Christian Klaus Sozialkunde Wirtschaftspolitik

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1 Wirtschaftspolitik Bedürfnisse: - Primär- oder Existenzbedürfnisse - Sekundär, Kultur- Luxusbedürfnisse richten sich nach: - Umweltbedingungen - wirtschaftliche Verhältnisse - Stand der Zivilisation Bedürfnisse: - Gefühl des Mangels - subjektiv - unbegrenzt, nicht vergleichbar Die Tätigkeit des Menschen zur Deckung des Bedarfs an Gütern und Dienstleistungen bezeichnet man als wirtschaften. Bedürfnisse, die mit dem vorhandenen Geld befriedigt werden können, bezeichnet man als Bedarf. Bedarf ist eher objektiv begrenzbar. Güter: - alles was subjektiv zur Befriedigung von Bedürfnissen dient, bezeichnet man als Gut. freie Güter: - stehen in unbegrenzter Menge zur Verfügung - ihre Beschaffung darf keine Arbeit bereiten (Atemluft) knappe Güter: - stehen nicht in unbegrenzter Menge zur Verfügung - erfordern Arbeit - objektiv knapp durch: natur bedingt (Öl, Gas)

2 menschlich bedingt wirtschaftlich bedingt politisch bedingt technisch bedingt wirtschaftliche (knappe) Güter Sachgüter Dienstleistung Rechte Konsumgüter Produktionsgüter (Investionsgüter) Knappheit ist ein Verhältnisbegriff. Es ist die Diskrepanz zwischen unseren Bedürfnissen und den Mitteln zu deren Befriedigung. (zu wenig/zu teuer) Wertparadoxon: - lebenswichtiges Wasser ist weniger wert als ein Diamant Gütermenge: - Bei der Gütermenge, bei der der Gesamtnutzen maximal ist, ist der Gesamtnutzen gleich Null. - Der Grenznutzen sinkt, je mehr Güter vorhanden sind. Produktion: - Alle Handlungen, mit deren Hilfe Sachgüter gewonnen, umgeformt und bearbeitet, von einem zum anderen Ort befördert, zeitlich aufbewahrt und letztlich den bezahlbaren Kunden zugeführt werden. Güterproduktion umfasst: - Urproduktion (Landwirtschaft, Forst, Bergbau)

3 - Weiterverarbeitung (Industrie, Handwerk) - Gütertransport - Handel Produktionsfaktoren: - Arbeit - natürliche Ressourcen - Kapital (Sach- oder Realkapital Produktivität = Produktionsergebnis/Mitteleinsatz Nachhaltigkeit: - Selbst tragende Entwicklungsprozesse, die der Bedürfnisbefriedigung dienen, dabei aber sichern, dass auch hingeführte Generationen ihre Bedürfnisse noch befriedigen können. Ökologisches Prinzip: - Das Wirtschaftssubjekt muss eine rationale Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten treffen, wie die vorhandenen knappen Güter eingesetzt werden. - Es muss planvoll über die Verwendung eines Überschusses über das Existenzminimum entscheiden. Minimalprinzip: - ein Produktionsziel mit dem geringsten Mitteleinsatz erreichen Maximalprinzip: - mit den vorhandenen Mitteln das bestmögliche Ergebnis erzielen

4 Oppertunitätskosten: - kosten der verpassten Gelegenheit - man muss auf ein Gut verzichten, um sich ein anderes Gut leisten zu können Kostenvorteil: absolute: - Ein Unternehmen kann eine Wahre mit geringeren Kosten herstellen als andere Unternehmen. komperativ: - Das Verhältnis der Produktionskosten von zwei oder mehreren Wahren in zwei Betrieben. Arbeitsteilung: Vorteile: - durch Routinearbeiten höhere Produktivität bei der Arbeit - höheres Einkommen - Spezialmaschinen können eingesetzt werden - durch Maschineneinsatz wird die Arbeit leichter - verkürzte Arbeitszeit - persönliche Fähigkeiten und Neigungen können berücksichtigt werden - bessere Güterversorgung Nachteile:

5 - Maschinen rationalisieren die menschliche Arbeit weg - gegenseitige Abhängigkeit in der Volkswirtschaft wächst - durch Spezialisierung verkümmern andere körperliche und geistige Fähigkeiten - der Mensch verliert den Bezug zum Gesamtzusammenhang, da er nur eine Tätigkeit verrichtet - durch einseitige Ausbildung kommt es zu mangelnder Anpassungsfähigkeit, wenn der Arbeitsplatz verloren geht - einseitige Beanspruchung - höherer körperlicher Verschleiß - nachlassende Arbeitsfreude bei stumpfsinniger Arbeit mit negativen psychologischen Rückwirkungen (seelischer Schaden) Wirtschaftssystem: - Bestimmung des Produktionszieles, der Anordnung der Produktionsfaktoren und der Verteilung der Produktionsergebnisse. - typische Gestaltung des Wirtschaftslebens eines Landes Wirtschaftsordnung: - Die Gesamtheit aller für den organisatorischen Aufbau der Volkswirtschaft und für die wirtschaftlichen Abläufe geltenden Regeln, sowie die Gesamtheit der für die Verwaltung, Steuerung und Gestaltung der Wirtschaft zuständigen Einrichtungen (Planwirtschaft / Marktwirtschaft). Zentralverwaltungswirtschaft - Planwirtschaft - Kollektiveigentum an den Produktionsmitteln - Planungsbehörde plant Wirtschaftsprozesse unter politischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten - staatliche Preisfestlegung - staatliche Lenkung der Berufs und Arbeitsplatzwahl Marktwirtschaft - Privateigentum an Produktionsmitteln

6 - Dezentrale Wirtschaftsplanung durch den Markt - Anbieter und Nachfrager regeln den Markt - Staat setzt Rahmenbedingungen (Gesetze / Kontrolle) - Wettbewerb Märkte - Gütermärkte (Sachgüter, Waren und Dienstleistungen) - Faktormärkte (Boden / Natur, Arbeit, Kapital) - Arbeitsmarkt (Vertreter der Arbeitnehmer) - Geld und Kapitalmärkte (Aktienmarkt, Rentenmarkt)

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