Bundesfinanzakademie. gegründet gegründet 1951

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1 Bundesfinanzakademie gegründet 1951 gegründet 1951 Jahresprogramm_2014

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3 Bundesfinanzakademie gegründet 1951 Jahresprogramm_2014

4 Herausgeber: Bundesfinanzakademie im Bundesministerium der Finanzen Präsident Dr. Robert F. Heller Willy-Brandt-Straße Brühl Leipziger Straße Berlin Kontakt: Telefon: (02 28) Telefax: (02 28) Internet: Anreisehinweis: (Menüpunkt Service) Bildnachweis: Bei der Erstellung dieser Publikation wurde darauf geachtet, nur solche Abbildungen zu verwenden, an denen die BFA die Rechte am Objekt oder der Reproduktion besitzt, oder solche, die rechtefrei verfügbar sind. Trotz sorgfältiger Prüfung kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass im Einzelfall der tatsächliche Rechteinhaber nicht erkannt wurde. Dieser hat die Möglichkeit, sich an die BFA zu wenden. Herstellung: Ottweiler Druckerei und Verlag GmbH, Ottweiler Redaktionsschluss: Juli 2013 Änderungen des Programms bleiben vorbehalten

5 Vorwort Die einheitliche Ausbildung der Beamtinnen und Beamten im höheren Dienst der Steuerverwaltungen trägt dazu bei, dass Steuergesetze einheitlich und gleichmäßig in allen 16 Ländern und beim Bund angewendet und vollzogen werden. Dazu müssen die Führungskräfte über die erforderlichen Kenntnisse des Steuerrechts ebenso verfügen wie über Führungskompetenzen. Die Bundesfinanzakademie bietet mit dem Jahresprogramm 2014 für die Ausbildung und Fortbildung insgesamt rd. 300 Lehrgänge, Seminare und andere Veranstaltungen an, die auf die Anwendung in der Praxis der Steuerverwaltungen ausgerichtet sind. Diese tragen der Dynamik der Änderungen im Steuerrecht, insbesondere auch im internationalen Kontext, und den Anforderungen an die Führungskräfte in den Steuerverwaltungen sowie der zunehmenden Bedeutung von IT-Verfahren besonders Rechnung. Die Verteilung auf die beiden Standorte der BFA, Brühl und Berlin, erfolgt nach den Schwerpunkten und en der jeweiligen Veranstaltung. Die Kompetenzen der Bundesfinanzakademie werden auch anderen Verwaltungs- und Justizangehörigen im Rahmen freier Kapazitäten angeboten. Erfahrungsgemäß wird die für den Lehrgang bzw. das Seminar aufgewandte Zeit um ein Vielfaches dadurch kompensiert, dass jeder Teilnehmer bzw. jede Teilnehmerin durch die Verbesserung der fachlichen Kenntnisse und Führungskompetenzen die zur Verfügung stehende Zeit am Arbeitsplatz effizient einsetzen kann. Ein zusätzlicher Effekt wird durch die Bildung und Bindung von Netzwerken auf der Grundlage des persönlichen Zusammenlernens mit Kollegen und Kolleginnen aus anderen Ländern und dem Bund erzielt. Die Bundesfinanzakademie ist bemüht, ihre Veranstaltungen ständig weiterzuentwickeln und auf den Bedarf zeitnah zu reagieren, insbesondere durch zusätzliche Veranstaltungen auch während des Jahres. Änderungen und Ergänzungen werden laufend im online- Programm (zu finden unter nachvollzogen; damit ist das Jahresprogramm für jeden Interessierten zugänglich. Bei unseren Gastdozent(inn)en aus den Steuerverwaltungen von Ländern und dem Bund sowie der Wirtschaft und Wissenschaft bedanke ich mich für ihr Engagement ausdrücklich. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass die Lehrgangsteilnehmer(innen) gezielt für ihre berufliche Praxis ausgebildet und fortgebildet werden. Dr. Robert F. Heller Präsident der Bundesfinanzakademie

6 4 sübersicht Vorwort 3 A. Die Bundesfinanzakademie I. Auftrag 6 II. Präsidentenwechsel am 1. Juni III. Präsident, Dozentinnen und Dozenten 13 IV. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der unterstützenden Verwaltung 17 V. Organisation 23 VI. Standorte 27 VII. Kennzahlen 28 VIII. Zusammenwirken von Bund und Ländern ( 7 Abs. 2 StBAG) 31 B. Einführung in die Aufgaben des höheren Dienstes 33 I. Allgemeines 34 II. Ergänzende Studien ( 5 Abs. 2 StBAG) 35 III. Fortführende Studien ( 5 Abs. 3 StBAG) 37 C. Fortbildung für Führungskräfte ( 7 Abs. 1 StBAG) 43 I. Forum Bundesfinanzakademie 44 II. Verbesserung der Basisführungskompetenz 48 III. Vertiefung der allgemeinen Führungskompetenz 58 IV. Sachgebietsbezogene Anforderungen an die Führungskompetenz 68 V. Personalentwicklung 73 VI. Veranstaltungen für ausgewählte gruppen 79 VII. Sprachkompetenz und Sprachausbildung 84 D. Fortbildung im Steuerrecht ( 7 Abs. 1 StBAG) 86 I. Allgemeines Steuerrecht Vollstreckung 2. Insolvenz 3. Steuerstrafrecht 4. Bewertungsrecht

7 sübersicht 5 II. Ertragsteuern Einkommensteuer 2. Körperschaftsteuer 3. Umwandlungsteuerrecht 4. Gewerbesteuerrecht III. Internationales Steuerrecht Allgemeines internationales Steuerrecht 2. Spezialgebiete des internationalen Steuerrechts 3. Ausländisches Steuerrecht 4. Europarecht 5. Gemeinschaftsseminare IV. Bilanz(steuer)recht Bilanzrecht 2. Internationale Rechnungslegung V. Außenprüfung 171 VI. Umsatzsteuer 174 VII. Verkehrssteuern Erbschaft- und Schenkungsteuer 2. Grunderwerbsteuer 3. Kraftfahrzeugsteuer 4. Zollrecht E. Fortbildung in der Anwendung von IT-Verfahren; SAP-Lehrgänge ( 7 Abs.1 StBAG) 178 I. Veranlagung 178 II. Außenprüfung 181 III. Steuerfahndung 195 IV. Verwaltungsvorhaben KONSENS 197 F. Fortbildung für Richter(innen) und Staatsanwälte/-innen 200 Fortbildungen im zeitlichen Überblick 209 Verzeichnis der Gastdozentinnen und Gastdozenten 225

8 A. BFA 6 Die BFA - Auftrag Auftrag Die Bundesfinanzakademie hat den verfassungsrechtlich begründeten Auftrag, die einheitliche Ausbildung und die Fortbildung der Beamtinnen und Beamten des höheren Dienstes der Steuerverwaltungen der Länder durchzuführen (Art. 108 Abs. 2 Satz 2 GG, 7 Abs. 1 StBAG). Dazu vermittelt die BFA steuerfachliche Kenntnisse sowie Führungskompetenzen und stellt ein Forum für ein Bund-Länder-übergreifendes Netzwerk dieser Steuerbeamtinnen und -beamten in Führungspositionen bereit. der Aus- und Fortbildung ist es einen Beitrag zu leisten, das verfassungsrechtliche Gebot des einheitlichen und gleichmäßigen Vollzugs der Steuergesetze in Bund und Ländern durchzusetzen, das sich aus Art. 3 Abs. 1 GG und Art. 20 Abs. 3 GG sowie den Anforderungen der Finanzverfassung in Art. 105 ff. GG ableitet. Denn die Finanzbehörden haben die Steuern nach Maßgabe der Gesetze gleichmäßig festzusetzen und zu erheben ( 85 Satz 1 AO). Die Konzeption einer Akademie erlaubt es, entsprechend den Lernzielen für die Adressaten in der Ausbildung vorrangig hauptamtliche Lehrende sowie in der Fortbildung vorrangig erfahrene Gastdozenten/ innen aus der Praxis einzusetzen. Entsprechend der gesetzlichen Vorgabe, wonach der Bund die Bundesfinanzakademie unterhält ( 7 Abs. 2 StBAG), ist die BFA Teil des Bundesministeriums der Finanzen.

9 Die BFA - Präsidentenwechsel am 1. Juni 2013 Verabschiedung des Präsidenten der Bundesfinanzakademie Karl Wilhelm Christmann und Amtseinführung seines Nachfolgers Staatsrat a.d. Dr. Robert F. Heller 7 A. Die BFA Staatssekretär Dr. Beus, Präsident a.d. Christmann sowie Präsident Dr. Heller (von links) Auf Einladung des Bundesministers der Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble MdB, fand am 7. Juni 2013 im Rahmen eines Festaktes die Verabschiedung von Präsident a.d. Karl Wilhelm Christmann und die Einführung von Dr. Robert F. Heller als Präsident der Bundesfinanzakademie statt. Aus der Ansprache von Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus: Für Sie, lieber Herr Christmann, ist mit dem Wechsel im Amt des Präsidenten auch gleichzeitig der Abschluss einer langen, erfolgreichen Karriere verbunden. Mit Ablauf des Monats Mai haben Sie Ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten. Mit der großen Erfahrung und breiten fachlichen Expertise, die Sie für die der Bundesfinanzakademie qualifiziert haben, haben Sie die Bundesfinanzakademie mit Ihrer herzlichen, verständnisvollen und menschlichen Art erfolgreich durch eine bewegte und von Veränderungen geprägte Zeit geführt. Die beiden Föderalismuskommissionen haben die Verantwortung der Länder im

10 A. Die BFA 8 Die BFA - Präsidentenwechsel am 1. Juni 2013 Bereich des Beamtenrechts deutlich gestärkt. Vor diesem Hintergrund wurden die Aufgaben und Aufgabenwahrnehmung der BFA umfassend in dem zuständigen Bund-Länder-Gremium auf den Prüfstand gestellt und eingehend erörtert. Am Ende dieser mehrjährigen, oft sehr lebhaften, mitunter kontroversen Diskussion sind Bund und Länder dann aber doch zu einem einvernehmlichen, konstruktiven und zukunftsweisenden Ergebnis gekommen. Die Bundesfinanzakademie steht heute auf einem soliden Konsens von Bund und Ländern. Und daran haben Sie einen maßgeblichen Anteil. Übungen im Verhältnis zur erforderlichen Vermittlung des umfangreichen steuerlichen Grundlagenwissens neu akzentuiert und im Lehrplan verankert. Durch eine Änderung im Steuerbeamten- Ausbildungsgesetz, können Nachwuchskräfte mit einschlägigen steuerrechtlichen Vorkenntnissen von den ersten Teilen der ergänzenden Studien suspendiert werden. Das Teilnehmerfeld wird dadurch homogener, die Ausrichtung des Unterrichts an den Teilnehmenden mit keinen oder wenigen steuerfachlichen Vorkenntnissen erleichtert. Lieber Herr Christmann, an dieser Stelle möchte ich Ihnen daher im Namen von Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble sehr herzlich für Ihre Arbeit danken! Sie können mit Stolz auf Ihre berufliche Laufbahn zurückblicken. Hauptaufgabe der BFA ist die Schulung der Nachwuchskräfte des höheren Dienstes aus den Steuerverwaltungen der sechzehn Bundesländer zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn. In diesen so genannten ergänzenden Studien werden vor allem die steuerfachlichen Grundlagen, aber auch erstes Führungswissen vermittelt. Ein Ergebnis der angesprochenen Diskussionen mit den Ländern ist ein überarbeitetes Curriculum, das - soweit möglich - die aktuellen, zum Teil aber auch unterschiedlichen Bedürfnisse in den verschiedenen Steuerverwaltungen aufgenommen hat. Lernerfolgskontrollen wurden eingeführt, die Notwendigkeit und Möglichkeit von Das alles ist jetzt in trockenen Tüchern und wird seit Anfang dieses Jahres praktiziert und gelebt. Herr Christmann hat in dem Diskussions-Prozess stets die Belange, Möglichkeiten, aber auch Grenzen der BFA deutlich gemacht mit dem, zu einem tatsächlich auch praktikablen, tragfähigen Ergebnis zu gelangen. Er hat wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass die BFA keine für jeden Absolventen maßgeschneiderten Studien anbieten und auch nicht die Verwaltungswirklichkeit in den 16 Steuerverwaltungen der Länder abbilden kann. Ich begrüße ausdrücklich, dass sich Bund und Länder darauf verständigt haben, die ergänzenden Studien mit dem Brühler Dialog zum Gegenstand eines regelmäßigen Austausches zu machen. Dieser Dialog ist eine gute Plattform, zeitnah, auf Arbeitsebene und kontinuierlich an der weiteren Verbesserung der ergänzenden

11 Die BFA - Präsidentenwechsel am 1. Juni 2013 Studien zu arbeiten. Der erste Brühler Dialog im vergangenen März war ein Erfolg. 9 A. Die BFA Die ergänzenden Studien und die Einweisung im Finanzamt sind die zentralen Stationen im Einweisungsjahr der Nachwuchskräfte im höheren Dienst. Bund und Länder sind gleichermaßen und gemeinsam aufgerufen, dieses Jahr optimal und erfolgreich zu gestalten, um dem Auftrag des Grundgesetzes gerecht zu werden, die Gleichmäßigkeit in der Besteuerung zu gewährleisten. Eine weitere einschneidende Veränderung in der Amtszeit von Präsident Christmann war die Einrichtung einer Lehrgruppe in Berlin. Ganz praktisch gesehen wird zum Beispiel die Gewinnung von n aus der Steuerabteilung für Veranstaltungen in Berlin deutlich erleichtert und der Austausch zwischen der Steuerabteilung und der BFA insgesamt gefördert und intensiviert. In den vergangenen Wochen fanden zwei gut besuchte Symposien zu Themen aus dem internationalen Steuerrecht im großen, nach Matthias Erzberger benannten Saal in Berlin statt, die eine ausgesprochen positive Resonanz erfahren haben. Die beiden Veranstaltungen waren ein Gemeinschaftswerk der BFA und der Steuerabteilung. Auch in diesem Bereich wurden also mit Erfolg Grundlagen gelegt und mit positivem Ergebnis erste Projekte pilotiert. Aber auch hier bleibt noch allerhand zu tun, um das vorhandene Potential auszuschöpfen und bestehenden Bedarf zu identifizieren und zu bedienen. Lieber Herr Dr. Heller, ich freue mich, Sie zuallererst im Namen des Ministers hier offiziell im Bundesministerium der Finanzen herzlich willkommen zu heißen! Wir haben, so glaube ich, mit Ihnen einen in der Welt der Steuern und der öffentlichen Finanzen versierten Nachfolger im Amt des Präsidenten der Bundesfinanzakademie gewinnen können. Sie können für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken. Der Stellung der Bundesfinanzakademie in der föderalen Struktur der Steuerverwaltung wird Ihr beruflicher Werdegang in besonderer Weise gerecht: Sie haben rund die Hälfte Ihrer beruflichen Tätigkeit in Diensten des Bundes und zur anderen Hälfte in Diensten der Finanzverwaltungen zweier

12 A. Die BFA 10 Die BFA - Präsidentenwechsel am 1. Juni 2013 Stadtstaaten gestanden. Während Ihrer fast neun Jahre als Staatsrat in Hamburg haben Sie außerdem Ihre Führungserfahrung vertiefen können und die bedeutende Finanzbehörde geleitet. Auch die Notwendigkeiten organisatorischer Veränderungen von staatlichen Bildungseinrichtungen sind Ihnen in Ihrer Tätigkeit in Hamburg nicht verborgen geblieben. In Ihre Amtszeit als Staatsrat in Hamburg fiel auch der Aufbau der Norddeutschen Akademie für Finanzen eine Zusammenführung der Hochschule für Finanzen Hamburg (der Ausbildung für den gehobenen Dienst) mit der Landesfinanzschule Hamburg (Ausbildung für den mittleren Dienst). Neben all diesen an sich schon tagfüllenden, herausgehobenen Funktionen haben Sie sich seit 1991 aber auch ein fortwährendes Interesse an Lehrtätigkeiten bewahrt. Sie haben Lehraufträge an der Fachhochschule des Bundes für Öffentliche Verwaltung und der Bundesakademie für Öffentliche Verwaltung wahrgenommen. Sie waren und sind noch Lehrbeauftragter an der juristischen Fakultät der Universität Hamburg und an der Helmut- Schmidt-Universität der Bundeswehr für Steuer- und Haushaltsrecht. Lieber Herr Dr. Heller, ich bin daher überzeugt, dass Sie die bereits erreichten Fortschritte des in der Amtszeit von Herrn Christmann eingeleiteten Evaluierungsprozesses sichern werden. Gleichzeitig vertraue ich darauf, dass Sie mit Engagement und Dynamik gemeinsam mit den Beschäftigten den eingeschlagenen Weg weitergehen. Ich wünsche Ihnen für die der Bundesfinanzakademie des Bundesministeriums der Finanzen viel Erfolg und eine glückliche Hand! Die Ansprache von Präsident Dr. Robert F. Heller: I. Anspruchsvoller Beruf und einheitliche Ausbildung (1) Die Tätigkeit der Steuerbeamtinnen und Steuerbeamten ist ein anspruchsvoller Beruf und nicht ein beliebiger Job. (2) Die Bundesfinanzakademie leistet für die, die diesen anspruchsvollen Beruf in Führungspositionen ausüben, die dafür notwendige Ausbildung und die dafür notwendige Fortbildung. (3) Notwendig sind Ausbildung und Fortbildung an der Bundesfinanzakademie, damit Steuergesetze in der Bundesrepublik Deutschland einheitlich angewendet werden, von der Veranlagung über die Erhebung bis zur Vollstreckung. (4) Die einheitliche Anwendung der Steuergesetze sichert die gleichmäßige Besteuerung in allen 16 Ländern.

13 Die BFA - Präsidentenwechsel am 1. Juni A. Die BFA (5) Auf die einheitliche Anwendung des Steuerrechts hat jeder Steuerpflichtige Anspruch. (6) Der Anspruch von Bund, Ländern und Gemeinden auf die ihnen zustehenden Steuern wird damit auch durchgesetzt. (7) Diese Ansprüche verwirklicht eine leistungsfähige Steuerverwaltung (Finanzämter, Oberfinanzdirektionen, Bundeszentralamt für Steuern und die Finanzministerien), und zwar in den Ländern und im Bund. (8) Mir ist aus langjähriger Erfahrung bekannt, was Führungskräfte in der Steuerverwaltung und in den Finanzämtern leisten sollen bzw. leisten. (9) Allein die Bundesfinanzakademie leistet eine einheitliche Ausbildung und Fortbildung leitender Beamter aller 16 Länder und des Bundes. (10) Eine anspruchsvolle Ausbildung und Fortbildung in der Bundesfinanzakademie fördert die Attraktivität dieser beruflichen Tätigkeit, auch für die Gewinnung von Nachwuchs.

14 A. Die BFA 12 Die BFA - Präsidentenwechsel am 1. Juni 2013 II. Führung und Zusammenarbeit auf der Grundlage des elementaren Anstands (11) Alle Beteiligten aus Verwaltung und Lehre müssen ihre Kraft darauf verwenden, die Ausbildung und die Fortbildung auf die anspruchsvollen Aufgaben in den Steuerverwaltungen auszurichten. (12) Das betrifft Führung und Zusammenarbeit. (13) Wir in der Bundesfinanzakademie sind dazu dem Leitbild des Bundesministeriums der Finanzen verpflichtet. Es formuliert die maßgeblichen Grundsätze zur Erfüllung unseres Auftrags, der Wahrnehmung der Finanzverantwortung im föderativen Zusammenhang. Dazu orientieren wir uns am Adressaten (das sind in erster Linie die Länder), arbeiten wirtschaftlich und erreichen durch gute Zusammenarbeit und Führung zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ganz ähnliche Ansprüche formulieren Leitbilder in den Steuerverwaltungen der Länder. (14) Allen gemeinsam liegt zugrunde, was Fredmund Malik, der seit 30 Jahren führende Management-Vordenker, Lehrer und Praktiker in Europa, als unverzichtbare Grundlage für ein vernünftiges Zusammenarbeiten bezeichnet: elementare Manieren. (15) Es geht hierbei um ebenso schlichte Dinge, wie: man lässt den anderen ausreden, man hört dem anderen aufmerksam zu, man beherrscht sich jederzeit und zeigt nicht seine Launen usw. (16) Menschen sind eckig und kantig. Keine Organisation kann so gut sein, dass nicht gelegentlich Konflikte entstehen. (17) Elementare Manieren sind zwar nicht die Energie, die eine Organisation voranbringen; sie sind aber der Schmierstoff, der die Reibung erträglich macht; sie sind die einzige Möglichkeit für Menschen einigermaßen vernünftig zusammenzuarbeiten - so Malik. (18) Elementarer Anstand ist unverzichtbare Grundlage, ohne die es vernünftige Führung nicht geben kann, insbesondere nicht in jenen Bereichen, wo anspruchsvolle Kopfarbeit zu leisten ist. (19) Die Wirksamkeit elementarer Manieren für jegliche Zusammenarbeit habe ich aufgrund meiner Erfahrungen in unterschiedlichen beruflichen Positionen stets bestätigt gesehen: Es wurden Leistungen erbracht und vorzeigbare Resultate erzielt. (20) Das wollen wir alle hier in der Bundesfinanzakademie für die vor uns liegenden anspruchsvollen Aufgaben ebenso.

15 Die BFA - Präsident, Dozentinnen und Dozenten Dr. Robert F. Heller 13 A. Die BFA Präsident der BFA Karl Ernst Blesinger Lehrbereichsleiter Nationales Ertragsteuerrecht Jürgen Bracke Dozent Führungskompetenzen (Fortbildung) Betriebliches Rechnungswesen Dr. Wolf-Dietrich Drosdzol Lehrbereichsleiter Internationales Steuerrecht; Umsatzsteuer

16 A. Die BFA 14 Die BFA - Präsident, Dozentinnen und Dozenten Stefan Greil Dozent Internationales Steuerrecht Birgit Hirscher Dozentin Betriebliches Rechnungswesen / Bilanz / Außenprüfung Anja Mayer Dozentin Nationales Ertragsteuerrecht Werner Nigbur Lehrbereichsleiter Allgemeines Steuerrecht / Verfahrensrecht; Führungskompetenzen (Fortbildung)

17 Die BFA - Präsident, Dozentinnen und Dozenten Dr. Karl-Jakob Schmitz 15 A. Die BFA Lehrbereichsleiter Betriebliches Rechnungswesen / Bilanz / Außenprüfung Jochen Schütte Dozent Verfahrensrecht Dr. Jan Christoph Schumann Dozent Betriebliches Rechnungswesen / Bilanz / Außenprüfung Sven Sobanski Dozent Nationales Ertragsteuerrecht

18 A. Die BFA 16 Die BFA - Präsident, Dozentinnen und Dozenten Margret Sumfleth Dozentin Internationales Steuerrecht Personalnachrichten Stefan Greil und Sven Sobanski haben im Frühjahr 2013 ihre Arbeit an der BFA aufgenommen. Herr Greil studierte nach der Ausbildung zum Bankkaufmann Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Rechnungswesen und Betriebliche Steuerlehre in Frankfurt am Main. Im Anschluss arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und bei einer großen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wechselte er in die bayerische Steuerverwaltung, 2011 in die Steuerabteilung des BMF. Herr Sobanski absolvierte die Laufbahnausbildung für den gehobenen Dienst in der niedersächsischen Steuerverwaltung, studierte dann Rechtswissenschaften. Vor dem Dienstantritt bei der BFA arbeitete er einige Jahre als Rechtsanwalt und Steuerberater in Hannover. Seit dem 1. Juli 2013 ist Jochen Schütte als Dozent tätig. Nach der Laufbahnausbildung für den gehobenen Dienst in der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen studierte Herr Schütte Rechtswissenschaften. Im Anschluss arbeitete er einige Jahre als Rechtsanwalt, zuletzt auch als Steuerberater in einer mittelständischen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft in Bielefeld. +++ Dr. Björn Kahler wechselte in die Steuerverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. Er war fast fünf Jahre als hauptamtlicher Dozent in Brühl mit Schwerpunkt Ertragsteuerrecht tätig. Dr. Christoph Mönnich wechselte aus der Berliner Lehrgruppe in den sstab.

19 Die BFA - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterstützenden Verwaltung Mit Dr. Johann Heinrich Kumpf, dem Leiter der Berliner Lehrgruppe, trat ein der Akademie seit langen Jahren verbundener Kollege in den Ruhestand. Dr. Kumpf war nicht erst seit der Übernahme der Lehrgruppe in Berlin im Juli 2011 für die BFA tätig. Vor seinem Wechsel in die Steuerabteilung des BMF in Berlin war er in Siegburg und Brühl bereits lange Jahre Dozent und Lehrgruppenleiter an der Akademie. In dieser Zeit hat er sich insbesondere um die Finanzgeschichtliche Sammlung verdient gemacht. 17 A. Die BFA Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterstützenden Verwaltung Elisabeth Brumm Mitarbeiterin Lehrverwaltung Stefan Drechsel Sachbearbeiter Allgemeine Verwaltung Markus Feickert Mitarbeiter Allgemeine Verwaltung

20 A. Die BFA 18 Die BFA - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterstützenden Verwaltung Brigitte Formaini Sachbearbeiterin Lehrverwaltung Tilo Franosch Sachbearbeiter Lehrverwaltung Claudia Heckenbach Mitarbeiterin Allgemeine Verwaltung, Rezeption Ursula Hensle Sachbearbeiterin Lehrverwaltung

21 Die BFA - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterstützenden Verwaltung Sascha Herchenbach 19 A. Die BFA Mitarbeiter Allgemeine Verwaltung Gertrud Hillger Mitarbeiterin Allgemeine Verwaltung Franz-Josef Huhn Leiter Allgemeine Verwaltung Dorothea Kaulbach Sachbearbeiterin Allgemeine Verwaltung Steuermuseum, Finanzgeschichtliche Sammlung

22 A. Die BFA 20 Die BFA - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterstützenden Verwaltung Harald Kollhammer Mitarbeiter Allgemeine Verwaltung Michael Kramer Mitarbeiter Allgemeine Verwaltung Monika Monzel Mitarbeiterin Allgemeine Verwaltung Bernhard Münch Sachbearbeiter Allgemeine Verwaltung

23 Die BFA - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterstützenden Verwaltung Birgit Piper 21 A. Die BFA Mitarbeiterin Vorzimmer Präsident Bärbel Rieger Mitarbeiterin Allgemeine Verwaltung Robert Ruderstaller Sachbearbeiter Lehrverwaltung Wolfgang Töpler Mitarbeiter Allgemeine Verwaltung

24 A. Die BFA 22 Die BFA - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterstützenden Verwaltung Nicole Wernicke Mitarbeiterin Lehrverwaltung Regina Winter Mitarbeiterin Allgemeine Verwaltung Jeanette van der Zalm Mitarbeiterin Allgemeine Verwaltung, Rezeption

25 Die BFA - Organisation Neuausrichtung der BFA - ab August A. Die BFA A. Überblick: Anlass, Orientierung und Kriterien für die Neuausrichtung Die BFA stärkt ihre Leistungen in der Ausund Fortbildung und damit ihre Kompetenz als Akademie. Dazu wurden zahlreiche Verbesserungen ins Werk gesetzt: 1. Konzentration der Aufgaben unserer Dozenten (Lehre und Management der Gastdozenten) in vier Lehrbereichen mit fachlichen Schwerpunkten -unabhängig von den Standorten Brühl und Berlin. 2. Entlastung der bisherigen Lehrgruppe I durch Ausgliederung der allgemeinen Verwaltung und Abbau von Doppelstrukturen durch Verlagerung von Verwaltungsaufgaben zu anderen Bereichen im BMF bzw. an das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV). 3. Verbesserung der Kompetenzen unserer Dozenten durch didaktische Fortbildung und Auffrischen praktischer Erfahrungen durch mehrmonatigen Einsatz in einem Finanzamt. Anlass für die Neuausrichtung sind die Erwartungen der Steuerverwaltungen an die zukünftige Ausbildung und Fortbildung der Steuerbeamten des höheren Dienstes vor dem Hintergrund der zunehmend von Ländern und Bund vernetzt wahrzunehmenden Aufgaben und der Gewinnung und Bindung von qualifizierten Mitarbeitern aufgrund der Folgen der demographischen Entwicklung. Dementsprechend orientierte sich die Neuausrichtung an folgenden Eckpunkten: 1. Aufgaben mittelfristig möglichst gleichberechtigt an den Standorten Brühl und Berlin wahrnehmen. 2. Doppelstrukturen der Verwaltung auf der Grundlage einer Aufgabenkritik abbauen. 3. Organisationsform überprüfen mit dem, effizientere Einheiten zu schaffen. 4. Entwicklung von Zukunftsperspektiven für Aufgabenfelder, die neben den Kernaufgaben nach 7 StBAG wahrgenommen werden können. Kriterien für die Entscheidung über die von einer Projektgruppe mit Unterstützung durch aufgabenkritische Untersuchungen der Arbeitseinheit Führung und Steuerung im BMF sowie dem BADV erarbeiteten Vorschläge bzw. Empfehlungen waren: 1. Stärkung der Lehre 2. Verwaltung unterstützt die Lehre 3. Funktion bestimmt Zuständigkeit 4. Präsident leitet übergreifend Lehre und Verwaltung zur Erreichung gemeinsamer e

26 A. Die BFA 24 Die BFA - Organisation B. Die Neuausrichtung von Lehre, Verwaltung und I. Starke Lehre: Konzentration in vier Lehrbereichen mit übergreifender Koordination Prägend für die Akademie ist der adressatenbezogene Einsatz von Dozenten. Bei der Ausbildung, insbesondere in den ergänzenden Studien, vermitteln die hauptamtlichen Dozenten vor allem die Grundlagen des Steuerrechts. Bei der Fortbildung werden vorrangig Praktiker aus den Steuerverwaltungen eingesetzt. Die hauptamtlichen Dozenten steuern den Einsatz der rd. 700 Gastdozenten im Jahr: Sie gewinnen und binden die richtigen Praktiker für die jeweiligen Seminare und Veranstaltungen; sie sorgen für die fachliche Abstimmung der Gastdozenten z.b. durch Teilnahme als Moderatoren an den Veranstaltungen; sie sichern die Qualität der Veranstaltungen. Diese Doppelaufgabe (eigene Lehrtätigkeit und Management der Gastdozenten) verlangt eine effektive Organisation. Die Dozenten sollen sich auf diese Aufgaben konzentrieren können. Deshalb wird die bewährte transparente Organisation in Lehrbereichen beibehalten, die die fachliche Schwerpunktbildung und damit auch eine effektive Vertretung jedes Fachgebietes durch mindestens zwei hauptamtliche Dozenten gewährleistet. Für diese Aufgaben sind vier Lehrbereiche notwendig und ausreichend. Durch die Entlastung von Aufgaben der allgemeinen Verwaltung kann sich auch der Lehrbereich I nunmehr auf die Lehraufgaben konzentrieren. Die Lehrbereiche sind grundsätzlich für ein Fachgebiet zuständig und zwar unabhängig davon, ob eine Veranstaltung in Brühl oder Berlin angeboten wird. Denn die Entscheidung für die Durchführung einer Veranstaltung in Brühl oder Berlin ist allein von den (erwarteten) Interessen der Lehrgangsteilnehmer bzw. den en der Veranstaltungen abhängig. So wird insbesondere der A-, B- und der erste Teil des C-Lehrgangs grundsätzlich in Brühl stattfinden und weitgehend durch die hauptamtlichen Dozenten der BFA durchgeführt werden. Die mit den Aufgaben der Lehrbereiche untrennbar verbundenen unterstützenden Tätigkeiten (z.b. Lehrgangsplanung) werden durch Mitarbeiter wahrgenommen, die dem Lehrbereich I zugeordnet werden (Lehrverwaltung - in Abgrenzung zur allgemeinen Verwaltung). Der Leiter des Lehrbereichs I hat grundsätzlich die gleichen Aufgaben wie die übrigen Lehrbereichsleiter; zusätzlich steuert er als Koordinator Lehre die Lehrbereichsübergreifenden Aufgaben einschl. des Einsatzes der Dozenten während des Jahres. Er ist nicht Vorgesetzter der Lehrbereichsleiter und hat nicht die Funktion eines ständigen Vertreters des Präsidenten. Auf diese Weise wurde eine der Größe der BFA angemessene Hierarchie mit nur noch zwei

27 Die BFA - Organisation 25 A. Die BFA Stufen geschaffen. Zusätzliche Gremien zur internen Koordination wurden entbehrlich und damit das Risiko von Kommunikationsdefiziten vermindert. Die neue Organisation schafft klare Verantwortlichkeiten. Führungs- und saufgaben haben der Präsident, die vier Lehrbereichsleiter und der Leiter der allgemeinen Verwaltung. Die effiziente Organisation ermöglicht auch den weiteren Ausbau der Funktion der BFA als Forum für den Bund-Länderübergreifenden Erfahrungs- und Informationsaustausch. Der Bedarf dafür ist im Hinblick auf die zunehmende Vernetzung der Tätigkeiten der Steuerverwaltungen insbesondere auch mit dem Ausland (z.b. multilaterale Betriebsprüfung) gestiegen. Zur kontinuierlichen Verbesserung der didaktischen Fähigkeiten nehmen die hauptamtlich Lehrenden in regelmäßigen Abständen an einer berufspädagogischen Fortbildung teil. Zur Auffrischung der Praxiserfahrungen werden die Dozenten für mehrere Monate in einem Finanzamt eingesetzt. Das hilft auch, die ergänzenden Studien bei der BFA besser mit der praktischen Einweisung beim Finanzamt, für die die Länder verantwortlich sind, zu verzahnen.

28 A. Die BFA 26 Die BFA - Organisation Damit die Lehre die erwartete Qualität hält, wird eine Schwerpunktlehrverpflichtung für die hauptamtlichen Dozenten eingeführt und das Evaluationsverfahren mit dem angepasst, notwendige Verbesserungen zügig zu erkennen und umzusetzen. Die Vertretung der BFA in Bund-Länder- Gremien wird grundsätzlich durch den Präsidenten wahrgenommen, soweit dies nicht anderen Personen zugewiesen ist. II. Effiziente allgemeine Verwaltung: Unterstützung der Lehre Die Bildung einer eigenen Einheit für die Allgemeine Verwaltung entlastet die Lehrbereiche, insbesondere den Lehrbereich I, der bisher diese Aufgaben wahrgenommen hatte. Mit der direkten Zuordnung zum Präsidenten wird seine Aufgabe erleichtert, Lehre und Verwaltung auf die gemeinsamen e der BFA auszurichten. Die Allgemeine Verwaltung hat einen Leiter, der nunmehr nicht nur zuarbeitet, sondern eigene Entscheidungskompetenz hat. Doppelstrukturen werden abgebaut, soweit einzelne Aufgaben der allgemeinen Verwaltung (z.b. Reisekosten- und Honorarabrechnungen) zur effizienten Erfüllung an einer Stelle im Bereich des BMF einschl. BADV gebündelt werden können. Aufgaben der Allgemeinen Verwaltung sind insbesondere: Organisation, Haushalt, IT, Liegenschafts- und Raummanagement, Bürodienste, Öffentlichkeitsarbeit, Bibliothek, Finanzgeschichtliche Sammlung und Steuermuseum.

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