Diakonisches Werk der Kirchenkreise Syke-Hoya und Grafschaft Diepholz

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1 Diakonisches Werk der Kirchenkreise Syke-Hoya und Grafschaft Diepholz Soziale Schuldnerberatung Unterrichtskonzept zur Durchführung des Finanzführerscheins Kleiner Finanzführerschein ab Klasse 8 1. Unterrichtseinheit à 45 Minuten. Der Finanzführerschein wird kurz erklärt. Abfrage des Wissenstandes der SchülerInnen in Form von aktivem Fragestil und Vermittlung von Informationen mit dem Ziel, die SchülerInnen für die folgenden Themen zu sensibilisieren und erste Risiken zu erkennen. Thema: Konsum und Werbung: Wofür wird das Taschengeld ausgegeben? Haben Jugendliche ein Recht auf Taschengeld? Kommen die Jugendlichen mit ihrem Taschengeld hin und wenn nicht, wie verhalten sie sich dann? Wird, wenn das Geld nicht reicht, evtl. auf etwas verzichtet oder werden die Eltern oder Freunde angesprochen um sich etwas zu leihen? Lassen sich die Jugendlichen von der Werbung beeinflussen? Wie gehen die Schüler/innen damit um, wenn sich in ihrer Mitte Klassenkamerad/innen finden, die nicht den Trends der Werbung folgen? Thema: Handy Nach welchen Kriterien wurde das Handy und der Prepaid Tarif oder eine Flatrate gewählt? Angesprochen werden auch die Kosten, welche durch die 0190 Nummern, das Versenden von MMS oder durch Klingeltöne entstehen können. Verteilung des Schülerhefts Das Schülerheft für den kleinen Finanzführerschein wird an alle Schüler verteilt. Es dient zur Weiterarbeit an der Thematik und zuhause zur Vertiefung in Eigenarbeit. Thema: Internet Ebenso wird das Internetsurfen mit dem Handy thematisiert. Es wird der Begriff Abofallen im Internet erläutert und wie damit umzugehen ist. Es wird im Schülerheft der Frage nachgegangen, ob Jugendliche im Internet einkaufen dürfen. Thema: Strafmündigkeit Es wird das Kapitel Was sonst noch wichtig ist gelesen und besprochen, welches sich mit Strafmündigkeit auseinander setzt. 2. Unterrichtseinheit à 45 Minuten. Durchführung Fachkräfte der mitwirkenden Banken vor Ort. Auf Wunsch kann diese Unterrichtseinheit auch durch die Fachkraft der Sozialen Schuldnerberatung durchgeführt werden. Begrüßung und Vorstellung Rückbesinnung auf die letzte Unterrichtseinheit Seite 1

2 Abfrage des Wissenstandes der SchülerInnen in Form von aktivem Fragestil und Diskussionen und Vermittlung von Informationen mit dem Ziel, die SchülerInnen für die folgenden Themen zu sensibilisieren und sie auf die Fragen der Finanzführerscheinprüfung vorzubereiten. Thema: Geld und Sparen In dieser Einheit wird der Bedeutung von Geld nachgegangen. Kennen die SchülerInnen andere Währungen? Welche Geldscheine sind beim Euro bekannt? Ist sparen altmodisch? Thema: Konto Welche Konten sind den Jugendlichen bekannt? Wer benutzt welche Konten. Haben die Jugendlichen ein Konto? I. d. R. haben viele Jugendliche ein (Taschengeld-) Konto. Wer hat das Konto eingerichtet? Dürfen Jugendliche überhaupt selbst ein Konto einrichten? Was ist ein Kontoauszug? An dieser Stelle werden Kontoauszüge gezeigt und gemeinsam mit den SchülerInnen gelesen. Was bedeutet Soll und Haben? Wofür stehen die Abkürzungen Kto. Nr., BLZ? Thema: Girokonto und Geldkarte Können Jugendliche mit ihrem Konto ins Minus geraten? Kann ein Jugendlicher mit seiner Geldkarte zahlen? Was können die Jugendlichen mit ihrer Geldkarte machen? Dürfen Jugendliche Überweisungen tätigen? An dieser Stelle wird ein Überweisungsformular ausgefüllt. Abschluss Zur Festigung und Vorbereitung auf diese Fragen in der Führerscheinprüfung wird gemeinsam das Kapitel Bank; Konto, Geld im Schülerheft gelesen. 3. Unterrichtseinheit à 45 Minuten Durchführung Lehrkraft. In der dritten Unterrichtseinheit à 45 min testen die SchülerInnen ihr Wissen an den Übungsbogen; wie sie mit den vielen Geldfallen, die im Alltag lauern, umgehen. Gleichzeitig bietet sie den Lehrkräften einen Überblick über den Wissensstand der Klasse. Die Test-Finanzführerscheinprüfung mit dem Übungsbogen bietet den SchülerInnen die Möglichkeit, sich intensiv auf die Finanzführerscheinprüfung vorzubereiten. Dazu füllen die SchülerInnen den Übungsbogen aus. Es werden ca. 20 Minuten für die Prüfung angesetzt. Nachdem die Klasse ihre ausgewerteten Übungsbogen zurückerhalten hat, bietet sich die Möglichkeit, Fragen, die häufig falsch beantwortet wurden, zu besprechen. Rückmeldung kann an die Soziale Schuldnerberatung gegeben werden, welche Fragen bzw. Themen in der nächsten Unterrichtseinheit noch einmal nachhaltig bearbeitet werden sollen. Anhand des Schülerheftes und der ausgewerteten Übungsbogen können die SchülerInnen ihr Wissen noch einmal vertiefen. 4. Unterrichtseinheit à 45 Minuten Zu Beginn dieser Schulstunde werden die Fragen und Themen noch einmal bearbeitet und besprochen, welche sich durch den Übungsbogen ergeben haben. Im Anschluss wird die eigentliche Finanzführerschein Prüfung stattfinden. Dazu füllen die SchülerInnen den Prüfungsbogen aus. Es werden wieder ca. 20 Minuten für die Prüfung angesetzt. Seite 2

3 5. Unterrichtseinheit à 45 Minuten Die Jugendlichen sind interessiert, wie viele Fehlerpunkte sie bei der Finanzführerscheinprüfung gemacht haben und welche Fragen sie falsch beantwortet haben. An dieser Stelle ist es sinnvoll, den Prüfungsbogen an die Jugendlichen zu verteilen und zu besprechen. Die Original Prüfungsbogen werden hinterher wieder eingesammelt und werden, wie andere Prüfungen auch, gesondert gelagert. Der kleine Finanzführerschein wird an die SchülerInnen übergeben. Großer Finanzführerschein ab Klasse Unterrichtseinheit à 90 Minuten. Durchgeführt Fachkraft der Sozialen Schuldnerberatung. Der Finanzführerschein wird kurz erklärt. Abfrage des Wissenstandes der SchülerInnen in Form von aktiven Fragestil und Diskussionen und Vermittlung von Informationen, mit dem Ziel die SchülerInnen für die folgenden Themen zu sensibilisieren. Thema Vertragsabschluss und Kleingedrucktes Der große Finanzführerschein wird eingeleitet durch das Thema Vertragsabschluss und Kleingedrucktes. Was bedeutet eine Unterschrift auf einem Vertag, wird das Kleingedruckte gelesen und was bedeutet es, z.b. bei einem Handyvertrag. Dieses Thema beinhaltet auch die Geschäftsfähigkeit allgemein Thema Internet und was es mit Internetgeschäften auf sich hat, hier speziell das Downloaden von Musik und Filmen. Es soll den Jugendlichen Raum gegeben werden über ihren legalen Umgang mit dem Medium Internet zu diskutieren. Thema Schulden Das Thema Schulden wird durch echte Fälle aus dem Alltag der Schuldnerberatung angesprochen. Ebenso wird der Frage nachgegangen, wie Straftaten und ihre Kosten für die Jugendlichen zu Schulden werden können. Was sind Schulden, und sind Menschen, welche Schulden haben, selber schuld? Thema Auskommen mit dem Einkommen Am Beispiel mit der Schuldenwaage wird das Thema Auskommen mit dem Einkommen nachgegangen. Verteilung des Schülerheftes Das Schülerheft für den großen Finanzführerschein wird an alle verteilt. Es dient zur Weiterarbeit an der Thematik und zuhause zur Vertiefung in Eigenarbeit. Seite 3

4 Thema Gemeinsam wird im Schülerheft der Frage nachgegangen, welche Kosten für eine eigene Wohnung entstehen können. Das Kapitel erste eigene Wohnung wird gelesen und besprochen. 2. Unterrichtseinheit à 90 Minuten. Durchführung Fachkräfte der mitwirkenden Banken vor Ort. Auf Wunsch kann diese Unterrichtseinheit durch die Fachkraft der Sozialen Schuldnerberatung durchgeführt werden. Themen Konto und Kredit Diese Unterrichtseinheit wird durch das Thema Konto und Kredit eingeleitet und es wird der Frage nachgegangen, was ein Konto ist, welche Sorten Konten es gibt und was bedeutet Kontoführung. Was kann alles mit einem Konto gemacht werden? Die Begriffe Lastschrift und Schufa werden erläutert, ebenso was ein Kredit ist. Entstehen Kosten bei einem Kredit? An dieser Stelle wird anhand von Beispielen mit verschiedenen Zinssätzen von den Schüler/Innen errechnet, was ein Kredit kosten kann und wie lange es braucht, um den Kredit zurückzuzahlen. Bekommt jeder einen Kredit? Braucht es dazu einen Bürgen? Thema Bürgschaft Was bedeutet Bürgschaft. Welche Folgen kann eine Bürgschaft haben und wie lange gilt sie. Dazu wird das Kapitel Bürgschaften und ihre Folgen gemeinsam im Schülerheft gelesen und besprochen. Thema Versicherungen Das Thema Versicherungen und wofür ich sie brauche, wird angesprochen. Welche Versicherungen kennen die Jugendlichen? Welche Versicherungen benötigen sie in ihrem Alter? Was kosten Versicherungen? In dieser Thematik soll insbesondere, speziell die Hausrat- und Haftpflichtversicherung angesprochen werde. Zur Festigung und zur Vorbereitung auf die Finanzführerscheinprüfung zum Thema Girokonto und Kredite, Versicherungen, Bürgschaft und ihre Folgen wird auf das Schülerheft verwiesen. 3. Unterrichtseinheit à 45 Minuten Durchführung Lehrkräfte. In der dritten Unterrichtseinheit à 45 min testen die SchülerInnen ihr Wissen an den Übungsbogen, wie sie mit den vielen Geldfallen, die im Alltag lauern umgehen. Gleichzeitig bietet er den Lehrkräften einen Überblick über den Wissensstand der Klasse. Die Test-Finanzführerscheinprüfung mit dem Übungsbogen bietet den SchülerInnen die Möglichkeit, sich intensiv auf die Finanzführerscheinprüfung vorzubereiten. Dazu füllen die SchülerInnen den Übungsbogen aus. Es werden ca. 20 Minuten für die Prüfung angesetzt. Nachdem die Klasse ihre ausgewerteten Übungsbogen zurückerhalten hat, bietet sich die Möglichkeit, Fragen, die häufig falsch beantwortet wurden zu besprechen. Rückmeldung kann an die Soziale Schuldnerberatung geben werden, welche Fragen bzw. Themen in der nächsten Unterrichtseinheit noch einmal nachhaltig bearbeitet werden sollen. Anhand des Schülerheftes und der ausgewerteten Übungsbogen können die SchülerInnen ihr Wissen noch einmal vertiefen. Seite 4

5 4. Unterrichtseinheit à 45 Minuten Zu Beginn dieser Schulstunde werden die Fragen und Themen noch einmal bearbeitet und besprochen, welche sich durch den Übungsbogen ergeben haben. Im Anschluss wird die eigentliche Finanzführerschein Prüfung stattfinden. Dazu füllen die SchülerInnen den Prüfungsbogen aus. Es werden wieder ca. 20 Minuten für die Prüfung angesetzt. 5. Unterrichtseinheit à 45 Minuten Die Jugendlichen sind interessiert, wie viele Fehlerpunkte sie gemacht haben und welche Fragen sie falsch beantwortet haben. An dieser Stelle ist es sinnvoll, den Prüfungsbogen an die Jugendlichen zu verteilen und zu besprechen. Die Original Prüfungsbogen werden hinterher wieder eingesammelt und werden, wie andere Prüfungen auch, gesondert gelagert. Der Finanzführerschein und das Zertifikat werden an die SchülerInnen übergeben. Seite 5

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