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1 olarzeit Nr. 4 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, die SCHOTT Solar AG hat in diesen Wochen guten Grund, optimistisch in das neue Geschäftsjahr zu blicken. Zum einen konnten wir das Geschäftsjahr 2008 zum 30. September im vorläufigen Ergebnis mit einem deutlichen Umsatzplus abschließen, zum anderen liegen wir auch beim Ausbau unserer Fertigungskapazitäten voll in unserem sehr ambitionierten Plan. Ich möchte mich ausdrücklich bei unseren Kunden für das starke Vertrauen bedanken, das sich im Auftragseingang widerspiegelt. Ohne Ihre Unterstützung hätten wir dieses positive Ergebnis nicht erreicht. Rund um den Erdball entstehen derzeit hochmoderne Solarproduktionen, in denen künftig Hightech unter dem Markenzeichen SCHOTT Solar gebaut wird: Kürzlich ist die fünfte Fertigungslinie unserer Modulproduktion im tschechischen Valašské Meziříčí hochgelaufen. Aktuell nehmen die Zelllinien 7 und 8 in unserem Stammwerk Alzenau den Produktivbetrieb auf. Die Planungen für Werk 2 unserer Jenaer Wafer-Fertigung im Joint Venture mit Wacker Chemie sind derweil abgeschlossen. In Andalusien beginnt schon bald die Produktion in der Linie 2 der Receiver-Fertigung und wird unserem Geschäftsbereich Concentrated Solar Power (CSP) neue Wachstumschancen eröffnen. Und in Albuquerque (New Mexico) steht mit dem Start der kombinierten Produktion von PV und CSP Mitte 2009 ein Ereignis an, das sich mit Fug und Recht als Meilenstein in der Geschichte unseres Unternehmens bezeichnen lässt. In diesen aufregenden Zeiten zeigen wir unsere Innovationskraft aber auch auf vielen weiteren Gebieten. Über diese Aktivitäten können Sie auf den nächsten Seiten lesen. Zum Beispiel über die neuen Produkte, mit denen SCHOTT Solar die Voraussetzungen schafft, dass sich Investitionen in Photovoltaik nach Inkrafttreten des neuen EEG für alle Seiten rechnen. Und von unseren Aktivitäten als Gründungsmitglied im Branchenverband PV Cycle, der dafür Sorge trägt, dass Solaranlagen auch nach ihrer Einsatzzeit optimal und nachhaltig wiederverwertet werden. Ich wünsche Ihnen fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr. Herzlichst Ihr Dr. Martin Heming Vorstandsvorsitzender der SCHOTT Solar AG EDITORIAL 1 BLICKPUNKT 2 Genial und preisverdächtig: Receiver für Parabolrinnenkraftwerke Startschuss für weitere Afrika-Projekte H HORIZONT 3 Zwölf Prozent bis 2020 Solarbranche macht sich für Recycling stark e IM FOKUS 4 5 Das neue EEG: Mit diesen Änderungen können Sie planen PANORAMA 5 6 Zeichen setzen beim Forum Solarpraxis und BSW-Solar Meinungen aus Mainz sind weltweit gefragt TERMINE 6 IMPRESSUM 6

2 Blickpunkt Genial und preisverdächtig: Receiver für Parabolrinnenkraftwerke Zwei Forscher von SCHOTT Solar gehörten zu den Nominierten für den Deutschen Zukunfts preis Wenn es noch einer Bestätigung der hervorragenden Forschungsund Entwicklungsarbeit bei SCHOTT Solar bedurft hätte, so kam sie aus Berlin. Mit Dr. Nikolaus Benz (l.) und Dr.-Ing. Thomas Kuckelkorn (r.) gehörten zwei Forscher von SCHOTT Solar zu den Nominierten für den Deutschen Zukunftspreis Der beste Beweis, wie effizient die SCHOTT Solar Receiver Wärme einfangen: Trotz bis zu 400 C heißem Absorber die Glashülle ist nur fußwarm. (Foto: E. Lüpfert, DLR) Seit 1997 würdigt der Bundespräsident mit dem Deutschen Zukunftspreis exzellente wissenschaftliche Ideen: Ideen, aus denen erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen hervorgegangen sind und die dem Land im internationalen Wettbewerb Arbeitsplätze und Wohlstand sichern. Schon die Nominierung ist eine große Ehre. Wir freuen uns sehr darüber und sehen hierin eine Bestätigung der hohen Innovationskraft von SCHOTT Deutscher Zukunftspreis, (Foto: Ansgar Pudenz) auf dem Gebiet der Solarenergie, betonte der Vorstands vorsitzende der SCHOTT AG, Prof. Dr.-Ing. Udo Unge heuer. Unter Leitung von Dr. Benz und Dr.-Ing. Kuckelkorn hat das Forscherteam einen Receiver entwickelt, mit dem sich noch mehr Strom aus der Sonne gewinnen lässt. Concentrated Solar Power, kurz CSP, ist einer der vielversprechendsten Ansätze, um Solarenergie in großem Stile für die Stromversorgung nutzbar zu machen, sagt Dr.-Ing. Ungeheuer. Unsere Ingenieure haben dazu neue Wege in der Konstruktion und in der Werkstofftechnik beschritten. Durch neu entwickelte Antireflex- und Absorber beschichtungen, eine patentierte dauerhafte Verbindung aus Glas und Metall und eine neuartige, besonders stabile Konstruktion sind die Receiver nicht nur ideal auf die extremen Betriebsbedingungen in Parabolrinnenkraftwerken abgestimmt. Sie ebenen auch den Weg für neue, effizientere Formen der sauberen Energiegewinnung. Als Schlüsselkomponente schaffen die Produkte von SCHOTT Solar die Voraussetzungen, um ganze Volkswirtschaften mittelfristig weitgehend unabhängig von fossilen Brennstoffen machen zu können durch eine Massenproduk tion von Solarstrom, die genauso wirtschaftlich ist wie in konventionellen Kraftwerken. Startschuss für weitere Afrika-Projekte Photovoltaik-Lösungen von SCHOTT Solar sind für den Einsatz im ländlichen Afrika prädestiniert als wirtschaftliche und umweltschonende Alternative zu Dieselgeneratoren. In Europa ist man die schlechten Nachrichten aus Afrika so gewöhnt, dass man die guten nicht mehr wahrnimmt, merkte einmal die Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing an. Eine Klage, die wahrlich nicht auf die Führungsetage von SCHOTT Solar zutrifft. Denn es gab einen Grund zum Feiern für drei deutsche Unternehmen, einen Minister für Erneuerbare Energien und eine ganze afrikanische Dorfgemeinschaft: SCHOTT Solar, SMA Solar Technology und KAÏTO Energie haben ihr gemeinsames Pilotprojekt zur Förderung der Solarstromproduk tion im Senegal erfolgreich abgeschlossen und erstmals eine Krankenstation mit einer solaren Notstromanlage ausgerüstet. Seit Jahren stellt die Station in Baila mit ihrer Ambulanz, ihren zehn Krankenbetten und ihrer Geburtsstation die medizinische Versorgung für die Menschen im Umkreis von vielen Kilometern sicher. Jetzt endlich können Ärzte, Pfleger, Patienten und Angehörige auf eine zuverlässige Energieversorgung bauen: Dank der Anlage auf dem Dach der Krankenstation müssen sie sich nicht länger mit ständigen Stromausfällen herumplagen. Und auch die Sorgen über eine unzureichende Kühlung der Medikamente gehören der Vergangenheit an. Wie am Schnürchen: Lehrlinge der örtlichen Hand werksschule bereiten die Montage der Solarmodule vor. KAÏTO Projekt GmbH Für sich genommen mag das Pilotprojekt in Baila überschaubar sein, aber seine Wirkung ist nicht zu unterschätzen. Diese Krankenstation mit ihrer neuen solaren Notstromanlage zeigt uns in der Praxis, dass und wie sich eine stabile Energieversorgung im ländlichen Afrika aufbauen lässt als Grundstein für die Entwicklung tragfähiger Wirtschaftsstrukturen vor Ort, betont Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorstandsvorsitzender der SCHOTT AG. Denn das Engagement geschieht auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Der afrikanische Kontinent ist durch seine hohe Sonneneinstrahlung ein neuer und attraktiver Markt für Solar unternehmen, der allerdings erst noch erschlossen werden muss. Baila ist für uns kein Vorzeigeprojekt, sondern der Startschuss für viele weitere Vorhaben dieser Art, von denen die ersten bereits in Vorbereitung sind. Nicht zuletzt gewinnen wir im Zuge eines solchen Engagements eine Menge an Erfahrungen und Kontakten, die sich auf Dauer als unbezahlbar erweisen dürften. Ich bin heute mehr denn je überzeugt, dass sich Afrika mit seiner Sonneneinstrahlung mittel- bis langfristig zu einem vielversprechenden Markt und Einsatzort unserer Produkte entwickeln wird. 2

3 H Horizont ZWÖLF PROZENT BIS 2020 EPIA-Studie: Netzparität in vielen EU-Ländern in 2020? Wenn unsere Branche aus Valencia ein Leitmotiv mitnimmt, dann sicherlich folgendes: Wir sind drauf und dran, allgemeine Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen, betont Michael Harre, Chief Sales Officer der SCHOTT Solar AG und EPIA- Vorstand, mit Blick auf die jüngste Europäische Photovoltaik-Konferenz. Auf einhellige Zustimmung stieß dort die Präsentation, in der EPIA-Vorstand Anton Milner die aktuellen Prognosen des Branchenverbands darlegte: Demnach könne die Photovoltaik-Industrie bei konstanter Preis- und Kostenreduzierung davon ausgehen, mit Solarstrom bis 2020 einen Markteinteil von rund zwölf Prozent am gesamten Strombedarf in Europa zu erreichen (Quelle: EPIA 2008). Dazu Michael Harre: Das entspricht einer Energiemenge von 420 Terawattstunden pro Jahr und liegt deutlich über früheren EPIA-Zukunftsszenarien. Mittlerweile offenbart sich, dass sich die Photovoltaik technisch und ökonomisch noch rascher weiterentwickelt als erwartet. Der zentrale Begriff der aktuellen EPIA-Studie ist die Grid Parity oder Netzparität. Gemeint ist jener Zeitpunkt, an dem sich Strom aus einer Photovoltaik-Anlage zum gleichen Preis wie der Steckdosenstrom für Endverbraucher anbieten lässt. In Spanien und Italien als Länder mit überdurchschnittlicher Sonneneinstrahlung und relativ hohen Energiepreisen könnte Solarstrom laut EPIA schon 2012 günstiger sein als Elektrizität aus anderen Energiequellen. In Deutschland und den übrigen EU-Staaten ist bis spätestens 2020 mit Netzparität zu rechnen, so die EPIA-Studie. Und anschließend dürfte sich das Wachstum der Photovoltaik in den einzelnen Ländern nicht etwa verlangsamen. Sobald erst einmal Preisgleichheit erreicht ist, könnte die Stromproduktion aus Photo voltaik rasch für immer größere Teile des P Marktes in Frage kommen, vermutet Harre. Aus Sicht der Hersteller geht es derweil nicht nur um Investitionen in den Ausbau von Produktionskapazitäten. Auch entsprechende Vertriebsstrukturen sind un ab dinglich, zeigt sich Harre überzeugt. Er sieht SCHOTT Solar für diese Herausforderung bestens gerüstet: Italien und Spanien werden laut der EPIA-Studie die ersten Länder in Europa sein, wo im Zuge der Netzparität mit einem sprunghaften Anstieg des Solarstrom-Marktanteils zu rechnen ist. Von dieser Nachfrage will SCHOTT Solar überproportional stark profitieren. Schließlich konzentriert sich SCHOTT Solar Grid Parity Electricity Price PV Costs seit langem vor allem auf die Distribution an Privat- und Industriekunden, wo ein besonders starkes Markt wachstum erwartet wird. Harre betont aber auch, dass Photovoltaik bis zum Erreichen der Grid Pari ty noch eine gewisse Zeit auf Förderprogramme angewiesen sei und dass gerade das EEG hier ein Wachstumsmotor ist. Solche Förderprogramme sollten nicht so sehr als Kosten, sondern als ökonomisch sinnvolle Anfangsin vestition in eine Energiewende betrachtet werden. t Solarzeit Nr. 4 Dezember 2008 H Horizont SOLARBRANCHE MACHT SICH FÜR RECYCLING STARK Als Gründungsmitglied im Branchenverband PV CYCLE setzt sich SCHOTT Solar dafür ein, dass Europas Photovoltaik-Industrie ein funktionierendes Rücknahme-System bekommt freiwillig wie vorbildlich. Noch mag der Recyclingbedarf in der Photovoltaik vergleichsweise gering sein. Mittlerweile fragen sich aber immer mehr Verbraucher, was mit ihrer Solarstromanlage auf dem Dach passiert, wenn sie erst einmal in die Jahre gekommen ist und nach 25 oder 30 Jahren ersetzt werden soll. Antworten auf genau diese Frage will der Branchenverband PV CYCLE liefern. Es war im Herbst 2007, als SCHOTT Solar diesen neuen Arbeitskreis zusammen mit der European Photovoltaic Industry Association (EPIA), dem Bundesverband Solarwirtschaft und fünf weiteren Herstellern aus der Taufe gehoben hat. Die Rolle als Qualitätsanbieter ist für SCHOTT Solar seit jeher Ansporn, auf dem Gebiet des Umweltschutzes ebenfalls Maßstäbe und Trends zu setzen, betont Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Heming. Die Aktivitäten von SCHOTT Solar reichen von Rohstoff sparenden Fertigungsverfahren über die Konzeption möglichst langlebiger Photovoltaik-Module und CSP-Anlagen bis hin zur systematischen Wiederverwendung ausgedienter Produkte. Nicht von ungefähr also ist SCHOTT Solar Mitbegründer und mit Vizepräsident Dr. Martin Sommer eines der aktivsten Mitglieder von PV CYCLE. Schritt für Schritt soll ein europaweites freiwilliges Rücknahmesystem für Solarmodule entstehen. Es wir die nationale und internationa le Gesetzgebung berücksichtigen und gibt allen Kunden und Händlern die Gewissheit einer weitgehend lückenlosen Sammlung, Wiederaufbereitung und -verwertung ihrer Nach ihrem langen Leben werden die Module von SCHOTT Solar umweltgerecht recycelt. ausgedienten Photovoltaik- Module. Es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Unternehmen der Solarindustrie Stoffkreisläufe von erheblichen Di men sionen beherrschen müssen, erläutert Heming und ergänzt: Zusammen mit unseren Partnern im Arbeitskreis PV CYCLE rüs ten wir uns schon heute für diese Herausforderung. Wir verankern auch in unserer Industrie ein nachhaltiges Lebenszyklus-Mana gement, das zukünftig mit bestmöglichen Sammlungsund Verwertungsquoten überzeugen wird. Zum Ende der französischen Ratspräsidentschaft haben einige PV-Cycle-Mitglieder eine Deklaration unterzeichnet, die das Rücknahmesystem grob skizziert. SCHOTT Solar hat diese nicht mit unterschrieben. Nach unserem Ermessen müssen einige Punkte noch weiter ausgearbeitet werden. SCHOTT Solar engagiert sich daher maßgeblich in der Ausgestaltung des konkreten Konzeptes. 3

4 e Im Fokus Das neue EEG: Mit diesen Änderungen können Sie planen Die forcierte Degression der Einspeisevergütung für Solarstrom nimmt Hersteller und Installateure in die Pflicht, die Preise für Photovoltaik-Anlagen zu senken. Zwei neue Module von SCHOTT Solar weisen den Weg mit überzeugenden Wirkungsgraden. Lohnt sich auch 2009: Montage von SCHOTT Solar Qualitätsmodulen Deutschland setzt weiterhin auf eine staatliche Förderung der Photovoltaik, um dem umweltfreundlichen Strom aus der Sonne einen festen Platz im Energiemix der Zukunft zu sichern. Auch wer in den nächsten Jahren als Hausbesitzer oder Landwirt in eine Solaranlage investiert, kann mit festen Einspeisevergütungen kalkulieren, die ihm eine mehr als nur auskömmliche Rendite sichern. So hat es der Gesetzgeber unlängst entschieden mit der Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG), die am 1. Januar 2009 in Kraft tritt. Letztlich sind alle Angriffe, denen sich die Solarenergie- Förderung aus verschiedenen Richtungen ausgesetzt sah, durch eine Koalition der Vernunft ins Leere gelaufen: Die Bundesregierung hat sich ganz klar zum Erfolgsmodell EEG bekannt, unterstreicht Michael Harre als Vorstand und Chief Sales Officer (CSO) der SCHOTT Solar AG. Er vertritt SCHOTT Solar seit Mitte des Jahres im Vorstand des Europäischen Industrieverbandes EPIA. Unangetastet bleibt die Regelung, dass Investoren mit einer langfristig konstanten Einspeisevergütung kalkulieren können, die ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme über 20 Jahre garantiert ist. Die entscheidende Neuerung der EEG-Novelle ist die forcierte Degression der Vergütung pro eingespeister Kilowattstunde (kwh) Solarstrom. Seit 2005 sank diese jährlich um 5 Prozent bei Anlagen, die auf einem Gebäude oder einer Lärmschutzwand installiert waren, und um 6,5 Prozent bei Freiflächenanlagen. Mit der Neufassung des EEG setzt die Bundesregierung diese Degressionssätze nun nach folgender Staffelung deutlich auf 8 bis 10 Prozent herauf: Aufdachanlagen bis 100 kw: 8 % in 2009, 8 % in 2010, 9 % ab 2011 Aufdachanlagen größer als 100 kw: 10 % in 2009, 10 % in 2010, 9 % ab 2011 Aufdachanlagen größer als kw: 33,00 ct/kwh in 2009 (als erster Vergütungssatz für diese neu eingeführte Dachklasse), 10 % in 2010, 9 % ab 2011 Freiflächenanlagen: 10 % in 2009, 10 % in 2010, 9% ab 2011 Demnach ergeben sich für Solarstromanlagen, die im kommenden Jahr in Betrieb gehen, folgende Vergütungssätze: 30 kwp: 43,01Cent/kWh (2008: 46,75 Cent/kWh) >30 kwp 100 kwp: 40,91 Cent/kWh (44,48 Cent/kWh) >100 kwp kwp: 39,58 Cent/kWh (43,99 Cent/kWh) >1.000 kwp: 33,00 Cent/kWh (43,99 Cent/kWh) Freiflächenanlagen: 31,94 Cent/kWh (35,49 Cent/kWh) Die Vergütung erfolgt weiterhin anteilig. Beispielsweise erhalten Betreiber einer 50-kW-Anlage 43,01 Cent/ kwh für die ersten 30 kw und 40,91 Cent/kWh für die restlichen 20 kw. Für selbst genutzten Strom erhalten Besitzer von Anlagen mit einer Spitzenleistung von unter 30 kw nach der Gesetzesnovelle einen Bonus von 25,01 Cent/kWh. Derweil entfällt mit dem neuen EEG ab 1. Januar 2009 der bisherige Fassadenbonus in Höhe von 5 Cent/kWh ersatzlos. Damit wurden in der Vergangenheit Fassaden-Solaranlagen gefördert, da sie üblicherweise geringere Erträge einbringen und dennoch einen wesentlichen Gebäudeanteil ausmachen. Als weitere Neuerung sieht das novellierte EEG künftig Wachstumskorridore vor: Für die kommenden Jahre hat der Gesetzgeber jeweils einen Maximal- und Minimalwert definiert, wie viel Photovoltaik-Leistung neu installiert werden soll: bis MW im Jahr bis MW im Jahr bis MW im Jahr 2011 Liegt die installierte Photovoltaik-Leistung in einem Jahr unterhalb dieses Korridors, wird die Degression im Folgejahr um einen Prozentpunkt gesenkt. Überschreitet das Marktwachstum die definierte Obergrenze, wird die Degression entsprechend um einen Prozentpunkt angehoben. Doch auch abseits modifizierter Vergütungsregeln trifft der Gesetzgeber mit dem neuen EEG einige Änderungen, die Anlagenbesitzer wissen sollten. So besteht mit Wirkung zum 1. Januar 2009 erstmals eine Registrierungspflicht. Alle Neuanlagen sind der Bundesnetzagentur mit Angaben zu Standort und Leis tung für ein zentrales Kataster zu melden. Darüber hinaus gilt künftig ein modifiziertes Einspeisemanagement für Großanlagen von mehr als 100 kw: Die Energieversorger dürfen diese bei Überlastung vom Netz trennen. Für die entgangene Vergütung sind die Anlagenbetreiber jedoch zu entschädigen. Trotz der schnelleren Senkung der Einspeisevergütungen verstehen wir das neue EEG als klares Bekenntnis der Bundesregierung zur Förderung der Solarenergie. Andererseits bedeutet es für unsere Branche auch eine nachdrückliche Verpflichtung zur Innovation: Um das weitere Marktwachstum zu sichern, müssen Photovoltaik-Industrie und 4

5 Installationsbetriebe alles dafür tun, die Preise für ihre Produkte zu senken. Gleichzeitig arbeiten wir mit Hochdruck an den Wirkungsgraden unserer Module. Wir waren an dieser Stelle schon sehr erfolgreich und werden es auch in Zukunft sein. Schließlich verkörpern die Technologien, Forschung und Entwicklung von SCHOTT Solar heute weltweites Spitzen-Know-how, betont Michael Harre und verweist auf den aktuellen Photovoltaik-Preisindex, den der Branchenverband BSW-Solar vierteljährlich erhebt. Demnach sanken die Preise von Solarstromanlagen in Deutschland bereits in den vergangenen zwei Jahren um etwa 15 Prozent. Die Forscher und Entwickler der SCHOTT Solar AG lassen nichts unversucht, damit sich dieser Trend fortsetzt und die Betreiber von Solaranlagen künftig mit geringeren Investitionen eine dauerhaft höhere Leistung pro Quadratmeter erzielen können. Zwei aktuelle Modul-Neuheiten untermauern die hohe Effektivität, mit der die Produktingenieure von SCHOTT Solar derzeit an der Kostenschraube drehen. So ist es SCHOTT Solar nur wenige Monate nach dem erfolgreichen Marktstart eines Dünnschichtmoduls mit einer Nennleistung von bis zu 95 Watt gelungen, den Wirkungsgrad dieser Material sparenden Solartechnologie erneut spürbar zu steigern: Seit Oktober ist mit dem SCHOTT ASI 100 ein bereits bewährtes Premium-Produkt in einer neuen, höheren Leistungsklasse erhältlich, das mit seiner Nominalleistung von 100 W insbesondere für Landwirte und Industriekunden durch und durch attraktiv sein dürfte. Denn es überzeugt sowohl optisch durch seinen schwarzen als auch durch seine inneren Werte: Das neue SCHOTT ASI 100 ist nicht nur einfach zu verschalten, sondern gewinnt auch durch sein überlegenes Schwachlichtverhalten: Es ist für den Einsatz auf westlich oder östlich ausgerichteten Dächern prädestiniert und lässt sich zudem bereits bei einer Dachneigung von gerade einmal 10 Prozent ohne nennenswerte Ertragsverluste verbauen. Das Resultat ist eine sehr kurze Energierücklaufzeit von unter zwei Jahren. Im Frühjahr 2009 beginnt SCHOTT Solar dann mit der Produktion eines neuen, besonders leistungsstarken Doppelglasmoduls. Das aus 6-Zoll- Zellen gefertigte SCHOTT Panorama 5 POLY 300 mit seinen großzügigen Abmessungen von 131 x 168 Zentimetern zieht seinen hohen Wirkungsgrad aus einer neuartigen Oberflächenstruktur mit ISO-Textur. Weitere Markenzeichen dieses Premium-Produktes sind seine außergewöhnliche Robustheit und seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. So ist das SCHOTT POLY 300 sowohl gegen Ammoniak- und Methandämpfe und andere typische Begleiterscheinungen landwirtschaftlicher Betriebe bestens geschützt als auch in Gegenden Zeichen setzen beim Forum Solarpraxis und BSW-Solar Berliner Veranstaltungsreihe erweist sich als ideale Plattform, um Interessen und Erwartungen der Solarindustrie zu vermitteln/klaus-bernhard Hofmann neu im BSW-Solar- Vorstand Das Forum Solarpraxis hat sich längst zum Pflichttermin der hiesigen Solarindustrie gemausert. Soeben ist im Berliner Hotel Hilton die bereits neunte Ausgabe des interdisziplinären Kongresses zu Ende gegangen, bei der traditionell die nicht technischen Fragen der Solarwirtschaft im Mittelpunkt stehen. Die Mainzer SCHOTT Solar AG war am 20. und 21. November nicht nur als Sponsor der Veranstaltung dabei, sondern übernahm in Person ihres CEOs Dr. Martin Heming erneut einen aktiven Part beim Wissenstransfer im Interesse der Erneuerbaren Energien. mit extremen klimatischen Bedingungen uneingeschränkt einsetzbar sei es in Wüsten oder in subtropischen Zonen. Es lohnt sich auch künftig und vor dem Hintergrund der EEG-Novelle, in Photovoltaik- Anlagen zu investieren. Dank der garantierten Einspeisevergütung können Betreiber selbst in diesen wirtschaftlich höchst turbulenten Zeiten noch mit einem ansprechenden Return-on-Investment kalkulieren. Und das, ohne sich Sorgen um Ausfallrisiken oder Zinsschwankungen machen zu müssen, resümiert Michael Harre: Denn auch wir als Hersteller stellen uns mit aller Macht der Herausforderung, die Rentabilität der Photovoltaik dauerhaft zu sichern indem wir Solarmodule mit immer höheren Wirkungsgraden erschwinglich machen. Und nicht zuletzt bleibt jede Solaranlage ja auch deshalb eine sinnvolle Investition in die Zukunft, weil sie ein aktiver Beitrag des Einzelnen zum Klima- und Umweltschutz ist. Alljährlich bringen die Initiatoren des Forum Solarpraxis Akteure der Solarbranche mit Vertretern aus Politik, Finanzwelt und Presse zusammen. Den Veranstaltern war es auch in diesem Herbst gelungen, ein gleichermaßen ausgewogenes wie vielschichtiges Vortrags- und Tagungsprogramm zu gestalten, das die derzeit brennenden Herausforderungen der Solarindustrie widerspiegelte. Auch in diesem Jahr hat die Veranstaltung ihr Ziel erreicht: Dem Wissens - transfer im Interesse der Solar branche war dank eines hochkarätig besetzten Teilnehmfeldes erneut ein durchschlagender Erfolg beschieden. Im Vorfeld des Forums Solarpraxis findet traditionell das Jahrestreffen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW- Solar) statt. Auch hier gab es Grund zur Freude, wurde doch Klaus-Bernhard Hofmann, Leiter Politik und Kommunikation des SCHOTT Konzerns, in den Vorstand gewählt.

6 Panorama Meinungen aus Mainz sind weltweit gefragt Erfolgreiche Teilnahme der SCHOTT Solar an der Solar Power International Dr. Martin Heming gefragter Gast beim CEO Panel Vom 13. bis zum 16. Oktober stieg die Solar Power International 2008 unter der Herbstsonne Kaliforniens, und SCHOTT Solar war einmal mehr mittendrin. Die US-Landesgesellschaft des Mainzer Unternehmens trug gleich dreifach zum Gelingen bei: erstens als Megawatt Sponsor der größten amerikanischen Solarmesse, zweitens mit einem aufwändigen Ausstellerstand und allen wichtigen Produkten und Neuheiten der beiden Geschäftsbereiche Photovoltaics und Concentrated Solar Power (CSP). Und drittens gehörte Dr. Martin Heming von der SCHOTT Solar AG zu den internationalen Wirtschaftsführern, die sich beim CEO Panel über die Herausforderungen der Branche austauschten. Seit der Premiere 2004 hat sich die Messe binnen kürzester Zeit zum Branchentreff mit weltweiter Ausstrahlung entwickelt. Unter ihrem neuen Veranstaltungstitel mobilisierte die Solar Power International 2008 mehr als 400 Aussteller aus allen Bereichen der Solarindustrie und rund Fachbesucher aus 70 Ländern. Der begleitende Kongress erfreute sich ebenfalls einer Rekordzahl von registrierten Teilnehmern. Über Gäste waren gekommen, um Vorträge zur Solar - industrie und deren technologischen, wirtschaftlichen, politischen und finanziellen Rahmenbedingungen zu verfolgen. Besonders zahlreich war die Zuhörerschaft beim traditionellen Höhepunkt der Konferenz: dem CEO Panel, das sich diesmal den beiden großen Themen Marktentwicklung und Kostensenkung widmete. Auf der prominent besetzten Podiumsdiskussion debattierte Dr. Martin Heming in seiner Rolle als CEO von SCHOTT Solar mit Erik Thorsen von REC, Jeannine Sargent von Oerlikon und Anton Miller von Q-Cells über die Möglichkeiten, Photovoltaik-Anlagen und Solarkraftwerke günstiger zu produzieren. Und der Gast aus Deutschland konnte das kritische Publikum mit Erfahrungs- und Praxiswissen zu einer ganzen Reihe neuer Ansätze überzeugen. Einige davon hat SCHOTT Solar bereits heute zur Serienreife geführt. So steht insbesondere Alzenau mit dem EFG -Verfahren in der Wafer-Produktion, gefertigt im Joint Venture WACKER SCHOTT Solar, und Jena mit der Dünnschicht- Technologie für einen äußerst ökonomischen Umgang mit dem wertvollen Rohstoff Reinstsilicium. Termine 4. bis 6. März Symposium Photovoltaische Solarenergie, Bad Staffelstein 20. bis 24. April 2009 Hannover Messe 7. bis 9. Mai 2009 Solarexpo, Verona 12. bis 14. Mai 2009 Genera, Madrid Seit 50 Jahren Feuer und Flamme für Photovoltaik: Bei der Jubiläumsfeier der SCHOTT Solar AG wartete vor der Stadthalle in Aschaffenburg eine besondere Überraschung auf die Mitarbeiter: Eine beeindruckende Performance des Feuertanztheaters firedancer mit Live-Musik. Rund 300 Mitarbeiter aus Alzenau betrachteten das Spektakel am 9. Oktober und lauschten den Worten von Dr. Martin Heming, Vorstand und CEO der SCHOTT Solar AG, der in einer emotionalen Rede das Engagement der Kolleginnen und Kollegen würdigte und einen interessanten Einblick in die Unternehmensgeschichte bot. Eine tolle Band, angeregte Unterhaltungen in lockerer Atmosphäre und ein köstliches Buffet rundeten diesen gelungenen Abend ab. 11. Mai 2009 Einweihung Produktion Albuquerque, N.M., SCHOTT Solar Inc. 27. bis 29. Mai 2009 Intersolar, München Impressum SCHOTT Solar AG, Hattenbergstraße 10, Mainz Vorsitzender des Aufsichtsrates: Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer Vorstand: Dr. Martin Heming, Dr. Jürgen G. Kaiser-Gerwens, Michael Harre, Dr. Gerrit Sames Sitz der Gesellschaft: Mainz Handelsregister: Amtsgericht Mainz: HRB Datenschutzerklärung: com/de/impressum.html SCHOTT Solar Webseite: SCHOTT Solar AG EFG, ASI, SCHOTT ASI und SmartSolarFab sind eingetragene Waren zeichen der SCHOTT Solar AG. 6

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