BESTMÖGLICHE, HIEB- UND STICHFESTE DATEN-BASIS

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1 RE/MAX-ImmoSpiegel 1. HJ 2013: Der österreichische Immobilienmarkt landete auf dem Niveau zu Beginn der Krise Die Halbjahreszahlen liegen deutlich unter den Vorjahreswerten - Österreicher investieren im 1. Halbjahr 7,2 Milliarden Euro in Immobilien, das entspricht einem Minus von -10,6% im Vergleich zur 1. HJ Vorjahr. - Rückgang der Immobilien-Verbücherungen um -13,7 % auf , alleine bei Eigentumswohnungen ein Minus von -15,2%. - Entwicklung in ganz Österreich in die gleiche Richtung, am stärksten aber in Wien: -25,5% weniger Verkäufe und um -22,7% geringerer Immobilienverkaufswert in der Bundeshauptstadt. - Quadratmeter-Preise für Eigentumswohnungen steigen österreichweit im Jahresvergleich um +8,2%, jene für Einfamilienhäuser um +4,2%. Preise für Grundstücke fallen um -16,7% zum Vorjahreswert. - Wohnungspreise steigen in Wien und Niederösterreich mit ca. +19% pro Quadratmeter am stärksten, im Bundesland Salzburg um + 8,2% und fallen in der Steiermark um -7,5%. Preise in den restlichen Bundesländern nur geringfügig verändert. BESTMÖGLICHE, HIEB- UND STICHFESTE DATEN-BASIS Die Daten des RE/MAX ImmoSpiegels präsentiert Österreichs größtes Immobilienmakler-Netzwerk auf Basis des Amtlichen Grundbuchs, ausgelesen von IMMOunited, Mag. Roland Schmid in der Kaufvertragssammlung. Diese Immobilienpreise stammen aus der Summe aller in Österreich tatsächlich bezahlten und im Grundbuch verbücherten Verkäufe. Sie sind also die besten und zuverlässigsten Immobilien-Preis-Daten am österreichischen Immobilienmarkt und keine Schätzungen, keine Mutmaßungen, keine Möchte-gerne-haben -Internet- Angebotspreise., erklärt Mag. Anton Nenning, Managing Direktor von RE/MAX Austria. RE/MAX-Büros verwenden diese Daten auch für spezifische Einzelobjekt Preisvergleiche und Wertermittlungen auf Einzelobjekt-Basis im lokalen Umfeld, in 1

2 den Gemeinden und Bezirken. Unsere Kunden profitieren von diesem einmaligen Marktwissen und gewinnen erheblich an Preissicherheit, sowohl als Käufer wie auch als Verkäufer. Und die Öffentlichkeit profitiert von den Statistiken natürlich mit. Das rechtfertigt den administrativen und finanziellen Aufwand dahinter, so Nenning weiter. BUNDESLÄNDER LANDEN WEICHER, WIEN SCHLÄGT HART AUF. Der Immobilien-Boom der letzten 5 Jahre kommt - wie schon mehrfach vorhergesagt - in eine neue Phase und landet auf dem Niveau zu Beginn der Krise: Die Transaktionsanzahl (Verkauf in Stück) liegt österreichweit um -2,6% und das Transaktionsvolumen (Immobilienwert) um -4,7% hinter dem Jahr Die Auswirkungen sind nicht überall gleich: Während in Wien Anzahl und der Wert der Verbücherungen um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr einbrechen, bleiben in Tirol die Werte im Jahresvergleich nahezu konstant. URSACHEN FÜR DIE RÜCKGÄNGE Die Ursachen sind nach Aussagen der RE/MAX-Experten vielfältig, nämlich Einmaleffekte ebenso wie Konjunktureffekte und Strukturveränderungen: Neben der Angebotsknappheit, speziell bei Eigentumswohnungen und Zinshäusern, ist auch bei manchen die Bereitschaft, zu verkaufen durch die höheren Abgaben (Stichwort Immobilien-Ertragsteuer), gesunken. Die Einführung der Immobilienertragsteuer neu am wirkte sich im ersten Halbjahr des Vorjahres mit vorgezogenen Verkäufen und Verbücherungen aus. Dieses Phänomen fehlt natürlich Darüber hinaus führte die seit Jänner 2013 verpflichtende Selbstberechnung der Immobilienertragsteuer durch die Vertragserrichter (Anwälte, Notare) in der Startphase zu zeitlichen Verschiebungen nach hinten. Damit kam es auch aus diesem Grund 2013 zu weniger Verbücherungen im ersten Quartal. erklärt Nenning. 2

3 Weiters führte die Energieausweis-Vorlage-Verpflichtung mit Strafandrohung ab 1. Dezember 2012 laut Reikersdorfer zu einmaligen Verkaufs-Einbußen, denn: Viele zum Verkauf stehende Immobilien ohne Energieausweis wurden Ende 2012 vom Markt genommen. Sie kamen erst einige Monate später wieder auf den Markt eben nach Erstellung eines Energieausweises. Genau die Umsätze, dieser im ersten Quartal nicht verkauften Objekte, fehlen eben. Auch hat die Immobilien-Nachfrage im Vergleich zu den vergangenen Jahren zwar auf hohem Niveau, aber trotzdem nachgelassen: Vor allem Unsicherheitsgefühle bezüglich Arbeitsplatz und Einkommen bei jungen Paaren und Jungfamilien, führen oft dazu, dass diese den Kauf einer Wohnung oder eines Hauses nach hinten verschieben. Die Mietwohnung wird damit für viele eine längere Zwischenlösung. Aufgrund der noch immer restriktiven Kredite-Vergabe, wird die Mietwohnung mittlerweile aber auch für immer mehr ungewollt zur Dauerlösung. Größere Anleger dagegen haben oft bereits ausgiebig in Immobilien investiert und manche sind wieder zu den Börsen unterwegs. Auch dieser Umstand wirkt sich negativ auf die Verkaufszahlen aus. In Summe ist das für die Volkswirtschaft nicht gerade erfreulich, weil auf jeden Kauf und jeden Umzug ja noch weitere Investitionen wie Adaptierungen, Sanierungen oder Anschaffungen folgen, die jetzt zumindest aufgeschoben sind, sagt Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von RE/MAX Austria. Auch für das Budget der Finanzministerin bedeuten die Rückgänge der Immobilienverkäufe entsprechende Einbußen bei den Abgabeneinnahmen, insbesondere bei der Grunderwerbssteuer und der Immobilienertragsteuer, so Reikersdorfer weiter. 3

4 Die Immobilienkäufe und -verkäufe im Einzelnen nach Bundesländern gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum: Immobilien- Vergleich zu Immobilien- Vergleich zu Anzahl 2012 HJ1 Wert vgl HJ1 Österreich ,7% Mio. -10,6% Wien ,8% Mio. -22,7% Burgenland ,8% 144 Mio. +4,1% Kärnten ,5% 410 Mio. -18,2% NÖ ,8% Mio. -0,8% OÖ ,9% 739 Mio. -17,4% Salzburg ,9% 701 Mio. +19,8% Steiermark ,2% 806 Mio. -12,3% Tirol ,3% 865 Mio. +0,3% Vorarlberg ,6% 459 Mio. -7,3% WOHNUNGEN: WENIGER UND TEURER Wohnungen wurden im ersten Halbjahr 2013 verbüchert. Das sind um -15,2% weniger als im Jahr Der Rückgang ist in Wien mit -22,5% auf Eigentumswohnungen am stärksten, gefolgt von weiteren Bundesländern mit 2- stelligen Minuszahlen: Kärnten -22,9% (755), Niederösterreich 19,3% (1.716), Oberösterreich -18,1% (1.196), Steiermark -14,8% (1.665) und Vorarlberg -17,2% (949). Beinahe gleichbleibend ist die Anzahl der Wohnungskäufe nur im Bundesland Salzburg mit -1,5% oder Wohnungen und im Burgenland: 126 Wohnungen und +1,6% im Vergleich zum Vorjahr. Einzig Tirol konnte einen Zuwachs von +8,2% auf Wohnungen verzeichnen. Damit wird Tirol zum drittwichtigsten Wohnungsmarkt nach Wien und NÖ. Die Preise pro Quadratmeter sind in Österreich für Eigentumswohnungen im Vergleich zum 1.Halbjahr 2012 von 2.178,- auf 2.356,- (+8,2%) gestiegen, die billigsten 25% von 1.406,- auf 1.504,-, die teuersten 25% von 2.916,- auf 3.131,-. 4

5 Damit lag der typische Quadratmeterpreis für verbücherte Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr 2013 in Wien bei 2.868,- (+19%). Am teuersten waren die Wohnungs-Quadratmeterpreise im Bundesland Salzburg mit 3.148,- (+8,2%). Dann folgten Tirol mit 2.551,- (+/- 0%), Vorarlberg mit 2.518,- (+1,5 %), Kärnten mit 2.138,- (+4,5%), Oberösterreich mit 1.869,- (+2,6%), Niederösterreich mit 1.620,- (+18,9%), die Steiermark mit 1.610,- (- 7,5%) und das Burgenland mit 1.586,-. Eigentumswohnungen sind nach wie vor eine beliebte Geldanlage. Die weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das niedrige Zinsniveau sorgen bei Kleinanlegern weiterhin für eine gute Nachfrage in diesem Segment. Diese Rahmenbedingungen, verbunden mit einer seit Jahren geringen Neubauleistung (speziell in Wien/Wien-Umgebung) und damit verbunden eine Verknappung des Eigentumswohnungsmarktes führen zu diesen Preissteigerungen, so Bernhard Reikersdorfer. In den letzten Monaten war allerdings bereits eine deutliche Abkühlung der Preise zu spüren. Die Schmerzgrenze scheint auch bei Wohnungen erreicht. Die Anleger sind nicht mehr bereit, jeden Preis zu bezahlen, so der Immobilienexperte weiter. EINFAMILIENHÄUSER: MODERAT IM PREIS, ABER WENIGER STÜCK Die Einfamilienhäuser sind seit eh und je die Immobilientype, die sich moderat entwickelt, weil sie in Österreich nahezu ausschließlich zu Eigennutzungszwecken gekauft wird. Anlage- oder Spekulationsmotive spielen nur eine sehr untergeordnete Rolle. Im ersten Halbjahr 2013 sind um -7,7% weniger Einfamilienhäuser ver- und gekauft worden, das entspricht zwar dem Trend, aber wesentlich abgeschwächter im Vergleich zu Wohnungen oder Grundstücken. Vom Preis her haben sich die Einfamilienhäuser in Österreich mit +4,2% nach oben bewegt, allerdings ganz stark getrieben vom teuersten Viertel der Preisspanne. 5

6 Von den (im Vorjahr 4.214) in Österreich verbücherten Einfamilienhäusern des ersten Halbjahres 2013 kosteten ein Viertel weniger als ,- ein Viertel mehr als ,- und der Schnitt ,- Die Einfamilienhaus-Preise nach Bundesländern gereiht führt Wien an mit ,- vor Tirol mit ,- und Salzburg mit ,-. Vorarlberg folgt den teuersten Drei mit ,-, dann kommt - wieder mit Abstand - OÖ mit ,- Kärnten mit ,-, die Steiermark mit ,- und NÖ mit ,- Klassisch beendet das Burgenland den Preis-Reigen mit ,- GRUNDSTÜCKE: BILLGER! Unglaublich aber wahr: verkaufte Grundstücke in Österreich im Wert von 1,086 Mrd. sind um -10,5% weniger und das gehandelte Volumen ist um -17,5% geringer als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Spitzenreiter ist Niederösterreich mit verkauften Grundstücken, gefolgt von Oberösterreich mit und der Steiermark mit Vorarlberg mit 437 Grundstücken und Wien mit 183 bilden die Schlusslichter. Auf den typischen Quadratmeterpreis über ganz Österreich umgelegt bedeutet der Rückgang von 56,- auf 47,-/m² ein Minus von -16,7%. Der Quadratmeterpreis für ein Grundstück in Wien lag im ersten Halbjahr 2013 bei 247,-/m², gefolgt von Tirol ( 143,-/m²) und Vorarlberg mit 133,-/m². Der Preisrückgang zeigt sich in allen Bundesländern und Preisklassen, vor allem aber bei den billigsten Grundstücken. Die Bundesländertrends: Vorarlberg -5,8%, Tirol -7,5%, Kärnten -11,0%, Salzburg -14,4%, Oberösterreich -15,0%, Niederösterreich -15,5% und Steiermark -17,1% und das Burgenland mit -23,5%. Der Hauptgrund liegt darin, dass im Vergleich zum Vorjahr wesentlich weniger Grundstücke in den oberen Preisklassen verkauft wurden, weil z.b. Baugrundstücke ohne Bauverpflichtung rar geworden sind. Auch die Einführung der ImmoESt hat die Bereitschaft, Grundstücke zu verkaufen, negativ beeinträchtigt, so Reikersdorfer. 6

7 RE/MAX WÄCHST WEITER RE/MAX Österreich konnte auch nach dem ersten Halbjahr 2013 zufrieden Zwischenbilanz ziehen: Trotz eines deutlich rückläufigen Gesamtmarktes im ersten Halbjahr 2013 erreichte das RE/MAX Netzwerk wieder das überragende Vorjahres- Ergebnis mit einem Transaktionsvolumen von rund 500 Mio. Euro. Damit hat Österreichs größtes Immobilien-Maklernetzwerk seine Marktführerschaft weiter ausgebaut. Im zweiten Quartal 2013 wurden weitere Partner-Büros in Wien 15, Groß-Enzersdorf, Klosterneuburg, Grieskirchen und Klagenfurt eröffnet. Für den Herbst sind bereits weitere Büroeröffnungen in Wien 2, Wien 7, Wien 14, in Ried/Innkreis und Spittal/Drau fixiert. HINTERGRÜNDE ZUR DATEN-ERMITTLUNG Mit einem aufwändigen Verfahren werden die Daten von IMMOunited einzeln erhoben. Daraus errechnet RE/MAX Austria mit einem komplexen Statistikverfahren aussagekräftige und vergleichbare Mittelwerte. RE/MAX ist das einzige Immobilienunternehmen in Österreich, dem alle Grundbuchsdaten flächendeckend zur Auswertung und Veröffentlichung zur Verfügung stehen. Veröffentlichungen dazu finden sich auch im Internet unter Die Datenbasis enthält seit Jänner 2009 alle im Amtlichen Grundbuch verbücherten Kauftransaktionen. RE/MAX steht für weitere, tiefergehende Informationen bezüglich einzelner Bundesländer und Bezirke gerne zur Verfügung. Der RE/MAX- ImmoSpiegel soll vor allem für Journalisten eine praktische Datenquelle sein., betont Bernhard Reikersdorfer. Weitere Informationen unter Alle Bilder und Grafiken Abdruck honorarfrei 7

8 Alois Reikersdorfer, Regionaldirektor RE/MAX Austria Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer RE/MAX Austria Ansprechpartnerfür die Medien: Dr. Wolfgang Wendy Reichl und Partner PR Tel: +43 (0)

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