Ordentliche Hauptversammlung Form-20-F-Geschäftsbericht Stora Enso Oyj Informationen für Inhaber von American Depositary Receipts (ADRs)

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1 Der Konzern

2 Stora Ensos Geschäftsbericht 2006 besteht aus drei Teilberichten. Russland Russland ist ein schnellwachsender Absatzmarkt für viele Stora Enso-Produkte. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Sägewerks- und Holzbeschaffungsaktivitäten modernisiert und erweitert Stora Enso derzeit ihre russischen Sägewerke Neboltschi und Impilahti. Die Konzernstrategie sieht eine starke und aktive Präsenz in der russischen Holzbeschaffung vor. Die Nachfrage nach hochwertigen Verpackungen ist auf diesem Markt weiterhin lebhaft. Das derzeit in Luchowizy im Bau befindliche dritte Wellpappenverpackungswerk des Konzerns wird 2008 seinen Betrieb aufnehmen. Durch das neue Werk rückt Stora Enso ihrem Ziel ein Stück näher, führender Anbieter von Wellpappenverpackungen im europäischen Teil Russlands zu werden. Nordamerika Nordamerika ist der weltgrößte Absatzmarkt für Papier und Karton. Von Stora Ensos Umsatzerlösen entfallen auf diese Region rund 15 %, von der Produktionskapazität 18 % und von den Mitarbeiter/innen 11 %. Darüber hinaus zählt Stora Enso auf diesem weltgrößten Markt für Holzprodukte zu den größten europäischen Anbietern. Produkte in den USA zu produzieren und zu vertreiben, ist ein nahe liegendes Mittel zur Absicherung gegen Kursschwankungen des US-Dollars. Die finnischen, schwedischen und baltischen Werke des Konzerns beziehen ihre Holzrohstoffe teilweise aus Russland. Im Rahmen des mit sieben Partnern durchgeführten Tichwin-Tschalna-Projekts konnten wesentliche Beiträge zur Verbesserung der Transparenz der russischen Holzlieferkette geleistet werden. Stora Enso ist auf diesem Kontinent der führende Hersteller von gestrichenem und satiniertem Papier. Zu den Produkten zählen des Weiteren Hülsen, Hülsenkarton sowie Spezialpapier für die Verpackung und Etikettierung von Verbraucherprodukten. Aktionärsbrief Strategie und Umsetzung 2006 Vorstellung der Divisionen Board of Directors und Management Jahresabschluss und Erläuterungen Lagebericht Risikomanagement Kapitalmärkte Sustainability Governance, StakeholderEngagement, Ziele und Umsetzung Unternehmensverantwortung in der Wertschöpfungskette Rohstoffe und Lieferanten Stora Enso-Konzern Märkte Eine gedruckte Ausgabe des Berichts können Sie über unsere Website unter oder bei einer der Konzernverwaltungen (s. Umschlagrückseite) bestellen. Südamerika DIVIDENDE UND HAUPTVERSAMMLUNG ANSPRECHPARTNER Dividende Kari Vainio Der Board of Directors der Stora Enso Oyj wird der ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, für das am 31. Dezember 2006 abgeschlossene Geschäftsjahr eine Dividende von 0,45 EUR je Aktie auszuschütten. Executive Vice President, Corporate Communications Tel Fax Stora Enso International Office, 9 South Street, London W1K 2XA, Großbritannien Für VPC-registrierte Aktien zu zahlende Dividenden werden vom VPC weitergeleitet und in schwedischen Kronen ausgezahlt. Für ADR-registrierte Aktien zu zahlende Dividenden werden von der Deutsche Bank Trust Company Americas (DBTCA) weitergeleitet und in US-Dollar ausgezahlt. Dividendenausschüttungspolitik Möglichst gleichmäßige Dividende auf Grundlage langfristiger Entwicklung Durchschnittliche Ausschüttung der Hälfte des Nettogewinns Ordentliche Hauptversammlung Die ordentliche Hauptversammlung der Stora Enso Oyj findet am Donnerstag, den 29. März 2007, um 16 Uhr (Ortszeit) im Marina Congress Center, Katajanokanlaituri 6 in Helsinki, Finnland statt. HAUPTVERSAMMLUNGS- UND DIVIDENDENTERMINE März März März April April Stichtag für die Anmeldung zur ordentlichen Hauptversammlung Ordentliche Hauptversammlung Ex-date für Dividende Bezugsrechtsstichtag für die Dividende Auszahlung der Dividende Mehr zu diesem Thema unter Informationen für unsere Aktionäre auf der Umschlagrückseite. Keith B Russell Senior Vice President, Investor Relations Tel Fax Stora Enso International Office, 9 South Street, London W1K 2XA, Großbritannien Ulla Paajanen-Sainio Vice President, Investor Relations and Financial Communications Tel Fax Stora Enso Oyj, PL 309, Helsinki, Finnland Die äußerst wettbewerbsfähigen Kosten für Faserholz aus schnell wachsenden Plantagen machen Südamerika zu einem zentralen Wachstumsgebiet für Stora Enso. Das Zellstoffwerk Veracel, ein Jointventure mit der Aracruz Celulose, produziert Eukalyptuszellstoff und verfügt in Brasilien über Hektar Eukalyptusplantagen. Stora Ensos Anteil an der Produktion des Werks wird an verschiedenen Produktionsstandorten des Unternehmens in China, Finnland und Deutschland zur Herstellung von mehrfach gestrichenem Feinpapier verwendet. Das Unternehmen sondiert derzeit Möglichkeiten für den Bau einer weiteren Faserstofflinie in Veracel. Außerdem hat Stora in Südbrasilien und Uruguay Land zur Anlage von Plantagen erworben. Nach der Übernahme der brasilianischen Vinson-Unternehmen von International Papier im September 2006 ist Stora Enso der einzige Hersteller von gestrichenem holzhaltigem Papier in Lateinamerika. Die übernommenen Unternehmen, die nunmehr unter dem Namen Stora Enso Arapoti firmieren, umfassen ein Papierwerk, ein Sägewerk und etwa Hektar Land. Europa China Europa ist mit 72 % des Konzernumsatzes Stora Ensos Hauptabsatzmarkt. Auf die Region entfallen 80 % der Produktionskapazität und 86 % der Mitarbeiter/innen. Stora Enso ist Europas führender Anbieter von Papier und Verbraucherverpackungskarton. Ost- und Mitteleuropa sind für Stora Enso wichtige Gebiete für die Herstellung von Holzprodukten und Wellpappenverpackungen sowie für die Holzbeschaffung. Da Stora Ensos größte Herausforderungen für die europäische Produktion in den steigenden Einkaufspreisen und der verschärften Wettbewerbssituation liegen, setzt Stora Enso auf die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ihrer europäischen Produktion durch kontinuierliche Weiterentwicklung der zum Kerngeschäft gehörenden Produktionsanlagen. China verfügt über ein bedeutendes Wachstumspotenzial. Stora Enso hat mit dem chinesischen Unternehmen Shangdong Huatai Paper ein Jointventure-Projekt gestartet. Die Papiermaschine des Gemeinschaftsunternehmens soll Ende 2007 in Betrieb genommen werden. Stora Enso verfügt auf diesem Markt bereits über eine Feinpapiermaschine in Suzhou, und in Foshan ist ein Hülsenwerk im Bau. Außerdem hat der Konzern Konzessionen für die Nutzung von rund Hektar Land im südchinesischen Guangxi. Stora Enso setzt ihre Zusammenarbeit mit dem UNDP China fort, um die Erwerbsmöglichkeiten der ländlichen Bevölkerung und die Biodiversität im südlichen Guangxi zu fördern. Presse- und Katalogpapiere VERTRIEBSGESELLSCHAFTEN Feinpapiere Verpackungskarton Deutschland Großbritannien Italien Malaysia Österreich Singapur Spanien Ungarn São Paulo Düsseldorf Pfarrkirchen Uetersen Mendlesham Nottingham Orpington Mailand Kuala Lumpur Singapur Barcelona Madrid Budapest Japan Mexiko Tokio Mexico City Bad St. Leonhard Brand Wien Ybbs Chile Argentinien Australien Brisbane Melbourne Sydney China Guangzhou Hongkong Peking Shanghai Diegem Kolding Silkeborg Taastrup Schweden Falun Fors Stockholm Estland Griechenland Tallinn Athen Kanada Niederlande Polen Amsterdam Warschau Finnland Indien Montreal Toronto Helsinki Kerava Vantaa Neu-Delhi Norwegen Portugal Zürich Oslo Riga Estoril Matosinhos Slowakei Litauen Russland Alytus Moskau St. Petersburg Dänemark Belgien Zellstoff in Ballen Brasilien Santiago de Chile Buenos Aires Holzprodukte Lettland Indonesien Bordeaux Nanterre Irland Dublin Kapstadt Taiwan Schweiz Jakarta Frankreich USA Südafrika Bratislava Slowenien Koper Taipei Hsien Tschechische Republik Prag Ždírec Atlanta, GA Chicago, IL Dallas, TX Los Angeles, CA New York, NY Stamford, CT Vereinigte Arabische Emirate Dubai GROSSHÄNDLER Belgien Kroatien Slowakei Deutschland Lettland Schweden Dänemark Litauen Schweiz Estland Niederlande Tschechische Republik Finnland Norwegen Frankreich Österreich Italien Polen Ungarn

3 Stora Enso im Überblick Stora Enso zählt zu den weltweit führenden Forstindustriekonzernen. Das Produktionsprogramm des Unternehmens umfasst Presse- und Katalogpapiere, Feinpapiere, Verpackungskarton und Holzprodukte. In diesen Produktbereichen hält Stora Enso eine weltweit führende Position. Stora Enso erwirtschaftete im Jahr 2006 einen Umsatz von 14,6 Milliarden EUR. Das Unternehmen beschäftigt rund Mitarbeiter/innen in mehr als 40 Ländern auf fünf Kontinenten und verfügt über eine Produktionskapazität von 16,5 Millionen Tonnen Papier und Karton sowie 7,4 Millionen Kubikmetern Schnittholzprodukten, von denen 3,2 Millionen Kubikmeter intern weiterverarbeitet werden. Die Stora Enso-Aktien werden an den Wertpapierbörsen von Helsinki, Stockholm und New York gehandelt. Stora Enso ist vorwiegend im Business-to-Business-Bereich tätig und verfügt über ein weltweites Marketing- und Vertriebsnetz. Dank einer globalen Präsenz kann Stora Enso ihren Kunden stets einen lokalen Service bieten. Zu den Kunden des Unternehmens zählen Verlage, Druckhäuser und Großhändler sowie Verpackungshersteller, Tischlereiund Baugewerbe. Hauptabsatzmärkte sind Europa, Nordamerika und Asien. Stora Enso setzt auf das Potenzial in den neuen Wachstumsmärkten und konzentriert sich auf eine Expansion in China, Lateinamerika und Russland. Das Unternehmen verfügt über Produktionsstandorte in Europa, Nord- und Lateinamerika und Asien. Moderne Produktionsanlagen und eine weit reichende Integration von Rohstoffen, Energie und Produktionsprozessen gewährleisten eine effiziente Produktion. Stora Enso verpflichtet sich zu einer Geschäftsentwicklung im Sinne ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit und untermauert so ihre Unternehmensphilosophie und Herangehensweise an alle Aspekte der Geschäftstätigkeit. Verantwortliche Geschäftstätigkeit basiert bei Stora Enso auf Transparenz und einem offenen Dialog mit Stakeholdern. Die Leistungen des Unternehmens in Sachen Unternehmensverantwortung werden anhand von konzernweiten Zielen und klaren Führungsstrukturen verfolgt und gemessen. Wirtschaftliche Kennzahlen Umsatzerlöse, Mio. EUR , ,9 Betriebsergebnis, Mio. EUR 59,8 623,8 vor außerordentlichen Posten, Mio. EUR 357,5 757,5 Umsatzrendite, % 2,7 5,2 Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter, Mio. EUR 144,2 631,8 vor außerordentlichen Posten, Mio. EUR 273,1 602,5 Jahresüberschuss/-fehlbetrag (Aktionären zuzurechnen), Mio. EUR 111,1 585,0 Investitionen ins Anlagevermögen, Mio. EUR 1 145,3 583,4 Verzinsliche Nettoverbindlichkeiten, Mio. EUR 5 084, ,9 Betriebsnotwendiges Kapital, Mio. EUR , ,8 Rendite des betriebsnotwendigen Kapitals (ROCE), % 0,5 5,4 vor außerordentlichen Posten, % 3,3 6,6 Eigenkapitalrendite (ROE), % 1,4 7,7 Verschuldungsgrad 0,70 0, Gewinn je Aktie, EUR 0,14 0,74 inkl. Optionen, EUR 0,14 0,74 vor außerordentlichen Posten, EUR 0,28 0,55 Cash Earnings je Aktie, EUR 1,65 2,34 inkl. Optionen, EUR 1,65 2,34 vor außerordentlichen Posten, EUR 1,70 1,94 Dividende je Aktie, EUR 0,45 0,45* Eigenkapital je Aktie, EUR 9,16 9,89 Gewinnausschüttungsquote, % * Marktkapitalisierung am , Mio. EUR Papier- und Kartonlieferungen, t Holzproduktlieferungen, m³ Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter/innen *Vorschlag des Board of Directors STORA ENSO DER KONZERN

4 INHALT UND HAUPTEREIGNISSE 2006 STORA ENSO IM ÜBERBLICK STRATEGIE AKTIONÄRSBRIEF MISSION, VISION, GRUNDWERTE UND STRATEGIE PROFIT 2007 UND ASSET PERFORMANCE REVIEW (APR) Die Rentabilitätsverbesserungsprogramme von Stora Enso verfolgen das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Produktionsstandorte sicherzustellen. Eine gute finanzielle Ertragskraft auf den gesättigten Märkten Europas und Nordamerikas ist wichtig für die Expansion des Unternehmens in den neuen Wachstumsmärkten. Profit 2007 schreitet gut voran, und das gesetzte Ziel wurde erreicht. Bis Ende 2006 erreichte Stora Enso eine Rentabilitätsverbesserung von 310 Millionen EUR. Entsprechend dem Asset Performance Review wurden im Jahr 2006 Werke veräußert bzw. stillgelegt. Für 2007 kündigte Stora Enso die Stilllegung von zwei weiteren Werken an. UMSETZUNG DER STRATEGIE Stora Enso zählt zu den weltweit führenden Forstindustriekonzernen. Das Produktionsprogramm des Unternehmens umfasst Presse- und Katalogpapiere, Feinpapiere, Verpackungskarton und Holzprodukte. In diesen Produktbereichen hält Stora Enso eine weltweit führende Position. WIRTSCHAFTLICHE KENNZAHLEN Stora Enso erwirtschaftete im Jahr 2006 einen Umsatz von 14,6 Milliarden EUR. Kennzahlen für das Jahr 2006 vor außerordentlichen Posten: Betriebsergebnis 757,5 Millionen EUR (Umsatzrendite 5,2 %), Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter 602,5 Mio. EUR, Gewinn je Aktie 0,55 EUR und Cash Earnings je Aktie 1,94 EUR. Der Cashflow nach Investitionstätigkeit lag bei 1 309,5 Millionen EUR. DIVISIONEN IM ÜBERBLICK In China startete Stora Enso ein Jointventure mit dem Unternehmen Shangdong Huatai Paper. Die Presse- und Katalogpapiermaschine soll Ende 2007 in Betrieb genommen werden. ANGESPANNTE WETTBEWERBSSITUATION IM JAHR Die Nachfrage nach Druck- und Schreibpapier belebte sich 2006 leicht. Am besten schnitten mit einem Wachstum von fast 4 % gestrichene holzfreie Papiere und SC-Papiere ab, während ungestrichene holzfreie Papiere und gestrichene holzhaltige Papiere nur 1 % zulegten. Das schnellste Wachstum verzeichneten Osteuropa, China und Lateinamerika. Das Wachstum in Nordamerika war gering und die Nachfrage in Westeuropa moderat. Eine Übersicht über die im Verlauf des Geschäftsjahres 2006 veröffentlichten Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen sowie die Zwischenberichte finden Sie unter 2 STORA ENSO DER KONZERN 2006

5 DER KONZERN PUBLICATION PAPER Im September 2006 übernahm Stora Enso von International Papier ein Papierwerk, ein Sägewerk sowie Plantagen in Brasilien und wurde dadurch zum einzigen Hersteller von gestrichenem holzhaltigem Papier in Lateinamerika. Mit der Papierfabrik Stora Ensos erster Papierproduktionsanlage in Lateinamerika überhaupt steigt der Konzern in das dortige Geschäft mit Presseund Katalogpapieren ein. FINE PAPER Nordamerika ist der größte Papiermarkt der Welt, und Stora Ensos Produktionskapazität an gestrichenen Feinpapieren ist zu 40 % auf zwei Standorte im Mittleren Westen konzentriert. In einem Umkreis von 500 Kilometern befindet sich ein beträchtlicher Teil des nordamerikanischen Markts für Druckerzeugnisse. Stora Enso ist bestrebt, das Feinpapiergeschäft in den USA vor allem im Mittleren Westen weiter auszubauen. PACKAGING BOARDS Stora Enso hat mit dem Bau eines dritten Wellpappenverpackungswerks in Russland begonnen. Standort ist die Stadt Luchowizy südöstlich von Moskau. Der Markt für Wellpappenverpackungen erlebt derzeit in Russland und Osteuropa ein stürmisches Wachstum. Transportverpackungen legen jährlich 5 10 % zu und Verkaufsverpackungen aus Wellpappe sogar noch mehr. UNTERNEHMENSFÜHRUNG CORPORATE GOVERNANCE BOARD OF DIRECTORS EXECUTIVE MANAGEMENT GROUP UND MANAGEMENT GROUP Jukka Härmälä legt sein Amt als CEO am 29. März 2007 nieder. Seine Nachfolge tritt Jouko Karvinen an. Jouko Karvinen bringt für seine Aufgabe reiche Erfahrung im globalen Maßstab und ein starkes Engagement für Innovationen mit. Aus seiner bisherigen Führungstätigkeit kann er zahlreiche Erfolge in Sachen Rentabilitätsverbesserung vorweisen, die er durch Akquisitionen, operationale Verbesserungen, Innovationen und den Aufbau von Kundentreue erreichte. Der 1957 geborene Jouko Karvinen schloss sein Studium mit einem Diplom in Elektronik und Industrieökonomie ab und war danach 25 Jahre im Bereich der Industrieautomation, später auch in leitenden Positionen des Gesundheitstechnologiesektors tätig. AKTIEN UND FINANZEN IM ÜBERBLICK KAPITALMÄRKTE Der neue Abschnitt Fremdkapitalinvestoren enthält Informationen zur Strategie des Konzerns in Sachen Finanzmittelbeschaffung und Bonitätsklassifizierung sowie zur Verschuldungsstruktur. Zu Stora Ensos Aktivitäten im Bereich Investor Relations gehörte 2006 auch ein Investorentag im schwedischen Werk Kvarnsveden, wo seit etwa einem Jahr die neue Papiermaschine 12 in Betrieb ist. JAHRESABSCHLUSS (KURZFASSUNG) Umfassende Informationen zum Jahresabschluss finden Sie in dem separaten Bericht Jahresabschluss 2006 sowie im Internet unter FOREST PRODUCTS Für Stora Enso Timber blieb das Geschäftsumfeld weiterhin schwierig, und die Gesamtrentabilität erreichte nicht die gesetzten Ziele. Das 2005 gestartete Turnaround-Programm ermöglichte eine Verbesserung des Betriebsergebnisses. Neben einer gezielten Restrukturierung bestimmter Produktionsanlagen und einer Effizienzsteigerung in den Werken umfasste das Programm auch eine Neuorganisation des Vertriebsnetzes und entschlossene Maßnahmen zur Verbesserung der Kostenstruktur. BESTÄTIGUNGSVERMERK ANHANG WESENTLICHE STRUKTURELLE VERÄNDERUNGEN INFORMATIONEN FÜR UNSERE AKTIONÄRE UMSCHLAG PERSONAL STORA ENSO WELTWEIT UMSCHLAG Der Konzern 2006 ist eine Übersetzung aus dem Englischen. STORA ENSO DER KONZERN

6 DIVISIONEN IM ÜBERBLICK Packaging Boards Fine Paper Publication Paper Kennzahlen Mio. EUR % des Konzerns Umsatzerlöse 4 621, , ,4 31,0 Betriebsergebnis* 104,6 193,3 251,6 33,2 Umsatzrendite, % 2,3 4,1 5,3 Vermögen 4 095, , ,9 34,9 Rendite des Vermögens (ROOC)**, % 2,5 4,7 6,2 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter/innen ,2 Auslieferungen, t ,4 Produktion, t ,3 * Vor außerordentlichen Posten ** ROOC = 100 % x Betriebsergebnis/betriebsnotwendiges Vermögen Kennzahlen Mio. EUR % des Konzerns Umsatzerlöse 2 668, , ,3 17,5 Betriebsergebnis* 54,5 62,2 166,0 21,9 Umsatzrendite, % 2,0 2,3 5,6 Vermögen 2 615, , ,8 19,0 Rendite des Vermögens (ROOC)**, % 2,0 2,4 7,1 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter/innen ,0 Auslieferungen, t ,3 Produktion, t ,3 * Vor außerordentlichen Posten ** ROOC = 100 % x Betriebsergebnis/betriebsnotwendiges Vermögen Kennzahlen Mio. EUR % des Konzerns Umsatzerlöse 3 053, , ,5 22,7 Betriebsergebnis* 271,3 220,0 323,4 42,7 Umsatzrendite, % 8,9 6,9 9,2 Vermögen 2 964, , ,5 24,4 Rendite des Vermögens (ROOC)**, % 9,3 7,6 11,5 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter/innen ,5 Auslieferungen, t ,3 Produktion, t ,4 * Vor außerordentlichen Posten ** ROOC = 100 % x Betriebsergebnis/betriebsnotwendiges Vermögen Kennzahlen, Holzprodukte Forest Products Mio. EUR % des Konzerns Umsatzerlöse 1 566, , ,4 10,8 Betriebsergebnis* 34,7 3,1 59,1 7,8 Umsatzrendite, % 2,2 0,2 3,5 Vermögen 674,0 659,4 625,9 5,5 Rendite des Vermögens (ROOC)**, % 5,3 0,5 9,2 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter/innen ,7 Auslieferungen, m % * Vor außerordentlichen Posten ** ROOC = 100 % x Betriebsergebnis/betriebsnotwendiges Vermögen 4 STORA ENSO DER KONZERN 2006

7 Marktposition Europa Weltweit Zeitschriftenpapiere 2 2 Zeitungsdruckpapiere 1 3 Produktionskapazität 2007 Zeitschriftenpapiere 4,8 Mio. t/a Zeitungsdruckpapiere 3,4 Mio. t/a Marktanteil, % Europa Asien Zeitschriftenpapiere Zeitungsdruckpapiere ,5 2 Hauptabsatzmärkte (% vom Umsatz) Europa Asien Zeitschriftenpapiere Zeitungsdruckpapiere Produktionskapazitäten nach Ländern Deutschland...23 % Finnland...22 % Schweden...22 % Nordamerika...20 % Belgien...7 % Frankreich...4 % Brasilien...2 % Mehr zu diesem Thema auf den Seiten Marktposition Europa Weltweit Grafische Papiere 6 1 Büropapiere 1 6 Papyrus 2 7 Marktanteil, % Europa Nordamerika Asien Grafische Papiere Büropapiere Papyrus Hauptabsatzmärkte (% vom Umsatz) Europa Nordamerika Asien Grafische Papiere Büropapiere Produktionskapazität 2007 Grafische Papiere 2,4 Mio. t/a Büropapiere 1,7 Mio. t/a Hauptabsatzmärkte Nordamerika Nord- Naher (% vom Umsatz) Europa Asien afrika Osten Holzprodukte Produktionskapazitäten nach Ländern Finnland...49 % Nordamerika...23 % Schweden...12 % Niederlande...6 % Deutschland...5 % China...5 % Grafische Papiere = holzfreie gestrichene Feinpapiere, gestrichene Feinpapiere Büropapiere = holzfreie ungestrichene Feinpapiere, ungestrichene Feinpapiere Mehr zu diesem Thema auf den Seiten Marktposition Europa Weltweit Consumer Boards 1 1 Spezialpapiere 1 1 Industrieverpackungen * * Produktionskapazität 2007 Verpackungspapier und -karton 4,1 Mio. t/a Wellpappe 1,3 Mio. m² Hülsen 0,2 Mio. t/a * Da der Bereich Industrial Packaging verschiedenartige Produkte umfasst, ist eine allgemeine Marktposition nicht bestimmbar. Hauptabsatzmärkte (% vom Umsatz) Europa Nordamerika Asien Consumer Boards Spezialpapiere Industrieverpackungen Produktionskapazitäten nach Ländern Finnland...46 % Schweden...27 % Deutschland...7 % Nordamerika...7 % Übriges Europa...6 % Polen...6 % Mehr zu diesem Thema auf den Seiten Kennzahlen, Wood Supply Lfg. an Konzerngesellschaften, Mio. m³ sub* 41,6 39,9 41,5 Lfg. an konzernfremde Abnehmer, Mio. m³ sub* 10,1 12,2 11,4 Durchschn. Anzahl der Mitarbeiter * sub = feste Holzmasse ohne Rinde Marktposition Europa Weltweit Holzprodukte 1 3 Marktanteil, % Europa Weltweit Holzprodukte 4 2 Nordamerika Lateinamerika Nordamerika Lateinamerika Produktionskapazität 2007 Schnittholz 7,4 Mio. m³, davon weiterverarbeitete Produkte 3,2 Mio. m³ Produktionskapazitäten nach Ländern Finnland...29 % Österreich...24 % Schweden...15 % Tschechien...13 % Estland...11 % Lettland...3 % Russland...3 % Litauen...2 % Mehr zu diesem Thema auf den Seiten STORA ENSO DER KONZERN

8 STRATEGIE AKTIONÄRSBRIEF An unsere Aktionäre Brief des CEO Stora Enso konnte im vergangenen Jahr ihr Ergebnis zwar verbessern, doch unsere Rentabilitätsziele haben wir noch nicht erreicht. Obwohl die Nachfrage nach unseren Produkten im Allgemeinen gut war, sahen wir uns mit Kostensteigerungen konfrontiert. Wir konnten 2006 Umsatzerlöse in Höhe von ,9 Millionen EUR erwirtschaften, und das Betriebsergebnis vor außerordentlichen Posten betrug 757,5 Millionen EUR. Die erreichten Rentabilitätsverbesserungen waren einem größeren Absatzvolumen, leicht verbesserten Verkaufspreisen und internen Leistungssteigerungen zu verdanken. Das Programm Profit 2007 machte gute Fortschritte, und die gesetzten Ziele wurden erreicht. Das Programm Asset Performance Review (APR) machte sehr gute Fortschritte, und die beschlossenen Werksveräußerungen und Maschinenstilllegungen konnten schneller als geplant umgesetzt werden. Im Rahmen unserer Bemühungen um eine Bewertung unserer leistungsschwachen Werke stellten wir vier Werke unter besondere Beobachtung, mit dem Resultat, dass wir uns entschlossen, zwei davon, das deutsche Werk Reisholz und das niederländische Werk Berghuizer, 2007 stillzulegen. Die kurzfristige Rentabilitätsverbesserung dieser Werke war nicht ausreichend, und wir konnten bei ihnen auch kein langfristiges Potenzial für adäquate Leistungen feststellen. Die Rentabilitätsverbesserung erforderte harte Maßnahmen, doch es ist klar geworden, dass sie nötig waren und auch in Zukunft fortgesetzt werden müssen konnten wir einige neue innovative personalbezogene Initiativen in die Praxis umsetzen. Dazu gehören werksspezifische Maßnahmen, die auf eine Verbesserung der Rentabilität ausgerichtet sind. Die diesbezüglichen lokalen Verhandlungen verursachten einige Spannungen zwischen den Tarifpartnern, doch im Großen und Ganzen waren die Ergebnisse sehr ermutigend und bewiesen, dass wir in der Lage sind, auf lokaler Basis Wege zu besserer Leistung zu finden, die den Interessen aller Beteiligten gerecht werden und eine praktische Umsetzung erfordern. Jouko Karvinen, ab 29. März 2007 Stora Ensos neuer CEO. Wir starteten ein Projekt zur Neubewertung unserer Strategie der Unternehmensverantwortung (Sustainability), das uns besser befähigen soll, strategische Fragen der Unternehmensverantwortung proaktiv zu erkennen und anzugehen und sie enger in den Prozess unserer allgemeinen Geschäftsstrategie zu integrieren. Nach Abschluss einiger großer Investitionsprojekte auf unseren heimischen Märkten in Europa und Nordamerika sind wir verstärkt auf den neuen Wachstumsmärkten aktiv geworden. Das erste Vorhaben in dieser Hinsicht war das außerordentlich erfolgreiche Jointventure im Zellstoffwerk Veracel, für welches 2006 das erste volle Geschäftsjahr war. Wir haben inzwischen eine Machbarkeitsstudie über den Bau einer zweiten Faserlinie in Veracel durchgeführt, und die Resultate sind vielversprechend. Weitere Projekte waren die Übernahme von Stora Enso Arapoti, eines brasilianischen Herstellers von gestrichenen Zeitschriftenpapieren, der Bau einer SC- Papiermaschine in China, die Entscheidung, in Luchowizy unsere dritte russische Wellpappenfabrik zu errichten sowie einige Erweiterungen von Sägewerken an anderen Standorten in Russland. Nach mehr als 30 Jahren Berufstätigkeit in der Branche werde ich nach der ordentlichen Hauptversammlung am 29. März 2007 mein Amt als CEO niederlegen. In all diesen Jahren haben etliche dramatische Veränderungen stattgefunden, von denen ich hier nur zwei erwähnen möchte. Die eine betrifft die Werbung in den Medien. Sie hat ein rasantes Wachstum erlebt, und die Papierindustrie hat sie bei dieser Entwicklung stets begleitet. Heute sind jedoch in diesem Geschäftsfeld neue Mitbewerber auf den Plan getreten: die elektronischen Medien, die für die Papierhersteller eine große Herausforderung darstellen. Die zweite bedeutende Veränderung ist das allmähliche Schwinden der nordamerikanischen und europäischen Führungsrolle in der Forstindustrie. Billigfasern aus der südlichen Hemisphäre decken einen immer größeren Teil des weltweiten Faserstoffbedarfs. Zudem sind in Asien neue Papierproduktionskapazitäten entstanden, die zwar hauptsächlich auf die lokalen Märkte ausgerichtet sind, deren Auswirkungen sich aber schon in unseren Exportzahlen und zum Teil auch auf unseren heimischen Märkten bemerkbar machen. Ich danke den Mitarbeitern und Sta- keholdern von Stora Enso für die gemeinsam erlebten interessanten und fruchtbringenden Jahre und wünsche Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute. Brief des Chairman Jukka Härmälä, CEO zunächst von Enso und später von Stora Enso, legt nun sein Amt nieder und markiert damit das Ende einer Ära in der Geschichte des Unternehmens. Eine Zeitlang können wir allerdings noch von seiner reichen Erfahrung profitieren, da er bis Ende August 2007 für den Board of Directors spezielle Aufgaben übernehmen wird. Ich habe die Ehre und das Vergnügen, Jukka Härmälä für die in seiner Zeit als CEO geleistete Arbeit den Dank des Unternehmens auszusprechen. Bei der Fusion von Stora und Enso hat er eine ebenso zentrale Rolle gespielt wie bei unserer Expansion in Nordamerika und auf den neuen Wachstumsmärkten in Osteuropa, Russland, China und Lateinamerika. Zugleich heiße ich Jouko Karvinen als neuen CEO willkommen und wün- 6 STORA ENSO DER KONZERN 2006

9 Stora Ensos Chairman of the Board Claes Dahlbäck und CEO Jukka Härmälä. sche ihm für seine Arbeit in unserem Unternehmen und in der Forstproduktbranche alles Gute. Jouko Karvinen kommt aus dem Bereich der Industrieautomation und der Gesundheitstechnologie. Neben seiner umfassenden globalen Erfahrung bringt er ein starkes Engagement für Innovationen mit und kann aus seiner bisherigen Führungstätigkeit zahlreiche Erfolge in Sachen Rentabilitätsverbesserung vorweisen. Das vergangene Jahr stellte Stora Enso vor große Herausforderungen, doch die angestrebten Verbesserungen wurden erreicht und die erzielten Fortschritte haben wesentlich dazu beigetragen, die Zukunft unseres Unternehmens und seiner Stakeholder auf eine gesündere Grundlage zu stellen. Wir sind im Moment schon voll dabei, Stora Ensos Strategie zu überarbeiten, und dies ist auch eine der ersten Aufgaben für den neuen CEO. Dabei unterziehen wir Geschäftstätigkeit und Geschäftsportfolio, Produktionsanlagen und geographische Präsenz des Konzerns einer eingehenden Analyse und Überprüfung. Das festgelegte Ziel von 13 % für die Rendite des betriebsnotwendigen Kapitals (ROCE) bleibt auch für den neuen CEO und sein Team maßgeblich. Das Programm Asset Performance Review (APR), das 2005 gestartet und 2006 im Wesentlichen umgesetzt wurde, war ein erster Schritt in diese Richtung. Es ist klar, dass die im Rahmen dieser und anderer Initiativen ergriffenen Maßnahmen fortgeführt werden müssen. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchte ich meinen herzlichen Dank für ihre gute Arbeit im vergangenen Jahr aussprechen. Sie haben dadurch geholfen, unsere Rentabilität wiederherzustellen, und ich bin zuversichtlich, dass wir auf diesem für unseren zukünftigen Erfolg so wichtigen Weg weiter voranschreiten werden. Helsinki, den 6. Februar 2007 Claes Dahlbäck, Chairman Jukka Härmälä, CEO STORA ENSO DER KONZERN

10 STRATEGIE Im Mittelpunkt Produktivität und Prüfung der Produktionsanlagen Stora Enso wird als ein einheitliches Industrieunternehmen geführt und betrieben. Die Kernprodukte des Unternehmens sind Presse- und Katalogpapiere, Feinpapiere, Verpackungskarton und Holzprodukte. Weitere Rentabilitätsverbesserungen sind Grundvoraussetzung für Stora Ensos Erfolg sowohl in gesättigten als auch in neuen Wachstumsmärkten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir unsere Produktivität kontinuierlich verbessern und Investitionen schwerpunktmäßig auf das zum Kerngeschäft zählende Produktionsvermögen konzentrieren. Aus dieser Politik der gezielten Investitionen folgt, dass nicht alle Produktionsanlagen gleich wichtig für die künftige Entwicklung des Konzerns sind. Das Programm Asset Performance Review (APR) war der erste Schritt in einem fortdauernden Prozess. Wir werden die Überprüfung und Klassifizierung unseres Produktionsvermögens nach Leistung, Potenzial und Bedeutung für unser Produktportfolio fortsetzen und Investitionen entsprechend zuordnen. Eine enge Zusammenarbeit mit den Kunden ist nach wie vor einer der Stützpfeiler von Stora Ensos Strategie. Wir zielen auf eine Forcierung unserer Großhandelstätigkeit in ausgewählten neuen Märkten und auf eine Erhöhung unserer Anteile an der Papier- und Kartonwertschöpfungskette. Stora Ensos Initiativen für neue Wachstumsmärkte richten sich schwerpunktmäßig auf Russland, China und Lateinamerika. Eine weitere neue Region von besonderem Interesse ist Indien. Diese Expansion wird begünstigt durch kostengünstige Faserrohstoffe, schnell wachsende Marktsegmente und die ausgewogenere Verteilung von Stora Ensos geographischer Präsenz. Stora Enso verpflichtet sich zu einer Geschäftsentwicklung im Sinne ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit und untermauert so ihre Unternehmensphilosophie und Herangehensweise an alle Aspekte der Geschäftstätigkeit. Verantwortliche Geschäftstätigkeit bedeutet für Stora Enso Transparenz und den offenen Dialog mit Stakeholdern. Die Leistungen des Unter- nehmens in Sachen Unternehmensverantwortung werden anhand von konzernweiten Zielen und klaren Führungsstrukturen verfolgt und gemessen. Mission, Vision und Grundwerte Mission: Wir fördern Kommunikation und Lebensqualität durch die Verarbeitung nachwachsender Faserstoffe zu Papier, Verpackungsmaterial und Holzerzeugnissen. Vision: Wir werden das weltweit führende Unternehmen der Forstindustrie. Wir setzen uns an die Spitze der Entwicklung in der Forstindustrie. Die Kunden wählen uns, weil wir ihnen mehr bieten können. Die Anleger wählen uns, weil wir Werte schaffen. Unsere Mitarbeiter sind stolz darauf, unserem Haus anzugehören. Wir sind ein begehrter Partner unserer Lieferanten. Die wichtigsten finanziellen Zielsetzungen Rendite des betriebsnotwendigen Kapitals Das betriebsnotwendige Kapital (ROCE) ist ein aussagekräftiger Leistungsindikator für die Rentabilität kapitalintensiver Unternehmen wie Stora Enso. Als Zielsetzung des Konzerns über den gesamten Zyklus hinweg gilt ein ROCE-Wert von 13 %. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) vor Steuern des Konzerns lagen Ende 2006 bei 8,5 % erreichte Stora Enso einen ROCE-Wert vor außerordentlichen Posten von 6,6 %. Trotz erheblicher Verbesserung gegenüber dem Vorjahr blieb dieser Wert weit hinter dem gesetzten Ziel zurück und war somit unbefriedigend. Das Verfehlen des ROCE-Ziels war vorwiegend auf die schwache Rentabilität vor allem infolge der Holzrohstoffund Energiekosten zurückzuführen. Geringere Investitionen ins Anlagevermögen und ein verbessertes Management des Nettoumlaufvermögens führten jedoch zu einer Reduzierung des betriebsnotwendigen Kapitals und damit zu einer Beschleunigung des Kapitalumschlags. Wachstum Stora Enso zielt weiterhin auf ein profitables Wachstum sowohl durch organische Expansion als auch durch gezielte Fusionen und Akquisitionen. Dabei gilt Grundwerte: Kundenorientierung Wir sind die erste Wahl der Kunden. Leistungsfähigkeit Wir bringen Ergebnisse hervor. Verantwortungsbewusstsein Wir halten uns an den Grundsatz nachhaltiger Entwicklung. Der Mensch im Mittelpunkt Motivierte Menschen schaffen Erfolge. Zukunftsorientierung Den ersten Schritt tun immer wir. 8 STORA ENSO DER KONZERN 2006

11 Stora Enso verstärkte 2006 ihre Präsenz in Lateinamerika. Nach der Übernahme des Werks Arapoti ist Stora Enso der einzige Hersteller von leichtgewichtigem gestrichenem Zeitschriftenpapier in Brasilien. Erreichen finanzieller Zielsetzungen Ziel Rendite des betriebsnotwendigen Kapitals (ROCE)*, % 13 7,2 4,5 3,1 3,3 6,6 Umsatzrendite, % 7,0 4,3 2,7 2,7 5,2 Kapitalumschlag 1,0 1,1 1,1 1,2 1,3 Verschuldungsgrad 0,8 0,37** 0,49 0,40 0,70 0,54 Dividende je Aktie, EUR 0,45 0,45 0,45 0,45 0,45*** Gewinnausschüttungsquote*, % * Vor außerordentlichen Posten ** Berichtigt um die Initialbewertung gemäß IAS 41, Landwirtschaft *** Vorschlag des Board of Directors an die ordentliche Hauptversammlung das Hauptaugenmerk den Kerngeschäftsfeldern vor allem in neuen Wachstumsmärkten. Jede Akquisition muss nach einem Jahr die wirtschaftlichen Vorgaben des Konzerns erfüllen und einen positiven Beitrag zum Gewinn je Aktie und zu den Cash Earnings je Aktie vor Synergieeffekten leisten. Mittelfristig muss die Rendite einer Akquisition größer sein als die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) des Unternehmens von 8,5 %, und langfristig muss eine Akquisition einen Beitrag zur Rendite des betriebsnotwendigen Kapitals (ROCE) des Konzerns von 13 % leisten. Cashflow In Zeiten schwacher Rentabilität kommt der Steigerung des Cashflows der operativen Tätigkeit eine besonders große Bedeutung zu. Um das Management des Nettoumlaufvermögens zu effektivieren, hat sich Stora Enso eine interne Benchmark gesetzt, nach der der Cashflow größer sein sollte als die durchschnittlichen Investitionen und Dividenden der letzten drei Jahre. Stora Ensos Cashflow der operativen Tätigkeit belief sich 2006 auf 1 892,9 Millionen EUR. Das Dreijahresziel wurde wegen anhaltend schwacher Rentabilität, großer Investitionen ins Anlagevermögen und Aktienrückkäufen in den vergangenen Jahren nicht erreicht. Investitionen ins Anlagevermögen Stora Ensos Ziel ist es, die Investitionen ins Anlagevermögen über den gesamten Zyklus hinweg auf bzw. unter dem Abschreibungsniveau zu halten lagen Stora Ensos Investitionen ins Anlagevermögen mit 583,4 Millionen EUR deutlich unter dem Abschreibungsniveau. Durch Maßnahmen aufgrund des APR-Programms und eine gezielte Zuordnung der Investitionen konnte der Investitionsbedarf deutlich unter dem Niveau des Vorjahrs gehalten werden, in dem durch Anlagenmodernisierungen, -umbauten und umfangreiche Investitionen in neue Maschinen die Qualität des Produktionsvermögens erheblich verbessert worden war. Stabile Geschäftsentwicklung Finanzierungsposition Der 2006 verzeichnete Verschuldungsgrad von 0,54 ist Indikator für eine gute Bilanzstärke und finanzielle Flexibilität. Der Zielwert des Konzerns liegt bei 0,8. Die in diesem Bereich gemachten Fortschritte wurden begünstigt durch die Ergebnisse des APR-Programms in Form von Veräußerungen und geringeren Investitionen ins Anlagevermögen. Volatilität des Geschäfts Stora Enso ist bemüht, die Volatilität ihres Geschäfts zu reduzieren, indem das Unternehmen auf ein weniger zyklisches Produktionsprogramm setzt und seine Geschäftstätigkeit geografisch stärker streut. Mehrwerte für die Aktionäre Stora Ensos Dividende basiert auf langfristiger Stabilität. Laut Dividendenpolitik von Stora Enso wird über den gesamten Zyklus hinweg durchschnittlich die Hälfte des jährlichen Nettogewinns des Konzerns als Dividende ausgeschüttet. STORA ENSO DER KONZERN

12 STRATEGIE PROFIT 2007 UND ASSET PERFORMANCE REVIEW Rentabilitätsverbesserungsprogramme für eine wettbewerbsfähige Produktion Profit 2007, Asset Performance Review und das Überwachungsprogramm für die Werke zielen auf die Verbesserung von Stora Ensos Leistung in den gesättigten Märkten Europas und Nordamerikas ab. Gute finanzielle Ertragskraft ist auf diesen großen Märkten unerlässlich um Stora Enso ein Wachstum in neuen chancenträchtigen Bereichen zu ermöglichen. Ziel von Profit 2007 voraussichtlich übertroffen Das Rentabilitätsverbesserungsprogramm des Konzerns, Profit 2007, machte gute Fortschritte, und bis Jahresende 2006 wurde eine Verbesserung des Vorsteuergewinns um 310 Millionen EUR erreicht. Das ursprünglich angestrebte Ziel einer Verbesserung des jährlichen Vorsteuergewinns um 300 Millionen EUR ab Mitte 2007 orientierte sich am Preis- und Kostenniveau von 2005 und bezog die Implementierungskosten mit ein. Die diesbezüglichen Maßnahmen betrafen drei Hauptbereiche: Produktionskosten, Support- und Verwaltungskosten sowie den Produkt- und Vertriebsmix. Zu den Maßnahmen im Bereich der Produktionskosten gehörten Energiesparprogramme, die geringere Verwendung von chemischem Zellstoff, eine Veränderung der Stoffrezepturen und ein effizienterer, weltweit koordinierter Einkauf. Die Maßnahmen im Bereich der Support- und Verwaltungskosten umfassten die Neuorganisation des Vertriebsnetzes (Fine Paper und Wood Products), die Umstrukturierung der Logistik, Kosteneinsparungen durch Standardisierung der IT und durch Zusammenlegung der IT in Nordamerika und Europa, Shared Services in der Rechnungslegung und der Lohnabrechnung in Finnland, Schweden und Deutschland, die Integration der Werksverwaltung und den Umzug eines Großteils Stora Ensos Kapazität seit 2000 Stilllegung von Kapazität der Financial Services von London nach Helsinki. Die Maßnahmen im Bereich Produkt- und Vertriebsmix umfassten die Optimierung der Produktportfolios in verschiedenen Werken, die Optimierung der Logistik und des Marktmixes sowie die Verbesserung der Kundenorientierung und des Pipeline Managements. Das Programm Profit 2007 brachte auch Personalabbau mit sich. Bei einem angestrebten Abbau von Stellen wurden etwa Stellen eingespart. Zur Hälfte waren davon Angestellte betroffen. Etwas mehr als die Hälfte des Personalabbaus wurde in den nordischen Ländern durchgeführt und der Rest im übrigen Europa. Von den erfassten Personaloutsourcing-Möglichkeiten wurden leider nur 180 umgesetzt. Dies ist ein enttäuschendes Ergebnis, das der Verbesserung bedarf. Veräußerungen und Stilllegungen im Rahmen des APR-Programms schneller als geplant durchgeführt Im Rahmen des Programms Asset Performance Review (APR) war die Stilllegung von vier Produktionseinheiten und die Veräußerung von vier Papier- oder Kartonwerken sowie eines Sägewerks vorgesehen. Diese Ziele wurden frühzeitig Europa Datum Sorte Reduktion der Kapazität (t/a) Summa PM 1 Februar 2002 Zeitungsdruckpapier Langerbrugge PM 2 März 2003 SC Kvarnsveden PM 9 Juni 2005 Zeitungsdruckpapier Corbehem PM 3 und PM 4 Juni 2006 LWC Werk Reisholz 2 SC Nymölla CM 1 Februar 2002 WFC Varkaus PM 1 November 2006 WFU Werk Berghuizer 3 WFU Werk Mölndal April 2000 FBB Werk Newton Kyme Januar 2001 FBB Insgesamt Nordamerika Datum Sorte Reduktion der Kapazität (t/a) Whiting PM 61 Oktober 2000 CMR Wisconsin Rapids PM 15 Oktober 2000 Feinpapier Biron PM 23 Februar 2002 CMR Wisconsin Rapids PM 12 Januar 2003 Feinpapier Biron PM 24 September 2003 CMR Stevens Point PM 32 September 2003 Gestr.Spez Stevens Point PM 31 März 2006 Gestr.Spez Insgesamt INSGESAMT Produktion von WFU wird fortgesetzt 2 Stillegung des Werks Reisholz angekündigt 3 Stilllegung des Werks Berghuizer angekündigt Neben den Stilllegungen im Rahmen des APR-Programms (grau gekennzeichnet), wird auch die Streichmaschine des Werks Hammarby mit einer Kapazität von t stillgelegt. 10 STORA ENSO DER KONZERN 2006

13 Wettbewerbsfähigkeit von Stora Ensos Papier- und Kartonwerken im europäischen Branchenvergleich Relative Kostenwettbewerbsfähigkeit in Q3/2006, % SCHWACH 50 Anlagenindex, % STARK 100 Anmerkung: Die Werke Berghuizer und Reisholz sind in der Aufstellung nicht berücksichtigt. Quelle: Pöyry Profit 2007 Ziel von 300 Millionen EUR wurde erreicht Mio. EUR Mål: Mio. EUR Q3 05 Q4 05 Q1 06 Q2 06 Q3 06 Q4 06 Realisiert Ziel erreicht. Außerdem wurden vier Werke unter Beobachtung gestellt. Gründe für die Stilllegungen waren entweder unzureichende Rentabilität aufgrund schlechter Anlagenqualität und mangelnder Nachfrage nach speziellen Papiersorten oder die Entscheidung, sich von einem Produktsegment zu trennen (siehe Tabelle auf Seite 10). Durch die Stilllegungen wurde das Personal um etwa 650 reduziert. Das Sägewerk Linghed, das Werk Grycksbo, das einfach gestrichenes Feinpapier herstellt, das Kartonwerk Pankakoski und das Papierwerk Wolfsheck wurden veräußert, wodurch sich das Per- Erweiterung der Kapazität sonal um etwa Mitarbeiter/innen reduzierte. Die Entscheidung zur Veräußerung dieser Werke basierte auf einer Überprüfung ihres Gewinnpotenzials, ihrer strategischen Eignung und ihres realisierbaren Werts, sowie auf einer Analyse der Frage, ob die fraglichen Werke in den Händen neuer Besitzer die übrige Produktpalette des Konzerns unterminieren würden. Geplante Stilllegung der Werke Berghuizer und Reisholz zur weiteren Ergebnisverbesserung Die Überprüfung der vier Werke Berghuizer (Niederlande), Reisholz Europa/Asien Datum Produktionszuwachs (t/a) Umbau der PM 2 (Uetersen) Dezember Umbau der PM 6 (Oulu) November Umbau der PM 3 (Langerbrugge) November Neubau der PM 4 (Langerbrugge) Juni Produktionserhöhung PM 3 (Summa) Januar Umbau der PM 5 (Corbehem) März Qualitätsverbesserung der PM 1 (Nymölla) Januar Modernisierung der PM 1(Sachsen) September Umbau der PM 3 (Veitsiluoto) Dezember Umbau der PM 2 (Kotka) Dezember Neubau der PM 12 (Kvarnsveden) Oktober Umbau der PM 2 (Summa) April Umbau der PM 6 (Maxau) September Umbau der PM 1 (Suzhou) Februar Umbau der BM 2 und des Kessels (Fors) November Insgesamt (Deutschland), Uetersen (Deutschland) und Summa (Finnland) führte zu dem Ergebnis, dass das Werk Berghuizer mit einer Kapazität von Tonnen ungestrichenem Feinpapier und das Werk Reisholz mit einer Kapazität von Tonnen superkalandriertem Papier wegen der derzeitigen schlechten Rentabilität und der schlechten Aussichten auf eine künftige Rentabilitätsverbesserung stillgelegt werden. Das Werk Summa verbesserte seine finanzielle Ertragskraft durch lokal beschlossene Effizienzmaßnahmen wie Anpassung und Einfrierung von Löhnen und Gehältern, Vereinbarungen über Instandhaltung durch die Maschinenführer und Nutzung gemeinsamer Instandhaltungsressourcen. Das Werk Uetersen spielt eine wichtige Rolle im Produktportfolio für Grafikpapiere und hat seine finanzielle Ertragskraft durch Maßnahmen wie Personalabbau und Änderung der lokalen Tarifverträge verbessert. Sowohl Summa als auch Uetersen müssen jedoch weiter an der Verbesserung ihrer Rentabilität arbeiten. Stora Enso setzt ihre Bemühungen zur Ergebnisverbesserung fort, und wird auch künftig ähnliche Maßnahmen durchführen. Einige Werke erreichen auch weiterhin nicht ihre finanziellen Ziele, arbeiten mit Anlagen von unzureichender Qualität und sind durch steigende Rohstoff- und Energiekosten in ihrer Rentabilität gefährdet. Nordamerika Datum Produktionszuwachs (t/a) Umbau der PM 26 (Biron) Februar Umbau der PM 1 (Duluth) Juni Umbau der PM 96* (Kimberley) Mai Umbau der PM 97 (Kimberley) Juni Umbau der PM 16 ( Wisconsin Rapids) Dezember Umbau der PM 16 (Wisconsin Rapids) Februar Umbau der PM 64 (Whiting) April Insgesamt * Umgestellt von LWC auf WFC INSGESAMT Seit 2000 wurden netto t Kapazität stillgelegt das entspricht 0,52 % der durchschnittlichen Jahreskapazität während der Periode. STORA ENSO DER KONZERN

14 STRATEGIE Umsetzung der Strategie 2006 Die gemeinsam mit der chinesischen Shangdong Huatai Paper betriebene Papiermaschine wird satiniertes Offsetdruckpapier für den lokalen Markt herstellen. Kunden und Rentabilität in gesättigten Märkten im Mittelpunkt Zur weiteren Umsetzung von Stora Ensos Strategie, näher an die Endkunden heranzurücken, schloss Stora Enso 2006 die Integration der 2004 und 2005 übernommenen Papiergroßhändler Scaldia in den Niederlanden und Papeteries de France in Frankreich sowie der Schneidersöhne Unternehmensgruppe ab. Die Akquisitionen haben sich bereits auf die Leistung vor allem der Division Fine Paper positiv ausgewirkt. Neben den Rentabilitätsverbesserungsplänen Profit 2007 und Asset Performance Review (APR) wurden einige gezielte Investitionen in gesättigten Märkten getätigt. Im Verlauf des Jahres wurde die Modernisierung der Holzaufbereitung und der Papiermaschine im finnischen Werk Varkaus bekanntgegeben. Weitere Investitionsbeschlüsse betreffen die finnischen Werke Anjala und Oulu. Im Werk Anjala wird die Papierausrüstung modernisiert, und im Werk Oulu wird zur Erhöhung der lokalen Bogenschneidekapazität eine neue Bogenschneideanlage gebaut. Stora Enso hat außerdem beschlossen, die Hülsenkartonproduktion im US-amerikanischen Werk Wisconsin Rapids aufzustocken. Im österreichischen Sägewerk Bad St. Leonhard baut Stora Enso eine Anlage für Brettsperrholz-Elemente. Investitionen in die russische Wellpappen- und Schnittholzproduktion Stora Enso baut derzeit ihr drittes Wellpappenverpackungswerk in Russland: Der Standort Luchowizy liegt 130 km von Moskau, Russlands größtem Absatzmarkt für Verpackungen. Stora Enso produziert hier bereits seit Ende der 90er Jahre Verpackungsmaterial an den Standorten Balabanowo ebenfalls unweit von Moskau und Arsamas in der Nähe von Nischni Nowgorod. Der Konzern plant auch Investitionen in seine russischen Sägewerke. Im Sägewerk Neboltschi wird die Produktionskapazität auf m³ verdoppelt. Außerdem werden die Möglichkeiten für eine Kammertrocknung der gesamten Produktion geschaffen. Nach der Investition werden insgesamt m³ Schnittholz vor Ort online gehobelt. Im Werk Impilahti entsteht eine Kammertrocknungsanlage, und die Produktionskapazität wird auf m³ angehoben. Beide Werke werden außerdem mit einer Pellet-Anlage ausgestattet. SC-Papiermaschine und Ausbau der Plantagen in China Stora Enso verstärkt ihre Präsenz in China. Der Konzern hat Pläne zum Bau eines Presse- und Katalogpapierwerks angekündigt. Das im Rahmen eines Jointventure-Projekts mit der Shangdong Huatai Paper in Dongying in der Provinz Shandong zu bauende Werk wird t satiniertes (SC) Papier herstellen. Die neue Anlage wird Recyclingfasern verwenden. Die Produktionsanlagen kommen teilweise von einer Einheit, die früher im deutschen Stora Enso-Werk Maxau operierte. Stora Enso hat ihren Plantagenbesitz im Süden Chinas erweitert, um künftig die Faserstoffversorgung einer integrierten Produktionsstätte in der Region zu gewährleisten. Die Stadt Beihai stellt Stora Enso in der Zeit von sukzessive insgesamt ha Plantagen und sonstige Ländereien zur Verfügung. Ziel des Unternehmens ist es, bis zum Jahr 2010 über rund ha nachhaltig bewirtschaftetes Plantagenland zu verfügen. Die Produktionsanlagen des Hülsenwerks, das Stora Ensos Hülsenkartonund Hülsenproduktionseinheit Corenso von der Foshan Huaxin Packaging Co übernommen hat, werden nach Foshan 12 STORA ENSO DER KONZERN 2006

15 verlegt, wo ein Hülsenwerk mit einer Jahresproduktionskapazität von t entsteht. Einziger Hersteller von gestrichenem holzhaltigem Papier in Lateinamerika Das Unternehmen machte 2006 auch in Lateinamerika bedeutende Fortschritte. Es übernahm Stora Enso Arapoti, dessen Vermögen sich bisher im Besitz der Inpacel - Indústria de Papel Arapoti Ltda. und der Inpacel Agroflorestal Ltda., zweier Tochterunternehmen von International Paper befunden hatte. Dadurch ist Stora Enso jetzt mit einer Papiermaschine und einer Jahresproduktionskapazität von t der einzige Hersteller von gestrichenem holzhaltigem Papier in Lateinamerika. Stora Enso Arapoti besitzt außerdem auch ein modernes Sägewerk mit einer Jahresproduktionskapazität von m³ sowie rund Hektar Land, von denen etwa Hektar produktive Plantagen sind. Stora Enso hat im Oktober 2006 Exklusivverhandlungen mit dem chilenischen Forstindustrieunternehmen Arauco über einen gemeinschaftlichen Besitz bestimmter Vermögenswerte von Arapoti aufgenommen. Stora Enso will sich in der Region auf die Papierproduktion konzentrieren und sieht sich nicht als lokaler Sägewerksbetreiber. Die weiteren Verhandlungen werden sich außerdem auch auf Maßnahmen für eine effizientere Nutzung der Arapoti-Plantagen konzentrieren. Stora Enso setzt die Erweiterung ihres Plantagenbesitzes in Südbrasilien und Uruguay fort. Es ist vorgesehen, in beiden Ländern jeweils ha Land für Plantagenzwecke zu erwerben. Ende 2006 besaß Stora Enso in Südbrasilien ha Land und in Uruguay ha. F&E unterstützt Rentabilitätsverbesserung und Recycling Papier Die Forschung und Entwicklung im Bereich der Papierprodukte beschäftigte sich 2006 unter anderem mit den Rohstoffkosten und der Produktionseffizienz. Schwerpunktthemen bei den Presse- und Katalogpapieren war die Substitution von Kaolin durch Kalziumkarbonat und das Erreichen der vollen Produktionsleistung und Qualität bei der neuen Papiermaschine 12 im Werk Kvarnsveden. Verpackungskarton Die Forschung und Entwicklung in Sachen Verpackungsprodukte konzentriert sich weiterhin auf die Verbesserung der Produktleistung in den Bereichen Druckqualität, Laufeigenschaften auf den Weiterverarbeitungsanlagen sowie Barriereeigenschaften und neue Verpackungslösungen. Im November 2006 wurde die erste Disc Box Slider (DBS)-Verpackungsanlage der neuen Generation für DVD-Verpackungen auf Kartonbasis in Betrieb genommen. Gemeinsam mit Orion Pharma wurde in Finnland und Estland die neue Fälschungssicherungs- und Markenschutzlösung PackAgent erprobt. Das softwarebasierte System verwendet die RFID-Technologie für die Authentifizierung der Produkte in der gesamten Lieferkette und ermöglicht es allen Beteiligten, den Weg der Produkte lückenlos zurückzuverfolgen. Eine weitere Entwicklung ist die Technologie Controlled Delaminating Material (CDM), die neue Möglichkeiten für Klebeverbindungen von Verpackungen und Verpackungssystemen bietet. Für CDM wurde Patentschutz beantragt. Bei diesem System wird ein solides Elektrolyt als Klebstoff verwendet, sodass zum Öffnen oder Lösen der Verbindung ein schwacher elektrischer Strom verwendet werden kann. Kommerziell kommt das System erstmals bei Blister- Verpackungen sowie bei verschiedenen Display-Verpackungen zum Einsatz. New Ventures Im zweiten Quartal nahm die teilweise im Besitz von Stora Enso Ventures befindliche Design Force die industrielle Produktion von Re-Karton auf. Dieser neue innovative Sandwichkarton auf Holzfaserbasis ist eine einzigartige Kombination von Festigkeit und geringem Gewicht. Mit seinen Möglichkeiten für die grafische Gestaltung eignet sich das Material ideal für den Einzelhandel und für Messestände. Die kommerziellen Lieferungen wurden im dritten Quartal 2006 aufgenommen. Gegen Jahresende wurde mit der Planung einer Produktionsanlage begonnen, die mithilfe einer neuen Technologie recycelten Getränkekarton verarbeitet. Diese Technologie basiert auf Pyrolyse und ist eine effiziente Kombination von Wertstoffrückgewinnung und energetischer Verwertung. Das Projekt unterstreicht Stora Ensos Engagement in der Entwicklung des Recyclings von gebrauchtem Getränkekarton und ist ein gutes Beispiel für die energetische Abfallverwertung in Papier- und Kartonwerken. Dieser Bereich wird in der F&E in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen. Stora Enso setzt die Investitionen in russische Sägewerke fort. Die Produktionskapazität des Sägewerks Neboltschi wird auf m³ verdoppelt. STORA ENSO DER KONZERN

16 STRATEGIE Angespannte Wettbewerbssituation im Jahr 2006 Die Nachfrage nach Druck- und Schreibpapieren belebte sich 2006 leicht und stieg weltweit um 2 % an hatte die Nachfrage um 1 % zugenommen. Am besten schnitten mit einem Wachstum von fast 4 % die gestrichenen holzfreien Papiere und SC-Papiere ab, während ungestrichene holzfreie Papiere und gestrichene holzhaltige Papiere nur 1 % zulegten. Das schnellste Wachstum wurde mit 7 10 % in Osteuropa, China und Lateinamerika verzeichnet. In Nordamerika waren die Zuwächse gering, und in Westeuropa nahm die Nachfrage um weniger als 1 % zu. Obwohl der chinesische Markt mit seinen Zuwachsraten alle anderen Märkte überflügelte, ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Druck- und Schreibpapier in China mit 11,1 kg noch vergleichsweise gering (siehe Grafik auf der nächsten Seite). Im Bereich der Druck- und Schreibpapiere geht trotz einer leichten Zunahme der weltweiten Produktionskapazität immer noch ein großer Teil der westeuropäischen Produktion in den Export. Bei gestrichenen Zeitschriftenpapieren liegt der Exportanteil bei etwa einem Viertel. In Nordamerika haben die Importe von Druck- und Schreibpapieren weiter stark zugenommen. Das gilt insbesondere für gestrichenes holzfreies Zeitungsdruckpapier, Druck- und Schreibpapiere: Produktion, Nachfrage und Nettohandel 2006 (in Mio. t) Nordamerika 27,6 31, Europa 36,9 31, Asien und Ozeanien 38,3 39, ,1 9, ,4 11, ,7 13, ,3 3, ,4 5, ,4 0,8 Druck- und Schreibpapiere Druck- und Schreibpapiere Zeitungsdruckpapiere Zeitungsdruckpapiere Zeitungsdruckpapiere Druck- und Schreibpapiere Produktion Nettohandel Nachfrage Quelle: PPPC, RISI, SE 14 STORA ENSO DER KONZERN 2006

17 Geschätzte Nachfrage 2006 (in Mio. t bzw. Mio. m³) Sorte Europa Nordamerika Asien und Ozeanien Zeitungsdruckpapier 11,0 9,8 13,1 Ungestrichene Zeitschriftenpapiere 6,3 6,2 2,1 Gestrichene Zeitschriftenpapiere 7,6 5,9 3,2 Ungestrichene Feinpapiere 9,8* 12,9 21,9 Gestrichene Feinpapiere 8,2 6,4 11,9 Karton 6,1** 13,3 17,3 Nadelschnittholz (in Mio. m³) K/A * Ohne Spezialpapiere ** Inkl. Faltschachtelkarton, Zellstoffkarton und weißgedeckten Duplexkarton Quelle: International softwood conference, PPPC, RISI, SE Pro-Kopf-Verbrauch an Druck- und Schreibpapieren Wachstum, Index 1996=100 Verbrauch kg/kopf China Westeuropa Nordamerika Lateinamerika Quelle: Pöyry 11,1 71,2 93,8 8,5 China Westeuropa Nordamerika Lateinamerika Papier, das heute bereits zu mehr als einem Viertel importiert wird. Die Nachfrage nach Verpackungskarton war bei leichten Zuwächsen gegenüber dem Vorjahr sowohl in Europa als auch in Nordamerika weiterhin stabil. Das schnellste Wachstum verzeichneten Osteuropa und China. Der Holzproduktmarkt profitierte von einer regen Bautätigkeit, die die Nachfrage in Europa, im Nahen Osten und in Japan belebte. Die Entwicklung der Liefermengen wurde jedoch durch Engpässe in der Sägerundholzversorgung eingeschränkt. In Nordamerika brach aufgrund eines stark rückläufigen Wohnungsbaumarkts die Nachfrage nach Nadelschnittholz ein. Europa 2006 belief sich in Europa die Nachfrage nach Druck- und Schreibpapieren Schätzungen zufolge auf 31,9 Millionen t. Die Produktionskapazität nahm gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig zu. Die Exporte in andere Regionen beliefen sich auf 5,5 Millionen t und die entsprechenden Importe auf 0,5 Millionen t. Bei den ungestrichenen Zeitschriftenpapieren und gestrichenen Feinpapieren wurde ein kräftiger Zuwachs der Exporte verzeichnet. Aufgrund der lebhaften Nachfrage in Osteuropa stieg die Nachfrage nach Standardzeitungsdruckpapier um 3 % auf 11 Millionen t. Die Produktionskapazität war nahezu unverändert. Sowohl die Im- als auch die Exporte waren rückläufig. Während die Nachfrage nach aufgebessertem Zeitungsdruckpapier stagnierte, stieg die Nachfrage nach Karton gegenüber dem Vorjahr um 3 % auf 6,1 Millionen t. Die Exporte in andere Regionen nahmen zu. Die Nachfrage nach Nadelschnittholz stieg gegenüber dem Vorjahr um 2 % auf 100 Millionen m³. Nordamerika 2006 lag in Europa die Nachfrage nach Druck- und Schreibpapieren Schätzungen zufolge mit 31,4 Millionen t auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Bei einem Rückgang der Produktionskapazität um 2,5 % war die Inlandsproduktion mit 27,6 Millionen t um 2 % geringer als im Vorjahr. Infolge rückläufiger Auflagen, sinkender Werbeausgaben und eines anhaltenden Trends zu niedrigeren Flächengewichten steht der Zeitungsdruckpapiermarkt weiterhin unter Druck. Die Nachfrage ging um 5 % auf 9,8 Millionen t zurück, und die Exporte waren rückläufig. Bei einem Rückgang der Produktionskapazität um 5 % fiel das Produktionsvolumen gegenüber dem Vorjahr um nahezu 7 %. Die Nachfrage nach Nadelschnittholz ging in Nordamerika infolge des schwächeren Wohnungsbaumarkts gegenüber dem Vorjahr Schätzungen zufolge um 2 % auf 120 Millionen m³ zurück. Asien und Ozeanien In Asien war die Nachfrage nach Druckund Schreibpapier immer noch lebhaft, wenn auch leicht rückläufig. Der Verbrauch stieg Schätzungen zufolge um mehr als 3 % auf 39,1 Millionen t. Das größte Nachfragewachstum wurde bei gestrichenen Papieren verzeichnet. Die Produktionskapazität nahm in diesem Bereich um 4 % zu. Chinas Position als Exporteur von Druck- und Schreibpapieren wird immer stärker. Schätzungen zufolge stieg in Asien die Gesamtnachfrage nach Zeitungsdruckpapier gegenüber dem Vorjahr um 1,4 % und lag bei 13,1 Millionen t. Die Zuwächse in China waren rückläufig, und nach mehreren Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten stieg die Nachfrage nur noch um 3 %. Durch eine rasche Steigerung der eigenen Produktion nehmen auch die chinesischen Exporte rasch zu. Die Nachfrage nach Karton stieg in Asien gegenüber dem Vorjahr um 6 % auf 17,3 Millionen t. Trotz nachlassenden Tempos wird in China immer noch mit einem Wirtschaftswachstum von 9 % gerechnet. Die Produktionskapazität nahm nur noch um 0,6 Millionen t zu, während im Jahr zuvor 1,3 Millionen t neue Produktionskapazität hinzukamen. Da in Asien die Produktion stärker zunahm als die Nachfrage, waren die Nettomporte rückläufig. Lateinamerika Die Nachfrage nach Druck- und Schreibpapieren entwickelte sich positiv und stieg gegenüber dem Vorjahr um 7 % auf 5,1 Millionen t. Die Importe, die 20 % der Nachfrage decken, nahmen um 15 % zu. Brasilien ist mit 1,8 Millionen t der größte Markt der Region. Bei einer Zunahme der Produktionskapazität von 1 % stieg die Produktion um 2 % auf 4,2 Millionen t. Die wichtigsten Sorten sind in dieser Region die ungestrichenen Feinpapiere, auf die drei Viertel der Gesamtproduktion entfallen. Die Nachfrage nach Zeitungsdruckpapier stieg gegenüber dem Vorjahr um 1 % auf 1,8 Millionen t. Produktion und Importe hielten sich bei dieser Sorte mit jeweils 0,9 Millionen t die Waage. STORA ENSO DER KONZERN

18 PUBLICATION PAPER Chancen nutzen auf neuen Wachstumsmärkten Stora Enso Publication Paper setzt trotz des schwierigen Geschäftsumfelds seine Bemühungen zur Steigerung der Rentabilität fort. Ein Schwerpunkt dabei ist die weitere Verbesserung der Anlagenstruktur, um durch wettbewerbsfähige Standorte eine nachhaltig rentable Produktion zu gewährleisten. Durch Investitionen in den neuen Wachstumsmärkten eröffnen sich gute Geschäftsmöglichkeiten. Im September wurde die Übernahme des brasilianischen Standorts Arapoti abgeschlossen, und für Ende 2007 ist im Rahmen eines Jointventures die Inbetriebnahme einer Papiermaschine in China vorgesehen. Es ist äußerst wichtig für uns, zum bevorzugten Anbieter unserer Kunden zu werden. Die Division Publication Paper bietet eine breite Produktpalette und beliefert ihre Kunden über ein globales Vertriebsnetz. Stora Enso ist einer der weltweit führenden Hersteller von Presse- und Katalogpapieren. 16 STORA ENSO DER KONZERN 2006

19 Die Vision von Stora Enso Publication Paper ist es, ein bevorzugter und nachhaltig rentabler Anbieter zu sein. Wachstum wird durch rentable Investitionen, Fusionen und Akquisitionen erreicht. Die Division Publication Paper bietet eine breite Produktpalette und hält in allen Geschäftsbereichen eine starke Marktposition. Mehr Leistung Zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit hat sich Stora Enso Publication Paper das Ziel gesetzt, in sämtlichen Geschäftsbereichen eine kosteneffiziente Produktion zu erreichen. Außerdem arbeitet die Division ständig an der Verbesserung ihrer Anlagenstruktur und der Anhebung ihrer Produktivität auf Weltklasseniveau. Publication Paper konzentriert sich auf die Rentabilität seiner Kundenbeziehungen und übernimmt eine Führungsrolle in Sachen Produktinnovation und Qualität. Besonderes Augenmerk gilt auch den neuesten Entwicklungen bei den Endanwendungen der Produkte. Einstieg in neue Wachstumsmärkte Charakteristisch für neue Wachstumsmärkte sind hohe Zuwachsraten bei einem verhältnismäßig geringen Absatzvolumen. In China werden die größten Zuwächse bei Zeitungen, Zeitschriften und Werbematerialien verzeichnet und in Brasilien beim Akzidenzdruck und bei Zeitschriften. Durch die Übernahme von Arapoti ist Stora Enso jetzt auf dem brasilianischen Markt gut aufgestellt. Das Werk Arapoti hat eine Produktionskapazität von t/a leichtgewichtigem gestrichenem (LWC) Papier. In China entsteht im Rahmen eines Jointventure mit der Shandong Huatai Paper eine Papiermaschine, die mit einer geplanten Kapazität von t/a satiniertes (SC) Zeitschriftenpapier auf Altpapierbasis herstellen wird. Port Hawkesbury wieder in Betrieb Nach zehnmonatigem Stillstand infolge eines Tarifkonflikts nahm das kanadische Werk Port Hawkesbury im Oktober 2006 die Arbeit wieder auf. Ende November waren beide Papiermaschinen in Betrieb. Die künftige Rentabilität des Werks hängt von folgenden lokalen Hauptfaktoren ab: Holzbeschaffung, Energie, Arbeitskräfte sowie lokale Vorschriften und Bestimmungen. Eine besondere Herausforderung ist der starke Kanadische Dollar, der die Exporte der kanadischen Industrie erheblich unter Druck setzt. Weitere Bemühungen um größere Energieeffizienz Energiepreise und Energieversorgung stehen auf der Prioritätenliste von Stora Enso Publication Paper weiterhin ganz oben. Aus diesem Grunde werden derzeit Möglichkeiten zur werkseigenen Energieerzeugung und von Investitionen z. B. in Kraft-Wärme-Kopplungskraftwerke untersucht. Zu den Energieinvestitionen der letzten Zeit gehören die Feuerungsanlagen in den Werken Kvarnsveden und Hylte. Verbesserungen des Vertriebsnetzes Die Zusammenführung aller Aktivitäten im Bereich Presse- und Katalogpapiere unter einem Dach ermöglicht eine Optimierung der Geschäftsabläufe und eine verbesserte Vertriebskoordination innerhalb der Division, bei der den Kunden feste Ansprechpartner zugeordnet sind. Um eine bessere Marktposition zu erreichen und neue Kundensegmente zu erschließen, entwickelt die Division den Verkauf über Stora Ensos Großhandelsbereich (Papyrus/Schneidersöhne). Innovation ist wesentlich Im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten Kompetenzgruppen kontinuierlich an der Entwicklung neuer Produkte und an der Effizienz der Produktionsprozesse. Sie fördern die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Division durch die Entwicklungen neuer Rezepturen, um die anhaltenden Preissteigerungen bei Pigmenten und anderen Chemikalien aufzufangen. Mehr zum Thema Energie im Bericht Unternehmensverantwortung 2006 auf Seite 21. Auf den beiden folgenden Seiten finden Sie Einzelheiten zum Werk Arapoti und zum Jointventure mit der Shandong Huatai Paper. Die weltweit führenden Hersteller von Presse- und Katalogpapieren Stora Enso UPM Norske Skog Abitibi-Consolidated Bowater Nippon Paper Group Myllykoski Corporation Holmen Oji Kruger Zeitungsdruckpapiere Ungestrichene und gestrichene holzhaltige Zeitschriftenpapiere Quelle: Pöyry Kapazität in t/a Entwicklung der Presse- und Katalogpapierpreise in Deutschland und in den USA EUR/t Zeitungsdruckpapiere, Deutschland (EUR) SC, Deutschland (EUR) Zeitungsdruckpapiere, USA (USD) LWC, USA (USD) Ungestrichene holzhaltige Papiere, USA (USD) LWC, Deutschland (EUR) USD/t Quelle: PPI This Week, Pulp & Paper Week STORA ENSO DER KONZERN

20 PUBLICATION PAPER GESCHÄFTSBEREICHE mit geringerem Weißgrad wie zum Beispiel Zeitungsdruckpapieren und SC-B-Papieren zum Einsatz, während für höhere Weißgrade in der Regel Frischfasern verwendet werden. Starke Position bei Zeitungsdruckpapieren Der Geschäftsbereich Newsprint and Book Paper produziert in seinen nordamerikanischen und europäischen Werken Standard-Zeitungsdruckpapier, aufgebessertes Zeitungsdruckpapier, Telefonbuch- und Buchdruckpapier. Stora Enso verfügt in diesen Bereichen in Europa, vor allem in Deutschland, Großbritannien und in den nordischen Ländern, über eine starke Marktposition. Die Papiere werden für Zeitungen und Beilagen, Telefon- und Kursbücher sowie für Hardcover- und Taschenbücher verwendet. Dank eines rapiden Wirtschaftswachstums gehört der chinesische Papiermarkt zu den dynamischsten der Welt. Stora Enso Publication Paper ist in drei Geschäftsbereiche gegliedert: News Print and Book Paper, Uncoated Magazine Paper and Pulp sowie Coated Magazine Paper. Streben nach rentablem Wachstum in China Zu den jüngsten Aktivitäten von Stora Enso in China gehört auch ein Jointventure mit der Shandong Huatai Paper zur Produktion von Presse- und Katalogpapieren. Den Ausschlag für diese Entscheidung gab die Tatsache, dass der chinesische Papiermarkt dank einer florierenden Wirtschaft und einer immer besser ausgebildeten urbanen Bevölkerung zu den wachstumsstärksten der Welt zählt. Die Papiermaschine des Jointventures wird mit einer Produktionskapazität von bis zu t/a satiniertes Zeitschriftenpapier auf Recyclingfaserbasis herstellen. Standort ist die Stadt Dongying in der Provinz Shandong zwischen Peking und Schanghai. Die Maschine, die voraussichtlich Ende 2007 anlaufen wird, soll den einheimischen chinesischen Markt mit seiner Zur Herstellung von Presse- und Katalogpapieren werden, je nach Qualitätsanforderungen, sowohl Frisch- als auch Recyclingfasern verwendet. Recyclingfasern kommen hauptsächlich bei Sorten rasch wachsenden Nachfrage nach Offsetdruckpapier bedienen. Anlässlich der Olympischen Spiele in Peking im Frühherbst 2008 wird mit einem umfangreichen Werbeaufkommen in den Printmedien gerechnet. Die Investitionskosten des Jointventures, an denen sich Stora Enso zu 60 % beteiligt, werden sich schätzungsweise auf rund 100 Millionen USD (83 Millionen EUR) belaufen. Das Projekt schreitet planmäßig voran. Die Maschinenhalle befindet sich im Bau, und Mitte 2007 soll mit der Montage der Produktionsanlage begonnen werden, sofern bis dahin die erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Dabei werden auch einige Komponenten einer vormals im deutschen Stora Enso-Werk Maxau betriebenen Papiermaschine verwendet. Die wesentlichen Teile der Anlage sind jedoch neu. Zeitschriften, Beilagen und Flyer Der Geschäftsbereich Uncoated Magazine Paper and Pulp produziert in seinen Werken in Nordamerika, Deutschland, Belgien, Schweden und Finnland ungestrichene maschinenglatte (MF) und satinierte (SC) Zeitschriftenpapiere sowie Zellstoff. Ungestrichenes Zeitschriftenpapier wird vorwiegend für Zeitschriften und Werbematerial wie Beilagen und Flyer eingesetzt und eignet sich auch für auflagenstarke Druckerzeugnisse wie Fernsehzeitschriften und Kataloge. Zellstoff wird hauptsächlich in der eigenen Produktion zur Verstärkung verwendet, zum Teil aber auch auf dem Zellstoffmarkt verkauft. Qualitätspapier für anspruchsvolle Endanwendungen Der Geschäftsbereich Coated Magazine Paper produziert in seinen Werken in Frankreich, Deutschland, Finnland, USA und Brasilien maschinenglatte gestrichene (MFC) und gestrichene (LWC, MWC, HWC) Zeitschriftenpapiere in den Varianten matt, silk und gloss. Gestrichene Zeitschriftenpapiere werden vorwiegend für Zeitschriften jeglicher Art verwendet. Weitere Anwendungen sind unter anderem Beilagen, Werbedruckerzeugnisse, Zeitschriftenumschläge, Upmarket- und Versandhauskataloge. 18 STORA ENSO DER KONZERN 2006

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