Finanzinstrumente des Katastrophenund Wetterrisikotransfers

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1 Finanzinstrumente des Katastrophenund Wetterrisikotransfers Fachgespräch Finanzdienstleister, Millenium Development Goals (MDGs) und Socially Responsible Investments (SRI) Germanwatch, 19. November 2007, Bonn Think Tank der Deutsche Bank Gruppe Christian Weistroffer

2 Agenda 1 Instrumente des Katastrophen- und Wetterrisikotransfers 2 Einsatz in Schwellen- und Entwicklungsländern Seite 2

3 1 Instrumente des Katastrophen- und Wetterrisikotransfers Vorteile einer Kapitalmarktlösung Absicherung großer Volumina ist möglich. Risiken können über Branchen- und Ländergrenzen hinweg gestreut werden. Risiken werden von denjenigen getragen, die dazu am besten in der Lage sind. Individuelle und gesamtwirtschaftliche Absicherungskosten werden minimiert. Gering korrelierte Anlageklasse entsteht. Preissignale lenken Investitionen in die richtige Richtung Seite 3

4 1 Instrumente des Katastrophen- und Wetterrisikotransfers Der Markt für Katastrophenrisiken Verbriefung von Katastrophenrisiken ausstehende Volumina 2006, Mrd. USD Industry Loss Warrants* Besicherte Rückversicherungen 4 4 Verbriefungsinstrumente Katastrophenanleihen (Cat-Bonds) Seitenwagen (Sidecars) Industry Loss Warrants (ILS) Contingent Capital Arrangements Seitenwagen Fremdkapital Seitenwagen Eigenkapital Katastrophenanleihen 2,5 8,5 8,5 Börsengehandelte Kontrakte Futures und Optionen auf Branchenschadenindex (NYMEX, CCFE) Futures auf Hurrikan-Risiken (CME) Quellen: DB Global Markets, *Swiss Re, Seite 4

5 1 Instrumente des Katastrophen- und Wetterrisikotransfers Struktur einer Katastrophenanleihe (Cat-bond) Quelle: Guy Carpenter/ MMC Securities (2007) Seite 5

6 1 Instrumente des Katastrophen- und Wetterrisikotransfers Zahlungsauslöser Risiken für Investoren und Sponsoren Seite 6 Quellen: Swiss Re (2006), DB Research (2007)

7 1 Instrumente des Katastrophen- und Wetterrisikotransfers Der Markt für Wetterrisiken Wetterderivate Mrd. USD 50,0 45,0 40,0 35,0 30,0 börsengehandelt OTC Over-the-Counter (OTC) Individuelle Kontrakte (Banken und Versicherer) 25,0 20,0 15,0 10,0 5,0 Börsengehandelte Kontrakte Futures und Optionen, Chicago Mercantile Exchange (CME) 0,0 00/01 01/02 02/03 03/04 04/05 05/06 06/07* Quelle: WRMA,*geschätzt Seite 7

8 2 Einsatz in Schwellen- und Entwicklungsländern Motivation für den Einsatz in Schwellen- und Entwicklungsländern Volatileres Wetter und Zunahme extremer Wetterereignisse. Vermögensschäden und Ertragsschwankungen nehmen zu. Finanzierungskosten steigen, Finanzierungen werden nicht gewährt. Schwellen- und Entwicklungsländer sind häufig am stärksten betroffen, gleichzeitig jedoch am wenigsten geschützt. Einkommen stark abhängig vom Klima/ Wetter. Keine Versicherungsmöglichkeit. Ziel: Armutsbekämpfung, Förderung der ökonomischen und sozialen Entwicklung vor Ort Seite 8

9 2 Einsatz in Schwellen- und Entwicklungsländern Staatliche Risikomanagementprojekte - Beispiele Mexiko Indien Türkei Äthiopien Karibik Versichertes Risiko Naturkatastrophe Dürre Erdbeben Dürre Extremes Wetterereignis Sicherungsnehmer Lokalregierungen Einzelne Farmer Einzelne Hauseigentümer Einzelne Haushalte Betroffene Staaten Tatsächlicher Infrastrukturschaden Zahlungsauslöser Niederschlagsindex Niederschlagsindex Tatsächlicher Schaden an versicherten Gebäuden k.a. (Erst-) Absicherung Nationaler Notfallfond Wetterderivat ggü. kommerzieller Erst-Versicherung Gebäudeversicherung ggü. kommerzieller Erst-Versicherung Wetterderivat ggü. World Food Programm Wetterderivat ggü. Absicherungsfonds Risikotransfer Weitergabe von Spitzenrisiken an Rückversicherer bzw. an den internationalen Kapitalmarkt via Katastrophenanleihen Weitergabe der Risiken an internationalen Rückversicherungs -markt Weitergabe der Risiken an internationalen Rückversicherungs -markt Teilweise Weitergabe der Risiken an kommerzielle Versicherung Teilweise Weitergabe der Risiken an kommerziellen Rückversicherungsmarkt Quelle: Hofman & Brukoff (2006) Seite 9

10 2 Einsatz in Schwellen- und Entwicklungsländern Voraussetzungen Schaden ist definierbar und (monetär) messbar Es stehen zuverlässige Zahlungsauslöser zur Verfügung Schaden- oder Wetterindizes Versicherungslösung ist anreizkompatibel Je größer die Vorsorgeanstrengungen (ex ante), desto geringer die Risikoprämie. Schadenminimierung (ex post) führt nicht zu niedrigerer Auszahlung. Versicherungslösung ist sinnvoll und bezahlbar Implizite Versprechen mindern den Anreiz, Risiken überhaupt zu versichern: Internationale private Spendenbereitschaft Internationale staatliche Bereitschaft zur Krisenhilfe Unterstützung durch Weltbank, IMF oder andere Entwicklungsbanken Zahlungsbereitschaft privater Anleger und der o.g. Institutionen nutzen, um Absicherung bezahlbar zu machen Seite 10

11 Appendix Seite 11

12 Appendix Stufen des Risikotransfers Erst- Absicherung Privatwirtschaftliche Initiative Erst-Versicherung privater Unternehmen und Haushalte über kommerzielle Versicherung oder den Kapitalmarkt. Staatliche Initiative Erst-Versicherung privater Unternehmen und Haushalte über staatliche oder staatlich geförderte Sicherungsfonds. Risikotransfer Weitergabe der Risiken über (Rück-) Versicherung an den Kapitalmarkt. Absicherung impliziter oder expliziter staatlicher Verpflichtungen über den Kapitalmarkt. Risikonehmer Institutionelle Investoren, z.b. Versicherungen, Banken, Hedgefonds und private Investoren, z.b. über Investmentfonds Seite 12

13 Copyright Deutsche Bank AG, DB Research, D Frankfurt am Main, Deutschland. Alle Rechte vorbehalten. Bei Zitaten wird um Quellenangabe Deutsche Bank Research gebeten. Die vorstehenden Angaben stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Meinungsaussagen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers wieder, die nicht notwendigerweise der Meinung der Deutsche Bank AG oder ihrer assoziierten Unternehmen entspricht. Alle Meinungen können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die vorstehenden Angaben werden nur zu Informationszwecken und ohne vertragliche oder sonstige Verpflichtung zur Verfügung gestellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Angemessenheit der vorstehenden Angaben oder Einschätzungen wird keine Gewähr übernommen. In Deutschland wird dieser Bericht von Deutsche Bank AG Frankfurt genehmigt und/oder verbreitet, die über eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht verfügt. Im Vereinigten Königreich wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG London, Mitglied der London Stock Exchange, genehmigt und/oder verbreitet, die in Bezug auf Anlagegeschäfte im Vereinigten Königreich der Aufsicht der Financial Services Authority unterliegt. In Hongkong wird dieser Bericht durch Deutsche Bank AG, Hong Kong Branch, in Korea durch Deutsche Securities Korea Co. und in Singapur durch Deutsche Bank AG, Singapore Branch, verbreitet. In Japan wird dieser Bericht durch Deutsche Securities Limited, Tokyo Branch, genehmigt und/oder verbreitet. In Australien sollten Privatkunden eine Kopie der betreffenden Produktinformation (Product Disclosure Statement oder PDS) zu jeglichem in diesem Bericht erwähnten Finanzinstrument beziehen und dieses PDS berücksichtigen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen Seite 13

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