Sponsoring und Steuern

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1 Sponsoring und Steuern, Hagen Dr. Jörg Alvermann

2 Verdeckte Gewinnausschüttung Profisport-GmbH Sponsoring = Betriebsausgabe Sponsor-GmbH Gewinnausschüttung Gesellschafter FinVerw kann Betriebsausgaben- und Vorsteuerabzug im Zweifel ziehen bei offenkundigem Missverhältnis zwischen Sponsorenzahlung und Werbewert für das Unternehmen offenkundig überwiegender privater Motivation Dokumentation zur Bp.-Vorsorge sinnvoll 2

3 Steigende Prüfungsintensität Bundeszentralamt koordiniert Betriebsprüfungen restriktive Vorgaben steigende Zahl streitiger Prüfungen und Steuerstrafverfahren in DEL DFL HBL BBL 3

4 Aktuelle Prüfungsfelder der Finanzverwaltung Lohnsteuer zb: Zuwendungen an Mitarbeiter Pauschalversteuerung bei Einladungen/Hospitality Ertragsteuern zb: verdeckte Gewinnausschüttungen Empfängerbenennung von Betriebsausgaben Abzugsverbot für Geschenke 4

5 Umsatzsteuern zb: Sponsoring Vorsteuerabzug unentgeltliche Wertabgaben Schenkungsteuer Schenkungsteuer durch Mäzenatentum Übernahme von Aufwendungen durch Dritte 5

6 Sponsoring + Hospitality - Steuerliche Interessen der Beteiligten Sponsor: Betriebsausgabenabzug, Vorsteuerabzug Gastgeber: Betriebsausgabenabzug, Vorsteuerabzug Eingeladene: steuerfreier Genuss 6

7 Steuerliche Beschränkungen Bewirtungskosten nur beschränkt abzugsfähig Geschenke über 35,-- p.a. nicht abzugsfähig Beschränkung des Vorsteuerabzugs geldwerte Vorteile vom Empfänger zu versteuern; bei Arbeitnehmern Lohnsteuerpflicht Versagung des Betriebsausgabenabzugs bei unterlassener Empfängerbenennung, 160 AO Steuerliche und steuerstrafrechtliche Risiken 7

8 Erhöhte Prüfungsintensität der Finanzverwaltung umfangreiche Prüfungen der DFL-, HBL-, BBL- und DEL-Clubs Anforderung der Sponsoring-Verträge + Daten Kontrollmitteilungen an Sponsoren-Finanzämter Steuernachforderungen, Steuerstrafverfahren 8

9 Pauschalversteuerung BMF-Schreiben v , , , : vereinfachter Betriebsausgabenabzug bei Business-Paketen Vermeidung der Empfängerbesteuerung Vereinfachung des Vorsteuerabzugs Regelungen zur Lohnversteuerung 9

10 Vereinfachter Betriebsausgabenabzug bei Business-Paketen Der Gesamtaufwand wird aufgeteilt in: 40 % Werbeaufwand 30 % Catering 30 % Eintrittskarten vollständiger Betriebsausgabenabzug beschränkter Betriebsausgabenabzug (derzeit 70 %) 15 % Bewirtung von Geschäftskunden 15 % Bewirtung von Arbeitnehmern regelmäßig kein Betriebsausgabenabzug vollständiger Betriebsausgabenabzug, aber Lohnversteuerung des Arbeitnehmers bei Möglichkeit der Raumnutzung über Sportveranstaltungen hinaus Vorwegabzug von 15 % für Raummiete zulässig 10

11 Business-Seats 50 % Eintrittskarten 50 % Bewirtung (70 % Betriebsausgabenabzug) 25 % Geschäftskunden 25 % Arbeitnehmer bei nachhaltiger Werbung Aufteilung gem. Business-Paket (40 : 30 : 30) möglich 11

12 Vermeidung von Besteuerungsnachteilen beim Empfänger Versteuerung von 60 % des Geschäftskundenanteils beim Einladenden Lohnversteuerung von 30 % des Arbeitnehmeranteils 12

13 Beispielhafte Problemfälle Lohnsteuer: Abgrenzung geldwerter Vorteil Arbeitsanlass Verlosungen Abgrenzungen beim Sponsoring: Sponsorenverträge mit inkludierten Tickets Umfang der Werbeleistung Gegengeschäfte 13

14 Alternativen zur Pauschalbesteuerung? Pauschalierungen begründen steuerliches Wahlrecht, keine Pflicht Einzelnachweis eines höheren Anteils möglich Aufteilung in Einzelpreise zulässig, aber streitanfällig fehlende Empfängeraufzeichnung ohne Pauschalversteuerung uu steuerstrafrechtlich relevant 14

15 Umsatzsteuer Ertragsteuerliche Pauschalierung auch umsatzsteuerlich umzusetzen: Business-Paket 40 % Werbung 30 % Bewirtung 30 % Eintrittskarte 7 % bei gemeinnützigen Verein + geringer Werbeleistung 19 % USt 19 % USt 19 % USt voller Vorsteuerabzug möglich voller Vorsteuerabzug möglich Geschäftskunden: Beschränkung des Vorsteuerabzugs Arbeitnehmer: Vorsteuerabzug, aber Versteuerung der unentgeltlichen Wertabgabe 15

16 KÖLN Wilhelm-Schlombs-Allee Köln T +49. (0) F +49. (0) BERLIN Kurfürstendamm Berlin T +49. (0) F +49. (0) MÜNCHEN Nymphenburger Straße München T +49. (0) F +49. (0)

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