Benimm ist in! Knigge fürs Berufsleben VORANSICHT

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1 Knigge fürs Berufsleben 1 von 24 Benimm ist in! Knigge fürs Berufsleben Schlechtes Benehmen kann der Karriere schaden Von Luise Sonneberg, Bonn Dauer Inhalt Ihr Plus 4 Stunden die Bedeutung guter Umgangsformen für den beruflichen Erfolg erkennen; die richtigen Umgangsformen für die Bereiche Bewerbungsgespräch, Begrüßung, Berufseinstieg, Verkaufsgespräch, Telefonieren, Briefe und s sowie Geschäftsessen kennenlernen und einüben; interkulturelle Kompetenzen erweitern viele hilfreiche Tipps und Tricks rund ums gute Benehmen

2 Knigge fürs Berufsleben 3 von 24 Stundenverlauf Stunden 1/2 Intention Materialien M 1 M 4 Stunden 3/4 Intention Professionell mit Kollegen und Vorgesetzten umgehen Die Schülerinnen und Schüler verstehen, dass man durch gutes Benehmen seinen Mitmenschen Respekt erweist. Ihnen wird bewusst, dass höfliches Benehmen für den beruflichen Erfolg eine entscheidende Rolle spielt. In M 1 beurteilen die Lernenden das Verhalten unterschiedlicher Personen. Sie überlegen, was richtiges Benehmen für sie bedeutet und für wie wichtig sie dieses halten. In M 2 erfahren die Jugendlichen, weshalb der erste Eindruck oft über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Sie erhalten Ratschläge, wie sie ein Bewerbungsgespräch in dieser Hinsicht gut meistern. Welche Fettnäpfchen sollte man vermeiden, wenn man eine neue Arbeitsstelle antritt? In M 3 beurteilen die Schülerinnen und Schüler ein Fallbeispiel. Anschließend erstellen sie ein Plakat mit hilfreichen Tipps für Berufseinsteiger. Wie begrüße ich mein Gegenüber richtig? In M 4 erfahren die Lernenden, wer wen zuerst grüßt und wer wem zuerst die Hand reicht. Das hilft ihnen, sich sicher auf dem gesellschaftlichen Parkett zu bewegen. Professionell mit Kunden und Geschäftspartnern umgehen Für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens ist es außerordentlich wichtig, mit Kunden und Geschäftspartnern stets höflich und respektvoll umzugehen. Die Schülerinnen und Schüler lernen die wichtigsten Benimmregeln kennen. Materialien M 5 M 8 Wer viel mit Kunden zu tun hat, der weiß, wie schwierig es manchmal sein kann, ruhig und gelassen zu bleiben. In M 5 analysieren die Lernenden verschiedene Verkaufsgespräche und überlegen, welche Antwort die angemessenste ist. Oft lernt man Kunden oder Geschäftspartner erst nach längerer Zeit persönlich kennen. Den ersten Eindruck hinterlässt man aber bereits am Telefon. In M 6 lernen die Jugendlichen die wichtigsten Telefonregeln kennen. Geschäftsessen gehören in vielen Berufen und Branchen zum Arbeitsalltag. In M 7 tragen die Schülerinnen und Schüler die wichtigsten Tischregeln zusammen. Außerdem lernen sie, die Bestecksprache richtig zu deuten. Andere Länder andere Sitten! In vielen Berufen hat man heute mit Kunden oder Geschäftspartnern aus dem Ausland zu tun. Wie man dabei unnötige Missverständnisse vermeidet, erfahren die Lernenden in M 8. Lernerfolgskontrolle M 9 ist eine spielerische Lernkontrolle in Form eines Kreuzworträtsels. Die Schülerinnen und Schüler beantworten Fragen rund ums Thema gutes Benehmen.

3 Knigge fürs Berufsleben 7 von 24 M 2 Bewerbungsgespräch der erste Eindruck zählt! Amerikanische Forscher haben herausgefunden, dass unser erster Eindruck von jemandem bereits nach drei Sekunden feststeht. Die Konsequenz ist klar: Der erste Eindruck zählt! Er entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg auch beim Bewerbungsgespräch. Wie kann man diese Momente beeinflussen? Einige Regeln helfen, die entscheidenden Sekunden des Lebens besser zu meistern. Tipps so machen Sie beim Bewerbungsgespräch einen guten ersten Eindruck ü Gehen Sie ausgeschlafen zum Bewerbungsgespräch. Seien Sie mindestens 20 Minuten vorher da, um Stress zu vermeiden. ü Ihre Kleidung muss ordentlich und sauber sein. Sie sollten nicht in Freizeitkleidung erscheinen, sich in Ihrem Outfit aber trotzdem wohlfühlen. Stecken Sie auf keinen Fall Ihre Hände in die Hosentaschen und tragen Sie keine Mütze! ü Begrüßen Sie Ihr Gegenüber mit festem Händedruck vermeiden Sie aber den Knochenbrecher, stellen Sie Blickkontakt her und lächeln Sie. ü Halten Sie eine angemessene Distanz zu Ihrem Gesprächspartner mindestens eine Armlänge, damit dieser sich nicht bedrängt fühlt. ü Kauen Sie keinen Kaugummi und rauchen Sie nicht vor und während des Gesprächs. ü Schalten Sie Ihr Mobiltelefon vor dem Gespräch aus. ü Sitzen Sie aufrecht auf dem Stuhl. Achten Sie darauf, Ihre Hände ruhig zu halten. ü Versuchen Sie, entspannt und freundlich zu wirken. Ein Lächeln erzeugt Sympathie bei Ihrem Gesprächspartner. Auch Blickkontakt ist sehr wichtig! ü Verstellen Sie sich nicht und antworten Sie direkt auf Fragen. Sprechen Sie deutlich und nicht zu schnell. Kaugummi kauen Pannenvorstellung 1. Lesen Sie sich die oben stehenden Tipps durch. Unterstreichen Sie wichtige Stichworte. 2. Wie sieht eine echte Pannenvorstellung aus? Ergänzen Sie die oben stehende Mindmap. 3. Bilden Sie Vierer-Gruppen. Spielen Sie zu zweit ein Bewerbungsgespräch, bei dem a) alles schief läuft. b) alles perfekt läuft. Hinweis: Einer von Ihnen spielt den Bewerber, der andere den Personalchef. Die beiden Zuschauer schreiben mit, was der Bewerber richtig und was er falsch macht. Anschließend geben sie Tipps zur Verbesserung.

4 Knigge fürs Berufsleben 9 von 24 M 3 Neu in der Firma welche Fettnäpfchen sollten Sie vermeiden? Paul Panne hat es geschafft: Sein Bewerbungsgespräch bei der Schmidt Bauteile GmbH ist erfolgreich verlaufen und er hat eine Anstellung in der Firma bekommen. Lesen Sie im Folgenden, wie er sich in den ersten Tagen an seinem neuen Arbeitsplatz verhält. Verhalten von Paul Panne Richtig Fettnapf 1 Der Chef zeigt Paul seinen Arbeitsplatz und stellt ihn den Kollegen vor. Paul nennt kurz seinen Namen und seine Qualifikation. Außerdem erwähnt er noch, in welcher Firma er vorher gearbeitet hat. Wenn die Kollegen mehr über ihn wissen möchten, denkt Paul, können sie ihn ja später fragen. 2 Paul hat beobachtet, dass sich die Kollegen untereinander duzen. Einige Kollegen sprechen sogar den Chef mit Vornamen an. Da er sich den Gepflogenheiten in der neuen Firma anpassen möchte, duzt Paul die Kollegen und den Chef ebenfalls. 3 Paul möchte natürlich zeigen, dass er der richtige Mann für den neuen Job ist. Deshalb macht er sofort Vorschläge, wie die Arbeitsabläufe im Unternehmen optimiert werden könnten denn da liegt seiner Meinung nach einiges im Argen! 4 Paul hat interessante übertragen bekommen. Er will seine Sache gut machen und zeigt volle Einsatzbereitschaft. Er kommt sogar früher aus der Mittagspause zurück, um die pünktlich zu erledigen. Paul ist überzeugt, dass er damit einen guten Eindruck macht. 5 Bei einigen ist Paul sich nicht ganz sicher, ob er alles richtig verstanden hat. Er stellt aber keine Fragen schließlich will er vor seinem Chef und den Kollegen nicht als inkompetent dastehen! Paul hofft einfach darauf, dass er Glück hat und keine Fehler macht. 6 Während einer Kaffeepause im Aufenthaltsraum setzt sich einer der Kollegen zu Paul und erzählt ihm, dass er sich gerade scheiden lässt und völlig verschuldet ist. Paul hört mitfühlend zu und berichtet, dass er ebenfalls Geldsorgen hat. Das tröstet den neuen Kollegen bestimmt! 7 Paul beobachtet genau, wie sich die Kollegen und Vorgesetzten verhalten. Er hat bereits festgestellt, dass die Atmosphäre ziemlich familiär zu sein scheint. Deshalb schlägt er vor, seinen Einstand mit Kuchen und Brezeln zu feiern. Ein Kollege bestätigt ihm, dass so etwas in der Firma gut ankommt. 8 Paul hat sich ein kleines Notizbuch zugelegt, in dem er Name, Funktion, Abteilung und Aufgabe aller Personen notiert, die ihm vorgestellt werden. Denn es wäre ihm wahnsinnig peinlich, einen Kollegen noch nach Wochen mit falschem Namen anzusprechen! 1. Was macht Paul Panne bei seinem Einstieg in die neue Firma richtig und wo tritt er in einen Fettnapf? Kreuzen Sie an. 2. Welche Tipps würden Sie jemandem geben, der neu in einer Firma anfängt? Erstellen Sie in Partnerarbeit ein Plakat. Vergleichen Sie Ihre Ergebnisse anschließend in der Klasse.

5 14 von 24 Knigge fürs Berufsleben Ausbildung und Beruf Beitrag 8 I Gespräch 4 Kunde: Antwort: Ich weiß nicht. Ich hab den Eindruck, die Kaffeemaschine kann nicht das, was ich will. A) In welcher Hinsicht entspricht die Maschine denn nicht Ihren Vorstellungen? B) Wie mögen Sie Ihren Kaffee denn am liebsten? C) Sie sind ja sehr anspruchsvoll. Was erwarten Sie denn bei dem Preis? Gespräch 5 Fotos: Kunde: Antwort: Ja und jetzt? Soll ich jetzt ein neues Tor für ein paar hundert Euro kaufen, weil s das blöde Schloss für 20 Euro nicht mehr gibt? Sie haben mir das Ding vor zwei Jahren verkauft und jetzt schmeiß ich s weg, weil s kein passendes Schloss mehr gibt?! Also Service ist ja nicht gerade Ihre Stärke! A) Service ist sehr wohl unsere Stärke! B) Da kann ich doch nichts dafür! C) Ich kann Ihren Ärger verstehen. Ich möchte Sie aber darauf hinweisen, dass wir ein ähnliches Schloss haben, das wir Ihnen einbauen können. Tipps so führen Sie ein erfolgreiches Verkaufsgespräch 1. Lesen Sie die Verkaufsgespräche. Welche Antwort ist Ihrer Meinung nach jeweils die beste? Unterstreichen Sie die passende Antwort und begründen Sie Ihre Entscheidung. 2. Worauf sollte man achten, wenn man ein erfolgreiches Verkaufsgespräch führen möchte? Formulieren Sie gemeinsam Tipps.

6 16 von 24 Knigge fürs Berufsleben Ausbildung und Beruf Beitrag 8 I M 6 Auch Telefonieren will gelernt sein! In manchen Berufen lernt man Kunden oder Geschäftspartner erst nach längerer Zeit persönlich kennen. Den ersten Eindruck hinterlässt man aber schon zu Beginn der Zusammenarbeit beispielsweise am Telefon. Lesen Sie hier, was Sie beim Telefonieren mit Kunden und Geschäftspartnern beachten sollten. Tipps darauf sollten Sie beim Telefonieren achten ü Wenn Sie jemanden anrufen, den Sie nicht kennen, sollten Sie nicht vor 9 Uhr morgens oder nach 20 Uhr abends anrufen. Auch mittags zwischen 12 und 13 Uhr sollten Sie es nicht versuchen, um nicht beim Essen zu stören. ü Egal, ob Sie angerufen werden oder jemanden anrufen: Melden Sie sich am Telefon immer mit Vor- und Nachnamen. ü Halten Sie Papier und Stift für Notizen bereit. Überlegen Sie schon vorher, was Sie sagen möchten. ü Achten Sie darauf, Ihre Mitmenschen nicht zu belästigen. Reden Sie in normaler Lautstärke. ü Obwohl Ihr Telefonpartner Sie nicht sieht, kann er Ihre Haltung ihm gegenüber wahrnehmen. Lächeln Sie während des Telefonates, das verleiht Ihrer Stimme mehr Freundlichkeit. Sitzen Sie gerade oder stellen Sie sich hin. ü Essen, trinken und rauchen Sie nicht während des Telefonates. Auch ein genervter Tonfall ist ein absolutes Tabu! Bleiben Sie stets freundlich und höflich. ü Schreiben Sie Geschäftspartnern keine Kurznachricht. Ein Anruf oder eine sind aussagekräftiger. ü Schalten Sie Ihr privates Mobiltelefon im Büro aus oder auf lautlos. Auch ein Signalton beim Empfangen einer Kurznachricht ist nicht angebracht. ü ü ü Vor- und Nachnamen nennen Telefonregeln 1. Lesen Sie sich die oben stehenden Tipps durch. Erstellen Sie eine Mindmap zu den wichtigsten Telefonregeln. 2. Welche Regeln sollte man Ihrer Meinung nach beachten, wenn man einen Brief oder eine an einen Kunden bzw. Geschäftspartner schreibt? Erstellen Sie gemeinsam eine Liste.

7 18 von 24 Knigge fürs Berufsleben Ausbildung und Beruf Beitrag 8 I M 7 Guten Appetit? Knigge fürs Geschäftsessen Geschäftsessen gehören in vielen Berufen und Branchen zum Arbeitsalltag. Doch es ist gar nicht so einfach, beim Restaurantbesuch alle Fettnäpfchen zu umschiffen. Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor: Ihr Chef hat alle Mitarbeiter der Firma zum gemeinsamen Weihnachtsessen eingeladen. Welche Tischregeln Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie hier. Tischregeln Bestecksprache Ich mache eine Esspause. Sie dürfen abräumen. Ich möchte einen Nachschlag. Merke 1. Liegen mehrere Besteckpaare neben dem Teller, beginnen Sie mit demjenigen, das am weitesten von Ihrem Teller entfernt liegt (ganz außen). 2. Legen Sie benutztes Besteck niemals auf dem Tisch ab. 1. Betrachten Sie die oben stehenden Bilder zu den Tischregeln. Formulieren Sie jeweils eine Tischregel. 2. Welche weiteren Tischregeln fallen Ihnen ein? Notieren Sie diese. 3. Verstehen Sie die Bestecksprache? Verbinden Sie die Abbildungen durch Pfeile mit der jeweils richtigen Aussage.

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