden auf dem Kreativquartier. Zielgruppen: Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene in schulischen und (berufs-)bildenden Einrichtungen. Fortführung des Projekts, eventuell mit wechselnden Gruppen. Ausweitung der Arbeit mit weiteren Gruppen mit zusätzlichen Drittmitteln. Entwicklung eines Forschungsdesigns in Kooperation mit Hochschulen für eine Begleitforschung über Weltverständnis durch künstlerische kulturelle Bildungsprozesse. Nachhaltige Etablierung von Arts Education auf dem Kreativquartier, beispielsweise in der Jutierhalle mit Bezug auf den ganzen künstlerisch-kulturellen Campus, nach oben genanntem Konzept, mit breit angelegter wissenschaftlicher Praxisforschung. Erweiterung des Projekts und seiner Kooperationspartner zu einer permanent arbeitenden Bildungs-Plattform mit Arts Education auf dem Kreativquartier, die von den drei zuständigen Referaten: Sozial-, Schul- und Kulturreferat der LH München sowie dem Freistaat Bayern und aus EU-Mitteln getragen wird. Erste positive Gespräche auf kommunaler und Landesebene haben bereits stattgefunden. 13

14 Autor des Konzepts Tom Biburger, M.A. Studium: Theater- und Filmwissenschaft, Soziologie, Germanistik Regisseur, Dramaturg, Autor, Schauspieler Berufliche Stationen: Freie Universität Berlin, Deutsches Theater Berlin, Staatliche Bühnen Nürnberg, Junges Landestheater Bayern, Hochschule München, Ludwig-Maximilians-Universität, Institut für Angewandte Kulturelle Bildung, München Arbeitsgebiete: Theaterpraxis, Regie, Dramaturgie, Regie- und Schauspieltheorie / Arts Education mit Zielgruppen / Kooperationsprojekte im Bereich Theater, Tanz und Film mit Künstler/innen und Jugendlichen / Angewandte Sozialforschung, soziologische Filmstudien / Filmdokumentationen Mitwirkung bei Konzeption und Ausarbeitung Andrea Oestreicher Lehrerin, Mittelschule Peslmüller Straße, Pasing Lehrbeauftragte an der Ludwig-Maximilians-Untiversität, Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung, Prof. Dr. Tippelt Arbeitsgebiete: Lehramt, interkulturelle Mediation, Elternarbeit Markus Weißschnur, B.A. Studium: Sozialpädagogik Berufliche Stationen: Campill Community Glencraig, Nordirland; St. Konradihaus Schelklingen; Sankt Petersburg Early Intervention Institut, Russland; Willy-Brandt-Gesamtschule, Kinderschutz e.v., stübs e.v, München Arbeitsgebiete: Interkulturelle Sozial- und Theaterpädagogik / Kinder- und Jugendhilfe, Schulsozialarbeit / Systemische Beratung / Transaktionsanalyse / Kooperationsprojekte im Bereich Theater, Tanz und Film mit Künstler/innen und Jugendlichen Auszeichnungen und Publikationen Auszeichnung von Projekten des Instituts für Angewandte Kulturelle Bildung: Auswahl des internationalen Projekts Peace als Projekt der Europäischen Union im Programm Jugend für Europa, 23. Januar 2012, Bonn. Aufführung von Bist Du sicher? als deutscher Beitrag zur Abschlusskonferenz zum Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung , 11 h, Europäische Kommission, Charlemagne building, Brüssel. Mit neuem Mut. Auswahl und Förderung des IAKB-Projekts Bist Du sicher? als europäisches Leuchtturmprojekt. Bundesministerin Ursula stellte die 40 ausgewählten (von 800 eingereichten) Leuchtturmprojekte zum Europäischen Jahr gegen Armut und Soziale Ausgrenzung vor. 25. Februar 2010, Konferenzraum, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin. Kultur.Forscher! Aufnahme des Instituts für Angewandte Kulturelle Bildung als bundesweites dreijähriges Modellprojekt der Kultur.Forscher, gefördert von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie der PWC-Stiftung. 18. Mai 2009, Rathausgalerie, München. Lebenskunst lernen mehr Chancen durch Kulturelle Bildung Aufnahme des IAKB in bundesweites Modellprojekt der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung, BKJ, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 2. Juni 2008, Berlinische Galerie, Berlin. Preisträger bei "Mixed up!" Bundesweiter Kulturpreis der BKJ für Münchner Hautschulprojekt, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 13. September 2007, Französischer Dom, Berlin. Das IAKB und seine Kooperationspartner - die Initiatoren des Münchner Modellprojekts an der Hauptschule Perlacher Straße" - erhielten den Kulturpreis für ihr bemerkenswertes kulturpädagogisches Konzept sowie die gelungene Form der Zusammenarbeit mit einer allgemein bildenden Schule. Preisträger bei "Kinder zum Olymp!" Bundespräsident Köhler ehrt Münchner Schule und ihre Kooperationspartner beim bundesweiten Wettbewerb "Kinder zum Olymp!" mit dem Preis in der Kategorie Tanz. Hochschulen evaluieren die kulturpädagogische Arbeit. 28. September 2006, Neue Philharmonie, Berlin. 14

15 Publikationen, u.a.: Biburger, Tom; Merkle, Mathis; Weißschnur, Johannes: Creative Change, Musik-/Videoclip zum Kreativquartier München, DVD 3:30 min, München 2012 Biburger, Tom; Weißschnur, Markus: Peace, Text- und Filmdokumentation des Modellprojekts für die EU, IAKB, München 2012 Biburger Tom: Bist Du sicher?, Text- und Filmdokumentation des Modellprojekts für die EU, IAKB, München 2011 Biburger, Tom; Wenzlik, Alexander (Hg.): Ich hab gar nicht gemerkt, dass ich was lern. Untersuchungen zu künstlerisch-kulturpädagogischer Lernkultur, Kopäd München, 2009, 300 S. Biburger, Tom: Szenisches Handeln Dramaturgie des Lernens, in: Biburger, Tom; Wenzlik, Alexander (Hg.): Ich hab gar nicht gemerkt, dass ich was lern, kopäd Verlag, München 2009, S Hill, Burkhard; Biburger, Tom; Wenzlik, Alexander (Hg.): Lernkultur und Kulturelle Bildung, kopäd Verlag, München 2008, 190 S. Biburger, Tom: Szenisches Handeln Leben lernen, in: Hill, Burkhard; Biburger, Tom; Wenzlik, Alexander (Hg.): Lernkultur und Kulturelle Bildung, kopäd Verlag, München 2008, S Wenzlik, Alexander; Wunderlich, Monika; Korp, Sebastian; Biburger, Tom (Hrsg.): Praxisforschungsprojekt Leben lernen. Handreichung zur kulturpädagogisch-künstlerischen Praxis, München 2008 Weitere Veröffentlichungen, Inszenierungen, Projekte, Filme: 15

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