Aufmerksamkeits- Defizits- Hyperaktivitäts- Syndrom und Gehirnfunktion

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1 Aufmerksamkeits- Defizits- Hyperaktivitäts- Syndrom und Gehirnfunktion Dr. med. Michael Matthis Allgemeinarzt Lübeck nach Professor Fred Travis Director, Center for Brain, Consciousness and Cognition Maharishi University of Management Fairfield, Iowa, USA

2 ADHD: Verringerte Frontal- und Temporallappengröße bds Sowell, Lancet, 2003

3 Starke genetische Komponente In eineiigen Zwillingen 80-90% Wahrscheinlichkeit, dass auch der andere Zwilling ADHS hat.. In zweieiigen Zwillingen 10-15%Wahrscheinlichkeit, dass auch der andere ZwillingADHS hat. genauso häufig wie in der allgemeinen Bevölkerung

4 Ätiologie ADHS Genetische Komponente Niedriges Geburtsgewicht: 50-90% höheres Risiko Frühgeborene: bis 70% erhöhtes R. Frühe Erfahrungen von Stress

5 Is Stress auch ein Faktor? Geringeres Volumen der frontalen (CEO) und Hippocampusregion (Gedächtnis). Evans & Schamberg (2009) Proceedings of the National Academy of Sciences, 106(16)

6 Medikamentöse Behandlung Studie zur multimodalen Behandlung an Kindern mit ADHS (1999): Follow up nach 3 und 8 Jahren keine signifikanten Unterschiede bez. der Symptome bei den Kindern, die intensive medikamentöse Therapie erhielten. Signifikant häufiger Deliquenz und Drogenmissbrauch Molina, et al.(2009). Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry

7 Effekte von Meditation auf ADHS Symptome

8 Pilotstudie Mindfulness based Meditation and ADHS 24 Erw. und 8 Jugendl. 2,5 Std/Wo über 8 Wo 75% beendeten das Training Resultate: Abnahme von Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität, nur bei den Erw.: Abnahme von Depression und Ängstlichkeit Zylowska et al: J Attention Disorder 2008, 11(6)

9 Kognitive Kontrollle Höchste Fokkusierte Aufmerksamkeit Gamma (20-50 Hz) Offenes Monitoring Theta (4-8 Hz) Niedrigste Automatisches Selbst- Transzendieren Alpha1 (8-10 Hz) Travis and Shear, Consciousness and Cognition, 2010

10 Rot: erhöhter Blutfluss während TM Blau: niedrigerer Blutfluss während TM

11 Pilot-Studie Einzelgruppendesign 10 Schüler J, Neun Jungs, ein Mädchen Alle mit der Diagnose ADHS, 6 vom Unaufmerksamkeitstyp und 4 vom kombinierten Typ 3-Monate TM Praxis. Grosswald, Curr Isues Educ 2008; 10(2)

12 ADHD Ergebnisse (3 Mo) Schülerberichte ängstlich / depressiv 53% Angst/Rückzug 50% Internalizierte Probl. 36% Körperl. Beschwerden 34% Stimmungsschwank. 29% Aufmerksamk. Probl. 26% ADHS Probleme 20% Gesamte Probleme 24% Grosswald, et al, (2008). Current Issues in Education (Online), 10(2)

13 ADHS Ergebnisse (3 Monaten) Exekutive Gehirnfunktion Expressive Aufmerksamkeit 19% Exekutives Planen und Problemlösen 13% Grosswald, et al, (2008). Current Issues in Education [On-line], 10(2)

14 Randomisierte Studie mit verzögertem Beginn 18 Schüler nach Alter sortiert und randomisiert: Sofort TM: 6 Jungen, 3 Mädchen, mittleres Alter 12.9 J TM nach 3 Monaten: 7 Jungen, 2 Mädchen, mittleres Alter 13.0 J Travis, et al (2011) Mind & Brain, The Journal of Psychiatry, 2(1)

15 Buchstabenblexibilitätstest nimmt zu (Letter Fluency DKEF/Standardfehler) Travis, et al (2011) Mind & Brain, The Journal of Psychiatry, 2(1)

16 EEG- Elektroenzephalogramm Gamma Problemlösen, Konzentration Beta Aktiver, beschäftigter Geist wach, objektorientiert Alpha Ruhevoll, reflexiv selbstorientiert Theta Kreativität, Traum Delta Tiefschlaf

17 Veränderungen beim EEG: Theta/Beta Verhältnis Normal Travis, et al (2011) Mind & Brain, The Journal of Psychiatry, 2(1)

18 Travis, et al (2011) Mind & Brain, The Journal of Psychiatry, 2(1) Kohärenz-Unterschiede: Vor Nachtest Kontrollgruppe TM-Gruppe Kontrollgruppe: 3-Mo 6-Mo Nachtest

19 Zusammenfassung Indem frontale exekutive Gehirnareale während der Praxis aktiviert werden, kann TM die Reifung von cerebralen Kontrollbahnen fördern, die ADHS-Symptome abschwächen.

20 Eine typische EEG- Aufzeichnung Eine typische EEG Aufzeichnung zeigt sich schnell ändernde zusammengesetzte und überlagerte unterschiedliche Frequenzen Wellen, die sich unterschiedlich schnell nach oben und unten bewegen einige langsam, einige schnell. Während des gewöhnlichen Wachzustandes sind die EEG Musterpatterns komplex, ungeordnet und chaotisch.

21 TM-Zunahme von EEG Kohärenz EEG Kohärenz während der Praxis der TM-Technik: Die Gehirnwellen heben und senken sich gemeinsam weisen eine stabile Phasen Beziehung auf zeigt, daß das gesamte Gehirn hochkohärent ist. Dieser integrierte Zustand der Gehirnfunktion hängt mit der subjektiven Erfahrung von erhöhter Wachheit oder ruhevoller Wachheit. Forschunge zeigen, daß die TM Technik das Gehirn zu einem kohärenteren und effizienten Verhalten kultuviert mit der Zeit, wie man z.b. in verbesserter Reaktion auf Reize erkennt mit verbesserter Performance auf räumliche Aufgaben und Tests für Gedächtnis, Kreativitätskalen, und Reaktionzeittests. Solche Ergebnisse wurden nicht von anderen Meditationsarten berichtet. References: International Journal of Psychophysiology, 116, (2006); Biological Psychology, 61, (2002)

22

23 Kognitive Veränderungen durch Meditation

24 Danke für die Aufmerksamkeit Zeit für Fragen

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