SwissDRG erfüllen sich die Hoffnungen der Politik? Aussergerichtliche Gutachterstelle Jahresbericht 2008

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1 Schweizerische Ärztezeitung Bollettino dei medici svizzeri Bulletin des médecins suisses Editorial 1147 SwissDRG erfüllen sich die Hoffnungen der Politik? FMH 1149 Aussergerichtliche Gutachterstelle Jahresbericht 2008 SÄZ-Podiumsdiskussion 1158 Wie viel Sozialstaat brauchen wir im Gesundheitswesen? Tribüne 1178 Gesundheitswesen Schweiz Diagnose und Therapie «Zu guter Letzt» von Jean Martin 1188 Evolution, Vererbung, «Sozialdarwinismus» eine anregende Bestandesaufnahme Offizielles Organ der FMH und der FMH Services Organe officiel de la FMH et de FMH Services Bollettino ufficiale della FMH e del FMH Services

2 INHALT FMH Editorial 1147 SwissDRG erfüllen sich die Hoffnungen der Politik? Beatrix Meyer Recht 1149 Aussergerichtliche FMH-Gutachterstelle Jahresbericht 2008 Lucia Rabia, Nathalie Favre Die Gutachterstelle wird immer dann aktiv, wenn ein Patient Diagnoseoder Behandlungsfehler vermutet, und eine Einigung zwischen Patient und Haftpflichtversicherer ohne Gutachten nicht möglich war. DDQ 1153 Medizinische Qualitätsarbeit: Good Medical Practice Marc Jungi Ein Beitrag über das prozessorientierte Zertifikat der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme schliesst die Reihe über medizinische Qualitätsinitiativen ab. Gesellschaften und Organisationen 1154 Schweizerische Gesellschaft für Pharmazeutische Medizin (SGPM) Madeleine Billeter Mitteilung 1155 Ateliers FMH à l IFAS Romandie Anlässlich der IFAS 2009 in Lausanne bietet die FMH zahlreiche interessante Workshops Personalien SÄZ-Podiumsdiskussion 1158 Wie viel Sozialstaat brauchen wir im Gesundheitswesen? Felicitas Witte Die erste Podiumsveranstaltung der Schweizerischen Ärztezeitung mit der Ärztegesellschaft des Kantons Bern als Co- Veranstalterin brachte eine engagierte Diskussion zum Thema «Sozialstaat unter Druck: Auf dem Weg zur Zweiklassenmedizin?». Leserbriefe / Mitteilungen 1161 Forum ZV 1162 Briefe an die SÄZ 1164 Facharztprüfungen / Mitteilungen FMH Services 1165 Urabstimmung der FMH Services 2009 Max Giger, Reinhard Kunz 1166 Berufshaftpflichtversicherung FMH Insurance Services 1167 Stellen und Praxen Tribüne Standpunkt 1175 Vertrauensbildung im Internet als hausärztliche Aufgabe Martin D. Denz Die Qualität eines Hausarztes, so die These des Autors, wird sich in Zukunft nicht nur durch die Messung seiner internen Praxisabläufe darstellen, sondern auch durch einen zertifizierten Webauftritt.

3 INHALT Tribüne Standpunkt 1178 Gesundheitswesen Schweiz ein Diskussionsvorschlag aus medizinischer Sicht Albert Wettstein Zur Reduzierung der rasant steigenden Gesundheitskosten schlägt der Autor u. a. eine international offene Ausschreibung der 50 häufigsten Langzeitpharmaka-Therapien vor. Der Gesundheitsökonom Peter Zweifel hat diesen Beitrag kommentiert Kommentar aus wirtschaftstheoretischer Sicht Peter Zweifel Wie beurteilt ein Ökonom die Vorschläge von Albert Wettstein? Medizingeschichte 1182 Schamröte, Anatomie und Liebesbriefe Jacob Henle, ein leidenschaftlicher Rationalist Fritz Dross, Iris Ritzmann Bekannt wurde Henle durch die 1862 publizierte Arbeit «Zur Anatomie der Niere», noch heute gibt es die «Henle sche Schleife». Der Beitrag zu seinem 200. Geburtstag berichtet aus seinem beruflichen und privaten Leben Spectrum Horizonte Streiflicht 1185 Worst-Case-Szenarien Erhard Taverna Kunst 1187 Kunst für die Stiftung «Welt ohne Minen» David Künzler Mitglieder der Vereinigung der malenden Ärztinnen und Ärzte haben bereits zum dritten Mal ihre Bilder zum Verkauf für einen guten Zweck angeboten. Zu guter Letzt 1188 Evolution, Vererbung, «Sozialdarwinismus» eine anregende Bestandesaufnahme Jean Martin Aus den zahlreichen Publikationen zu Darwins 200. Geburtstag ragt das Buch des Wissenschaftlers Jean-Claude Ameisen heraus. Es beleuchtet die verschiedenen Vorstellungen des Menschen über seine eigene Position innerhalb der Evolution. Anna IMPRESSUM Redaktion Dr. med. et lic. phil. Bruno Kesseli (Chefredaktor) Dr. med. Werner Bauer Dr. med. Jacques de Haller (FMH) PD Dr. med. Jean Martin lic. oec. Anna Sax, MHA Prof. Dr. med. Hans Stalder Dr. med. Erhard Taverna lic. phil. Jacqueline Wettstein (FMH) Redaktion Ethik PD Dr. theol. Christina Aus der Au Prof. Dr. med. Lazare Benaroyo Dr. phil., dipl. biol. Rouven Porz Redaktion Medizingeschichte PD Dr. med. et lic. phil. Iris Ritzmann Dr. rer. soc. Eberhard Wolff Redaktion Ökonomie lic. oec. Anna Sax, MHA Redaktion Recht Fürsprecher Hanspeter Kuhn (FMH) Managing Editor Annette Eichholtz M.A. Redaktionssekretariat Margrit Neff Redaktion und Verlag EMH Schweizerischer Ärzteverlag AG Farnsburgerstrasse 8, 4132 Muttenz Tel , Fax Internet: Herausgeber FMH, Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, Elfenstrasse 18, Postfach 170, 3000 Bern 15 Tel , Fax Internet: Herstellung Schwabe AG, Muttenz Inserate Werbung Ariane Furrer, Assistentin Inserateregie Tel , Fax «Stellenmarkt/Immobilien/Diverses» Gisela Wagner, Inserateannahme Stellenmarkt Tel , Fax «Stellenvermittlung» FMH Consulting Services Stellenvermittlung Postfach 246, 6208 Oberkirch Tel , Fax Internet: EMH Abonnemente EMH Schweizerischer Ärzteverlag AG Abonnemente, Postfach, 4010 Basel Tel , Fax Jahresabonnement: CHF 320., zuzüglich Porto 2009 by EMH Schweizerischer Ärzteverlag AG, Basel. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, elektronische Wiedergabe und Übersetzung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet. Erscheint jeden Mittwoch ISSN Abonnemente Marketing EMH FMH-Mitglieder ISSN (Elektronische Ausg.) Thomas Gierl M.A. FMH Verbindung der Schweizer Leiter Marketing und Kommunikation Ärztinnen und Ärzte Tel , Fax Elfenstrasse 18, 3000 Bern 15 Tel , Fax Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: undispo 1145

4 Editorial FMH In letzter Zeit richteten die Medien und Politiker ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die Sparmassnahmen, die im Bereich der ambulanten Medizin realisiert werden können. Darüber dürfen jedoch nicht die Gefahren ausser Acht gelassen werden, die für die Spitalärztinnen und -ärzte mit der Einführung der SwissDRG-Tarifstruktur verbunden sind: Wir müssen aktiv und wachsam bleiben, indem wir uns von Beginn weg am entsprechenden Prozess der Begleitforschung beteiligen.in diesem Rahmen haben wir, neben der Vertretung unserer Interessen, vor allem auch die Möglichkeit, unsere Verbundenheit mit den ethischen Grundsätzen und unser Engagement für das Wohl des Patienten unter Beweis zu stellen. Mit einem solchen Ansatz, der sorgfältig nach anerkannten wissenschaftlichen Kriterien umgesetzt werden muss, wird unsere Glaubwürdigkeit gestärkt. Dr. med. Pierre-François Cuénoud, ZV-Mitglied, Verantwortlicher für das Ressort SwissDRG SwissDRG erfüllen sich die Hoffnungen der Politik? Die angekündigte Erhöhung der Krankenkassenprämien hat die Schweizer Politik aufgeschreckt. Rasche Rezepte werden feilgeboten und verschiedenste Einzelmassnahmen diskutiert. Einigermassen entspannt gibt sich die Politik nur bezüglich des stationären Sektors. Gerne wird dabei auf die Einführung von SwissDRG per 1. Januar 2012 verwiesen, und der eingereichten SwissDRG-Version 0.2 handelt es sich erst um eine Arbeitsversion. Diese gilt es zu verbessern. Hier kann die Ärzteschaft wiederum einen wichtigen Beitrag leisten. Auch dieses Jahr haben die Fachgesellschaften und Dachverbände die Möglichkeit, entsprechende Anträge zu stellen. Die FMH unterstützt die Antragsteller dabei weiterhin mit ihren Nur wenn frühzeitig eine überzeugende Begleitforschung zu SwissDRG aufgebaut wird, kann die bisherige qualitativ hochstehende Versorgung der Bevölkerung gewährleistet bleiben es wird nicht selten der Eindruck vermittelt, als ob dadurch alle Probleme im stationären Bereich gelöst seien. Ein Wechsel eines Vergütungssystems alleine vermag jedoch kaum alle Probleme zu lösen. Zudem spielt es eine Rolle, ob die vom Gesetzgeber geforderten Begleitmassnahmen etwa die Gewährleistung der Qualität seriös umgesetzt werden, und in welcher Güte das System eingeführt wird. Von zentraler Bedeutung ist es, dass frühzeitig mindestens ein Jahr vor Einführung von SwissDRG eine Begleitforschung etabliert wird. Nur anhand einer solchen können Fehlanreize rechtzeitig erkannt, Gegenmassnahmen rasch eingeleitet und Fehlallokationen möglichst vermieden werden. Mit einer Begleitforschung, die wir als umfassendes Monitoring verstehen, hat die Politik in Zukunft zudem ein wichtiges Instrument als Entscheidungsgrundlage in der Hand. Da die Zeit drängt, hat die FMH bei renommierten Schweizer Experten ein Konzept für eine Begleitforschung SwissDRG in Auftrag gegeben. Die FMH plant, dieses im Herbst der SwissDRG AG als Diskussionsgrundlage zur Verfügung zu stellen. Vor kurzem hat die SwissDRG AG das erste Tarifgesuch für das SwissDRG-System an den Bundesrat eingereicht. Bei DRG- und Kodierexperten. Abgesehen von der Verbesserung der Tarifstruktur sind weitere bedeutende Problempunkte zu lösen wie z. B. die Gewährleistung der Qualität oder die Sicherstellung der Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung unter SwissDRG. Manche Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren und Politiker mögen hoffen, dass durch die Einführung von SwissDRG ineffiziente Spitäler identifiziert werden können. Damit sich diese Hoffnung erfüllt, müssen vorher noch zahlreiche Problemstellungen gelöst und eine frühzeitige und überzeugende Begleitforschung aufgebaut werden. Denn sonst besteht die Gefahr, dass die falschen Spitäler oder gut arbeitende Fachabteilungen zu Unrecht unter Druck geraten. Eine solch ungünstige Entwicklung gilt es zu vermeiden, denn sie führt zu einer Gefährdung der Versorgungssicherheit und damit lässt sich bekanntlich nicht gut Politik machen. Beatrix Meyer, Leiterin Tarifdienst FMH und Bereich SwissDRG Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

5 Recht FMH Aussergerichtliche FMH-Gutachterstelle Jahresbericht 2008 Lucia Rabia a, Nathalie Favre b a Fürsprecherin, Rechtsdienst FMH b lic. iur., Rechtsdienst FMH Korrespondenz: FMH Rechtsdienst Elfenstrasse 18 CH-3000 Bern 15 Die aussergerichtliche FMH-Gutachterstelle hat im Jahr 2008 insgesamt 69 Gutachten erstattet. In 32 Fällen haben die Gutachter einen Behandlungsfehler bejaht; in 35 Fällen wurde kein Fehler festgestellt. Für zwei Fälle konnte die Fehlerfrage nicht beantwortet werden. Die FMH-Gutachterstelle ist nicht für alle Streitigkeiten zuständig. Ihre Aufgabe ist es, dann ein Gutachten in Auftrag zu geben, wenn der in der Schweiz behandelte Patient vermutet, der Ärztin in der Privatpraxis oder im Spital sei ein Diagnose- und/ oder Behandlungsfehler unterlaufen, der zu einem erheblichen Gesundheitsschaden geführt hat, und wenn zudem zwischen Patient und Haftpflichtversicherer von Arzt oder Spital keine Einigung ohne Gutachten möglich war. Weitere Voraussetzung ist, dass nicht bereits ein Gericht mit dieser Streitigkeit befasst ist bzw. darüber entschieden hat. Die ausführlicheren Informationen über die Geschichte des Falls, die wir seit dem neuen Reglement 2002 von Patient sowie Versicherer/Arzt oder Spital erhalten, lassen heute die zu untersuchende Problematik wesentlich besser erkennen. Dies erlaubt es der FMH-Gutachterstelle mit grösserer Wahrscheinlichkeit, einem für den Fall geeigneten Gutachterteam den richtigen Auftrag zu erteilen. Umgekehrt wird auch die Komplexität vieler Fälle schon früher erkennbar; oftmals mussten gemischte Teams mit Gutachterinnen aus zwei oder drei Fachbereichen beauftragt werden. Reorganisation der Gutachterstelle Seit ihrer Gründung im Jahre 1982 war die Gutachterstelle in je einem Büro in Lausanne und Bern tätig. Angesichts des mittelfristig voraussehbaren personellen Wechsels in beiden Büros drängten sich Überlegungen bezüglich Sicherstellung der Kontinuität und möglicher Synergien auf. Der Zentralvorstand FMH entschied im Dezember 2007,die Gutachterstelle künftig an einem Ort zu führen. Da die rechtliche Begleitung und Supervision weiterhin durch den FMH-Rechtsdienst wahrgenommen wird, bot sich Bern als Standort an. Im Juli 2008 konnte die Gutachterstelle neue Räume im Zentrum beziehen. Frau Brigitte Mottet, Leiterin des Büros in Lausanne, entschied sich gegen einen Wechsel nach Bern und ist seit dem Umzug nicht mehr für die FMH tätig. Bei der Umsetzung der Reorganisation war massgebend, das Dienstleistungsangebot für alle Landesteile im gleichen Rahmen uneingeschränkt anzubieten. Frau Susanne Friedli, die seit 1982 die Gutachterstelle in Bern leitete und damit die Deutschschweiz und das Tessin betreute, übernahm mit dem Umzug die Gesamtleitung. Ab Januar 2009 wird sie durch ihren Stellvertreter französischer Muttersprache, Herrn Sébastian Lerch, unterstützt, der die Dossiers aus der Romandie bearbeitet. Dank der Aufhebung der örtlichen Trennung und der Fremdsprachenkompetenzen beider Mitarbeitenden ist nun erstmals eine gegenseitige Stellvertretung, aber auch ein in seinem Wert nicht zu unterschätzender Gedankenaustausch möglich. Statistik der Gutachterstelle 2008 Methode Im Berichtsjahr wurden 69 Gutachten abgeschlossen, gegenüber 63 Gutachten im Vorjahr. In knapp der Hälfte der beurteilten Fälle ging es ausschliesslich um Behandlungen durch Ärzte in der Privatpraxis. Bei der Mehrzahl der Fälle ging es entweder ausschliesslich um die Analyse von Spitalbehandlungen, beziehungsweise von Behandlungen, in die sowohl Privatpraxis wie auch Spitäler involviert waren.konkret waren für die im Jahre 2008 erstatteten Gutachten 17 fachübergreifende Begutachtungsteams im Einsatz. Bei multidisziplinären Gutachten erfolgt die Zuordnung zum, soweit erkennbar, am intensivsten betroffenen Fachgebiet. Ein Beispiel: Ist ein Gutachterteam primär für die Gynäkologie und sekundär für die Anästhesiologie eingesetzt worden, und wird ein Fehler in der Gynäkologie bejaht und in der Anästhesiologie verneint, so wird das Gutachten der Kategorie «Gynäkologie, Fehler bejaht» zugeordnet. Wird im selben Fall in der Anästhesiologie ein Fehler bejaht, nicht aber in der Gynäkologie, so erfolgt die Zuordnung ausschliesslich unter «Anästhesiologie, Fehler bejaht». Wird bezüglich beider Fächer ein Fehler festgestellt, so erscheint der Fall statistisch unter «Gynäkologie, Fehler bejaht». Die Statistik widerspiegelt damit primär das Resultat für die Patientin, hingegen nicht vollumfänglich das Mass der geleisteten Untersuchungsarbeit der Gutachterinnen. Kausalität zwischen Fehler und Gesundheitsschaden Mit der Antwort auf die Frage, ob bei der Diagnose oder der Behandlung Fehler passiert sind, ist das Gutachten nicht in jedem Fall abgeschlossen. Sind nämlich Fehler aufgetreten, gilt es herauszufinden, ob sie auch Ursache für den geltend gemachten Gesundheitsschaden sind. Denn nur wenn die Kausalität zwischen Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

6 Recht FMH Fehler und Schaden bejaht wird, ist ein Haftpflichtanspruch des Patienten gegeben. Es gibt nicht wenige Fälle, in denen die Gutachterinnen wohl einen Fehler, nicht aber einen Kausalzusammenhang zwischen dem Fehler und einem Gesundheitsschaden feststellen. Oder positiv formuliert: In der Medizin wie anderswo haben glücklicherweise nicht alle Fehler negative oder gar gravierende Konsequenzen. Der Gutachter muss sich also zum mutmasslichen gesundheitlichen Zustand der Patientin äussern unter der Annahme, dass besagter Fehler nicht passiert wäre. In der langjährigen Statistik wurde dieses Kriterium nicht explizit aufgeführt. Für das Jahr 2008 wurde bei Tabelle 1 Statistik Gutachterstelle erstellte Gutachten Behandlungs-/ Behandlungs-/ Behandlungs-/ Diagnosefehler bejaht Diagnosefehler verneint Diagnosefehler unbestimmt Ganze Schweiz Deutschschweiz u. Tessin Romandie Ganze Schweiz (100%) 32 (46,4%) 35 (50,7%) 2 (2,9%) Total (100%) 1031 (32,6%) 2042 (64,5%) 92 (2,9%) Total letzte 10 Jahre ( ) 975 (100%) 415 (42,6%) 546 (56,0%) 14 (1,4%) erstellte Gutachten Behandlungs-/ Behandlungs-/ Behandlungs-/ Diagnosefehler bejaht Diagnosefehler verneint Diagnosefehler unbestimmt Allgemeinmedizin Anästhesiologie Chirurgie Dermatologie Gastroenterologie Gynäkologie und Geburtshilfe Handchirurgie Herz- und thorakale Gefässchirurgie Innere Medizin Kardiologie Kieferchirurgie Kinderchirurgie Kinderpsychiatrie Nephrologie Neurochirurgie Neurologie Onkologie Ophthalmologie Orthopädische Chirurgie Oto-Rhino-Laryngologie ORL Pädiatrie Pathologie Pharmakologie Physikalische Medizin und Rehabilitation Plastische und Wiederherstellungschirurgie Pneumologie Psychiatrie Radiologie Radio-Onkologie Rheumatologie Urologie Total Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

7 Recht FMH knapp der Hälfte der Fälle mit Fehlerschlussfolgerung die Kausalität zwischen festgestelltem Fehler und Schaden eher oder gar klar bejaht, in gut der Hälfte der Fälle mit bejahten Fehlern jedoch verneint oder der Zusammenhang zwischen Fehler und Schaden lediglich als möglich erachtet. Es erweist sich oft als schwierig, den Einfluss eines einzigen Faktors, eben z. B. eines Behandlungsfehlers, auf das unbefriedigende Gesamtergebnis zu quantifizieren. Oft beeinflussen weitere entscheidende Faktoren das Resultat, wie etwa eine im Einzelfall bereits ungünstige Prognose für die Heilung oder zusätzliche Krankheiten. Medizinische Aufklärung und Kommunikation zwischen Arzt und Patient Die medizinische Aufklärung allein kann nicht Gegenstand eines FMH-Gutachtens sein. Sie kann jedoch zusätzlich zum vermuteten Diagnose- und/oder Behandlungsfehler thematisiert werden. Ganz allgemein möchten wir aus Erfahrung die Bedeutung einer hinreichend dokumentierten medizinischen Aufklärung unterstreichen. In mehreren Fällen kamen die eingesetzten Experten nämlich zum Schluss, dass zwar kein Diagnoseoder Behandlungsfehler vorliegt, wohl aber die Aufklärung der Patienten aus medizinischer Sicht ungenügend war oder gar fehlte, bzw. dass die Aufklärung lückenhaft oder überhaupt nicht dokumentiert wurde. Verschiedentlich kam zum Ausdruck, dass es bei der Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten harzte. Mangelhafte Kommunikation vonseiten der Ärzte lässt Patienten zu Recht oder zu Unrecht schneller vermuten, dass Fehler passiert sind. Begrenzte Aussagekraft der Statistik Bereits die nicht sehr grosse Zahl von 69 Begutachtungen, die im Jahr 2008 abgeschlossen wurden, gebietet Vorsicht bei allfälligen Schlussfolgerungen. Diese Statistik ist wenig repräsentativ für die Spital- und Arzthaftpflichtsituation in der Schweiz. Ein grosses, nicht Telefonische Vorbesprechung Adresse Unterlagen Die FMH-Gutachterstelle ermöglicht seit Jahren den Patienten, ihren Anwälten und auch anderen Personen, die den Patienten beraten, den Fall vor Einreichung des definitiven Gutachterantrags telefonisch mit der Gutachterstelle zu besprechen: Wo und bei wem erscheint aufgrund der bisherigen Vorabklärungen ein Fehler plausibel? An welche weiteren potentiellen Fehlerquellen sollte noch gedacht werden? Worin könnte der Gesundheitsschaden bestehen? Auf welche besonderen Aspekte soll die Gutachterstelle den Delegierten der Fachgesellschaft hinweisen, der einen Gutachtervorschlag unterbreiten muss? Usw. Diese Vorbesprechungen benötigen vielleicht eine halbe oder eine ganze Stunde Zeit damit können viele Rückfragen vermieden und wertvolle Zeit im Gutachterverfahren gewonnen werden. Die Unterlagen für die Einreichung eines Antrags auf Begutachtung sind erhältlich bei folgender Adresse: Aussergerichtliche Gutachterstelle der FMH, Postfach 6159, CH-3001 Bern, Tel , Fax Weitere Informationen unter Service Gutachterstelle. universitäres Kantonsspital allein ist jährlich mit rund 30 Haftpflichtfällen konfrontiert. Unsere Statistik sagt also einzig aus, wie viele Gutachten aus welchen Fachgebieten über die FMH-Gutachterstelle abgewickelt wurden und bei wie vielen davon Fehler bejaht bzw. verneint wurden. Andere Schlussfolgerungen können aufgrund der geringen Datenbasis und der fehlenden Vergleichswerte nicht gezogen werden. Insbesondere wäre es nicht zulässig, hieraus Prozentrechnungen über die Fehlerhäufigkeit in verschiedenen Fachgebieten oder in der Medizin generell anzustellen. Die sogenannte Fehleranerkennungsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr wiederum verändert; sie beträgt für das Jahr % (gegenüber 35 % im Vorjahr bzw. knapp 50 % im Jahr 2006). Auch bezüglich Interpretation dieser Veränderung ist Vorsicht geboten. Bereits einige wenige Fälle, die im vorangehenden, laufenden oder folgenden Jahr abgeschlossen werden und entsprechend in der Statistik erscheinen, können die Quote merklich verändern. Die Gutachterstelle ist einem fairen Verfahren verpflichtet. Ihre Aufmerksamkeit gilt der korrekten Abwicklung jedes Einzelfalls. Was in der Statistik nicht zum Ausdruck kommt, ist der unverändert grosse Aufwand für Anfragen, die schliesslich nicht zu einem Gutachten führen. Patienten, Anwälte, Ärzte, Versicherungen und weitere Institutionen gelangen mit vielfältigen Fragen an die Gutachterstelle. Diese versucht, nach Möglichkeit nützliche Hinweise für das weitere Vorgehen zu geben, auch wenn das Problem nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fällt. Es erweist sich auch oft als schwierig, einem Patienten verständlich zu machen, dass die FMH-Gutachterstelle kein formloses und einseitiges Verfahren anbietet und dass nicht jede Komplikation oder enttäuschte Heilungserwartung zu einem Gutachten führen kann. Qualitätssicherung Die Qualitätssicherung hat einen grossen Stellenwert im Rahmen des Verfahrens bei der FMH-Gutachterstelle. Folgende Schritte tragen dazu bei: Die medizinischen Fachgesellschaften schlagen für jeden einzelnen Fall Gutachter vor, welche den Auftrag mit Einverständnis sämtlicher Parteien entgegennehmen. Von Anfang an wird ein Gutachterteam aus verschiedenen Disziplinen zusammengestellt, wenn der konkrete Fall dies erfordert. Damit soll sichergestellt werden, dass analog einer medizinischen Behandlung die einzelfallgerechte Kompetenz zur Beurteilung vorhanden ist. Als hilfreich hat sich zudem das nun seit Jahren verwendete Schema erwiesen, nach welchem die Gutachter vorgehen. Es unterstützt den Experten in der Aufgabe, ein Behandlungsfehlergutachten so aufzubauen, dass es den Parteien für die Streiterledigung dient. Ein besonderes Instrument der Qualitätssicherung ist das Gegenlesen des Gutachtensentwurfs durch Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

8 Recht FMH den juristischen Dienst der FMH. Mit ganz wenigen Ausnahmen stimmen die Patienten diesem Vorgehen zu. Aufgabe der beiden Juristinnen ist es dann, die Gutachter darin zu unterstützen, ein vollständiges, schlüssiges und vor allem auch ein für medizinische Laien nachvollziehbares Gutachten zu verfassen. Ausbildung der Gutachter Die SIM (Swiss Insurance Medicine) wurde 2004 von der FMH beauftragt, die Ausbildung medizinischer Gutachter zu übernehmen. Im erstmals abgeschlossenen 4. und letzten Modul wurde auch der Bereich «ärztliche Haftpflicht» abgedeckt. In diesem Rahmen referierten eine für die FMH-Gutachterstelle zuständige Juristin, Patientenanwälte und behandelnde Ärzte. Dauer des Verfahrens Immer wieder wird die lange Verfahrensdauer bemängelt. Vor allem die betroffenen Patienten erwarten mit Ungeduld Antwort auf ihre Fragen. Es kommt selten vor, dass ein Verfahren vor Ablauf eines Jahres seit Einreichen des Antrages abgeschlossen werden kann. Andrerseits beansprucht ein reglementiertes, transparentes und einvernehmliches Verfahren Zeit. Je nach Fall ist bereits die Suche nach geeigneten Gutachtern sehr aufwendig. Sind mehrere Gutachter beauftragt, so benötigt jeder Verfahrensschritt mehr Zeit, angefangen von der Anhörung und Untersuchung des Patienten bis zur Schlussredaktion des Gutachtens. Vor allem aber ist die Arbeitsüberlastung vieler Experten derart hoch, dass sie kaum innert gewünschter Frist die nötige Zeit für solche Zusatzaufträge finden; meist wird dafür ein Teil der Freizeit geopfert. sondern entlastet den Zentralvorstand von seiner Aufsichtstätigkeit. Im Berichtsjahr hat sich der Beirat zweimal zu einer Sitzung getroffen und stichprobenweise einzelne Dossiers durchgesehen. Dr. med. Beat Kehrer ist nach vierjähriger Tätigkeit als Präsident des Beirats zurückgetreten. An seiner Stelle wählte der FMH-Zentralvorstand Dr. med. Bruno Lerf, Chefarzt der Chirurgischen Klinik Kantonsspital Zug, als neuen Präsidenten. Dr. Lerf übernahm das Amt per 1. Juni Wir danken Herrn Dr. Kehrer für sein grosses Engagement. Dem Beirat gehören weiterhin Dr. med. Thomas Froesch und Rechtsanwalt Massimo Pergolis an. Dank Das Funktionieren der Gutachterstelle bedingt das gute Mitwirken vieler. Wir danken den medizinischen Fachgesellschaften und ihren Delegierten für die wertvolle Unterstützung und den Experten für ihre grosse Arbeit zur Klärung des einzelnen Falles. Wir danken den behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie den Spitalleitungen für ihre offene und faire Mitwirkung bei den durch Patienten beantragten Begutachtungen. Frau Susanne Friedli betreut die Dossiers von der ersten Anfrage bis zum Versand des Gutachtens. Sie ist die Ansprechperson aller Beteiligten in einem Verfahren und leistet einen grossen Koordinations- und Beratungsaufwand. Wir danken Frau Friedli für ihren riesigen und unermüdlichen Einsatz. Frau Brigitte Mottet war seit 1982 für die Gutachterstelle in Lausanne tätig und betreute diese bis vor deren Umzug nach Bern. Wir danken Frau Mottet an dieser Stelle für ihr grosses Engagement während ihrer langjährigen Tätigkeit für die FMH-Gutachterstelle. Wissenschaftlicher Beirat Der wissenschaftliche Beirat überwacht im Auftrag des FMH-Zentralvorstandes die Tätigkeit der Gutachterstelle. Er hat keine Entscheidkompetenz im Einzelfall, Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

9 DDQ FMH Medizinische Qualitätsarbeit eine Bestandesaufnahme in Kleinporträts (15) * Weitere Themen Qualität Qualitätsinitiativen Qualitätsarbeit hat sich in der Schweizer Medizin etabliert; dies aufzuzeigen hat sich die Arbeitsgruppe Qualität der FMH (AGQ-FMH) zur Aufgabe gemacht. Deshalb stellt sie den FMH-Mitgliedern in jeweils fünf aufeinanderfolgenden Ausgaben der Schweizerischen Ärztezeitung Qualitätsinitiativen vor, die Referenten aus allen Fachgebieten und Arbeitsbereichen (ambulant/stationär) seit 2006 präsentiert haben. Zugleich publiziert die FMH-Abteilung «Daten, Demographie und Qualität» diese Kurzporträts auf ihrer Webseite und ergänzt sie online um praktische Informationen wie Graphiken oder weiterführende Literatur.* Der letzte Artikel dieser Sommerserie über medizinische Qualitätsinitiativen stellt das Label Good Medical Practice für Arztpraxen und Ärztenetze vor. Good Medical Practice Marc Jungi Good Medical Practice ist ein prozessorientiertes Zertifikat der SQS umfasst alle für Arztpraxen relevanten Führungs-, Kern- und Supportprozesse verbessert die Qualität von Arztpraxen mittels jährlicher interner und externer Audits basiert auf ISO 9001:2008 Spitäler, Versicherungen usw.) in die Praxis. Im Juli 2009 hat die SQS den Antrag zur Akkreditierung des Labels bei der Schweizerischen Akkreditierungsstelle gestellt. Eignung Einzel- und Gruppenpraxen aller Fachrichtungen, Ärztenetze Korrespondenz: Dr. med. Marc Jungi Leitender Arzt Sanacare Praxis Bern Mitglied der Geschäftsleitung Bubenbergplatz 10 CH-3011 Bern Tel Fax Beschreibung Good Medical Practice (GMP) ist ein prozessorientiertes Zertifikat der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS). Die GMP-Zertifizierung eignet sich für Einzel- und Gruppenpraxen aller Fachrichtungen, wie auch für Ärztenetze. GMP will die Qualität einer Praxis kontinuierlich verbessern und ein hohes Qualitätsniveau aller für Arztpraxen relevanten Prozesse (29 Führungsprozesse, 31 Kernprozesse, 17 Supportprozesse) erhalten. Outcome-Messungen sind nicht Teil von GMP, lassen sich aber einfach darin integrieren. Zu diesem Zweck finden jährlich interne und durch die SQS durchgeführte externe Aufrechterhaltungsaudits statt. Alle drei Jahre wird ein komplettes Zertifizierungsaudit durchgeführt. Zudem werden die Patienten jährlich, die Mitarbeiter sowie fakultativ die Krankenversicherungen alle zwei Jahre mit einem Fragebogen hinsichtlich ihrer Zufriedenheit befragt. Die aktive Einbindung aller Mitarbeitenden einer Praxis ins QM, Qualitätszirkel, zusätzliche Weiterbildungen mit Spezialisten, regelmässige Fallbesprechungen im Team, Besprechung und Implementierung von Guidelines sowie eine offene Fehlerkultur dienen der Verbesserung und Erhaltung der medizinischen Behandlungsqualität. Als ISO-basierte (9001:2008) Qualitätsmethode fördert GMP das Vertrauen der Patienten und der Partner (andere Praxen, Zeitlicher Aufwand pro Zertifizierungszyklus Das Qualitätsmanagement gemäss Good Medical Practice ist stark im Betrieb verankert und wird von den Praxismitarbeitenden gelebt. Daher ist für die Zertifizierung nur ein zusätzlicher zeitlicher Aufwand für die Audits und den Management Review nötig. Zertifizierungsaudit (extern, SQS): alle 3 Jahre; 4 Stunden pro Praxis. Aufrechterhaltungsaudit (extern, SQS): jährlich, 4 Stunden pro Praxis. Interne Audits: jährlich, 2 Stunden pro Praxis. Management Review: jährlich, 2 Stunden für die ärztliche Leitung der Praxis. Zertifizierungszyklus total: ungefähr 20 Stunden für die Praxismitarbeitenden plus 6 Stunden für die ärztliche Praxisleitung. Kosten pro Zertifizierungszyklus (Quelle: SQS) 1 4 Vollstellen: Fr Vollstellen: Fr bis Vollstellen: Fr Audit zusätzlich je Fr Weitere Informationen Label: Umsetzung: Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

10 Gesellschaften und Organisationen FMH Schweizerische Gesellschaft für Pharmazeutische Medizin (SGPM) wer wir sind und was wir tun Die SGPM wurde im Juni 1997 als medizinische Fachgesellschaft gegründet.nach Zustimmung der Schweizer Ärztekammer zur Schaffung des Facharzttitels FMH für Pharmazeutische Medizin im November 1998 trat der neue Facharzttitel ab 1. Januar 1999 in Kraft. Madeleine Billeter Dr. med., Fachärztin für Pharmazeutische Medizin, Präsidentin der SGPM Korrespondenz: Dr. med. Madeleine Billeter Präsidentin der SGPM Mettlenstrasse 34 CH-8142 Uitikon Tel Fax Die Pharmazeutische Medizin ist eine junge Disziplin. Die SGPM ist aus der Swiss Association of Pharmaceutical Professionals (SwAPP), der Gesellschaft für Mediziner und Naturwissenschaftler, hervorgegangen, die Anfang 1996 gegründet worden war. Im Jahr 1997 spalteten sich die Mediziner zur Gründung einer eigenen Gesellschaft der SGPM ab, mit dem Ziel, den Facharzt für Pharmazeutische Medizin zu schaffen. Die SGPM zählt gegenwärtig 122 Mitglieder. Die Facharztprüfungen werden zusammen mit der Universität Basel abgenommen. Seit der Gründung haben 96 Mediziner den Facharzttitel Pharmazeutische Medizin erlangt, davon 7 Titelträger im Ausland. Die restlichen Mitglieder besitzen entweder eine Äquivalenzbestätigung oder sind in Weiterbildung zum Facharzt für Pharmazeutische Medizin. Zum Erlangen des Facharzttitels werden 3 Jahre fachspezifische Weiterbildung an einer anerkannten Weiterbildungsstätte sowie 2 Jahre nichtfachspezifische Weiterbildung gefordert. Was sind die Aufgaben und Ziele einer Fachärztin und eines Facharztes für Pharmazeutische Medizin? Er/Sie beeinflusst die Entwicklung von Heilmitteln zum therapeutischen Nutzen und Schutz des Patienten in jedem Stadium positiv. Er/Sie berücksichtigt die gesetzlichen und qualitativen Anforderungen an die Planung und Durchführung von klinischen Studien. Er/Sie kennt die notwendigen Regeln und Prinzipien zur Verbesserung der Arzneimitteltherapie im Bezug auf das Nutzen-Risiko- und Kosten-Wirksamkeits-Verhältnis und wendet diese differenziert an. Er/Sie trägt durch konsequentes Adverse Drug Event Monitoring zur Gewährleistung einer hohen Arzneimittelsicherheit bei. Er/Sie wendet die Regeln zu korrekter medizinischer Information von Heilmitteln konsequent an. Zur Verwirklichung ihrer Ziele führt die SGPM Veranstaltungen wie wissenschaftliche Seminare, Konferenzen, Kurse und andere Aktivitäten durch. Die eintägige Jahrestagung, welche die SGPM gemeinsam mit der SwAPP ausrichtet, besuchen im Durchschnitt zwischen 150 und 230 Teilnehmer. Die Kongresssprache ist Englisch, da oft auch internationale Referenten eingeladen werden. Die Jahrestagung bietet einen Überblick über schweizerische und europäische Belange; letztere sind auch für die Schweiz bedeutend, da sie in die Europäische Union eingebettet ist und viele Firmen international tätig sind. Themen früherer Tagungen waren u. a. Pub-lic Health und Prevention of Disease, Phase-I-Studien und das Risiko für freiwillige Probanden am Beispiel von TeGenero, Patienten-Trainingsprogramme, Trends in Drug Safety, Costs for Health and Medicines Health Technology Assessments, Health Economics and Health Politics, Drug Prescription Pitfalls and New Opportunities, Managed Care and Pharmaceutical Care. Die 13. SGPM/SwAPP-Jahrestagung wird gerade für den 25. November 2009 in Lausanne vorbereitet. Sie wird Überblicke zu den Themen Quality Risk Management Quality Oversight in R&D sowie Medical Devices/Combination Compounds bieten. Ausserdem ist eine Session zu den neuen Clinical Trial Units (CTUs) in der Schweiz geplant sowie Beiträge zu Innovative Concepts in Chronic Diseases. Die SGPM ist Mitglied der IFAPP (International Federation of Associations of Pharmaceutical Physicians). Im Jahr 2004 hat die SGPM zusammen mit der SwAPP den 13. International Congress on Pharmaceutical Medicine (ICPM) in Genf als internationalen Kongress der IFAPP erfolgreich ausgerichtet. Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

11 Mitteilung FMH Jeudi 29 octobre 2009, Palais de Beaulieu, Lausanne Ateliers FMH à l IFAS Romandie Pour la première fois, le salon spécialisé des équipements médicaux et hospitaliers (IFAS) aura lieu en Suisse romande, du 28 au 30 octobre 2009! Cette manifestation nous permettra d avoir aussi une fois des contacts personnels avec nos membres francophones dans un cadre idéal. Venez donc nous rendre visite au stand de la FMH dans la halle n 1. Les collaboratrices et collaborateurs de la FMH et de FMH Services vous accueilleront avec plaisir, répondront volontiers à vos questions, prendront bonne note de vos préoccupations et vous présenteront la palette étendue de nos prestations de services. Pourquoi ne pas faire d une pierre deux coups et participer par la même occasion à nos ateliers? La FMH et FMH Services vous donnent la possibilité d obtenir de précieux conseils et renseignements en un temps très bref. Consultez notre programme: vous trouverez certainement un thème qui vous intéressera. Les ateliers auront lieu jeudi 29 octobre 2009 et seront consacrés aux thèmes suivants: Plate-forme HIN ehealth & CPS: des outils faciles et sûrs Atelier FMH n 1 / Jeudi h00 à10h45 Orateur: Didier Boillat, HIN SA Suisse romande Quel est donc l outil qui simplifie le travail quotidien des cabinets médicaux, de la FHV, des HUG, du CHUV, des physiothérapeutes, de l organisation des soins à domicile et d autres acteurs importants de la santé? Nous vous montrerons l utilité de la plate-forme sécurisée HIN, aujourd hui et à l avenir avec la CPS. Une façon de travailler avec efficacité et conformément à la protection des données pour le bien-être des patients. Cabinets de groupe, tout est sous contrôle? Atelier FMH n 2 / Jeudi h00 à 11h45 Orateur: Gérard Dustour, FMH Fiduciaire Services Il est courant que des médecins décident de collaborer avec des confrères en mettant en commun des infrastructures, du personnel, des compétences. Ceci en particulier dans le but de limiter les coûts en partageant une infrastructure. Cette pratique est plus fréquemment utilisée par des nouveaux cabinets. Toutefois, de nombreuses questions restent ouvertes pour le «non initié»: quelles sont les incidences juridiques, fiscales, sociales? Cela comporte-t-il des risques? Comment se prémunir au mieux? Cet atelier a pour but de vous communiquer les points clés en relation avec le fonctionnement d un cabinet de groupe, en particulier: les bases juridiques, les contrats pour infrastructure commune, la fiscalité directe et la TVA. 2 ème ou 3 ème pilier: quelle est la meilleure solution? Atelier FMH n 3 / Jeudi h00 à 14h45 Orateur: Daniel Jeanjaquet, FMH Insurance Services Cette question se pose régulièrement lors des entretiens consultatifs. Or, il s avère malheureusement que tout particulièrement les médecins de ce secteur sont conseillés de manière insuffisante et non professionnelle, bien que des valeurs ajoutées et certaines économies fiscales précises pourraient être obtenues. De temps à autre des intérêts personnels sont mis au premier plan. Durant le séminaire, il sera souvent démontré où se trouvent les avantages et inconvénients et de quelle manière idéale les diverses formes de prévoyance peuvent être appliquées. Evidemment, les questions fiscales sont également analysées en détail. 50 ans le bon moment pour la planification de la retraite Atelier FMH n 4 / Jeudi h00 à 15h45 Orateur: Daniel Jeanjaquet, FMH Insurance Services Pouvons-nous assurer notre train de vie après la retraite? Combien de temps dois-je encore travailler? Comment puis-je utiliser de manière optimale mes capitaux de prévoyance? Egalement dans ce cas la devise: «prévenir vaut mieux que guérir» est en vigueur. Effectuez dès à présent votre check-up général de prévoyance. Dans la pratique, nous constatons fréquemment que la considération nécessaire à ce sujet n est accordée que bien trop tard. Surtout si l on considère que cette tranche de vie s étend sur environ un quart de notre existence entière. Dans l exposé il vous sera démontré au moyen d exemples pratiques comment vous pouvez optimiser votre situation personnelle. Inscription et information Formulaire d inscription en ligne sous Les ateliers ont lieu exclusivement en français. Le nombre de participants est limité. Les inscriptions sont prises en compte dans l ordre d arrivée. La confirmation de l inscription à l atelier donne droit à l entrée gratuite au salon de l IFAS Suisse romande Les ateliers de la FMH sont destinés exclusivement aux médecins et à leurs assistantes sociales (pour autant que les inscriptions soient faites par les titulaires de cabinet). Pour les membres de la FMH et leurs assistantes médicales (pour autant que leur inscription soit annoncée par des membres de la FMH), la participation aux ateliers est gratuite. Les non-membres de la FMH et leurs assistantes médicales paient une taxe de Fr. 30. par atelier. Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

12 FMH Personalien Todesfälle / Décès / Decessi Hannelore Wildbolz (1943), , Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 3013 Bern Ole-Christian Zimmermann (1916), , Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, 3006 Bern Rudolf Dubs (1922), , Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie, 8400 Winterthur Praxiseröffnung / Nouveaux cabinets médicaux / Nuovi studi medici BE Pierre D. Reusser, Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Infektiologie, Facharzt für Hämatologie und Facharzt für Medizinische Onkologie, Rebenweg 30, 2503 Biel AG Armin Nageleisen, Facharzt für Allgemeinmedizin, Mitteldorf 14, 4314 Zeiningen BL Radica Simonovic, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Tiergartenstrasse 30, 4410 Liestal GE Jean-Marc Heinicke, Facharzt für Chirurgie, 95b, route de Suisse, 1290 Versoix VD Ihsène Mokhtech, Spécialiste en psychiatrie et psychothérapie, 68, avenue des Alpes, 1820 Montreux ZH Patrik Schimert, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Dorfstrasse 32, 8805 Richterswil Ärztegesellschaft des Kantons Bern Ärztlicher Bezirksverein Bern-Regio Zur Aufnahme als ordentliches Mitglied hat sich angemeldet: Dr. med. Roberto Llano, Facharzt für Innere Medizin FMH, Medbase, Freizeit- und Einkaufszentrum Westside, Ramuzstrasse 18, 3027 Bern Einsprachen gegen dieses Vorhaben müssen innert 14 Tagen seit dieser Veröffentlichung schriftlich und begründet dem Präsidenten des Ärztlichen Bezirksvereins Bern Regio eingereicht werden. Nach Ablauf der Einsprachefrist entscheidet der Vorstand über die Aufnahme des Gesuches und über die allfälligen Einsprachen. Ärztegesellschaft des Kantons Luzern Zur Aufnahme in unsere Gesellschaft Sektion Stadt hat sich angemeldet: Dr. med. Gerhard Rentsch, Facharzt für Innere Medizin, Sanacare Paulusplatz, Obergrundstrasse 23, 6003 Luzern Zur Aufnahme in unsere Gesellschaft Sektion Gäu hat sich angemeldet: Dr. med. Dr. phil. nat. Hans Schori, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe FMH, Leitender Arzt LUKS, 6110 Wolhusen, ab November 2009,Praxis in Wolhusen Einsprachen sind innert 20 Tagen zu richten an das Sekretariat, Schwanenplatz 7, 6004 Luzern (Fax ). Ärztegesellschaft des Kantons Schwyz Zur Aufnahme in die Ärztegesellschaft des Kantons Schwyz hat sich angemeldet: Dr. med. Ueli Schneider, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Gutenbergstrasse 5, 3011 Bern, Praxiseröffnung an der Bahnhofstrasse 13, 6403 Küssnacht am Rigi, ab August 2009 Einsprachen gegen diese Aufnahme sind innert 20 Tagen schriftlich bei Dr. med. Kurt Schreier, Dorfstr. 1, 6442 Gersau, einzureichen. Ärztegesellschaft des Kantons Zug Zur Aufnahme in die Ärztegesellschaft des Kantons Zug als ordentliches Mitglied hat sich angemeldet: Dr. med. Sandra Cavero Vanek, Fachärztin ORL FMH, Schmidgasse 3, 6300 Zug (Praxisgemeinschaft Dr. Hans Hess, Zug) Einsprachen gegen diese Kandidatur müssen innerhalb 14 Tagen seit dieser Veröffentlichung schriftlich und begründet beim Sekretariat der Ärztegesellschaft des Kantons Zug eingereicht werden. Nach Ablauf der Einsprachefrist entscheidet der Vorstand über Gesuch und allfällige Einsprachen. Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

13 Personalien FMH Preise / Prix KHM-Forschungspreis Hausarztmedizin 2009 Der mit Fr dotierte «KHM-Forschungspreis Hausarztmedizin gestiftet von Mepha», ging dieses Jahr zu gleichen Teilen an drei unabhängige Schweizer Ärzteteams. Die Preisträger sind Dr. Lilli Herzig (Epalinges), Dr. Wilfried Harringer (Goldach) und Dr. Ruedi Isler (Reigoldswil). Die vom KHM verliehene Auszeichnung würdigt Forschungsprojekte, die sich mit Themen aus dem Praxisalltag befassen, und an denen Hausärzte massgeblich beteiligt sind. Hans Debrunner-Preis 2009 Der Hans Debrunner-Preis 2009 in Höhe von Fr , geschaffen von Dr. med. Alfred Debrunner, Orthopäde in Zürich, ging als Hauptpreis an PD Dr. med. Dr. phil. Victor Valderrabano, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, Orthopädische Universitätsklinik, Universitätsspital Basel, und an Dr. med. Peter Züst, Innere Medizin FMH, Mollis. Den zweiten Preis erhielten Prof. Dr. med. Daniel Fritschy, Médecin chef du service chirurgie orthopédique, Hôpitaux Universitaires de Genève, und Dr. med. Henri Duruz, Médecin généraliste, Hôpital de la Tour, Meyrin. Dejerine-Dubois-Preis Anlässlich der 182. Tagung der Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für Verhaltensneurologie wurde Frédéric Assal der Dejerine- Dubois-Preis für die beste freie Mitteilung «Functional neural correlates of pain asymbolia in a patient with frontotemporal degeneration» verliehen, entstanden in Zusammenarbeit mit P. Vuilleumier und S. Schwartz (Genf). Lors de la 182 e Réunion de la Société suisse de Neurologie et de la Société suisse de Neurologie comportementale, Frédéric Assal a reçu le Prix Dejerine-Dubois pour la meilleure communication libre «Functional neural correlates of pain asymbolia in a patient with frontotemporal degeneration» en collaboration avec P. Vuilleumier et S. Schwartz (Genève). In memoriam Dr. med. Oscar Wanner Mit Oscar Wanner ist eine der prägenden Figuren des Kantons Schaffhausen am 7. Juni 2009 im Alter von 89 Jahren verstorben. Er wuchs in Schaffhausen auf, studierte Medizin in Zürich, wo er bei Eugen Bleuler zum Thema «Die praktische Bewährung von Bevormundungen» promovierte. Nach verschiedenen Stationen, zuletzt als Oberarzt in der Psychiatrischen Klinik Münsingen, bei Prof. Max Müller, kehrte er als Chefarzt und Direktor der Psychiatrischen Klinik Breitenau nach Schaffhausen zurück, wo er von 1953 bis 1983 arbeitete. Er gehörte zu denjenigen Chefärzten, welche die Klinik nachhaltig geprägt haben. Er führte moderne Führungsstrukturen ein, vor allem auch den Einsatz der eben erst entwickelten Psychopharmaka. Dadurch war es ihm möglich, die Klinik zu öffnen, die Gitter von den Fenstern zu entfernen. In dieser äusserst arbeitsreichen Zeit war er dennoch in verschiedenen Ehrenämtern aktiv, so von 1962 bis 1973 im Fachausschuss für psychiatrische Krankenpflege des SRK, den er auch präsidierte, einem Ausschuss, in dem sich auch der Schreibende Jahre später für die gleiche Sache engagiert hat. Mit seinem Engagement erreichte er die Anerkennung der psychiatrischen Krankenpflege durch das SRK. Aus diesem Grund wurde ihm 1981 auch die Ehrenmitgliedschaft der SGPP verliehen. Er musste dann nach seiner Pensionierung zusehen, wie eben diese Anerkennung wieder einer Generalistenausbildung weichen musste. Oscar Wanner publizierte regelmässig über moderne Behandlungsmethoden in der Psychiatrie, Abhängigkeitserkrankungen, immunologische Aspekte, Mutter-Kind-Beziehungen oder Angsterkrankungen. Bereits 1960 schrieb er über die Managerkrankheit und wenig später über die Pflege der Beziehungen zur Öffentlichkeit als Voraussetzung zur Betreuung von «Geisteskrankheiten». Schon diese kleine Auswahl der Publikationen zeigt, wie breit er bis heute aktuelle Themen aufgegriffen und bearbeitet hat. Ich selbst lernte Oscar als lieben Freund, guten Ratgeber und exzellenten Kollegen kennen, der bis zuletzt fachlich auf dem aktuellen Stand geblieben ist, sich weiterhin für psychiatrische Themen interessierte und bis 2003 eine psychiatrische Praxis führte. Beeindruckt haben mich seine geistige Klarheit, seine Schärfe im Denken, aber auch seine klaren Statements, die nicht immer allen behagten. Er kannte nahezu jede Familie in Schaffhausen. Für seine Patientinnen und Patienten war er bis zuletzt ein gütiger Arzt und zuverlässiger Ansprechpartner. Der Schreibende hatte die Ehre, einzelne Patienten von ihm übernehmen zu dürfen. Dr. med. Gerhard Ebner, Vorstandsmitglied SGPP, Direktor Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

14 SÄZ-PODIUMSDISKUSSION Die Podiumsgäste v.l.n.r.: Thomas Zeltner, Jacques de Haller, Nikola Biller-Andorno, Ueli Heiniger (Moderation), Manfred Manser, Thomas Heiniger und Thomas Cueni. Fotos: Roland Bienz Erste SÄZ-Podiumsdiskussion vom 24. Juni in Bern Wie viel Sozialstaat brauchen wir im Gesundheitswesen? Die erste Podiumsveranstaltung der Schweizerischen Ärztezeitung mit der Ärztegesellschaft des Kantons Bern als Co-Veranstalterin brachte eine engagierte Diskussion zum Thema «Sozialstaat unter Druck: Auf dem Weg zur Zweiklassenmedizin?» Nur wenig Zeit blieb diesmal noch für den Einbezug des Publikums. Felicitas Witte Dr. med., freie Wissenschaftsjournalistin «Vielleicht kommt ein Schuh geflogen, doch uns ist der Kontakt mit dem Publikum wichtig.» Bruno Kesseli, Chefredaktor der Schweizerischen Ärztezeitung, erklärte in seiner Begrüssungsrede im vollen Salon Rouge des Hotels Bellevue Palace in Bern, warum die Schweizerische Ärztezeitung zum ersten Mal zu einer derartigen Podiumsdiskussion geladen hatte. «Eine solche Veranstaltung bietet uns die Möglichkeit, direkten Kontakt zu unseren Lesern zu bekommen und zu erfahren, was sie bewegt und was sie über ein bestimmtes Thema denken.» Die Diskussion soll ein Auftakt zu einer regelmässigen Reihe von Veranstaltungen dieser Art sein. «Wir möchten aktuelle gesundheitspolitische Fragen diskutieren und die verschiedenen Meinungen zu Wort kommen lassen», sagte Kesseli. «Es darf keine Zweiklassenmedizin geben, nur weil es eine Zweiklassengesundheit gibt» Jacques de Haller Mit sechs Experten aus Ärzteschaft, Politik, Ethik, Verwaltung, Krankenkassen und Wirtschaft hatte die Ärztezeitung Fachleute eingeladen, die das Thema aus ihrem Blickwinkel kommentierten und dabei sehr offen für die Ansichten der Gesprächspartner waren. Ueli Heiniger, den meisten Eingeladenen bestens bekannt als früherer Leiter der Diskussionssendung «Der Club» im Schweizer Fernsehen DRS, moderierte professionell und spannend die Rederunde. Für Gelächter sorgten seine Überlegungen zur Sitzordnung: «Ich wollte die Sitzplätze erst nach tiefenpsychologischen Analysen verteilen oder alle Männer mit dem Vornamen Thomas auf eine Seite.» Dann ging es rasch «in medias res»: Heiniger forderte die Teilnehmer auf, innerhalb von 90 Sekunden ihr persönliches Statement zum Podiumsthema abzugeben prägnant und provokativ. Namhafte Podiumsgäste Thomas Zeltner, Direktor des Bundesamts für Gesundheit, skizzierte das Problem anhand des «Schlachtrufes» der französischen Revolution: «Das Gesundheitssystem versucht, liberté, égalité et fraternité umzusetzen. Aber égalité ist in der Medizin nicht erfüllt.» In Zukunft müsse es darum gehen, wie man Gleichheit unter demokratischen Regeln erreiche. Sein Namensvetter Thomas Cueni, Generalsekretär von Interpharma, warnte, eine Zweiklassenmedizin dürfe auf keinen Fall dazu führen, dass Schwerkranke keinen Zugang zu lebensnotwendigen Therapien hätten. FMH-Präsident Jaques de Haller unterstrich engagiert von Anfang an die soziale Aufgabe des Gesundheitssystems. «Wir müssen den Sozialstaat verteidigen. Die Medizin soll dazu beitragen, dass jeder/jede die Möglichkeit hat, kreativ Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

15 SÄZ-PODIUMSDISKUSSION Thomas Heiniger, flankiert von Manfred Manser (links) und Thomas Cueni: «Wir müssen zwischen einer guten und vernünftigen Medizin und Extravaganzen unterscheiden.» Verhalten und Lebensumstände für Gesundheit entscheidend Nach den kurzen Statements griffen die Teilnehmer gleich das Thema Zweiklassenmedizin auf. Thomas Heiniger stellte den Unterschied zwischen einer Zweiklassengesundheit und einer Zweiklassenmedizin dar, das heisst den Zugang zu medizinischer Versorgung. «70% des Gesundheitszustandes werden durch das Verhalten und die Lebensumstände bedingt. Je sozial schwächer, desto ungesünder.» Jaques de Haller forderte: «Es darf keine Zweiklassenmedizin geben, nur weil es eine Zweiklassengesundheit gibt.» Alle müssten den gleichen Zugang zu medizinischen Leistungen haben. «Das müssen wir unbedingt verteidigen.» «Wir müssen die Prioritäten berücksichtigen, die die Bürger interessieren» Nikola Biller-Andorno zu sein und zu bleiben und sich zu entwickeln.» Nach Meinung Thomas Heinigers, Gesundheitsdirektor des Kantons Zürich und der dritte Thomas in der Runde, fördere der Staat die Gleichgültigkeit der Bürger. «Die Hälfte der Bevölkerung muss die Prämien nicht aus eigener Tasche bezahlen.» Mit der Solidarität im Gesundheitssystem sei es schon lange vorbei. Viel helfen für die Zukunft könne eine Positivliste. «Wir müssen zwischen einer guten und vernünftigen Medizin und Extravaganzen unterscheiden», forderte er. «Wer noch zusätzliches Geld für die eigene Gesundheit ausgeben will, soll das tun.» Nikola Biller-Andorno, Direktorin des Instituts für Biomedizinische Ethik der Universität Zürich, brachte mit ihrer raschen Sprache das meiste in den ihr zustehenden anderthalb Minuten unter: «Wir müssen uns klar werden, was für eine Medizin wir wollen. Was soll aus Steuermitteln finanziert werden? Was sehen wir als Gütekriterium für eine gute Medizin an? Ist das die Grundversorgung oder eine Spitzenmedizin?» Biller- Andorno warnte vor Bereichen, die aus Pauschalen wie den DRGs gestrichen würden, die für die Patienten jedoch sehr wichtig seien, beispielsweise die Zeit für den Patienten. Manfred Manser, Vorsitzender der Konzernleitung der Helsana Krankenversicherung, wünscht sich eine vernünftige, praktikable und bezahlbare Medizin. «Jeder obligatorisch Versicherte braucht eine bedarfsgerechte Leistung.» Schon jetzt sei es so, dass es eine Mehrklassenmedizin gäbe. «Morbidität und Mortalität unterscheiden sich deutlich bei Arm und Reich.» «Der Sozialstaat muss garantieren, dass die Grundversicherung möglichst viel leistet, was nötig ist, nicht, was möglich ist», forderte Jacques de Haller. Rechts Nikola Biller-Andorno. Intensiv diskutierten die Teilnehmer, welche Leistungen in der Grundversicherung enthalten sein sollten und welche Massnahmen nicht. Thomas Cueni kritisierte die «Vollkasko-Einstellung» mancher Bürger: «Das können wir uns nicht leisten.» Nikola Biller- Andorno hält es für enorm wichtig, die Betragszahler in die Diskussionen mit einzubeziehen. «Wir müssen die Prioritäten berücksichtigen, die die Bürger interessieren», gab sie zu bedenken. «Für viele ist die Zeit für ein Gespräch mit Arzt oder Pflegepersonal und für die Pflegemassnahmen wichtiger als eine Vermeidung von Prämienerhöhungen um jeden Preis.» Ob eine Positivliste für die Zukunft sinnvoll sei oder nicht, darüber waren sich die Diskutierenden nicht einig. Laut Thomas Zeltner wäre dies mit mehr administrativem Aufwand verbunden. Er vertraut auf das Wissen der Ärzte, nur die sinnvollen Massnahmen zu verordnen. Manfred Manser sah dies anders: «Wir brauchen eine Positivliste, was wir über die Grundversicherung bezahlen wollen und was nicht.» Jaques de Haller brachte es auf den Punkt: «Der Sozialstaat muss garantieren, dass die Grundversicherung möglichst viel leistet, was nötig ist, nicht, was möglich ist.» Ethikerin Biller-Andorno skizzierte den «Interessenkonflikt», in dem sich viele Ärzte befänden: «Sie müssen entscheiden, ob sie das tun, was sie selbst für das Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

16 SÄZ-PODIUMSDISKUSSION Beste für den Patienten halten oder was für das Spital wirtschaftlich gut ist.» Viele Ärzte seien möglicherweise deshalb unzufrieden mit ihrer Arbeit, seien frustriert oder bekämen ein Burn-out-Syndrom. «Die Notleidenden sind dann die Patienten.» Diese leiden möglicherweise auch unter der Spitaldichte: «Wir haben viel zu viele Spitäler», so Thomas Zeltner. Mit weniger, aber grösseren und besser ausgerüsteten könnten wir die Behandlungsqualität steigern. «Auch die Ressourcen einer reichen Gesellschaft reichen aber nicht aus, um in Zukunft alle Leistungen bezahlen zu können», sagte Manfred Manser. «Wir können nur das leisten, was wir auch langfristig bezahlen können.» Mit den Antworten gab sich der Fragesteller zufrieden und verzichtete darauf, einen Schuh zu werfen. Besänftigt wurden allfällige erhitzte Gemüter beim anschliessenden Apéro, bei dem die Diskussionen lebhaft weitergeführt wurden. Man darf gespannt sein auf die nächste Podiumsdiskussion. «Egalité ist in der Medizin nicht erfüllt», stellte Thomas Zeltner fest. «Auch die Ressourcen einer reichen Gesellschaft reichen nicht aus, um in Zukunft alle Leistungen bezahlen zu können» Manfred Manser Spitalschliessungen ad libitum? Viel zu rasch neigte sich die Diskussionsrunde dem Ende zu. Für Fragen aus dem Publikum blieb nicht viel Zeit. Ein sichtlich aufgebrachter Zürcher Orthopäde mit Spezialgebiet Wirbelsäulenchirurgie, warf dem Podium vor, viele Probleme zu skizzieren, aber keine Lösungen anzubieten. Er erkundigte sich, was man sich von den DRG in der Schweiz erhoffe. «DRG funktionieren jetzt schon in einem Grossteil der Spitäler», versicherte Jaques de Haller. Begleitende Forschung solle zudem verhindern, dass es zu Qualitätseinbussen käme. «Bei der Bewertung der DRG müssen wir aber sorgfältig untersuchen, ob und welchen Nutzen das System mit sich bringt und wie sich dieser zu den aufgewandten Kosten verhalten», gab Biller-Andorno zu bedenken. Ein weiteres Problem sah der orthopädische Chirurg in der Rationalisierung der Spitäler: «Man kann nicht einfach 350 Spitäler auf 100 reduzieren.» Wenn Zehntausende von Skiunfällen pro Jahr aufträten, bräuchte man einfach viele Spitäler, OP-Teams und Operationssäle. Thomas Zeltner bestätigte, dass einige Dinge im Spitalbereich nicht komprimierbar seien. Dazu gehöre schliesslich auch Zeit und Zuwendung für den Patienten. Doch grössere Spitäler seien häufig sinnvoller: Der administrative Aufwand sei geringer und die Qualität der Behandlung steige. Aufmerksames Publikum. Angeregte Diskussionen beim Apéro. Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

17 LESERBRIEFE Forum ZV Kritische Gedanken zur befremdlichen Einführung der Tarif-Position Hier ist schon im Vorfeld von den verschiedenen Gremien leider schlecht informiert und zu wenig offen diskutiert worden, so dass sich nun viele potentielle Anwender dieser teils realitätsfremden, schlecht getarnt gewinnstreberischen Position geradezu schämen müssen (vgl. auch Leserbrief von Dr.A.Chavaz in der SÄZ 19/2009, S. 753): «Inkonvenienz-Entschädigung», «Taxe de dérangement», «Forfait per incomodo» als euphemistisch beschönigende sprachliche Monstrositäten! Als ob die Ausübung einer Berufstätigkeit etwas «Un-Genehmes» wäre, als ob Arbeit an sich eine «Störung», eine «Unbequemlichkeit» bedeutete vielleicht für Faule und Müssiggänger Und wieder einmal mehr wird das Klischee von der habgierigen Krämerseele der Mediziner evoziert! Worin soll denn praktisch diese Inkonvenienz beim Hausbesuch bestehen? Dass man sich vom Sessel erheben, dem Verkehr aussetzen, eine Tasche schleppen und Treppen steigen muss? Doch umgekehrt werden ja inzwischen die Praxisräume weniger abgenutzt, verschmutzt und geheizt Die zuständige Stelle erklärt die Notwendigkeit der neuen Position «aufgrund der geringeren Produktivität bzw. der unterschiedlichen tarifarischen Ertragssituation, wenn der Arzt Besuche macht». Da müssen offenbar spezialärztliche Fachgesellschaften Pate gestanden haben, für die es ja wirklich bei Hausbesuchen nicht möglich ist, ihre ganze Praxiseinrichtung zu amortisieren. Jedoch dem gut ausgebildeten und gut ausgerüsteten Allgemeinarzt stehen bei Hausbesuch und Sprechstunden-Konsultation, wie ich mich aus meiner Landarzt-Zeit erinnere, tatsächlich ausgenommen Röntgen, Sonographie und Kolposkopie genau dieselben Wertschöpfungsmöglichkeiten offen: So bewältigt er auch auswärts das ganze Spektrum: von Corneafremdkörper, Trommelfell-Parazentese, Tonsillarabszess, Zahnextraktion, über Magenspülung, EKG, Katheterismus und die gesamte Kleinchirurgie mit Wundbehandlung, Inzisionen und Exzisionen, Punktionen, Infiltrationen, Instillationen, inkl. Leitungs- und I.v.-Lokalanästhesie, evtl. Kurznarkose für Repositionen, auch Leuko/Thrombozytenzählung und Zytostatika-Infusion am Krankenbett, bis hin zu Hämorrhoiden- und Varizenbehandlung sowie gynäkologischen und geburtshilflichen Eingriffen. Wozu da noch eine Extraprämie für Besuchstätigkeit? Für mich selber damals, im abgelegenen Gebiet mit rund 30 Besuchen pro Woche, hätten jährlich 1500 mal 40 Taxpunkte eine erkleckliche Mehreinnahme und dies ohne jede Mehrleistung! sowie einen wahren Kostenschub für die lokale Krankenkasse bedeutet Und heute also beschert mir die neue Verrechnung ab März 2009 plötzlich eine Art von unverdientem Trinkgeld beschämend! Wie viel aber dadurch landesweit ab Stichtag die Kostensteigerung auf der Patientenseite beträgt, mag die Statistik unschwer nachrechnen. Ob vielleicht die Limitierung der Position nochmals überdacht werden müsste? Für Allgemeinmedizinische Praxen wie oben beschrieben, die freilich kaum mehr zeitgemäss sind, erscheint ihre Anwendung absolut nicht gerechtfertigt. Aber wie sich mit Zeit und Gesellschaft auch Arztbild und Erwartungen des Publikums wandeln, müssen die Strukturen im Gesundheitswesen eben nachziehen nur womöglich nicht allzubrüsk! Dr. med. Hans R. Schwarz-Ammann, Porto Ronco Antwort auf den Leserbrief von Dr. med. Hans R. Schwarz-Ammann Sehr geehrter Herr Kollege Ich kann Ihren Gedankengängen schlecht folgen und sehe in dieser Position überhaupt keine Habgierigkeiten und schlecht getarnte gewinnstrebende Position. Diese Position wurde in Zusammenarbeit mit den Grundversorger-Gesellschaften geschaffen, um die für die Patientinnen und Patienten wertvollen und kostengünstigen Hausbesuche zu unterstützen und zu fördern. Die Besuchs-Inkonvenienz-Pauschale (BIP) deckt die Zeit ab, in welcher der Arzt nicht in der Praxis und unterwegs bei einem Hausbesuch ist. In dieser Zeit ist die Praxis nicht operativ, die ganzen Kosten (Miete, Löhne MPA usw.) stehen trotzdem an. Die Zeiten mit 30 Hausbesuchen pro Woche gehören der Vergangenheit an. Es ist heute wichtig, dass die Praxisärzte weiterhin Hausbesuche machen und diese auch sachgerecht entschädigt bekommen. Die Besuchs-Inkonvenienz-Pauschale hilft sicher mit, die Hausbesuche attraktiver zu machen. Sie dient auch zur Stärkung des Berufs des Grundversorgers. Dr. med. Ernst Gähler Vizepräsident FMH, Verantwortlicher Ressort Tarife und Verträge Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

18 LESERBRIEFE Briefe an die SÄZ In Gruppenpraxen Psychiater/innen integrieren! In bisherigen Gruppenpraxen arbeiten meist Vertreter aller möglichen somatischen Fachrichtungen. Angesichts der Erkenntnis des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums [1], dass 30 bis 50% der Hausarztpatienten und -patientinnen an psychischen Störungen oder Beschwerden leiden, welche häufig weder diagnostiziert noch behandelt werden, würde man erwarten, dass auch Fachärzte und Fachärztinnen für Psychiatrie und Psychotherapie in solche Grundversorgerteams integriert wären. Psychische Leiden werden oft nicht nur von den Ärzten, sondern auch von den betroffenen Patienten verkannt und führen oft zu Chronifizierung, Invalidität (Rentenexplosion bei der IV) und Suizid. Das Erkennen und rechtzeitige Behandeln von somatoformen Störungen [2], Angsterkrankungen, Depressionen und Süchten ist eine wichtige Aufgabe der Grundversorgung und hilft Kosten im Gesundheitswesen und Krankheitsfolgekosten verringern. Weshalb wird dieses Problem bisher anhaltend verdrängt? Eine wesentliche Rolle dürfte spielen, dass das interdisziplinäre Gespräch zwischen somatischen Ärzten keine grösseren Verständigungsprobleme bietet. Man befasst sich mit morphologischen und physiologischen Veränderungen, welche objektiv festgestellt und gemessen werden können. Kommt die Psyche aber ins Blickfeld, wird es schwieriger. Die bio-psycho-soziale Betrachtungsweise der Psychiatrie ist komplexer als eine rein somatische, aber wird der Wirklichkeit gerechter. Das Modell der Schwindelsprechstunde im Universitätsspital Zürich (USZ) macht es vor. Je ein Arzt der Neurologischen, Otorhinolaryngologischen und Psychiatrischen Poliklinik des USZ betreiben zusammen die Schwindelsprechstunde. Jeder Schwindelpatient durchläuft ein Assessment. Es wird ihm schon zu Beginn erklärt, dass die psychiatrische Abklärung dazugehört, weil es Formen von Schwindel gibt, bei welchen man keine körperliche Ursache und Behandlungsmöglichkeiten findet, wo hingegen die psychische Dimension eine wesentliche Rolle spielt, und weil bei allen Formen von Schwindel die Psyche mitbetroffen ist. Auf diese Weise ist der Patient darauf vorbereitet, dass er nach gründlicher somatischer Abklärung möglicherweise zu der Gruppe gehört, bei der die Psyche wesentlich ist. Das kann er dann auch besser akzeptieren, und die adäquate Therapie kann eingeleitet werden. Das Wissen um diese Fakten und Zusammenhänge ist seit Jahrzehnten vorhanden. Aber die kollektive Verdrängung geht weiter. So lange in der ambulanten Medizin Einzelleistungen vergütet werden, besteht für die Ärzte keine ökonomische Notwendigkeit für eine Neuorientierung. Das könnte sich aber schlagartig ändern, wenn Gruppenpraxen und Ärztenetzwerke Budgetverantwortung übernehmen müssen. Nach Aussagen des FMH-Präsidenten [3] wird dies in Zukunft kaum zu vermeiden sein. Wäre es nicht besser, jetzt mit der Integration von Psychiatern/-innen in Gruppenpraxen zu beginnen? Es gilt nämlich dafür einiges an Konzeptarbeit zu leisten, bevor sich die Zusammenarbeit einspielen kann. Dr. med. Rudolf Conne, Zürich 1 Schuler D, Rüesch P, Weiss C. Psychische Gesundheit in der Schweiz. Monitoring. August Rudolf G, Henningsen P. Somatoforme Störungen F.K. Schattauer. Stuttgart. 3 De Haller J. Gesundheitswesen: vom 1. April zu künftigen Entwicklungen. Schweiz Ärztezeitung. 2009;90(15/16):607. Dummheit ist auch eine natürliche Begabung Wenn ich die Leuchtreklamen von Visana, Groupe Mutuel, Concordia und anderen sehe, dann kommt mir der leise Verdacht, dass die angedrohten Krankenkassenprämienerhöhungen nicht beim Patienten eingesetzt werden. Das Beratungszentrum der Groupe Mutuel, an bester Verkaufslage in Bern, sieht schon wie eine Bankhalle aus. Die Büros sind mehrheitlich top gestylt und widerspiegeln grundlegend die Bescheidenheit unseres Systems. Haben die Verwalter und Verwaltungsräte der Krankenkassen auch Boni erhalten? Man könnte es fast vermuten, denn man verschenkt ja immer dort Geld, wo es besonders gut aufgehoben ist. Die armen Krankenkassen müssen Tausende von Zahlen kontrollieren, abwägen, beurteilen reklamieren, zurückfordern, ausschütten, mahnen, re-evaluieren und im Computer speichern. Der (Zahlen)Blick ist schon dermassen eingeengt, dass mir eine Kasse die Rechnung retournierte mit der Bemerkung: meine Diagnose «i. v. Therapie bei Dehydratation» sei wohl eine IV-Leistung und ich sollte sie der IV verrechnen. Irgendwie muss hier die Beurteilung in die natürliche Begabung der Dummheit umgeschlagen haben. Kommen Sie nicht mit der billigen Entschuldigung, dass dies ein Fehler einer Arbeitskraft sei, die nur Formales prüfe. Sind denn die wirklich orientierten Mitarbeiter beim Golfspielen oder geben gerade irgendwo eine Power-point-Präsentation, wie man Kosten sparen könnte? An der Türe des Groupe- Mutuel-Büros steht, dass man am 14. Mai geschlossen habe, weil man sich weiterbilde, um die Kunden besser beraten zu können. Nächsten Monat könnten wir mal die Kinderklinik schliessen, weil wir eine Fortbildung machen, die der besseren Behandlung der Kinder gewidmet ist. Man sollte mal die Verwaltungskosten des aufgeplusterten Krankenkassensystems, das Sponsoring (wie z.b. VISANA auf dem Ärmel der Fussballtrikots der Young Boys), die Spesenrechnungen, die Immobilienübertreibungen, die Geschäftsflotte an Autos, die unnötigen Fernsehspots usw. unter die Lupe nehmen und uns allen Ernstes fragen, wofür der Prämienzahler eigentlich Prämien bezahlt. Völlig unerklärlich ist dem normal denkenden Bürger auch die Tatsache, dass z.b. die Kolping Krankenkasse an der Hockey-WM TV-Sponsoring und Werbung betreibt und zu gleicher Zeit den Prämienzahlern 20 30% Prämienerhöhung ankündet. Dies ist unanständig und eine Verschwendung von Prämiengeldern, gegen welche offensichtlich niemand rebelliert. Nun kommt noch der Vorschlag, mit der Barzahlung beim Arztbesuch: Was würden wohl Käufer eines Generalabonnements der SBB sagen, wenn sie bei jeder Bahnfahrt noch 30 Franken zahlen müssten? Durch die Wässerli- und Kügelitherapie werden unsere Prämien auch noch alternativ vergeudet. Ich weiss wirklich nicht mehr, wer in unserer Gesellschaft noch irgendwie vernünftig denkt. Dummheit grassiert ob es wohl eine Begabung dazu gibt? Wenn man die populistischen Begründungen und medizinischen Vorträge von Frau Sommaruga und Herrn Büttiker in der Öffentlichkeit hört, muss man aber fast noch froh sein, dass das Gesetz zur Alternativmedizin angenommen wurde, damit endlich selbsternannte medizinische Experten/-innen einer minimalen Qualitätskontrolle unterzogen werden können. Was da für unnötiger medizinischer Schwachsinn aus dem Munde selbstdarstellerischer Politiker zu hören ist, beweist schon fast meine Vermutung, dass Dummheit auch eine natürliche Begabung ist. Prof. Dr. med. Martin H. Schöni, Bern Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

19 LESERBRIEFE Die «Komplementärmedizin» in der Bundesverfassung ein einzigartiger Schildbürgerstreich Der Leserbrief von Kollege Peter Böhi [l] hat vermutlich nicht nur mir aus dem Herzen gesprochen. Dass es zwei Dritteln der auffallend wenigen stimmenden Stimmbürger am gelang, wunschdenkerische irreführende Heilslehren in der Bundesverfassung zu verankern, kann tatsächlich den Glauben an die Vernunft des Schweizervolkes erschüttern. Ein solcher Schildbürgerstreich erinnert an die Tatsache, dass auch die direkte Demokratie hin und wieder gegen den Missbrauch durch geschäftstüchtige Ideologen, die gutgläubige Mitbürger irreführen, nicht gefeit ist. Ein weiteres Beispiel für die Möglichkeit, die Demokratie zu missbrauchen, lieferten die Chiropraktoren vor 70 Jahren. Das von den interessierten Manipulanten und von den diese unterstützenden Medien vor der Volksabstimmung bearbeitete Zürcher Stimmvolk gab am der Chiropraktik den Segen, der in der Folge von allen Kantonen erteilt wurde. Damit wurde eine fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechende Behandlungspraktik [2], die am Ende des 19. Jahrhunderts auf der Basis von absurden Vorstellungen eines Spezereihändlers über den menschlichen Organismus entstand, politisch anerkannt und schliesslich anlässlich der Revision des Kranken-, Unfall- und Militärversicherungsgesetzes KUVG 1963/64 in die solidarisch finanzierte Grundversicherung eingebaut. Die Chiropraktoren wurden den wissenschaftlich ausgebildeten Ärzten, Zahnärzten und Apothekern gleichgestellt. Sie befinden sich heute auf den Bewegungsapparat fokussiert noch nicht in der Verfassung, aber auf dem Weg zu einem selbst- finanzierten(!) Lehrstuhl an der Universität Zürich, die bereits einen solchen für «Naturheilkunde» eingerichtet hat. Zum Schildbürgerstreich vom ist noch folgendes erwähnenswert: Zahlreiche seriös wissenschaftliche Publikationen, z.b. [3, 4, 5, 6, 7, 8] lassen nicht daran zweifeln, dass bis heute kein Beweis für die Wirksamkeit der alternativen Heilpraktiken bei ernsthaften Krankheiten vorliegt. Die berichteten «Erfolge» sind dem grossen Selbstheilungspotential des menschlichen Organismus zu verdanken. Die propagierten Praktiken können falsche Hoffnungen wecken und wirksame Behandlungen verzögern und verhindern [7]. Trotz diesen längst gut dokumentierten Fakten liessen helvetische Gesundheitspolitiker insgesamt 12 Millionen Franken Steuergelder mit dem überflüssigen Nationalen Forschungsprogramm «Komplementärmedizin» NFP 34 von und mit dem ebenso überflüssigen «Programm Evaluation Komplementärmedizin PEK», von [9] verschwenden. Trotz den frustrierenden Fakten über die Missbrauchmöglichkeit der Demokratie braucht man die Hoffnung nicht aufzugeben, dass der sachlich gründlich und wahrheitsgetreu informierte Schweizer Bürger vernünftiger denkt und entscheidet als die Mehrheit des derzeitigen politischen Establishments, das vor allem durch Wahlspiele und weniger durch Sachkenntnis und Vernunft auffällt. Aber zur Korrektur der politisch verursachten Entgleisung des Gesundheitswesens braucht es vernünftiges Denken, das nach der Wahrheit sucht. Prof. Dr. med. Max Geiser, Wabern 1 Böhi P. Abstimmung über Komplementärmedizin. Schweiz Ärztezeitung. 2009;90(25) Geiser M. Die vergessenen Gutachten über die Chiropraktik. Schweiz. Rundschau Med. (PRAXIS) 1993,82; Bleuler E. Das autistisch-undisciplinierte Denken in der Medizin und seine Überwindung. Springer, Berlin Cochrane A.L. Effectiveness and Efficiency. Random Reflexions on Health Services. The Nuffield Provincial Hospital Trust Skrabanek P., McCormick J. Follies and Fallacies in Medicine. The Terragon Press, Glasgow Hopff W.H. Homöopathie kritisch betrachtet. Thieme Verlag Abgrall J-M. Les charlatans de la santé. Documents Payot, Paris Ernst E. The Desk Top Guide to Complementary and Alternative Medicine. Mosby, Edinburgh, London, New York, Philadelphia, St. Louis, Sydney, Toronto Geiser M. Das Ansehen nicht nur der FMH steht auf dem Spiel. Schweiz Ärztezeitung. 2005; 85(8): Leserbriefe Leserbriefe sind grundsätzlich willkommen und können veröffentlicht werden, sofern sie sich inhaltlich und formal innerhalb der in unserem Kulturkreis üblichen Anstandsgrenzen bewegen, keine offensichtlichen Fehlinformationen enthalten und eine Länge von 2500 Zeichen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich das Recht vor, Auswahl, Kürzungen und Bearbeitungen vorzunehmen. Seitens der Redaktion besteht keine Verpflichtung zur Publikation. Über Leserbriefe wird in der Regel keine Korrespondenz geführt; insbesondere muss eine Nichtveröffentlichung nicht begründet werden. Von diesen Grundsätzen kann abgewichen werden, wenn dies der Redaktion angezeigt erscheint. Das vollständige Manuskript ist an die folgende Adresse der Redaktion einzureichen, wenn möglich per Redaktion Schweizerische Ärztezeitung, EMH Schweizerischer Ärzteverlag AG, Farnsburgerstrasse 8, 4132 Muttenz, Tel , Fax , Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

20 MITTEILUNGEN Mitteilungen Facharztprüfungen Facharztprüfung zur Erlangung des Schwerpunktes Pädiatrische Onkologie-Hämatologie zum Facharzttitel für Kinder- und Jugendmedizin Ort: Ostschweizer Kinderspital, St. Gallen Datum: Donnerstag, 5. November 2009 Anmeldefrist: 2. Oktober 2009 Weitere Informationen finden Sie auf der Website des SIWF unter Weiterbildung AssistenärztInnen Facharztprüfungen Facharztprüfung 2010 zur Erlangung des Facharzttitels für Nuklearmedizin 1. Teilprüfung Datum: Freitag, 12. März 2010 Ort: Thurgauisches Kantonsspital, Frauenfeld Anmeldefrist: 31. Dezember 2009 Weitere Informationen finden Sie auf der Website des SIWF unter Weiterbildung AssistenärztInnen Facharztprüfungen Chargenrückruf Rhinathiol Sirup ohne Zucker Kinder Im Interesse der Patientensicherheit ruft die Zulassungsinhaberin von «Rhinathiol Sirup ohne Zucker Kinder», sanofi-aventis (schweiz) ag, in Abstimmung mit Swissmedic, dem Schweizerischen Heilmittelinstitut, aufgrund eines Qualitätsproblems vorsorglich alle auf dem Markt befindlichen Flaschen des Arzneimittels zurück. Personen, die im Besitz des vom Qualitätsmangel betroffenen Präparates «Rhinathiol Sirup ohne Zucker Kinder» (rosafarben) sind, werden aufgefordert, das Präparat nicht mehr einzunehmen bzw. nicht mehr Drittpersonen zu verabreichen und zur Abgabestelle (Apotheken, Drogerien oder Arzt) zurückzubringen. In den vom Qualitätsmangel betroffenen Flaschen des Präparats «Rhinathiol Sirup ohne Zucker Kinder» könnte eine Trübung und / oder ein unangenehmer Geruch/Geschmack feststellbar sein. Der unangenehme Geruch / Geschmack ist auffällig und hat zu vereinzelten Kundenreklamationen geführt. Nebenwirkungen (u. a. Übelkeit, Erbrechen) können bei Einnahme der vorgesehenen Dosierung nicht ausgeschlossen werden. Bisher haben aber weder sanofi aventis (schweiz) ag noch Swissmedic von solchen Nebenwirkungen Kenntnis erhalten. Sanofi-aventis entschuldigt sich für diesen Qualitätsmangel und die daraus entstandenen Umtriebe. Hotline: Sanofi-aventis (schweiz) ag, Meyrin Schweizerische Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung Forschungsförderungspreis zum Thema «Ernährung und chronisch entzündliche Darmerkrankungen» Wie bereits in einer früheren Ausgabe gemeldet, verleiht die Schweizerische Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (SMCCV) einen Forschungsförderungspreis in Höhe von Fr Inhalt: Insbesondere soll thematisiert werden, ob bestimmte Nahrungsmittel einen Einfluss auf die Erkrankungen haben, ob mit einer bestimmten Diät ein Schub verhindert werden kann, ob Medikamente einen Einfluss auf die Ernährung haben usw. Termin: Arbeiten können bis 31. Dezember 2009 eingereicht werden. Die Verleihung des Preises findet im Rahmen der Generalversammlung der SMCCV im Frühjahr 2010 statt. Weitere Informationen: Mach-Gaensslen Stiftung Schweiz Die Mach-Gaensslen Stiftung Schweiz unterstützt turnusmässig ein Forschungsprojekt der Fachgebiete Kardiologie, Hämatologie/Onkologie und Neurologie/Psychiatrie. Das Jahr 2010 ist für die Kardiologie reserviert. Gesuche um Unterstützung eines qualifizierten Forschungsprojektes des Fachgebietes Kardiologie können bis spätesten 15. Oktober 2009 an den Präsidenten der Mach-Gaensslen Stiftung Schweiz gerichtet werden. Adresse: Prof. Dr. med. Georg Keiser, St.-Oswalds-Gasse 13, 6300 Zug Die für das Forschungsgesuch notwendigen Angaben können unter der gleichen Adresse oder telefonisch (Tel ) eingeholt werden. Die Beurteilung der Forschungsprojekte durch den Stiftungsrat erfolgt Ende November Schweizerische Ärzte-Krankenkasse/ Caisse-Maladie des Médecins Suisses Die Schweizerische Ärzte-Krankenkasse in St. Gallen, die in diesem Jahr ihr 111-jähriges Bestehen feierte, blickte anlässlich ihrer Jubiläums-Delegiertenversammlung im Juli in St. Gallen auf eine erfolgreiche Geschichte zurück gegründet, ist die Genossenschaft Schweizerische Ärzte-Krankenkasse als Taggeldversicherung für und von Ärzten tätig. Der standeseigenen Vorsorgeeinrichtung gehören heute über Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Chiropraktiker an. Die Schweizerische Ärzte-Krankenkasse steht ihren Mitgliedern bei Erwerbsausfall durch Krankheit oder Invalidität zur Seite. Bei der Jubiläums- Delegiertenversammlung wurde ein Scheck über Fr an die Gemeinnützige- und Hilfsgesellschaft der Stadt St. Gallen (GHG) überreicht. Diese Zuwendung sollte ein Zeichen der Solidarität sein und ging an die von der GHG geführten Sonderschulen. Hilfskasse für Schweizer Ärzte / Caisse de Secours des Médecins Suisses Eingegangene Spenden Vom 1. April bis 30. Juni 2009 sind 33 Spenden im Gesamtbetrag von Fr eingegangen. Der Stiftungsrat der Hilfskasse für Schweizer Ärzte freut sich sehr, diese Gaben bekanntgeben zu dürfen und dankt allen Spendern recht herzlich. Damit die Spenden in voller Höhe den Destinatären zukommen, haben wir uns entschlossen, für Spenden unter Fr auf den Versand von persönlichen Dankschreiben zu verzichten. Wir hoffen sehr, dass diese Massnahme bei allen Spendern auf Verständnis stösst. Der Kassier des Stiftungsrates Dr. med. Walter Zutter Schweizerische Ärztezeitung Bulletin des médecins suisses Bollettino dei medici svizzeri 2009;90: 30/

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