Nr. 3 Mai 2010 VSAO JOURNAL. Geheimnisse. Budgetverantwortung Onkologie

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1 VSAO JOURNAL Geheimnisse Budgetverantwortung Onkologie

2 Für die neue Niere Schutz von Anfang an 1 Myfortic (Natrium-Mycophenolat) Z: Magensaftresistente Filmtabletten zu180 mg oder 360 mg Natrium-Mycophenolat pro Tablette. I: Prophylaxe der akuten Transplantatabstossung nach allogener Nierentransplantation bei Erwachsenen, in Kombination mit Ciclosporin und Kortikosteroiden. D: Zweimal täglich 720 mg (Tagesdosis 1440 mg). Beginn der Therapie innerhalb von 48 h nach Transplantation. KI: Überempfindlichkeit gegenüber Natrium-Mycophenolat, Mycophenolat-Mofetil oder einem der Hilfsstoffe. Schwangerschaftund Stillzeit. VM: Myfortic sollte nicht angewendet werden bei Patienten mit einem Hypoxanthin-Guanin-Phosphoribosyltransferase (HGPRT)-Mangel (Lesch-Nyhan-Syndrom und Kelley-Seegmiller-Syndrom). Myfortic bis zum Vorliegen eines negativen Schwangerschaftstest nicht anwenden. Erhöhtes Risiko für Infektionen, Lymphome und andere Malignome (bes. der Haut): Exposition gegenüber Sonnen- und UV-Licht möglichst gering halten. Hinweiseauf Genotoxizität.Bei neurologischensymptomenauch an progressivemultifokale Leukoenzephalopathie denken. Auf Neutropenie achten. Komplettes Blutbild erstellen: im1. Monat wöchentlich, während dem 2. und 3. Monat zweimal monatlich, dann monatlich für das 1. Jahr. Bei Neutropenie (absolute Neutrophilenzahl <1.5 x10 3 /μl) Behandlung unterbrechen oder absetzen. Patienten anweisen, unverzüglich jedes Anzeichen einer Infektion, unerklärliche Blutergüsse, Blutungen oder andere Symptome einer Knochenmarkdepression zu melden. Impfungen evtl. weniger wirksam; Anwendung attenuierter Lebendimpfstoffe vermeiden. Vorsicht bei Patienten mit aktiven, schweren Erkrankungen des Verdauungssystems. Nicht gleichzeitig mit Azathioprin anwenden. Weitere Informationen: s. Kompendium. IA: Magnesium-und Aluminiumhydroxid-haltigeAntazida, Colestyramin und andere Arzneimittel mit Auswirkungen auf den enterohepatischenkreislauf, Tacrolimus, Ciclosporin A, Aciclovir, Ganciclovir, orale Kontrazeptiva. UW: Sehr häufig: Virale, bakterielle und Pilzinfektionen, wie Harnwegsinfektion, Herpes zoster-infektion, orale Candidiasis, Sinusitis, Gastroenteritis, Herpes simplex-infektion, Nasopharyngitis. Leukopenie, Diarrhö. Häufig: Infektion der oberen Atemwege, Pneumonie, Anämie, Thrombozytopenie, Kopfschmerzen, Husten, abdominale Distension, abdominale Schmerzen, Obstipation, Dyspepsie, Flatulenz, Gastritis, weiche Stühle, Übelkeit, Erbrechen, abnormale Leberfunktionstests, Anstieg des Blut-Kreatinins, Müdigkeit, Fieber. Gelegentlich: Wundinfektionen, lymphoproliferative Erkrankungen, Anorexie, Hyperlipidämie, Hypophosphatämie, Tremor, Tachykardie, schmerzhafte Bauchdeckenspannung, Pankreatitis, Aufstossen, gastrointestinale Blutung, Alopezie, Muskelkrämpfe, Urethrastriktur, Influenza-artige Erkrankungen, Schmerzen. Einzelfälle: s. Kompendium. P: Magensaftresistente Filmtabletten zu 180 mg: 120*. Magensaftresistente Filmtabletten zu 360 mg: 120*. Verkaufskategorie: B. *kassenzulässig. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Arzneimittel-Kompendium der Schweiz. 1 Referenz: Salvadori M et al. Enteric-Coated Mycophenolate Sodium is Therapeutically Equivalent to Mycophenolate Mofetil in de novo Renal Transplant Patients. Am J Transplant 2004; 4: Novartis Pharma Schweiz AG, Postfach, CH-3001 Bern, Tel , I675/

3 INHALT Im Fokus: Geheimnisse EDITORIAL 5 Das Salz in der Suppe POLITIK 6 Neues aus der Gesundheitspolitik 8 Auf den Punkt gebracht 10 Gestärkt die Ziele weiterverfolgen Seite 26: «Ein dauernder Balanceakt» Das Coca-Cola-Rezept soll eines der bestgehüteten Geheimnisse der Welt sein. Aber auch kleinere Firmen müssen ihre Produkte schützen. Gleichzeitig müssen sie mögliche Investoren und Abnehmer auf sich aufmerksam machen. Für Christian Zahnd, Molekularbiologe und CEO des 2004 gegründeten Unternehmens Molecular Partners, gehören Geheimhaltung und Information zum Arbeitsalltag. WEITERBILDUNG 12 Konkurrenz oder Ergänzung? FOKUS 14 Das Geheimnis und seine Grenzen 16 Todesurteil am Heiligabend 18 Die Kunst des Fragens 20 «Im Zweifelsfall vorsichtig» 22 Zwischen den Parteien 24 AMDP Geheimnisse werden gelüftet 26 «Ein dauernder Balanceakt» VSAO 28 Sektion Bern 29 Sektion Zürich 29 SwiMSA: Bundesrat lenkt ein Seite 10: Gestärkt die Ziele weiterverfolgen Fallkostenpauschalen und Managed Care waren die wichtigsten politischen Themen an der Frühjahrssitzung des Zentralvorstandes. Daneben wählten die Delegierten VSAO-Präsident Christoph Bosshard sowie alle kandidierenden Angehörigen des Geschäftsausschusses für weitere zwei Jahre. Erfreulicherweise hielten zudem vier neue Mitglieder Einzug in den Geschäftsausschuss. Seite 30: Wohin bewegt sich die Onkologie? Den Krebs zu besiegen, wird wohl auch in näherer und mittlerer Zukunft ein Traum bleiben. Nicht aber ihn wirksamer zu bekämpfen.voraussetzung hierfür ist eine auf das Wohl der Patienten ausgerichtete Forschung. Neben der Entwicklung neuer Medikamente muss das Augenmerk auf der Erforschung von Markern liegen, welche die Wirksamkeit von Therapien zuverlässig voraussagen können. PERSPEKTIVEN 30 Wohin bewegt sich die Onkologie? 34 Das Prostatakarzinom: Eine Übersicht aktueller Behandlungsstrategien 39 Ralphs Geschichte 40 Leserbrief 42 no worries MEDISERVICE VSAO-ASMAC 44 Briefkasten 46 IMPRESSUM Titelbild aebi, grafik & illustration, bern VSAO JOURNAL ASMAC 3

4 publix.ch Zentrale Anlaufstelle: Neues Beratungskonzept Mit der Neuausrichtung wurde die Dienstleistungsorganisation MEDISERVICE VSAO-ASMAC leistungsstärker.die Beratungsleistungen werden neu nach Komplexität differenziert sowie konsequenter auf die Bedürfnisse der Mitglieder ausgerichtet. Ein Teil der Leistungen wird verstärkt intern erbracht. Die Anzahl der offiziellen, externen Beratungspartner wurde reduziert und der Status der verbleibenden aufgewertet. Die Beratungspartner müssen hohe Qualitätsanforderungen hinsichtlich Kundenorientierung und Beratungsethik erfüllen. Zentrale Anlaufstelle Das Ziel von MEDISERVICE VSAO-ASMAC ist es, seine Mitglieder in sämtlichen Lebensphasen zu begleiten. Für alle Fragen rund um die Dienstleistungen können sich die Mitglieder direkt an Telefonnummer wenden. Ausserhalb der üblichen Bürozeiten ist die Geschäftsstelle per erreichbar. Die Anfragen werden wenn möglich sogleich beantwortet, umfassendere Beratungsanfragen werden mit Einverständnis des Mitglieds an den zuständigen Beratungspartner weitergeleitet. Eine der zentralen Zielsetzungen ist es, die Zeitspanne zwischen Anfrage und Antwort kurz zu halten. Kosten sparen Der interne Service von MEDISERVICE VSAO-ASMAC hat unter anderem die Aufgabe, den Mitgliedern beim Sparen zu helfen. Zum Beispiel können mit dem «Versicherungs-Check-up» bestehende Versicherungsverträge auf kostengünstigere Alternativen überprüft werden. Dank Kollektiv- und Rahmenverträgen mit namhaften Versicherungsgesellschaften kann MEDISERVICE VSAO-ASMAC attraktive Angebote anbieten. Beratung in allen Lebenslagen Beratungspartner Versicherungspartner Kompetente, neutrale Beratung Bei komplexen Versicherungs-, Vorsorge- und Steuerfragen werden die Mitglieder von der Geschäftsstelle MEDISERVICE VSAO-ASMAC an den entsprechenden Beratungspartner vermittelt. Ein etwa einstündiges Erstgespräch ist für die Mitglieder kostenlos. Dank den Zusammenarbeitsverträgen von MEDISERVICE VSAO-ASMAC mit den jeweiligen Beratungspartnern kann sichergestellt werden, dass die Beratung kompetent und neutral erfolgt. Die Beratungsstellen sind berechtigt, für ihre Beratungsdienstleistungen ein Aufwand-Honorar zu vereinbaren. Bestehende Verträge mit den ehemaligen Beratungspartnern sind von dieser Neuorientierung nicht betroffen. Frei Praktizierende Auf dem Weg in die berufliche Selbstständigkeit oder für eine gezielte Nachfolgeplanung stehen die Beratungspartner ebenfalls als kompetente Spezialisten zur Verfügung. Durch die verschiedenen attraktiven Versicherungs- und Dienstleistungsangebote für frei praktizierende Ärztinnen und Ärzte lohnt sich die Mitgliedschaft weiterhin. Bahnhofplatz 10 A, Postfach 7255, 3001 Bern Telefon , Fax transparent exklusiv massgeschneidert Peter Scheidegger stv. Geschäftsführer/ Leiter Versicherungen

5 EDITORIAL FOTO: SEVERIN NOVACKI Catherine Aeschbacher Chefredaktorin VSAO-Journal Das Salz in der Suppe «Ein Geheimnis birgt keinen Segen», sagt ein jiddisches Sprichwort. Das trifft sicher auf all jene Geheimnisse zu, die schwer auf der Seele lasten. Grundsätzlich aber reizt das Verborgene immer, zumindest jene, die davon nicht direkt betroffen sind. Noch so langweilige Texte stossen auf reges Interesse, wenn man sie als streng vertraulich deklariert. Ohne Geheimnisse wäre die Weltliteratur um einiges ärmer, ganz zu schweigen von der Filmindustrie. Wer versucht, Vorgänge zu verheimlichen, lockt mit schöner Regelmässigkeit findige Journalisten auf den Plan; selbst wenn vieles, was anfänglich nach einer Topstory aussieht, am Ende kaum der Rede wert ist. Und weil das Leben manchmal unerträglich banal ist, tauchen immer wieder verworrene Verschwörungstheorien auf, die Geheimnisse selbst da orten, wo gar keine sind. Die vorliegende Ausgabe des Journals befasst sich mit Geheimnissen, allerdings weniger mit den schlimmen oder pikanten, sondern vorab mit jenen, die sich aus der ärztlichen Tätigkeit ergeben. Allen voran natürlich mit dem Arztgeheimnis und dessen Schutz. Als Geheimnisträger sollten Ärztinnen und Ärzte sensibel mit heiklen Informationen umgehen können, dass dies nicht immer der Fall ist, zeigt der Beitrag der Patientenstelle. Im Gegenzug sind Patienten nicht immer offen und ehrlich oder leiden an psychischen Problemen, was den Dialog merklich erschwert. Wie man dennoch fruchtbare Gespräche führen kann, verrät ein weiterer Beitrag. Schliesslich beschäftigen wir uns unter anderem mit Geheimnissen und deren Schutz in der Forschung sowie mit Fragen der (Schein-)Invalidität. In der Sommersession wird der Nationalrat sich mit Managed Care befassen. Im Politikteil analysiert ein Beitrag die zur Diskussion stehende Vorlage und legt deren Knackpunkte offen. Wie steht der VSAO zur Budgetverantwortung? Die Antwort auf diese Frage findet sich ebenfalls im Politikteil. Selben Orts ist auch nachzulesen, was der Zentralvorstand des VSAO beraten und entschieden hat. Haiti ist aus den Schlagzeilen verschwunden, das Erdbeben und seine verheerenden Folgen reihen sich langsam in die unablässige Folge von Naturkatastrophen ein. Vor Ort aber geht der Wiederaufbau erst richtig los. Joëlle Cornut, ehemaliges Mitglied des Geschäftsausschusses VSAO, arbeitet als Ärztin im Universitätsspital Justinien in Cap-Haïtien. Sie wird in loser Folge von ihren Erlebnissen und Erfahrungen berichten. Einen ersten Eindruck erhalten wir im Perspektiventeil. Dieser schliesst wie immer mit einer Geschichte aus Australien. Passend zum Thema «Geheimnisse» erzählt unser Autor von wackeren Sportlern, einer verführerischen Blondine und dem Verwirrspiel von Dichtung und Wahrheit. VSAO JOURNAL ASMAC 5

6 POLITIK Neues aus der Gesundheitspolitik Rosmarie Glauser, Politische Sekretärin VSAO Es gibt keine Verpflichtung, mit allen integrierten Versorgungsnetzen einen Vertrag abzuschliessen und es gibt keinen Rahmenvertrag, der die notwendige Finanzierung sicherstellt. Das bedeutet in diesem Segment nichts anderes als die Einführung der Vertragsfreiheit. Gespräch mit Bundesrat Didier Burkhalter Am 22. Februar waren der VSAO-Präsident Christoph Bosshard und die Politische Sekretärin des VSAO, Rosmarie Glauser, zu einem Gespräch bei Bundesrat Didier Burkhalter eingeladen. Dieser wurde von seinem persönlichen Mitarbeiter und drei Vertretern des Bundesamtes für Gesundheit begleitet. Drei Themen wurden diskutiert: Integrierte Versorgung, insbesondere das Modell der persönlichen Gesundheitsstelle im Vergleich zur Managed Care-Vorlage, wie sie zurzeit in der SGK diskutiert wird. DRG und die von uns geforderten flankierenden Massnahmen. Kosten und Nutzen der medizinischen Weiterbildung und unsere Positionen dazu. Managed Care Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK- NR) hat in der Beratung der Vorlage Managed Care schon jetzt wichtige Entscheidungen getroffen. Die Reform wird deshalb bereits in der Sommersession im Nationalrat behandelt. Die folgenden Punkte wurden bisher entschieden: Definition: Ein integriertes Versorgungsnetz besteht aus einer Gruppe von Leistungserbringern, die sich zum Zwecke einer Koordination der medizinischen Versorgung zusammenschliessen. Zentrale Elemente dabei sind die Steuerung des Behandlungsprozesses der versicherten Personen über die gesamte Behandlungskette, die Qualitätssicherung und die Budgetmitverantwortung. Die gesetzlichen Pflichtleistungen sind auf jeden Fall garantiert. Das Netzwerk erhält darüber hinaus die Möglichkeit, zusätzliche Leistungen zu erbringen. Grundsatz: Die Versicherer schliessen mit integrierten Versorgungsnetzen Verträge ab. Der Vertrag regelt die Behandlung und deren Steuerung. Alle Versicherer müssen ihren Versicherten mindestens eine besondere Versicherungsform in Form eines integrierten Versorgungsnetzes anbieten. Die integrierten Netzwerke müssen rechtlich unabhängig von den Versicherern sein. Der Versicherer kann für besondere Versicherungsformen wie integrierte Netzwerke eine Mindestvertragsdauer von bis zu 3 Jahren vorsehen. Rückvergütungen an die Versicherten sollen nur im Rahmen der integrierten Versorgungsnetze möglich sein. Prämienermässigungen dagegen sollen weiterhin auch in anderen besonderen Versicherungsformen gewährt werden können. Einführung eines differenzierten Selbstbehaltes: Für diejenigen, die in einem integrierten Versorgungsnetz versichert sind, soll dieser künftig 10 Prozent und für alle übrigen Versicherten 20 Prozent betragen. Der Bundesrat soll die Franchise bestimmen und für den Selbstbehalt einen jährlichen Höchstbetrag festsetzen. Der jährliche Höchstbetrag für den Selbstbehalt für diejenigen Versicherten, die in einem integrierten Versorgungsnetz sind, soll maximal die Hälfte desjenigen in der ordentlichen Versicherung betragen. Die SGK-NR setzte die Beratungen zu diesem Geschäft am 28. April fort. Aus Sicht des VSAO geben einige Entscheidungen Grund zur Sorge: Viel Macht für die Kassen Damit die integrierten Versorgungsnetze als solche anerkannt werden, brauchen sie einen Vertrag mit einer oder mehreren Kassen. Die Kassen bestimmen, mit welchem integrierten Versorgungsnetz sie einen Vertrag abschliessen wollen und letztlich auch zu welchen Bedingungen. Budgetverantwortung Integrierte Versorgungsnetze müssen zwingend Budgetmitverantwortung tragen. Dies begünstigt Risikoselektion, verdeckte Rationierung und bildet einen Anreiz zur Unterversorgung, weil das Netz unabhängig von erbrachten oder verordneten Leistungen nur den vertraglich vereinbarten Betrag erhält. Die Budgetmitverantwortung belastet zudem das Arzt-Patient-Verhältnis (wird noch alles Notwendige für mich gemacht?) und führt zu Konflikten innerhalb des Netzes und unter den verschiedenen Leistungserbringern. Stark eingeschränkte Wahlfreiheit für die Patienten Die Versicherer müssen ihren Versicherten nur ein integriertes Versorgungsnetz anbieten. Wenn einer versicherten Person dieses Angebot nicht passt, ist sie gezwungen, die Kasse zu wechseln oder tiefer ins Portemonnaie zu greifen und 20 Prozent Selbstbehalt zu zahlen. Die Versicherer können zudem in den Verträgen eine Vertragsdauer von 3 Jahren vorsehen. Sich aus diesen Verträgen zu lösen, ist mit hohen Hürden verbunden (z. B. Austrittsprämie). Die Versicherten haben keine Garantie, in ihrem Wohnumfeld ein integriertes Versorgungsnetz vorzufinden. Das geografische Einzugsgebiet ist nicht definiert und kann deshalb auch sehr weitläufig festgelegt werden. Zweiklassenmedizin Mit der Erhöhung des Selbstbehaltes auf 20 Prozent werden diejenigen, die nicht im MC-Modell versichert sind, stark zur Kasse gebeten. Die 20Prozent bedeuten, dass der Selbstbehalt 1400 Franken pro Jahr beträgt (die aktuelle Obergrenze ist zudem nur auf Verordnungsebene festgelegt, kann also vom Bundesrat noch erhöht werden). Bei einem Ehepaar könnten Selbstbehalt und Franchise auf plus 2 300, total Fr /Jahr klettern. Dazu kommen die Krankenkassenprämien von mehreren tausend Franken. Das heisst, dass Managed Care 6 VSAO JOURNAL ASMAC

7 POLITIK de facto für die meisten Versicherten nicht freiwillig ist. Deshalb darf in diesen Modellen die Wahlfreiheit der Patienten nicht durch ein Kassendiktat mit unkontrollierten Budgetrestriktionen ersetzt werden, wie das vorgesehen ist. Das würde nichts anderes als die Einführung der Zweiklassenmedizin bedeuten. Überregulierung und Intransparenz Über die erzwungenen Verträge zwischen den Kassen und den Netzwerken bewirkt die MC-Vorlage eine Fülle von neuen, uneinheitlichen Regelungen und Abmachungen und führt zu unterschiedlichen Leistungen in der Grundversicherung. Fazit: Kein Bekenntnis zur integrierten Versorgung Die vorgesehene MC-Vorlage ist kein Bekenntnis zur integrierten Versorgung. Die Vorlage ist vielmehr geeignet, die integrierte Versorgung als Billigmedizin zu diskreditieren. Eine breite Allianz von Organisationen, darunter auch der VSAO, will sich nun dafür einsetzen, die Vorlage dahingehend zu verbessern, dass die Kassen wenigstens verpflichtet werden, mit allen akkreditierten Versorgungsnetzen einen Vertrag abzuschliessen. Pikettdienst Was sind «zwingende Gründe»? Seit dem 1. Januar gilt die neue Regelung zum Pikettdienst im Spital. In der Rechtsberatung stellen unsere Sektionen fest, dass einige Spitäler ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass für sie eine Interventionszeit von weniger als 30 Minuten gilt. Sie vergessen dabei, dass dies gemäss Verordnungstext nur in Ausnahmefällen und nur beim Vorliegen zwingender Gründe erlaubt ist. Der Begriff der «zwingenden Gründe» wird auch in Artikel 9 Abs. 4 Arbeitsgesetz verwendet. Der einschlägige Kommentar zum Arbeitsgesetz verweist dabei auf ausserordentliche Naturereignisse und andere Katastrophen. Von daher scheint uns klar, dass organisatorische Begebenheiten und Kostenaspekte hier keine Gründe sein können. Damit der Grundsatz, dass die Interventionszeit mindestens 30 Minuten betragen muss, nicht zur Ausnahme und die Ausnahme einer Interventionszeit unter 30 Minuten nicht zur Regel wird, braucht es nun klare Richtlinien. Der VSAO hat diesbezüglich ein Gutachten in Auftrag gegeben. ORAL 1x täglich Xarelto 10 mg 1 Die NEUE Dimensionin der Thromboseprophylaxe 1,5 bei grösseren orthopädischen Eingriffen an den unteren Extremitäten wie Hüftund Knieprothesen* ÜBERLEGENE WIRKSAMKEIT 2,3 Überlegene Reduktion von schweren VTE im Vergleich zu -88% ** Enoxaparin bei Patienten nach Hüftgelenksersatz 2 ÜBERZEUGENDE SICHERHEIT 2-4 L.HC d Xarelto gewinnt den Deutschen Zukunftspreis Sicherheitsprofil vergleichbar mit der Standardtherapie Enoxaparin Keine HIT Kassenzulässig * Fachinformation Xarelto (Rivaroxaban), Stand August 2009, Arzneimittel-Kompendium der Schweiz 2010 **RRR 88%: 95% CI; p<0,001; NNT 59; schwere VTE: proximale TVT, nicht fatale LE sowie VTE-bedingter Tod 2 Gekürzte Fachinformation Xarelto (Rivaroxaban): Direkter Faktor Xa-Inhibitor. Z: Filmtablette zu 10 mg Rivaroxaban. I: Thromboseprophylaxe bei grösseren orthopädischen Eingriffen an den unteren Extremitäten wie Hüft- und Knieprothesen. D: 1x täglich 10 mg. KI: Überempfindlichkeit gegenüber Inhaltsstoffen,akutebakterielleEndokarditis,Blutungen,schwereLebererkrankung, schwere Niereninsuffizienz, akute gastrointestinale Ulzera, Schwangerschaft, Stillzeit. VM: Niereninsuffizienz, Blutungsrisiko und hämorrhagische Diathese, kurz zurückliegender hämorrhagischer Schlaganfall, intrakranielle oder intrazerebrale Hämorrhagien, kürzlich aufgetretene gastrointestinale Ulzera/ulzerative Erkrankungen, schwere Hypertonie, vaskuläre Retinopathie, intraspinale oder intrazerebrale Gefässanomalien, kurz zurückliegende Hirn-, Spinal-, Augen-OP. Häufigste UAW: Blutungen, postoperative Anämie, Nausea, transiente Leberenzymerhöhungen (ASAT, ALAT), erhöhte g-gt. IA: Starke CYP 3A4 + P-gp-Inhibitoren (Ritonavir, Ketoconazol), Vitamin K-Antagonisten, Plättchenaggregationshemmer in Kombination mit NSAR, starke CYP 3A4-Induktoren (Rifampicin, Carbamazepin, Phenobarbital, Johanniskraut), Beeinflussung von Gerinnungsparametern. Stand Information: August Packungen: 10, 30 oder Klinikpackung 100 Filmtabletten (B), kassenzulässig. Für weitere Informationen siehe Arzneimittel-Kompendium der Schweiz 2010.Vertrieb: Bayer (Schweiz) AG, Grubenstrasse 6, 8045 Zürich. Referenzen 1. Arzneimittel-Kompendium der Schweiz Eriksson BI et al. Rivaroxaban versus enoxaparin for thromboprophylaxis after hip Arthroplasty; NEJM 2008; (26): Lassen MR et al. Rivaroxaban versus enoxaparin for thromboprophylaxis after total knee arthroplasty; NEJM 2008; (26): Kakkar AK et al. Extended duration rivaroxaban versus shortterm enoxaparin for the prevention of venous thromboembolism after total hip arthroplasty: a double-blind, randomised controlled trial; The Lancet 2008 Vol. 372, (9632): VSAO JOURNAL ASMAC 7

8 POLITIK Auf den Punkt gebracht Budgetverantwortung Dass auch Leistungserbringer kostenbewusst arbeiten und Mitverantwortung tragen müssen, tönt vernünftig. Dass sie aber zwingend Verantwortung für ein Budget übernehmen sollen, wie das die Managed Care-Vorlage vorsieht, ist mehr als fragwürdig, zumal nicht klar ist, wer mit welchen Interessen über die Höhe des Budgets entscheidet. Bisher waren Kassen an Integrierten Versorgungsnetzen interessiert, nicht zuletzt weil eher junge, gesunde Patienten dort versichert sind. Aus diesem Grund war die Aushandlung des Budgets bzw. der Capitation meist unproblematisch. Das kann sich mit der Managed Care-Vorlage rasch ändern. Die Netzwerke brauchen dann zwingend einen Vertrag mit den Kassen, um Patienten zu behandeln, die nicht bereit oder fähig sind, 20 Prozent Selbstbehalt zu bezahlen. Es werden voraussichtlich die gleichen Mechanismen greifen, wie bei der neuen Spitalfinanzierung: Die Kassen werden sagen, dass vergleichbare Leistungen von anderen Netzwerken günstiger erbracht werden und sie werden auf niedrigere Entschädigungen pochen. Dass dies nicht Schwarzmalerei sondern Praxis ist, beweist das Beispiel von Wintimed, einem der ältesten Netzwerke der Schweiz. Bereits im April 2007 berichtete die «NZZ» folgendes: «Rund 1500 der 7500 Wintimed -Patienten bekamen in den letzten Wochen von ihren Ärzten den Bescheid, für das Jahr 2007 sei zwischen den Kassen und Wintimed kein Vertrag mehr zustande gekommen.... Sprecher dieser Kassen erklären den vertragslosen Zustand damit, dass Wintimed die für 2005 gesetzten Ziele nicht erreicht habe. Fünfzehn Prozent Einsparungen hätten es laut Peter Werder, dem Leiter der Unternehmenskommunikation der ÖKK-Gruppe, sein sollen, lediglich zehn Prozent habe die Gruppe erreicht. Gleiches ist von einem Sprecher von Unimedes zu erfahren. Unimedes arbeite in der Schweiz mit zahlreichen Hausarzt-Vereinen zusammen. Die Leistung von Wintimed sei zuletzt aber massiv und auch im Vergleich zu anderen Netzwerken zurückgegangen.» Im Dezember desselben Jahres konnte zwar eine Einigung erzielt werden; die Grundproblematik aber bleibt bis heute bestehen und wird sich mit Einführung der Vorlage verstärken. In den eidgenössischen Räten war ja auch schon der Vorschlag auf dem Tisch, dass die Differenz zwischen den Taxpunktwerten gesamtschweizerisch maximal 10 Prozent betragen dürfe. Das könnte auch für Budgets oder Beiträge pro Patient zum Tragen kommen. Dies würde zu Ungerechtigkeiten und zu einer Nivellierung nach unten führen. Die Preise würden nämlich angeglichen, obwohl die Kosten nicht überall gleich hoch sind. Schon allein die Praxismieten sind in den grösseren Städten weit mehr als 10 Prozent höher als in ländlichen Regionen. Hinzu kommen das unterschiedliche Lohnniveau und unterschiedliche Lebenshaltungskosten. Sind die Budgets oder die Beiträge pro Patient aber knapp, bekommen ökonomische Überlegungen viel Gewicht. Das begünstigt Risikoselektion, verdeckte Rationierung und bildet einen Anreiz zur Unterversorgung, weil das Netz unabhängig von erbrachten oder verordneten Leistungen nur den vertraglich vereinbarten Betrag erhält. Die Budgetmitverantwortung belastet zudem das Arzt- Patient-Verhältnis und kann zu Konflikten innerhalb des Netzes und unter den verschiedenen Leistungserbringern führen. Heute wird den Ärztinnen und Ärzten unterstellt, unnötige Leistungen zu erbringen, um mehr Geld zu verdienen. Daher der Ruf nach Budgetverantwortung. Wer ein solches Bild von der Ärzteschaft hat, sollte sich konsequenterweise mit Händen und Füssen gegen die Budgetverantwortung wehren. Nach dieser Logik würden Ärztinnen und Ärzte dann nämlich selbst notwendige Leistungen nicht mehr erbringen, da sie besser mit ihrem Budget auskämen oder weniger Arbeit hätten für dasselbe Geld. Rosmarie Glauser, Politische Sekretärin VSAO 8 VSAO JOURNAL ASMAC

9 publix.ch Für transparente Angebote Exklusive Angebote für MEDISERVICE VSAO-Mitglieder wir sind für Sie da. und ich weiss mehr. die Karriereplattform mit Entscheidungshilfen. Unterzeichnen Sie nie einen Vertrag, bevor Sie nicht auch die Lösung von MEDISERVICE VSAO kennen! Überprüfung der Versicherungssituation Sach-/Vermögensversicherungen Personenversicherungen Zusatzleistungen Kostenloser Check-up Ihrer aktuellen Versicherungen Rechtsschutz Hausrat Privathaftpflicht Motorfahrzeug Assistance Berufshaftpflicht Arztpraxis Krankenkassen Taggeld Unfall Stellenunterbruch medifuture.ch Praxisadministration MEDILEASING jobmed.ch Stellenplattform medizinkarriere.ch Karriereberatung Praxisbörse PRAXSUISSE transparent exklusiv massgeschneidert Bahnhofplatz 10 A, Postfach 7255, 3001 Bern Telefon , Fax

10 POLITIK Gestärkt die Ziele weiterverfolgen Fallkostenpauschalen und Managed Care waren die wichtigsten politischen Themen an der Frühjahrssitzung des Zentralvorstandes. Daneben wählten die Delegierten VSAO-Präsident Christoph Bosshard sowie alle kandidierenden Angehörigen des Geschäftsausschusses für weitere zwei Jahre. Erfreulicherweise hielten zudem vier neue Mitglieder Einzug in den Geschäftsausschuss. Catherine Aeschbacher, Chefredaktorin VSAO-Journal. Bilder: Marco Zanoni. Wer in den vergangenen Jahren regelmässig an den Sitzungen des Zentralvorstandes (ZV) teilgenommen hat, weiss um dessen meteorologische Eigenheit. Wiewohl die letzten Tage im April nicht als ausgesprochen wettersicher gelten, findet der ZV immer bei strahlend schönem Wetter statt. Keine Ausnahme bildete der 24 April 2010, als sich die Delegierten der Sektionen in Bern zu ihrer ordentlichen Frühjahrssitzung trafen. Entwicklungen direkt und teilweise mehrfach tangiert. Sollten beispielsweise die DRGs nicht den lokalen Bedingungen angepasst werden, hätte dies Auswirkungen auf die Versorgung ebenso wie auf Arbeitsbedingungen. Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) hat Empfehlungen bezüglich der Einführung der DRGs erlassen. Der VSAO Schweiz ruft die Sektionen auf, die GDK in ihren Bestrebun- gen zu unterstützen, so in Verhandlungen mit den kantonalen Gesundheitsdepartementen oder mittels politischer Vorstösse. Umstritten ist in Zusammenhang mit den DRGs auch die Frage nach der Finanzierung der Weiterbildung. Zumal bislang keinerlei gesicherte Zahlen vorliegen, was die Weiterbildung eigentlich kostet und was sie im Gegenzug bringt. Auch hier wird sich der VSAO für faire Lösungen einsetzen. Aktiv im Kerngeschäft Weniger strahlend erscheinen hingegen die Zukunftsaussichten nach Einführung der schweizweiten Fallkostenpauschalen (DRGs) und Managed Care. Zumindest wenn die Projekte nicht gewisse Korrekturen erfahren. Der VSAO setzt sich seit jeher für eine qualitative hochstehende Gesundheitsversorgung der gesamten Bevölkerung, für faire Arbeitsbedingungen und eine Weiterbildung ein, die von hoher Qualität ist und innert nützlicher Frist absolviert werden kann. All diese Ziele werden durch die gesundheitspolitischen 10 VSAO JOURNAL ASMAC

11 POLITIK gewählt bzw. in ihrer Funktion bestätigt werden. Christiane Arnold und Corina Kim-Fuchs (s. Kasten) stellten sich nicht mehr zur Wahl. Sämtliche andere Chargierte, darunter auch VSAO-Präsident Christoph Bosshard sowie Vizepräsident Raphael Stolz, wurden einstimmig für eine weitere Amtszeit gewählt. Mit grosser Freude konnten die ZV-Delegierten schliesslich vier neue Mitglieder in den GA wählen, nämlich Marie-Claire Desax, Ellen Kägi, Daniel Schröpfer und Kristina Tänzler (s. Kasten). Gewählt wurde auch eine ordentliche Delegierte für die Ärztekammer. Rücktritte aus dem Geschäftsausschuss Christiane Arnold und Corina Kim-Fuchs verlassen den Geschäftsausschuss (GA). Mit ihnen verliert der GA zwei langjährige Mitglieder und verdiente Kolleginnen. Unsere besten Wünsche begleitet sie auf ihren Wegen in eine Zukunft. Wir hoffen, dass Christiane und Corina künftig etwas mehr Zeit für die Realisierung all ihrer Pläne haben. Der GA und das Präsidium des VSAO danken beiden herzlich für ihren Einsatz und ihre wertvollen Beiträge, mit denen sie geholfen haben, unsere Anliegen vorwärtszubringen. Auch für sie gilt: Lasst in Zukunft von euch hören! Christoph Bosshard, Präsident VSAO Trotz gewisser Anpassungen im Arbeitsgesetz bleiben Unklarheiten, insbesondere was den Pikettdienst angeht. Grundsätzlich gilt eine Einsatzzeit von 30 Minuten. Diese darf jedoch aus «zwingenden Gründen» unterschritten werden. Der VSAO hat nun ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, um abzuklären, was sich unter dem Begriff «zwingende Gründe» subsumieren lässt. Spielraum vorhanden Die ursprünglich von MEDISERVICE VSAO lancierte Idee, Krippenplätze für Mitglieder anzubieten, hat sich als nur schwer realisierbar erwiesen. Da das Interesse nach externer Kinderbetreuung bei den Mitgliedern aber sehr gross ist, wollen die ZV-Delegierten das Projekt weiterverfolgen. Sie haben dem Zentralsekretariat einen entsprechenden Auftrag erteilt. Der VSAO steht finanziell auf sicherem Boden, wie die Rechnung des vergangenen Jahres zeigte. Aufgrund vorsichtigem und haushälterischem Umgang mit dem Geld verfügt der Verband über ein Polster, das auch Aktivitäten einer gewissen Grösse zulässt. Die ZV-Delegierten nahmen Geschäftsbericht und Rechnung zur Kenntnis und erteilen anschliessend den Verantwortlichen die Décharge. Neue Gesichter im GA Nach Ablauf der zweijährigen Amtsperiode mussten an diesem ZV wiederum das Präsidium sowie der Geschäftsausschuss (GA) National und regional Die Berichte der Sektionen zeigten wenig überraschend, dass dieselben Themen die Diskussionen ebenso auf regionaler bzw. kantonaler Ebene bestimmen. Arbeitsbedingungen, Lohndiskussionen oder DRGs beschäftigen die Sektionen. Insbesondere in der Westschweiz ist zudem der Zulassungsstopp ein brisantes Thema, ist es doch für Spezialisten praktisch unmöglich, eine neue Praxis zu eröffnen. Um die Verbindung zwischen dem Zentralsekretariat und den Sektionen zu stärken und eventuellen Bedarf an Unterstützung abzuklären, werden Vertreter des Zentralsekretariats in den kommenden Monaten sämtliche Sektionen besuchen. Trotz Krise im Budget MEDISERVICE VSAO-ASMAC, die Dienstleistungsorganisation des VSAO, hat die gesteckten Ziele erreicht. An der Delegiertenversammlung wurden Geschäftsbericht und Rechnung gutgeheissen. Die Neuausrichtung und die damit verbundene individuellere Betreuung der Mitglieder entspricht offensichtlich einem Bedürfnis. Die Non-Profit-Organisation konnte ihren Mitgliedern im weiteren verschiedene neue Angebote und ausgebaute Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Auch bei MEDISERVICE standen Gesamterneuerungswahlen an. Die Delegierten bestätigten alle Vorstände sowie das Präsidium unter Katharina Gasser und Andrea Vincenzo Braga für eine weitere Amtszeit. Die Finanzkrise führte 2009 zu einem massiven Einbruch der Werbeausgaben in der zweiten Jahreshälfte. Davon war auch das VSAO-Journal betroffen. Dank einem ersten guten Halbjahr konnte das Budget jedoch eingehalten werden. Christiane Arnold. Neu im Geschäftsausschuss Marie-Claire Desax, Sektion Bern, Fachrichtung Innere Medizin. Kristina Tänzler, Sektion Bern, Fachrichtung Innere Medizin. Corina Kim-Fuchs. Ellen Kägi, Sektion Zürich, FMH Psychiatrie und Psychotherapie. Daniel Schröpfer, Sektion Solothurn, FMH Innere Medizin. VSAO JOURNAL ASMAC 11

12 WEITERBILDUNG Konkurrenz oder Ergänzung? Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will sich vermehrt um die ärztliche Weiterbildung kümmern. Der VSAO begrüsst dieses Vorhaben, befürchtet aber Abgrenzungsprobleme gegenüber dem dafür zuständigen Institut für Weiter- und Fortbildung. Die kommenden Monate werden zeigen, was die Plattform des BAG leistet und ob sich die Mitarbeit des VSAO lohnt. Simon Stettler, Geschäftsführer VSAO «Plattform Zukunft ärztliche Bildung» heisst ein neues Projekt des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Vertreter des BAG haben es Ende Januar dem VSAO präsentiert (vgl. Kasten 1). Die Plattform soll die Situation aus bildungswissenschaftlicher, gesundheitspolitischer und internationaler Perspektive analysieren. Sie soll als Thinktank Ideen entwickeln und Projekte skizzieren, die durch die zuständigen Organisationen umgesetzt werden können. Ebenfalls im selben Zeitraum informierte uns das Bundesamt über eine weiteres Projekt (s. Kasten 2). Mittels dieser Plattform möchte das BAG die seiner Meinung nach fehlende Koordination von Aus-, Weiter- und Fortbildung optimieren. Der ganzheitliche Ansatz leuchtet ein, wird aber leider umgehend wieder relativiert. Denn das BAG will sein Projekt, wenigstens vorläufig, auf die ärztliche Weiterbildung beschränken. Damit stellt sich die Frage, wie sich diese Plattform vom Schweizerischen Institut für Weiter- und Fortbildung (SIWF) Kasten 1: Plattform Zukunft ärztliche Bildung Neben einem Ausschuss mit Vertretern von Bund und Kantonen sollen in einer Plattform die betroffenen Player des Gesundheitswesens versammelt werden (H+, FMH, GDK, sas, VSAO usw.). Dazu sind eine Reihe von Themengruppen mit Experten geplant (u.a. Curriculumsentwicklung, Finanzierung, Koordination usw.), die auch als Think Tanks funktionieren sollen. abgrenzen soll. Das SIWF ist das Kompetenzzentrum für die die ärztliche Weiterund Fortbildung. Grundlage und Rahmen seiner Tätigkeit bildet das Medizinalberufegesetz (MedBG) die Oberaufsicht liegt beim Bund, welcher auch direkt in den Gremien vertreten ist. Problem der Abgrenzung Wir äusserten dem BAG gegenüber unsere Bedenken, dass es angesichts der verschiedenen Projekte und Organisationen zu heiklen Überschneidungen bezüglich Aufgaben und Tätigkeiten kommen könnte. Das Bundesamt sicherte uns in der Folge zu, die Übersicht zu behalten und alle Kommunikationsgefässe zu nutzen, um die Partnerorganisationen auf dem Laufenden zu halten. Unser Vorschlag, das Thema anlässlich der nächsten SIWF-Sitzung (im März) zu bereinigen, wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass das SIWF in diesem Projekt nicht federführend sei und die Verzögerung deshalb nichts bringe. Die ärztliche Weiterbildung ist ein Kernthema des VSAO. Wir können und wollen es uns deshalb nicht leisten, bei so gross angelegten Projekten nicht dabei zu sein. Trotz der nur zweiwöchigen Frist gelang es uns mithilfe der Sektionen, dem BAG Mitte Februar fristgerecht sechs VSAO-Vertreterinnen und -vertreter für die Mitarbeit in der Plattform und den wichtigsten Themengruppen zu melden. Bis Anfang April haben wir auf unsere Meldung keine Reaktion erhalten. Natürlich ist es immer leicht, ambitionierte Projekte vorweg einmal zu kritisieren. So einfach wollen wir es uns nicht machen. Deshalb haben wir unsere Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert und VSAO-Vertreter gesucht und gefunden. Es bleibt uns aber ein grosses Anliegen, dass die verschiedenen Aktivitäten für die Weiterentwicklung der ärztlichen Weiterbildung gut koordiniert werden. Davon dürfte der Erfolg der Projekte nicht unwesentlich abhängen. Denn schliesslich kann es sich nicht nur der VSAO nicht leisten, unnötig Ressourcen zu binden. Kasten 2: Workshops Kompetenzprofile Humanmedizin (KPHM) Unabhängig vom Projekt «Plattform Zukunft ärztliche Bildung» informierte uns das BAG ebenfalls Ende Januar per Mail über geplante Workshops zu Kompetenzprofilen in der Humanmedizin. Das BAG geht mit einer Studie den Fragen nach: Welche Kompetenzprofile werden heute und in Zukunft verlangt, und wie entspricht die ärztliche Weiter- und Fortbildung diesen Ansprüchen? Mit Experten- Workshops sollen in vorerst sechs exemplarischen Einsatzgebieten konkrete Soll-Profile entwickelt werden («Hausarzt», «Spitalarzt», «Führung im Spital», «Verwaltung und Versicherungen», «Telemedizin, medizinische Assistance und e-consulting» und «Medizinische Forschung»). Für die Workshops haben wir zwei Vertreter des VSAO melden können. Der Workshop zum Profil «Spitalarzt» hat Ende März stattgefunden. Ziel des Workshops war es, die für einen Spitalarzt notwendigen allgemeinen (also nicht rein fachspezifischen) Kompetenzen möglichst scharf zu definieren. Die etwas «zusammengewürfelt» wirkenden Anwesenden konnten einige gute Ansätze entwickeln. Man muss sich allerdings fragen, ob die Gruppe in dieser Zusammensetzung wirklich der Beschreibung «Expertengremium» für dieses Fachgebiet gerecht wird. 12 VSAO JOURNAL ASMAC

13 photos.com Développez votre carrière dans le domaine de la santé Formation postgrade Master of Advanced studies en économie et management de la santé * Formation à temps partiel sur 2 ans * S adresse aux professionnels de la santé : médecins, gestionnaires, assurance maladie, administration, industrie pharmaceutique... Die sympathische Ärztesoftware PEX II ist ein hocheffizienter Assistent mit einem ausgeklügelten TarMedAbrechnungs- und Informationssystem. Die Ärztesoftware besticht durch eine einfache, übersichtliche Bedienung und klaren Arbeitsabläufen. Mit einer Vielzahl an Softwareoptionen lässt sich Ihre persönliche PEX II-Lösung zusammenstellen. Zudem ist eine Vernetzung mit internen und externen Stellen jederzeit möglich. Sympathisch, einfach, effizient. * Délai d inscription : 15 juin 2010 Contact : Tél. : Informations : Delemed AG Talstrasse 4, Postfach 99 CH-3122 Kehrsatz Tel Fax Update R efresher 36 Credits SGIM/SGAM Juni 2010, Technopark Zürich Update R efresher 40 Credits SGIM/SGAM November 2010, Technopark Zürich Wissenschaftliche Leitung u.a.: Prof. Dr.Thomas Cerny, Kantonsspital St. Gallen Prof. Dr.Thomas Geiser, Inselspital Bern Prof. Dr. Beatrice Amann-Vesti, Universitätsspital Zürich Prof. Dr. Gerd Kullak-Ublick, Universitätsspital Zürich Prof. Dr. Christa Meyenberger, Kantonsspital St. Gallen Prof. Dr. Franz Eberli,Triemli Spital Zürich Prof. Dr. Roger Lehmann, Universitätsspital Zürich Dr. Martin S.Taheri, FomF Sponsoren 2010: Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH, Bayer Diabetes Care, Novo Nordisk Pharma AG, Streuli Pharma AG, Axis Shield AG, Robapharm AG, Pfizer AG, Bayer (Schweiz) AG, Leo Pharmaceutical Products Sarath Ltd, Schwabe Pharma AG, Madaus (Max Zeller Söhne AG). Roche Pharma AG, ResMed Schweiz AG, Bristol-Myers Squibb S.A.,Takeda Pharma AG, Allianz AstraZeneca/BMS Anmeldung/Information: Tel: Mail: Web: VSAO JOURNAL ASMAC 13

14 FOKUS Das Geheimnis und seine Grenzen Das Vertrauensverhältnis zwischen Ärztinnen und Ärzten und ihren Patienten ist ein speziell schützenswertes Gut. Entsprechend ist das Arztgeheimnis rechtlich verankert und reicht im Regelfall über den Tod des Patienten hinaus. Probleme ergeben sich meist an den Schnittstellen, so im Umgang mit den Versicherungen. Beatrice Rutishauser, lic. iur. RA, Rechtskonsulentin AGZ, und Claudia Brenn Tremblau, lic. iur. MBA, Generalsekretärin Ärztegesellschaft des Kantons Zürich AGZ Rechtliche Definition des Arztgeheimnis Die beiden Begriffe Arztgeheimnis und Berufsgeheimnis bedeuten dasselbe. Art. 321 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) regelt das Berufsgeheimnis und richtet sich an Angehörige verschiedener Berufe, unter anderem auch an die Ärzte. Das Arztgeheimnis besteht zwischen dem Patienten (Geheimnisherrn) und dem Arzt (Geheimnisträger). Der Begriff des Geheimnisses wird weit gefasst und reicht beim Arztgeheimnis von der Krankheit, Anamnese, Diagnose, den Therapiemassnahmen, Prognosen, psychische Auffälligkeiten bis zu den Patientenakten, Röntgenaufnahmen und Untersuchungsergebnissen. Es umfasst auch sämtliche Angaben über persönliche, familiäre, berufliche, wirtschaftliche und finanzielle Umstände. Sogar die Identität des Patienten und die Tatsache, dass er sich in ärztlicher Behandlung befindet, unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Das Berufsgeheimnis Das Einsichtsrecht des Patienten ist in verschiedenen Gesetzen und Verordnungen geregelt. Der Patient hat das Recht, jederzeit Einsicht in die Krankengeschichte zu nehmen. Er hat auch ein Recht auf Herausgabe von Gegenständen aller Art wie zum Beispiel Röntgenbilder, welche der Patient mitgebracht hat oder solche, welche der Arzt selber angefertigt hat. Die Herausgabepflicht bezieht sich aber nicht auf die Krankengeschichte selber. Bei der Krankengeschichte handelt es sich in erster Linie um ein Arbeitsmittel des Arztes. Deshalb verbleibt das Original auch beim Arzt. Der Patient kann aber jederzeit Kopien der Krankengeschichte verlangen. Die Herausgabe der Kopien hat innert 30 Tagen und grundsätzlich kosgilt übrigens nicht nur für die Dauer des Auftrags, sondern bindet den Arzt bis zum Tod bzw. sogar über den Tod des Patienten hinaus. Das bedeutet, dass ein Arzt einer verstorbenen Patientin den Angehörigen nicht ohne weiteres eine Kopie der Krankengeschichte aushändigen darf. Drei Möglichkeiten der Entbindung Es gibt die folgenden drei Möglichkeiten, einen Arzt vom Arztgeheimnis zu entbinden. 1. Der Patient selber kann den Arzt entbinden. Wenn immer möglich sollte diese Form der Entbindung gewählt werden. 2. Eine Entbindung kann auch aufgrund einer schweizerischen oder kantonalen Gesetzesbestimmung bestehen. Je nach gesetzlicher Regelung kann ein Arzt entweder ermächtigt oder sogar verpflichtet werden, Informationen, welche dem Arztgeheimnis unter- stehen, offen zu legen. Beispiele für solche gesetzliche Regelungen finden sich in der Epidemiengesetzgebung (Meldepflicht bei übertragbaren Krankheiten, Meldepflicht bei Hundebissen) oder zum Beispiel im Strassenverkehrsgesetz (Melderecht bei zweifelhafter Fahrtauglichkeit). 3. Wenn weder der Patient noch eine Gesetzesbestimmung einen Arzt entbindet, dann kann er sich gemäss Art. 321 StGB an die in jedem Kanton bezeichnete zuständige Behörde wenden und um eine Entbindung ersuchen. In den meisten Kantonen ist diese Behörde die Sanitäts- oder Gesundheitsdirektion. So kann sich ein Arzt zum Beispiel an die zuständige Behörde wenden, wenn er von Angehörigen eines verstorbenen Patienten gebeten wird, eine Kopie der Krankengeschichte herauszugeben. Die Behörde entscheidet dann im Einzelfall, ob die Entbindung erteilt wird oder nicht. Die Krankengeschichte: Einsichtsrecht und Herausgabepflicht 14 VSAO JOURNAL ASMAC

15 FOKUS tenlos zu erfolgen. Eine Kostenbeteiligung von maximal Fr ist in jedem Fall zu begründen und darf nur dann gefordert werden, wenn dem Patienten in den letzten zwölf Monaten die gewünschten Auskünfte bereits mitgeteilt wurden und kein schutzwürdiges Interesse an einer neuen Auskunftserteilung nachgewiesen werden kann (d.h. wenn seither keine Änderung des Datensatzes mehr erfolgte) oder wenn für die Erstellung der Kopien ein übermässiger Aufwand entsteht. Sollte der Arzt trotz allem das Original der Krankengeschichte herausgeben, sollte ihn der Patient schriftlich von der Aufbewahrungspflicht befreien und auf allfällige Haftpflichtansprüche verzichten. Minderjährige Patienten Der Abschluss eines Behandlungsauftrags zwischen Arzt und Patient gilt als sogenannt höchstpersönliches Recht, welches jeder urteilsfähigen Person zusteht, auch wenn diese noch minderjährig ist. So können zum Beispiel urteilsfähige Jugendliche einen solchen Vertrag auch ohne Zustimmung der Eltern abschliessen, wenn es um eine alltägliche und nicht kostspielige Behandlung geht oder wenn die Kosten durch eine Krankenversicherung gedeckt sind. Die Frage, ab wann ein Jugendlicher urteilsfähig ist, wird nicht durch ein Gesetz geregelt, sondern muss vom behandelnden Arzt im Einzelfall und bei jeder Massnahme und Behandlung aufs Neue beurteilt werden. Der Jugendliche muss bezogen auf die konkrete Fragestellung aufgrund seiner geistigen Reife in der Lage sein, die Situation adäquat zu beurteilen. Als Faustregel kann bei ärztlichen Behandlungen davon ausgegangen werden, dass die Grenze für die Urteilsfähigkeit etwa bei 14 Jahren liegt. Als wichtige Konsequenz des höchstpersönlichen Rechts ergibt sich, dass eine Jugendliche zum Beispiel vom Arzt verlangen darf, dass dieser die Eltern nicht über die Behandlung informiert (z.b. über die Verschreibung der Antibabypille). Die urteilsfähige Jugendliche darf auch eine ärztliche Behandlung ohne das Wissen oder sogar gegen den Willen der Eltern verlangen. Wobei hier zu beachten ist, dass die Eltern, welche für die Lebenshaltungskosten ihres Kindes aufkommen müssen, anschliessend die Arztrechnung bezahlen müssen... Arztgeheimnis gegenüber Versicherern Die Frage, welche Informationen an die Versicherungen weitergegeben werden müssen bzw. können, gibt immer wieder zu heftigen Diskussionen zwischen Leistungserbringern und Versicherern Anlass. In der Regel ist eine Weitergabe von Daten ohne die Zustimmung des Patienten nur zulässig, wenn eine gesetzliche Grundlage das ausdrücklich erlaubt. Die einzelnen Sozialversicherungen regeln den Umfang der Datenweitergabe unterschiedlich. Je nach Versicherungsstatus ist zum Beispiel die Bekanntgabe der Diagnose auf der Rechnung unterschiedlich zu handhaben. Grundsätzlich ist die Weitergabe von Daten auf die Information zu beschränken, welche der Versicherer benötigt, um seine Aufgabe zu erfüllen. Innerhalb der Krankenversicherung gilt die Schweigepflicht zum Beispiel auch für den Vertrauensarzt. Dieser erfüllt eine eigentliche Filterfunktion und darf zum Beispiel der zuständigen Sachbearbeiterin in der Kassenadministration nur diejenigen Angaben weitergeben, die notwendig sind, um über die Leistungspflicht zu entscheiden, die Vergütung festzusetzen oder eine Verfügung zu begründen. Allerdings hat nur der Vertrauensarzt eine gesetzlich definierte Filterfunktion. Case-Manager hingegen arbeiten in einem gesetzlich nicht definierten Rahmen. Zentrum für seelische Gesundheit «Wo Patienten auch Gäste sind» In der Privatklinik Meiringen finden Menschen mit allen Formen psychischen Leidens Aufnahme.Abklärung, Behandlung, Pflege und Betreuung erfolgen nach aktuellem medizinisch-psychiatrischem und pflegerischem Wissensstand. Postfach 612 CH-3860 Meiringen Telefon Ein Unternehmen der Michel Gruppe Ärztliche Leitung: Prof. Dr. med. M. Soyka VSAO JOURNAL ASMAC 15

16 FOKUS Todesurteil am Heiligabend Galt früher in der Medizin der Grundsatz, dass Schweigen Gold sei, wird heute zuweilen recht unverblümt, unüberlegt und vorschnell geredet. Bei solchen Informationspannen mangelt es Ärztinnen und Ärzte nicht nur an Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl, sie verstossen oft auch gegen das Patientengeheimnis und damit gegen rechtliche Bestimmungen. Erika Ziltener, Präsidentin des Dachverbandes Schweizerischer Patientenstellen «Ihre Mutter hat Krebs im fortgeschrittenen Stadium.» Mit dieser Aussage konfrontierte die behandelnde Ärztin von Frau K. deren zwei Söhne am 24. Dezember zwischen Tür und Angel. Zeit für ein vertieftes Gespräch hatte sie nicht. Die Söhne verarbeiteten die völlig unerwartete Hiobsbotschaft unterschiedlich. Während der eine Sohn eine Möglichkeit der Verarbeitung fand, reagierte der andere mit einem Kreislaufzusammenbruch auf die schwere Erkrankung seiner Mutter. Frau K. war zu diesem Zeitpunkt noch nicht über ihre Diagnose informiert worden und hatte folglich die Einwilligung, ihre Söhne zu informieren, nicht gegeben. Das machte die Verletzung des Patientengeheimnisses noch schwerwiegender als dies ohnehin bereits der Fall war. Da Frau K. wusste, wie sehr ihre Söhne unter einem solchen Befund leiden würden, hätte sie den Zeitpunkt für das folgenschwere Gespräch sorgfältig gewählt und sich nicht den 24. Dezember ausgesucht. So wie die Information erfolgte, Das Patientengeheimnis schützt die Integrität und Privatsphäre von betroffenen Menschen im Krankheitsfall. Der Schutz gilt in besonderem Mass bei Patientinnen und Patienten, die nicht für sich sprechen können. Der Umgang des Gesundheitspersonals mit dem Patientengeheimnis wird generell trotz eindeutiger Rechtslage zunehmend unsorgfältiger und «grosszügiger». Das zeigen unsere Erfahrungen. Besonders bedenklich ist die Tendenz, das Geheimnis bei nicht urteilsfähigen oder unmündigen Patienten zu missachten. Ein Paradebeispiel ist der Umgang mit Bundesrat Hans-Rudolf Merz in der akuten Phase seiner Herzerkrankung. Selbst als Bundesrat Merz aufgrund seiner Krankheit nicht urteilsfähig war, wurden regelmässig detaillierte Angaben zu seinem Gesundheitszustand veröffentlicht. Des weitern wurden Angaben gemacht, die mit seiner aktuellen Herzerkrankung in keinem direkten Zusammenhang standen. Öffentlich wurde spekuliert, ob und wie stark seine Gehatte die grobe Verletzung des Patientengeheimnisses für sie schwerwiegende Folgen. Sie selbst war über die Tragweite der Krankheit nicht informiert, hatte sich also noch nicht damit auseinandersetzen können und musste sich nun zusätzlich um den Gesundheitszustand ihres Sohnes sorgen. Dies zu einem Zeitpunkt, wo sie ihre ganze Kraft für die Auseinandersetzung mit der Krankheit benötigt hätte. Kein Einzelfall Mit ihrem Vorgehen hat die Ärztin massiv gegen das Patientenrecht verstossen. Frau K. ist eine mündige Patientin, ohne ihr Einverständnis dürfen Drittpersonen gegenüber auch wenn es sich um nahe Angehörige handelt keine Angaben zu ihrem Gesundheitszustand gemacht werden. Auch aus «edlen» und «gutgemeinten» Motiven nicht. Frau K. hätte auf jeden Fall als erste über ihre Diagnose aufgeklärt werden müssen. Dies vor allem auch, damit sie die Möglichkeit gehabt hätte, zu bestimmen, welche Personen in ihrem Umfeld welche Informationen wann bekommen sollten. Im Krankheitsfall muss eine betroffene Person ihr Umfeld so gestalten können, dass sie die gewünschte und nötige Unterstützung und Begleitung erhält. Selbst edle Motive können unbedachte Handlungen nicht korrigieren. Das zeigt das Beispiel von Herrn P., der während der Arbeit einen Zusammenbruch erlitt. Der Notfallarzt stellte einen neu aufgetretenen Diabetes fest und meldete die Krankheit ohne Rücksprache mit Herrn P. dessen Arbeitgeber, damit dieser Herrn P. mit angepasster Arbeit weiter beschäftigen würde. Für Herrn P., der aus einem uns fremden Kulturkreis stammt, war diese Erkrankung eine Schmach. Die Tatsache, dass sein Arbeitgeber und möglicherweise sogar seine Kolleginnen und Kollegen über seine Krankheit Bescheid wussten, empfand er als eine unerträgliche De- mütigung. Obwohl er in einem guten Umfeld hätte weiterarbeiten können, kündigte er seine Arbeitsstelle. Die negativen Erfahrungen von Frau K. und Herrn P. sind leider keine Einzelfälle. Zunehmend erhält die Patientenstelle Kenntnis von solchen Vorkommnissen. Unsere Möglichkeiten, derartige Informationspannen künftig zu verhindern, sind beschränkt. Wir können einzig Ärztinnen und Ärzte nachdrücklich und eindringlich dazu aufrufen, mit sensiblen Daten vorsichtig umzugehen. Denn ein «ausgeplaudertes» Geheimnis kann nicht rückgängig gemacht werden. Zwar können die Betroffenen gegen die Verletzung des Geheimnisses klagen, der Schaden ist jedoch in den meisten Fällen bereits angerichtet und nicht mehr zu reparieren. Unsorgfältig und unbedacht 16 VSAO JOURNAL ASMAC

17 FOKUS sundheit irreversiblen Schaden genommen habe. Schliesslich gelangten auch noch Bilder an die Medien, welche den erkrankten Magistraten auf dem Transport ins Spital zeigten. Das medizinische Betreuungsteam trat regelmässig in gross angelegten Pressekonferenzen an die Öffentlichkeit und leistete mit seinen Aussagen den Spekulationen Vorschub. Wir gehen davon aus, dass das Betreuungsteam die Vollmacht der Angehörigen hatte, welche Daten wem und zu welchem Zeitpunkt weitergegeben werden durften. Trotzdem können wir dieses Vorgehen nicht gutheissen, auch dann nicht, wenn es sich bei einem Bundesrat um eine Person des öffentlichen Interesses handelt. Unseres Erachtens gehören Diskussionen, wie sie im Falle der Erkrankung von Bundesrat Merz geführt wurden, nicht in die Öffentlichkeit. Informieren, aber richtig Wie Herr L. kürzlich erfahren hat, hat der Krebs Metastasen gebildet. Jetzt sitzt er seinem Onkologen gegenüber, um die Weiterbehandlung zu besprechen. «Bestrahlen können wir nicht mehr und eine Chemotherapie können Sie zwar noch machen lassen, helfen wird sie Ihnen jedoch nicht», hört Herr L. den Arzt sagen. Ob der Arzt sich tatsächlich so schockierend ausdrückte, scheint unwichtig. Der Patient erlebte die Information, mit der er über seine Erkrankung und die schwerwiegenden Folgen informiert wurde, als zerstörerische Wucht. Vor nicht allzu langer Zeit wurden den Patienten Informationen vorenthalten. Die Ärzte entschieden weitgehend selbstständig und vermeintlich zum Besten der Patienten über das Ausmass und die Zumutbarkeit der Informationen, die sie ihnen gaben. Heute scheint das Gegenteil der Fall zu sein: Patienten werden schonungslos mit der Krankheit konfrontiert. Dabei wird weder bedacht, dass ein kranker Mensch sich bereits wegen der Krankheit in einer besonderen Lage befindet, noch wird berücksichtigt, wie der individuelle Patient mit der Diagnose und den Folgen umgehen kann. Die Form, wie informiert werden soll, ist rechtlich geregelt. So schreibt beispielsweise das Patientengesetz des Kantons Zürich, das gängige Praxis ist, in Paragraf 14 vor: «( ) eine Aufklärung unterbleibt insoweit, als urteilsfähige Patientinnen oder Patienten sich dagegen aussprechen. Sie bestätigen dies mit ihrer Unterschrift.» «Eine Aufklärung kann insoweit unterbleiben, als Gründe zur Annahme bestehen, dass sie der Patientin oder dem Patienten Schaden zufügen würde. Sie erfolgt aber trotzdem, wenn sie ausdrücklich gewünscht wird. Ist eine vorgängige Aufklärung nicht möglich, wird sie so bald als möglich nachgeholt.» Selbstverständlich ist der Gesetzesauszug nicht als Legitimation für vorenthaltene Informationen zu werten. Im Gegenteil: Die Patienten haben ein Recht auf umfassende Aufklärung. Der Gesetzesartikel ist aber als Aufruf zu werten, sorgfältig mit den Informationen umzugehen. Er ist eine Aufforderung, den Patienten dort abzuholen, wo er ist. Auf die individuelle Situation bezogen, kann das heissen, dass die Informationen dosiert erfolgen müssen. Patienten nehmen bei Informationen über schwere Erkrankungen oft nur das wahr, was sie ertragen und annehmen können. Das zeigen mir der Pflegealltag und die Erfahrungen auf der Patientenstelle. Zu schnell, zu früh Auffallend verändert hat sich auch der Zeitpunkt, an dem über eine schwerwiegende Diagnose informiert wird. Die Befunde sind längst nicht immer gesichert, wenn der Patient sein «Urteil» zu hören bekommt. Dies musste auch Herr G. erfahren. Er wurde mit klaren Worten über seine Krebserkrankung und über die entsprechend schlechte Prognose informiert. Nach qualvollen Wochen stellte sich heraus, dass er an Pfeifferschem Drüsenfieber litt. Dieses Beispiel ist kein Einzelfall, und auch hier gilt der Grundsatz: Patienten dürfen keine Informationen vorenthalten werden, jedoch verlangt die ärztliche Sorgfaltspflicht und Berufsethik vorgängig eine sorgfältige und möglichst gesicherte Diagnosestellung und Prognose insbesondere bei schweren und einschneidenden Krankheiten. Bio-Analytica kompetent, zuverlässig, persönlich Seit über 50 Jahren steht der Name Bio-Analytica für Innovation, Zuverlässigkeit und erstklassigen Service im Bereich labormedizinischer Analysen. Kunden und Partner schätzen unser umfassendes Leistungsspektrum mit schneller Befundübermittlung, die individuelle Beratung durch ausgewiesene Fachspezialisten und die hohen Qualitätsansprüche an die eigene Arbeit. Bio-Analytica ist der optimale Partner für medizinische Leistungserbringer aller Bereiche. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf und überzeugen Sie sich selbst! Bio-Analytica AG Maihofstrasse 95a Postfach Luzern 6 Tel VSAO JOURNAL ASMAC 17

18 FOKUS sicher zu. Im OP-Saal zum Beispiel ist Teamwork und steter Austausch unumgänglich, in der Psychiatrie und streckenweise in der Grundversorgung hingegen kommen mitunter andere Gesetze zum Zug. Hier verhält es sich wie in der Küche: Zu viele Köche verderben den Brei. Die Kunst des Fragens Besonders bei heiklen Themen tendieren wir alle zur Verschwiegenheit, zu Ausflüchten oder Lügen. Anhand der Psychiatrie wird aufgezeigt, wie man schwierige Gespräche führen kann. Doch alle Fragetechnik hilft wenig, wenn kein Vertrauen zwischen Fragendem und Befragtem existiert. Um den Schleier zu lüften, braucht es Mitgefühl und Diskretion seitens der Ärztinnen und Ärzte. Homayon Reinhardt Chaudhry, Redaktionsmitglied VSAO-Journal Viele psychisch Erkrankte können sich niemandem anvertrauen und bleiben alleine mit ihren Schwierigkeiten. Nicht nur traumatische Erfahrungen wie etwa sexueller Missbrauch werden aus Scham gehütet. Auch die Angst vor Stigmatisierung lassen die Kranken verstummen. Dabei kommt dem Mitteilen versteckt gehaltener und schambesetzter Erlebnisse 18 VSAO JOURNAL ASMAC eine eigentliche therapeutische Funktion zu. Das Lüften des Schleiers wird oft als Befreiung empfunden. Dafür aber muss der Patient erst einmal Vertrauen fassen. Das gelingt den meisten einfacher gegenüber einer Einzelperson als gegenüber einer Gruppe. Manchmal hört man, in der Medizin sei die Zeit der Einzelkämpfer vorbei, und das trifft für gewisse Gebiete Zielführende Fragen Wie soll kommuniziert werden, um sensiblen Informationen auf die Spur zu kommen? Es versteht sich von selbst, dass Fragen nicht der Befriedigung der eigenen Neugier dienen dürfen. Sie müssen zielführend, das heisst im Interesse des Befragten sein. Um ein Gespräch zu eröffnen, bedient man sich am besten offenen, in Alltagssprache gekleideten Fragen. Sie lassen frei formulierte Antworten zu und schaffen einen ersten «Rapport». Zur Verdeutlichung angesprochener Themen eignen sich W-Fragen (wann, was, wo, wer, wie?). «Echo»-Fragen («Aha, seit wann genau wissen Sie, dass Sie Gott sind?») leisten nützliche Dienste zur Vertiefung eines angeschnittenen Themas. Geschlossene Fragen, welche auf ein Ja/Nein hinauslaufen, führen zu raschem Informationsgewinn. Vorsicht geboten ist bei Konfrontation und Deutungen, weil sie rasch zu aversiven Reaktionen führen können, wenn die therapeutische Beziehung noch nicht gefestigt ist. Suggestive Vorwegnahmen der Antwort sind zur Ermutigung ausnahmsweise hilfreich. Mehrfachfragen überfordern die meisten Gesprächspartner, da zugleich mehrere Antworten erwartet werden. Unterlassen sollte man auch inquisitorisches Bohren. Droht doch die Gefahr, damit Aggressionen auszulösen oder unzutreffende Antworten zu erhalten. Ein weiterer Fauxpas sind Fangfragen, mit denen man den Patienten aufs Glatteis führt. Ebenfalls verkneifen sollte man sich sokratische Fragen, die zwar eloquent klingen, jedoch schlussendlich nicht zu beantworten sind. Und gleichermassen tabu sind vorweggenommene Wertungen, persönliche Angriffe oder klischeehafte Floskeln, wie das weitverbreitete «Wiä gaahts, gaahts guet?». Zur eigentlichen psychiatrischen Untersuchung eignet sich neben den bekannten psychologischen Tests das AMDP- System. Hier werden sowohl äusserlich erkennbare Zeichen (Fremdbeurteilung), als auch die vom Patienten verbalisierte

19 FOKUS Schilderung (Selbstbeurteilung) erkundet. Manche Kranke, die Angst haben, als verrückt angesehen zu werden, halten ihre Zunge sorgsam im Zaum. Hier kann das Verhalten wertvolle Hinweise liefern, zum Beispiel die Fixierung eines bestimmten Punktes und plötzliche Handbewegungen als Zeichen vorhandener Halluzinationen. Angesichts dessen kann der Untersucher indirekt weiterforschen: «Gibt es etwas, was Sie ängstigt?» «Haben Sie Sachen gesehen, die andere nicht wahrnehmen können?» «Gehen in Ihrer Umgebung merkwürdige Dinge vor?» Indirekt und direkt Patienten mit Verdacht auf Zwangsgedanken bittet man um Auskunft, ob sie bestimmte Handlungen immer wieder tun müssen, obwohl ihnen dies unsinnig erscheint. Und während Hypochonder auf die konfrontative Frage «Bilden Sie sich Krankheiten grundlos ein?» beleidigt reagieren würden, so schildern sie auf ein «Befürchten Sie, ernsthaft krank zu sein?» dem fachkundigen Mediziner dankbar und ausführlich die beunruhigenden Vorgänge in ihrem Körper. Andere charakteristische Krankheitszeichen können direkter angegangen werden. Insbesondere, wenn sich die Patienten dieser Anzeichen gar nicht ausdrücklich bewusst sind. Bei depressiven Menschen zum Beispiel helfen die Fragen: «Können Sie sich nicht mehr konzentrieren?» «Vergessen Sie alles?» «Fürchten Sie vielleicht an Alzheimer zu leiden?» Ein wichtiger Eckpfeiler der psychiatrischen Beurteilung ist die Erfassung möglicher Suizidalität. Manchmal scheuen sich Nichtpsychiater konkreter zu werden. Sie befürchten, den Zustand zu verschlimmern. Dennoch muss in solchen Fällen beim geringsten Verdacht direkt erfragt und allenfalls nachgehakt werden. «Haben Sie schon einmal gedacht, das Leben mache keinen Sinn mehr?» Und falls der Patient bejaht: «Haben Sie sich schon mal vorgestellt, wie sie es tun würden?» Aufgrund solcher Fragen hat sich noch kein Patient das Leben genommen, es sind jedoch Selbsttötungen bekannt, bei denen Gefährdete leider vorher nicht auf das Thema angesprochen wurden. Mitgefühl und Diskretion Obgleich mittlerweile erprobte und ausgefeilte Methoden der Gesprächsführung zur Verfügung stehen, sollte eines nicht vergessen werden: Das Tor zum Seeleninnenleben öffnet sich eigentlich ganz einfach. Die Zauberworte heissen: «Empathie» und «Diskretion». Der beste Weg, um miteingeweiht zu werden, ist die Zusicherung, das Anvertraute geheimzuhalten. Im 21. Jahrhundert mit seiner globalen Vernetzung und Transparenz scheuen sich viele Patienten zu Recht, ihr Innenleben zu offenbaren. Wer weiss, wo meine persönlichen Daten landen? Liest am Schluss der in der Klinik angestellte Nachbar mein Dossier? Wird der geschützte therapeutische Raum uneingeladen betreten und das vertrauensvoll offenbarte Geheimnis ausgeplaudert, dann ist das Vertrauen dahin und damit auch die «therapeutische Beziehung» als Garant einer erfolgreichen psychiatrischen Behandlung. Das sollte auch Kolleginnen und Kollegen aus andern Fachbereichen bewusst sein, sobald sie von ihren Patienten vertrauliche Informationen erhalten. Die vor unserer Zeitrechnung im hippokratischen Eid erwähnte Schweigepflicht das Arztgeheimnis ist nicht nur in der Psychiatrie aktueller denn je. Es macht die Ärzte in einer immer unübersichtlicheren und grenzenlos transparenten Welt, die Persönlichem und Intimem kaum noch Raum zugesteht, zu Vertrauten der Patienten. Das Arztgeheimnis wird so selbst zum Schlüssel, der das Tor zu manchem geheimen Winkel der Seele öffnet, in den zuvor noch niemand vordrang. MIT UNS KÖNNEN SIE BAUEN Wir koordinieren und realisieren alle Arbeiten rund um den Praxisbau. Dabei sind uns drei Dinge besonders wichtig: hohe Ausführungsqualität, transparente und tiefe Baukosten sowie absolute Terminsicherheit. Garantiert! KONZEPT ARCHITEKTUR EINRICHTUNGEN BAUMANAGEMENT J. Killer AG + Lei AG= KillerLei AG Konzept. Architektur. Baumanagement Einrichtungen für Arzt- und Zahnarztpraxen KillerLei AG. Altstetterstrasse 186. CH-8048 Zürich. T +41 (0) F +41 (0) VSAO JOURNAL ASMAC 19

20 FOKUS «Im Zweifelsfall vorsichtig» Bis zu tausend Mal pro Tag klingelt beim telemedizinischen Konsultationszentrum von Medi24 das Telefon. Die Mitarbeitenden müssen Krankheitsbilder vom Schnupfen über diffuse Schmerzen im Unterbauch bis zum Herzinfarkt möglichst genau erfassen und entsprechend triagieren. Daniel Burkolter, Leitender Arzt bei Medi24, gibt Auskunft über Fehler und deren Vermeidung. Mit Dr. Daniel Burkolter, Leitender Arzt Medi24, sprach Catherine Aeschbacher, Chefredaktorin VSAO-Journal. Bilder: Marco Zanoni. Zur Person Daniel Burkolter: Zufälligerweise gerade letzte Woche. Wir erhielten eine Rückmeldung, wonach eine unserer Empfehlungen nicht ganz zutreffend war. Glücklicherweise waren wir bislang nie mit einem gravierenden Fehler konfrontiert. Daniel Burkolter (geb. 1968) absolvierte sein Staatsexamen 1995 in Bern. Er arbeitete von 1996 bis 2000 je zwei Jahre klinisch in Thun und Aarau und erlangte 2003 den Facharzttitel FMH für Innere Medizin. Seit Beginn der Telemedizin in der Schweiz, vor über zehn Jahren, ist er in diesem Bereich tätig und hat die heutige Telemedizin seither mitgestaltet. Daniel Burkolter ist verheiratet und Vater von vier Kindern. tiert, und wir archivieren sie während zehn Jahren. Demgemäss hören wir vom ärztlichen Dienst das entsprechende Gespräch zunächst einmal ab. Danach beurteilen wir, ob ein Fehler vorliegt oder nicht. Anschliessend besprechen wir den Fall mit jener Person, welche die Auskunft erteilt hat und analysieren gemeinsam das Gespräch. Schliesslich legen wir das weitere Vorgehen fest. Sollten Fehlermeldungen gehäuft bei einer Person auftreten, stellt sich die Frage nach Konsequenzen, etwa nach zusätzlicher Ausbildung oder schlimmstenfalls nach einer andern Form der Beschäftigung. Den Abschluss bildet dann die Rückmeldung an den Patienten oder den Arzt, welcher uns auf den Fehler aufmerksam gemacht hat. Ja. Wir sind eine Arztpraxis und unterliegen denselben Vorschriften. Entsprechend sind wir auch haftbar. Es liegt jedoch im Ermessen des Anrufenden, unsere Empfehlungen zu befolgen. Die meisten Patienten tun dies. In zehn Jahren gab es nicht einen juristischen Fall, bei gegen zwei Millionen Beratungen. Situationen können falsch eingeschätzt werden. Sei es, dass ein Fall als zu dringend eingeschätzt wird oder im Gegenteil unterschätzt wird. Allzu vorsichtiges Verhalten ist kein Fehler, aber wir erhalten auch hier Rückmeldungen, wonach der Gang zum Arzt nicht dringend nötig gewesen wäre. Schlimmer ist es, wenn wir etwas verpassen. Besonders Beschwerden im Bauchraum sind wie in der Praxis heikel. Rein aufgrund der Schilderung von Symptomen ist es nicht einfach, eine Empfehlung abzugeben. Triagiert man zu grosszügig, besteht die Gefahr eine Sigmadivertikulitis, eine Blinddarment- Als ärztliche Praxis zeichnen wir alle Anrufe auf, zudem werden die von uns gegebenen Antworten elektronisch dokumenzündung oder ein Magengeschwür zu übersehen. Wie in der Praxis oder im Spital am Ende eines Arbeitstages oder bei grossem Arbeitsanfall. Also immer, wenn die Belastung steigt und die Konzentration nachlässt beispielsweise erteilten wir rund telefonische Auskünfte. Gerade deshalb legen wir höchste Priorität auf institutionalisierte Qualitätssicherung und etablierte Prozesse. Unsere Fehlerquote ist sehr tief. Unsere Mitarbeiterinnen, welche am Telefon Auskünfte erteilen, stammen alle aus Gesundheitsberufen, sind Krankenschwestern oder Hebammen und müssen mindestens zehnjährige klinische Erfahrung mitbringen. Sie arbeiten mit einem computergestützten Abfragesystem, welches durch die Gespräche führt. Diese Software wurde über Jahre von Ärzten entwickelt, erprobt und wird kontinuierlich verbessert. Sie kommt in verschiedenen europäischen Ländern zum Einsatz. Im weiteren steht der ärztliche Dienst, bei dem die Mitarbeitenden rückfragen können, rund um die Uhr zur Verfügung. Unklare Situationen werden in der Regel zusätzlich vom ärztlichen Dienst begutachtet. Zentral ist die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter durch den ärztlichen Dienst. Unsere Ärztinnen und Ärzte hören stichprobenweise Gespräche ab. Diese werden nach den Kriterien Medizin, Kommunikation und Prozesseinhaltung beurteilt. 20 VSAO JOURNAL ASMAC

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