Tutorium Testtheorie. Termin 3. Inhalt: WH: Hauptgütekriterien- Reliabilität & Validität. Charlotte Gagern

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1 Tutorium Testtheorie Termin 3 Charlotte Gagern Inhalt: WH: Hauptgütekriterien- Reliabilität & Validität 1

2 Hauptgütekriterien Objektivität Reliabilität Validität 2

3 Hauptgütekriterien-Reliabilität Reliabilität ist der Grad der Genauigkeit, mit dem ein Test ein bestimmtes Merkmal misst (= Messgenauigkeit des Tests). - Reliabilität ist der Anteil der wahren Varianz an der Gesamtvarianz der Testwerte! - Reliabilitätskoeffizient kann zwischen 0 und 1 liegen - je mehr (gute) Items, desto reliabler ist Test

4 Hauptgütekriterien-Reliabilität 4 Methoden zur Bestimmung der Reliabilität: - Retest-Reliabilität (Testwiederholungsmethode) - Paralleltest-Reliabilität - Testhalbierungs-Reliabilität (Split-half-Rel.) - Innere Konsistenz (Homogenitätsmethode)

5 Retest-Reliabilität - gleichen Individuen gleichen Test mit gewissen zeitlichen Abstand zweimal vorlegen - Korrelation zwischen beiden Messungen (= Rel.) - Zeitraum zu kurz: Reliabilität wird überschätzt (wegen Erinnerungs- und Lerneffekte) - Zeitraum zu lang: Reliabilität wird unterschätzt (Merkmal hat sich verändert, z.b. Depressivität) Achtung bei: zeitlich instabiles Merkmal (z.b. Müdigkeit, Stimmungslage) und Erinnerungseffekt, v. a. bei Persönlichkeitstests (konsistentes Antworten) - Vorteil: Arbeitsaufwand geringer; Parallelität der Tests gegeben.

6 Paralleltest-Reliabilität - Konstruktion einer Parallelform B zu Test A (gleich schwierig, gleiche Normen, andere Items) - beide Formen A und B in relativ kurzem zeitlichen Abstand denselben Personen vorlegen - Korrelation von Form A mit Form B (=Reliabilität) - Verwendung: im Leistungsbereich, als Gruppentest (z.b. Klausur mit Gruppen) und als Verlaufskontrollen im klinischen Bereich (z.b. vor vs. nach Intervention bei Depressivität) - Nachteil: Arbeitsaufwand hoch, schwierig Parallelität herzustellen, deshalb meist Unterschätzung der R.

7 Testhalbierungs-Reliabilität (Split-half-Rel.) - Test wird in 2 parallele Hälften geteilt - einmalig ganzen Test vorgeben u. Daten splitten - Items werden per Zufall mit SPSS in zwei Gruppen geteilt - beide Hälften miteinander korrelieren (= Rel.) Achtung: Schätzung der Reliabilität des halben Tests und nicht der halben Reliabilität! Nachteil: Alle Items müssen dasselbe messen (d.h. Test ist homogen) und alle Items werden gelöst.

8 Innere Konsistenz (Homogenitätsmethode) - Test wird in so viele Teile geteilt wie Items sind - einmalig ganzen Test vorgeben - jedes Item wird als Einzeltest gesehen und mit dem Gesamtwert des Tests korreliert - Schätzung der Reliabilität mit Cronbach s Alpha - Itemanalyse: wie viel tragen einzelne Items zur Reliabilität des Tests bei (Trennschärfe!). Vorteil: relativ einfach und schnell zu berechnen, aber Test sollte homogen sein (d.h. alle Items müssen etwas ähnliches Messen)

9 Hauptgütekriterien-Validität Validität gibt an, inwieweit ein Test auch das misst, was er zu messen vorgibt (= Gültigkeit). Kann ein Test objektiv und reliabel sein, aber nicht valide? JA! z.b. misst ein IQ-Test zwar genau, aber nicht Intelligenz, sondern Schulwissen! - Validierung eines Tests nie abgeschlossen, laufend Hinweise sammeln auf Validität! - Psychologische Tests sind immer noch valider zur Vorhersage von Berufserfolg als andere Verfahren (z.b. persönlicher Eindruck, Schulnoten, Vorstellungsgespräch, etc.)

10 4 Arten von Validität I. Inhaltsvalidität II. Augenscheinvalidität III. Konstruktvalidität - konvergente Validität - divergente/ diskriminante Validität IV. Kriteriumsvalidität - Übereinstimmungsvalidität (konkurrente) - Vorhersagevalidität (prognostische)

11 I. Inhaltsvalidität Inwieweit ein Test/Testitem das zu messende Merkmal repräsentativ erfasst. - Ein Test sollte zusätzlich Inhaltsvalidität aufweisen (ersetzt aber nicht andere Formen von Validität). - wird nicht numerisch anhand eines Maßes oder Kennwertes bestimmt, sondern aufgrund logischer und fachlicher Überlegungen - inhaltliche Gültigkeit wird am günstigsten durch Experten-Rating erreicht

12 II. Augenscheinvalidität Gibt an, inwieweit der Validitätsanspruch eines Tests, vom bloßen Augenschein her einem Laien gerechtfertigt erscheint. - Probanden ist augenscheinlich klar, was der Test messen will - d.h. der Test sollte nicht hinters Licht führen, man sollte den Items ansehen, was sie wollen - Unterschied zur Inhaltsvalidität: Hier erkennen Laien welche Intention Test hat

13 III. Konstruktvalidität Können formulierte Hypothesen zum Konstrukt überprüft werden? Lassen sich Hypothesen unter Verwendung eines Tests bestätigen? Wenn ja, dann konstruktvalide! Konvergente Validität Divergente/diskriminante Validität

14 III. Konstruktvalidität Konvergente Validität Den neu entwickelten Test mit bereits bewährten etablierten Verfahren korrelieren. - bewährt, d.h. gibt es bereits lange (wir glauben, dass sie dann auch valide sind?) Vorteil: leicht zu lösen, Korrelationskoeffizient berechnen Validitätskoeffizienten liegen bei r=0,4-0,6; weil neuer Test anderen Aspekt erfassen soll als bereits bewährte Verfahren (wozu ist neues Verfahren sonst nötig?)

15 III. Konstruktvalidität Divergente Validität Was sollte Test nicht messen? Korrelation mit anderem Test sollte bei Null sein - Sollte zusätzlich zu anderen Arten der Validitätsbestimmung erhoben werden. z.b. Gedächtnisleistungen und IQ korreliert nahe Null (Auswendiglernen, Reaktionszeiten, Speicherfähigkeiten haben nichts mit Intelligenz zu tun) Persönlichkeitstests (Ängstlichkeit) und IQ Konzentrations-Belastungstest d2 und IQ

16 IV. Kriteriumsvalidität Test ist kriteriumsvalide, wenn vom Verhalten innerhalb der Testsituation erfolgreich auf Verhalten außerhalb der Testsituation (Kriterium) geschlossen werden kann Konkurrente Validität (Übereinstimmungsvalidität) Kriterium liegt in der Gegenwart; Test und Kriterium sind zeitlich NICHT versetzt. - z.b. Test zum körperlichen Wohlbefinden, Kriterium: EKG

17 IV. Kriteriumsvalidität Prognostische Validität (Vorhersagevalidität) Kriterium liegt in der Zukunft; Test und Kriterium sind zeitlich versetzt. z.b. Eignungstests, Kriterium: Berufserfolg (Korrelation) Schulreifetest, Kriterium: Schulleistung

18 Verständnisfragen 1. Kann ein Test, der nicht objektiv ist reliabel sein? 2. Kann ein Test, der reliabel und objektiv aber nicht valide sein? 3. Warum kann ein Test eine sehr gute Paralleltest- Reliabilität haben, aber eine schlechte Retest- Reliabilität? 4. Wie verhält sich die Reliabilität im Bezug zu der Länge des Tests? 5. Welche Einwände wären gegen einen Test mit nur drei Items anzubringen?

19 Ausblick: nächster Termin - WH: Nebengütekriterien

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