Frühes Trauma- späte Folgen

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1 Frühes Trauma- späte Folgen Michaela Huber Copyright: Michaela Huber 1

2 Über die Leiden und Freuden, Balance zu suchen und neu zu finden Copyright: Michaela Huber 2

3 Identität und Bindung Ich denke, also bin ich (Descartes) Ich fühle, also bin ich (Damasio) The body keeps the score (v.d.kolk) Seele (mind) das ist Gehirn, Körper und Beziehung (Siegel) Copyright: Michaela Huber 3

4 Zwischenmenschliches Trauma und der Angriff auf den Körper Von allen Arten von toxischem Stress (=Trauma) ist Gewalt die schlimmste. Von allen Arten von Gewalt ist sexualisierte Gewalt die schlimmste. Von allen Arten von (sexualisierter) Gewalt ist die Gewalt, die von einer (bes.: primären) Bindungsperson ausgeht, die schlimmste was die langfristigen seelischen, körperlichen und Bindungs-Folgen angeht Copyright: Michaela Huber 4

5 Innerfamiliäre Gewalt Wird von Generation zu Generation schlimmer. Wenn sexualisierte Gewalt in der Familie ist, sind auch seelische Qualen (Entwertungen, Beschimpfungen, Verfluchen, Herabsetzungen ) und emotionale Ausbeutung (Parentifizierung, gegenseitig Ausspielen, Verlangen von Gefälligkeiten ) die Regel; sehr oft auch körperliche Gewalt (Schlagen, Herumstoßen, Treten, mit einer Waffe bedrohen ) Oft spielen auch die Wirkung von Alkohol, Medikamenten und evtl. Drogen eine Rolle Copyright: Michaela Huber 5

6 Beziehungsmuster in dysfunktionalen gewalttätigen Familien Häufig ist die Mutter allein mit dem Kind; Väter abwesend, gestresst, wechselnd Kind konkurriert mit TV, Video, Handy, SMS, ... Despotismus und Ausbeutung + Laissez-faire Bestechung, Erpressung Verführung, Nötigung Verrat Kollusive Verwicklungen Opferung Dazwischen Liebevolles, Zärtliches: verwirrend Intergenerationelle Weitergabe Copyright: Michaela Huber 6

7 Typische Merkmale von Bindungsstörung nach familiärem Trauma bei Kindern Kind kann nicht bestimmen, ob und wie es von einem unangenehmen in einen angenehmen Zustand kommt, da es vom Täter abhängig ist. Mütter nach Verlust- und/oder Trauma-erfahrungen vernachlässigen und/oder sind gefühlsmäßig wenig stabil. Kind kann wenig über sich nachdenken (wie bin ich manchmal wie eigentlich?), weil der Täter bestimmt, wer und wie sie od. er jeweils ist. Folge: unsicher-ambivalente, -vermeidende oder desorganisierte Bindung des Kindes. Nach massiver Gewalt: Entweder dependent oder extrem vermeidend, oder zw. beiden oszillierend Copyright: Michaela Huber 7

8 Täter-Opfer-Beziehung beim Kind Kinder mit PTBS neigen dazu, das Trauma im Spiel zu wiederholen und zu reinszenieren, ohne dass dauerhafte Entlastung eintritt. Besonders Jungen neigen dazu, es mit Schwächeren nachzuspielen, wobei sie oft in die Täterrolle gehen; Mädchen nehmen aufgrund von vermehrt sexuellen und Verrats-Traumata eher eine innere Spaltung in gutes Mädchen böses Mädchen vor; entwerten und bekämpfen in der Gruppe aber auch andere Mädchen. Das misshandelnde Elternteil wird als gleichzeitig unnahbar und allmächtig betrachtet; sich selbst betrachtet das Kind als unzulänglich und nicht liebenswert. (Bowlby, 1980) Copyright: Michaela Huber 8

9 Was traumatisierte junge Menschen mitbringen Je früher sie traumatisiert wurden, desto mehr sind Aggression/Depression (Jungen/Männer) bzw. Dissoziation/Ängste/Selbstverletzungen (Mädchen/Frauen) Teil der Persönlichkeit geworden (Farber, 2002) Da die Gewalt meist von Männern ausgeübt (sexuell, physisch) und von Frauen toleriert, selbst ausgeübt (emotional/ schlagen) und gefördert wurde (dt. Frauenstudie 2004), gibt es entsprechende Selbst- Bilder und komplementäre Partnersuche. Das Opfer wird im Alltags-Ich gleichgültig gegen sich und gegen andere Opfer (und z.b. gleichgeschlechtliche Kinder!) Copyright: Michaela Huber 9

10 Wissen, was man will, ist schwer es dann umsetzen, noch viel mehr Copyright: Michaela Huber 10

11 Welche Bestandteile sicherer Bindungsangebote helfen? 1. Herstellen von äußerer Sicherheit 2. Emotionale Aufrichtigkeit und (langfristige) Verlässlichkeit 3. Reorientierende und tröstende Berührung 4. Feinfühligkeit/Rapport 5. Anknüpfen an unterbrochene Kommunikation 6. Gemeinsam entwickelte und (re-)konstruierte Geschichte/n (Daniel Siegel, 2006) Copyright: Michaela Huber 11

12 Heilsame Bindungen Nähe und Distanz vorsichtig erkunden, feinfühlig sein. Freundlich und respektvoll, wertschätzend für die Ressourcen und achtsam für Entwicklungs- und Veränderungspotentiale. Die gesamte Familie und alle wichtigen Personen einbeziehen in Hilfeplangespräche. Aber bei Misshandlung: Kein Einverständnis erwarten! Gleichzeitig ist wichtig, dass die HelferInnen ihre eigene Entwicklung fördern, empathische Abstinenz üben, sich fortbilden und Inter-/ Supervision aufsuchen. Und dann: Mehr Coach statt Mama sein. Mehr Hilfestellung beim Turnen als selbst vorturnen! Copyright: Michaela Huber 12

13 Liebevolles nicht nur nach außen, auch nach innen geben! Copyright: Michaela Huber 13

14 Aussteigen aus Misshandlungsfamilie Wie? Alle Bindungsmuster überprüfen. Erkennen Anerkennen Verändern. Erst Erfahrung durch gute Beziehung/Beratung/Begleitung/Therapie. Diese verinnerlichen = gute Introjekte. Innere Distanz zu Misshandlern und MittäterInnen aufbauen. Bindungsschmerz aushalten, wenn Täter nahe Bindungspersonen waren. Achtsamkeit nach innen üben, Trösten und Versorgen traumatisierter Innenanteile. Trauma prozessieren. Anzeigen (?) Copyright: Michaela Huber 14

15 Last not least: Freundschaften aufbauen! Copyright: Michaela Huber 15

16 Am besten rechtzeitig damit anfangen Copyright: Michaela Huber 16

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