Birgit Minichmayr Pauli macht Urlaub

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1 Birgit Minichmayr Pauli macht Urlaub 21 Schäfchengeschichten für Kinder ab 3 Jahren 1

2 Birgit Minichmayr Pauli macht Urlaub 21 Schäfchengeschichten für Kinder ab 3 Jahren 1

3 Bestell-Nr.: ISBN Alle Rechte vorbehalten 2012 cap-books by cap-music Oberer Garten 8 D Haiterbach-Beihingen Illustrationen: Tanja Vamos Satz: cap-books, Rebecca Tetzlaff 2

4 Dieses Buch gehört: Ein Geschenk von: 3

5 Inhalt Die Familie Wolliweiß 7 So ein heißer Sommer! 15 Florian bekommt Besuch 21 Emil, der Esel 25 Pauli darf mit 31 Wie Florian gleich zwei Schäfchen trägt 35 Das Danke-Fest für Emil 39 Pauli fährt mit einem richtigen Boot 45 Pauli im Schäferkarren 49 Ein Zelt für alle Fälle 53 Pauli in Gefahr 57 Pauli lernt Kunststücke 61 4

6 Der Kokon 65 Pauli isst zum ersten Mal Eis 71 Pauli und das Gewitter 75 Emma, die freundliche Spinne 79 Pauli macht es wieder gut 83 Der kraulige Pauli 89 Pauli und Mariechen denken sich schöne Urlaubsworte aus 91 Eine Karte für Felix 95 Pauli und Mariechen helfen einem Eichhörnchen 99 Pauli kommt nach Hause 105 5

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8 Hallo du! Das ist nun schon das zweite Buch mit Geschichten von Pauli und seiner Familie. Diesmal darf Pauli Urlaub machen das findet er wirklich struwelpuwel-cool! Natürlich erlebt er vieles und darf wieder entdecken, wie schön es ist, einen so guten Hirten zu haben! Ich bin mir fast sicher, dass du den Pauli genauso gern magst wie ich, nicht wahr? Er ist schon ein besonderes Schaf! Also dann viel Spaß und Freude beim Lesen! Für alle, die Pauli und seine Familie noch nicht so gut kennen und für alle, die einfach nie genug von dieser Herde bekommen können hier eine kurze Vorstellungsrunde: Pauli Pauli ist ein kleines schwarzes Schäfchen. In diesem Buch darfst du lesen, wie das ist, wenn der Pauli Urlaub macht. Genauso lieben wir ihn: neugierig, abenteuerlustig und immer aufmerksam! Vieles findet er spannend und dabei vergisst er nie, wie toll es ist, einen so guten Hirten zu haben. Sein Name ist... 7

9 Florian Florian sorgt für seine Schafe und passt wunderbar auf sie auf. Jedes einzelne Schaf kennt er beim Namen und er ruft sie gerne und oft: Pauli, mein kleiner Struwelpuwel! Mariechen, mein Schatz! Mama Wolliweiß! Papa Wolliweiß! Er liebt sie sehr, seine kleine Herde, und deshalb nimmt er sie einfach alle mit in seinen Urlaub! Florian ist stark und gescheit. Jeden Tag ist er bereit, alles für seine Schafe zu tun. Er würde sogar sein Leben einsetzen für sie. Er ist der beste Hirte auf der ganzen Welt! Finden jedenfalls alle seine Schafe... 8

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11 ... und ganz besonders Mariechen Mariechen ist die kleine weiße Schwester vom schwarzen Schäfchen Pauli. Mariechen sieht einfach süß aus. Manchmal allerdings ist Mariechen ängstlich und macht sich schnell Sorgen. Wie gut, dass sie sich dann immer ihrem guten Hirten anvertrauen kann! Mariechen bewundert ihren Bruder Pauli, der immer viel mutiger ist als sie. Aber Florian sagt, es macht nichts aus, dass sie nicht so mutig ist. Manchmal ist es auch besser, vorsichtig zu sein. Und jeder ist halt anders und besonders auf seine Art. 10

12 Dann sind da noch Mama und Papa Wolliweiß Das sind die Schafeltern von Pauli und Mariechen. Eigentlich haben sie es sehr gut, weil der Hirte ihnen immer hilft, auf ihre Kinder aufzupassen. Sie sind niemals allein. Mama Wolliweiß hat ein wuscheliges weißes Fell und wenn der Pauli sich da anlehnt, dann ist das ganz kuschelig und fein. Der Papa Wolliweiß hat ein bisschen weißes Fell, aber auch ein bisschen schwarzes Fell. Er ist sozusagen schwarzweiß gefleckt, was sehr hübsch aussieht. 11

13 Zwei aus der Familie gehen nicht mit in den Urlaub, weil sie eben lieber daheim sind: Oma und Opa Wolliweiß. So eine weite Reise ist zu anstrengend für sie. Deshalb bleiben sie zu Hause. Ein anderer Hirte passt auf sie auf und hilft ihnen. Oma Wolliweiß kann ganz tolle Geschichten erzählen. Sie hat ja schon so viel erlebt, viel mehr als der Pauli. Und wenn sie erzählt, dann hören Pauli und auch sein Schwesterchen Mariechen sehr gespannt zu. Opa Wolliweiß bringt die kleinen Schäfchen immer wieder zum Lachen, weil er so viele lustige Sachen weiß und so gerne Späßchen macht. Ja, jeder ist wichtig in der Herde des Hirten Florian und alle haben sich sehr gern. Nun soll es aber losgehen mit den neuen Geschichten. Hast du es dir schon gemütlich gemacht? So, dass du richtig gut zuhören kannst? Oder liest du diese Pauli-Abenteuer schon selbst? Egal wie auf jeden Fall beginnt all das, was ich heute zu erzählen habe, mitten im August 12

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16 So ein heißer Sommer! Ein schwarzes Fell, wie es der Pauli hat, ist schön kuschelig und warm. Das ist meistens ganz prima. Aber in diesem Sommer ist es manchmal lästig. Der Pauli ist ja so gerne draußen auf der Wiese. Auch an diesem Tag, von dem ich dir nun gern erzählen möchte. Er stupst frühmorgens seine kleine Schwester Mariechen an und flüstert (weil ja die anderen Schafe noch schlafen): Mariechen, komm mit mir! Draußen scheint schon die Sonne! Ich möchte so gerne mit dir spielen. Da macht Mariechen gleich die Augen auf und springt auf ihre vier weißen Schafbeine. Mama Wolliweiß hat wie immer gehört, was ihr Pauli vor hat und murmelt schläfrig: Bleibt nicht zu lange draußen. Es wird sehr heiß werden heute. Da ist der kühle Stall ein guter Ort für euch! Ach was, Stall! Ich will draußen sein und etwas erleben!, denkt der Pauli und läuft mit seiner kleinen Schwester fröhlich hinaus. Heute spielen sie Verstecken. Hast du schon mal Verstecken gespielt? Ja? Bist du dann lieber der, der 15

17 sucht oder der, der sich versteckt? Also, der Pauli ist lieber der Sucher! Weil er ja so gerne Neues entdeckt. Mariechen ist nun ja nichts Neues, aber suchen und finden kann er sie trotzdem, und das macht er wirklich sehr gerne! Mariechen ist aber auch erstaunlich erfindungsreich im Verstecke ausdenken. Weil die Sonne immer heißer scheint, sucht sie sich jetzt ein schattiges Plätzchen aus. Pauli zählt: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7! Ich komme! Er läuft hierhin und dorthin. Ja, er läuft nicht nur, er rennt richtig schnell! Natürlich will er das beste Sucherschaf der Welt sein! Hinter dem blaugestreiften Liegestuhl ist Mariechen nicht. Unter den Haselnusszweigen auch nicht. Da etwas Weißes blitzt neben dem Pfirsichbaum hervor. Pauli flitzt sofort hin. Aber nein, es ist nur eine Jacke, die wohl der Hirte Florian hier vergessen hat. Das schwarze Schäfchen mit seinem wolligen Fell gibt nicht auf. Pauli saust auf der ganzen Wiese herum. Er schnauft schon sehr laut. Macht nichts. Weiter geht es. Die Sonne brennt auf seinen Rücken und auf seinen Kopf. Irgendwie fühlt er sich schwindelig. Aber er will sein Mariechen unbedingt finden! Plötzlich fühlt er in seinen Beinchen ein Kribbeln. In seinem Kopf 16

18 Bestell-Nr.: ISBN Alle Rechte vorbehalten 2012 cap-books by cap-music Oberer Garten 8 D Haiterbach-Beihingen Illustrationen: Tanja Vamos Satz: cap-books, Rebecca Tetzlaff 2

19 Dieses Buch gehört: Ein Geschenk von: 3

20 Inhalt Die Familie Wolliweiß 7 So ein heißer Sommer! 15 Florian bekommt Besuch 21 Emil, der Esel 25 Pauli darf mit 31 Wie Florian gleich zwei Schäfchen trägt 35 Das Danke-Fest für Emil 39 Pauli fährt mit einem richtigen Boot 45 Pauli im Schäferkarren 49 Ein Zelt für alle Fälle 53 Pauli in Gefahr 57 Pauli lernt Kunststücke 61 4

21 Der Kokon 65 Pauli isst zum ersten Mal Eis 71 Pauli und das Gewitter 75 Emma, die freundliche Spinne 79 Pauli macht es wieder gut 83 Der kraulige Pauli 89 Pauli und Mariechen denken sich schöne Urlaubsworte aus 91 Eine Karte für Felix 95 Pauli und Mariechen helfen einem Eichhörnchen 99 Pauli kommt nach Hause 105 5

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23 Hallo du! Das ist nun schon das zweite Buch mit Geschichten von Pauli und seiner Familie. Diesmal darf Pauli Urlaub machen das findet er wirklich struwelpuwel-cool! Natürlich erlebt er vieles und darf wieder entdecken, wie schön es ist, einen so guten Hirten zu haben! Ich bin mir fast sicher, dass du den Pauli genauso gern magst wie ich, nicht wahr? Er ist schon ein besonderes Schaf! Also dann viel Spaß und Freude beim Lesen! Für alle, die Pauli und seine Familie noch nicht so gut kennen und für alle, die einfach nie genug von dieser Herde bekommen können hier eine kurze Vorstellungsrunde: Pauli Pauli ist ein kleines schwarzes Schäfchen. In diesem Buch darfst du lesen, wie das ist, wenn der Pauli Urlaub macht. Genauso lieben wir ihn: neugierig, abenteuerlustig und immer aufmerksam! Vieles findet er spannend und dabei vergisst er nie, wie toll es ist, einen so guten Hirten zu haben. Sein Name ist... 7

24 Florian Florian sorgt für seine Schafe und passt wunderbar auf sie auf. Jedes einzelne Schaf kennt er beim Namen und er ruft sie gerne und oft: Pauli, mein kleiner Struwelpuwel! Mariechen, mein Schatz! Mama Wolliweiß! Papa Wolliweiß! Er liebt sie sehr, seine kleine Herde, und deshalb nimmt er sie einfach alle mit in seinen Urlaub! Florian ist stark und gescheit. Jeden Tag ist er bereit, alles für seine Schafe zu tun. Er würde sogar sein Leben einsetzen für sie. Er ist der beste Hirte auf der ganzen Welt! Finden jedenfalls alle seine Schafe... 8

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26 ... und ganz besonders Mariechen Mariechen ist die kleine weiße Schwester vom schwarzen Schäfchen Pauli. Mariechen sieht einfach süß aus. Manchmal allerdings ist Mariechen ängstlich und macht sich schnell Sorgen. Wie gut, dass sie sich dann immer ihrem guten Hirten anvertrauen kann! Mariechen bewundert ihren Bruder Pauli, der immer viel mutiger ist als sie. Aber Florian sagt, es macht nichts aus, dass sie nicht so mutig ist. Manchmal ist es auch besser, vorsichtig zu sein. Und jeder ist halt anders und besonders auf seine Art. 10

27 Dann sind da noch Mama und Papa Wolliweiß Das sind die Schafeltern von Pauli und Mariechen. Eigentlich haben sie es sehr gut, weil der Hirte ihnen immer hilft, auf ihre Kinder aufzupassen. Sie sind niemals allein. Mama Wolliweiß hat ein wuscheliges weißes Fell und wenn der Pauli sich da anlehnt, dann ist das ganz kuschelig und fein. Der Papa Wolliweiß hat ein bisschen weißes Fell, aber auch ein bisschen schwarzes Fell. Er ist sozusagen schwarzweiß gefleckt, was sehr hübsch aussieht. 11

28 Zwei aus der Familie gehen nicht mit in den Urlaub, weil sie eben lieber daheim sind: Oma und Opa Wolliweiß. So eine weite Reise ist zu anstrengend für sie. Deshalb bleiben sie zu Hause. Ein anderer Hirte passt auf sie auf und hilft ihnen. Oma Wolliweiß kann ganz tolle Geschichten erzählen. Sie hat ja schon so viel erlebt, viel mehr als der Pauli. Und wenn sie erzählt, dann hören Pauli und auch sein Schwesterchen Mariechen sehr gespannt zu. Opa Wolliweiß bringt die kleinen Schäfchen immer wieder zum Lachen, weil er so viele lustige Sachen weiß und so gerne Späßchen macht. Ja, jeder ist wichtig in der Herde des Hirten Florian und alle haben sich sehr gern. Nun soll es aber losgehen mit den neuen Geschichten. Hast du es dir schon gemütlich gemacht? So, dass du richtig gut zuhören kannst? Oder liest du diese Pauli-Abenteuer schon selbst? Egal wie auf jeden Fall beginnt all das, was ich heute zu erzählen habe, mitten im August 12

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31 So ein heißer Sommer! Ein schwarzes Fell, wie es der Pauli hat, ist schön kuschelig und warm. Das ist meistens ganz prima. Aber in diesem Sommer ist es manchmal lästig. Der Pauli ist ja so gerne draußen auf der Wiese. Auch an diesem Tag, von dem ich dir nun gern erzählen möchte. Er stupst frühmorgens seine kleine Schwester Mariechen an und flüstert (weil ja die anderen Schafe noch schlafen): Mariechen, komm mit mir! Draußen scheint schon die Sonne! Ich möchte so gerne mit dir spielen. Da macht Mariechen gleich die Augen auf und springt auf ihre vier weißen Schafbeine. Mama Wolliweiß hat wie immer gehört, was ihr Pauli vor hat und murmelt schläfrig: Bleibt nicht zu lange draußen. Es wird sehr heiß werden heute. Da ist der kühle Stall ein guter Ort für euch! Ach was, Stall! Ich will draußen sein und etwas erleben!, denkt der Pauli und läuft mit seiner kleinen Schwester fröhlich hinaus. Heute spielen sie Verstecken. Hast du schon mal Verstecken gespielt? Ja? Bist du dann lieber der, der 15

32 sucht oder der, der sich versteckt? Also, der Pauli ist lieber der Sucher! Weil er ja so gerne Neues entdeckt. Mariechen ist nun ja nichts Neues, aber suchen und finden kann er sie trotzdem, und das macht er wirklich sehr gerne! Mariechen ist aber auch erstaunlich erfindungsreich im Verstecke ausdenken. Weil die Sonne immer heißer scheint, sucht sie sich jetzt ein schattiges Plätzchen aus. Pauli zählt: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7! Ich komme! Er läuft hierhin und dorthin. Ja, er läuft nicht nur, er rennt richtig schnell! Natürlich will er das beste Sucherschaf der Welt sein! Hinter dem blaugestreiften Liegestuhl ist Mariechen nicht. Unter den Haselnusszweigen auch nicht. Da etwas Weißes blitzt neben dem Pfirsichbaum hervor. Pauli flitzt sofort hin. Aber nein, es ist nur eine Jacke, die wohl der Hirte Florian hier vergessen hat. Das schwarze Schäfchen mit seinem wolligen Fell gibt nicht auf. Pauli saust auf der ganzen Wiese herum. Er schnauft schon sehr laut. Macht nichts. Weiter geht es. Die Sonne brennt auf seinen Rücken und auf seinen Kopf. Irgendwie fühlt er sich schwindelig. Aber er will sein Mariechen unbedingt finden! Plötzlich fühlt er in seinen Beinchen ein Kribbeln. In seinem Kopf 16

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