Management-Weiterbildung: Was High Potentials wirklich wollen. Ausgewählte Ergebnisse einer Studie der Mannheim Business School ggmbh

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1 Management-Weiterbildung: Was High Potentials wirklich wollen Ausgewählte Ergebnisse einer Studie der Mannheim Business School ggmbh

2 Hintergrund und Ziele der Studie Befragung Online-Befragung im Zeitraum von Juni bis September 2011 (4 Monate) 1026 Teilnehmer, branchen- und zielgruppenübergreifend 55 Nationen, Schwerpunktländer: Deutschland, Frankreich Wichtigste Kanäle: eigene Website, Banner, Newsletter Ausgewählte Kernfragen Wie stark ist das Interesse an Management-Weiterbildungen bei (Nachwuchs-)Führungskräften? Welche Motivatoren spielen dabei eine besonders wichtige Rolle? Welche Erwartungen haben (Nachwuchs-)Führungskräfte an Management-Weiterbildungsmaßnahmen, z.b. in Bezug auf Inhalte, Format und Struktur? Wer entscheidet über die Teilnahme an Management-Weiterbildungen in den Unternehmen? Wer trägt hierfür die Kosten? 2

3 Das Interesse an Management-Weiterbildung ist groß und zwar auf allen Hierarchieebenen 92,5 % der Befragten ziehen Management-Weiterbildungsmaßnahmen (MW) in Erwägung Insbesondere Berufseinsteiger haben MW schon fest für die kommenden 5 Jahre geplant MW fest geplant in 1-5 J. MW denkbar in 1-5 J. 33,4% 34,9% Berufseinsteiger: 45,6 % Berufserfahren (ohne Personalverantwortung): 35,3 % Mittleres Management: 37,3 % Oberes Management: 30,2 % Top Management: 24,9 % Selbstständig 34,2 % MW vorstellbar (ohne Zeithorizont) 24,2% MW kommt nicht in Frage 7,5% 3

4 (Nachwuchs-) Führungskräfte wollen vor allem Ihre Führungskompetenzen verbessern Warum würden Sie ein MW-Programm durchlaufen? Führungskompetenzen verbessern Höheres Gehalt Fachkenntnisse vertiefen Persönliche Weiterentwicklung 4,36 4,21 4,18 4,13 Netzwerk erweitern Fortschritt im Unternehmen 3,88 3,86 Neue berufliche Herausforderung Austausch auf gleicher Managementebene 3,59 3,56 Selbständig machen 2, = stimme gar nicht zu 5 = stimme voll zu 4

5 Das Interesse an Management-Weiterbildung bei Frauen und Männern ist identisch auch wenn die Realität anders aussieht Männer Frauen 7,4% 9,1% Interesse an Management-Weiterbildung (MW) 24,5% 22,6% 34,4% 34,7% 33,7% 33,6% MW keine Option MW vorstellbar (ohne Zeithorizont) MW denkbar in 1-5 J. MW fest geplant in 1-5 J. Starkes Interesse an MW Tatsächlicher Frauenanteil in Executive- MBA-Programmen Euromed (F/CHN) Nyenrode (NL) Foster (USA) Tongji/ENPC (F/CHN) ESSEC/MANNHEIM (F/D) Incae (CRC) Said Oxford (UK) Eccles (USA) Vlerick (BEL) Quelle: Financial Times Global EMBA Ranking % 10% 10% 9% 22% 42% 41% 45% 51% 5

6 MBA oder M.Sc.? Die Präferenz ist eindeutig Welchen Abschluss sollte ein Degree-Programm idealerweise haben? Berufseinsteiger 17,4% 65,2% MBA Berufserfahren, ohne Personalverantwortung 8,8% 73,5% M.Sc. Mittleres Management 10,7% 76,6% Oberes Management 5,4% 79,9% Top Management 4,5% 81,2% MBA wird als Abschluss auf allen Hierarchieebenen klar präferiert Je höher das Karrierelevel, desto eher wird ein MBA-Abschluss gewünscht 6

7 Vollzeitprogramme sind fast nur für Berufseinsteiger attraktiv Je höher das Karrierelevel, desto klarer die Präferenz für Teilzeitstudiengänge Auch 40% der Berufseinsteiger bevorzugen eine berufsbegleitende Weiterbildung. Welches Zeitformat sollte ein Degree-Programm idealerweise haben? Berufseinsteiger Berufserfahren (ohne Personalverantwortung) 10,0% 20,0% 17,6% 40,0% 40,0% 72,4% Vollzeit Teilzeit Egal Mittleres Management 5,9% 15,6% 78,5% Oberes Management Top Management Selbstständige 11,4% 6,0% 6,1% 2,3% 6,7% 3,3% 82,6% 91,6% 90,0% 7

8 Weitere klare Tendenzen hinsichtlich der bevorzugten Programmgestaltung Englisch wird als Unterrichtssprache gewünscht (84,2%) Bei der fachlichen Ausrichtung werden klar General-Management-Programme bevorzugt (65,2 %) Spezialisierungen wären in folgenden Bereichen erwünscht: 1. Leadership 2. Finanzen 3. Marketing Präsenzprogramme (47,5%) führen klar vor reinen Online-Programmen (4,7%); viele präferieren allerdings auch eine Kombination (40%) Auslandsstationen sind ein Muss! (74,1%) Länderpräferenzen sind klar ausgeprägt: USA (34 %), Europa (21,7 %) Ostasien (21,1 %), An anderen Regionen (z.b. Indien, Lateinamerika) besteht kaum Interesse 8

9 Internationaler Vergleich: Personalentwicklungsbereiche haben in Frankreich mehr Einfluss als in Deutschland Wer ist in Ihrem Unternehmen in den Entscheidungsprozess zur Teilnahme an externen Weiterbildungsmaßnahmen involviert? Mitarbeiter selbst eigener Bereich Personalentwicklungsabteilung 19,7% 31,9% 25,4% 39,0% 44,8% 23,7% Frankreich Deutschland nicht beurteilbar 10,1% 5,4% Wer trägt in Ihrem Unternehmen die Kosten für eine externe Weiterbildungsmaßnahme? Mitarbeiter selbst eigener Bereich Personalentwicklungsbereich 23,8% 29,8% 25,4% 40,1% 39,3% 18,9% Frankreich Deutschland nicht beurteilbar 11,5% 11,2% 9

10 Implikationen für Unternehmen und Bildungsanbieter Ausgewählte zentrale Ergebnisse Implikationen für Unternehmen Implikationen für Bildungsanbieter Das Interesse an Management- Weiterbildung ist groß und zwar auf allen Hierarchieebenen (Nachwuchs-)Führungskräfte wollen vor allem Ihre Führungskompetenzen verbessern Das Interesse an Management- Weiterbildung bei Frauen und Männern ist identisch Klare Präferenz für MBA- Abschlüsse Personalentwicklungsbereiche haben in Frankreich mehr Einfluss als in Deutschland Zielgruppenspezifische Weiterbildungsangebote entwickeln, dabei jedoch keine Zielgruppe vernachlässigen Weiterentwicklungsmöglichkeiten gezielt als USP und Bindungstool für das Unternehmen nutzen Besonderes Augenmerk auf potentielle und bestehende Führungskräfte legen Angebot an Trainings und Programmen mit Fokus auf Persönlichkeitsentwicklung und Führung gezielt ausbauen Interne Karriere-Förderprogramme für Frauen schaffen/ausbauen Bologna ist angekommen: Unternehmen müssen sich intensiv mit dem MBA-Abschluss auseinandersetzen und (E)MBA Programme im MW-Portfolio berücksichtigen. Größere Top-Management-Unterstützung und mehr Kompetenzen für den Personalentwicklungsbereich Weiterbildungsangebote für alle Zielgruppen (Berufseinsteiger, mittleres Management, Führungskräfte) anbieten Vermittlung von Führungskompetenzen/Soft Skills muss wichtiger, in einigen Formaten sogar dominierender Bestandteil von Programmen sein Spezielle Programmformate für Frauen entwickeln/anbieten. Diese Zielgruppe gezielt ermutigen! International konkurrenzfähige MBA- Programme entwickeln/anbieten. Unternehmen dabei unterstützen, den Überblick zu bewahren. Systematischer Dialog mit allen Zielgruppen und Entscheidern (Mitarbeiter, Personalentwickler, Top-Management, Bereiche) 10

11 Ansprechpartner Sie können uns auch gerne persönlich kontaktieren Ralf Bürkle Communications Director Tel.: Mannheim Business School ggmbh L 5, Mannheim Deutschland

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